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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hashimoto-Thyr. + Wechsel zu privater Krankenversicherung



Ralf
15.05.02, 20:24
Hallo,
Ich leide seit einem Jahr (bin 28) an einer Schilddrüsenunterfunktion aufgrund einer Hashimoto Thyreoiditis (ohne begleitende weitere Autoimmunkrankheit), die ich Prothyrid sei Dank relativ gut im Griff habe.
Ich überlege mir zur Zeit, ob ich von der gesetzlichen in eine private Krankenversicherung wechseln soll. Bei Eintritt in eine private Krankenkasse müssen jedoch Angaben zum Gesundheitszustand erfolgen. Hat jemand Erfahrung, wie erheblich sich eine bestehende Hashimoto Thyeroiditis auf den Beitrag auswirken wird? D.h. in anderen Worten, als wie gesundheitsbeeinträchtigend die Hashimoto Thyreoiditis von den privaten Krankenversicherungen eingestuft wird?
Ralf

K
15.05.02, 20:58
Hallo Ralf,
also folgendes: die privaten Krankenversicherungen bzw. deren Sachbearbeiter / Außendienstler werden nach meiner Erfahrung schon beim Nennen von SD-Unterfunktion hellhörig, ohne daß man Autoimmun... erwähnt (was ja schon bemerkenswert ist, wo doch die meisten Ärzte, wie man hier in fast allen Beiträgen finden kann, der Ansicht sind, naja, dann gibts eben Hormone und dann ist alles ok). meine private KV hat anläßlich der Umstellung vom studentischen auf den normalen Tarif schon einige Fragen gestellt, aber ich hab halt gesagt, ich hätte eine Unterfunktion und es ginge mir gut, wenn ich die Tabletten nähme. Ein Laie weiß in der Regel nicht, daß er eine Autoimmunerkrankung hat und daß es infolgedessen u.U. zu erheblichen weiteren Problemen kommen kann! versuchs am besten erst mal bei einer KV, die nicht von Dir favorisiert wird, dann kannst Dus einfach schon mal antesten und bei der von Dir bevorzugten auch entsprechend handeln (auch im Sinne von Feilschen). Vielleicht hast Du Glück und sie verlangen keinen Aufschlag oder nur einen Abschlag in der geschätzten Höhe der Arzt- und Arzneikosten bei gutem Verlauf der Erkrankung.
Berichte doch mal, interessiert mich auch!
Ach ja, auf keinen Fall die UF verschweigen, denn dann kannst Du ziemlich schnell ganz ohne Krankenschutz dastehen!
LG
heute lieber mal nur K
>Hallo,
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>Ich leide seit einem Jahr (bin 28) an einer Schilddrüsenunterfunktion aufgrund einer Hashimoto Thyreoiditis (ohne begleitende weitere Autoimmunkrankheit), die ich Prothyrid sei Dank relativ gut im Griff habe.
>Ich überlege mir zur Zeit, ob ich von der gesetzlichen in eine private Krankenversicherung wechseln soll. Bei Eintritt in eine private Krankenkasse müssen jedoch Angaben zum Gesundheitszustand erfolgen. Hat jemand Erfahrung, wie erheblich sich eine bestehende Hashimoto Thyeroiditis auf den Beitrag auswirken wird? D.h. in anderen Worten, als wie gesundheitsbeeinträchtigend die Hashimoto Thyreoiditis von den privaten Krankenversicherungen eingestuft wird?
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>Ralf
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Andrea
15.05.02, 22:00
>Hallo,
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>Ich leide seit einem Jahr (bin 28) an einer Schilddrüsenunterfunktion aufgrund einer Hashimoto Thyreoiditis (ohne begleitende weitere Autoimmunkrankheit), die ich Prothyrid sei Dank relativ gut im Griff habe.
>Ich überlege mir zur Zeit, ob ich von der gesetzlichen in eine private Krankenversicherung wechseln soll. Bei Eintritt in eine private Krankenkasse müssen jedoch Angaben zum Gesundheitszustand erfolgen. Hat jemand Erfahrung, wie erheblich sich eine bestehende Hashimoto Thyeroiditis auf den Beitrag auswirken wird? D.h. in anderen Worten, als wie gesundheitsbeeinträchtigend die Hashimoto Thyreoiditis von den privaten Krankenversicherungen eingestuft wird?
>
>Ralf
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Hallo Ralf,
überprüfe bitte genau, welche Gründe Dich von der gesetzlichen in die private KV treiben. Du solltest wissen, daß u.U. eine Rückkehr in die gesetzliche nicht mehr möglich ist (je nach beruflicher Biografie).
Was K schrieb, stimmt grundsätzlich. Aber die Warnung in seinem letzten Satz war mir persönlich nicht eindringlich genug. Du darfst nichts verheimlichen. Die private KV hat nämlich eine Hintertür, die Dich u.U. Deinen Krankenversicherungsschutz kosten kann. Wenn sie später feststellt, daß Du zwar UF genannt, aber Dir die Diagnose Hashi bereits bekannt war oder sein mußte, fliegst Du raus und die gesetzliche nimmt Dich dann nicht mehr. Oftmals fällt so was erst auf, wenn Du schon einige Zeit in der Privaten bist und der erste größere Leistungsfall auftritt. Die KV durchforstet dann alles , gerade auch die Diagnosen, die der gesetzlichen KV bekannt waren und Deine Ärzte.
Ich weiß, es gibt finanzielle Gründe, in die Private zu wechseln. Ich würde allerdings immer erstmal dazu raten, zu prüfen, ob ggf. eine private Zusatzversicherung die Dinge absichern kann, die Dir in der gesetzlichen fehlen und ansonsten in der gesetzlichen bleiben.
Ich kenne die Problematik aus beruflicher Sicht (bin freiberuflich, nicht im Versicherungsbereich tätig) und habe leider schon Schicksale miterlebt, die mich hier sehr aufmerksam gemacht haben.
Liebe Grüße,
alles Gute bei Deiner Entscheidung und, wenn Wechsel, dann sag alles, was Du weißt,
Ciao
Andrea

Antje
15.05.02, 23:15
>Hallo,
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>Ich leide seit einem Jahr (bin 28) an einer Schilddrüsenunterfunktion aufgrund einer Hashimoto Thyreoiditis (ohne begleitende weitere Autoimmunkrankheit), die ich Prothyrid sei Dank relativ gut im Griff habe.
>Ich überlege mir zur Zeit, ob ich von der gesetzlichen in eine private Krankenversicherung wechseln soll. Bei Eintritt in eine private Krankenkasse müssen jedoch Angaben zum Gesundheitszustand erfolgen. Hat jemand Erfahrung, wie erheblich sich eine bestehende Hashimoto Thyeroiditis auf den Beitrag auswirken wird? D.h. in anderen Worten, als wie gesundheitsbeeinträchtigend die Hashimoto Thyreoiditis von den privaten Krankenversicherungen eingestuft wird?
>
>Ralf
Hallo Ralf,
dieses Thema wurde schon mehrfach diskutiert. Du kannst die Diskussion durchsuchen. Nach meiner Erfahrung mit Lebens- bzw. Berufsunfähigkeitsversicherungen wird es schwierig, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Ich habe es zwar nur bei einer ausgetestet, aber das Resultat hat mir gereicht. Keine BU- auch nicht mit Risikozuschlag- und Risikolebensversicherung über einen geringen Zeitraum nur mit Zuschlag. Es ist nicht sinnvoll, der Krankenversicherung Vorerkrankungen zu verschweigen, da dadurch Dein Versicherungsschutz verloren gehen kann, was bei einer Krankheit wie Hashimoto sehr teuer werden kann. Die Preise kenne ich von meinen Arztrechnungen. Ich war allerdings schon privat versichert, als Hashi diagnostiziert wurde.
Viele Grüße
Antje>

Christine
15.05.02, 23:20
Hallo Ralf,
eine gute Alternative zu der privaten Krankenversicherung ist die private Zusatzversicherung. Die werden dann allerdings versuchen, Hashimoto mit FOLGEKRANKHEITEN auszuschließen. Man kann schon ein bißchen mit den verhandeln.
Ich habe auch mit großen Schwierigkeiten von der privaten zu der gesetzlichen gewechselt und dann eine private Zusatzversicherung gemacht. Vergleiche die Preise, aber nicht die Günstigste ist die Beste!!
Viele Grüße vom anderen Ende der Welt
Christine
>Hallo,
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>Ich leide seit einem Jahr (bin 28) an einer Schilddrüsenunterfunktion aufgrund einer Hashimoto Thyreoiditis (ohne begleitende weitere Autoimmunkrankheit), die ich Prothyrid sei Dank relativ gut im Griff habe.
>Ich überlege mir zur Zeit, ob ich von der gesetzlichen in eine private Krankenversicherung wechseln soll. Bei Eintritt in eine private Krankenkasse müssen jedoch Angaben zum Gesundheitszustand erfolgen. Hat jemand Erfahrung, wie erheblich sich eine bestehende Hashimoto Thyeroiditis auf den Beitrag auswirken wird? D.h. in anderen Worten, als wie gesundheitsbeeinträchtigend die Hashimoto Thyreoiditis von den privaten Krankenversicherungen eingestuft wird?
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>Ralf
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