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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lang: Weiß grad nicht weiter, denn



Patricia
03.09.02, 12:51
ich laufe Gefahr, meinen Job zu verlieren: bin Hashi (wahrscheinlich) erst seit der Geburt meines Kindes. Hatte den Erziehungsurlaub komplett so durchgeplant, daß ich nach 1 Jahr wieder zur Arbeit konnte. War vorher eine "gute Mitarbeiterin": hatte Überblick, war gut organisiert und flexibel, habe vorausschauend gearbeitet, war ehrgeizig und mir standen alle Möglichkeiten offen. Als ich schwanger war, habe ich schon lange vor dem EU alles festgelegt, inklusive Rückkehr in Teilzeit, da mir zu Hause sitzen mit Kind eine Horrorvorstellung war. Dann kam die UF.
Mein TSH ist z. Z. noch etwas zu hoch, fühle mich auch noch nicht richtig wie "die Alte". Die Katastrophe: Alle meine Stärken, die ich in der Arbeit eingesetzt habe, sind verpufft. Total weg. Ich renne der Arbeit nur noch hinterher, kann mich nicht konzentrieren, habe Schwierigkeiten, die richtigen Prios zu setzen und meine Arbeit selbst zu organisieren. Mein Chef kann leider mit der Schwäche (die aus seiner Sicht noch verschlimmert wird durch meine limitierte Einsatzfähigkeit in Teilzeit und durchs Kind) nicht umgehen, obwohl er von seinem background her weiß, was eine SD-Erkrankung bedeuten kann. Ich habe das Gefühl, mein AG bringt mir nicht genug Toleranz entgegen, um diese Krise im Job zu überwinden. Dabei ist es schon für viele Gesunde eine große Herausforderung, einen verantwortungsvollen Job und ein Kind unter einen Hut zu bringen. Und ich weiß echt nicht, ob dieser Kampf nicht Energie an der falschen Stelle schluckt. Ich sollte doch lieber etwas für mich tun, als mich für einen AG zu verbiegen, der meine bisherige Kooperationsbereitschaft offenbar nicht zu schätzen weiß und mich jetzt "fallenläßt".
Jetzt überlege ich, ob ich aufhöre mit der Arbeit (mein Mann verdient genug!). Mich konsolidiere und dann wieder ‘raus, neuen Job finden. Allerdings bin ich schon Ende dreißig und habe Angst, nicht mehr in den Arbeitsprozeß zurückzufinden. Dann würde ich mich total besiegt fühlen. Also doch den Betriebsrat einschalten zu einem Gespräch, um den Job zu retten? Aber wenn der weiter so horrormäßig verläuft, ist das doch kaum erstrebenswert?!
Leider muß ich mich also mal wieder bei Euch auskotzen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wer kann mir ein wenig mit Rat beistehen? Ich laboriere schon eine Zeit lang an der Entscheidung und habe große Angst, nach einer Kündigung nie wieder auf die (Arbeits-)Beine zu kommen.
Gruß, Patricia

Brigitte E.
03.09.02, 14:09
Liebe Patricia,
mein Tipp: rauf mit den Hormonen und gleichzeitig auf Jobsuche gehen. Aus einer gesicherten Position heraus ist es leichter etwas Neues zu finden und evtl. erkennt der jetzige Arbeitgeber doch noch Deinen Wert, wenn er merkt, daß Du Dich anderweitig umsiehst.
LG
Brigitte>

Anna aus Wien
03.09.02, 14:27
>Hallo!
Mir ist vom Arzt gesagt worden Hashimoto ist eine entzündung der SH.
Da kann man awas tun,waren Sie schon bein Arzt.Ich habe viel verständnis,
für Ihren Zustand.Habe noch dazu Morbus Basedow mit Hashi und Augenprobleme
bin schon in Pension,man hat mich Krankheitshalber mit 52 in pension geschickt.
Hatte auch solche Probleme wie Sie,meine chefin hat oft gesagt ,dass ich Blöd
bin.Wir haben in der Zeit Haus gebaut ,meine Mutter hatte ich auch sie war 91
Jahre.
Ich gebe Ihnen einen Trost es gibt noch was ärgeres im Leben.
Kopf hoch es kommt alles wie es kommen muss,Kopf hoch und durch Sie sind nicht
allein.
Und zu dem ganzen Übel ist mein Sohn vor zwei Jahren an SD opriert worden.
Krebs.Statt Ihnen helfen erzähle ich Ihnen meine Sorgen.Ich will Ihnen nur
damit Helfen um über Ihren Kummer leichter hinweg zukommen.
Viele liebe Grüsse aus Wien
ich laufe Gefahr, meinen Job zu verlieren: bin Hashi (wahrscheinlich) erst seit der Geburt meines Kindes. Hatte den Erziehungsurlaub komplett so durchgeplant, daß ich nach 1 Jahr wieder zur Arbeit konnte. War vorher eine "gute Mitarbeiterin": hatte Überblick, war gut organisiert und flexibel, habe vorausschauend gearbeitet, war ehrgeizig und mir standen alle Möglichkeiten offen. Als ich schwanger war, habe ich schon lange vor dem EU alles festgelegt, inklusive Rückkehr in Teilzeit, da mir zu Hause sitzen mit Kind eine Horrorvorstellung war. Dann kam die UF.
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>Mein TSH ist z. Z. noch etwas zu hoch, fühle mich auch noch nicht richtig wie "die Alte". Die Katastrophe: Alle meine Stärken, die ich in der Arbeit eingesetzt habe, sind verpufft. Total weg. Ich renne der Arbeit nur noch hinterher, kann mich nicht konzentrieren, habe Schwierigkeiten, die richtigen Prios zu setzen und meine Arbeit selbst zu organisieren. Mein Chef kann leider mit der Schwäche (die aus seiner Sicht noch verschlimmert wird durch meine limitierte Einsatzfähigkeit in Teilzeit und durchs Kind) nicht umgehen, obwohl er von seinem background her weiß, was eine SD-Erkrankung bedeuten kann. Ich habe das Gefühl, mein AG bringt mir nicht genug Toleranz entgegen, um diese Krise im Job zu überwinden. Dabei ist es schon für viele Gesunde eine große Herausforderung, einen verantwortungsvollen Job und ein Kind unter einen Hut zu bringen. Und ich weiß echt nicht, ob dieser Kampf nicht Energie an der falschen Stelle schluckt. Ich sollte doch lieber etwas für mich tun, als mich für einen AG zu verbiegen, der meine bisherige Kooperationsbereitschaft offenbar nicht zu schätzen weiß und mich jetzt "fallenläßt".
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>Jetzt überlege ich, ob ich aufhöre mit der Arbeit (mein Mann verdient genug!). Mich konsolidiere und dann wieder ‘raus, neuen Job finden. Allerdings bin ich schon Ende dreißig und habe Angst, nicht mehr in den Arbeitsprozeß zurückzufinden. Dann würde ich mich total besiegt fühlen. Also doch den Betriebsrat einschalten zu einem Gespräch, um den Job zu retten? Aber wenn der weiter so horrormäßig verläuft, ist das doch kaum erstrebenswert?!
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>Leider muß ich mich also mal wieder bei Euch auskotzen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wer kann mir ein wenig mit Rat beistehen? Ich laboriere schon eine Zeit lang an der Entscheidung und habe große Angst, nach einer Kündigung nie wieder auf die (Arbeits-)Beine zu kommen.
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>Gruß, Patricia

Martha /HN
03.09.02, 14:58
Hallo Patricia,
Als das Hashi-Chaos in meinem Körper am schlimmsten war, hatte ich einen ähnlich verständnisvollen Chef. Die Psyche spielt meine Erachtens bei Hashi eine sehr grosse Rolle, mir ging es immer schlechter, bis ich von meinem Arzt 6 Wochen aus dem Verkehr gezogen wurde. Während dieser Zeit erhielt ich dann noch die Kündigung, schlechte Auftragslage blabla...! Ich stand mit fast 44 Jahren draussen und habe relativ lange gebraucht wieder einen adäquaten Job zu finden. Ich würde Dir, wie Brigitte es bereits getan hat, raten, suchDir einen neuen Job aus Deiner sicheren POsition heraus. Bevor Du gekündigt wirst und durch den ständigen negativen Stress Deine Gesundheit noch mehr leidet.
Alles Gute, ich drücke Dir die Daumen
Martha
>ich laufe Gefahr, meinen Job zu verlieren: bin Hashi (wahrscheinlich) erst seit der Geburt meines Kindes. Hatte den Erziehungsurlaub komplett so durchgeplant, daß ich nach 1 Jahr wieder zur Arbeit konnte. War vorher eine "gute Mitarbeiterin": hatte Überblick, war gut organisiert und flexibel, habe vorausschauend gearbeitet, war ehrgeizig und mir standen alle Möglichkeiten offen. Als ich schwanger war, habe ich schon lange vor dem EU alles festgelegt, inklusive Rückkehr in Teilzeit, da mir zu Hause sitzen mit Kind eine Horrorvorstellung war. Dann kam die UF.
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>Mein TSH ist z. Z. noch etwas zu hoch, fühle mich auch noch nicht richtig wie "die Alte". Die Katastrophe: Alle meine Stärken, die ich in der Arbeit eingesetzt habe, sind verpufft. Total weg. Ich renne der Arbeit nur noch hinterher, kann mich nicht konzentrieren, habe Schwierigkeiten, die richtigen Prios zu setzen und meine Arbeit selbst zu organisieren. Mein Chef kann leider mit der Schwäche (die aus seiner Sicht noch verschlimmert wird durch meine limitierte Einsatzfähigkeit in Teilzeit und durchs Kind) nicht umgehen, obwohl er von seinem background her weiß, was eine SD-Erkrankung bedeuten kann. Ich habe das Gefühl, mein AG bringt mir nicht genug Toleranz entgegen, um diese Krise im Job zu überwinden. Dabei ist es schon für viele Gesunde eine große Herausforderung, einen verantwortungsvollen Job und ein Kind unter einen Hut zu bringen. Und ich weiß echt nicht, ob dieser Kampf nicht Energie an der falschen Stelle schluckt. Ich sollte doch lieber etwas für mich tun, als mich für einen AG zu verbiegen, der meine bisherige Kooperationsbereitschaft offenbar nicht zu schätzen weiß und mich jetzt "fallenläßt".
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>Jetzt überlege ich, ob ich aufhöre mit der Arbeit (mein Mann verdient genug!). Mich konsolidiere und dann wieder ‘raus, neuen Job finden. Allerdings bin ich schon Ende dreißig und habe Angst, nicht mehr in den Arbeitsprozeß zurückzufinden. Dann würde ich mich total besiegt fühlen. Also doch den Betriebsrat einschalten zu einem Gespräch, um den Job zu retten? Aber wenn der weiter so horrormäßig verläuft, ist das doch kaum erstrebenswert?!
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>Leider muß ich mich also mal wieder bei Euch auskotzen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wer kann mir ein wenig mit Rat beistehen? Ich laboriere schon eine Zeit lang an der Entscheidung und habe große Angst, nach einer Kündigung nie wieder auf die (Arbeits-)Beine zu kommen.
>
>Gruß, Patricia

Johanna
03.09.02, 15:47
Hallo Patricia,
mir ging es vor 2 Jahren genauso, ich wußte allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht, daß ich Hashi habe. Ich habe 2 Kinder, kam nach 5 Jahren Erziehungsurlaub in den Job zurück (Softwareentwicklung alles wieder neu). Mit der Arbeit selbst bin ich dann noch ganz gut zurecht gekommen, nur das es zuviel war, nicht machbar und ich nicht beliebig Überstunden machen konnte - das hätte auch niemand anders so geschaft, der Unterschied war nur, daß ich mich nicht mehr dagegen wehren konnte. Mein Chef ist auch auf die Versuche irgend etwas zu ändern zu priorisieren nicht eingegangen.
Ich machte einen ständigen Spagat zwischen Arbeit und Kindern. Mein Kleiner konnte sich morgens nie von mir trennen und ich konnte die beiden keine 5 Minuten zusammen lassen ohne, daß sie sich prügelten. Sie haben ständig nur um meine Aufmerksamkeit gestritten, waren dann schon an der Grenze zu verhaltensauffällig.
Ich habe dann für mich selbst die Konsequenzen gezogen und gekündigt. Wenn ich heute meine Kinder anschaue, war das für mich und meine Familie die richtige Entscheidung. Die Kinder sind heute wesentlich ausgeglichener leichter zu haben... dies wird mir auch von anderen Personen, die sie gut kennen bestätigt.
Wenn ich heute nochmal in der Situation steckte, würde ich mich erstmal länger krank schreiben lassen (das wäre bei mir damals auch gegangen - vermutlich wäre Hashi dann sogar früher gefunden worden - ich bin nur nicht zum Arzt) einfach um Auszeit und Abstand zu haben. Auch, bei Dir, um die Hormoneinstellung besser auf die Reihe zu kriegen. An meiner Endentscheidung hätte das aber nichts geändert. Zu der stehe ich heute noch, auch wenn ich sie damals in der absoluten Stresssituation gefällt habe.
Manchmal habe ich schon Probleme mit dem Selbstwertgefühl "nur Hausfrau" zu sein, aber langweilig ist mir nicht und die Decke fällt mir auch nicht auf den Kopf - ich bin auch nicht mehr so belastbar wie früher.
Letzendlich mußt Du es selbst für Dich entscheiden - mir war der "Preis" zu hoch.

Liebe Grüße Johanna

Renate
08.09.02, 08:36
Hallo Patricia
Auch ich hatte von meiner Lebensplanung, nachdem die Kinder aus dem Haus waren, eine andere Vorstellung als nur Hausfrau zu sein. Ich wußte zu dem Zeitpunkt, als ich wieder zurück in den Beruf ging, zwar von meiner Hashi Erkrankung, habe aber an die "Macht-ja-nichts-Krankheit" geglaubt. Ich war 3 Jahre berufstätig, dann kamen private Probleme dazu (Meine Mutter kam in unseren Haushalt dazu nach dem Tod meines Vaters). Ich habe danach alles nicht mehr auf die Reihe bekommen. Extremes Schwitzen, schlimme Bauchschmerzen und Durchfall. Ich kannte mittlerweile alle Internisten im Umkreis. Keiner konnte mir helfen und sah den Zusammenhang meiner "Bauchprobleme" (auch Pankreatitis) mit Hashi. Ich habe gekündigt, was ich bis zum heutigen Zeitpunkt nicht bereue. Ich wäre sicher iregendwann in der Klapsmühle gelandet, weil ich nicht mehr alles auf die Reihe bekommen habe. Ich bin zwar immer noch krank, stehe kurz vor der SD_OP. Aber ich habe nicht mehr den Druck mit der Arbeit noch zusätzlich. Bei der Hashi muß man -so glaube ich- einfach lernen, kleine Brötchen zu backen, wenns sein muß immer kleinere.
Viel Glück für die Zukunft wünscht Renate
>ich laufe Gefahr, meinen Job zu verlieren: bin Hashi (wahrscheinlich) erst seit der Geburt meines Kindes. Hatte den Erziehungsurlaub komplett so durchgeplant, daß ich nach 1 Jahr wieder zur Arbeit konnte. War vorher eine "gute Mitarbeiterin": hatte Überblick, war gut organisiert und flexibel, habe vorausschauend gearbeitet, war ehrgeizig und mir standen alle Möglichkeiten offen. Als ich schwanger war, habe ich schon lange vor dem EU alles festgelegt, inklusive Rückkehr in Teilzeit, da mir zu Hause sitzen mit Kind eine Horrorvorstellung war. Dann kam die UF.
>
>Mein TSH ist z. Z. noch etwas zu hoch, fühle mich auch noch nicht richtig wie "die Alte". Die Katastrophe: Alle meine Stärken, die ich in der Arbeit eingesetzt habe, sind verpufft. Total weg. Ich renne der Arbeit nur noch hinterher, kann mich nicht konzentrieren, habe Schwierigkeiten, die richtigen Prios zu setzen und meine Arbeit selbst zu organisieren. Mein Chef kann leider mit der Schwäche (die aus seiner Sicht noch verschlimmert wird durch meine limitierte Einsatzfähigkeit in Teilzeit und durchs Kind) nicht umgehen, obwohl er von seinem background her weiß, was eine SD-Erkrankung bedeuten kann. Ich habe das Gefühl, mein AG bringt mir nicht genug Toleranz entgegen, um diese Krise im Job zu überwinden. Dabei ist es schon für viele Gesunde eine große Herausforderung, einen verantwortungsvollen Job und ein Kind unter einen Hut zu bringen. Und ich weiß echt nicht, ob dieser Kampf nicht Energie an der falschen Stelle schluckt. Ich sollte doch lieber etwas für mich tun, als mich für einen AG zu verbiegen, der meine bisherige Kooperationsbereitschaft offenbar nicht zu schätzen weiß und mich jetzt "fallenläßt".
>
>Jetzt überlege ich, ob ich aufhöre mit der Arbeit (mein Mann verdient genug!). Mich konsolidiere und dann wieder ‘raus, neuen Job finden. Allerdings bin ich schon Ende dreißig und habe Angst, nicht mehr in den Arbeitsprozeß zurückzufinden. Dann würde ich mich total besiegt fühlen. Also doch den Betriebsrat einschalten zu einem Gespräch, um den Job zu retten? Aber wenn der weiter so horrormäßig verläuft, ist das doch kaum erstrebenswert?!
>
>Leider muß ich mich also mal wieder bei Euch auskotzen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wer kann mir ein wenig mit Rat beistehen? Ich laboriere schon eine Zeit lang an der Entscheidung und habe große Angst, nach einer Kündigung nie wieder auf die (Arbeits-)Beine zu kommen.
>
>Gruß, Patricia