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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Krankenkasse: Überweisungen



Kerstin
04.07.01, 12:17
Liebe Hashis,
isch hab mal a Fraach: wie macht Ihr das mit den Überweisungen zu den Endos/Nuklearmedizinern?
Ich war heute Morgen bei meiner Hausärztin und nun bin ich ziemlich verunsichert. Ich brauche eine neue Überweisung, da ja seit Juli das 3. Quartal angebrochen ist. Nun will ich morgen ja versuchsweise zum Endokinologen nach Köln, dazu brauche ich eine Überweisung an die Endokrinologie. Die Hausärztin guckte mich schief an, weil ich ja bis jetzt die grünen Überweisungszettel für die Behandlung in der NukMed im Aachener Klinikum brauchte. Sie sagte, sie könne mir pro Quartal nur EINE dieser beiden Überweisungen ausstellen, entweder NukMed oder Endo.
Was ist nun, wenn sich rausstellt, daß der Endo nix für mich ist? Dann hab ich die Überweisung verbraten und kann bis zum 4. Quartal warten??? Geplant war ja eigentlich ein Versuch nach dem Motto: ich probier das jetzt aus, wenn der Arzt nix ist, kann ich im Klinikum bleiben und es eventuell woanders nochmal versuchen.
Habt Ihr Ahnung, wie ich das regeln kann?
Viele Grüße
Kerstin

Emi
04.07.01, 13:12
Hallo Kerstin,
wenn du deine Fahnarztschein für Endo verbraucht hast, kann dich der Endo ruhig weiterschicken, wenn du ihm es verkaufen kannst.In neuen Quartal kannst sogar deine Ärzte wechseln.(Fach zu Fach) Nach meine Informationen läuft so auch bei Euch. Dass kennst äh, dass mündige Pat. ist nicht so willkommen. Dem kann nicht alles unterjubelt werden.
Liebe Grüße,
Emi

Kerstin
04.07.01, 14:11
Hallo Emi,
leider kann ich den Arzt NICHT einfach wechseln.
Ich war eben bei meiner Krankenkasse. Wenn ich den Facharztschein für einen Arzt verbraten habe, muß ich dies Quartal bei diesem Arzt bleiben. D.h. ich haben mir für dieses Quartal den Dr. in Köln ans Bein gebunden, ich kann auch nicht mehr ins Klinikum gehen. Wenn ich Glück habe, ist der gut, wenn ich Pech habe, hab ich 3 Monate Stillstand und bekomme bestenfalls mein Thyroxin verschrieben -aber daran gewöhnt man sich als Hashi ja...
Ich bin sauer, echt sauer! Daß ich nach einem vernünftigen Hashi-Arzt eventuell lange suchen muß, damit hab ich mich ja schon arrangiert. Aber dann so ausgebremst zu werden, daß ich nicht mehr im Klinikum behandelt werden kann, wenn ich mich nach einem anderen Arzt umsehen will, daß ich innerhalb von 3 Monaten nur einen Arzt aufsuchen darf und dem dann auch noch "ausgeliefert" bin.
Machen Sie doch einen Termin für Anfang Oktober bei einem anderen Arzt aus, wenn der in Köln nicht gut ist, sagte der Krankenkassenfritze. Klar, rufen sie doch mal an, bei den Endos und Nukmeds, Wartezeiten von 5 Monaten und mehr - das gilt natürlich nur für Kassenpatienten, bei Privatpatienten findet man doch plötzlich morgen früh noch einen freien Termin. Das dürfte aber nicht sein, sagte der Krankenkassenmensch darauf. Ja, dürfte nicht...
Dann kommt der Spruch mit der "medizischen Grundversorgung", die wäre ja immer gewährleistet, also lebensnotwendige Behandlungen wären immer abgesichert. Was ist "lebensnotwendig"? Klar, wir Hashis sterben nicht ohne Thyroxin, Dauermüdigkeit, Depressivität und Muskelschmerzen sind nicht lebensbedrohend. Ist es nicht schön, daß wir nicht sterben müssen?
Ist das irgendwie zu viel verlangt, wenn ich gerne im Klinikum so lange weiterbehandelt werden möchte bis ich hier in der Nähe einen guten niedergelassenen Arzt gefunden habe? Und wenn ich als Kassenpatient nicht andauernd Patient-zweiter-Klasse zu spüren bekommen möchte?
Viele Grüße von
Kerstin, die jetzt holzhacken geht...

nette
04.07.01, 14:17
>Hallo Emi,
>
>leider kann ich den Arzt NICHT einfach wechseln.
>Ich war eben bei meiner Krankenkasse. Wenn ich den Facharztschein für einen Arzt verbraten habe, muß ich dies Quartal bei diesem Arzt bleiben. D.h. ich haben mir für dieses Quartal den Dr. in Köln ans Bein gebunden, ich kann auch nicht mehr ins Klinikum gehen. Wenn ich Glück habe, ist der gut, wenn ich Pech habe, hab ich 3 Monate Stillstand und bekomme bestenfalls mein Thyroxin verschrieben -aber daran gewöhnt man sich als Hashi ja...
>
>Ich bin sauer, echt sauer! Daß ich nach einem vernünftigen Hashi-Arzt eventuell lange suchen muß, damit hab ich mich ja schon arrangiert. Aber dann so ausgebremst zu werden, daß ich nicht mehr im Klinikum behandelt werden kann, wenn ich mich nach einem anderen Arzt umsehen will, daß ich innerhalb von 3 Monaten nur einen Arzt aufsuchen darf und dem dann auch noch "ausgeliefert" bin.
>
>Machen Sie doch einen Termin für Anfang Oktober bei einem anderen Arzt aus, wenn der in Köln nicht gut ist, sagte der Krankenkassenfritze. Klar, rufen sie doch mal an, bei den Endos und Nukmeds, Wartezeiten von 5 Monaten und mehr - das gilt natürlich nur für Kassenpatienten, bei Privatpatienten findet man doch plötzlich morgen früh noch einen freien Termin. Das dürfte aber nicht sein, sagte der Krankenkassenmensch darauf. Ja, dürfte nicht...
>
>Dann kommt der Spruch mit der "medizischen Grundversorgung", die wäre ja immer gewährleistet, also lebensnotwendige Behandlungen wären immer abgesichert. Was ist "lebensnotwendig"? Klar, wir Hashis sterben nicht ohne Thyroxin, Dauermüdigkeit, Depressivität und Muskelschmerzen sind nicht lebensbedrohend. Ist es nicht schön, daß wir nicht sterben müssen?
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>Ist das irgendwie zu viel verlangt, wenn ich gerne im Klinikum so lange weiterbehandelt werden möchte bis ich hier in der Nähe einen guten niedergelassenen Arzt gefunden habe? Und wenn ich als Kassenpatient nicht andauernd Patient-zweiter-Klasse zu spüren bekommen möchte?
>
>Viele Grüße von
>Kerstin, die jetzt holzhacken geht...
>
>
>
Bitte sag mir doch, welcher Arzt in Köln schlecht war, damit ich den schon einmal ausschließen kann. Vielleicht der Endokrinologe auf der Schildergasse, da war ich auch unzufrieden. Bin jetzt bei einer nuklearmedizinischen Praxis (keine Angst, das hat nichts mit Bestrahlung zu tun) und fühle mich da ganz gut betreut. Wenn du auch in Köln suchst, kann ich dir Namen sagen.
nette

Kerstin
04.07.01, 15:24
Hallo nette,
ich habe morgen erst den Termin bei dem Endo Dr. Deuß auf der Weißhausstr. Ich kann Dir deswegen erst morgen berichten, wie er ist :-)
Bei dem auf der Schildergasse gabs erst wieder Termine 2002 (!!!) - natürlich nur für Kassenpatienten, Privatpatienten kommen schon innerhalb einer Woche dran! Da will ich auch 2002 nicht hin!
Generell suche ich einen guten Arzt eher im Raum Bonn statt Köln oder halt Aachen, dort studiere ich noch
Viele Grüße
Kerstin

Monique
05.07.01, 11:39
Grüß Gott Kerstin,
Anfang des Jahres wurde bei mir eine Nierenkrankheit festgestellt - ich war zunächst innerhalb einigen Wochen bei 3 verschiedenen Urologen (wollten nur wegoperieren) und landete dann bei einem Nephrologen (sagte, daß Operation Unsinn ist).
Für den 1. Urologe hatte ich eine Überweisung meines Internisten, bei den anderen habe ich die Termine ohne Überweisung vereinbart, und nur meine Kassenkarte vorgelegt.
Die Kasse hatte ich vorher nicht gefragt und habe von ihr gar nichts gehört.
Nur zur Anregung
Viele Grüße
Monique

Petra M.
05.07.01, 12:03
Hallo Kerstin,
du kannst jederzeit im Quartal den Arzt (auch innerhalb des gleichen Fachgebietes) wechseln, auch ohne Überweisungsschein (Auskunft meiner Kasse). Es kommt ja immer wieder mal vor, das mensch mit einem anderen mensch (hier Arzt) nicht kann.Die Kassen sehen das zwar nicht gerne (deshalb auf direkte Anfrage bei einigen besonders garstigen Kassen die nicht wahrheitsgemässe Antwort: Nein, das ginge nicht), sagen aber nichts, wenn es nicht die Regel wird. Dabei brauchst du nur deine Versichertenkarte vorzulegen.
Ob du dich aber im Klinikum auf Versichertenkarte behandeln lassen kannst, oder nur mit Überweisungsschein, kann ich dir nicht sagen, da das anderen Regeln unterliegt. Einen zweiten Endokrinologen kannst du jedenfalls bei Bedarf aufsuchen.
Gruss Petra
>Liebe Hashis,
>
>isch hab mal a Fraach: wie macht Ihr das mit den Überweisungen zu den Endos/Nuklearmedizinern?
>Ich war heute Morgen bei meiner Hausärztin und nun bin ich ziemlich verunsichert. Ich brauche eine neue Überweisung, da ja seit Juli das 3. Quartal angebrochen ist. Nun will ich morgen ja versuchsweise zum Endokinologen nach Köln, dazu brauche ich eine Überweisung an die Endokrinologie. Die Hausärztin guckte mich schief an, weil ich ja bis jetzt die grünen Überweisungszettel für die Behandlung in der NukMed im Aachener Klinikum brauchte. Sie sagte, sie könne mir pro Quartal nur EINE dieser beiden Überweisungen ausstellen, entweder NukMed oder Endo.
>Was ist nun, wenn sich rausstellt, daß der Endo nix für mich ist? Dann hab ich die Überweisung verbraten und kann bis zum 4. Quartal warten??? Geplant war ja eigentlich ein Versuch nach dem Motto: ich probier das jetzt aus, wenn der Arzt nix ist, kann ich im Klinikum bleiben und es eventuell woanders nochmal versuchen.
>Habt Ihr Ahnung, wie ich das regeln kann?
>
>Viele Grüße
>Kerstin

Kerstin
05.07.01, 13:02
Hallo Petra,
leider hat auch das dem Gespräch mit der Krankenkasse nichts anderes ergeben: falls der Arzt nur auf Überweisung arbeitet, dann ist nix mit Wechseln innerhalb eines Quartals. Da die Endos allesamt nur auf Überweisung arbeiten, und ich aber nur eine Überweisung pro Quartal für einen Endo bekomme, kann ich auch nicht wechseln :-(
Nur bei Ärzten, die auf Versichertenkarte arbeiten, kann ich so viel wechseln wie ich will.
Krankenhäuser arbeiten ambulant mit sog. "grünen" Überweisungsscheinen, da kann man ohne Schein nicht mal guten Tag sagen.
Naja, der Termin heute morgen ist sowieso ausgefallen, also werde ich meine Endo-Überweisung wieder in einen grünen Schein umwandeln :-/+
Viele GRüße
Kerstin