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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dringend! Arbeitsmedizinischer Dienst



Gabi2 (MB)
24.04.03, 22:10
Hallo,
nachdem ich durch Tetanien, EO, Stimmbandlähmung und hormoneller Einstellung von Arzt zu Arzt/Krankenhaus zu Krankenhaus gerannt bin und es mir trotzdem immer noch total schlecht geht, bekomme ich jetzt von der Krankenkasse die Aufforderung, mich vom arbeitsmedizinischen Dienst begutachten zu lassen. Hat jemand Erfahrung damit? Muß ich mir dann anhören, daß alles nicht so schlimm ist?
Ich habe Angst, daß die mich "durch den Wolf drehen". Es ist doch so schon alles schwer genug. Ich habe auch keine Lust, verschiedenste Krankheiten zu haben, aber was soll ich denn machen. Kann mir jemand was zu der Vorgehensweise sagen? Kommt jetzt noch das finanzielle Aus?
Liebe Grüße, Gabi

Antje
24.04.03, 22:58
Liebe Gabi,
die Krankenkasse schickt die zum medizinischen Dienst, die schon länger krank sind und Krankengeld beziehen. Da wirst du begutachtet, d.h. ein Arzt erfragt die Krankengeschichte, die pers. Biographie, berufl. Biografie und untersucht dich dann.
Es soll festgestellt werden, ob die Arbeitsunfähigkeit in absehbarer Zeit behoben ist, oder ob es länger dauert. Im zweiten Fall bekommst du einen netten Brief nach Hause, in dem du aufgefordert wirst, innerhalb von 10 Wochen einen Rehabilitations- oder Rentenantrag zu stellen, ansonsten wird nach den 10 Wochen die Krankengeldzahlung eingestellt.
....also eher am Ende der Frist den Kurantrag ausfüllen und bei der Krankenkasse einreichen. Wenn man das macht, passiert mit dem Krankengeld erstmal nix, es geht weiter, bis die Kur fertig ist.
Ich hoffe, es hilft dir weiter
Keine Angst, es ist nur eine weitere ärztliche Untersuchung.
Liebe Grüße
Antje

Lotti
25.04.03, 10:37
Liebe Gabi,
ich habe auch einige Male den medizinischen Dienst aufgesucht.Der Arzt oder die ‘Ärztin waren "nicht der Feind", sondern versuchten hilfreich zu sein. Später wurde der Krankenkasse mitgeteilt, mein Zustand würde sich wohl nicht mehr bessern, ich solle Rentenantrag stellen.
Ich habe ehrlich meine Beschwerden geschildert. Nicht übertrieben, war einfach authentisch.
Liebe Grüße
Lotti
>Hallo,
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>nachdem ich durch Tetanien, EO, Stimmbandlähmung und hormoneller Einstellung von Arzt zu Arzt/Krankenhaus zu Krankenhaus gerannt bin und es mir trotzdem immer noch total schlecht geht, bekomme ich jetzt von der Krankenkasse die Aufforderung, mich vom arbeitsmedizinischen Dienst begutachten zu lassen. Hat jemand Erfahrung damit? Muß ich mir dann anhören, daß alles nicht so schlimm ist?
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>Ich habe Angst, daß die mich "durch den Wolf drehen". Es ist doch so schon alles schwer genug. Ich habe auch keine Lust, verschiedenste Krankheiten zu haben, aber was soll ich denn machen. Kann mir jemand was zu der Vorgehensweise sagen? Kommt jetzt noch das finanzielle Aus?
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>Liebe Grüße, Gabi
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Gitti B.
25.04.03, 15:18
Also ich habe schon so einiges zu dem Thema gelesen u. gehört. Gerade wenn es dann darum geht, daß man ausgesteuert wird, gibt es so einiges zu beachten.
Bin wohlweislich auf Empfehlung Betroffener hin in den VdK eingetreten. Das ist gar nicht so teuer. Aber gerade wenn man kein Teenager mehr ist und auch gesundheitlich angeschlagen (bleiben wird) sollte man gewappnet sein.
Die helfen und vertreten einen, wenn es dann um irgendwelche Rentenanträge und -ansprüche geht, wo man als Laie doch ziemlich blöd ist.
Habe auch einen guten Link gebookmarkt, worauf man sich vorbereiten soll, bevor man z. B. einen Gutachterbesuch vor sich hat.
LG

Melanie
25.04.03, 15:45
Hallo,
erstmal: Keine Panik! (Haben ja auch andere hier schon geschrieben)
zweitens: Viele der Aerzte dort sind nicht die medizinischen Oberleuchten. Klar sie werden auf ein so breites Feld an Erkrankungen angesetzt, dass sie sich garnicht mit allemgut auskennen koennen. Daher rufen die sehr oft den behandelnden Hausarzt und/oder Facharzt an und fragen, was los ist... (Also die Praxis von meinem Chef wird jedenfalls sehr oft angerufen...)
Daher: Vorher saemtliche behandelnden Aerzte ueber die arbeitsmed. Untersuchung informieren, damit die darauf vorbereitet sind, dass jemand anruft! Sonst dagen die naemlich nur die Haelfte von dem, was noetig ist! Wir freuen uns auch immer, wenn wir vorher bescheid wissen und und vorbereiten koennen.
Aergerlich hingegen wirds, wenn der Arzt anruft und sagt: Bei uns sitzt grade der Herr X und wir sollen ueber seine Arbeitsfaehigkeit befinden... Sagt mal was zu dem! -Und bei uns ist dann vielleicht grad die Hoelle los und es sind keine Unterlagen rausgesucht!!! -Den Rest incl. Qualitaet der Aussagen kann man sich denken, oder?
Ich denke, es wird klar, warum es wichtig ist, die Aerzte "vorzuwarnen"?
Ansonsten viel Glueck. Wird schon gut gehen!
Aufmunternde Gruesse
Melanie

Gabi2 (MB)
26.04.03, 11:46
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