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Thema: thyreotoxische krise

  1. #1
    bettina
    Gast

    Standard thyreotoxische krise

    hallo.
    ich bin bettina und eigentlich neu auf eurer seite. vor einiger zeit wurde ich im rahmen einer thyreotoxischen krise ins spital eingeliefert. dort verbrachte ich dann auch ziemlich viel zeit. eigentlich hätte ich direkt operiert werden sollen, musste jedoch zuerst mit betablockern eingestellt werden. diesen montag habe ich dann die diagnose erfahren: m. basedow. meine frageist nun, wie gross ist die möglichkeit, dass ich wieder ein mal in eine solche krise komme?
    zudem, wie ist das mit der eo? sind ein subjektiv empfundener erhöhter augendruck, rasche ermüdbarkeit derer und ständiges austrocknen ein erstes anzeichen dafür?
    so, das wärs fürs erste. bis bald und danke schön.
    bettina

  2. #2
    antje
    Gast

    Standard RE: thyreotoxische krise

    hallo bettina,
    ich bin zum ersten mal heute auf diese Seite gekommen, da ich leider erst seit kurzem Netzverbindung habe.
    Meinen Morbus Basedow habe ich nun hinter mir (am 8.2.2001 war Operation) und mir wurde gesagt, dass nach einer fast total op eine thyreotoxische krise nie mehr auftreten kann. Trotzdem wuerde ich diese op nicht unbedingt empfehlen, nur wenn die Aerzte dazu raten oder man, wie Sie, schon eine thyreotoxische krise hatte. Mich haben sie rechtzeitig vorher ins Krankenhaus geschickt, dort leider sehr lange behalten, da sie eine krise befuerchteten, bzw. meinten, ich sei kurz davor. Wieweit dass aerztliche Abschreckung bzw. nur Befuerchtung war, kann ich nicht beurteilen. Meine Anzeichen waren jedenfalls: erhoehter Puls immer, auch morgens 100 bis 120 (manchmal sogar mehr) was man ja an sich selbst allein jederzeit (mit Sekundenzeiger-Uhr) gut messen kann, Herzrasen und Stolpern (Extrasystolen), Schwindel und Schwitzen und Muskelschwaeche in den Beine (hatte Muehe Treppen zu gehen). Mit den Augen hatte ich weniger Probleme (ausser einer Bindehautentzuendung durch den Betablocker Dociton).
    Die Operation an sich ist nicht schlimm, geht relativ schnell, am Abend konnte ich schon wieder aufstehen und allein herumgehen. Probleme koennen mit dem Calciumspeigel auftreten, aber das sagen Ihnen die Aerzte und man kann dagegen gleich reagieren (muss sich nur beobachten und bei Zittern oder Kraempfen gleich Bescheid sagen). Unangenehm - und man darf sich nicht erschrecken - ist, dass aufgrund der OP-Lage (der Kopf wird weit nach hinten gekippt) nachher die halsmuskeln weh tun und ich das Gefuehl hatte, ich kann meinen Kopf nicht heben oder geschweigedenn aufrecht halten. Ich musste mich am Schopf mit der Hand packen und den Kopf so in die jeweilige Lage ziehen. Das gab sich aber mit der Zeit und nach einer Woche war es ganz weg. Und Schlucken ist danach nicht so schoen, aber auch das geht vorbei.
    Das Risiko einer Thyreotoxischen Krise ist gefaehrlich, denn wenn Sie nicht rechtzeitig es bemerken (oder jemand anderes) kann Gedaechtnistruebung auftreten und dann kann alles passieren, auch ein Ende... Andererseits, wenn Sie regelmaessig Ihre Schilddruesenhormanwerte kontrollieren lassen muesste man es rechtzeitig merken. Ausserdem waren Sie ja schon einmal in der Kriese, koennen Sie sich denn nicht an die Symtome erinnern? Fieber soll noch auftreten und Durchfall, faellt mir gerade ein, aber solch eine Krise hat wohl ziemlich variable Symtome, sagten mir die Aerzte jedenfalls.
    Entsculdigen Sie, dass ich so lange schreibe, aber haette ich damals schon Netzvebindung gehabt, haette ich gern Erfahrungen anderer vorher bekommen!
    Mein Problem jetzt, nach der OP war bzw. ist, ein postoperativer Abrutsch in die Unterfunktion (sehr unangenehm empfand ich es) und jetzt, obwohl die Werte normal sind: immer wieder Depressionen und Kraempfe (dagegen kann ich Tabletten nehmen (Cacium und Magnesium) und ab und zu falle ich einfach hin, d.h. meine Beine knicken einfach weg. Ermuedung ist auch noch schneller da als normal und KOnzentration auch noch nicht normal, aber das kann noch werden...
    Ansonsten geht es mir aber viel besser als vorher.
    >hallo.
    >
    >ich bin bettina und eigentlich neu auf eurer seite. vor einiger zeit wurde ich im rahmen einer thyreotoxischen krise ins spital eingeliefert. dort verbrachte ich dann auch ziemlich viel zeit. eigentlich hätte ich direkt operiert werden sollen, musste jedoch zuerst mit betablockern eingestellt werden. diesen montag habe ich dann die diagnose erfahren: m. basedow. meine frageist nun, wie gross ist die möglichkeit, dass ich wieder ein mal in eine solche krise komme?
    >zudem, wie ist das mit der eo? sind ein subjektiv empfundener erhöhter augendruck, rasche ermüdbarkeit derer und ständiges austrocknen ein erstes anzeichen dafür?
    >
    >so, das wärs fürs erste. bis bald und danke schön.
    >
    >bettina

  3. #3
    antje
    Gast

    Standard RE: RE: thyreotoxische krise

    leider habe ich meine eigene e-mail adresse falsch geschrieben, richtig ist: antjehagemann@yahoo.de.
    Nachdem die Telefonverbindung wieder mal abbrach konnte ich es nicht mehr aendern. Alles Gute, bettina, und gute besserung.
    gruss
    antje
    >hallo bettina,
    >ich bin zum ersten mal heute auf diese Seite gekommen, da ich leider erst seit kurzem Netzverbindung habe.
    >Meinen Morbus Basedow habe ich nun hinter mir (am 8.2.2001 war Operation) und mir wurde gesagt, dass nach einer fast total op eine thyreotoxische krise nie mehr auftreten kann. Trotzdem wuerde ich diese op nicht unbedingt empfehlen, nur wenn die Aerzte dazu raten oder man, wie Sie, schon eine thyreotoxische krise hatte. Mich haben sie rechtzeitig vorher ins Krankenhaus geschickt, dort leider sehr lange behalten, da sie eine krise befuerchteten, bzw. meinten, ich sei kurz davor. Wieweit dass aerztliche Abschreckung bzw. nur Befuerchtung war, kann ich nicht beurteilen. Meine Anzeichen waren jedenfalls: erhoehter Puls immer, auch morgens 100 bis 120 (manchmal sogar mehr) was man ja an sich selbst allein jederzeit (mit Sekundenzeiger-Uhr) gut messen kann, Herzrasen und Stolpern (Extrasystolen), Schwindel und Schwitzen und Muskelschwaeche in den Beine (hatte Muehe Treppen zu gehen). Mit den Augen hatte ich weniger Probleme (ausser einer Bindehautentzuendung durch den Betablocker Dociton).
    > Die Operation an sich ist nicht schlimm, geht relativ schnell, am Abend konnte ich schon wieder aufstehen und allein herumgehen. Probleme koennen mit dem Calciumspeigel auftreten, aber das sagen Ihnen die Aerzte und man kann dagegen gleich reagieren (muss sich nur beobachten und bei Zittern oder Kraempfen gleich Bescheid sagen). Unangenehm - und man darf sich nicht erschrecken - ist, dass aufgrund der OP-Lage (der Kopf wird weit nach hinten gekippt) nachher die halsmuskeln weh tun und ich das Gefuehl hatte, ich kann meinen Kopf nicht heben oder geschweigedenn aufrecht halten. Ich musste mich am Schopf mit der Hand packen und den Kopf so in die jeweilige Lage ziehen. Das gab sich aber mit der Zeit und nach einer Woche war es ganz weg. Und Schlucken ist danach nicht so schoen, aber auch das geht vorbei.
    >Das Risiko einer Thyreotoxischen Krise ist gefaehrlich, denn wenn Sie nicht rechtzeitig es bemerken (oder jemand anderes) kann Gedaechtnistruebung auftreten und dann kann alles passieren, auch ein Ende... Andererseits, wenn Sie regelmaessig Ihre Schilddruesenhormanwerte kontrollieren lassen muesste man es rechtzeitig merken. Ausserdem waren Sie ja schon einmal in der Kriese, koennen Sie sich denn nicht an die Symtome erinnern? Fieber soll noch auftreten und Durchfall, faellt mir gerade ein, aber solch eine Krise hat wohl ziemlich variable Symtome, sagten mir die Aerzte jedenfalls.
    >Entsculdigen Sie, dass ich so lange schreibe, aber haette ich damals schon Netzvebindung gehabt, haette ich gern Erfahrungen anderer vorher bekommen!
    >Mein Problem jetzt, nach der OP war bzw. ist, ein postoperativer Abrutsch in die Unterfunktion (sehr unangenehm empfand ich es) und jetzt, obwohl die Werte normal sind: immer wieder Depressionen und Kraempfe (dagegen kann ich Tabletten nehmen (Cacium und Magnesium) und ab und zu falle ich einfach hin, d.h. meine Beine knicken einfach weg. Ermuedung ist auch noch schneller da als normal und KOnzentration auch noch nicht normal, aber das kann noch werden...
    >Ansonsten geht es mir aber viel besser als vorher.
    >
    >>hallo.
    >>
    >>ich bin bettina und eigentlich neu auf eurer seite. vor einiger zeit wurde ich im rahmen einer thyreotoxischen krise ins spital eingeliefert. dort verbrachte ich dann auch ziemlich viel zeit. eigentlich hätte ich direkt operiert werden sollen, musste jedoch zuerst mit betablockern eingestellt werden. diesen montag habe ich dann die diagnose erfahren: m. basedow. meine frageist nun, wie gross ist die möglichkeit, dass ich wieder ein mal in eine solche krise komme?
    >>zudem, wie ist das mit der eo? sind ein subjektiv empfundener erhöhter augendruck, rasche ermüdbarkeit derer und ständiges austrocknen ein erstes anzeichen dafür?
    >>
    >>so, das wärs fürs erste. bis bald und danke schön.
    >>
    >>bettina
    >

  4. #4
    Klaus
    Gast

    Standard RE: thyreotoxische krise

    >hallo.
    >
    >ich bin bettina und eigentlich neu auf eurer seite. vor einiger zeit wurde ich im rahmen einer thyreotoxischen krise ins spital eingeliefert. dort verbrachte ich dann auch ziemlich viel zeit. eigentlich hätte ich direkt operiert werden sollen, musste jedoch zuerst mit betablockern eingestellt werden. diesen montag habe ich dann die diagnose erfahren: m. basedow. meine frageist nun, wie gross ist die möglichkeit, dass ich wieder ein mal in eine solche krise komme?
    >zudem, wie ist das mit der eo? sind ein subjektiv empfundener erhöhter augendruck, rasche ermüdbarkeit derer und ständiges austrocknen ein erstes anzeichen dafür?
    >Hallo bettina !!
    Es gibt Infoseiten in diesem Forum .
    BITTE, würdest Du sie lesen ???
    Ich bin sicher, (SHG Wuppertal) ua. werden dir selbstverständlich helfend Auskunft geben.
    Viele Grüße Klaus

  5. #5
    Bettina
    Gast

    Standard RE: thyreotoxische krise

    Liebe Bettina,
    ich heiße auch Bettina... gut, daß Du Deinen Absender-Namen klein geschrieben hast, so kann man uns unterscheiden. Wie Klaus bereits schrieb, ist es unbedingt sinnvoll, daß Du Dir diese Webpage einmal genau durchliest. Du findest hier sicher schon Antworten auf Fragen wie Ursachen, Symptome, Therapie etc. Aus manchen Informationen werden sich auch vielleicht neue Fragen Deinerseits ergeben. Du wirst sicher auch herausfinden, daß Deine Augenbeschwerden sehr wohl erste Anzeichen einer eO sein können (und es wahrscheinlich auch sind). Auf jeden Fall solltest Du regelmäßige Kontrolltermine nicht nur beim Endokrinologen (das ist Dein Facharzt für u.a. die Schilddrüse), sondern auch beim Augenarzt wahrnehmen, damit man möglichst früh therapeutisch evtl. Symptomen gegensteuern kann. Informiere Dich umfassend über das Krankheitsbild und stelle Deine Fragen Deinen Ärzten, sonst wird man Dir womöglich nur minimale Informationen geben und Du wirst Dich verunsichert fühlen.
    Eines vorweg: Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung, d.h. Du hast einen Defekt im Immungeschehen. Leider ist dieser Defekt derzeit noch nicht therapierbar. Man geht also heutzutage nicht ursächlich, sondern symptomatisch vor in der Therapie. Du solltest also versuchen, keinen Zorn auf Deine Schilddrüse zu entwickeln, denn die ist ein Opfer und kann nichts für Deine Krankheit. Überhaupt denke ich, macht es überhaupt keinen Sinn zu fragen, was oder wer Schuld hat... jetzt gilt es, sich den Symptomen zu stellen und das bestmögliche aus der Situation zu machen.
    Du hattest eine thyreotoxische Krise, also eine (Fast-)Hormonvergiftung. Wahrscheinlich war Deine Lage lebensbedrohlich. Wahrscheinlich hat man sich gegen eine sofortige Op entschieden, weil Dein Kreislauf nicht stabil war (hoher Blutdruck? Pulsrasen?) - und darum hat man Dir auch Betablocker gegeben. Das ist gut so. Jetzt nimmst Du sicher Thyreostatika ein, oder? - Damit werden die SD-Hormone gedrosselt.
    Auf jeden Fall benötigst Du nun eine dauerhafte Therapie. Du wirst auf dieser Webpage u.a. die Info finden, daß man üblicherweise nach erfolgreicher medikamentöser Therapie (Thyreostatika = Hemmpreparate, die auf die Produktion der SD-Hormone abzielen) einen sogenannten Auslaßversuch machen. D.h., man läßt die Medikamente weg und hofft auf eine Spontanheilung. Die Chance ist gegeben, aber ich persönlich glaube nicht so recht daran... hängt vielleicht auch damit zusammen, daß ich ein recht ungeduldiger Mensch bin und gerne pragmatische, chancenreiche Lösungen habe. Das ist aber sehr subjektiv! In einer evtl. Auslaßphase solltest Du auf besonders enge Kontrollen drängen, damit, falls die Hormonproduktion wieder nach oben schnellen sollte, schnell gegengesteuert werden kann und Du NICHT wieder in eine thyreotoxische Krise kommst. Du solltest Dich aber auch umgehend mit Deinem Endokrinologen über eine definitive Therapie unterhalten. Die definitiven Therapieformen haben zum Ziel, die eigenständige SD-Hormonbildung des Körpers zu unterbinden, d.h. die Schilddrüse wird operativ (fast vollständig, unterschiedliche Methoden und Philosophien) entfernt, oder durch Radiojodtherapie wird das SD-Gewebe zerstört. Es gibt hier recht konträre Ansätze und Meinungen, daher denke ich, macht es Sinn, sich frühzeitig klarzumachen, in welche Richtung man gehen will. Konsequenz der definitiven Therapie ist die lebenslange Substitution der SD-Hormone, aber daran habe selbst ich mich schnell gewöhnt :-) - ich habe mir einfach angewöhnt, diese Tabletten nicht als Medikament zu sehen, sondern als einen Stoff, den ich nach meiner SD-Op (die war erfolgreich, es geht mir sehr gut seitdem) nicht mehr selbst bilden kann, und auf den ich genauso angewiesen bin wie auf meine Brille.
    So liebe Bettina, jetzt habe ich Dich ganz schön zugetextet. Es ist recht wahrscheinlich, daß Dir eine Zeit bevorsteht, in der es um Dein Wohlbefinden nicht optimal bestellt ist. Es gibt aber Wege, mit der Krankheit klarzukommen. Ich denke, je früher Du Dir die Wege anschaust und eine Entscheidung triffst, welchen Weg Du gehen möchtest, umso besser wirst Du mit der Situation leben können, denn dann wirst Du Dich Deinem Körper, seiner Krankheit und auch Deinen Ärzten nicht so ausgeliefert fühlen.
    In diesem Forum bist Du ganz richtig. Stell alle Fragen, die Du hast. Irgendeiner von uns wird sich schon bei Dir melden.
    Liebe Grüße von Deiner Namensvetterin
    Bettina

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