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Margot
13.12.01, 10:27
Ein Hallo an Alle!
Ich leide seit ca. 6 Jahren an H.T. Seit einem Jahr bin ich auf ein Kombinationspräperat umgestiegen und es ging mir bisher besser.
Ich habe bisher "nur" diese eine Krankheit. Da meine Abwehrkräfte mal wieder sehr geschwächt sind und ich auf der Arbeit mal wieder häufiger ausgefallen bin, bin ich mal wieder am überlegen, den Behindertenstatus zu beantragen. Ich arbeite bei der Behörde, so dass ich mir davon ein wenig mehr verständnis erhoffen würde und langfristig gesehen evtl. noch mehr.
Meine Frage nun an alle. Hat jemand diesen Antrag bereits gestellt? Wenn ja, was kann da auf einen zukommen? Ergeben sich auch evtl. Nachteile?
Ich bitte um Hilfe.
Viele liebe vorweihnachtliche Grüße
Margot

Michael D‘Angelo
13.12.01, 13:30
>Ein Hallo an Alle!
>
>Ich leide seit ca. 6 Jahren an H.T. Seit einem Jahr bin ich auf ein Kombinationspräperat umgestiegen und es ging mir bisher besser.
>
>Ich habe bisher "nur" diese eine Krankheit. Da meine Abwehrkräfte mal wieder sehr geschwächt sind und ich auf der Arbeit mal wieder häufiger ausgefallen bin, bin ich mal wieder am überlegen, den Behindertenstatus zu beantragen. Ich arbeite bei der Behörde, so dass ich mir davon ein wenig mehr verständnis erhoffen würde und langfristig gesehen evtl. noch mehr.
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>Meine Frage nun an alle. Hat jemand diesen Antrag bereits gestellt? Wenn ja, was kann da auf einen zukommen? Ergeben sich auch evtl. Nachteile?
>Ich bitte um Hilfe.
>
>Viele liebe vorweihnachtliche Grüße
>
>Margot
Hallo Margot!
Soviel ich weiß, kriegt man bei Hashimoto keinen Behindertenstatus, weil sie ja offiziell noch die "Macht-Ja-Nichts-Krankheit" ist, wo alle Beschwerden des Patienten, der dann nur unter anderem eben Hashimoto hat, nach herrschender medizinischer Meinung psychosomatisch oder psychologisch oder vegetativ oder hypchondritisch sein dürfen.
Andere Zusammenhänge sind eben noch nicht medizinisch erforscht bzw. stehen nicht in den Lehrbüchern und daher gibt es sie nicht (ich sage immer: darf es sie nicht geben), für die meisten Mediziner jedenfalls (Prof. Hotze ist eine Ausnahme, Gott sei Dank).
Man bekommt bei SD-Krebs und der daraus resultierenden Totaloperation der SD einen Behindertenstatus (bis 40%), aber selbst bei einer Totaloperation bei Hashimoto gibt es sowas nicht, weil es eben nicht Krebs war, und diese OP nicht als Standardbehandlung bei Hashimoto angesehen wird. Vielleicht weiß jemand anderes hier mehr, denn dagegen hätte ich wirklich nichts und es würde mich echt freuen!
Liebe Grüße
Michael D‘Angelo

Gundi
13.12.01, 14:22
>Ein Hallo an Alle!
>
>Ich leide seit ca. 6 Jahren an H.T. Seit einem Jahr bin ich auf ein Kombinationspräperat umgestiegen und es ging mir bisher besser.
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>Ich habe bisher "nur" diese eine Krankheit. Da meine Abwehrkräfte mal wieder sehr geschwächt sind und ich auf der Arbeit mal wieder häufiger ausgefallen bin, bin ich mal wieder am überlegen, den Behindertenstatus zu beantragen. Ich arbeite bei der Behörde, so dass ich mir davon ein wenig mehr verständnis erhoffen würde und langfristig gesehen evtl. noch mehr.
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>Meine Frage nun an alle. Hat jemand diesen Antrag bereits gestellt? Wenn ja, was kann da auf einen zukommen? Ergeben sich auch evtl. Nachteile?
>Ich bitte um Hilfe.
>
>Viele liebe vorweihnachtliche Grüße
>
>Margot
>
>
Hallo Margot!
ich weiss nicht, wie abgesichert dein job bei der behörde ist (beamtin?), aber hast du schon mal dran gedacht, wie schwer es sein könnte (vermutlich auch ist) in zeiten wie diesen mit einem behindertenausweis einen neuen job zu kriegen?
meine firma ist gerade von einer anderen übernommen worden, was mit mir sein wird, weiss ich nicht, aber sollte ich mir eine neue arbeit suchen müssen, wird ein behindertenausweis dem sicher nicht förderlich sein. und verschweigen desselben würde den neuen arbeitgeber zu einer lösung des dienstverhältnisses berechtigen. kein arbeitgeber wird einen mitarbeiter aufnehmen, wo die krankenstände schon "vorprogrammiert" sind; das rennen macht der, der gesünder ist (oder wirkt).
ich weiss nicht, wie die anderen hier denken, aber solange es geht, möchte ich das für mich nicht haben.
liebe grüsse aus wien
gundi

L.Brakebusch
13.12.01, 14:28
Hallo Michael,
Du kannst Dich freuen: die Entfernung der Sd wird mit 30% GdB bewertet. Dann sollten noch alle zusätzlichen Dinge wie Hepatitis, Hypogonado... usw genau angegeben werden, damit der Grad der behinderung festgelegt werden kann (erts ab 50%gdB wird es verwertbar). Für eine normalen Hashimoto Patienten mit Sd ist es dagegen schwierig, weil autoimmune Sd Krankheiten und die Variationsbreite der Beschwerden nicht klassifiziert ist und oft falsch eingeschätzt wird, zumal es ja auch Betroffenen ohne Beschwerden gibt.,
mfg
Leveke Brakebusch

Michael D‘Angelo
13.12.01, 15:53
>Hallo Michael,
>Du kannst Dich freuen: die Entfernung der Sd wird mit 30% GdB bewertet. Dann sollten noch alle zusätzlichen Dinge wie Hepatitis, Hypogonado... usw genau angegeben werden, damit der Grad der behinderung festgelegt werden kann (erts ab 50%gdB wird es verwertbar). Für eine normalen Hashimoto Patienten mit Sd ist es dagegen schwierig, weil autoimmune Sd Krankheiten und die Variationsbreite der Beschwerden nicht klassifiziert ist und oft falsch eingeschätzt wird, zumal es ja auch Betroffenen ohne Beschwerden gibt.,
>mfg
>Leveke Brakebusch
Hallo Leveke!
Ich habe gehört, daß die Entfernung der SD alleine nicht für einen Behindertenausweis ausreicht, sondern daß der Grund für die Entfernung wichtig ist. Irgendwann hat dies mal einer geschrieben, weil das Landratsamt (ist glaube ich dafür zuständig) einen Eintrag verweigerte, weil es keine SD-Entfernung aufgrund von Krebs war (die Ursache spielte hier scheinbar eine Rolle).
Aber vielleicht war dies auch eine falsche Meinung von dem Beamten, ich weiß es nicht.
Wäre echt super, wenn man eine Eintrag bekäme, allerdings wirkt sich steuerlich das ganze erst ab 50 % aus, außer man ist geh- und stehbehindert, da genügen schon 30 % für einen kleinen Freibetrag.

Liebe Grüße
Michael

L.Brakebusch
13.12.01, 16:23
Lieber Michael, in der Tabelle steht "immer bei SD Resektion" (Also Entfernung der SD) je nach Ausmass der Auswirkung auf den Allgemeinzustand 20-40%. Mit den anderen Störungen kommst Du persönlich sicher auf 80%. Im Zweifelsfall: Einspruch erheben. Meist wird der erste Antrag abgelehnt oder nur begrenzt erfüllt.
mit Grüßen aus dem verschneiten KN
Leveke Brakebusch

Michael D‘Angelo
13.12.01, 16:43
>Lieber Michael, in der Tabelle steht "immer bei SD Resektion" (Also Entfernung der SD) je nach Ausmass der Auswirkung auf den Allgemeinzustand 20-40%. Mit den anderen Störungen kommst Du persönlich sicher auf 80%. Im Zweifelsfall: Einspruch erheben. Meist wird der erste Antrag abgelehnt oder nur begrenzt erfüllt.
>mit Grüßen aus dem verschneiten KN
>Leveke Brakebusch
>
Liebe Leveke!
Ich weiß nicht, ob ein Testosteron-Mangel und ein Wachstumshormonmangel neben der totalen Entfernung der SD ein 80 % Behinderung darstellt, aber ich glaube, soviel geben die lieben Beamten mir bestimmt nicht, dafür sehe ich einfach zu gut aus mit meinen 25 kg Übergewicht!
Außerdem befinde ich mir im Schwabenländle, da ist man erst krank oder behindert, wenn man dem Kopf unter dem Arm trägt, wenn man ins Büro des Beamten kommt, ansonsten nicht.
Muß mich mal beim Landratsamt erkundigen, aber ich erinnere mich dumpf, daß irgendjemand schon einmal diesen Antrag bei Totalentfernung bei Hahsi gestellt hat und es zuerst abgelehnt wurde, weil es keine dauernde Behinderung (oder so) darstellte.
Aber mal sehen, wie die schwäbischen Beamten bei mir reagieren.
Liebe herliche Grüßle von einem Behinderten, der gar nicht behindert sein möchte!
Michael D‘Angelo

Monika
13.12.01, 20:17
>Ein Hallo an Alle!
>
>Ich leide seit ca. 6 Jahren an H.T. Seit einem Jahr bin ich auf ein Kombinationspräperat umgestiegen und es ging mir bisher besser.
>
>Ich habe bisher "nur" diese eine Krankheit. Da meine Abwehrkräfte mal wieder sehr geschwächt sind und ich auf der Arbeit mal wieder häufiger ausgefallen bin, bin ich mal wieder am überlegen, den Behindertenstatus zu beantragen. Ich arbeite bei der Behörde, so dass ich mir davon ein wenig mehr verständnis erhoffen würde und langfristig gesehen evtl. noch mehr.
>
>Meine Frage nun an alle. Hat jemand diesen Antrag bereits gestellt? Wenn ja, was kann da auf einen zukommen? Ergeben sich auch evtl. Nachteile?
>Ich bitte um Hilfe.
>
>Viele liebe vorweihnachtliche Grüße
>
>Margot
Hallo Margot! Ich habe vor einem Jahr einen Antrag gestellt, und mir stehen noch heute die Haare zu Berge. Habe mit Bluthochdruck - Tinnitus (30% Hörbehinderung)- Hashimoto - HWS/LWS-Syndrom - Entfernung der Gebärmutter und Netzhautvernarbungen "20 %" bekommen. Könnte doch eigentlich zufrieden sein, oder? -WUT-WUT- Es wurde lediglich das degenerative Wirbelsäulensydrom, der Blutdruck und die operierten Krampfadern (vor ca. 10 Jahren) anerkannt.
Ich zitiere aus dem Schreiben vom Amt: Die Funktionsbeeinträchtigung "SD-UF"
(Hashimoto), Entfernung der Gebärmutter, Hörbehinderung, Ohreigengeräusche, Sehbehinderung ist "keine Behinderung", weil sie keine GdB von wenigstens 10 verursacht. Ich konnte sie daher bei der Beurteilung des Grades der Behinderung nicht berücksichtigen.
Na, möchtest Du es auch versuchen?????? Viiiiiiel Erfolg!!!!!!!!
Liebe Grüße Monika
>
>

Monika
13.12.01, 20:33
>>Ein Hallo an Alle!
>>
>>Ich leide seit ca. 6 Jahren an H.T. Seit einem Jahr bin ich auf ein Kombinationspräperat umgestiegen und es ging mir bisher besser.
>>
>>Ich habe bisher "nur" diese eine Krankheit. Da meine Abwehrkräfte mal wieder sehr geschwächt sind und ich auf der Arbeit mal wieder häufiger ausgefallen bin, bin ich mal wieder am überlegen, den Behindertenstatus zu beantragen. Ich arbeite bei der Behörde, so dass ich mir davon ein wenig mehr verständnis erhoffen würde und langfristig gesehen evtl. noch mehr.
>>
>>Meine Frage nun an alle. Hat jemand diesen Antrag bereits gestellt? Wenn ja, was kann da auf einen zukommen? Ergeben sich auch evtl. Nachteile?
>>Ich bitte um Hilfe.
>>
>>Viele liebe vorweihnachtliche Grüße
>>
>>Margot
>
>
>Hallo Margot! Ich habe vor einem Jahr einen Antrag gestellt, und mir stehen noch heute die Haare zu Berge. Habe mit Bluthochdruck - Tinnitus (30% Hörbehinderung)- Hashimoto - HWS/LWS-Syndrom - Entfernung der Gebärmutter und Netzhautvernarbungen "20 %" bekommen. Könnte doch eigentlich zufrieden sein, oder? -WUT-WUT- Es wurde lediglich das degenerative Wirbelsäulensydrom, der Blutdruck und die operierten Krampfadern (vor ca. 10 Jahren) anerkannt.
>Ich zitiere aus dem Schreiben vom Amt: Die Funktionsbeeinträchtigung "SD-UF"
>(Hashimoto), Entfernung der Gebärmutter, Hörbehinderung, Ohreigengeräusche, Sehbehinderung ist "keine Behinderung", weil sie keine GdB von wenigstens 10 verursacht. Ich konnte sie daher bei der Beurteilung des Grades der Behinderung nicht berücksichtigen.
>Na, möchtest Du es auch versuchen?????? Viiiiiiel Erfolg!!!!!!!!
>Liebe Grüße Monika
P.S. Habe die Hepatitis B noch vergessen.
Sorry, war nicht böse gemeint. Bin nur immer noch wütend, wenn ich meine Unterlagen durchsehe. Wünsche Dir auch eine schöne vorweihnachtliche Zeit.
>
>>
>>
>

Petra U.
14.12.01, 07:00
Hallo Michael,
zuständig für uns hier ist das Versorgungsamt Rottweil.
Als ich vor 10 Jahren meinen Antrag stellte, lief das nur über die ärztlichen Schreiben meiner diversen zuständigen Docs ab. Die sind vom Versorgungsamt angeschrieben worden und ich bekam ohne irgendwas kommentarlos nach ein paar MOnaten einen Behi-Ausweis mit 60%, allerdings wegen der chronischen Polyarthritis und meiner Innenohrschwerhörigkeit, vom Hashi stand nix im Schreiben.
Mittlerweile würde ich wohl nach meinen ganzen Rheuma-OPs mehr Prozente kriegen, allerdings raten alle Ärzte davon ab, einen Höherstufungsantrag zu stellen, weil es auch schon Fälle gegeben hat, wo die zurückgestuft haben. Also warte ich, bis die Verlängerungen abgelaufen sind und gucke, was dann beim Wiederholungsantrag passiert.
Da ich EU berentet bin und nur auf 630,-DM Basis stundenweise schaffe, bringen mir die 60% einen Steuerfreibetrag von 1400,-DM auf der Lohnsteuerkarte ein. Was ich davon allerdings am Ende hab, weiß ich nicht, da ich geringfügig beschäftigt bin.
Zum Thema Schwerbehindertenausweis und neuer Arbeitgeber:
Hab vor ein paar Jahren die Erfahrung gemacht, daß mich nicht mal Ärzte!!!! als Arzthelferin an der Anmeldung einstellen wollten, obwohl ich dafür als Kinderkrankenschwester "überqualifiziert" war und auch schon als Arzthelferin über ein Jahr lang geschafft hatte. Natürlich hat keiner der Herren den GdB oder dAS RheUMA ALS Grund der Absage angegeben, es kamen die fadenscheinigsten Ausreden: überqualifiziert, sie möchten Berufseinsteigern eine Chance geben, ich könne mit meinen Händen ja kein Blut abnhemen etc. Dabei ging es um die Terminvergabe und Telefondienst.....
Also Vorsicht: auch wenn es nicht so sein sollte, es gibt Hindernisse, wenn man dieses Teil hat und verschweigen kann bös ausgehen!
In diesem Sinne frostige Grüße
aus dem wilden Süden
Petra
>Liebe Leveke!
>
>Ich weiß nicht, ob ein Testosteron-Mangel und ein Wachstumshormonmangel neben der totalen Entfernung der SD ein 80 % Behinderung darstellt, aber ich glaube, soviel geben die lieben Beamten mir bestimmt nicht, dafür sehe ich einfach zu gut aus mit meinen 25 kg Übergewicht!
>Außerdem befinde ich mir im Schwabenländle, da ist man erst krank oder behindert, wenn man dem Kopf unter dem Arm trägt, wenn man ins Büro des Beamten kommt, ansonsten nicht.
>
>Muß mich mal beim Landratsamt erkundigen, aber ich erinnere mich dumpf, daß irgendjemand schon einmal diesen Antrag bei Totalentfernung bei Hahsi gestellt hat und es zuerst abgelehnt wurde, weil es keine dauernde Behinderung (oder so) darstellte.
>Aber mal sehen, wie die schwäbischen Beamten bei mir reagieren.
>
>Liebe herliche Grüßle von einem Behinderten, der gar nicht behindert sein möchte!
>
>Michael D‘Angelo
>

Elfi
14.12.01, 12:03
>Ein Hallo an Alle!
>
>Ich leide seit ca. 6 Jahren an H.T. Seit einem Jahr bin ich auf ein Kombinationspräperat umgestiegen und es ging mir bisher besser.
>
>Ich habe bisher "nur" diese eine Krankheit. Da meine Abwehrkräfte mal wieder sehr geschwächt sind und ich auf der Arbeit mal wieder häufiger ausgefallen bin, bin ich mal wieder am überlegen, den Behindertenstatus zu beantragen. Ich arbeite bei der Behörde, so dass ich mir davon ein wenig mehr verständnis erhoffen würde und langfristig gesehen evtl. noch mehr.
>
>Meine Frage nun an alle. Hat jemand diesen Antrag bereits gestellt? Wenn ja, was kann da auf einen zukommen? Ergeben sich auch evtl. Nachteile?
>Ich bitte um Hilfe.
>
>Viele liebe vorweihnachtliche Grüße
>
>Margot
Hallo! Es ist klar, dass es für Berufstätige schwer ist mit einem Behindertenausweis eine Arbeit zu finden. Es gibt aber noch einige öffentliche Unternehmen die ganz gerne Leute mit einem Behindertenausweis eingestellen (Krankenhäuser, Altenheime usw.), weil der Staat dieses unterstützt.
Ein B.-Ausweis ist für die Leute wichtig, die z.B. auf orthopädische Hilfsmittel angewiesen sind. Sie werden dabei vom Versorgungsamt zum Teil finanziell mit unterstützt. Durch den B.-Ausweis haben diese Leute auch die Möglichkeit öffentliche Reiseunternehmen, wie Bahn und Bus, günstig in Anspruch zu nehmen. Dazu gibt es noch eine Ermäßigung in Rundfunk und Fernsehgebühr.
Mir ist auch bekannt, dass die Versorgungsämter, bei der Einteilung der Prozente unterschiedlich arbeiten. In der einen Stadt bekommt man mehr, auf eine Bandscheibe, wie in einem anderen Bezirk. Das dürfte normal nicht sein, wird aber leider gemacht. Eine schöne Adventszeit und ein schönes Weihnachtsfest wünscht Elfi

>
>

Gundi
14.12.01, 13:10
>>Ein Hallo an Alle!
>>
>>Ich leide seit ca. 6 Jahren an H.T. Seit einem Jahr bin ich auf ein Kombinationspräperat umgestiegen und es ging mir bisher besser.
>>
>>Ich habe bisher "nur" diese eine Krankheit. Da meine Abwehrkräfte mal wieder sehr geschwächt sind und ich auf der Arbeit mal wieder häufiger ausgefallen bin, bin ich mal wieder am überlegen, den Behindertenstatus zu beantragen. Ich arbeite bei der Behörde, so dass ich mir davon ein wenig mehr verständnis erhoffen würde und langfristig gesehen evtl. noch mehr.
>>
>>Meine Frage nun an alle. Hat jemand diesen Antrag bereits gestellt? Wenn ja, was kann da auf einen zukommen? Ergeben sich auch evtl. Nachteile?
>>Ich bitte um Hilfe.
>>
>>Viele liebe vorweihnachtliche Grüße
>>
>>Margot
>
>Hallo! Es ist klar, dass es für Berufstätige schwer ist mit einem Behindertenausweis eine Arbeit zu finden. Es gibt aber noch einige öffentliche Unternehmen die ganz gerne Leute mit einem Behindertenausweis eingestellen (Krankenhäuser, Altenheime usw.), weil der Staat dieses unterstützt.
>Ein B.-Ausweis ist für die Leute wichtig, die z.B. auf orthopädische Hilfsmittel angewiesen sind. Sie werden dabei vom Versorgungsamt zum Teil finanziell mit unterstützt. Durch den B.-Ausweis haben diese Leute auch die Möglichkeit öffentliche Reiseunternehmen, wie Bahn und Bus, günstig in Anspruch zu nehmen. Dazu gibt es noch eine Ermäßigung in Rundfunk und Fernsehgebühr.
>Mir ist auch bekannt, dass die Versorgungsämter, bei der Einteilung der Prozente unterschiedlich arbeiten. In der einen Stadt bekommt man mehr, auf eine Bandscheibe, wie in einem anderen Bezirk. Das dürfte normal nicht sein, wird aber leider gemacht. Eine schöne Adventszeit und ein schönes Weihnachtsfest wünscht Elfi
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>>
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hallo elfi,
ich kenns umgekehrt: hier in österreich müssen firmen eine geldbusse leisten, wenn sie nicht, gemessen an der zahl des gesamtbeschäftigten, eine gewisse anzahl behinderter einstellen. von keinem unternehmen in meiner branche habe ich bis jetzt etwas anderes gehört, als dass sie lieber zahlen.
hier in österreich geniesst man ab 60% behinderung besonderen kündigungsschutz, d.h. man kann nur entlassen werden, wenn man was "angestellt" hat. und davor fürchten sich die arbeitgeber; dass sie einen unkündbaren auf der lohnliste haben, der die meiste zeit nicht arbeiten kann oder nicht die volle leistung bringt. und wer während des aufrechten dienstverhältnisses sich einen prozentsatz unter 60 "einhandelt", hat keine guten karten, denn er könnte ja mal 60 oder mehr haben und dann .......
natürlich ist es klar, dass menschen, die geh-, seh-, hörbehindert, geistig behindert sind, diese gesetzliche regelung einfach BRAUCHEN, um halbwegs (über-)leben zu können.
für mich persönlich denke ich mir trotzdem, solange ich irgendwie über die runden komme, bin ich besser dran, ich gelte offiziell als gesund.
MIT behindertenausweis aber OHNE job bin ich aufgeschmissen.
es entspricht leider der realität, wie von firmenleitungen in diesen fällen verfahren wird; ich seh es ja schon seit 25 jahren.
als mein vater damals mit der krebsdiagnose zu seinem chef kam, war dessen erste tat nach diesem besuch, sich um die kündigungsfrist zu erkundigen, weil klar war, dass mein vater für länger ausfallen wird. (es war dann zwar eh egal, weil man ihn gleich nach der ersten chemo pensioniert hat, aber das ist ein fallbeispiel).
liebe grüsse aus dem schweinekalten wien (-14 in der früh)
gundi

Margot
14.12.01, 15:18
Vielen herzlichen Dank für die vielen aufschlussreichen Antworten.
Mal seh`n was ich draus mache?
Viele liebe Grüße
Margot
>Ein Hallo an Alle!
>
>Ich leide seit ca. 6 Jahren an H.T. Seit einem Jahr bin ich auf ein Kombinationspräperat umgestiegen und es ging mir bisher besser.
>
>Ich habe bisher "nur" diese eine Krankheit. Da meine Abwehrkräfte mal wieder sehr geschwächt sind und ich auf der Arbeit mal wieder häufiger ausgefallen bin, bin ich mal wieder am überlegen, den Behindertenstatus zu beantragen. Ich arbeite bei der Behörde, so dass ich mir davon ein wenig mehr verständnis erhoffen würde und langfristig gesehen evtl. noch mehr.
>
>Meine Frage nun an alle. Hat jemand diesen Antrag bereits gestellt? Wenn ja, was kann da auf einen zukommen? Ergeben sich auch evtl. Nachteile?
>Ich bitte um Hilfe.
>
>Viele liebe vorweihnachtliche Grüße
>
>Margot
>
>

Petra U.
15.12.01, 06:45
Hallo Gundi,
auch hier in Deutschland ist das so mit den Firmen: ab einer bestimmten Anzahl Mitarbeiter muß ein Schwerbehinderter dazu, sonst zahlen! Und auch bei uns ist es so, zumindest in den meisten Mittelstandsbetrieben, daß die Firmen lieber zahlen!
Leider verstehen die meisten Menschen unter schwerbehindert immer noch geistige und/ oder körperlich derartige Behinderung, daß man zu nichts mehr in der Lage ist und dauernd krank macht. Kaum einer weiß wirklich, was es eigentlich heißt und bedeutet und daß gerade ein schwerbehinderter Mensch sehr leistungswillig und ausdauernd ist, da er tagtäglich mit seiner Behinderung klarkommen und leben muß.
Man sieht das z.B. immer wieder, wenn die jüngsten Leute mit meist den dicksten Autos frech und frei ohne sich was zu denken auf dem Behi-Parkplatz stehen.
Ich hatte im Frühjahr eine Fuß-OP, bei der 9 von 10 Zehen operiert wurden.
Anschließend brauchte ich für 2 Monate Spezialschuhe, mit denen man sehr schwer aus dem Auto aus-und wieder einsteigen kann.
In der Zeit habe ich derart viel Dummheit erlebt, daß einem schlecht werden könnte! Der Gipfel war die Chefin einer Freundin (ÄRZTIN!!!!!), die frank und frei erzählte, sie parke in der Stadt immer auf den Behindertenparkplätzen. Als meine Freundin sie fragte, ob sie weiß, was sie da tut, meinte sie nur: wenn jemand kommt, dann humpel ich einfach!
Soweit zum Thema Bewußtsein für Behinderte in unserer Gesellschaft.
Der Spruch der Aktion Mensch/ Sorgenkind stimmt schon: was man nicht von vornherein ausgrenzt, das muß man nachher nicht integrieren.
Und behindert ist man nicht, behindert wird man!
Kleine "Anekdote" zum Schluß: Ich hab beim Amt für öffentliche Ordnung angerufen und wollte wissen, ob es eine Sondergenehmigung gibt für meine Zeit nach der OP für einen solchen Behi-Parkplatz:
Das geht nicht und G kriegt nur, wer außerordentlich gehbehindert ist: Rollifahrer oder teilgelähmte oder amputierte und jetzt haltet Euch fest: BLINDE!!! Dieses Gesetz stammt noch aus der Nachkriegszeit, wo es sehr viele Kriegsversehrte gab.
Da wäre doch auch eine Überarbeitung mal angebracht, zumal es sehr viele gehbehinderte Menschen gibt, die nicht dauerhaft auf den Rolli angewiesen sind.
Mensch, jetzt wars doch wieder ein Roman.
Wünsche Euch ein schönes Wochenende
Petra

Monika 2
16.12.01, 04:23
>Ein Hallo an Alle!
>
>Ich leide seit ca. 6 Jahren an H.T. Seit einem Jahr bin ich auf ein Kombinationspräperat umgestiegen und es ging mir bisher besser.
>
>Ich habe bisher "nur" diese eine Krankheit. Da meine Abwehrkräfte mal wieder sehr geschwächt sind und ich auf der Arbeit mal wieder häufiger ausgefallen bin, bin ich mal wieder am überlegen, den Behindertenstatus zu beantragen. Ich arbeite bei der Behörde, so dass ich mir davon ein wenig mehr verständnis erhoffen würde und langfristig gesehen evtl. noch mehr.
>
>Meine Frage nun an alle. Hat jemand diesen Antrag bereits gestellt? Wenn ja, was kann da auf einen zukommen? Ergeben sich auch evtl. Nachteile?
>Ich bitte um Hilfe.
>
>Viele liebe vorweihnachtliche Grüße
>
>Margot
>
>Hallo,
heute bekam Jürgen Bescheid vom Versorgungsamt - 40 %.
Hat immerhin einen steuerlichen Freibetrag von 840,-- DM !!!!!!!! (na ja, besser als gar nichts)zur Folge. Aber nur weil im Bescheid
steht, dass die Behinderung zur einer dauernden Einbuße der körperlichen Beweglichkeit führt.
Als Gründe für die Behinderung stehen im Bescheid:
1. Degenerative Veränderungen insbesondere im Bereich der Hüft-, Knie, Hand und Fingergelenke bei Kalsalzmangel (hatte der
Hausarzt so bescheinigt, wegen der immer wieder auftretenden Schmerzen im Fußbereich, deshalb wohl auch die körperliche
Unbeweglichkeit)
2. Schilddrüsenfunktionsstörung mit Basedow`scher Erkrankung und Doppelbildern
Es muss also auf jeden Fall bei unter 50 % eine Einbuße der körperlichen Beweglichkeit vorhanden sein, damit es eine, wenn
auch geringe, steuerliche Auswirkung hat.
Eine streßfreie Vorweihnachtswoche wünscht Euch allen
Monika

Michael D‘Angelo
16.12.01, 14:01
Hallo Margot!
Hallo,
> heute bekam Jürgen Bescheid vom Versorgungsamt - 40 %.
> Hat immerhin einen steuerlichen Freibetrag von 840,-- DM !!!!!!!! (na ja, besser als gar nichts)zur Folge. Aber nur weil im Bescheid
> steht, dass die Behinderung zur einer dauernden Einbuße der körperlichen Beweglichkeit führt.
>
> Als Gründe für die Behinderung stehen im Bescheid:
>
> 1. Degenerative Veränderungen insbesondere im Bereich der Hüft-, Knie, Hand und Fingergelenke bei Kalsalzmangel (hatte der
> Hausarzt so bescheinigt, wegen der immer wieder auftretenden Schmerzen im Fußbereich, deshalb wohl auch die körperliche
> Unbeweglichkeit)
> 2. Schilddrüsenfunktionsstörung mit Basedow`scher Erkrankung und Doppelbildern
>
> Es muss also auf jeden Fall bei unter 50 % eine Einbuße der körperlichen Beweglichkeit vorhanden sein, damit es eine, wenn
> auch geringe, steuerliche Auswirkung hat.
>
> Eine streßfreie Vorweihnachtswoche wünscht Euch allen
> Monika
Hallo Monika (Nr. 2)!
Wie ich schon sagte: Mit Hashimoto alleine bekommst Du keinen Freibetrag, außer es sind noch andere Körperteile betroffen, besonders die, mit denen Du Dich bewegen kannst.
Das Problem bei den Behörden bzw. auch in der Gesellschaft ist, daß sie automatisch den Begriff "Behinderung" mit Unbeweglichkeit/Steiffheit oder gar mit dem Fehlen Gliedmaßen verbindet.
Eine Behinderung aufgrund von fehlenden Hormonen oder gestörten Hormon- und Immunsystem gibt es nicht bei der Einstufung, weil es nicht so einfach geistig und mental zu verarbeiten ist.
Klar:
(1) Wenn ein Finger weg ist: 10 % Freibetrag
(2) Wenn zwei Finger weg ist: 20 % Freibetrag
(3) Wenn eine Hand weg ist: 40 % Freibetrag
(4) Wenn ein Fuß weg ist: 90 % Freibetrag (mit Geh- und Stehbehinderung)
(5) Wenn man zuwenig Thyroxin oder zuviel Progesteron oder zuwenig/zuviel Testosteron oder zuwenig/zuviel Östrogen im Blut hat, tja, dann sind ja alle Finger, Hände und Füße noch dran. Der kann ja noch laufen! Das ist doch keine Behinderung! Und wenn jemand sagt, er kann vor lauter Gliederschmerzen sich nicht mehr bewegen, tja, daß kann ja jeder sagen, um einen Freibetrag einzuheimsen! Sowas glauben unsere unsere intelligenten Beamten vom Versorgungsamt sofort! Außerdem steht ja nichts in Lehrbüchern, daß man sich mt Hashimoto nicht mehr bewegen kann! Und wenn es nicht in Lehrbüchern steht, dann gibt es diese Krankheit nicht, egal was der Antragsteller sagt.
Nur wenn man jahrelang sich kaum bewegen konnte und dann urplötzlich eine chronische Polyarthitis oder sonstiger sehbarer Beweis für kaputte Gelenke auftritt, dann kriegt man vielleicht etwas, nur nicht soviel (sollte immer unter 50 % bleiben, wegen der Arbeitgeber), denn es ist ja alles noch da, mit dem man sich bewegen kann.
Wie gesagt, nur wenn andere Beweglichkeitsstörungen da sind, gibt es was, bei Hashimoto alleine, egal mit was für Symptomen, gibt es nichts.
Liebe Grüße
Michael D‘Angelo

Riggi
17.12.01, 10:29
Hallo Ihr, hallo Petra,
kleine Anekdote am Rande: eine Freundin meiner Mutter ist auch blind und reist ziemlich viel in der Gegend herum. Immer wieder einmal braucht sie dann jemanden, der sie zum Bahnhof fährt, der in der nächsten Stadt (ca. 15 km) ist. OFt fragt sie dann meine Mutter. Klar, wir helfen ja gerne, kein Problem. Als ich sie einmal zum Bahnhof brachte, weil ich sowieso in diese gegend musste, drückte sie mir ihren Behi-Ausweis in die Hand und meinte, den könne ich behalten, bis sie wiederkommt, da sie ihn ja unterwegs nicht braucht. Ich wollte dann wissen, wieso sie sowas hat, da sie ja gar nicht autofahren kann, WEIL sie blind ist. Antwort: Sie muss so oft gefahren werden, und sie muss ja, aufgrund ihrer Blindheit, immer einen kurzen Weg zum Laden oder wohin auch immer haben. Ich frage mich nur, weshalb. Ich habe den Ausweis übrigens nicht benutzt, so gehfaul bin ich dann doch wieder nicht. Bisher war ich nur ein einziges Mal auf einem Behi-Parkplatz, weil ich in einem Geschäft etwas abgeben musste, und es absolut keine Parklücke gab. Ich war nach 2 Minuten wieder am Auto und im Wegfahren sah ich einen fetten Daimler in die Lücke schießen. Der Mann stieg ganz spritzig aus.
Zweite Anekdote: Mein Opa ist beinamputiert, die Prothese ist irgendwie nicht so doll, er kann sein "Knie" nicht anwinkeln. Also braucht er immer sehr viel Platz, um aus dem Auto auszusteigen. Sie haben extra das Auto umbauen lassen, so daß er auch selbst fahren kann, mit Handgas oder so ähnlich. Jedenfalls bekam er keinen Behi-Park-Ausweis bewilligt. Trotzdem hat er die Plätze benutzt, ging ja schließlich gar nicht anders. Dafür wurde er einmal (WÄHREND DES AUSSTEIGENS, DAS NICHT SEHR ELEGANT AUSSIEHT!!!) auf dem Aldiparkplatz von einer anderen "Parkerin" dermaßen zusammengestaucht, weil er diesen Ausweis nicht hatte. Es war nichts zu machen, er bekam einfach keinen. Die Lösung war dann schließlich, daß er dem VdK beitrat und innerhalb von 5 Wochen hatte er plötzlich einen Parkausweis. Komisch, nicht???
Viele frustrierte Grüße, Riggi