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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : An alle die substituieren u. ein kombi nehmen



helga_s
26.03.02, 09:07
Kennt jemand von euch das problem durch ein kombi-präparat einen supprimierten tsh zu haben obwohl ft3 u. ft4 im normbereich ist (bei mir sogar schon im unteren normbereich...also richtung UF)? trotz dosisreduktion u. erneuter kontrolle ist das tsh "zu" niedrig geblieben. bin nun etwas verunsichert, weil es jedesmal diskussionen gibt in richtung umsteigen auf reines t4, na ja u. hätte ich mich mit einem monopräparat wohl gefühlt hätte ich nicht auf das kombi gewechselt.
ps: habe fast keine sd mehr u. nehme 1/2 novothyral 0,1 u. 25 mcg t4 (prothyrid gibts leider in Ö nicht) bei 55 kg Körpergewicht u. fühl mich an sich wohl damit, also keinesfalls wie in einer ÜF, im gegenteil ich könnte die dosis noch steigern. kann mir jemand sagen warum tsh zu niedrig ist (macht das das kombi-präp. od. paßt sich das tsh erst langsam an eine geänderte dosierung an)?
liebe grüsse, helga

Kerstin
26.03.02, 09:17
Hallo Helga,
ein supprimiertes TSH bei Kombis ist normal!
Ich weiß nicht, ob das zwangsläufig so ist, also bei allen die Kombis nehmen oder nur bei einigen, aber alle die ich kenne, haben das gleiche Phänomen. Mein TSH liegt bei 0,01.
So lange T3 und T4 in der Norm sind, ist alles ok. Letztendlich ist es ja wichtig, wie gut der Körper mit SD-Hormon versorgt ist und weniger, was die Hypophyse dazu meint.
Viele Grüße
Kerstin
PS: wenn Du auf "Diskussion durchsuchen" gehst, findest Du bestimmt noch mehr dazu. Außerdem hatte ich die gleiche Anfrage mal ans Hotze-Team (<a href="http://www.schilddruesenforum.de" target="_blank">Schilddrüsenforum</a>) gestellt, ich glaub im Januar, vielleicht suchst Du da mal nach meiner Frage

Kerstin
26.03.02, 09:26
... das ist der genaue Link zu meinem Posting bei Hotze, mit der Antwort vom Prof persönlich: <a href="http://www.schilddruesenforum.de/sthread.asp?threadnr=1278&tbl=f" target="_blank">Prothyrid und supprimiertes TSH</a>
Vielleicht überzeugt das Deinen Arzt!
Viel Glück
Kerstin

Heike H.
26.03.02, 09:44
hallo helga, kerstins beitrag ist nichts hinzuzufügen.
ich kann dir nur sagen, hab ja nach op auch von prothyrid auf reines t4 umgestellt--- würde ich nie wieder machen!!!
aber ich wollte es nach op mal wieder versuchen.
dies was nicht so prickelnd, da ich schon 4 wo. nach op bei nur l- thyroxin gemerkt habe, wie ich wieder meinen nachmittagsschlaf brauchte, dies war unter prothyrid ganz anders.
nach der ersten blutentnahme und meinem endogespräch bin ich sofort auf prothyrid zurückgegegangen.
mein tsh war vor op unter prothyrid auch supprimiert nach op unter nur t4 knapp an der grenze zur supprimierung. und anfang februar ist das tsh unter prothyrid bis auf 3.36 gestiegen---- für mich war es nicht so recht nachvollziehbar, aber ich denke es lag an der zu niedrigen dosis und anscheinend reagiert der tsh gar nicht so schnell wie ich es vermutet hätte.
ich habe das gleiche problem wie du, aber auch ich will kein monopräperat!!!
werde mal meine Knochendichte messen lassen --- nur zur eigenen beruhigung und solange keine ÜF symptome auftreten und ft3+4 ok sind meine dosis diesen werten angleichen.
hoffe dies beruhigt dich ein wenig, du bist nicht allein!
mach weiter so, denn solang du dich wohlfühlst und deine wohlfühldosis nimmst sollte dies nicht zum problem werden, außer dein doc stellt sich bei der t3 verschreibung quer.
lg heike

helga_s
26.03.02, 10:27
vielen Dank euch beiden! bezüglich rezept gibt es gott-sei-dank kein problem, werd allerdings jedes mal darauf hingewiesen ob mir der sachverhalt ... niedriges tsh, knochenabbau ... eh bewußt ist. ist mir bekannt, komisch fand ich nur dass selbst bei 2maliger dosisreduktion ft3 u. ft4 reagierte (bin jetzt an der grenze zur UF) aber das tsh nicht... muss wohl am t3 liegen od. es dauert eben noch... liebe grüsse helga

Katrin
26.03.02, 12:59
Hallo Kerstin,
genau, mein TSH st auch supprimiert.
Etwas lästig finde ich aber immer die Diagnose "Hyperthyreose aufgrund des TSH" vom Laborarzt. Davon lassen sich ja offenbar immer wieder Ärzte abschrecken, die dann die Dosis herabsetzen oder erst gar kein Kombimittel verschreiben.
Gruß,
Katrin

Maria
26.03.02, 17:45
Mein TSH ist unter Novothyral seit langem bei 0.1 angelangt. Mein Internist war erst alarmiert und meinte , ich sei in der Überfunktion und müsse Novothyral sofort absetzen und dann langsam einschleichend wieder nehmen. Ich hatte damals noch keine Ahnung, gehorchte brav- und es ging mir extremstens besch ... Gottseidank fiel genau in diese Zeit die Kontrolle beim Röntgenarzt. Er schlug die Hände überm Kopf zusammen: Um Himmels willen, ich dürfe nie wieder die Dosis reduzieren, müsse im Laufe der Zeit eher mit Erhöhung rechnen. Bei Kombipräparaten (dazu gleichzeitig WEchseljahre und Substitution mit Östrogen und GEstagen) sei der TSH - Wert oft sehr niedrig.
So, und mittlerweile habe ich die Wechseljahrs- Hormone entsorgt 8in Absprache mit dem Gynäkologen) und eigenmächtig die Novothyral-Dosis vor einem Vierteljahr erhöht. Den Werten nach bin ich dicht an einer Überfunktion, aber ich fühle mich zum ersten Mal seit Jahren wieder einigermaßen belastbar. Habe auch viel weniger Schmerzen in den Gelenken, hatte mal endlich keine Winterdepression und stecke einige heftige Belastungen, die vom allerfeinsten waren, besser weg, als ich je gedacht hätte. Bin sozusagen angenehm von mir selbst angenehm überrascht. Und das ist doch mal was anderes, nachdem man jahrelang immer so am kräftemäßigen Existenzminimum entlangschrappte.
Die Moral von der Geschicht: immer mehrere Meinungen einholen!