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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Weiß euer Arbeitgeber bescheid???



Mel
23.01.02, 18:01
Hallo!
Mal eine andere Frage...
Habt ihr eurem Arbeitgeber von der Krankheit erzählt?
Ich denke wenn ich das machen würde...dürfte ich bestimmt meinen Job nicht machen.
Bin ich gezwungen es zu sagen...oder doch lieber verheimlichen???
Gruß
Mel

Marion
23.01.02, 19:09
Hallo Mel,
meiner weiß nur, daß ich eine SD-Entzündung habe und es mir daher nicht gut geht. Er weiß aber nichts von meinen Angstzuständen. Dann könnte ich gleich die Koffer packen...
Liebe Grüße
Marion
>Hallo!
>
>Mal eine andere Frage...
>Habt ihr eurem Arbeitgeber von der Krankheit erzählt?
>Ich denke wenn ich das machen würde...dürfte ich bestimmt meinen Job nicht machen.
>Bin ich gezwungen es zu sagen...oder doch lieber verheimlichen???
>
>Gruß
>Mel

Kerstin
23.01.02, 19:41
Hi Mel,
ich denke, meine Cheffin weiß Bescheid.
Ich habe es ihr zwar nicht persönlich erzählt, aber so wie ich meine Kollegen kenne, hat sich diese Nachricht doch sehr schnell verbreitet :-)
Ich glaube allerdings nicht, daß sie weiß, was Hashimoto für mich bedeutet. Bestimmt hat sie mitbekommen, daß ich weniger leistungsfähig, kreativ und belastbar bin, aber gesprochen haben wir darüber nie. Vielleicht ist das der "Vorteil" von Hashimoto: die wenigsten Arbeitgeber wissen, was das bedeuten kann...
Viele Grüße
Kerstin

Nikki
23.01.02, 20:07
>Hallo!
>
>Mal eine andere Frage...
>Habt ihr eurem Arbeitgeber von der Krankheit erzählt?
>Ich denke wenn ich das machen würde...dürfte ich bestimmt meinen Job nicht machen.
>Bin ich gezwungen es zu sagen...oder doch lieber verheimlichen???
>
>Gruß
>Mel
Hallo Mel,
ja, meiner weiß bescheid. Anfangs war es gar nicht zu verheimlichen, da es mich einmal in er Woche bei der Arbeit "umgehauen" hat. Ich habe das Glück und habe einen super Chef, der sich auch Gedanken um mich machte, mir sogar einen guten Arzt empfahl, und mit dem ich dann auch darüber sprechen konnte. Natürlich nicht bis in alle Einzelheiten. Aber wenn ich mal wieder völlig am Ende bin, war sogar schon die Situation, dass ich heim ging, 2 Stunden schlief und wieder arbeiten kam. Das ist natürlich keine Normalsituation. Ich bin auf jedenfall sehr dankbar für diesen verständnissvollen Chef, der die Situation zu verstehen versucht, was er ja auch nur kann, weil ich ihm davon erzählte.
Für mich macht es das alles sehr viel erträglicher, wenn ich mir um meinem Job, der mich sehr viel Freude macht, nicht allzusehr sorgen muß.
Liebe Grüße Nikki

Pascale
24.01.02, 17:04
Hi Mel,
diese Krankheit muß niemand angeben. Du gefährdest ja schließlich nicht die Gesundheit anderer und es gibt keine Tätigkeiten, die Du nicht ausführen darfst, außer vielleicht Geschmackstests von neuen Jodsalzsorten.
Fragen beim Vorstellungsgespräch in diese Richtung z.B. darf man immer solange nicht wahrheitsgemäß beantworten, solange eine Krankheit genau die Tätigkeit für die man sich bewirbt dauerhaft ausschließt oder sie andere gefährdet.
Im Zweifelsfalle mal bei den Gewerkschaften nachfragen. (Kannst Du auch ohne Mitglied zu sein) Der Betriebsrat unterliegt auch der Schweigepflicht, wenn Du dir Rat holst.
Für meinen Teil hab ich das recht einfach gelöst (bin ja auch noch keine dieser Hardcore-Hashis): an meinem Monitor prangt ein Zettelchen mit dem Namen der Tabletten die ich nehmen muß. Angesprochen werde ich oft drauf. Und da sag ich eben meinen Teil dazu, daß ich z.B. so vergeßlich bin (was ja auch stimmt) daß ich die Hälfte der Packung in der Handtasche und die Hälfte zuhause aufbewahre, damit ich ja irgendwann dran denke die Tabletten zu nehmen...
Manchmal hilft es an den richtigen Stellen ein paar Worte fallen zu lassen.
Allerdings muß ich eingestehen, daß wir eh ein sehr lockerer Haufen sind, ich es recht einfach habe in meinem Job was den Umgang miteinander angeht, Durchschnittsalter bei uns um die 30 Jahre. Überstunden sind absolut die Regel, jeder arbeitet hart, und wenn ich mich dann mal 2 Stunden irgendwo zurückziehe, weil mir alles zu laut, zu hell, zu stressig ist sagt keiner was. Selbst wenn einer mal am Abend vorher gut gezecht hat (meistens kennt man ja die Anlässe) ist das auch kein Thema wenn derjenige anruft und meint er muß mal einen Tag meditieren :)
Dieses Glück hat nicht jeder, ich weiß, leider.