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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gesundheitsreform = bloß nicht chronisch krank



Brigitte
20.11.03, 21:02
Fragt Eure Krankenkasse, ob sie auch nach Verabschiedung des neuen §34 Gesundheitsmodernisierungsgesetz Naturarznei erstatten wird! www.naturarznei-hilft.de
LG Brigitte
Über eine halbe Million Menschen unterstützten Aufruf
Naturarznei soll zukünftig im Leistungskatalog der GKV erhalten bleiben
Pressekontakt:
Barbara Wais, DAMID
Tel.: (030) 36 50 14 92
presse@naturarznei-hilft.de
In nur drei Monaten haben sich bundesweit über eine halbe Million Menschen mit ihrer Unterschrift gegen die Novellierung des Paragraphen 34 ausgesprochen. Die Erstattung von nicht verschreibungspflichtigen Naturarzneimitteln im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung sollte erhalten bleiben.
Leider haben die Abgeordneten des Deutschen Bundestags und auch der Bundesrat dieses Votum der Öffentlichkeit in ihrer Entscheidung nicht berücksichtigt. Dies bedauern wir umso mehr, als sich einige führende Gesundheitspolitiker in persönlichen Gesprächen gegenüber unserem Anliegen durchaus offen gezeigt haben.
Das verabschiedete GKV-Modernisierungsgesetz sieht nun vor, dass nicht rezeptpflichtige Medikamente grundsätzlich nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. Somit wird zukünftig ein Großteil der pflanzlichen, anthroposophischen und homöopathischen Arzneimittel nicht mehr erstattet.
Diese Gesetzesänderung ist gerade auch für chronisch kranke Menschen fatal, da sie nebenwirkungsarme Naturarzneimittel als notwendige Therapie bzw. als Ergänzung schätzen um z.B. Auswirkungen einer Chemotherapie besser zu ertragen. Diese Patienten werden jetzt auf wirksame und gut verträgliche Naturarznei verzichten müssen, da sie in der Mehrzahl eine finanzielle Zusatzbelastung nicht tragen können.
Die Modernisierung des Gesundheitswesens ist somit auf Kosten der Patienten und auf Kosten zeitgemäßer medizinischer Therapieformen erfolgt. Vor dem Hintergrund des - wenn überhaupt - marginalen wirtschaftlichen Effekts, den die Änderung des Paragraphen 34 bedeutet, bleibt diese Neuregelung unverständlich. Es ist zu befürchten, dass das jetzt verabschiedete Gesetz zur Verdrängung der Naturmedizin aus dem öffentlichen Bewusstsein führt - mit negativen Folgen für die Gesundheit der Menschen, die Vielfalt der medizinischen Therapie und die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen. Wir werden daher auch in den nächsten Monaten den Dialog mit dem Gesundheitsministerium suchen um bei der Umsetzung des Gesetzes unseren Einfluss geltend zu machen.