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Thema: An die alten Hasen: Hilfe. MB nach 5 Jahren Ruhe nun erstmals FT3 erhöht. Rezidiv?

  1. #1

    Standard An die alten Hasen: Hilfe. MB nach 5 Jahren Ruhe nun erstmals FT3 erhöht. Rezidiv?

    Hallo ihr Lieben.

    Wie ich gesehen habe ist panna noch immer aktiv. Good Job!

    Ich war hier im Forum in den Jahren 2009/2010/2011 aktiv, hatte damals eine schwere zeit mit meinem MB. Damals hatte ich die Medikation lange ausgeschlichen und dies erfolgreich. Ich habe seit fünf Jahren ungefähr Ruhe. Dafür danke ich auch noch mal diesem Forum. Hatte wirklich viele hilfreiche Tipps erhalten.

    Seit ungefähr sechs Wochen plagen mich nun aber gesundheitliche Probleme. Ein Marathon bei den Ärzten liegt bereits hinter mir und ich stecke noch mittendrin. Plötzliche Verdauungsbeschwerden markierten den Start. Magenprobleme, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, kribbeln in den Beinen, Verwirrtheit am Tag, eine ganze Reihe von Symptomen. Gewichtsverlust. Bei einem Test wurde dann eine Fructose Intoleranz festgestellt. Das witzige dabei ist, vor sechs Wochen hatte ich keinerlei Beschwerden in der Richtung!

    Um das hier zu verkürzen schildere ich nur die Ergebnisse. Magen Darm alles in Ordnung Spiegelung, Stuhlproben in Ordnung, Blutwerte auch in Ordnung. Vitaminhaushalt, Selen zink etc etc alles ok und frisch kontrolliert. Ich hatte mit der Schilddrüse während der letzten fünf Jahre keinerlei Probleme mehr außer einige kleine Schübe wie ich sie nenne. Wer MB in Ruhe genießt , weiß eventuell was ich meine.

    Auch die Schilddrüsenwerte wurden von zwei verschiedenen Labors in den letzten vier Wochen (hausarzt und krankenhaus) kontrolliert. Keine Auffälligkeiten im Ft3 ft4 tsh. Mein TRAK lag immer in den letzten Jahren bei rund 3, Reffetenz ab 1,5 positiv. Tpos auch immer erhöht, zeugt eben den nich schlummernden MB an. Trotz all dieser Werte keinerlei Probleme im Vergleich zu früher.

    Meine anderen gesundheitlichen Beschwerden halten aber weiter an. Ich hatte dann einen Test auf Borreliose machen lassen. Diesen habe ich jetzt am Wochenende bekommen und hier sind einige Werte positiv was für eine frische Infektion spricht. ich habe mir jetzt Antibiotika geholt zur Behandlung . Auch wenn dies relativ schwierig ist, da die Ärzte hin und her diskutieren ob es eine frische Borreliose (IGM positiv und auch im Blot igm positiv,igg negativ ) ist .

    Nun zur eigentlichen Problematik in Bezug auf die Schilddrüse:

    Ende
    August war ich dann auch noch einmal beim Nuklearmediziner zur Kontrolle. Es war dann die dritte Schilddrüsenuntersuchung innerhalb von vier Wochen. Hehe. Das Ergebnis schockiert mich gerade etwas und ist für mich eigentlich nicht greifbar:

    Erstmals liegt der FT3 Wert nach 5 Jahren leicht über der Norm:

    7,42 , die Norm ist 3,2-7,2
    Ft4 ist der Norm
    Tsh auch in der Norm
    Trak 3,05 wie immer drüber

    Nuk meint, es kann der Beginn eines Morbus Basedow Rezidivs sein. Bei weiteren Beschwerden soll ich mit 5 mg Thiamazol anfagen. In einigen Wochen erneut zur Kontrolle.

    Wie zum Teufel kann das sein? Ich entwickle doch nicht innerhalb von fünf Wochen Durchfälle die anhalten, Verdauungsbeschwerden die anhalten, eine Fructose Intoleranz die ich vor Max 5 Wochsb nicht hatte, und dann noch die Geschichte mit der Zecke. Und jetzt soll auch noch mein Morbus Base wieder losgehen? So viel geht nicht auf einmal. Das macht doch alles keinen Sinn. Ich persönlich bringe da eher die Problematik mit der frühen Borreliose in Verbindung.

    Meine Frage: kann es einfach sein das der FT3 Wert nach oben schnellt weil aktuell viele meinem Körper los ist? ? Typischen Symptome der Überfunktion habe ich aktuell absolut nicht! Und darin kenne ich mich von früher noch bestens aus. Ich möchte auch nicht wieder anfangen, da ich mich eigentlich in der Beziehung gut fühle. Außerdem habe ich heute erst mit Antibiotika gestartet. Mensch, was für eine verflixte Situation ist das nur? Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit und wünsche allen eine gute Genesung.
    Geändert von StefanMeier (06.09.17 um 13:53 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: An die alten Hasen: Hilfe. MB nach 5 Jahren Ruhe nun erstmals FT3 erhöht. Rezidiv

    Stefan du hast doch leicht erhöhte fT3-Werte aus 2011 im Profil, ist es dasselbe Labor mit denselben Referenzbereichen?

    War der fT3 *in diesem Labor* in den vergangenen Jahren nicht drüber?



    Und würdest du bitte alle drei Ergebnisse der letzten Wochen einstellen, zusammen mit den Referenzbereichen für fT3 und fT4? Also: TSH-fT3-fT4-Werte.

  3. #3

    Standard AW: An die alten Hasen: Hilfe. MB nach 5 Jahren Ruhe nun erstmals FT3 erhöht. Rezidiv

    Servus panna!

    Das aus dem Profil ist alt. Habs seit 2012 als in Ordnung umbenannt.

    Der ft3 aus dem Labor des Nuks (das sind auch die alten werte aus dem Profil) ist seit 2012 konstant in der Spanne, gleich mit ft4 etc.

    Hier mal die letzten Ergebnisse vom März 2017 vom Nuklearmediziner.

    Ft3: 6,2 (3,2-7,2)
    Ft4: 16,8 (11-23,9)
    Tsh: 1,33 (0,4-2,5)
    Tpo ak : 548,98 <60
    Trak 3,33 >1,5 positiv

    Nun die Werte von heute:

    Ft3: 7,42 (3,2-7,2)
    Ft4: 22,73 (11-23,9)
    Tsh: 2,15 (0,4-2,5)
    Tpo ak : 570,42 <60
    Trak 3,05 >1,5 positiv

    In Summe sind die natürlich im Vergleich deutlich angestiegen. Da gibt es keine Diskussion. Trotzdem alles noch im Rahmen außer der FT3. Ich verstehe halt einfach nicht warum. Wie gesagt, die Symptomatik bei mir ist oben beschrieben. Irgendwas läuft in meinem Körper fremd. Und das ist noch nicht gefunden. Ich kann mir aber einfach nicht vorstellen dass diese ganzen gesundheitlichen Probleme von der Schilddrüse ploettlich kommen. Ging vor 5-6 Wochen los, da waren die Werte alle in der Spanne (aber andere Labors da hausarzt und KH)

    Das ist alles anders zur Zeit.

    Ich verstehs nicht. Irgendwas macht mich kaputt

  4. #4
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    Standard AW: An die alten Hasen: Hilfe. MB nach 5 Jahren Ruhe nun erstmals FT3 erhöht. Rezidiv

    Aber es ist egal, ob alt oder neu, du hattest dort schon mal grenzwertige fT3-Werte ohne Konsequenzen.

    Aber - ob so oder so, Rezidiv oder nicht: Mehr als abwarten kannst du nicht tun. Allerdings steht dein TSH in deutlichem Widerspruch zu den freien Werten - und der Wert spricht momentan ganz und gar nicht für Basedow.

    Was wird - wer weiß.

  5. #5

    Standard AW: An die alten Hasen: Hilfe. MB nach 5 Jahren Ruhe nun erstmals FT3 erhöht. Rezidiv

    Danke dir. Stimmt. So habe ich das noch gar nicht betrachtet. Was ein Blick in die Vergangenheit alles so für Vorteile haben kann. Trotzdem ist die Aktivität deutlich erhöht, das sieht man ja. Da die Werte (auch wenn sie in der Norm sind) deutlich angestiegen sind. Eigentlich unüblich wenn ich den Vergleich anstelle. Ist doch eigentlich ein Indiz dafür was gerade bei mir im Körper los ist oder nicht?

    Noch eins: gibt es irgendwelche Erfahrungswerte ob über eine Antibiotikaeinnahme von 3-4 Wochen (wegen der möglichen Borrelien) ein rezidiv angestoßen werden kann?

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: An die alten Hasen: Hilfe. MB nach 5 Jahren Ruhe nun erstmals FT3 erhöht. Rezidiv

    Abwarten und beobachten. Die Hemmer würde ich auf keinen Fall auf Verdacht nach Befinden einnehmen.
    Du hast eine Autoimunerkrankung und immer wenn das Imunsstem angestachelt wird kann das auch den MB wecken.
    Aber so lange die Werte so wie bei Dir aussehen würde ich die Füße still halten.
    lG Karin

  7. #7
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    Standard AW: An die alten Hasen: Hilfe. MB nach 5 Jahren Ruhe nun erstmals FT3 erhöht. Rezidiv

    Zitat Zitat von StefanMeier Beitrag anzeigen
    Noch eins: gibt es irgendwelche Erfahrungswerte ob über eine Antibiotikaeinnahme von 3-4 Wochen (wegen der möglichen Borrelien) ein rezidiv angestoßen werden kann?
    Nicht durch die AB-Einnahme. In Karins Sinn, also verstärkte Bemühungen des Immunsystems, denkbar, aber natürlich kein Muss. Das Immunsystem bemüht sich auch bei einem Schnupfen verstärkt und man kriegt deswegen nicht notwendigerweise ein Rezidiv.

    Ob nun die angestiegenen Werte für irgendwas ein Indikator sind - ich würde da nicht weiter darüber nachdenken, zumal - das TSH ... spekulieren kann man viel, wenn der Tag lang ist. Davor waren die Werte niedrig, dann hat sich das TSH bemüht und dies ist das Ergebnis, das TSH hinkt nach ... aber sowas ist deutlich gesponnen, ich meine davon kein Wort ernst.

    Kontrollen sind besser ...

  8. #8

    Standard AW: An die alten Hasen: Hilfe. MB nach 5 Jahren Ruhe nun erstmals FT3 erhöht. Rezidiv

    Alles klar. Danke

  9. #9

    Standard AW: An die alten Hasen: Hilfe. MB nach 5 Jahren Ruhe nun erstmals FT3 erhöht. Rezidiv

    Panna, habe da nochmal eine Nachfrage.

    Ich war eben noch beim behandelnden Gastroenterologen, bei dem die ganze Geschichte anfing mit meinen Verdauungsbeschwerden, Abgeschlagenheit etc. Erkundigte sich im Gespräch nun nach meiner Schilddrüse. Ich erzählte, dass der FT3 erstmalig leicht über der Spanne liegt. Er schaute sich die Werte (siehe oben) an und meinte, dies alles könnte meine Symptome die neu auftreten erklären.(durchfall, abgeschlagenheit, verdauungsprobleme, muedigkeit, kribbeln in den beinen als wenn man krassen sport gemacht hatte) Unüblich sei jedoch, dass der TSH noch in der Spanne liegt. Das meintest du ja auch.

    Er meinte dann irgendwie, bei Morbus Basedow gebe es noch eine Krankheit bei dem nur der FT 3 isoliert ansteigt im
    rezidiv. Davon habe ich noch nie gehört. Weißt du da was?

  10. #10
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    Standard AW: An die alten Hasen: Hilfe. MB nach 5 Jahren Ruhe nun erstmals FT3 erhöht. Rezidiv

    Stefan, es gibt eine isolierte T3-Hyperthyreose, aber echt ist sie eigentlich eher nur bei normal bis niedrigem fT4, die Ursache kann Jodmangel sein. In solchen Fällen redet man auch von kompensatorische Umwandlungssteigerung - Jodmangel, zu wenig T4, der Körper wandelt das Wenige vermehrt um. Aber das liegt bei dir nicht vor, weil dein fT4 schon ziemlich hoch liegt. Jedenfalls weder mittig, noch niedrig.

    Ähnlich kann Basedow anfangen, nur mit T3 erhöht - das Störende dabei ist nur dein dafür doch viel zu hohes TSH. Wäre das nicht der Fall, könnte man schon ein Rezidiv vermuten und das würde auch die Beschwerden erklären. Das hohe fT3 kann auch so deine Beschwerden erklären, fragt sich nur, wovon es erhöht ist. Und genau da hilft uns eine Einzelkonstellation nicht, bzw. viel mehr als abwarten und engmaschig zu kontrollieren gibt es da kaum. Hättest du Herzbeschwerden, könntest du Betablocker nehmen, Propranolol hemmt die Umwandlung ein wenig.

    Jedenfalls, achte vermehrt auf Jod.

    Auch die Schilddrüsenwerte wurden von zwei verschiedenen Labors in den letzten vier Wochen (hausarzt und krankenhaus) kontrolliert.
    Kannst du mal die Werte zeigen?

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