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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hyposensibilisierung und Hashi



Tita
11.10.03, 11:14
Hallo liebes Forum,
hat von Euch schon mal jemand Erfahrung mit Hyposensibilisierung wegen Allergie (Heuschnupfen) gemacht, der auch Hashi hat? Meine Hautärztin hat mir nämlich die Behandlung empfohlen, aber nur nach Rücksprache mit dem behandelnden HashiArzt, weil es nicht unriskant sei, aber wegen der Allergie sehr empfehlenswert. Der ganze Spaß soll über drei Jahre (Winter) gehen. Nun bin ich aber momentan super eingestellt (Schilddrüsenmäßig) ohne Probleme und habe keine Lust, da zu riskieren, das das wieder anders wird. Die Allergie habe ich im Sommer mit Medikamenten seit zwei Jahren super im Griff, sodaß ich auch keinen Leidensdruck deswegen habe. ICh sollte es bloß machen lassen, damits nicht schlimmer wird, aber ich weiß nicht so recht.
Habt Ihr da Erfahrungen mit gemacht und bringts was, oder sollte man die Finger davon lassen?
Danke für Eure Antwort(en)
Liebe Grüsse
Tita

nina :)
11.10.03, 11:38
hallo tita,
also mir hat meine allergologin dringend von einer hyposenibilisierung abgeraten! sie hätte es bei mir nicht gemacht! sie meinte bei menschen mit autoiummerkrankungen ist es absolut nicht zu empfehlen, da es zu unkalkulierbaren reaktionen des immunsystems führen könnte! für mich klang es, als ob sie ahnung hätte von der materie.
liebe grüße,
nina

Tamina
11.10.03, 15:03
Hi,
ich habs schon zweimal gemacht und beide male musste ich wegen Nebenwirkungen abbrechen ;-(
Ich hatte Tropfen zum unter die Zunge geben. Jeden Tag kam da ein kleiner Teil mehr dazu. Auf einmal hats batsch gemacht und ich hab voll drauf reagiert...
Naja, pech gehabt... Man gewöhnt sich ja irgendwie doch an alles :-(
Tamina

Tita
11.10.03, 15:22
Dankeschön,
irgendwie hab ich mir so was schon gedacht, und werde es wohl lassen, zumal ich ja mit den normalen Antiallergika im Sommer gut klar komme und toitoitoi sonst keine Probleme haben. Man soll ja nicht unnötigerweise mit dem Feuer spielen.
LG Tita

Angela/Auetal
11.10.03, 23:21
Hallo Tita,
Du hast ja schon andere kritische Meldungen bezüglich der Des. bekommen.
Vor 3 Jahren habe ich eine D. angefangen um meinen Heuschnupfen loszuwerden. Laut meiner Ärztin eine gaaanz harmlose Behandlung ! Ich nahm damals schon L-Thyroxin, wusste aber noch nichts von Hashi.
Ich ging brav jede Woche zur Desensibilisierungsspritze und es ging mir jede Woche schlechter, hatte enorme Reaktionen auf die Spritzen, aber die Ärztin machte munter weiter bis ich , leider erst nach der 6. Spritze, abbrach. Ich sah keinen Zusammenhang zwischen meinen Panikattacken und den Spritzen.
Einige Wochen danach bin ich völlig zusammengebrochen, dachte zeitweise ich sterbe. Ich hatte über zwei Jahre Knoten an den Einspritzstellen, die immer wieder anschwollen zu grossen heissen Stellen. Meine SD wurde zügig kleiner, also war der Zerstörungsprozess stark angeregt worden.
Ich ging wirklich durch die Hölle.Um die schlimmsten Reaktionen in den ersten Monaten abzuschwächen bekam ich hochdosiert Cortison gespritzt.
Jetzt, bald 3 Jahre später bin ich langsam auf dem Weg der Besserung. So gut wie damals geht es noch lange nicht, aber es wird besser. Die Arme schwellen auch nicht mehr an. Ich hatte 6 von geplanten 7 Spritzen in dem einen Jahr. An dem Heuschnupfen hat es nichts verändert.
Ich wünschte ich hätte damals Ärzte gehabt die erkannt hätten das ich Hashi habe und dabei eine Desensibilisierung kontraindiziert ist.......mein Leben hätte eine andere Qualität !
Ich wünsche Dir alles Gute und ich denke wir werden dann wohl beide weiterhin im Sommer Antihistamine schlucken. Novartis entwickelt ein neues Antiallergikum welches gespritzt werden muss und die IGE Produktion verhindert, also die Entstehung der allergischen Symptome an der Basis verhundert. Da ich auch Asthma habe hoffe ich auf gute Studienergebnisse und baldige Zulassung.
Liebe Grüsse von Angela

BrittaLA
13.10.03, 08:15
Hallo Tita,
ich habe noch keine Desensibilisierung mit Eigenblut u.ä. gemacht - dazu kann ich leider nichts sagen. Ich komme jedes Jahr wieder dem Heuschnupfen (eigentlich gegen alles allergisch, was von Feb. bis Nov. blühlt und früher mit grippeartigen Symptomen) mit 10 Sitzungen Akkupunktur bei. So gehts: im Winter über 10 Wochen je 1x die Woche eine Sitzung und von dem Heuschnupfen bleibt nicht mehr als ein Kitzeln in der Nase - und das auch nur, wenn man neben einer frisch gemähten Wiese steht. Einige Krankenkassen; TK, Securvita BKK und andere zahlen im Rahmen eines Modellversuchs die Kosten für diese Behandlungen bei einem Arzt mit Kassenzulassung und Zusatzausbildung Akkupunktur unter speziellen Indikationen. Hier die Krankenkasse nach den Indikationen und nach der Teilnahme am Modellversuch fragen. Da bekommst du heraus, ob zur Genehmigung nun Migräne oder sonstwas auf der Diagnose stehen muss. Ein Arzt, der Akkupunktur anbietet kann da u.U. weiterhelfen. Ich würde mir zur Desensibilisierung eine zweite Meinung einholen.
Viele Grüsse & wenig Heuschnupfen im nächsten Frühjahr
BrittaLA

Tita
13.10.03, 17:54
Hallo,
weiß nicht, ob den Text jetzt noch einer liest, liegt ja ziemlich weit hinten. :-))
Wegen der Akupunktur erkundige ich mich mal, klingt ganz vernünftig. Und die andere Aktion werde ich lassen. Das bringt ja nix, wenns einem doppelt schlecht geht.
Muß man denn aber auch mit allem möglichen Kram geplagt werden!
Ich glaube das neue Mittel heißt omalizumab oder so ähnlich. Angeblich soll es für Leute sein, die ganz schlimm gegen alles mögliche allergisch reagieren, hab ich auch mal nachgefragt. Letztes Jahr gabs das noch nicht auf dem Markt. Wäre angeblich auch nix für mich, weil ich momentan bloß "normal" allergish bin und die anderen Mittel (nehme Telfast: ist super!) gut greifen.
LG und alles Gute Tita