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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ich wurde ausgemustert :-) !!!



Christian
20.09.02, 22:16
Hallo zusammen,
die letzte Zeit habe ich wenig von mir hören lassen, da ich ziemlich viel Stress um die Ohren habe. In den nächsten Wochen, wenn auch Ferien sind werde ich mal ausführlicher von mir berichten.
Ich hatte ja berichtet, dass ich zur Musterung musste. Also ich hingefahren, und ich hatte schon insgeheim die Hoffnung ausgemustert zu werden, da ich eh nicht zum Bund will; wahrscheinlich werde ich trotzdem ein freiwilliges soziales Jehr machen.
Bei der Anamnese, die von 2 Ärzten durchgeführt wurde, erzählte ich dass ich Hashimoto habe. Der eine Arzt führte dann einen Sehtest mit mir durch, während der andere einen Ordner zückte und blätterte (im nachinein stellte sich heraus, dass das ein Verzeichnis war, welche Krankheiten einen Ausmusterungsgrund darstellen).
Dann meinte er das wir die Musterung abbrechen können, dass ich ausgemustert sei. Ein Musterungsarzt hat irgendwann mal Hashimoto als Ausmusterungsgrund anerkannt, und im Zweifel wird immer für die Gemusterten entschieden. Ich habe dann glaube ich T5 gekriegt.
Am Ende konnte der Arzt es aber nicht lassen, mir noch mitzuteilen, dass Hashimoto in seinen Augen ja eigentlich keinen richtigen Ausmusterungsgrund darstelle, da man bei dieser Krankheit ja eh erst Probleme kriegt wenn man ganz alt ist und dass dann ja auch dann ganz elegant mit der Hormonsubstitution lösen kann (das hat er wörtlich gesagt). Ich habe dann nur geschmunzelt, mir mein Teil gedacht und mich über solch eine derarte Unwissenheit amüsiert und bin gegangen.
Vielleicht gibt es ja noch andere Forumteilnehmer die noch zu Musterung müssen, denen ich hiermit schonmal helfen konnte.
Viele liebe Grüße
Christian

Monika
21.09.02, 00:00
Hallo Christian
Freue mich für Dich mit, dass Du nicht mehr zum Bund musst.
Danke für Deine Info....meine Söhne werden sich freuen, sie wollen auch nicht zur Bundeswehr....hat Hashi doch etwas positives.
Liebe Grüße
Monika
>Hallo zusammen,
>
>die letzte Zeit habe ich wenig von mir hören lassen, da ich ziemlich viel Stress um die Ohren habe. In den nächsten Wochen, wenn auch Ferien sind werde ich mal ausführlicher von mir berichten.
>Ich hatte ja berichtet, dass ich zur Musterung musste. Also ich hingefahren, und ich hatte schon insgeheim die Hoffnung ausgemustert zu werden, da ich eh nicht zum Bund will; wahrscheinlich werde ich trotzdem ein freiwilliges soziales Jehr machen.
>Bei der Anamnese, die von 2 Ärzten durchgeführt wurde, erzählte ich dass ich Hashimoto habe. Der eine Arzt führte dann einen Sehtest mit mir durch, während der andere einen Ordner zückte und blätterte (im nachinein stellte sich heraus, dass das ein Verzeichnis war, welche Krankheiten einen Ausmusterungsgrund darstellen).
>Dann meinte er das wir die Musterung abbrechen können, dass ich ausgemustert sei. Ein Musterungsarzt hat irgendwann mal Hashimoto als Ausmusterungsgrund anerkannt, und im Zweifel wird immer für die Gemusterten entschieden. Ich habe dann glaube ich T5 gekriegt.
>Am Ende konnte der Arzt es aber nicht lassen, mir noch mitzuteilen, dass Hashimoto in seinen Augen ja eigentlich keinen richtigen Ausmusterungsgrund darstelle, da man bei dieser Krankheit ja eh erst Probleme kriegt wenn man ganz alt ist und dass dann ja auch dann ganz elegant mit der Hormonsubstitution lösen kann (das hat er wörtlich gesagt). Ich habe dann nur geschmunzelt, mir mein Teil gedacht und mich über solch eine derarte Unwissenheit amüsiert und bin gegangen.
>Vielleicht gibt es ja noch andere Forumteilnehmer die noch zu Musterung müssen, denen ich hiermit schonmal helfen konnte.
>
>Viele liebe Grüße
>
>Christian

nette
21.09.02, 10:59
Hallo Christian,
das ist eine sehr interessante Info. Komisch, daß man wegen einer "Macht-ja-nix"-Krankheit (Zitat Michael) nicht zum Bund kann.
Persönlich würde mich mal interessieren, wie die Ausmusterungsgründe wirklich zustande kommen. Daß da irgendwann mal ein Arzt einen Grund anerkennt und das dann alle nach ihm tun, kann ich mir nicht so recht vorstellen, dafür ist das System doch zu geordnet.
Schade, daß man nicht erfahren hat, welche Probleme man denn im Alter bekommt mit Hashi, die man nicht schon vorher hat;)
Liebe Grüße,
nette
>Hallo zusammen,
>
>die letzte Zeit habe ich wenig von mir hören lassen, da ich ziemlich viel Stress um die Ohren habe. In den nächsten Wochen, wenn auch Ferien sind werde ich mal ausführlicher von mir berichten.
>Ich hatte ja berichtet, dass ich zur Musterung musste. Also ich hingefahren, und ich hatte schon insgeheim die Hoffnung ausgemustert zu werden, da ich eh nicht zum Bund will; wahrscheinlich werde ich trotzdem ein freiwilliges soziales Jehr machen.
>Bei der Anamnese, die von 2 Ärzten durchgeführt wurde, erzählte ich dass ich Hashimoto habe. Der eine Arzt führte dann einen Sehtest mit mir durch, während der andere einen Ordner zückte und blätterte (im nachinein stellte sich heraus, dass das ein Verzeichnis war, welche Krankheiten einen Ausmusterungsgrund darstellen).
>Dann meinte er das wir die Musterung abbrechen können, dass ich ausgemustert sei. Ein Musterungsarzt hat irgendwann mal Hashimoto als Ausmusterungsgrund anerkannt, und im Zweifel wird immer für die Gemusterten entschieden. Ich habe dann glaube ich T5 gekriegt.
>Am Ende konnte der Arzt es aber nicht lassen, mir noch mitzuteilen, dass Hashimoto in seinen Augen ja eigentlich keinen richtigen Ausmusterungsgrund darstelle, da man bei dieser Krankheit ja eh erst Probleme kriegt wenn man ganz alt ist und dass dann ja auch dann ganz elegant mit der Hormonsubstitution lösen kann (das hat er wörtlich gesagt). Ich habe dann nur geschmunzelt, mir mein Teil gedacht und mich über solch eine derarte Unwissenheit amüsiert und bin gegangen.
>Vielleicht gibt es ja noch andere Forumteilnehmer die noch zu Musterung müssen, denen ich hiermit schonmal helfen konnte.
>
>Viele liebe Grüße
>
>Christian

Anke
21.09.02, 12:05
>Hallo Monika,
haben deine Söhne auch Hashi und wenn ja wie alt waren sie als es festgestellt wurde bzw. sind sie jetzt?
Ciao Anke
Hallo Christian
>Freue mich für Dich mit, dass Du nicht mehr zum Bund musst.
>Danke für Deine Info....meine Söhne werden sich freuen, sie wollen auch nicht zur Bundeswehr....hat Hashi doch etwas positives.
>Liebe Grüße
>Monika
>
>>Hallo zusammen,
>>
>>die letzte Zeit habe ich wenig von mir hören lassen, da ich ziemlich viel Stress um die Ohren habe. In den nächsten Wochen, wenn auch Ferien sind werde ich mal ausführlicher von mir berichten.
>>Ich hatte ja berichtet, dass ich zur Musterung musste. Also ich hingefahren, und ich hatte schon insgeheim die Hoffnung ausgemustert zu werden, da ich eh nicht zum Bund will; wahrscheinlich werde ich trotzdem ein freiwilliges soziales Jehr machen.
>>Bei der Anamnese, die von 2 Ärzten durchgeführt wurde, erzählte ich dass ich Hashimoto habe. Der eine Arzt führte dann einen Sehtest mit mir durch, während der andere einen Ordner zückte und blätterte (im nachinein stellte sich heraus, dass das ein Verzeichnis war, welche Krankheiten einen Ausmusterungsgrund darstellen).
>>Dann meinte er das wir die Musterung abbrechen können, dass ich ausgemustert sei. Ein Musterungsarzt hat irgendwann mal Hashimoto als Ausmusterungsgrund anerkannt, und im Zweifel wird immer für die Gemusterten entschieden. Ich habe dann glaube ich T5 gekriegt.
>>Am Ende konnte der Arzt es aber nicht lassen, mir noch mitzuteilen, dass Hashimoto in seinen Augen ja eigentlich keinen richtigen Ausmusterungsgrund darstelle, da man bei dieser Krankheit ja eh erst Probleme kriegt wenn man ganz alt ist und dass dann ja auch dann ganz elegant mit der Hormonsubstitution lösen kann (das hat er wörtlich gesagt). Ich habe dann nur geschmunzelt, mir mein Teil gedacht und mich über solch eine derarte Unwissenheit amüsiert und bin gegangen.
>>Vielleicht gibt es ja noch andere Forumteilnehmer die noch zu Musterung müssen, denen ich hiermit schonmal helfen konnte.
>>
>>Viele liebe Grüße
>>
>>Christian
>

Heike H.
21.09.02, 15:21
hallo christian,
na super! mal was erfreuliches....... aber warum mann damit ausgemustert wird, würde mich schon interessieren!
denn wenn hashi doch nix macht kannste doch auch zum bund!--- ;-) stell dich doch nicht so an!
*fg lg und bin gespannt was du uns noch so schreibst!
lg heike

Florian
21.09.02, 16:41
>Hallo zusammen,
>
>die letzte Zeit habe ich wenig von mir hören lassen, da ich ziemlich viel Stress um die Ohren habe. In den nächsten Wochen, wenn auch Ferien sind werde ich mal ausführlicher von mir berichten.
>Ich hatte ja berichtet, dass ich zur Musterung musste. Also ich hingefahren, und ich hatte schon insgeheim die Hoffnung ausgemustert zu werden, da ich eh nicht zum Bund will; wahrscheinlich werde ich trotzdem ein freiwilliges soziales Jehr machen.
>Bei der Anamnese, die von 2 Ärzten durchgeführt wurde, erzählte ich dass ich Hashimoto habe. Der eine Arzt führte dann einen Sehtest mit mir durch, während der andere einen Ordner zückte und blätterte (im nachinein stellte sich heraus, dass das ein Verzeichnis war, welche Krankheiten einen Ausmusterungsgrund darstellen).
>Dann meinte er das wir die Musterung abbrechen können, dass ich ausgemustert sei. Ein Musterungsarzt hat irgendwann mal Hashimoto als Ausmusterungsgrund anerkannt, und im Zweifel wird immer für die Gemusterten entschieden. Ich habe dann glaube ich T5 gekriegt.
>Am Ende konnte der Arzt es aber nicht lassen, mir noch mitzuteilen, dass Hashimoto in seinen Augen ja eigentlich keinen richtigen Ausmusterungsgrund darstelle, da man bei dieser Krankheit ja eh erst Probleme kriegt wenn man ganz alt ist und dass dann ja auch dann ganz elegant mit der Hormonsubstitution lösen kann (das hat er wörtlich gesagt). Ich habe dann nur geschmunzelt, mir mein Teil gedacht und mich über solch eine derarte Unwissenheit amüsiert und bin gegangen.
>Vielleicht gibt es ja noch andere Forumteilnehmer die noch zu Musterung müssen, denen ich hiermit schonmal helfen konnte.
>
>Viele liebe Grüße
>
>Christian
Liebe Forumsteilnehmer(innen),
auch auf die Gefahr hin, dass ich mich mit den nachfolgenden Äußerungen hier im Forum unbeliebt mache, möchte ich einmal die Frage aufwerfen, ob Christians "Erfolg" nicht ein eher zweifelhafter ist.
Keine Frage: Jeder von uns - und da nehme ich auch mich nicht von aus, obwohl sich meine Hashi-Symptome im Vergleich zu anderen eher in Grenzen halten - möchte, dass Hashimoto als Krankheit Ernst genommen wird. Jeder von uns möchte erst Recht, dass ER/SIE mit dieser Krankheit Ernst genommen wird. Ich weiss jedoch nicht, ob man so sehr darauf erpicht sein sollte, hieraus nun unbedingt Vorteile - wie beispielsweise in Form einer Ausmusterung - ziehen zu wollen. Ich - der ich selbst beim Bund war - kann jedenfalls nicht von mir sagen, dass ich heute - mit Hashi - "untauglich" wäre. (Über Christian kann und will ich selbstverständlich eine dahingehende Aussage nicht treffen.)
Tatsache ist doch wohl, dass man mit derartigen Erfolgen "Marken" in seinem Leben setzt, die einem später nicht unbedingt zum Vorteil gereichen müssen. Speziell Christian wird sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht nur einmal in seinem Leben fragen lassen müssen, warum er denn eigentlich nicht bei der Bundeswehr war. Und die Antwort "Weil ich an Hashimoto-Thyreoiditis erkrankt bin" wird sich beispielsweisen in einem Bewerbungsgespräch nicht unbedingt förderlich auswirken. Nicht nur die Bundeswehr stellt sich nämlich die Frage, welches Risiko sie einzugehen bereit ist - dies tut auch jeder Arbeitgeber. Und der sieht fortan vor allem eines: eine aus seiner Sicht nicht weiter begreifliche Erkrankung mit einem komplizierten Namen, die immerhin dafür ausgereicht hat, dass der Bund einen aussortiert hat. Warum in aller Welt sollte sich der Arbeitgeber nun anders entscheiden? Die gleichen Überlegungen dürften wohl für eine Vielzahl anderer Lebenssituationen gelten.
Was denkt Ihr darüber?
Gruß,
Florian

Gabi
21.09.02, 17:54
Ich denke nicht, daß es bei späteren Bewerbungen u. event. Nachfragen Probleme geben wird. Zumindest nicht mehr als sonst. Ein potentieller Arbeitgeber, der sich an Hashi *stört*, hätte wohl auch Bedenken, wenn andere Gründe für eine Ausmusterung (schlechtes Sehvermögen, Asthma, Rheuma o. ä.) vorlägen.
Gehe mal davon aus, daß Du ebenfalls *Betroffener* bist, von daher steht es Dir ja frei, Dienst an der Waffe zu leisten. Aber nichtsdestotrotz solltest Du berücksichtigen, daß es Hashis gibt, die froh sind, sich selbst durch den Tag zu schleppen u. nicht noch zusätzlich Sturmgepäck u. a.
LG Gabi
>Hallo zusammen,
>>
>>die letzte Zeit habe ich wenig von mir hören lassen, da ich ziemlich viel Stress um die Ohren habe. In den nächsten Wochen, wenn auch Ferien sind werde ich mal ausführlicher von mir berichten.
>>Ich hatte ja berichtet, dass ich zur Musterung musste. Also ich hingefahren, und ich hatte schon insgeheim die Hoffnung ausgemustert zu werden, da ich eh nicht zum Bund will; wahrscheinlich werde ich trotzdem ein freiwilliges soziales Jehr machen.
>>Bei der Anamnese, die von 2 Ärzten durchgeführt wurde, erzählte ich dass ich Hashimoto habe. Der eine Arzt führte dann einen Sehtest mit mir durch, während der andere einen Ordner zückte und blätterte (im nachinein stellte sich heraus, dass das ein Verzeichnis war, welche Krankheiten einen Ausmusterungsgrund darstellen).
>>Dann meinte er das wir die Musterung abbrechen können, dass ich ausgemustert sei. Ein Musterungsarzt hat irgendwann mal Hashimoto als Ausmusterungsgrund anerkannt, und im Zweifel wird immer für die Gemusterten entschieden. Ich habe dann glaube ich T5 gekriegt.
>>Am Ende konnte der Arzt es aber nicht lassen, mir noch mitzuteilen, dass Hashimoto in seinen Augen ja eigentlich keinen richtigen Ausmusterungsgrund darstelle, da man bei dieser Krankheit ja eh erst Probleme kriegt wenn man ganz alt ist und dass dann ja auch dann ganz elegant mit der Hormonsubstitution lösen kann (das hat er wörtlich gesagt). Ich habe dann nur geschmunzelt, mir mein Teil gedacht und mich über solch eine derarte Unwissenheit amüsiert und bin gegangen.
>>Vielleicht gibt es ja noch andere Forumteilnehmer die noch zu Musterung müssen, denen ich hiermit schonmal helfen konnte.
>>
>>Viele liebe Grüße
>>
>>Christian
>
>Liebe Forumsteilnehmer(innen),
>
>auch auf die Gefahr hin, dass ich mich mit den nachfolgenden Äußerungen hier im Forum unbeliebt mache, möchte ich einmal die Frage aufwerfen, ob Christians "Erfolg" nicht ein eher zweifelhafter ist.
>
>Keine Frage: Jeder von uns - und da nehme ich auch mich nicht von aus, obwohl sich meine Hashi-Symptome im Vergleich zu anderen eher in Grenzen halten - möchte, dass Hashimoto als Krankheit Ernst genommen wird. Jeder von uns möchte erst Recht, dass ER/SIE mit dieser Krankheit Ernst genommen wird. Ich weiss jedoch nicht, ob man so sehr darauf erpicht sein sollte, hieraus nun unbedingt Vorteile - wie beispielsweise in Form einer Ausmusterung - ziehen zu wollen. Ich - der ich selbst beim Bund war - kann jedenfalls nicht von mir sagen, dass ich heute - mit Hashi - "untauglich" wäre. (Über Christian kann und will ich selbstverständlich eine dahingehende Aussage nicht treffen.)
>
>Tatsache ist doch wohl, dass man mit derartigen Erfolgen "Marken" in seinem Leben setzt, die einem später nicht unbedingt zum Vorteil gereichen müssen. Speziell Christian wird sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht nur einmal in seinem Leben fragen lassen müssen, warum er denn eigentlich nicht bei der Bundeswehr war. Und die Antwort "Weil ich an Hashimoto-Thyreoiditis erkrankt bin" wird sich beispielsweisen in einem Bewerbungsgespräch nicht unbedingt förderlich auswirken. Nicht nur die Bundeswehr stellt sich nämlich die Frage, welches Risiko sie einzugehen bereit ist - dies tut auch jeder Arbeitgeber. Und der sieht fortan vor allem eines: eine aus seiner Sicht nicht weiter begreifliche Erkrankung mit einem komplizierten Namen, die immerhin dafür ausgereicht hat, dass der Bund einen aussortiert hat. Warum in aller Welt sollte sich der Arbeitgeber nun anders entscheiden? Die gleichen Überlegungen dürften wohl für eine Vielzahl anderer Lebenssituationen gelten.
>
>Was denkt Ihr darüber?
>
>Gruß,
>
>Florian

Kerstin
21.09.02, 17:59
Hallo Florian,
>auch auf die Gefahr hin, dass ich mich mit den nachfolgenden Äußerungen hier
>im Forum unbeliebt mache, möchte ich einmal die Frage aufwerfen, ob
>Christians "Erfolg" nicht ein eher zweifelhafter ist.
>Keine Frage: Jeder von uns - und da nehme ich auch mich nicht von aus, obwohl >sich meine Hashi-Symptome im Vergleich zu anderen eher in Grenzen halten - >möchte, dass Hashimoto als Krankheit Ernst genommen wird. Jeder von uns möchte >erst Recht, dass ER/SIE mit dieser Krankheit Ernst genommen wird. Ich weiss >jedoch nicht, ob man so sehr darauf erpicht sein sollte, hieraus nun unbedingt >Vorteile - wie beispielsweise in Form einer Ausmusterung - ziehen zu wollen. >Ich - der ich selbst beim Bund war - kann jedenfalls nicht von mir sagen, dass >ich heute - mit Hashi - "untauglich" wäre. (Über Christian kann und will ich >selbstverständlich eine dahingehende Aussage nicht treffen.)
Mehrere Dinge stoßen mir an diesem Absatz auf!
Ja, ich möchte, daß ich mit HAshimoto ernst genommen werde. Dazu gehört m.E. auch ganz eindeutig die Ausmusterung, wenn die Beschwerden so gravierend sind, daß sie einen BW-Dienst nicht erlauben. Ich für meinen Teil kann Dir ernsthaft und mit 100%iger Sicherheit sagen, daß ich den seelischen und körperlichen Anforderungen des Wehrdienstes nicht gewachsen bin! Marschieren mit 20 kg Gepäck, waten durch Schlamm und Kälte, wenig Schlaf, Sport und der ganze Pipapo, das packe ich rein körperlich überhaupt nicht. Dazu asoziale mobbende Kollegen, echte Freude für mein Seelenleben.
Du machst den gleichen Fehler, den so viele Kritiker hier immer wieder machen: Du schließt von Dir auf andere und das geht bei Hashi selten gut. Denn das Beschwerdebild bei HAshi ist unheimlich vielfältig. Wenn es Dir gut geht, dann freu Dich einfach. WEnn Du den Bund geschafft hast, dann sei zufrieden. Aber halte mir nicht vor, daß ich nicht die Kraft dazu habe, und glaube nicht, das hätte was mit Faulheit, Unwillen oder Bequemlichkeit zu tun. Ich wäre so glücklich, wenn ich so fit wäre, daß ich mir darüber keine Gedanken machen müßte...
Daß man mit Hashi die Chance auf Ausmusterung hat, ist ein erster Erfolg auf dem Weg zur Anerkennung dieser Krankheit. So sehe ich das.
>Tatsache ist doch wohl, dass man mit derartigen Erfolgen "Marken" in seinem
>Leben setzt, die einem später nicht unbedingt zum Vorteil gereichen müssen.
>Speziell Christian wird sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
>nicht nur einmal in seinem Leben fragen lassen müssen, warum er denn
>eigentlich nicht bei der Bundeswehr war. Und die Antwort "Weil ich an
>Hashimoto-Thyreoiditis erkrankt bin" wird sich beispielsweisen in einem
>Bewerbungsgespräch nicht unbedingt förderlich auswirken. Nicht nur die
>Bundeswehr stellt sich nämlich die Frage, welches Risiko sie einzugehen bereit
>ist - dies tut auch jeder Arbeitgeber. Und der sieht fortan vor allem eines:
>eine aus seiner Sicht nicht weiter begreifliche Erkrankung mit einem
>komplizierten Namen, die immerhin dafür ausgereicht hat, dass der Bund einen
>aussortiert hat. Warum in aller Welt sollte sich der Arbeitgeber nun anders
>entscheiden? Die gleichen Überlegungen dürften wohl für eine Vielzahl anderer
>Lebenssituationen gelten.
Das ist Quatsch!
Zum einen wäre ein Chef, dessen Entscheidungskriterium ist, daß sein Mitarbeiter beim Bund war, eh nix für mich. Werde ich abgelehnt weil ich nicht gedient habe, dann ist das eher Glücksfall für mich, denn dort wollte ich eh nicht arbeiten. Daraus folgt: dreht sich beim Vorstellungsgespräch die Thematik um Bundeswehr, bin ich in dieser Firma falsch.
Die einfache Frage nach der Ausmusterung und die einfahce Beantwortung "Ich habe eine chronische SD-Entzündung", eventuell mit der Erklärung, daß die körperliche Leistungsfähigkeit dadurch eingeschränkt sein kann, wird einer Einstellung nicht abträglich sein, da bin ich mir sicher!
Die Zeiten, als das "hammse gedient???" noch relevant war, sind vorbei. Christian möchte statt dessen ein freiwilliges soziales Jahr machen - da würde ICH als Chef sagen: "Hey prima, der Junge setzt sich ein, der MACHT was, der engagiert sich! Anstatt rumzuhocken schaut er, was er Sinnvolles tun kann".
Ein Makel auf dem Lebenslauf ist eine Ausmusterung aufgrund von Hashi mit Sicherheit nicht!
Viele Grüße
Kerstin

Monika
21.09.02, 18:52
Hallo Anke
Meine Söhne sind 18 und 20 Jahre alt. Im letzten Jahr habe ich sie das erste mal auf Hashi untersuchen lassen. Das TSH und die fTx Werte lagen noch gut, nur es sind Antikörper TPO (MAK) vorhanden. Sie liegen zwar noch unter der Norm, aber laut Aussage der Experten könnte eine Autoimmunthyreoiditis bestehen.
Mein jüngerer Sohn hatte im letzten Jahr den EBV-Virus und fast zur gleichen Zeit trat die Alopecia areata auf...ist schon sehr verdächtig. Zum Jahresende lasse ich bei beiden nochmal ein Sono und erneute Blutuntersuchungen machen....mal schauen. Ich beobachte meine Jungs schon sehr genau, ohne das sie es bemerken....möchte sie nicht beunruhigen. Sie sollen ihr Leben so weiterführen wie bisher. Mein Gefühl sagt mir aber, das durch die bisherigen Symptome bei beiden etwas tut...mir wäre es natürlich lieber das sie verschont blieben...leider kann man es sich nicht aussuchen.
Liebe Grüße
Monika
>>Hallo Monika,
>
>haben deine Söhne auch Hashi und wenn ja wie alt waren sie als es festgestellt wurde bzw. sind sie jetzt?
>
>Ciao Anke
>
>Hallo Christian
>>Freue mich für Dich mit, dass Du nicht mehr zum Bund musst.
>>Danke für Deine Info....meine Söhne werden sich freuen, sie wollen auch nicht zur Bundeswehr....hat Hashi doch etwas positives.
>>Liebe Grüße
>>Monika
>>
>>>Hallo zusammen,
>>>
>>>die letzte Zeit habe ich wenig von mir hören lassen, da ich ziemlich viel Stress um die Ohren habe. In den nächsten Wochen, wenn auch Ferien sind werde ich mal ausführlicher von mir berichten.
>>>Ich hatte ja berichtet, dass ich zur Musterung musste. Also ich hingefahren, und ich hatte schon insgeheim die Hoffnung ausgemustert zu werden, da ich eh nicht zum Bund will; wahrscheinlich werde ich trotzdem ein freiwilliges soziales Jehr machen.
>>>Bei der Anamnese, die von 2 Ärzten durchgeführt wurde, erzählte ich dass ich Hashimoto habe. Der eine Arzt führte dann einen Sehtest mit mir durch, während der andere einen Ordner zückte und blätterte (im nachinein stellte sich heraus, dass das ein Verzeichnis war, welche Krankheiten einen Ausmusterungsgrund darstellen).
>>>Dann meinte er das wir die Musterung abbrechen können, dass ich ausgemustert sei. Ein Musterungsarzt hat irgendwann mal Hashimoto als Ausmusterungsgrund anerkannt, und im Zweifel wird immer für die Gemusterten entschieden. Ich habe dann glaube ich T5 gekriegt.
>>>Am Ende konnte der Arzt es aber nicht lassen, mir noch mitzuteilen, dass Hashimoto in seinen Augen ja eigentlich keinen richtigen Ausmusterungsgrund darstelle, da man bei dieser Krankheit ja eh erst Probleme kriegt wenn man ganz alt ist und dass dann ja auch dann ganz elegant mit der Hormonsubstitution lösen kann (das hat er wörtlich gesagt). Ich habe dann nur geschmunzelt, mir mein Teil gedacht und mich über solch eine derarte Unwissenheit amüsiert und bin gegangen.
>>>Vielleicht gibt es ja noch andere Forumteilnehmer die noch zu Musterung müssen, denen ich hiermit schonmal helfen konnte.
>>>
>>>Viele liebe Grüße
>>>
>>>Christian
>>
>

Monika
21.09.02, 19:00
>Hallo Florian,
>
>>auch auf die Gefahr hin, dass ich mich mit den nachfolgenden Äußerungen hier
>
>>im Forum unbeliebt mache, möchte ich einmal die Frage aufwerfen, ob
>
>>Christians "Erfolg" nicht ein eher zweifelhafter ist.
>
>>Keine Frage: Jeder von uns - und da nehme ich auch mich nicht von aus, obwohl >sich meine Hashi-Symptome im Vergleich zu anderen eher in Grenzen halten - >möchte, dass Hashimoto als Krankheit Ernst genommen wird. Jeder von uns möchte >erst Recht, dass ER/SIE mit dieser Krankheit Ernst genommen wird. Ich weiss >jedoch nicht, ob man so sehr darauf erpicht sein sollte, hieraus nun unbedingt >Vorteile - wie beispielsweise in Form einer Ausmusterung - ziehen zu wollen. >Ich - der ich selbst beim Bund war - kann jedenfalls nicht von mir sagen, dass >ich heute - mit Hashi - "untauglich" wäre. (Über Christian kann und will ich >selbstverständlich eine dahingehende Aussage nicht treffen.)
>
>Mehrere Dinge stoßen mir an diesem Absatz auf!
>Ja, ich möchte, daß ich mit HAshimoto ernst genommen werde. Dazu gehört m.E. auch ganz eindeutig die Ausmusterung, wenn die Beschwerden so gravierend sind, daß sie einen BW-Dienst nicht erlauben. Ich für meinen Teil kann Dir ernsthaft und mit 100%iger Sicherheit sagen, daß ich den seelischen und körperlichen Anforderungen des Wehrdienstes nicht gewachsen bin! Marschieren mit 20 kg Gepäck, waten durch Schlamm und Kälte, wenig Schlaf, Sport und der ganze Pipapo, das packe ich rein körperlich überhaupt nicht. Dazu asoziale mobbende Kollegen, echte Freude für mein Seelenleben.
>
>Du machst den gleichen Fehler, den so viele Kritiker hier immer wieder machen: Du schließt von Dir auf andere und das geht bei Hashi selten gut. Denn das Beschwerdebild bei HAshi ist unheimlich vielfältig. Wenn es Dir gut geht, dann freu Dich einfach. WEnn Du den Bund geschafft hast, dann sei zufrieden. Aber halte mir nicht vor, daß ich nicht die Kraft dazu habe, und glaube nicht, das hätte was mit Faulheit, Unwillen oder Bequemlichkeit zu tun. Ich wäre so glücklich, wenn ich so fit wäre, daß ich mir darüber keine Gedanken machen müßte...
>
>Daß man mit Hashi die Chance auf Ausmusterung hat, ist ein erster Erfolg auf dem Weg zur Anerkennung dieser Krankheit. So sehe ich das.
>
>>Tatsache ist doch wohl, dass man mit derartigen Erfolgen "Marken" in seinem
>>Leben setzt, die einem später nicht unbedingt zum Vorteil gereichen müssen.
>>Speziell Christian wird sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
>>nicht nur einmal in seinem Leben fragen lassen müssen, warum er denn
>>eigentlich nicht bei der Bundeswehr war. Und die Antwort "Weil ich an
>>Hashimoto-Thyreoiditis erkrankt bin" wird sich beispielsweisen in einem
>>Bewerbungsgespräch nicht unbedingt förderlich auswirken. Nicht nur die
>>Bundeswehr stellt sich nämlich die Frage, welches Risiko sie einzugehen bereit
>>ist - dies tut auch jeder Arbeitgeber. Und der sieht fortan vor allem eines:
>>eine aus seiner Sicht nicht weiter begreifliche Erkrankung mit einem
>>komplizierten Namen, die immerhin dafür ausgereicht hat, dass der Bund einen
>>aussortiert hat. Warum in aller Welt sollte sich der Arbeitgeber nun anders
>>entscheiden? Die gleichen Überlegungen dürften wohl für eine Vielzahl anderer
>>Lebenssituationen gelten.
>
>Das ist Quatsch!
>Zum einen wäre ein Chef, dessen Entscheidungskriterium ist, daß sein Mitarbeiter beim Bund war, eh nix für mich. Werde ich abgelehnt weil ich nicht gedient habe, dann ist das eher Glücksfall für mich, denn dort wollte ich eh nicht arbeiten. Daraus folgt: dreht sich beim Vorstellungsgespräch die Thematik um Bundeswehr, bin ich in dieser Firma falsch.
>Die einfache Frage nach der Ausmusterung und die einfahce Beantwortung "Ich habe eine chronische SD-Entzündung", eventuell mit der Erklärung, daß die körperliche Leistungsfähigkeit dadurch eingeschränkt sein kann, wird einer Einstellung nicht abträglich sein, da bin ich mir sicher!
>
>Die Zeiten, als das "hammse gedient???" noch relevant war, sind vorbei. Christian möchte statt dessen ein freiwilliges soziales Jahr machen - da würde ICH als Chef sagen: "Hey prima, der Junge setzt sich ein, der MACHT was, der engagiert sich! Anstatt rumzuhocken schaut er, was er Sinnvolles tun kann".
>
>Ein Makel auf dem Lebenslauf ist eine Ausmusterung aufgrund von Hashi mit Sicherheit nicht!
>
>Viele Grüße
>Kerstin

Jürgen Wallner
21.09.02, 19:37
>Liebe Forumsteilnehmer(innen),
>
>auch auf die Gefahr hin, dass ich mich mit den nachfolgenden Äußerungen hier im Forum unbeliebt mache, möchte ich einmal die Frage aufwerfen, ob Christians "Erfolg" nicht ein eher zweifelhafter ist.
Hm, unbeliebt sollte man sich doch aufgrund einer vorgetragenen Meinung unter
erwachsenen Leuten nicht so leicht machen. Das nur vorweg, denn mit der
Meinung stimme ich trotzdem nicht überein...
>
>Keine Frage: Jeder von uns - und da nehme ich auch mich nicht von aus, obwohl sich meine Hashi-Symptome im Vergleich zu anderen eher in Grenzen halten - möchte, dass Hashimoto als Krankheit Ernst genommen wird. Jeder von uns möchte erst Recht, dass ER/SIE mit dieser Krankheit Ernst genommen wird. Ich weiss jedoch nicht, ob man so sehr darauf erpicht sein sollte, hieraus nun unbedingt Vorteile - wie beispielsweise in Form einer Ausmusterung - ziehen zu wollen. Ich - der ich selbst beim Bund war - kann jedenfalls nicht von mir sagen, dass ich heute - mit Hashi - "untauglich" wäre. (Über Christian kann und will ich selbstverständlich eine dahingehende Aussage nicht treffen.)
Nun, ich sehe das nicht wirklich als "Vorteil", genausowenig wie es ein
"Nacheil" ist, ein Mann zu sein, nur weil die Wehrpflicht eben nur für
Männer gilt. Christian hat Hashi und wenn diese Krankheit in Deutschland ein
Untauglichkeitsgrund ist, dann ist er eben untauglich - ob ihn das nun freut
oder auch nicht. Er hat keinen Vorteil, jedenfalls keinen anderen als ihn
z.B. eine Frau hätte, denn jeder andere mit Hashi ist auch untauglich, oder?
>Tatsache ist doch wohl, dass man mit derartigen Erfolgen "Marken" in seinem Leben setzt, die einem später nicht unbedingt zum Vorteil gereichen müssen. Speziell Christian wird sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht nur einmal in seinem Leben fragen lassen müssen, warum er denn eigentlich nicht bei der Bundeswehr war. Und die Antwort "Weil ich an Hashimoto-Thyreoiditis erkrankt bin" wird sich beispielsweisen in einem Bewerbungsgespräch nicht unbedingt förderlich auswirken. Nicht nur die
Also, das verstehe ich nun nicht. Man kann sich seine Krankheiten nunmal nicht
aussuchen, genausowenig übrigens ob man mit einer bestimmten Krankheit nun
untauglich ist. Wenn denn Hashi ein Hindernis für die Anstellung ist, dann
wäre das doch wohl ziemlich unabhängig davon, ob man mal bei der Bundeswehr
war - falls sich ein Hashi aufgrund unerkannter Krankheit noch durch den
Bund quälen hat dürfen, ist er nachher trotzdem genauso krank, wie einer
bei dem es halt schon voher erkannt worden ist. In einer Firma, wo man dieser
Logik nicht folgen kann, möchte ich ehrlich gesagt nicht angestellt sein...
>Bundeswehr stellt sich nämlich die Frage, welches Risiko sie einzugehen bereit ist - dies tut auch jeder Arbeitgeber. Und der sieht fortan vor allem eines: eine aus seiner Sicht nicht weiter begreifliche Erkrankung mit einem komplizierten Namen, die immerhin dafür ausgereicht hat, dass der Bund einen aussortiert hat. Warum in aller Welt sollte sich der Arbeitgeber nun anders entscheiden? Die gleichen Überlegungen dürften wohl für eine Vielzahl anderer Lebenssituationen gelten.
Das würde ich nicht sagen. Erstens mal würde man bei einem
Vorstellungsgespräch wohl kaum mit einem Krankheitsnamen auffahren, von dem
man annehmen muß, daß der Gesprächspartner noch nie was davon gehört hat.
Das ist nämlich ein Zeichen für mangelnde Kommunikationsfähigkeit und
dürfte wohl so ziemlich den schlechtest möglichen Eindruck hinterlassen.
Es reicht doch auch, wenn man sagt: "Ich bin an der Schilddrüse erkrankt."
Falls der Gesprächspartner mehr wissen will, kann man immer noch alles
erläutern - und es dürfte sich wohl kaum lohnen, irgendwas zu verschweigen.
Auch hier gilt: möchte man denn wirklich wo arbeiten, wo jegliches Verständnis
für die Probleme der Mitarbeiter abgeht? Ich persönlich würde lieber dort
arbeiten, wo ich mit Ehrlichkeit weiterkomme, dort werde ich wohl auch auf
lange Sicht das beste Gefühl haben.
Übrigens sage ich all das nicht ohne es selbst gelebt zu haben. Ich war
nämlich ebenfalls untauglich. Grund: Keratokonus (=kegelförmige Vorwölbung
der Hornhaut -> hart-flexible Kontaktlinsen, evtl. später Hornhauttranspl.
nötig) - bei einem Physiker der eine Job als Softwareentwickler ausüben
möchte ist das ja wohl auch nicht gerade ein großer Pluspunkt. Ich habe
daraus bei meinem ersten und einzigen Vorstellungsgespräch kein Geheimnis
gemacht und arbeite heute, vier Jahre später, immer noch bei der gleichen
Firma. Ich suche mind. alle 3-6 Monate den Augenarzt auf, man muß hin
und wieder damit rechnen, daß ich wegen Augeninfektionen ein paar Tage
ausfalle, aber das ist nichts anderes, als die Flexibilität, die der
Arbeitgeber auch von mir erwartet (und die bekommt er auch).
>Was denkt Ihr darüber?
Ich denke, daß es unübersichtlich geworden wäre, wenn ich alles was ich
mir dachte hierher geschrieben hätte... ;-)
LG
Jürgen

Norbert
21.09.02, 22:37
...
>Tatsache ist doch wohl, dass man mit derartigen Erfolgen "Marken" in seinem Leben setzt, die einem später nicht unbedingt zum Vorteil gereichen müssen. Speziell Christian wird sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht nur einmal in seinem Leben fragen lassen müssen, warum er denn eigentlich nicht bei der Bundeswehr war. Und die Antwort "Weil ich an Hashimoto-Thyreoiditis erkrankt bin" wird sich beispielsweisen in einem Bewerbungsgespräch nicht unbedingt förderlich auswirken. Nicht nur die Bundeswehr stellt sich nämlich die Frage, welches Risiko sie einzugehen bereit ist - dies tut auch jeder Arbeitgeber. Und der sieht fortan vor allem eines: eine aus seiner Sicht nicht weiter begreifliche Erkrankung mit einem komplizierten Namen, die immerhin dafür ausgereicht hat, dass der Bund einen aussortiert hat. Warum in aller Welt sollte sich der Arbeitgeber nun anders entscheiden? Die gleichen Überlegungen dürften wohl für eine Vielzahl anderer Lebenssituationen gelten.
>
>Was denkt Ihr darüber?
>
>Gruß,
>
>Florian
Ich seblbst bin wegen einer anderen Sache damals für untaglich erklärt worden die aber auch gar nichts mit Hashi zu tun hat.
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß man gefragt wird ob man beim Bund war solange noch die "Gefahr" für den Arbeitgeber besteht, daß der Bewerber Eingezogen wird. Später wenn man aus dem kritischen Alter raus ist fragt da keiner mehr nach. Einen grund wollte damals übrigens keiner wissen. Es reichte immer, wenn ich sagte das ich untauglich erklärt worden bin.
Viele liebe Grüße
Norbert

Anke
22.09.02, 11:22
Hallo Monika,
danke für die Antwort. Mein Sohn ist erst 7 und im Prinzip habe ich keine Anhaltszeichen für Hashi bei ihm, allerdings wurde bei mir und meiner Tochter diesen Sommer Hashi festgestellt und da ist man/ich natürlich vorsichtig, d.h. wenn möglich auch mal AK‘s testen lassen und gegebenenfalls Thyroxin verschreiben lassen bevor das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.
Ciao Anke
>Hallo Anke
>Meine Söhne sind 18 und 20 Jahre alt. Im letzten Jahr habe ich sie das erste mal auf Hashi untersuchen lassen. Das TSH und die fTx Werte lagen noch gut, nur es sind Antikörper TPO (MAK) vorhanden. Sie liegen zwar noch unter der Norm, aber laut Aussage der Experten könnte eine Autoimmunthyreoiditis bestehen.
>Mein jüngerer Sohn hatte im letzten Jahr den EBV-Virus und fast zur gleichen Zeit trat die Alopecia areata auf...ist schon sehr verdächtig. Zum Jahresende lasse ich bei beiden nochmal ein Sono und erneute Blutuntersuchungen machen....mal schauen. Ich beobachte meine Jungs schon sehr genau, ohne das sie es bemerken....möchte sie nicht beunruhigen. Sie sollen ihr Leben so weiterführen wie bisher. Mein Gefühl sagt mir aber, das durch die bisherigen Symptome bei beiden etwas tut...mir wäre es natürlich lieber das sie verschont blieben...leider kann man es sich nicht aussuchen.
>Liebe Grüße
>Monika
>
>
>
>>>Hallo Monika,
>>
>>haben deine Söhne auch Hashi und wenn ja wie alt waren sie als es festgestellt wurde bzw. sind sie jetzt?
>>
>>Ciao Anke
>>
>>Hallo Christian
>>>Freue mich für Dich mit, dass Du nicht mehr zum Bund musst.
>>>Danke für Deine Info....meine Söhne werden sich freuen, sie wollen auch nicht zur Bundeswehr....hat Hashi doch etwas positives.
>>>Liebe Grüße
>>>Monika
>>>
>>>>Hallo zusammen,
>>>>
>>>>die letzte Zeit habe ich wenig von mir hören lassen, da ich ziemlich viel Stress um die Ohren habe. In den nächsten Wochen, wenn auch Ferien sind werde ich mal ausführlicher von mir berichten.
>>>>Ich hatte ja berichtet, dass ich zur Musterung musste. Also ich hingefahren, und ich hatte schon insgeheim die Hoffnung ausgemustert zu werden, da ich eh nicht zum Bund will; wahrscheinlich werde ich trotzdem ein freiwilliges soziales Jehr machen.
>>>>Bei der Anamnese, die von 2 Ärzten durchgeführt wurde, erzählte ich dass ich Hashimoto habe. Der eine Arzt führte dann einen Sehtest mit mir durch, während der andere einen Ordner zückte und blätterte (im nachinein stellte sich heraus, dass das ein Verzeichnis war, welche Krankheiten einen Ausmusterungsgrund darstellen).
>>>>Dann meinte er das wir die Musterung abbrechen können, dass ich ausgemustert sei. Ein Musterungsarzt hat irgendwann mal Hashimoto als Ausmusterungsgrund anerkannt, und im Zweifel wird immer für die Gemusterten entschieden. Ich habe dann glaube ich T5 gekriegt.
>>>>Am Ende konnte der Arzt es aber nicht lassen, mir noch mitzuteilen, dass Hashimoto in seinen Augen ja eigentlich keinen richtigen Ausmusterungsgrund darstelle, da man bei dieser Krankheit ja eh erst Probleme kriegt wenn man ganz alt ist und dass dann ja auch dann ganz elegant mit der Hormonsubstitution lösen kann (das hat er wörtlich gesagt). Ich habe dann nur geschmunzelt, mir mein Teil gedacht und mich über solch eine derarte Unwissenheit amüsiert und bin gegangen.
>>>>Vielleicht gibt es ja noch andere Forumteilnehmer die noch zu Musterung müssen, denen ich hiermit schonmal helfen konnte.
>>>>
>>>>Viele liebe Grüße
>>>>
>>>>Christian
>>>
>>
>

SHG MB / Hashi Wuppertal und Umg
22.09.02, 17:57
Hi Christian,
es wäre doch schön, wenn du nicht "zum Bund" müsstest. Mein Sohn z. B. "durfte" auch nicht, nur weil er einen Gleitwirbel (was immer das auch ist) hat und eben den Herzfehler, der bei mir auch vorliegt, Sickergrube an den Herzklappen. Na ja, ist doch egal, denkt man, Hauptsache ausgemustert. Hm, komisches Gefühl, nicht gebraucht zu sein. Ist doch so...
Doch denke ich, dass es für einen jungen Menschen sicherlich kein schönes Ergebnis darstellt oder ?
Und ich hoffe, nur, dass du ansonsten mit deiner Erkrankung und der schulischen Entwicklung ein Stückel weitergekommen bist ?
Vielleicht hören / sehen wir noch voneinander. Unsere homepage ist leider den Bach hinunter. Aber immerhin, es gibt ja emails
Liebe Grüße und alles Gute
aus Wuppertal
Anke

Pascale
22.09.02, 17:58
Hallo zusammen,
ich bitte noch einen Faktor zu berücksichtigen: wie sieht es bei der Bundeswehr mit jodfreier Ernährung aus? Kann dort heutzutage schon soviel Aufwand betrieben werden für evtl. eine einzelne Person ?
Ich habe die außergewöhnliche Erfahrung gemacht, daß ich letztens 2 Wochen in einem (nicht privaten!) Krankenhaus war, wo für 2 Patienten spezielles Esssen gekocht wurde, eine davon war ich. Ich bezweifle, daß das momentan bei der Bundeswehr noch so selbstverständlich machbar ist, auch wenn es vielleicht theoretisch machbar wäre. Die Logistik der BW mit wochenlangen Manövern etc. ist aber eine ganz andere, als die eines stationäres KH.
Ansonsten kann ich mich meinen "Vorrednern" nur anschließen wenn ich an die Bewerbungsgespräche in unserer Firma denke: Hauptsach der Bub muß nicht zum Bund, das warum ist egal.
Gruß Pascale

Ehrlich77
31.05.07, 10:48
Hallo liebe leut. Ich hoffe der Thread wird mit meiner Antwort wieder vorne angestellt. Ist nicht ja mehr so aktuell *g*

Ich wurde vor einigen Jahren gemustert als Hashimoto noch nicht bei mir festgestellt wurde. ich wurde t2 gemustert, aber zurückgestellt, da ich bereits eine Lehrstelle hatte und die mich da nicht rausreißen wollten. Jetzt bin ich mit der Lehre fertig und müsste jetzt eigentlich Zivildienst leisten.
Aber so wie es aussieht lasse ich mich ausmustern. Hashi ist doch noch zu was gut... – ausgleichende Gerechtigkeit.

Pampfi
31.05.07, 11:58
Nicht verweigern bevor die Musterung durch ist! Es gibt einige Ärzte die meinen für den Zivildienst sei jeder tauglich, außerdem gehen dann etwaige Kosten ja auch nicht auf den Wehretat.

Umgekehrt, wer dazu will kann natürlich sagen daß Hashi kein Problem ist, eine harmlose, gut behandelbare Bagatellerkrankung. Man kann auch widersprich gegen eine Ausmusterung einlegen, wer das unbedingt möchte, gerne.

Ehrlich77
31.05.07, 12:02
also sollte ich bei meiner Nachmusterung jetzt möglichst vermeiden zu sagen, dass ich bereits verweigert habe? Oder weiß der das dann eh schon?

Außerdem ist es doch auch so, dass man als Hashi kein Blut spenden darf. Ich glaube mich an etwas erinnern zu können, was besagt, dass man dann auch nicht in einem Krankenhaus oder ähnlichem arbeiten darf...

Andrea1
01.06.07, 10:49
Hallo Ehrlich,

hast Du nähere Informationen darüber, über deine Aussage das man nicht in Krankenhäuser und ähnlichen arbeiten darf?
Habe davon noch nichts gehört und kann es mir auch nicht wirklich vorstellen.:confused:
Wäre aber wenn es doch so sein sollte super wichtig für mich.
Wenn jemand darüber was weiß bitte kurz darüber berichten!

L.G. Andrea

Susi911
01.06.07, 11:23
Hallo Andrea,

ganz sicher nicht !!! Es gibt hier mindestens eine Krankenschwester, die auf der Intensivstation arbeitet.
Das würde ja einem Berufsverbot im medizinischen Bereich bedeuten,
und das bei einer Macht-nichts-Krankheit.

LG Susi

Murzeline
01.06.07, 11:54
Guten Tag,
ich hänge mal meine mail nicht an die unzähligen anderen sondern lasse meinen Text allein stehen.
Verweigern oder nicht ist jedermanns eigene Entscheidung! Ich war jahrelang Ehefrau eines (britischen)Soldaten und fand es okay, auch obwohl er in vielen brenzligen Orten richtigen Armeedienst geleistet hat. Werde mich hüten, hier in das Thema deutsche, englische, ami und so weiter Armee zu fallen....

Aber wenn Hashi ein Ausmusterungsgrund ist, denke ich, muss es kein Sorgengrund für potentielle Arbeitgeber sein, denn die stören sich auch nicht an Plattfüssen oder sonstigen Details, so lange der vorsprechende Bewerber passabel erscheint, mit seinem ersten einen guten Eindruck hinterlässt.

Mein Boss weiß, dass ich nicht immer ganz fit bin und akzeptiert das, meine Personalleiterin nicht so wirklich, aber das ist mir schnurz, denn ich habe den Boss auf meiner Seite, was das angeht.

Und dann muss ich es doch noch einmal loswerden.....das ganze Theater um die Bundeswehr find ich doof. Warum kann man hier nicht, wie in vielen anderen Ländern seit Jahren schon erfolgreich praktiziert, freiwillig zur Armee. Ich denke nicht, dass wir dann ohne Soldaten wären, bestimmt nicht, aber die Auslese wäre anders und das viele Geld müsste nicht für die Ausbildung der Pflichtrekruten verschwendet werden, die hinterher nie wieder etwas mit der Sache "Bund" zu tun haben - und hey presto, der deutsche Staat könnte doch direkt mal an einer guten Stelle Geld sparen!

Pampfi
01.06.07, 12:56
also sollte ich bei meiner Nachmusterung jetzt möglichst vermeiden zu sagen, dass ich bereits verweigert habe? Oder weiß der das dann eh schon?



Das dürften die eh schon wissen, das ist halt eine alte Regel. Eigentlich sind die Vorschriften gleich. Das hat auch seine Berechtigung, nur ist es - um ein reales Beispiel aus meinem Bekanntenkreis zu nennen - dem Pfarrer mitunter scheißegal, ob der Zivi Rückenprobleme hat, wenn er den Sand im Sandkasten austauschen soll.