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Thema: Ab mittags benommen - Cortisol? Eisen? Mir gehts mies....

  1. #1
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    Standard Ab mittags benommen - Cortisol? Eisen? Mir gehts mies....

    Hallo,

    ich hab seit Monaten gleichbleibend das Problem, dass ich manchmal schon um halb elf am morgen, oft aber spätestens ab mittags, extrem benommen bin und Probleme habe, irgendwas sinnvolles zu tun. Wenn ich ganztags arbeiten müsste, hätte ich ein Riesenproblem. Ich arbeite halbtags, häng dann rum und fühle mich zunehmend entmutigt und ausgelaugt.
    Ich hatte gehofft, zwei Wochen Pool-Urlaub brächten was, war auch toll, fühl mich sehr erholt, Mittagsloch war im Urlaub völlig weg. Heute ersten Tag gearbeitet - wieder da. Es ist zum Heulen.
    Was fehlt denn nun???

    BE 30.06.2017
    Dosis: 125 T4 morgens plus 25 T4 an der Bettkante. 5 x 5 Thybon über den Tag verteilt. So seit Monaten stabil.

    Achtung. Habe, um das Anfluten mal beurteilen zu können, diese Werte jetzt MIT vorheriger Einnahme gemacht. BE war um elf Uhr. Ich hatte 125 T4 und 5 µg Thybon um sechs genommen.

    fT3 7,2 pmol/l (3,1-7,0)
    fT4 14,0 pg/ml (8-17)
    TSH < 0,01 (0,3-2,7)

    Cortisol 11:00 Uhr 5,5 (13-18,5µg/dl)
    Ferritin 22,2 (9-140 µg/l)
    Serotonin im Serum 127 (120-450)

    TPO AK < 60 (< 60 µ/ml)

    Vit D 41 (50-100 ng/ml)
    Selen 132 (74-139 µg/l)
    Ostase 15,7 (5-27 µg/l)

    rotes Blutbild o.B., Hämogolbin 14,4, B12, Folsäure, Biotin... alles i.O.

    Meine Eisenwerte sind schon ewig nicht gut. ich vertrage leider kein orales Eisen mit mehr als 12 mg - und das bringt den Ferritin nicht hoch. Ich müsste evtl nochmal konsequent um ne Infusion quengeln, die ich vor Jahren gut vertragen habe.

    Seit einigen BEs sagt mein NUK, mein Corstisol Wert wär nicht gut, ich hab das bisher auf die Nüchternwerte geschoben - aber jetzt mit BE am Einnahmehöhepunkt um elf morgens, wars auch nicht besser als 6. Er meint, ich soll Cortison probieren (HC). Ich hab ein bisschen Schiss, schon wieder son Hormon, dass eigentlich fein reguliert wird...?

    Ist der T4 bei Einnahme von 125 µg Euthyrox um 06:00 Uhr zu niedrig?
    Weniger Thybon geht nicht, werde sofort ängstlich und total matschig, das kanns nicht sein...?

    Was würdet Ihr machen?
    Ich krieg langsam echt die Krise mit dieser Benommenheit. Und ich bin ja Wehwehchen gewöhnt...
    DANKE!!!

  2. #2
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    Standard AW: Ab mittags benommen - Cortisol? Eisen? Mir gehts mies....

    Zitat Zitat von Schnarchkatze Beitrag anzeigen

    Habe, um das Anfluten mal beurteilen zu können, diese Werte jetzt MIT vorheriger Einnahme gemacht. BE war um elf Uhr. Ich hatte 125 T4 und 5 µg Thybon um sechs genommen.
    ...
    Ist der T4 bei Einnahme von 125 µg Euthyrox um 06:00 Uhr zu niedrig?
    Schnarchi, ich will nichts zur Dosis/zu den Werten sagen, nur zum Anfluten und zur BE-Zeitpunkt:

    in jeder, wirklich jeder Quelle, die ich je gelesen habe, steht: Hormonspitze 2-4 Stunden nach Einnahme. Das können 2, 3 oder 4 Stunden sein bzw. alles dazwischen. Aber nicht 5.
    Du hättest früher zur BE gehen sollen, um die höheren Werte zu erwischen, falls du diese sehen wolltest.

  3. #3
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    Standard AW: Ab mittags benommen - Cortisol? Eisen? Mir gehts mies....

    Ok,ja, das stimmt. Aber ich kanns mir beim NUK nicht aussuchen, bin um jeden Termin dort froh und muss dann immer im Nachhinein entscheiden, was das sinnvollste ist. Ich gehöre leider zu denen, die 2-3 Tage leiden, wenn Sie T4 einen Tag weglassen.
    Ich fand es interessant, weil meine Benommenheit ja genau zu dem Zeitpunkt oft beginnt.
    Es sind blöderweise wieder mal neue Normen.
    Dennoch hatte ich noch nie einen so hohen fT3. Meist bewegte ich mich im oberen Drittel, aber nie darüber.
    Ich hab mal etwas von einer irgendwie reziproken Beziehung zwischen Cortisol und Schilddrüse gelesen.

    Im Buch Thyroid madness geht es ja darum, die NNR mit Thybon quasi zu wecken. Ich hatte immer die HOffnung, der Costisolwert stabilisiert sich mit besser werdenden SD Werten irgendwann.

    Gleichzeitig liest man immer wieder, dass zu hohe Cortsisolwerte den TSH drücken (quasi kompensatorisch dort Energie sparen). Ich hab nirgends gelesen, ob ein hoher fT3 auch den Cortisolwert drücken kann? Wäre ja aber dann auch sinnvoll.

    Ich lass jetzt heute morgen mal das 06:00-Uhr-Thybonviertel weg und beginne erst um elf mit der Einnahme.
    Vielleicht ist mein Morgen-Ft3 durch die 25 T zur Nacht tatsächlich gestiegen und ich brauche nicht so viel Thybon wie früher am Morgen?

    Positiv mit der gesplitteten Einnahme war, dass mein Heißhunger ohne jegliches Sättigungsgefühl am Mittag nach Jahren endlich verschwunden ist (!!!) und ich endlich langsam mit Sport und ohne Diät Gewicht verliere, weil ich normal essen kann. Auch kann ich hervorragend schlafen und wache idR nicht mehr um hab 6 mit so einem Junkie-Gefühl auf, das hat mich viele Jahre genervt.

    Ich schwanke wohl zwischen "das krieg ich jetzt auch noch hin" und "ich kann nicht mehr".... ich hab nun kaum einen normalen Tag seit 2011. Hab mich dran gewöhnt, dass immer irgendwas ist. Aber so langsam geht mir die Puste aus.

    Vielen Dank, wer auch immer sich ermutigt fühlt und sich da auskennt...

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Ab mittags benommen - Cortisol? Eisen? Mir gehts mies....

    Ich würde mich erstmal um VitD kümmern.

  5. #5
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    Standard AW: Ab mittags benommen - Cortisol? Eisen? Mir gehts mies....

    Da ist aber irgendwas mit der Einheit/dem Referenzbereich:

    Vit D 41 (50-100 ng/ml)

    Ist das der Referenzbereich *und* die Einheit, die auf dem Laborzettel im Original steht? ng/ml geht normalerweise ab 20/30 bis ca. 70. Und wäre es nmol, sieht das "oben" auch anders aus.

  6. #6

    Standard AW: Ab mittags benommen - Cortisol? Eisen? Mir gehts mies....

    Hallo,

    habe selbst einen Versuch mit Hydrocortison hinter mir. Leider habe ich mich damit gar nicht wohl gefühlt. Kenne genau deine Benommenheit die nervt total.

    Was mir etwas geholfen hat waren natürlicher Nebennierenextrakt oder auch Phytocortal N.

    Vielleicht wäre das ja erst mal einen Versuch wert.

    LG Marlene

  7. #7
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von RalfWei
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    Standard AW: Ab mittags benommen - Cortisol? Eisen? Mir gehts mies....

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Da ist aber irgendwas mit der Einheit/dem Referenzbereich:




    Ist das der Referenzbereich *und* die Einheit, die auf dem Laborzettel im Original steht? ng/ml geht normalerweise ab 20/30 bis ca. 70. Und wäre es nmol, sieht das "oben" auch anders aus.
    Werte Frau Panna, die Einheit ng/ml beim Vit D3 25oH habe ich auch auf meinem Laborzettel und dabei einen Referenzbereich von 20-100. Den Referenzbereich der Schnarchkatze finde ich persönlich aber wesentlich angenehmer und realitätsangepasster. Den Referenzbereich gibt ja jedes Labor selber vor und dabei müssen sie sich nicht an die effektive Verteilung halten sondern können ihre eigene Meinung einbringen.

    Ansonsten kenne ich den Effekt von Schnarchkatze - fühle mich selber wie ein Schnarchkater. Ab 12:30 gehts bergab, der 1stündige Hundespaziergang um 13:30 bringt wieder etwas Power aber was danach kommt liegt alles im ungewissen. Es kann gut gehen, es kann aber auch sein das es plop macht und der Kopf nicht mehr oben bleiben will.

  8. #8
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    Standard AW: Ab mittags benommen - Cortisol? Eisen? Mir gehts mies....

    Zitat Zitat von RalfWei Beitrag anzeigen
    Werte Frau Panna, die Einheit ng/ml beim Vit D3 25oH habe ich auch auf meinem Laborzettel und dabei einen Referenzbereich von 20-100. Den Referenzbereich der Schnarchkatze finde ich persönlich aber wesentlich angenehmer und realitätsangepasster.
    Was meinst du mit persönlich angenehm bzw. welcher Realität angepasst?

    Jedenfalls: Eine Untergrenze bei 40 ng/ml ist mir noch nicht begegnet. - Die weiterhin andauernde Debatte dreht sich meist um die Frage, ob die untere Grenze bei 20 oder 30 ng/ml liegen sollte.

    Siehe auch:

    Zitat Zitat von Moritz Beitrag anzeigen
    Ausreichende Versorgung beginnt laut der Deutschen Gesellschaft für Osteologie bei 20 ng/ml. Die kennen sich gut mit gesunden Knochen aus.

    Auch die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und das IOM (Institute of Medicine) sehen eine ausreichende Versorgung ab 20 ng/ml.

    Einzelne Studien, die eine höhere Versorgung als positiv bewerten gelten inzwischen überwiegend als veraltet. Große Metastudien konnten den Nutzen hoher Werte nicht bestätigen. Der Grenzwert war vorübergehend auf 30 ng/ml angehoben aber bereits vor 2 Jahren wieder auf 20 ng/ml abgesenkt worden. Keine einzige Fachgesellschaft und keine einzige Leitlinie hat jemals 40 ng/ml für "gesunde Knochen" empfohlen.

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von RalfWei
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    Standard AW: Ab mittags benommen - Cortisol? Eisen? Mir gehts mies....

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Was meinst du mit persönlich angenehm bzw. welcher Realität angepasst?

    Jedenfalls: Eine Untergrenze bei 40 ng/ml ist mir noch nicht begegnet. - Die weiterhin andauernde Debatte dreht sich meist um die Frage, ob die untere Grenze bei 20 oder 30 ng/ml liegen sollte.

    Siehe auch:
    Persönlich angenehm heißt ganz einfach für mich Ralfwei persönlich angenehm. Wir wissen beide welche Werte Du anstrebst und welche ich anstrebe (um die 60-70) und ich denke mir das wir keine 687te Diskussion über Vit D3 möchten.
    Meine Intuition war zu sagen das ich denke das wenn ein Labor in den Sommermonaten 50-100 ng/ml als Referenzbereich angibt die Laborleitung sich eventuell Gedanken gemacht hat.
    Um auf den Fall zurückzukommen: 41 ng/ml finde ich für den Sommer als nicht unbedingt zu wenig aber bestimmt auch nicht als zu viel.
    Die allgemeine Meinung interessiert mich wie immer extrem peripher - ich habe meine.
    Warum sagt KarinE bei 41 ng/ml erstmal um VitD kümmern ? Dafür wird sie auch ihre Gründe haben.

  10. #10
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    Standard AW: Ab mittags benommen - Cortisol? Eisen? Mir gehts mies....

    Ralf, mir ging es nicht darum, welche Werte du anstrebst und welche ich. Da braucht man ja gar nicht darüber zu diskutieren.

    Mir ging es einzig um die Klärung des Referenzbereichs bei Schnarchkatze. Das persönlich Angenehme ;-) hab ich zunächst einfach nicht verstanden im Zusammenhang mit einem Referenzbereich, der in diesem Fall keine so enorme Variabilität hat, wie bei den Schilddrüsenwerten. Jedenfalls wüsste ich nicht, dass sie das hat. Darum meine Frage an Schnarchi.

    ... wenn ein Labor in den Sommermonaten 50-100 ng/ml als Referenzbereich angibt die Laborleitung sich eventuell Gedanken gemacht hat
    Meinst du wirklich, dass sie da einfach aus der Reihe tanzen, ich meine: Hast du schon mal so einen D-Referenzbereich gesehen? Ich mag mich irren und lass mich natürlich eines Besseren belehren - wenn du (oder sonst jemand) mir weitere Beispiele dafür zeigt, dass die untere Grenze allgemein variabel ist. Ich glaube nämlich, dass die Labors sich hier nach den Empfehlungen der endokrinologischen oder sonstigen einschlägigen Organisationen richten - für deren Ärzte-Mitglieder arbeiten sie ja. Manchmal ist die Untergrenze 20, manchmal 30, und dieser Unterschied entspricht der oben erwähnten bekannten Kontroverse.

    Über Karins Gründe spekuliere ich nicht, ich kenne sie nicht.

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