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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : HT kein Grund zur Krankschreibung?



Ingrid
10.01.03, 12:31
Hallo liebe Hashis,
Ich hoffe es kann mir jemand durch seine Erfahrung helfen oder mir Tips geben.
Dazu muß ich leider etwas weiter ausholen.
Also ich leide seit über 2Jahren an Symptomen und nachdem ich die vielen Beiträge hier gelesen habe bin ich der Ansicht es war von Anfang an TH.
Zu Anfang hatte ich noch eine gute und auch gut bezahlte Arbeit.Ich bin dann
zum Arzt gegangen mit den Allgemeinsyptomen wie Müdigkeit, Abgesclagenheit,
Gliederschmerzen u.a. Zunächst hat der Internist auch alle möglichen Untersuchungen gemacht ohne Ergebnis. Meine Arbeitfähigkeit hat er wohl nie in Zweifel gezogen.
Niemals wurde dahingehend gefragt. Ich mußte sozusagen immer darum betteln und dann gabs nur ein paar Tage. Das habe ich einige Male durchexerziert und kam mir vor wie eine arbeitscheue Simulantin.
Bei allen Untersuchungen war alles in Ordnung allso war ich gesund. Ich solle Sport machen mich bewegen, owohl ich einen körperlich anstrengenden Job hatte,
waren die Ratschläge einer Rheumaspezialistin.
Dann hatte mein Internist die Idee ---Es könnte eine Fibromyalgie sein!!!
"Er war wohl gerade auf irgendeiner Fortbildung und hatte davon gehört ha-ha-ha."
Die Diagnose wurde nie richtig bestätigt.
Indirekt hat er mir dann nahgelegt doch einen Psychiater aufzusuchen. Hab ich auch gemacht, Diagnose: Depression
Wen wundert das? Arbeitsmäßig hatte ich nun auch jede Menge Probleme die wohl nicht mehr zu reparieren waren.
Gut, der Psychiarter konnte mir nun auch nicht viel weiterhelfen, aber er hat mich zumindest relatv problemlos krankgeschrieben. Das war erst mal eine Belastung weniger.
Der Vertrauensarzt von der Krankenkasse hat mich allerdings wieder gesund geschrieben, obwohl es mir nicht gut ging.
Allso habe ich gekündigt.
Nun bekomme ich Arbeitslosengeld aber wie lange noch??
Die Diagnose Hashimoto Thyreoiditis habe ich seit Dezember fest.
Ich bekomme auch Thyroxin aber mir geht es immer noch schlecht. Unter Anderem bin ich auch dick geworden Psychisch bin ich nun wirklich am Boden. Mit dem Arzt der die Erkrankung festgestellt hat kann man auch nicht reden.
Heute habe ich im Radio noch den Satz gehört, im Zusammenhang mit den Gesundheitsreformen: "es soll keiner Nachteile haben wegen einer Erkrankung".
Ich fühle mich schon ins soziale Abseits gedrängt.
Vom Arbeitsamt wird dann auch noch Druck gemacht.
Was soll ich tun???
Ich mag nicht schon wieder um eine Krankschreibung bitten.
Mein Ehemann ist eh schon durch mich belastet, ich möchte nicht auch noch auf seine Kosten leben.
Wollte nicht unbedingt Jammern, aber ich fürchte es ist doch durchgekommen sorry!
Liebe Grüße
Ingrid
PS: Bin noch auf der Suche nach einem verständnisvollen Arzt und hab auch schon
eien Termin. Auch bei Dr. Lixfeld---im August.

Monika K.
10.01.03, 13:17
Hallo,
es tut mir ehrlich leid um Dich. Es scheint Dir wirklich überhaupt nicht gut zugehen.
Aber bitte gib die Hoffnung auf einen guten Arzt nicht auf. Und warte auf keinen Fall bis zum August. Suche Dir einen anderen Arzt. Ärztehopping haben die meisten hier durchexerzieren müssen.
Wichtig ist, daß Du eine opitmale Einstellung findest mit Thyroxin. Du wirst sehen, daß es Dir dann besser geht. Suche Dir unverzüglich jemand anderen, der Dich nicht so lange warten läßt.
Dies mein Rat an Dich.
Alles Gute und viel Kraft wünscht Dir
Monika

Heike H.
10.01.03, 13:40
hallo ingrid,
das hört sich alles ja recht besch..... an!
bitte besorge dir alle alten sd werte mit norm und maßeinheiten bitte
alles sd untersuchungsergebnisse von sono szinti usw
was nimmst du an sd hormonen?
wie groß ist deine sd noch?
was sind deine beschwerden --- außer gewicht, depris
ist eine menge arbeit die ich da von dir verlange, aber nur mit mehr infos geht es
die inhalte seiten hast du sicher schon gelesen, oder etwa nicht? dann aber los
;-)
bitte nicht verzagen! mir ging es ganz ähnlich ..... aber seit ich meine krankheit selber an die hand genommen habe und mich informiert habe
sagt mir kein doc mehr alles psychisch oder hypochondrisch!
ferner habe ich meinen kick durch die einnahme von t3 zusätzlich bekommen, darauf würde ich nicht mehr verzichten !!!
und so sind von meiner diagnose 91 auch 9 jahre ins land gegangen wo ich eigentlich an meinem leben vorbei gelaufen bin.........die sind verloren, leider
aber um so mehr genieße ich das es mir jetzt wieder besser geht........und wenn es mir nicht so gut geht, weiß ich aber in der regel besser damit umzugehen und wie alle hier steh ich immer wieder auf
lass den kopf nicht hängen, es kann dauern, aber es wird wieder besser!
lg heike

Kerstin
10.01.03, 13:42
Liebe Ingrid,
laß den Kopf nicht hängen, irgendwie geht es immer weiter, auch wenn Du heut glaubst, daß es keinen Ausweg mehr gibt, morgen kanns schon wieder anders aussehen!
Deine Geschichte erinnert mich sehr an unsere Geschichte, die meines Mannes und mir. Er ist auch zwei Jahre lang rumgelaufen und keiner hat gewußt, was mit ihm nicht stimmt. Wie Du war er erschöpft, der Körper hat gestreikt, er hatte Angstattacken. Psychiater, Psychopharmaka und Psychotherapie haben wir auch durch. Im September 02 hat dann endlich ein Nukmed unseren Verdacht auf Hashi bestätigt und eine Therapie mit Thyroxin befürwortet. Es geht gesundheitlich nur langsam bergauf, aber es ist der richtige Weg. Leider war sein "Schicksal" jobtechnisch da schon besiegelt, so daß auch er seit Januar arbeitslos ist - zu einem Großteil aus Hashi-Schuld.
Du siehst also, Du bist kein Einzelfall, sondern hier in guter Gesellschaft.
Das einzige, was ich Dir in Deiner jetzigen Situation sagen kann ist: gib Deinem Körper Zeit! Wenn er so lange so "gelitten" hat, dann brauchts jetzt einfach auch eine Weile, bis die Dinge wieder ins Gleichgewicht kommen. Mit dem Thyroxin bist Du auf dem richtigen Weg, da bin ich mir recht sicher. Nur die Dosis muß noch angepaßt werden und Dein Körper muß wieder ins Lot kommen.
Hat Dein Mann den Arbeit und kann er ggfs auf Deine Arbeitskraft noch eine Weile verzichten? Schau, dafür bist Du u.a. auch verheiratet, daß er Dich in schlechten Zeiten unterstützt, auch wenn diese Zeiten 2 Jahre dauern, Du hast es Dir doch auch nicht ausgesucht und wärst viel lieber gesund und belastbar wie früher. Ihr braucht beide Geduld, Dein Mann muß Dir noch ein bißchen unter die Arme greifen.
Besorg Dir bitte die letzen Befunde mal in Kopie. Deine aktuellen SD-Werte wären sehr wichtig, ebenso die Befunde vom Nukmed (Szinti und Sono). Was nimmst Du momentan an Hormon ein, wie viel?
Liebe Grüße und sei tapfer!
Kerstin

Erna
10.01.03, 17:06
Hallo Ingrid,
deine Geshichte hat mich sehr an die Anfänge meiner Hashi-Erkrankung erinnert.
Wie sind denn deine Werte? Hasts du eine vergrösserte Schilddrüse oder ist sie
schon klein? Hast du auch noch hohe Cholsterinwerte, gesamt Ch.,LDL,Hdl?
Wie hoch ist denn die Dossierung?
Erkundige dich bei der Rheumaliga, da gibt es Funktionstraining und Wasserggmnastik,
kann der Arzt eine Bescheinigung ausstellen.
Ich bin hier eine stille leserin und bin gut eingestellt-hatt aber lange gedauert-,viele Infos sammeln,
alles durchlesen,sich informieren steht so auf dem Prograamm.
Aber bis August bitte nicht warten, Berlin ist groß, such schnellstens einen andseren Facharzt,
damit die Einstellung beser efvolgen gann.
Oder geh zu einer Ambulantz ins Krankenhaus, -manche habben auch eine Sprechstunde für
Schilddrüsen-.
Und bevor sich die neue Gesundheitspolikt noch mehr breit macht,schnellstens einen neuen
Artzt suchen.Dann bist du schon mal dort im *Programm* und sie müssen weiter die kosten
tragen.
Alles Gute für dich und ich drück
dir ganz stark die DAumen, das es klappt.
Erna

Nikki
10.01.03, 17:21
Liebe Ingrid,
da hast du wirklich jede menge mist durchgemacht. es ist höllisch hart, sich auch noch mit solchen problemen wie der arbeit und einem guten arzt zu belasten, wenn man sowieso schon völlig am boden ist.
depressionen bekommt man übrigens auch, wenn man zuwenig hormone hat, also in der unterfunktkion ist. sobald du besser eingestellt bist, wird das mit den depris auch gleich besser! die sind nicht alleine durch deine bescheidenen situtation zu erklären.
wichtig ist auf jeden fall, dass du mal endlich gut eingestellt wirst mit hormonen. wenn du magst, gib doch mal an, wieviel thyroxin du nimmst, und deine aktuellen werte, wenn du sie zur hand hast.
ich denk es ist auch sehr wichtig, dass du mit deinem mann da eine gleich linie fährst. DU BELASTEST IHN NICHT!!
es ist nur wichtig, dass du ihm genau erklärst, was mit dir los ist, und das es für dich wahrlich nicht einfach ist, und du das alles nicht zum spasse tust ! und lass nicht locker, bis er dies verstanden hat.manche männer neigen gerne dazu, etwas zu ignorieren, wenn sie es nicht verstehen. und du kriechst dich in dem moment in dich selber zurück, da du ja niemandem zur last fallen möchtest. doch da müsst ihr zusammen dran arbeiten, dafür habt ihr euch, und das ist gut so. er kann dir auf deinem weg helfen, und dir so eine menge sorgen erleichtern.
ich wünsche dir ganz ganz viel kraft und viel glück, du schaffst es wieder auf die beine zu kommen, es ist sicher kein leichter weg, aber es geht !
liebe grüße
nikki
>Hallo liebe Hashis,
>Ich hoffe es kann mir jemand durch seine Erfahrung helfen oder mir Tips geben.
>Dazu muß ich leider etwas weiter ausholen.
>Also ich leide seit über 2Jahren an Symptomen und nachdem ich die vielen Beiträge hier gelesen habe bin ich der Ansicht es war von Anfang an TH.
>Zu Anfang hatte ich noch eine gute und auch gut bezahlte Arbeit.Ich bin dann
>zum Arzt gegangen mit den Allgemeinsyptomen wie Müdigkeit, Abgesclagenheit,
>Gliederschmerzen u.a. Zunächst hat der Internist auch alle möglichen Untersuchungen gemacht ohne Ergebnis. Meine Arbeitfähigkeit hat er wohl nie in Zweifel gezogen.
>Niemals wurde dahingehend gefragt. Ich mußte sozusagen immer darum betteln und dann gabs nur ein paar Tage. Das habe ich einige Male durchexerziert und kam mir vor wie eine arbeitscheue Simulantin.
>Bei allen Untersuchungen war alles in Ordnung allso war ich gesund. Ich solle Sport machen mich bewegen, owohl ich einen körperlich anstrengenden Job hatte,
>waren die Ratschläge einer Rheumaspezialistin.
>Dann hatte mein Internist die Idee ---Es könnte eine Fibromyalgie sein!!!
>"Er war wohl gerade auf irgendeiner Fortbildung und hatte davon gehört ha-ha-ha."
>Die Diagnose wurde nie richtig bestätigt.
>Indirekt hat er mir dann nahgelegt doch einen Psychiater aufzusuchen. Hab ich auch gemacht, Diagnose: Depression
>Wen wundert das? Arbeitsmäßig hatte ich nun auch jede Menge Probleme die wohl nicht mehr zu reparieren waren.
>Gut, der Psychiarter konnte mir nun auch nicht viel weiterhelfen, aber er hat mich zumindest relatv problemlos krankgeschrieben. Das war erst mal eine Belastung weniger.
>Der Vertrauensarzt von der Krankenkasse hat mich allerdings wieder gesund geschrieben, obwohl es mir nicht gut ging.
>Allso habe ich gekündigt.
>Nun bekomme ich Arbeitslosengeld aber wie lange noch??
>Die Diagnose Hashimoto Thyreoiditis habe ich seit Dezember fest.
>Ich bekomme auch Thyroxin aber mir geht es immer noch schlecht. Unter Anderem bin ich auch dick geworden Psychisch bin ich nun wirklich am Boden. Mit dem Arzt der die Erkrankung festgestellt hat kann man auch nicht reden.
>Heute habe ich im Radio noch den Satz gehört, im Zusammenhang mit den Gesundheitsreformen: "es soll keiner Nachteile haben wegen einer Erkrankung".
>Ich fühle mich schon ins soziale Abseits gedrängt.
>Vom Arbeitsamt wird dann auch noch Druck gemacht.
>Was soll ich tun???
>Ich mag nicht schon wieder um eine Krankschreibung bitten.
>Mein Ehemann ist eh schon durch mich belastet, ich möchte nicht auch noch auf seine Kosten leben.
>Wollte nicht unbedingt Jammern, aber ich fürchte es ist doch durchgekommen sorry!
>Liebe Grüße
>Ingrid
>PS: Bin noch auf der Suche nach einem verständnisvollen Arzt und hab auch schon
>eien Termin. Auch bei Dr. Lixfeld---im August.

Nicole (Blue)
11.01.03, 10:40
Hallo Ingrid,
mir geht es ganz ähnlich wie dir.
Ich bin nach supertollem Studienabschluß zusammengebrochen, habe meinen Job gekündigt und kann schon seit 3 Jahren nicht mehr arbeiten. Ich bin jahrelang von Arzt zu Arzt gerannt und erst vor ein paar Monaten wurde die Diagnose Hashi gestellt. Jetzt geht es langsam bergauf - die richtige Hormondois habe ich aber auch noch nicht gefunden.
Ich habe mir auch immer viele Gedanken gemacht, daß ich meinem Lebensgefährten nicht auf der Tasche liegen will. Aber in mehreren sehr offenen Gesprächen hat er mir gesagt, daß es für ihn selbstverständlich ist jetzt für mich da zu sein.
Vielleicht machst du dir selbst viel zu viel Druck und hast zu große Ansprüche an dich. Es ist total schwer, wenn man bei den Ärzten so mies behandelt wird und das soziale Umfeld auch kein Verständnis zeigt.
Aber du bist krank und es braucht eben seine Zeit, bis du beschwerdefrei bist. Du schaffst es!!!
Liebe Grüße Nicole