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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : noch ne Frage: SD und die Pille



Kerstin
17.05.01, 20:47
Liebe Hashis,
ich bombardiere Euch hier mit Fragen, sorry.
Mir ist eben ein möglicher Zusammenhang aufgefallen: ist etwas über die Wechselwirkung von Schilddrüsenfunktionen und der Antibabypille bekannt? Wenn ich mich recht entsinne, könnten meine Beschwerden zeitlich mit dem Wechsel der Pillensorte einhergehen. Zumal bei Hashis ja auch oft die Geschlechtshormone durcheinandergeraten - und mehrheitlich Frauen mit Unterfunktion zu schaffen haben.
Viele Grüße
Kerstin

Michael D‘Angelo
17.05.01, 21:49
>Liebe Hashis,
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>ich bombardiere Euch hier mit Fragen, sorry.
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>Mir ist eben ein möglicher Zusammenhang aufgefallen: ist etwas über die Wechselwirkung von Schilddrüsenfunktionen und der Antibabypille bekannt? Wenn ich mich recht entsinne, könnten meine Beschwerden zeitlich mit dem Wechsel der Pillensorte einhergehen. Zumal bei Hashis ja auch oft die Geschlechtshormone durcheinandergeraten - und mehrheitlich Frauen mit Unterfunktion zu schaffen haben.
>
>Viele Grüße
Hallo Kerstin!
Also ich probier‘s mal mit meinem geringen Wissen und meiner Erfahrung (von anderen Frauen übermittelt bekommen, persönlich ist mir diese aus anatomischen Gründen nicht möglich).
Die Pille spielt ja dem Körper (bzw. also auch dem Gehirn) vor, daß Du schwanger bist. Es kommt ja nicht mehr zum Zyklus bzw. vom dem permanenten Wechsel von Östrogen- und Gestagen/Progesteron-Schwankungen im Blut alle 28 Tage. Meistens enthalten die Pillen mehr Östrogene als Gestagene, was einen gewissen Einfluß auf SD haben könnte (ich drücke mich hier mal vorsichtig aus).
Es gibt nämlich Hinweise in der Erforschung von bestimmten Autoimmunerkrankungen, daß das Östrogen die Autoimmunerkrankung der Schilddrüsen (machmal auch andere Autoimmunerkrankung) fördert, weil ja bei Hashi (und anderen Immus)immer mehr Frauen als Männer daran erkranken (ungefähr 4/5 Frauen zu 1 Mann).
In vielen Pillen sind sehr viele Östrogene enthalten, was die Krankheit durchaus fördern kann oder könnte.
Außerdem weißen viele Frauen bei Hashimoto ja diesen Progesteron-Mangel auf, also es fehlt der Gegenspieler des Östrogens im Blut.
Ich selber nehme zwar, wie oben schon erwähnt, nicht die Pille, aber bei mir ist das männliche Testosteron zu gering im Blut, was darauf hinweisen könnte, daß das Testosteron Autoimmunerkrankungen der Schilddrüsen behindern oder erschweren könnte.
Aber bitte nimm jetzt plötzlich keine männliches Testosteron, sonst kriegst Du nur mehr Bartwuchs und der Ladyshave läuft dann heiß, weil es jetzt leider zu spät ist, hier mit Hormonen den Ausbruch der Krankheit zu verhindern.
Liebe Grüße
Dein
Michael D‘Angelo
P.S. Wenn ich da falsch liege, bitte gleich berichtigen. Ich bin leider kein Arzt, nur Autodidakt, und daher nicht allwissend.

Irmhild
17.05.01, 22:36
>Liebe Hashis,
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>ich bombardiere Euch hier mit Fragen, sorry.
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>Mir ist eben ein möglicher Zusammenhang aufgefallen: ist etwas über die Wechselwirkung von Schilddrüsenfunktionen und der Antibabypille bekannt? Wenn ich mich recht entsinne, könnten meine Beschwerden zeitlich mit dem Wechsel der Pillensorte einhergehen. Zumal bei Hashis ja auch oft die Geschlechtshormone durcheinandergeraten - und mehrheitlich Frauen mit Unterfunktion zu schaffen haben.
>
>Viele Grüße
>Kerstin
Hallo Kerstin,
ich habe auch schon solche Vermutungen angestellt, weil bei mir die Probleme mit der Schilddrüse sichtbar wurden als ich nach langer Pause wieder die Pille nahm.
Der Grund waren aber in erster Linie Zyklusschwankungen wegen Progesteronmangel. Ich hätte sowieso etwas nehmen müssen und dachte mir, warum nicht auch gleich Verhüten. Nun war wohl falsch. Seit einigen Wochen weiss ich, dass ich Hashi habe und denke dass es schon einige Jahre so ist, denn meine ersten Probleme fingen nach einer Schwangerschaft mit den Augen an. Habe sie mit der Pille wohl angeheizt.
Hilft dir wahrscheinlich nicht weiter. Aber du siehst, du bist danit nicht alleine.
Viele Grüße Irmhild
Aber was nutzt es heute?

nina
17.05.01, 22:42
hallo kerstin,
ich bin zwar auch nicht vom fach. ich habe aber auch gehört, dass östrogene in verdacht stehen das auftreten autoimmunkrankheiten zu fördern. das wird vor allem deswegen vermutet, weil deutlich mehr frauen an autoimmunerkrankungen erkranken und das auch besonders häufig in zeiten mit größeren hormonschwankungen (in/nach schwangerschaft). progesteron scheint dagegen eine eher immunsupressive wirkung zu haben.
ob jetzt aber der wechsel von einer auf eine andere pille auswirkungen haben kann, weiß ich nicht. sind die inhaltstoffe(megen) denn sehr unterschiedlich?
eine andere auswirkung der pille wird ziemlich häufig beschrieben: durch die östrogene werden vermehrt bindungseiweiße gebildet, so dass der anteil der freien sd-hormone im blut sinkt und häufiger eine dosiserhöhung des hormon-präparats nötig wird. das gilt allerdings für alle pillen.
wenn jemand noch mehr, vielleicht fundiertere, infos hat, das würde mich auch sehr interessieren. ich nehme seit einigen monaten nämlich eher ungern auch die pille (wegen häufiger eierstockzysten) und bin inzwischen beim 3. präparat angelangt, da ich etwas empfindlich reagiere.
viele liebe grüße,
nina:)
>Liebe Hashis,
>
>ich bombardiere Euch hier mit Fragen, sorry.
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>Mir ist eben ein möglicher Zusammenhang aufgefallen: ist etwas über die Wechselwirkung von Schilddrüsenfunktionen und der Antibabypille bekannt? Wenn ich mich recht entsinne, könnten meine Beschwerden zeitlich mit dem Wechsel der Pillensorte einhergehen. Zumal bei Hashis ja auch oft die Geschlechtshormone durcheinandergeraten - und mehrheitlich Frauen mit Unterfunktion zu schaffen haben.
>
>Viele Grüße
>Kerstin

ulrike
20.05.01, 19:34
>Liebe Hashis,
>
>ich bombardiere Euch hier mit Fragen, sorry.
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>Mir ist eben ein möglicher Zusammenhang aufgefallen: ist etwas über die Wechselwirkung von Schilddrüsenfunktionen und der Antibabypille bekannt? Wenn ich mich recht entsinne, könnten meine Beschwerden zeitlich mit dem Wechsel der Pillensorte einhergehen. Zumal bei Hashis ja auch oft die Geschlechtshormone durcheinandergeraten - und mehrheitlich Frauen mit Unterfunktion zu schaffen haben.
>
>Viele Grüße
>Kerstin
Liebe Kerstin und andere Hashis!
Erst jetzt lese ich zufälligerweise die Frage Zusammenhang Schilddrüse und Pille. Freitag war ich beim Treffen der SHG Basedow/Hashimoto Wuppertal und Umgebung. Dort berichtete eine Basedow-Erkrankte, dass es ihr bei Einnahme einer bestimmten Pille sehr schlecht ging, ähnlich den Symptomen einer Unterfunktion, in der sie früher mal gewesen war. Nach Absetzen nach dreimonatiger Einnahme ging es ihr langsam wieder besser. Momentan habe ich ihre Adresse noch nicht, sobald ich die habe, werde ich sie fragen, ob sie ihre Erfahrungen hier ins Forum setzen kann. Vielleicht könntest du diese Frage auch ins Basedow-Forum stellen, die Probleme bei den Krankheiten sind ja oft ähnlich, vielleicht hat da ja noch jemand Erfahrungen gemacht. herzliche Grüße, Ulrike