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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : demütigende Behandlung durch den Arbeitgeber



Ruth
04.03.03, 13:11
Hallo mein Lieben, ich muss mich einfach einmal ausheulen. Es ist so schrecklich, mein Freund ist Stipendiat und das Stipendium läuft bald aus. Ich bin die einzige mit einem regelmäßigem Einkommen, aber mein Chef ist so schrecklich und ich halt das kaum noch aus, aber arbeitslos halte ich auch nicht aus. Das Geld reicht einfach nicht. Mein Chef ruft mich bis zu zwanzig Mal die Woche privat an und dann schreit er rum, einfach so, unter irgendeinem fadenscheinigen Vorwand und lässt seine schlechte Laune an mir aus. Es ist total demütigend. Am Samstag war er wieder besonders krass, an dem Tag ist auch meine Omi gestorben und ich habe zum ersten Mal seit einem halben Jahr wieder geraucht und getrunken. Wenn ich krank bin, reicht ihm keine Krankmeldung, er will einen täglichen Rapport, weil er ja planen müsse. Meinen Urlaub sieht er nicht als mir zustehendes Recht, sondern als etwas, was er mir großzügig gewährt und ich müsse mich nach ihm richten, obwohl es im Arbeitsrecht genau andersherum formuliert ist, aber das interessiert ihn nicht. O-Ton: „wenn Sie hier ein Rechtsverhältnis mit mir haben wollen, dann können Sie gleich gehen“. Ich habe ihn schon verboten bei mir privat anzurufen, aber er hält sich nicht dran und wehe ich rufe nicht zurück, dann setzt es was am nächsten Tag. Was soll ich nur machen? Ich will nicht wechseln, weil die anderen Kollegen total nett sind und weil ich jetzt einfach keinen neuen Job und den Aufwand verkrafte. Gibt es irgendein rechtliches Mittel in zu stoppen? Ich weiß, dass das nicht unbedingt hierher gehört, aber ich musste es einfach loswerden. Alles Liebe Ruth

gretel
04.03.03, 13:32
hallo ruth
ich war ziemlich sprachlos nachdem ich dein posting gelesen habe, bin es eigentlich immer noch. es ist ja immer schwer etwas zu situationen zu sagen, die man nicht genau kennt aber: wieso tust du dir das an???
für mich klang dein posting sehr danach, als hätte dich dein chef schon "ganz gut" erzogen, sprich als würdest du dich auch schlecht von ihm distanzieren können. das wäre aber das einzige, was dir helfen könnte (höchstwahrscheinlich schmeisst er dich sowieso raus wenn du dir das nicht mehr bieten lässt).
mir fällt das nur ein: ändere dein verhalten ihm gegenüber oder nix wie weg da!!!
grüsse und alles gute
gretel

Claudia B.
04.03.03, 13:39
Hallo Ruth,
hört sich wirklich übel an :(
Ist es eine größere Firma? Gibt es dort einen Betriebsrat? Dann würde ich als erstes diesen zu Rate ziehen.
Schau auch mal unter diesen Seiten, vielleicht kannst Du dort auch Tips gegen das Mobbing finden:
www.mobbing-hilfe.de
http://www.kdm-net.de/
http://www.oetv-nordsachsen.de/info/mobbing/hilfe.htm
Gruß,
Claudia
>Hallo mein Lieben, ich muss mich einfach einmal ausheulen. Es ist so schrecklich, mein Freund ist Stipendiat und das Stipendium läuft bald aus. Ich bin die einzige mit einem regelmäßigem Einkommen, aber mein Chef ist so schrecklich und ich halt das kaum noch aus, aber arbeitslos halte ich auch nicht aus. Das Geld reicht einfach nicht. Mein Chef ruft mich bis zu zwanzig Mal die Woche privat an und dann schreit er rum, einfach so, unter irgendeinem fadenscheinigen Vorwand und lässt seine schlechte Laune an mir aus. Es ist total demütigend. Am Samstag war er wieder besonders krass, an dem Tag ist auch meine Omi gestorben und ich habe zum ersten Mal seit einem halben Jahr wieder geraucht und getrunken. Wenn ich krank bin, reicht ihm keine Krankmeldung, er will einen täglichen Rapport, weil er ja planen müsse. Meinen Urlaub sieht er nicht als mir zustehendes Recht, sondern als etwas, was er mir großzügig gewährt und ich müsse mich nach ihm richten, obwohl es im Arbeitsrecht genau andersherum formuliert ist, aber das interessiert ihn nicht. O-Ton: „wenn Sie hier ein Rechtsverhältnis mit mir haben wollen, dann können Sie gleich gehen“. Ich habe ihn schon verboten bei mir privat anzurufen, aber er hält sich nicht dran und wehe ich rufe nicht zurück, dann setzt es was am nächsten Tag. Was soll ich nur machen? Ich will nicht wechseln, weil die anderen Kollegen total nett sind und weil ich jetzt einfach keinen neuen Job und den Aufwand verkrafte. Gibt es irgendein rechtliches Mittel in zu stoppen? Ich weiß, dass das nicht unbedingt hierher gehört, aber ich musste es einfach loswerden. Alles Liebe Ruth

Andrea
04.03.03, 13:39
Hallo Ruth,
gehe mal zum Arzt und erzähle ihn von deiner Version, denn es hört sich ganz klar nach "Mobbing" an! Da gegen kann man rechtlich vorgehen, der Arzt wird wissen was du da machen musst, und wird dich sicherlich eine ganze Weile auch krankschreiben, wenn du schilderst das du nur noch Bauchweh etc, hast.
Viel Glück und lass es dir nicht länger gefallen!
Andrea
>Hallo mein Lieben, ich muss mich einfach einmal ausheulen. Es ist so schrecklich, mein Freund ist Stipendiat und das Stipendium läuft bald aus. Ich bin die einzige mit einem regelmäßigem Einkommen, aber mein Chef ist so schrecklich und ich halt das kaum noch aus, aber arbeitslos halte ich auch nicht aus. Das Geld reicht einfach nicht. Mein Chef ruft mich bis zu zwanzig Mal die Woche privat an und dann schreit er rum, einfach so, unter irgendeinem fadenscheinigen Vorwand und lässt seine schlechte Laune an mir aus. Es ist total demütigend. Am Samstag war er wieder besonders krass, an dem Tag ist auch meine Omi gestorben und ich habe zum ersten Mal seit einem halben Jahr wieder geraucht und getrunken. Wenn ich krank bin, reicht ihm keine Krankmeldung, er will einen täglichen Rapport, weil er ja planen müsse. Meinen Urlaub sieht er nicht als mir zustehendes Recht, sondern als etwas, was er mir großzügig gewährt und ich müsse mich nach ihm richten, obwohl es im Arbeitsrecht genau andersherum formuliert ist, aber das interessiert ihn nicht. O-Ton: „wenn Sie hier ein Rechtsverhältnis mit mir haben wollen, dann können Sie gleich gehen“. Ich habe ihn schon verboten bei mir privat anzurufen, aber er hält sich nicht dran und wehe ich rufe nicht zurück, dann setzt es was am nächsten Tag. Was soll ich nur machen? Ich will nicht wechseln, weil die anderen Kollegen total nett sind und weil ich jetzt einfach keinen neuen Job und den Aufwand verkrafte. Gibt es irgendein rechtliches Mittel in zu stoppen? Ich weiß, dass das nicht unbedingt hierher gehört, aber ich musste es einfach loswerden. Alles Liebe Ruth

Alexandra
04.03.03, 13:46
Hallo Ruth,
ja, das klingt ganz schrecklich. Du machst es ihm einfach zu einfach.
Eine Überlegung, die ich habe: Hat Dein Chef einen Chef? Wenn ja, weiß der von dieser Situation? Ist Dein Chef zu allen anderen auch so? Ich würde u.U. ein Gespräch mit seinem Chef in Betracht ziehen (kenne natürlich die Umstände nicht). Gibt es andere Personen, die Du strategischeinplanen kannst außer den Betriebsrat (das klingt dann irgendwie nach ausgebuddeltem Kriegsbeil...).
Kannst Du außerdem nicht ein klärendes Gespräch mit ihm führen - ohne ihm "etwas zu verbieten"?
LG & Halt die Ohren steif
Alex

Ruth
04.03.03, 13:50
Vielen Dank für Eure Antworten, ich werde mir die Seiten mal anschauen. Leider gibt es bei uns keinen Betriebsrat, hier arbeiten etwa 25 Leute. Mein Chef hat das Institut mit ins Leben gerufen, er ist zwar schon emeritiert, aber seine Nachfolger und viele der Leute die hier arbeiten sind ehemalige Doktoranden von ihm und sind ihm mehr oder weniger verpflichtet.
Nochmals vielen Dank an alle, die mir geantwortet haben, ich fühle mich dadurch nicht mehr so alleingelassen. Tausend Dank Ruth
Hallo Ruth,
>
>hört sich wirklich übel an :(
>Ist es eine größere Firma? Gibt es dort einen Betriebsrat? Dann würde ich als erstes diesen zu Rate ziehen.
>Schau auch mal unter diesen Seiten, vielleicht kannst Du dort auch Tips gegen das Mobbing finden:
>www.mobbing-hilfe.de
>http://www.kdm-net.de/
>http://www.oetv-nordsachsen.de/info/mobbing/hilfe.htm
>
>Gruß,
>Claudia
>
>
>>Hallo mein Lieben, ich muss mich einfach einmal ausheulen. Es ist so schrecklich, mein Freund ist Stipendiat und das Stipendium läuft bald aus. Ich bin die einzige mit einem regelmäßigem Einkommen, aber mein Chef ist so schrecklich und ich halt das kaum noch aus, aber arbeitslos halte ich auch nicht aus. Das Geld reicht einfach nicht. Mein Chef ruft mich bis zu zwanzig Mal die Woche privat an und dann schreit er rum, einfach so, unter irgendeinem fadenscheinigen Vorwand und lässt seine schlechte Laune an mir aus. Es ist total demütigend. Am Samstag war er wieder besonders krass, an dem Tag ist auch meine Omi gestorben und ich habe zum ersten Mal seit einem halben Jahr wieder geraucht und getrunken. Wenn ich krank bin, reicht ihm keine Krankmeldung, er will einen täglichen Rapport, weil er ja planen müsse. Meinen Urlaub sieht er nicht als mir zustehendes Recht, sondern als etwas, was er mir großzügig gewährt und ich müsse mich nach ihm richten, obwohl es im Arbeitsrecht genau andersherum formuliert ist, aber das interessiert ihn nicht. O-Ton: „wenn Sie hier ein Rechtsverhältnis mit mir haben wollen, dann können Sie gleich gehen“. Ich habe ihn schon verboten bei mir privat anzurufen, aber er hält sich nicht dran und wehe ich rufe nicht zurück, dann setzt es was am nächsten Tag. Was soll ich nur machen? Ich will nicht wechseln, weil die anderen Kollegen total nett sind und weil ich jetzt einfach keinen neuen Job und den Aufwand verkrafte. Gibt es irgendein rechtliches Mittel in zu stoppen? Ich weiß, dass das nicht unbedingt hierher gehört, aber ich musste es einfach loswerden. Alles Liebe Ruth
>

Ruth
04.03.03, 13:56
Hi Alex, nein ich habe das auch schon Claudia, die mir auch geantwortet hat, geschrieben. Er ist leider der oberste Chef, aber es gibt einen Geschäftsführer den ich um einen Gesprächstermin gebeten habe. Ja, mein Chef behandelt viele Leute schlecht und regt sich über jeden auf. Er ist Politikprofessor und solche Leute wie Mielke, Schäuble und Salomon haben bei ihm promoviert, die scheißt er natürlich nicht zusammen, eher die armen Schweine. Alles Liebe Ruth
>Hallo Ruth,
>ja, das klingt ganz schrecklich. Du machst es ihm einfach zu einfach.
>Eine Überlegung, die ich habe: Hat Dein Chef einen Chef? Wenn ja, weiß der von dieser Situation? Ist Dein Chef zu allen anderen auch so? Ich würde u.U. ein Gespräch mit seinem Chef in Betracht ziehen (kenne natürlich die Umstände nicht). Gibt es andere Personen, die Du strategischeinplanen kannst außer den Betriebsrat (das klingt dann irgendwie nach ausgebuddeltem Kriegsbeil...).
>Kannst Du außerdem nicht ein klärendes Gespräch mit ihm führen - ohne ihm "etwas zu verbieten"?
>
>LG & Halt die Ohren steif
>
>Alex

L.Brakebusch
04.03.03, 14:36
Hallo Ruth, das ist ja unglaublich. Es ist sicher gut mal auf den Mobbing Seiten zu stöbern und jedesmal wenn er solche Überschreitungen wie Schreien, private Anrufe usw. begeht gleich zu reagieren. ich denke hier müsste man auch arbeitsrechtlich vorgehen können, falls er mit Kündigung droht. Alles aufschreiben. Wenn er so "wichtig" ist, intersssiert das sichere auch die Zeitung und wirklich jedesmal reagieren und "stop" sagen oder "sprechen Sie nicht in diesem Ton mit mir" wenn er dann noch schreit auflegen "wir können weiterreden, wenn sie sich beruhigt haben". Je mehr man sich selbst bemüht oder klein macht, umso ekeliger werden solche Typen oft. Vorm Spiegel das souveräne Antworten üben oder mit Partner oder Freundin (macht Spass, Mut und baut Stress ab). Freundlichkeit hilft hier nicht weiter sondern nur entschiedenes Auftreten - ich bin sicher das klappt und man entwicklet ein besseres Lebensgefühl. Parallel würde ich eine neue Arbeitsstelle suchen.
Viel Durchsetzungskraft wünscht
Leveke Brakebusch

Alexandra
04.03.03, 14:51
Hallo Ruht,
na, wenn das sooo ist....stellt sich die Frage, was überhaupt hilft. Wenn er ein Arsch ist, dem niemand Grenzen setzen kann (weil kein Chef), dann hast Du im Kriegsfalle nur die schlechteren Karten. Dann lieber warten, bis er weg ist, oder selbst was anderes suchen und kündigen - am besten mit Abfindung.
Wahrscheinlihc willst Du nur Deine Ruhe und die läßt er Dir nicht. Warte auf keinen Fall auf Bestätigung Deiner Leistung durhc ihn. Aber wenn schon Schäuble bei ihm promoviert hat....
Viel Glück!
>Hi Alex, nein ich habe das auch schon Claudia, die mir auch geantwortet hat, geschrieben. Er ist leider der oberste Chef, aber es gibt einen Geschäftsführer den ich um einen Gesprächstermin gebeten habe. Ja, mein Chef behandelt viele Leute schlecht und regt sich über jeden auf. Er ist Politikprofessor und solche Leute wie Mielke, Schäuble und Salomon haben bei ihm promoviert, die scheißt er natürlich nicht zusammen, eher die armen Schweine. Alles Liebe Ruth
>
>
>
>>Hallo Ruth,
>>ja, das klingt ganz schrecklich. Du machst es ihm einfach zu einfach.
>>Eine Überlegung, die ich habe: Hat Dein Chef einen Chef? Wenn ja, weiß der von dieser Situation? Ist Dein Chef zu allen anderen auch so? Ich würde u.U. ein Gespräch mit seinem Chef in Betracht ziehen (kenne natürlich die Umstände nicht). Gibt es andere Personen, die Du strategischeinplanen kannst außer den Betriebsrat (das klingt dann irgendwie nach ausgebuddeltem Kriegsbeil...).
>>Kannst Du außerdem nicht ein klärendes Gespräch mit ihm führen - ohne ihm "etwas zu verbieten"?
>>
>>LG & Halt die Ohren steif
>>
>>Alex
>

Annette
04.03.03, 14:52
Das ist zwar nur eine kleine Hilfe aber für den Anfang vielleicht ganz nützlich: Am Wochenende und Abends immer nur den Anrufbeantworter drangehen lassen (Freunden natürlich vorher Bescheid geben, die kann man ja dann auch zurückrufen). Besonders nützlich, wenn auch sonst echt nervend sind die alten analogen Abs. wo man erst mal soundsoviele Piepse abwarten muss bis man was sagen kann, das halten die meisten Leute vom Charakterschlag wie du deinen Chef beschrieben hast nicht durch.
Ansonsten hat mir Autogenes Training geholfen solchen "Machtanfällen" gelassener gegenüberzustehen und dann auch mal zu sagen stop so geht es nicht. Aber bis man das kann dauert es leider eine Zeitlang.
Ich wünsche dir viel Stärke!
Annette

Heike St
04.03.03, 15:45
Hallo Ruth,
also ich find das alles ganz furchtbar und dummerweise macht es Dich fertig, nicht das Ekelpaket von Chef. Du promovierst doch nicht bei ihm oder?
Er ist doch gar nicht mehr an einer Uni. Denn sonst wärst Du tatsächlich viel abhängiger als in einem normalen Arbeitsverhältnis. Als Rat hab ich auch nur: Grenzen setzen! So deutlich und so ruhig, wie es Dir möglich ist. Weißt Du, mein alter Chef, Gott hab ihn selig, hat mich am Telefon auch mal angebrüllt, und zwar hatte ich die Grippe und es paßte ihm nicht, daß ich nicht da war. Da hab ich gleich nach den ersten Sätzen gesagt: Das höre ich mir nicht an! Und was denkst Du, er hat sich sogar entschuldigt ein paar Tage später.
Ich finde die Tips von Leveke gut, versuch es damit mal.
LG H.
>Hallo mein Lieben, ich muss mich einfach einmal ausheulen. Es ist so schrecklich, mein Freund ist Stipendiat und das Stipendium läuft bald aus. Ich bin die einzige mit einem regelmäßigem Einkommen, aber mein Chef ist so schrecklich und ich halt das kaum noch aus, aber arbeitslos halte ich auch nicht aus. Das Geld reicht einfach nicht. Mein Chef ruft mich bis zu zwanzig Mal die Woche privat an und dann schreit er rum, einfach so, unter irgendeinem fadenscheinigen Vorwand und lässt seine schlechte Laune an mir aus. Es ist total demütigend. Am Samstag war er wieder besonders krass, an dem Tag ist auch meine Omi gestorben und ich habe zum ersten Mal seit einem halben Jahr wieder geraucht und getrunken. Wenn ich krank bin, reicht ihm keine Krankmeldung, er will einen täglichen Rapport, weil er ja planen müsse. Meinen Urlaub sieht er nicht als mir zustehendes Recht, sondern als etwas, was er mir großzügig gewährt und ich müsse mich nach ihm richten, obwohl es im Arbeitsrecht genau andersherum formuliert ist, aber das interessiert ihn nicht. O-Ton: „wenn Sie hier ein Rechtsverhältnis mit mir haben wollen, dann können Sie gleich gehen“. Ich habe ihn schon verboten bei mir privat anzurufen, aber er hält sich nicht dran und wehe ich rufe nicht zurück, dann setzt es was am nächsten Tag. Was soll ich nur machen? Ich will nicht wechseln, weil die anderen Kollegen total nett sind und weil ich jetzt einfach keinen neuen Job und den Aufwand verkrafte. Gibt es irgendein rechtliches Mittel in zu stoppen? Ich weiß, dass das nicht unbedingt hierher gehört, aber ich musste es einfach loswerden. Alles Liebe Ruth

Heike St
04.03.03, 15:56
Hallo Ruth,
also ich find das alles ganz furchtbar und dummerweise macht es Dich fertig, nicht das Ekelpaket von Chef. Du promovierst doch nicht bei ihm oder?
Er ist doch gar nicht mehr an einer Uni. Denn sonst wärst Du tatsächlich viel abhängiger als in einem normalen Arbeitsverhältnis. Als Rat hab ich auch nur: Grenzen setzen! So deutlich und so ruhig, wie es Dir möglich ist. Weißt Du, mein alter Chef, Gott hab ihn selig, hat mich am Telefon auch mal angebrüllt, und zwar hatte ich die Grippe und es paßte ihm nicht, daß ich nicht da war. Da hab ich gleich nach den ersten Sätzen gesagt: Das höre ich mir nicht an! Und was denkst Du, er hat sich sogar entschuldigt ein paar Tage später.
Ich finde die Tips von Leveke gut, versuch es damit mal.
LG H.
>Hallo mein Lieben, ich muss mich einfach einmal ausheulen. Es ist so schrecklich, mein Freund ist Stipendiat und das Stipendium läuft bald aus. Ich bin die einzige mit einem regelmäßigem Einkommen, aber mein Chef ist so schrecklich und ich halt das kaum noch aus, aber arbeitslos halte ich auch nicht aus. Das Geld reicht einfach nicht. Mein Chef ruft mich bis zu zwanzig Mal die Woche privat an und dann schreit er rum, einfach so, unter irgendeinem fadenscheinigen Vorwand und lässt seine schlechte Laune an mir aus. Es ist total demütigend. Am Samstag war er wieder besonders krass, an dem Tag ist auch meine Omi gestorben und ich habe zum ersten Mal seit einem halben Jahr wieder geraucht und getrunken. Wenn ich krank bin, reicht ihm keine Krankmeldung, er will einen täglichen Rapport, weil er ja planen müsse. Meinen Urlaub sieht er nicht als mir zustehendes Recht, sondern als etwas, was er mir großzügig gewährt und ich müsse mich nach ihm richten, obwohl es im Arbeitsrecht genau andersherum formuliert ist, aber das interessiert ihn nicht. O-Ton: „wenn Sie hier ein Rechtsverhältnis mit mir haben wollen, dann können Sie gleich gehen“. Ich habe ihn schon verboten bei mir privat anzurufen, aber er hält sich nicht dran und wehe ich rufe nicht zurück, dann setzt es was am nächsten Tag. Was soll ich nur machen? Ich will nicht wechseln, weil die anderen Kollegen total nett sind und weil ich jetzt einfach keinen neuen Job und den Aufwand verkrafte. Gibt es irgendein rechtliches Mittel in zu stoppen? Ich weiß, dass das nicht unbedingt hierher gehört, aber ich musste es einfach loswerden. Alles Liebe Ruth

gina*
04.03.03, 17:28
Liebe Ruth!
Dein Posting hat mich sehr betroffen gemacht und alte Gefühle in mir zum Aufleben gebracht - ging ich doch schon selbst durch diese Hölle - fast 6!! Jahre lang. Dein Chef mobbt dich, dass steht außer Zweifel.
Ich war damals im Staatsdienst und wollte diesen sicheren Job nicht aufgeben, ging heulend in die Arbeit und heulend nach Hause. Das erste Mal flüchtete ich aus dieser Situation durch meine Schwangerschaft und die anschließende Mutterkarenz. Als ich danach zurückkam war es noch schlimmer als davor. Ich bemerkte auch, dass er mir irgendwas anhängen, mich reinlegen wollte. Ich bekam damals ein wenig psychische Hilfe von einer Bediensteten eines Ministeriums die sich mit Mobbing auskannte. Sie sagte mir, dass die, die die anderen mobben immer den Schwächsten auswählen, und einer der sich nie wehrt ist das logischerweise auch. Das Ganze wird natürlich immer schlimmer und ist ein ewiger Kreislauf. Wenn du dich selbst bei immer ärgeren Angriffen nicht zur Wehr setzt, dann werden auch seine nächsten Angriffe noch ärger werden. Es geht soweit, bis du dir selbst wie der letzte Dreck vorkommst und das glaubst was er dir einredet, wie mies und schlecht du bist....
Ich kann dir jetzt auch nur den Tipp weitergeben, den ich damals selbst bekommen habe: Du <b>mußt</b> dich unbedingt zur Wehr setzten. Auch wenn du noch so Angst vor ev. Auswirkungen hast, du darfst ihn nicht über dich bestimmen lassen, zeig ihm, dass du dir selbst was wert bist, und das du zu dir selbst stehst und dir seine Angriffe nicht gefallen lässt, nicht von ihm so niedermachen lässt. (Schließe mich hier den Worten von Leveke an)
Ich selbst habe damals den Weg der Kündigung gewählt -vorallem aber auch weil mein Mann sich selbstständig machte und er mich in der Firma brauchte- aber bevor ich ging bot ich ihm Paroli - und das hätte ich schon viel früher mal machen müssen, es war total befreiend. Er war auch total perplex und ich merkte das es ihm selbst total verunsicherte, weil er keine Chance mehr gegen mich hatte. Diese Menschen haben ja selbst starke Selbstzweifel und Minderwertigkeitskomplexe und machen deswegen die anderen nieder. Er wird von dir ablassen, aber er wird sich nicht ändern, er wird sich lediglich ein neues Opfer suchen. Naja, jedenfalls konnte ich so mit hoch erhobenen Kopf kündigen, und als Sieger gehen ;-)
Ich wünsch dir viel Glück, lass dich nicht unterkriegen - du schaffst das ganz sicher, du mußt nur an dich selbst glauben ;-))
LG Gina

gertraud
04.03.03, 20:12
Hallo Ruth,
Den wirst Du warscheinlich nicht so einfach ändern können. Da steckst Du jetzt drinn und wenn Du versuchst im auf die Hände zu klopfen wird er warscheinlich noch ekelhafter werden.
Nüchtern betrachtet ist es da wohl das beste du suchst dir was anderes wenn es garnicht möglich ist mit ihn zu einem Ergebniss zu kommen. Er schüchtert dich auch noch ein wenn er dir androht dass du gehen kannst, das ist eine ganz miese Tour, kann man da überhaupt noch mit ihm reden???
Da werden die netten anderen Kollegen auch nichts nützen.
Befei dich und schau dich nach was anderem um dann wird es dir wieder besser gehen.
LG gertraud

IngridK
04.03.03, 22:12
Hallo Ruth,
durch eine ähnliche Höllensituation bin ich bis Juni letzten Jahres auch gegangen. Mobbing durch die Chefin. Und das in einem bruflichen Bereich, der mit Gesundheitswesen zu tun hatte.
Ich konnte mir auch nicht vorstellen, einfach nur das Handtuch zu werfen und hab auf alle möglichen Arten versucht, doch im Arbeitsverhältnis zu bleiben, bis mir meine eigene schon angeschlagene Gesundheit sagte, ich muß da weg. Erst im Nachhinein wurde mir hier durch dieses Forum klar, daß es Schübe gibt bei Hashi und ich wohl auch öfters einen hatte (was mir allerdings zu diesen Zeitpunkten nicht klar war). Das wurde bemerkt und natürlich total ausgenutzt. Seither bin ich nun zu Hause und muß sehen, wie ich klar komm. Mit meinem dadurch sehr scheußlich gewordenen Hashi-Schub kämpfe ich immer noch. Ich muß sehen, wie ich zurecht komme.
Aber eins ist mir klar geworden, daß jeder ersetzbar ist und wenn eine solche Situation eskaliert, bemerkt man erst an den Spätfolgen, wie sehr es belastet.
Deshalb würde ich auch den Meinungen vieler hier zustimmen, diesem Chef gegenüber sehr energisch gegenüber zu treten und parallel eine neue Stelle zu suchen. Letzendlich zeigt es sich immer wieder, daß man in so einer Situation sich auch nicht auf noch so nette Kollegen verlassen oder stützen kann. Geschweige denn, daß sie einen stützen. Auch das mußte ich schmerzlich lernen.
Ich wünsche Dir Kraft und Mut
Ingrid

Riggi
05.03.03, 09:02
Liebe Ruth,
Deine Schilderung hat mich wirklich sehr betroffen gemacht, so sehr, dass ich gar nicht gleich antworten konnte. Was mich aber noch viel mehr erschreckt, ist, dass so viele hier ähnliche Erfahrungen gemacht haben, darunter auch ich. Zwar mobbt mich nicht mein Chef, aber einer meiner ansonsten sehr netten Kollegen will mich hier rausekeln.
Mir ist inzwischen auch klar, warum ich 2001 praktisch ununterbrochen depressiv war und weshalb ich mich auch in diesem Jahr zur letzten Verzweiflungstat, der OP aufgerafft habe. Seither kann ich, da es mir ja gesundheitlich nicht mehr so beschissen geht, auch mal hinstellen und sagen: Weißt Du was, Du kannst mich mal.
Unsere Zusammenstöße erfolgen inzwischen sehr viel seltener, leider ist er inzwischen dazu übergegangen, sich ständig bei unserem Chef über mich zu beschweren. Da aber die anderen Kollegen genau über meine Situation Bescheid wissen und mich auch unterstützen, mir Tipps geben, wie ich mich am Besten verhalten soll, ist es für mich nur in der Situation der Konfrontation wirklich schlimm, danach werde ich aufgefangen. Rede mit Deinen Kollegen darüber, vielleicht findet sich ja auch bei DIr jemand, der Dir hilft und Dich auffängt.
Ich für meinen Teil habe beschlossen, wenn es nicht bald aufhört, auch einmal beim Chef zu petzen. Zeugen für sein Verhalten habe ich, somit kann er sich nicht herausreden, obwohl er immer versucht, mich nur fertig zu machen, wenn wir alleine sind oder telefonieren. Aber wozu gibt es den Lautsprecher am Telefon... ;o)
Libe Grüße und ganz viel Kraft, Dich gegen Deinen Boss zu wehren wünscht Dir Riggi
PS: Ich habe den Eindruck, dass sich diese Mobber hauptsächlich im öffentlichen Dienst einfinden, ich arbeite ja schließlich auch dort.
Noch was: ich weiß ganz genau, dass mein "netter Kollege" nicht MICH als Problem hat. Als die Mobberei anfing zog er gerade aus der Wohnung aus, in der er mehrere Jahre lang mit seiner Ex-Partnerin (heute wieder Partnerin) gelebt hatte. Ich hab ihm das einmal gesagt, dass er seine Probleme mit ihr auf mich projeziert, weil ich sie kenne, da ist er beinahe ausgeflippt und hat das erste Mal total rumgebrüllt. Im Grunde genommen ist er nämlich ein ganz armes Würstchen, dass mit seiner Wissenschaftskarriere versucht, sich von seinem Bauern-Dasein zu befreien, damit aber nicht klar kommt. Bauer bleibt Bauer, auf ewig.

Christiane P.
05.03.03, 11:20
hallo ruth,
das tut mir sehr leid für dich!
vom rechtlichen kenne ich mich nicht aus, also was du gegen ihn machen kannst, aber über kurz oder lang ziehst du da den kürzeren.
meiner meinung nach wirst du gemobbt und vielleicht gibt es da eine selbsthilfegruppe? daß du da dann nachfragen kannst! vielleicht haben die auch einen tip, wie du ohne schaden das verhältnis lösen kannst.
ich würde auch mal schauen, ob es noch andere kollegen gibt, die gemobbt werden.
gemeinsam gehts besser!
alles gute
chris

Annette
05.03.03, 11:29
Hallo Riggi,
das hat jetzt nicht direkt was mit dem Forum hier oder auch nur dem Thema Arbeitgeber zu tun. Zu den meisten Dingen deinenes Beitrags brauche ich nichts zu sagen, dass ist schlimm genug, aber volgendes hat mich doch gestört:
> Im Grunde genommen ist er nämlich ein ganz armes Würstchen, dass mit seiner Wissenschaftskarriere versucht, sich von seinem Bauern-Dasein zu befreien, damit aber nicht klar kommt. Bauer bleibt Bauer, auf ewig.
Mag ja sein dass er das Problem hatte, das du beschreibst aber lass deine Wut bitte nicht an allen aus die Versuchen ihre Lebensumstände zu ändern. Ich hatte das Glück, dass meine Eltern mir ein Studium finanzieren konnten, komme zwar nicht direkt aus einer Bauernfamilie aber das würde an der Sache auch nichts ändern. Ausserdem kommen die allermeisten Mitteleuropäer aus bäuerlichen Verhältnissen, man muss nur lange genug zurücksehen ;o)
Ansonsten einen schönen Tag
Annette

ElkeSt
05.03.03, 11:34
Hallo Ruth,
da mein Bruder z.Z. im Betriebrat ist und es da ein Thema war. Letztes Jahr sollte in Deutschland ein Gesetz verabschiedet werden, daß der Arbeitgeber verpflichtet ist, seine Mitarbeiter vor Mobbing zu schützen. Leider weiß ich nicht wie der Stand der Dinge ist.
Folgendes Urteil zu Mobbing gefunden. Gefunden auf http://www.pn-ka.de/
"Gericht stärkt mit Grundsatzurteil den Schutz vor Mobbing 11.4.2001

Erfurt (dpa) - Das Landesarbeitsgericht in Erfurt (LAG) hat am Dienstag mit einem Grundsatzurteil den Schutz von Arbeitnehmern vor Mobbing gestärkt. Das Gericht wertete den «systematischen Psychoterror» als einen schweren Eingriff in das Persönlichkeitsrecht und in die Gesundheit des Arbeitnehmers. «Bislang gab es keine vergleichbare Entscheidung, auch nicht des Bundesarbeitsgerichtes», sagte der Vorsitzende Richter Peter Wickel. «Jeder Arbeitnehmer hat einen Unterlassungsanspruch gegen jegliches Mobbing», sagte Wickel. Die 5. Kammer des LAG stellte 14 Leitsätze auf, nach denen Mobbing-Fälle künftig entschieden werden können. Demnach ist der Arbeitgeber verpflichtet, das Persönlichkeitsrecht seiner Beschäftigten zu schützen, auch vor Belästigungen durch Dritte. Die oft bestehende Beweisnot der Opfer müsse ausgeglichen und der Grundsatz eines fairen Verfahrens auf Mobbingfälle angewandt werden. Das bedeutete, das Opfer als Partei anzuhören und seine Glaubwürdigkeit zu prüfen, erklärte Wickler. Derzeit kämen Mobbing- Opfer vor Arbeitsgerichten meist gar nicht erst nicht zu Wort, weil sie ihre Vorwürfe nicht beweisen könnten. Ein 54 Jahre alter leitender Angestellter der Sparkasse Gera/Greiz hatte geklagt. Mit Aufgaben weit unter seiner Vergütungsgruppe hatte ein Vorstand den Mann über Monate aus der Anstellung drängen wollen. Das LAG bestätigte unter Androhung von 50 000 Mark Ordnungsgeld eine einstweilige Verfügung des Arbeitsgerichtes Gera. Diese hatte der Sparkasse eine Fortsetzung dieses Verhaltens verboten. Der 54-Jährige war an Depressionen erkrankt. (Aktenzeichen: 5 Sa 403/2000)
DPA"
LG ElkeSt

Ingrid
06.03.03, 09:45
Hallo Ruth,
ich hatte vor ein paar Jahren eine schreckliche Zeit, in der mich mein damaliger Chef und eine Kollegin gemobbt haben. Das Ganze hat vermutlich auch meine Schilddrüsenprobleme ausgelöst bzw. verschlimmert.
Ich kann Dir aus Erfahrung nur den Rat geben, Dir eine Strategie zurechtzulegen, vielleicht sogar schriftlich. Ein paar Tipps gab es ja schon in den Antworten (z.B. Notizen machen über die privaten Anrufe oder auf Diktiergerät aufnehmen, wenn der Telefonlautsprecher eingeschaltet ist )
Das Wichtigste ist, Deine eigene Würde bewußt zu wahren und Dich abzugrenzen und gezielt und mit kühlem Kopf zu wehren, nicht in die Opfer-Rolle drängen lassen(ist schwer!), Dich über Deine Rechte als Arbeitnehmer genau zu informieren, Dir Unterstützung auf allen Ebenen zu suchen (Geschäftsführer ist schon mal gut, höhere Etagen wären noch besser, mir fällt außerdem noch die Krankenkasse und die Gewerkschaften ein, die inzwischen meistens sensibel für das Thema Mobbing sind; ich hatte mir sogar ein paar Beratungsstunden bei einem Psychologen geleistet, was mich sehr weitergebracht hat) und Dir auf Dauer eine neue Stelle zu suchen. Der Aufwand dafür lohnt sich in jedem Fall, allein schon die Aussicht, endlich Deine Ruhe zu haben, wird Dich motivieren. Oder gibt es eine Chance, daß Dein Chef bald geht? Dann halte es noch ein bißchen aus, denk an den Götz von Berlichingen und lege den Schwerpunkt Deines Lebens außerhalb der Arbeit und lasse es Dir so gut gehen wie möglich. Du solltest an Dir arbeiten, keine Angst zu haben: nicht vor Deinem Chef, nicht vor einer Kündigung (das Leben geht trotzdem weiter, Du wirst nicht verhungern)... Versuche diese schlimme Situation als Chance zu sehen, Du wirst Deine eigene Stärke erleben und Dich weiterentwickeln, wenn Du es zuläßt. So absurd es klingt, für mich war es im Nachhinein betrachtet eine heilsame Erfahrung, mich kann jetzt so leicht nichts mehr umhauen, man kann mich nicht mehr so leicht ausnutzen und ich weiß, was ich will.
Allerdings gab es bei mir auch ein Happy End, denn mein Chef wurde wegen fortgesetzen Mobbings gekündigt und unter dem neuen Chef konnte ich wieder neu anfangen und mir gefällt es wieder super im Job.
Ich wünsche Dir auch ein Happy End und alles Gute!
Ingrid
>Hallo mein Lieben, ich muss mich einfach einmal ausheulen. Es ist so schrecklich, mein Freund ist Stipendiat und das Stipendium läuft bald aus. Ich bin die einzige mit einem regelmäßigem Einkommen, aber mein Chef ist so schrecklich und ich halt das kaum noch aus, aber arbeitslos halte ich auch nicht aus. Das Geld reicht einfach nicht. Mein Chef ruft mich bis zu zwanzig Mal die Woche privat an und dann schreit er rum, einfach so, unter irgendeinem fadenscheinigen Vorwand und lässt seine schlechte Laune an mir aus. Es ist total demütigend. Am Samstag war er wieder besonders krass, an dem Tag ist auch meine Omi gestorben und ich habe zum ersten Mal seit einem halben Jahr wieder geraucht und getrunken. Wenn ich krank bin, reicht ihm keine Krankmeldung, er will einen täglichen Rapport, weil er ja planen müsse. Meinen Urlaub sieht er nicht als mir zustehendes Recht, sondern als etwas, was er mir großzügig gewährt und ich müsse mich nach ihm richten, obwohl es im Arbeitsrecht genau andersherum formuliert ist, aber das interessiert ihn nicht. O-Ton: „wenn Sie hier ein Rechtsverhältnis mit mir haben wollen, dann können Sie gleich gehen“. Ich habe ihn schon verboten bei mir privat anzurufen, aber er hält sich nicht dran und wehe ich rufe nicht zurück, dann setzt es was am nächsten Tag. Was soll ich nur machen? Ich will nicht wechseln, weil die anderen Kollegen total nett sind und weil ich jetzt einfach keinen neuen Job und den Aufwand verkrafte. Gibt es irgendein rechtliches Mittel in zu stoppen? Ich weiß, dass das nicht unbedingt hierher gehört, aber ich musste es einfach loswerden. Alles Liebe Ruth

Doris W.
08.03.03, 09:06
Liebe ruth,
hashi zu haben bedeutet für mich, eine krankheit zu haben, bei der eine eigentlich sinnvolle abwehrreaktion in die falsche richtung geht und so mich und meinen den körper schädigt. Also: richtige abwehr aber in die falsche richtung.
Eine konsequenz aus der hashi-diagnose vor einem jahr war für mich, kampfkunst zu erlernen. Mich wehren lernen, aber angemessen und richtig. Es gibt für jeden bedarf eine technik. ich habe mich für aikido entschieden, das ist eine eher sanfte art der Abwehr, die - richtig angewendet - gar keine kraft kostet; eine gute sache für frauen.
Das ist natürlich keine kurzfristige hilfe, wie du sie jetzt brauchst, aber auf lange sicht eine gute angelegenheit.
Derweil: Bleib Dir treu und würdige dich selber! Alles liebe von Doris