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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Endotermin gestern... DANKE



Claudia
13.06.01, 09:26
Hallo Ihr,
danke für die Erklärungen zu Hashimoto. Hab mir die Sachen ausgedruckt und mitgenommen. Das hat meinen Arzt ein bisschen in Panik versetzt, aber auch dazu geführt, dass er mir noch mal alles genau erklärt hat. Aufgrund der PMS-Diagnose wurde bei mir mit Depotspritzen (Dekapeptyl) die Hormonproduktion der Eierstöcke auf Null runtergefahren. Zum Ausgleich für die fehlenden Hormone nehme ich täglich und ohne Pause Chlormadinon 2mg und Progynova mite ein. Diese Therapie macht es erforderlich 1x im Jahr die Leberwerte zu überprüfen und regelmässig auch die Schilddrüsenhormone zu bestimmen. Dabei hat sich bislang ein Verdacht auf Hashi ergeben. Ich habe erhöhte Antikörper (TPO, TRAK und TG). Bislang waren die aber noch nicht so schlimm, dass die Gabe von SD-Hormonen nötig gewesen wären. Gestern nun habe ich argumentiert, dass die Hormone der SD doch nicht abgekoppelt vom restlichen Hormonhaushalt gesehen werden können und ich deshalb eine neue Blutuntersuchung gemacht bekommen möchte, wo fT3 und fT4 und alle anderen Werte bestimmt werden sollen!!! Da gab es kein wirkliches Gegenargument mehr und ich habe Blut abgegeben. Ausserdem haben sie mir noch mehr Blut abgezapft um nochmal die anderen Hormone zu checken, weil Akne, Bartwuchs usw. schlimmer und schlimmer werden. Vorsorglich soll ich nun die Menge von Chlormadinon verdoppeln. Das muss dann binnen kurzer Zeit zu einer Besserung führen. Falls nicht, dann gibt mir der neue Hormonspiegel hoffentlich Aufschluss über die weitere Vorgehensweise. Die Nebenwirkungen sind ja nicht so einfach zu vernachlässigen...
Nichtsdestotrotz bin ich am Überlegen, ob ich wegen der Hashi-Sache nicht noch einen anderen Arzt aufsuchen soll. Die Endo-Abt. in der ich regelmässig bin, ist in der Uni-Frauenklinik. Von Benita aber weiss ich, dass es auch eine Endo-Abt. in der Inneren Medizin der Uni-Klinik Erlangen gibt. Meine Endo und die dort haben wegen mir zwar schon Kontakt aufgenommen, aber vielleicht bringt das mehr, wenn ich mich selber kümmere. Andererseits will ich auch nicht als Hypochonder dastehen, falls der Verdacht auf Hashi sich nun doch nicht erhärtet. Ich werde wohl mal die Ergebnisse abwarten und dann entscheiden.
Schlimm ist für mich halt, dass ich einmal mehr gemerkt habe, dass ich wohl immer und immer mein Leben komplett kontrollieren muss, damit diese ganzen Sachen nicht eskalieren. Ich halte mir vor Augen, dass ich bis vor 3 Jahren garnicht wusste dass ich PMS habe und von allen Ärzten als "Reif für die Klapse" abgestempelt wurde. So gesehen bin ich doch ein ganzes Stück weitergekommen. Aber ich sage Euch, es ist soooooo anstrengend und manchmal habe ich einfach keine Kraft mehr. Aber auch da erzähle ich Euch wohl nix Neues. Das wird Euch sicher auch öfter so gehen. Trotzdem muss das mal raus aus mir, auch wenn ich einen tollen Mann habe, der mich dann immer wieder auffängt.
Für Eure Hilfe will ich nochmal Danke sagen.
Vielleicht gehöre ich in 5-6 Wochen dann auch zum Club der Hashis.
Bis dann.
Claudia

helga
13.06.01, 09:50
Hallo Claudia, toll dass du jetzt therapiert wirst was die gynäkologische Seite betrifft. Habe ich das richtig gelesen, dass du beide AK (TPO - Hashimoto, TRAK - Basedow) hast? Hashimoto führt zur Auflösung der SD u. führt daher überwiegend zu einer Unterfkt. wenn nicht substiutiert wird, Basedow dagegen würde eine Überfkt. auslösen. Es kann auch durchaus sein, dass deine Hormonwerte bei Hashi jetzt noch passen, weil deine SD noch ausreichend produzieren kann, aber halbjährliche Kontrollen wären schon sinnvoll um nicht in eine Unterfkt. zu rutschen bzw. rechtzeitig mit der Hormoneinnahme zu beginnen.
Alles Gute, helga
>Hallo Ihr,
>danke für die Erklärungen zu Hashimoto. Hab mir die Sachen ausgedruckt und mitgenommen. Das hat meinen Arzt ein bisschen in Panik versetzt, aber auch dazu geführt, dass er mir noch mal alles genau erklärt hat. Aufgrund der PMS-Diagnose wurde bei mir mit Depotspritzen (Dekapeptyl) die Hormonproduktion der Eierstöcke auf Null runtergefahren. Zum Ausgleich für die fehlenden Hormone nehme ich täglich und ohne Pause Chlormadinon 2mg und Progynova mite ein. Diese Therapie macht es erforderlich 1x im Jahr die Leberwerte zu überprüfen und regelmässig auch die Schilddrüsenhormone zu bestimmen. Dabei hat sich bislang ein Verdacht auf Hashi ergeben. Ich habe erhöhte Antikörper (TPO, TRAK und TG). Bislang waren die aber noch nicht so schlimm, dass die Gabe von SD-Hormonen nötig gewesen wären. Gestern nun habe ich argumentiert, dass die Hormone der SD doch nicht abgekoppelt vom restlichen Hormonhaushalt gesehen werden können und ich deshalb eine neue Blutuntersuchung gemacht bekommen möchte, wo fT3 und fT4 und alle anderen Werte bestimmt werden sollen!!! Da gab es kein wirkliches Gegenargument mehr und ich habe Blut abgegeben. Ausserdem haben sie mir noch mehr Blut abgezapft um nochmal die anderen Hormone zu checken, weil Akne, Bartwuchs usw. schlimmer und schlimmer werden. Vorsorglich soll ich nun die Menge von Chlormadinon verdoppeln. Das muss dann binnen kurzer Zeit zu einer Besserung führen. Falls nicht, dann gibt mir der neue Hormonspiegel hoffentlich Aufschluss über die weitere Vorgehensweise. Die Nebenwirkungen sind ja nicht so einfach zu vernachlässigen...
>Nichtsdestotrotz bin ich am Überlegen, ob ich wegen der Hashi-Sache nicht noch einen anderen Arzt aufsuchen soll. Die Endo-Abt. in der ich regelmässig bin, ist in der Uni-Frauenklinik. Von Benita aber weiss ich, dass es auch eine Endo-Abt. in der Inneren Medizin der Uni-Klinik Erlangen gibt. Meine Endo und die dort haben wegen mir zwar schon Kontakt aufgenommen, aber vielleicht bringt das mehr, wenn ich mich selber kümmere. Andererseits will ich auch nicht als Hypochonder dastehen, falls der Verdacht auf Hashi sich nun doch nicht erhärtet. Ich werde wohl mal die Ergebnisse abwarten und dann entscheiden.
>Schlimm ist für mich halt, dass ich einmal mehr gemerkt habe, dass ich wohl immer und immer mein Leben komplett kontrollieren muss, damit diese ganzen Sachen nicht eskalieren. Ich halte mir vor Augen, dass ich bis vor 3 Jahren garnicht wusste dass ich PMS habe und von allen Ärzten als "Reif für die Klapse" abgestempelt wurde. So gesehen bin ich doch ein ganzes Stück weitergekommen. Aber ich sage Euch, es ist soooooo anstrengend und manchmal habe ich einfach keine Kraft mehr. Aber auch da erzähle ich Euch wohl nix Neues. Das wird Euch sicher auch öfter so gehen. Trotzdem muss das mal raus aus mir, auch wenn ich einen tollen Mann habe, der mich dann immer wieder auffängt.
>Für Eure Hilfe will ich nochmal Danke sagen.
>Vielleicht gehöre ich in 5-6 Wochen dann auch zum Club der Hashis.
>Bis dann.
>Claudia

Kerstin
13.06.01, 10:54
Hallo Claudia,
wegen Deiner Akne und dem vermehrten Haarwuchs (ganz ab von Hashimoto): nimmst Du die Pille? Wenn ja, welche?
Ich nehme seit einigen Jahren die Diane 35, die ist normalerweise genau bei Deinen Problemen angebracht: vermehrter Haarwuchs, Akne, Androgynitätserscheinungen... und gar nicht für die Empfängisverhütung :-)
Ich hatte zwar nie solche Probleme, aber die wenigen Pickelchen die ich hatte, sind davon auch fast verschwunden.
Desweiteren hat sich mein Allgemeinbefinden damals rapide gebessert als ich von Marvelon zu Diane gewechselt habe (leider vor Hashi)- ich fühlte mich befreiter und weniger depressiv, zugegebenermaßen wurde ich auch launischer, nach Zyklus halt.
Vielleicht würde es Dir zumindest für die gynäkologischen Probleme helfen, die Pille zu nehmen oder ggf. zu wechseln.
Alles Gute für Dich
Kerstin

Claudia
15.06.01, 11:01
>Hallo Claudia,
>
>wegen Deiner Akne und dem vermehrten Haarwuchs (ganz ab von Hashimoto): nimmst Du die Pille? Wenn ja, welche?
>
>Ich nehme seit einigen Jahren die Diane 35, die ist normalerweise genau bei Deinen Problemen angebracht: vermehrter Haarwuchs, Akne, Androgynitätserscheinungen... und gar nicht für die Empfängisverhütung :-)
>Ich hatte zwar nie solche Probleme, aber die wenigen Pickelchen die ich hatte, sind davon auch fast verschwunden.
>Desweiteren hat sich mein Allgemeinbefinden damals rapide gebessert als ich von Marvelon zu Diane gewechselt habe (leider vor Hashi)- ich fühlte mich befreiter und weniger depressiv, zugegebenermaßen wurde ich auch launischer, nach Zyklus halt.
>Vielleicht würde es Dir zumindest für die gynäkologischen Probleme helfen, die Pille zu nehmen oder ggf. zu wechseln.
>
>Alles Gute für Dich
Hallo Kerstin,
habe die Diane 35 schon hinter mir. Sogar in Kombination mit Androcur, die nochmal das gleiche Hormon in Höherer Dosis hat, wie die Diane. Solange meine Eierstöcke noch selbständig gearbeitet haben, hat das nur kurz Linderung gebracht und wurde dann wieder schlimmer. Dieses Phänomen hatte ich bis jetzt immer. Jetzt habe ich keinen Zyklus mehr, weil ich die Hormone immer einnehme. Dass das mit der Akne und dem Bartwuchs eskaliert ist, hat vielleicht mit meinem Urlaub auf Föhr zu tun. Da konnte ich zusehen, wie alles noch schlimmer wurde. Jetzt klingt alles wieder etwas ab. Naja. Mal sehen, was sich noch so tut. Vielleicht hat das doch mit Hashi zu tun und ich reagiere wg. PMS auf die Hashi-Symptome schneller als andere, die eben kein PMS haben ?
Danke für die guten Wünsche. Habe beschlossen, mich nicht unterkriegen zu lassen.
LG
Claudia
>Kerstin
>