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Thema: Basedow - aber mir geht es gut

  1. #1
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    Standard Basedow - aber mir geht es gut

    Eigentlich schreibe ich für meine Schwester - ich selbst habe Hashimoto, bin aber gut eingestellt und habe keine Probleme. Meine Schwester hatte vor über 20 Jahren das erste Mal Basedow. Durch die entsprechenden Medikamente hat sie es gut in den Griff bekommen und war lange - auch nach Absetzen der Medikamente beschwerdefrei. Nun hat sie eine schwierige Trennung hinter sich und wieder angefangen zu rauchen. Sie ist der Ansicht, dass vor allem Letzteres einen neuerlichen "Schub" ausgelöst hat. Ihr wird nun eine Radio-Jod-Therapie empfohlen. Sie empfindet ihre gesundheitliche Situation aber im Moment sehr gut. Nach dem ersten Auftreten ihrer Erkrankung und der folgenden Therapie wurde sie sehr kraftlos und müde, antriebslos und bekam evtl. sogar eine Depression (wurde nie diagnostiziert). Davor hat sie nun Angst. Sie fragt sich, ob sie überhaupt etwas machen soll, wo sie doch keinerlei Leidensdruck hat - im Gegenteil, sie fühlt sich körperlich fit und aktiv. Das Rauchen will sie schon wieder aufhören, hat aber Bedenken, dass sie wieder in den passiven und antriebslosen Zustand zurückgleitet, in dem sie sich nach der ersten Therapie befand. Gibt es Erfahrungen von den Leuten im Forum mit anderen therapeutischen Möglichkeiten oder auch damit, ob man mit den erhöhten Werten leben kann? Ist vielleicht etwas naiv gefragt, ich kenne die Schwellenwerte nicht und bin nicht tiefer eingestiegen in die Materie, aber vielleicht gibt es dennoch ein paar Tipps oder/und Infos...

    Herzlichen Dank

  2. #2
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    Standard AW: Basedow - aber mir geht es gut

    Sie sollte nicht mit den erhöhten Werten leben, auch wenn es ihr gut geht. Das macht auf Dauer ihren Körper kaputt, auch wenn sie es jetzt nicht merkt (ich sage nur: Osteoporose, evtl. Augenbeteiligung - oder auch plötzliche Eskalation der Werte, wenn unbehandelt - das kann gefährlich werden). Sie kann die medikamentöse Therapie wiederholen, für ein Jahr - und wenn sie es sorgfältig macht, sich gar hier für Dosierungsempfehlungen anmeldet, damit sie die Dosis den Werten laufend anpassen kann, dann wird sie nicht so sehr kraftlos und müde ... aber dies einsehen, sich informieren und darum kümmern sollte sie selbst. Ich meine: Sie muss es wollen.

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Basedow - aber mir geht es gut

    Und auf keinen Fall eine RJT machen ohne sich vorher richtig zu informieren.
    Es ist leider nicht so, wie es oft gerne behauptet wird, Kapsel schlucken und alles wird gut.

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von ottilie55
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    Standard AW: Basedow - aber mir geht es gut

    Ja.. wenn man das Forum vorher schon gekannt hätte.. ich kannte es nicht und
    so wurde eine RJT gemacht ich bekam sogar einen Anschiss weil ich den ersten Termin nicht wahr nahm sondern absagte.. und dann quasi ne sofort Einweisung bekam und ich dachte dann naja der Prof. wird es ja wissen dann muss es soo sein.Heute bin ich mir nicht mehr sicher -ob es sein musste- oder hätte ich mir soo einiges ersparen können.
    gruss otti


    Zitat Zitat von KarinE Beitrag anzeigen
    Und auf keinen Fall eine RJT machen ohne sich vorher richtig zu informieren.
    Es ist leider nicht so, wie es oft gerne behauptet wird, Kapsel schlucken und alles wird gut.

  5. #5
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    Standard AW: Basedow - aber mir geht es gut

    Zitat Zitat von Clara1963 Beitrag anzeigen
    Nun hat sie eine schwierige Trennung hinter sich und wieder angefangen zu rauchen. Sie ist der Ansicht, dass vor allem Letzteres einen neuerlichen "Schub" ausgelöst hat.
    Sehr unwahrscheinlich.

    Ihr wird nun eine Radio-Jod-Therapie empfohlen.
    Warum keine Hemmer? Weil es ein Rezidiv ist? Nun, das kann man alle 20 Jahre verkraften, wenn es korrekt behandelt wird.

    Sie sollte sich selbst informieren, also Pannas Einführungsbeitrag lesen und / oder Ratgeber zum Thema. Wenn es ihr momentan gut geht, ist das ja super. Wenn man gut informiert ist, kann man besser dafür sorgen, dass es so bleibt.

  6. #6
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    Standard AW: Basedow - aber mir geht es gut

    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen
    Sie sollte sich selbst informieren, also Pannas Einführungsbeitrag lesen und / oder Ratgeber zum Thema. Wenn es ihr momentan gut geht, ist das ja super. Wenn man gut informiert ist, kann man besser dafür sorgen, dass es so bleibt.
    Ja, da sollte sie selbst aktiv werden, bei Basedow ist (leider) viel Wissen um die Krankheit und Eigeninitiative gefragt..
    Wenn die Hemmer gegen die Überfunktion nicht richtig runterdosiert werden, dann haut es einen richtig um. Aber hier im Forum bekommt man bei der Dosisfindung sehr viel Hilfe und Unterstützung

    Ich kenn das aber auch... eine (leichte )Überfunktion fühlt sich richtig gut an, man ist fit, kreativ, sehr produkiv und leistungsstark, leider kippt das komplett, wenn die Werte dann so richtig durchstarten. Ungesund ist eine Überfunktion der Schilddrüse leider immer, das hat Panna ja schon näher beschrieben.

    Liebe Grüße und alles Gute für deine Schwester.
    Ravi
    Geändert von Ravi (11.09.17 um 20:00 Uhr)

  7. #7
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    Standard AW: Basedow - aber mir geht es gut

    Wer weiß, vielleicht ist ja nur TSH supprimiert und man kann tatsächlich abwarten - ohne Werte ist alles Spekulation. Wie auch immer, aus Angst vor der Unterfunktion den Kopf in den Sand stecken ist so oder so ein schlechter Plan.

  8. #8
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    Standard AW: Basedow - aber mir geht es gut

    Der erste Schritt wäre ja erstmal, die Blutwerte TSH, ft3, ft4 und TRAK bestimmen zu lassen, um zu sehen, ob es sich tatsächlich um einen MB-Rezidiv handeln könnte.
    Vielleicht ist es das ja auch gar nicht und deine Schwester muss sich nicht auch noch mit der Angst vor einem möglichen Rezidiv belasten.
    Geändert von Ravi (12.09.17 um 15:59 Uhr)

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