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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hashimoto



Uwe
26.05.01, 21:22
Hallo, Bin nun ebenfalls im Club der Hashimotos beigetreten. Letzten Freitag war ich nun wieder mal bei meinen Internisten zu einen längerem Gespräch und er teilte mir meine Befürchtung, die ich schon durch das lesen hier im Forum hatte, mit, das ich ebenfalls Hashimoto Thyreoiditis habe. Was mir aufgefallen ist, er hat erstaunlich viel Fachwissen über die Schilddrüse. Zur Zeit nehme ich Eferox 125µg ein, meine Dosis wird sich wahrscheinlich bei 175µg einpendeln, kann man aber so genau noch nicht sagen. Es geht mir schon etwas besser, aber Abends bin ich immer noch kaputt wie tausend man. Mein Arzt sagte mir, das die Hirnanhangdrüse der Schilddrüse ständig den Befehl gibt, das sie Thyroxin herstellen soll, was sie ja nicht mehr kann. Durch die Einnahme von Eferox wird nun die Hirnanhangdrüse dementsprechend beruhigt. Es muss nun die genaue Dosis ermittelt werden. Das sieht man wohl wieder an bestimmten Blutwerten. Weiterhin sagte mir mein Arzt, das meine Schilddrüse schrumpfen wird und das sie nicht unbedingt operativ entfernt werden müsse. Durch den Ultraschall ist festgestellt worden, das meine Schilddrüse normale Größe und keine Knoten hat. Mein Arzt sagte mir auch, da es ja erkannt wurde, das es Hashimoto ist, wäre es nicht notwendig ein Szintigramm anfertigen zu lassen. Na ja, mal abwarten was jetzt daraus wird und das beste hoffen.
Viele Grüsse, Uwe

Kerstin
27.05.01, 01:21
Hallo Uwe,
na denn: Willkommen im Club!
Ich selbst bin auch noch nicht so lange dabei, krank bin ich zwar schon lange, aber ich weiß erst seit 2 Wochen, daß ich Hashi habe.
Du hast großes Glück, daß sich Dein Doc so gut mit der Schilddrüse auskennt! Viele hier hätten sich sehr viel Ärger und Leid erspart, wenn sie von vornherein einen Arzt gehabt hätten, der in Sachen SchiDrü fit ist.
Bei mir ists gerade ein ziemliches Hantier mit der Einstellung des Thyroxins, ich hab entweder zu viel oder zu wenig und das macht mich ziemlich kirre, daß die Ärzte immer meinen, das wäre normal. Ich nehme L-Thyroxin Henning, was ist Eferox?
Viele Grüße
Kerstin

Uwe
27.05.01, 21:04
Hallo Kerstin,
Mein Krankheitsverlauf lief im Prinzip so ähnlich wie bei Dir und vielen anderen hier im Forum ab. Wenn ich so drüber nachdenke, hatte ich wahrscheinlich schon immer eine leichte Unterfunktion der SD, da schon immer Gewichts-Konzentrationsprobleme und endlose Müdigkeit vorhanden waren. Ich habe damals (vor zig Jahren) schon so manches mal gesagt: “ich freue mich schon auf den endlosen Schlaf“, wenn Du weißt was ich meine. Die Ärzte braucht man darauf natürlich nicht ansprechen, sie dementieren das selbstverständlich. Noch vor einem Jahr war ich bei einem Arzt wegen meiner Müdigkeit, Abgeschlafftheit, Lustlosigkeit. Da hieß es noch, sie wiegen zuviel, sie müssen abnehmen, dann geht’s ihnen auch wieder besser. Bei Kollegen, Freunde, Verwandte hieß es auch immer, ja, ja müde sind wir doch alle. Diese schei... dummen Sprüche. Jetzt wo meine Diagnose feststeht, wurde mir selbst auch einiges klar. Die schwere UF hat bestimmt schon vor drei, vier Jahren angefangen. Habe aber nicht auf meinen Körper gehört und bin nicht zum Doc gegangen. Erst, wie gesagt voriges Jahr und jetzt vor ein paar Wochen, als es schon so schlimm war, das ich beim Zeitungslesen und Autofahren sozusagen weggenickt bin(Sekundenschlaf). Vor zwei Jahren haben wir ein Haus gebaut, ich muss mich manchmal( immer öfter) so zusammen reißen, um und am Haus was zu machen. Z.Z. bin ich bei 125µg Thyroxin. Am liebsten würde ich meine Dosis gleich um das doppelte steigern. Aber ich weiß, das geht nicht. Ich freue mich schon auf Mittwoch, da darf ich meine Dosis um weitere 25µg steigern, bin dann also auf 150µg. Mir ist, glaube ich, noch gar nicht bewusst, ein ganzes Leben lang diese Pillen schlucken zu müssen. Die Steigerung in 25µg Schritten in jeweils 7-10 Tagen verträgt man, glaube ich sehr gut. Nur es ist ein langer Weg. Aber jetzt kommt es auf die paar Wochen auch nicht mehr an. Übrigens Eferox ist wohl nur ein Herstellername. So nun habe ich mich aber heute genug ausgeweint und selbst bemitleidet, jetzt wird wieder positiv gedacht und das beste draus gemacht! Ich wünsche Dir und allen anderen auch alles gute!
Viele Grüße, Uwe

Emi
27.05.01, 23:04
Hallo Uwe,
willkommen in Club!Ich habe auch Hashi. Meine Horrorgeschichte kannst irgendwo lesen, wo steht (Vorsicht!Roma) Es wollte "Roman" sein in 2 Teilen...
Weine nur ruhig, dafür sind wir da.Um gegenseitig die Rücken stärken, weil du hast schon erlebt, wie ist das mit anderen die das nicht haben. Sie können es nicht verstehen.
Hier wir alle können es verstehen, weil wir machten und noch immer machen genau das durch, wie du.
Keine kann es vorstellen, wie es ist.
Hier findest immer offene Ohren offene Herzen und sogar offene Verstand.
Da bist jetzt goldrichtig. Und weine nur ruhig, wir lernen alle davon. Und wir tun es auch.Mir geht es wesentlich besser, seit ich da mitmache, weil irgendwie weiis, dass auf jede meine Frage gibt es eine oder sogar mehrere Antworten, wovon ich nur profitieren kann. Danke an alle!
Liebe Grüße,
Emi

Britta
28.05.01, 07:41
Hallo Kerstin,
Eferox ist nichts anderes als L-Thyroxin, es handelt sich lediglich um einen anderen Hersteller. Bestimmt hast du schon von Austausch- oder Analogpräparaten gehört. Beide Medikamente haben den gleichen Wirkstoff (Levothyroxin).
Mir geht es übrigens auch nicht besser als dem Großteil der Haschis:-) . Auch mein Arzt und ich versuchen schon seit längerer Zeit meine SD Werte gut einzustellen. Das ist leider jedoch nicht ganz einfach wie mir mehrere Docs bestätigt haben.Aber du weißt doch, don`t worry, be happy.
Britta

Kerstin
28.05.01, 12:55
Hallo Uwe,
entschuldige Dich nicht fürs Ausweinen, wo sonst sollen wir denn unsere Sorgen loswerden? Hier sind Leute, die einen verstehen und froh sind, wenn sie sich irgenwo wiederfinden. Du darfst Dich also gern weiter "bemitleiden" :-)
Deine Hashi-Geschichte kommt mir tatsächlich sehr bekannt vor. Aber, wie Deine Kollegen schon so schön gesagt haben: müde sind wir alle. Deswegen war ich auch nie beim Arzt.
Da ist es zuerst fast wie eine Erlösung, wenn man die Diagnose Hashimoto bekommt, denn damit bekommt das Kind endlich einen Namen.
Andererseits erschreckt es einen ungeheuerlich, eine Autoimmunkrankheit zu haben, bei der sich das SD-Gewebe zersetzt und man bekommt Angst, wie es denn nun weitergehen soll.
Ich hatte gestern einen völligen Tiefpunkt und hatte ziemlich Angst - habe dann (wieder mal) eigenmächtig entschieden, die Dosis um 25 hochzusetzen. Die Ärzte sind nicht dabei, wenn es mir so schlecht geht! Meine Beziehung leidet sehr darunter, denn jetzt wo es meinem Mann wieder besser geht und er raus muß, Schwimmen, Radfahren, hänge ich da wie ein Schluck Wasser in der Kurve.
Ich hoffe, daß eine Dosissteigerung mich wieder aus diesem Loch rausholt. Mein Mann hat gestern meine 100er L-Thyroxins liebevoll mit dem Teppichmesser geviertelt :-)
Nun denn habe ich auch genug gejammert, ich will mich mal zusammenreißen und aus dem Tag heute was machen.
Liebe Grüße und alles Gute
Kerstin

kadmos
13.12.06, 00:25
Hallio Kerstin,
ich wäre dir sehr dankbar, wenn du mich einmal kontaktieren könntest:
reinhardm@onlinehome.de