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Rudi
18.06.01, 09:05
Hallo, bei mir wurde im April 2000 eine Hashimoto festgestellt. Die Symptome: Müdigkeit, verschwollene Tränensäcke, Kälteempfindlichkeit und erhöhtes Schlafbedürfnis. Dazu hatte ich etwa 4-5 kg zugenommen, was mich nicht störte, denn ich war schon immer sehr schlank. Die erste Blutuntersuchung ergab zu T4:0,23 T3 2,3 und TSH :26,4. Eine Woche später wurde eine Ultraschalluntersuchung gemacht, die eine Vergrößerung der SD und einen Knoten ergab. Die Blutwerte verschlechterten sich in dieser Woche auf fT4:0,53 und TSH 142,2!!! Die mir verordneten Tabletten (Thyrex 0,1 ein mal tägl.)haben sehr rasch geholfen. Dazu habe ich mich mit alternativen Methoden behandelt: Homöophatie (Glandulae Thyreoideae D4), Edelsteine und Reiki (Usui System der natürlichen Heilung). Einige Monate später hatte ich das Gefühl zu viele SD Hormone zu haben und verringerte die Dosis der Thyrex auf eine dreiviertel Tablette. Da ich noch immer das Gefühl hatte, zu viele Hormone zu haben, machte ich eine neue Blutuntersuchung, die ergab daß meine Werte im oberen Bereich lagen. Der Arzt sagte ich solle nur noch eine halbe Tablette nehmen und ordnete eine neue Ultraschalluntersuchung an, die ergab daß die SD normal groß ist und auch der Knoten war verschwunden. 3 Monate weitere Monate lang ging es mir mit nur einer halben Tablette gut, aber dann hatte ich wieder deutliche Symptome einer Unterfunktion. Ich erhöhte auf 1 Tabl. tägl., als das nicht geholfen hat, auf eineinhalb, dann auf 2 und schließlich war ich schon auf 3. Die Untersuchung ergab, zu viele SD Hormone und zu wenig TSH. Ich hatte aber weiterhin alle Symptome einer Unterfunktion, inklusive der Gewichtszunahme. Das ist mir völlig rätselhaft! Sind die Hormone in Tablettenform nicht gleich gut wie die von der SD erzeugten? Warum haben sie monatelang geholfen und später nicht mehr? Ich habe dann wieder auf eine Tabl. tägl. reduziert und wieder vermehrt mit alternativen Methoden gearbeitet. In moment geht es mir wieder relativ gut. Meine Meinung ist daß die Schulmedizin den Fehler macht den Menschen als eine Maschine zu sehen, die man in einzelne Teile zerlegt. Jede Autoimmunkrankheit wird als eine eigene Krankheit gesehen. Ich glaube aber daß es nur eine einzige Autoimmunkrankheit (Immunsystem verliert die Fähigkeit zwischen Freund und Feind zu unterscheiden) gibt, die sich in verschiedene Symptome äußert. Bei mir greifen die Antikörper auch die Leber an (leicht erhöhte Werte), die Gelenke der Daumen u.s.w., aber das ist so leicht, daß es noch kein Problem ist. Ich glaube die Bereitschaft für Autoimmunkrankheiten vererbt wird, hängt von versch. Lebensumständen ab. Bei mir ist die Hashimoto ausgebrochen, als ich gerade eine Schwermetallausleitung (Amalgam/Quecksilber) mit homöophatischen Mittel machte. Bei einer Ausleitung werden die eingelagerten Schwermetalle, bevor sie ausgeschieden werden, ausgeschwemmt. Das kann vorübergehend zu Vergiftungserscheinungen führen. Wer mal Edelsteintherapie ausprobieren möchte, die besten Erfahrungen machte ich mit der Kombination, Fluorit, Sugilith und Peridot.
Grüße Rudi

Michael D‘Angelo
18.06.01, 16:17
Hallo Rudi!
Hier ist Michael D‘Angelo, ebenfalls männlichen Geschlechts mit Hashimoto, allerdings zur Zeit ohne eine eigene Schilddrüsen zu haben, die zerstört werden kann.

Du schriebst:
"Hallo, bei mir wurde im April 2000 eine Hashimoto festgestellt. Die Symptome: Müdigkeit, verschwollene Tränensäcke, Kälteempfindlichkeit und erhöhtes Schlafbedürfnis. Dazu hatte ich etwa 4-5 kg zugenommen, was mich nicht störte, denn ich war schon immer sehr schlank."
=> Typisch für eine Hashimoto in der Anfangsphase, auch wenn man noch keine nachweisbare Unterfunktion hat.
"Die erste Blutuntersuchung ergab zu T4:0,23 T3 2,3 und TSH :26,4."
=> T4 zu niedrig vermutlich (bitte im die Maßeinheiten mit angeben, da sie häufig in unterschiedlicher Form vom Labor kommen, meistens ng/ml oder nnmol/l)
T3 scheint normal, allerdings weiß ich die Maßeinheiten nicht!
TSH ist viel zu hoch!
Ergebnis: Klassische Unterfunktion!
"Eine Woche später wurde eine Ultraschalluntersuchung gemacht, die eine Vergrößerung der SD und einen Knoten ergab."
=> Könnte ein Jodmangelstruma oder auch Hashimoto sein!
"Die Blutwerte verschlechterten sich in dieser Woche auf fT4:0,53 und TSH 142,2!!! Die mir verordneten Tabletten (Thyrex 0,1 ein mal tägl.)haben sehr rasch geholfen. Dazu habe ich mich mit alternativen Methoden behandelt: Homöophatie (Glandulae Thyreoideae D4), Edelsteine und Reiki (Usui System der natürlichen Heilung)."
=> Ich vermute mal, daß das Thyroxin die meiste Wirkung gezeigt hat, Homöopathie ganz gut zur Unterstützung, Edelsteine und Reiki sind nur für die Psyche da und machen nach meiner Ansicht nach nichts an der Schilddrüsen (habe es auch schon probiert, spreche deshalb aus Erfahrung, weil meine Tante ne Reiki-Meisterin ist).
"Einige Monate später hatte ich das Gefühl zu viele SD Hormone zu haben und verringerte die Dosis der Thyrex auf eine dreiviertel Tablette. Da ich noch immer das Gefühl hatte, zu viele Hormone zu haben, machte ich eine neue Blutuntersuchung, die ergab daß meine Werte im oberen Bereich lagen. Der Arzt sagte ich solle nur noch eine halbe Tablette nehmen und ordnete eine neue Ultraschalluntersuchung an, die ergab daß die SD normal groß ist und auch der Knoten war verschwunden."
=> Warst Du beim selben Arzt oder war die zweite Messung irgendwo anders? Daß die vergrößerte Schilddrüsen kleiner wird, kommt häufig vor (klassisches Jodmangestruma), aber Knoten können normalerweise nicht so einfach verschwinden, denn sie bestehen, im Gegensatz zu Zysten, nicht aus einer wässrigen Lösung, sondern aus festen Bestandteilen (Kollogen, Bindegewebe, tote Zellen etc). Der verschwundene Knoten war wohl ne Zyste, wenn er wirklich verschwunden sein sollte. Machmal muß man genauer suchen, um diese wieder zu finden.
"3 Monate weitere Monate lang ging es mir mit nur einer halben Tablette gut, aber dann hatte ich wieder deutliche Symptome einer Unterfunktion. Ich erhöhte auf 1 Tabl. tägl., als das nicht geholfen hat, auf eineinhalb, dann auf 2 und schließlich war ich schon auf 3. Die Untersuchung ergab, zu viele SD Hormone und zu wenig TSH."
=> Deine Schilddrüsen schüttet nicht die richtige Menge an Thyroxin aus, so scheint es. Was die Ursache ist, kann ich nicht sagen, aber es könnte auch eine Hypophysenstörung vorliegen, denn diese Hirnanhangdrüse steuert das ganze endokrine System und eben auch die Schilddrüse.
Welche SD-Hormone wurden denn genommen? Am besten wäre es, alle SD-Hormone zu nehmen, also T3 und T4, FT3 und FT4. Nur so sieht man genau, ob die Ober- oder Unterfunktion an einem Thyroxinmangel liegt oder vielleicht Umwandlungsprobleme des Thyroxins vorliegen können oder vielleicht ganz andere Probleme dahinter stecken, die man eben nicht mit einem reinen Thyroxinmangel erklären kann!
"Ich hatte aber weiterhin alle Symptome einer Unterfunktion, inklusive der Gewichtszunahme. Das ist mir völlig rätselhaft!"
=> Vor diesem Rätsel stehen viele Ärzte und Erkrankte, aber bitte nicht gleich das Rätsel aufgeben, denn es geht hier um Deine Gesundheit!
"Sind die Hormone in Tablettenform nicht gleich gut wie die von der SD erzeugten?"
=> Sie sollten identisch mit den natürlichen Hormonen sein und sollten auch gleich wirken. Aber bei vielen Erkrankten wirken sie aber häufig anders als die natürlichen Hormone, denn sie synthetisch hergestellt und sind an Salze gebunden sind, was nicht natürlich ist.
"Warum haben sie monatelang geholfen und später nicht mehr?"
=> Du mußt aufpassen, denn auch als Mann hat "mann" mehr Hormone im Blut, als "mann" so denkt. Häufig tritt mit einer Schilddüsenunterfunktion auch ein Testosteron-Mangel mit auf, der extra konrolliert werden sollte und die gleichen Symptome teilweise zeigt, wie eine Schilddrüsenunterfunktion!
Außerdem würde ich unbedingt mal eine TRH-Test machen lasen, wo die Hypophyse überprüft wird (allerdings nur die Grobsteuerung kann hier getestet werden, sozusagen, ob die Hypophyse noch auf TRH (Hypothalamus-Hormon) reagiert) und ob das Hypophysenhormone Prolaktin (Milchbildungshormon, was beim Mann keine große Bedeutung hat) zu hoch ist, was machmal auch vorkommt, wenn man merkt, daß die Schilddrüsen spinnt.
"Ich habe dann wieder auf eine Tabl. tägl. reduziert und wieder vermehrt mit alternativen Methoden gearbeitet. In moment geht es mir wieder relativ gut. Meine Meinung ist daß die Schulmedizin den Fehler macht den Menschen als eine Maschine zu sehen, die man in einzelne Teile zerlegt. Jede Autoimmunkrankheit wird als eine eigene Krankheit gesehen. Ich glaube aber daß es nur eine einzige Autoimmunkrankheit (Immunsystem verliert die Fähigkeit zwischen Freund und Feind zu unterscheiden) gibt, die sich in verschiedene Symptome äußert."
=> Nein, langsam, nicht alles in einen Topf schmeißen! Autoimmunerkrankungen ist ein Obergriff, wo der Körper nicht weiß, was Freund und Feind ist. Aber man kann die Weißfleckenkrankheit der Haut (Vitiligo, d.h. die Melatoninzellen werden vom Körper durch Antikörperbildung zerstört) sehr gut von der Zuckerkrankheit (Diebetes Melitus, d.h. die Langhanschen Insel werden durch Aks zerstört) unterschieden. Daher sind Autoimmunerkrankungen nicht gleich Autoimmunerkrankung. Vielleicht liegt in einem bestimmten Bereich der Gene die Veranlagung bestimmte Autoimmunerkrankungen zu bekommen, aber dies weiß man noch nicht genau (nur eine Vermutung) und hier spielt die Umwelt eine sehr sehr gewichtige Rolle beim Ausbruch einer Autoimmunerkrankung (ist liegt bei Autoimmunerkrankten kein genetischer Defekt, sondern man spricht von einer "genetischen Prädisposition", also man kann die Erkrankung bekommen, muß aber nicht)!

Michael D‘Angelo
18.06.01, 16:18
Fortsetzung:
"Bei mir greifen die Antikörper auch die Leber an (leicht erhöhte Werte), die Gelenke der Daumen u.s.w., aber das ist so leicht, daß es noch kein Problem ist."
=> Nein, also dies ist höchstwahrscheinlich falsch von Dir gedacht. Die Autoimmun-Antikörper sind, nach jetzigen wissenschaftlichen Kenntnis, organspezifische, d.h. die SD-Antikörper greifen nur die Schilddrüse an, kein anderes Organ (vielleicht eine Ausnahme bei Morbus Basedow, wo man nicht weiß, ob die TRAKs direkt der Auslöser für endokrine Orbitopathie sind oder nicht). Deine Leber wird also nach dem jetzigen medizinischen Wissen nicht von den Schilddrüsenantikörper gestört oder zerstört (schon mal Ultraschall der Leber machen lassen?), sondern dies ist höchstwahrscheinlich nur ein Symptom der gestörte Schilddrüsenfunktion. Weil der Kohlenhydratstoffwechsel durch den Mangel/Überschuß an Thyroxin gestört ist, ist auch der Fettstoffwechsel der Leber massiv gestört und es zeigen sich massive Leberwertveränderung.
Wenn dies noch keine eigenständige Autoimmunerkrankung sein sein sollte(Chronische aktive Autoimmunhepatits = CAAH, wobei hier extra Antikörper bestimmt werden müssen und natürlich die Leber schallen), dann ist es nur ein Symptom des ganzen gestören Stoffwechsel in Dir, was sehr sehr viele haben, aber ebenso sehr sehr viele Ärzte nicht verstehen bzw. kapieren aufgrund mangelnden Wissen, was viele Ärzte aber nicht zugeben können.
"Ich glaube die Bereitschaft für Autoimmunkrankheiten vererbt wird, hängt von versch. Lebensumständen ab. Bei mir ist die Hashimoto ausgebrochen, als ich gerade eine Schwermetallausleitung (Amalgam/Quecksilber) mit homöophatischen Mittel machte. Bei einer Ausleitung werden die eingelagerten Schwermetalle, bevor sie ausgeschieden werden, ausgeschwemmt. Das kann vorübergehend zu Vergiftungserscheinungen führen. Wer mal Edelsteintherapie ausprobieren möchte, die besten Erfahrungen machte ich mit der Kombination, Fluorit, Sugilith und Peridot."
=> Diese homöopathische und biochemische Ausleitung des Quecksilbers aus dem Körper habe ich auch schon mal gemacht, hat aber nichts gebracht. Aber Amalgam (das Lieblingstherapie-Objekt vieler Heilpraktiker) ist auch nicht an jeder Erkrankung Schuld, geschweige denn, bei der Entfernung aller Amalgam-Blomben würde die Krankheit verschwinden. Unzähligen hat man mit höchsten Kostenaufwand, der in 95 % der Fällen nicht von der Krankenkasse gezahlt wurde, das Amalgam entfernt und die einzige positive Wirkung dieser Zahnsanierung sah man beim Zahnarzt bzw. dessen guter Einnahme-Überschußrechnung.
Heilen mit Steinen mag vielleicht eine kurzfristige Wirkung haben bei denen, die daran glauben und darauf hoffen, aber mittel- und langsfristig hilft so etwas nicht bei Stoffwechsel-/Hormon- und Immunsystemstörungen. Für mich stellt es nur eine besondere Art von Selbsthypnose bzw. Selbsttäuschung dar, da man Tatsachen einfach irgendwie verdrängt.
Liebe Grüße
Michael D‘Angelo