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Thema: Hashimoto durch Zufall entdeckt, beschwerdefrei - und jetzt?

  1. #21
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    Standard AW: Hashimoto durch Zufall entdeckt, beschwerdefrei - und jetzt?

    Zitat Zitat von Conny2 Beitrag anzeigen
    Diese MAK, die bei dir in der Norm sind, nennt man auch TPO-AK (Thyreoperoxidase-AK).

    Und die TAK, die bei dir erhöht sind, werden auch TG-AK (Thyreoglobulin-AK) genannt.

    Blöderweise gibt es für jeden dieser Antikörper unterschiedliche Bezeichnungen, obwohl das Selbe gemeint ist.
    Ah, okay :-). Danke für die Erläuterungen. Hatte es dann auch selbst in meinem Befund nochmal nachgeschaut und gesehen.


    Zitat Zitat von Conny2 Beitrag anzeigen
    Ich nahm vor sehr langer Zeit schon LT mit T3, ein DDR-Kombipräparat, nach total unzureichender Diagnostik. Ich hatte damals weder meine Befunde noch die nötige Info über die SD-Erkrankungen und vertraute der Ärztin, ein fataler Fehler aus meiner heutigen Sicht.

    Dann nach der Wende riet mir mein damals neuer Hausarzt, das SD-Medi abzusetzen, da T3 im Blut massivst erhöht. Dann 2 Jahre nix genommen bis ich dann erstmalig durch eine wiederum neue Hausärztin zu einen Nuk und Endo geschickt wurde.

    Dann begann das Übel und ich bekam vom Endo und der Hausärztin Jod verschrieben, erst 100, dann auch mal 200 µg.

    Hatte alle möglichen Jod assoziierten Symptome, nur ich wusste es halt damals nicht, woher es kam. Ärzte konnten mir auch nichts raten.

    Dann nach 5 Jahren Jod sponnen meine SD Werte, erst ÜF, dann UF und dann bekam ich LT.

    Naja, habe das dann bis voriges Jahr durchgehend genommen, einige Jahre /Monate zwischendurch auch mal als Kombi oder Monos mit T3 bis ich dann voriges Jahr die Schn..... gestrichen davon voll hatte, da ich mich bei keiner von mir länger gehaltenen Dosis wohl fühlte.

    Jahre vorher setzte ich die Pille (Valette) ab und nahm dann zwischenzeitlich auch mal 2 Jahre Prednison 5mg, wegen der Gelenke. Auch das schlich ich dann ganz langsam wieder aus.
    Wahnsinn, da hast Du ja wirklich so einiges durch :-(. Ich finde Deine Geschichte echt beeindruckend.
    Mir ist aber auch klar, dass es bei Dir wohl wirklich ein spezieller Fall war. Bei vielen Menschen wird das Thyroxin wohl auch tatsächlich helfen, nehme ich an.

    Andererseits denke ich mir auch - wenn man nur Thyroxin zuführt, doktert man doch eigentlich eh nur an den Symptomen rum.
    Eine Autoimmunerkrankung ist ja eigentlich keine Krankheit der SD, sondern des Immunsystems. Vielleicht kommen viele dieser Erkrankungen überhaupt gar nicht von der SD, sondern die Ursachen sitzen eigentlich woanders.

    Zitat Zitat von Conny2 Beitrag anzeigen
    Was die SD Größe betrifft, die war dann halt mal im Laufe der Jahre bei 7 oder auch mal 9 ml. Entweder hatte sich das wirklich immer mal geändert oder manch Arzt hatte eine andere Sichtweise auf das Ulttraschallgerät.
    Ultraschallgeräte werden immer unterschiedliche Werte ausspucken, je nach Modell und wie der Arzt drauf schaut. Das sagt man ja auch bei Babys in der Schwangerschaft, dass der Arzt gerade in der späten Schwangerschaft die Größe und das Gewicht nur noch sehr vage schätzen kann, und Hebammen da oft durch Tasten etc wesentlich näher an der Realität sind mit ihren Schätzungen. Aber da wird den Schwangeren ja dann auch oft viel Angst gemacht, dass sie uU Riesenkinder erwarten, und am Ende sind die völlig im Rahmen.


    Zitat Zitat von Conny2 Beitrag anzeigen
    Ich esse schon lange jodfrei, seit einigen Jahren auch glutenfrei, nach dem Zöliakie/Sprue bei mir diagnostiziert wurde.
    Auch lactosefrei und achte auf nicht zu viel Fructose, da ich auch dagegen Intoleranzen habe. Man soll ja Milchprodukte im Allgemeinen auch meiden.

    Ich trinke seit fast einem Jahr kein Kaffee mehr. Hatte vor Jahren auch schon mal auf Kaffee verzichtet.
    Ich meide Instant-, Fertiggerichte,
    verwende gute Öle,
    Leinsamen, Pseudogetreide.

    Versuche aber dennoch nicht zu Kohlenhydrat lastig zu essen.

    Nun ja, bestimmt habe ich etwas vergessen zu erwähnen.

    Ich nehme immer Magnesium, V-B-Komplex, zeitweise auch mal B12, Zink gelegentlich, Selen oft, D3 manchmal...

    Beim D3 muss ich vielleicht mal das Präparat wechseln.
    Das geht ein wenig in Richtung Paläo-Ernährung? Klingt auf jeden Fall sehr gesund und gut.
    Hatte das (Paläo) eine Zeit lang verfolgt, aber für den Alltag ist mir das leider auf Dauer doch nichts :-(
    Wobei ich versuche, Getreide nur selten zu essen, Fertigprodukte auch. Milchprodukte auch eher selten, wenn möglich Bio / aus Weidemilch.


    Zitat Zitat von Conny2 Beitrag anzeigen
    Naja, wie dem auch sei, lieber jetzt als nie das Beste aus der Situation zu machen ist immer noch besser als nie. Von daher bin ich mir sicher, dass das LT Absetzen für mich die richtige Entscheidung war.

    Ich muss noch kurz erwähnen, es wurden schon ein paar Sachen seit Absetzen von LT besser, wie die Haut, Haare, leichte Gewichtsabnahme (war vorher nicht übergewichtig, hatte aber ein paar Problemzönchen), Zyklus, Müdigkeit.
    Das ist ja immerhin schon mal was, wofür es sich für mich eindeutig gelohnt hat, das Zeuch auszuschleichen.

    Dir alles Gute und
    liebe Grüße
    Conny
    Ja, da hast Du wohl Recht - es ist nie zu spät :-). Nochmal danke, dass Du das mit mir geteilt hast.
    Wünsche Dir auch alles Gute und dass Du in Zukunft fit + munter bleibst :-)

    Liebe Grüße

  2. #22
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    Standard AW: Hashimoto durch Zufall entdeckt, beschwerdefrei - und jetzt?

    Zitat Zitat von laly Beitrag anzeigen
    Ach was würde ich dafür geben, wenn sich bei meinem KiWu jemand so gewissenhaft um mich gekümmert hätte.

    Meine Diagnose habe ich erst seit einem Jahr und da habe ich angefangen mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Bin durch Zufall drauf gekommen, dass sich die Schilddrüse sehr negativ auf die Schwangerschaft auswirken kann. Ich habe kA, wie lange ich schon diese Erkrankung in mir habe, das einzige, was sicher ist, ist, dass ich offensichtlich eine Anlage dazu habe.

    Nachdem ich vor 10 Jahren eine Totgeburt im 8. Monat hatte, habe ich mich letztes Jahr nach der Diagnose zunächst gar nicht getraut, meine Blutbefunde von damals anzusehen, weil mich schon allein der Gedanke, dass dies uU durch ein einfaches Mini-Tablettchen verhindert werden hätte können, so unendlich wütend gemacht hatte. Lediglich im 1. Trimester ist der TSH gemessen worden und da lag er bei 2,7...sollte bei 2,5 sein. Ich weiß, es ist bloß eine geringe Überschreitung, aber danach wurde das gar nicht weiterverfolgt. Weder im 2. noch im 3. Trimester ist der TSH erhoben worden....unglaublich!!!!!!



    Bei meiner zweiten Schwangerschaft hatte ich ebenfalls Schwierigkeiten, aber das Kind kam lebend auf die Welt. Nur es hatte dann eine Entwicklungsverzögerung. Da mussten wir richtig viel Aufwand und viel Mühe aufwenden, damit er überhaupt anfängt zu sprechen und in der Zwischenzeit hat sich wirklich alles sehr positiv entwickelt. Auch dazu habe ich hier im Forum irgendwo eine Studie gefunden. Eine Unterversorgung mit Hormonen kann beim Kind zu Intelligenzminderungen führen.


    Ich schreibe das auch deswegen, weil der Tod sowieso ein Tabuthema in unserer Gesellschaft ist. Aber wenn dieser so einfach zu verhindern ist oder erst gar keine Schwierigkeiten auftreten, dann kann ich gar nicht anders, als wenigstens darauf hinzuweisen, wie "einfach" das zu behandeln ist - zumal ich weiß, wie entsetzlich und grausam es ist, so etwas wie eine Totgeburt durchzumachen, wo man dann noch mit dem richtigen dicken Bauch, das Baby beerdigt. Aber auch die Entwicklungsverzögerung von einem Kind durchzustehen, ist auch alles andere als lustig. Und ich wünsche das wirklich niemandem.



    Tod als Tabuthema und Schwangerschaft als das "Glücklich-verklärte-Schwangere"-Gebot in Hollywood-Farben, diese Kombination ist nicht bloß fahrlässig, sondern auch noch gefährlich. In meinem Fall war es ein Wunder, dass ich die Totgeburt überhaupt überlebt habe. Aber wie man dann weiter lebt, das sagt einem dann halt auch keiner. Verstehe mich bitte nicht falsch, für mich ist Schwangerschaft dennoch keine Krankheit, aber das, was man für diese kurze Phase von 40 Wochen bekommen kann, ist wesentlich mehr, als eine glückliche Schwangere mit Hausgeburt gewesen zu sein, es ist ein neues Leben, ein Kind, in dessen lachendes Gesicht du blicken kannst und das macht dann wirklich glücklich.

    Unbeschwert in die Schwangerschaft zu gehen bedeutet nicht, den Kopf in den Sand zu stecken, sondern die Gewissheit zu haben, dass man allfällige Schwierigkeiten auch in den Griff bekommen kann. Schwangerschaft ist nicht l´art pour l´art, sondern sie hat nur ein Ziel: ein lebendes und (hoffentlich) gesundes Kind auf die Welt zu bringen.

    Hier auch noch ein Link mit Erklärungen und insb. auch mit den Referenzwerten:


    http://www.labor-enders.de/727.98.html

    Liebe laly,

    Es tut mir sehr Leid, was du alles erleben musstest, und ich finde es echt toll, dass du das so offen hier mitteilst.

    Manche Naturverbundenen muss man etwas wach rütteln, ob das wirkt, ist fraglich.
    Seltsam, wie viele künstliche Vitamine & co die Leute in sich schütteln, haben aber Bedenken gegen ein naturidentisches Hormon, welches Leben retten kann.

    Ich erinnere gerne an die Zeiten, wo UF noch tödlich war, besonders für Neugeborenen mit Myxödem, oder schwere Schäden verursachte; die Zeiten, wo UF einzig mit getrockneten Schweineschilddrüsen und Eisenmangelanämie mit roher Schweineleber behandelt wurden.

    Wir sind so glücklich heutzutage für alles eine kleine Tablette zu haben und dann verwehren sich manche dagegen.

    Ich habe vor Jahrzehnten einen orthodoxen Bischof in Brüssel bei dem Erstellen der Kirchenzeitung an seinem PC beobachten dürfen.
    Er meinte damals: Der Computer und das Flugzeug sind die größten Erfindungen des Menschen.
    Ich würde hinzufügen – und die moderne Medizin.

    Ich finde es absolut unverantwortlich, wie manche mit der eigenen Gesundheit und jener der ungeborenen Kinder umgehen.
    Wieso nimmt man dann Folsäure und andere Vitamine, aber kein LT?
    Das ist mir unbegreiflich.

  3. #23
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    Standard AW: Hashimoto durch Zufall entdeckt, beschwerdefrei - und jetzt?

    Letztlich hat er auch gesagt, am Ende kann er nur beraten, entscheiden muss ich das dann.
    Gratuliere, so sollte ein Arzt sein.

  4. #24
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    Standard AW: Hashimoto durch Zufall entdeckt, beschwerdefrei - und jetzt?

    Zitat Zitat von DonnaS. Beitrag anzeigen
    Seltsam, wie viele künstliche Vitamine & co die Leute in sich schütteln, haben aber Bedenken gegen ein naturidentisches Hormon, welches Leben retten kann
    Ich finde, es gibt durchaus einen Unterschied zwischen Vitaminen und Mineralstoffen, welche man sowieso auch über die Nahrung zuführt oder Hormonen, die im Körper gebildet werden und die Stoffwechselprozesse des Körpers massiv beeinflussen. Mir ist im Gegenzug absolut unbegreiflich, wie manche Menschen z.B. die Verhütungspille so unkritisch sehen. Ich kann absolut keine Frau verstehen, die sich das freiwillig antut. Wobei ich Thyroxin nicht mit der Pille gleichsetzen möchte.

    Zitat Zitat von DonnaS. Beitrag anzeigen
    Wir sind so glücklich heutzutage für alles eine kleine Tablette zu haben und dann verwehren sich manche dagegen.
    Ich bin auch froh, dass es diese Behandlungsformen heutzutage gibt, für die Fälle, wo es eben notwendig ist. Aber viele Menschen schmeißen heutzutage viel zu leichtsinnig und unkritisch irgendwelche Medikamente ein. Das kann auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Und irgendwann wirkt es dann eben auch nicht mehr, siehe Antibiotika.

  5. #25
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    Standard AW: Hashimoto durch Zufall entdeckt, beschwerdefrei - und jetzt?

    Zitat Zitat von DonnaS. Beitrag anzeigen
    Ich finde es absolut unverantwortlich, wie manche mit der eigenen Gesundheit und jener der ungeborenen Kinder umgehen.
    Wieso nimmt man dann Folsäure und andere Vitamine, aber kein LT?
    Das ist mir unbegreiflich.
    Auch, wenn das an Layla ging und vielleicht meintest Du damit nicht mich speziell, dann entschuldige mich bitte. Aber so möchte ich das dennoch nicht stehen lassen.
    Wenn es mir egal wäre und wenn ich völlig unverantwortlich handeln wollte, hätte ich sicher nicht hier um Hilfe und um Eure Einschätzung gebeten. Dann hätte ich den Befund einfach ignoriert und keinen weiteren Gedanken daran verschwendet.
    Wenn alle gesagt hätten, Du solltest wirklich jetzt sofort schon Thyroxin nehmen, dann hätte ich meine Einstellung sicher auch mal überdacht.
    Zudem finde ich, dass es zu verantwortlichem Handeln auch dazu gehört, dass man sich informiert und dann eben versucht, eine gute Entscheidung zu treffen. Verantwortliches Handeln heißt nicht unbedingt immer, den Empfehlungen von Ärzten jederzeit blind zu folgen.

    Man kann gleichzeitig dankbar für die moderne Medizin und ihre Errungenschaften sein, und dennoch auch ein gesundes Maß an Skepsis behalten.

  6. #26
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    Standard AW: Hashimoto durch Zufall entdeckt, beschwerdefrei - und jetzt?

    Zitat Zitat von Soulbird Beitrag anzeigen

    Woher kommt die pauschale Ablehnung von Hormonen? Wegen der negativen Berichte über die Hormonersatztherapie in den Wechseljahren, Hormonfleisch ...? Das sind andere Baustellen.
    Thyroxin ist naturidentisch, man ersetzt damit nur, was dem Körper fehlt oder knapp ist.
    So genau kann ich es nicht erklären. Ich habe z.B. auch noch nie in meinem Leben hormonell verhütet.
    Die Vorstellung, dass da etwas „von außen“ in meinen Körper zugeführt wird und in körpereigene Vorgänge eingreift gefällt mir einfach nicht. Grundsätzlich traue ich dem menschlichen Körper auch gute Selbstheilungskräfte zu und dass er vieles abfangen kann (ja, ich weiß, Hashimoto ist leider nicht heilbar…aber so grundsätzlich halt).
    Ich kann das nachvollziehen, soweit es um künstliche Manipulationen des Hormonhaushalts geht. Die Pille ist nicht nötig, wenn man mit den Alternativen klarkommt.

    Mir hatte meine frühere Gynäkologin mehrfach die Pille angeboten wegen kleiner Symptome, die zyklusabhängig waren. Wohl nach dem Motto: Wenn wir den natürlichen Zyklus ausknocken, ist auch nichts mehr da, was zyklusabhängig lästig sein kann. Das habe ich nicht mitgemacht und später bin ich die Problemchen mit naturidentischem Progesteron losgeworden. Habe also das aufgefüllt, was der Körper gerade nicht ausreichend produziert hat. Das mache ich gern, wenn es hilft und nicht schadet.

    Was als natürlich gilt, ist sowieso Definitionssache und das teils völlig willkürlich. Ein Beispiel: In der Alternativmedizin und Naturheilkunde wird naturidentisches Progesteron tendenziell als natürliche und sanfte Medizin beworben (und dabei fälschlicherweise so getan, als sei es nur als teure Privatleistung zu haben), das ebenfalls naturidentische Thyroxin wird eher der bösen Schulmedizin und geldgeilen Pharmaindustrie zugerechnet. Das ist Bluff, denn beides kommt aus dem Labor der Industrie und beides ist naturidentisch gebaut (oder werblich formuliert "natürliches Hormon").
    Geändert von Irene Gronegger (19.07.17 um 17:08 Uhr)

  7. #27
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    Zitat Zitat von Soulbird Beitrag anzeigen
    Auch, wenn das an Layla ging und vielleicht meintest Du damit nicht mich speziell, dann entschuldige mich bitte. Aber so möchte ich das dennoch nicht stehen lassen.
    Wenn es mir egal wäre und wenn ich völlig unverantwortlich handeln wollte, hätte ich sicher nicht hier um Hilfe und um Eure Einschätzung gebeten. Dann hätte ich den Befund einfach ignoriert und keinen weiteren Gedanken daran verschwendet.
    Wenn alle gesagt hätten, Du solltest wirklich jetzt sofort schon Thyroxin nehmen, dann hätte ich meine Einstellung sicher auch mal überdacht.
    Zudem finde ich, dass es zu verantwortlichem Handeln auch dazu gehört, dass man sich informiert und dann eben versucht, eine gute Entscheidung zu treffen. Verantwortliches Handeln heißt nicht unbedingt immer, den Empfehlungen von Ärzten jederzeit blind zu folgen.

    Man kann gleichzeitig dankbar für die moderne Medizin und ihre Errungenschaften sein, und dennoch auch ein gesundes Maß an Skepsis behalten.
    Doch, doch, ich meinte gerade dich und zwar folgende Behauptung:

    Zitat Zitat von Soulbird Beitrag anzeigen
    Ich finde, es gibt durchaus einen Unterschied zwischen Vitaminen und Mineralstoffen, welche man sowieso auch über die Nahrung zuführt oder Hormonen, die im Körper gebildet werden und die Stoffwechselprozesse des Körpers massiv beeinflussen. Mir ist im Gegenzug absolut unbegreiflich, wie manche Menschen z.B. die Verhütungspille so unkritisch sehen. Ich kann absolut keine Frau verstehen, die sich das freiwillig antut. Wobei ich Thyroxin nicht mit der Pille gleichsetzen möchte.



    Ich bin auch froh, dass es diese Behandlungsformen heutzutage gibt, für die Fälle, wo es eben notwendig ist. Aber viele Menschen schmeißen heutzutage viel zu leichtsinnig und unkritisch irgendwelche Medikamente ein. Das kann auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Und irgendwann wirkt es dann eben auch nicht mehr, siehe Antibiotika.
    Das stimmt so nicht ganz: Vitamin D zum Beispiel ist ein Hormon, das vom Körper selbst produziert wird unter der Einwirkung von Sonnenlicht.
    Trotzdem sind irgendwelche Normwerte im Umgang, die kein Mensch ohne Zufuhr von außen erfüllen kann.
    Ob das wirklich so naturgemäß ist?

    Thyroxin ist weder eine Verhütungspille, noch ein AB.
    Man kann sich natürlich damit überdosieren und ja, es greift in den Hormonhaushalt ein, aber das ist so gewollt.
    Schließlich tun das die Hormone deiner eigenen SD auch – viele Vorgänge im Körper regulieren.
    Und es wird niemals aufhören zu wirken, wie die AB.

    Verstehe mich bitte nicht falsch: Niemand will dir Euthyrox aufzwingen bei deinen og. Werten.
    Wir alle möchten dich nur darauf sensibilisieren, LT nicht aus Prinzip abzulehnen, wenn du schwanger wirst und hypothyreot.
    Die Gefahr ist nicht zu ignorieren bei den AK und den Zustand der SD.

    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen
    Ich kann das nachvollziehen, soweit es um künstliche Manipulationen des Hormonhaushalts geht. Die Pille ist nicht nötig, wenn man mit den Alternativen klarkommt.

    Mir hatte meine frühere Gynäkologin mehrfach die Pille angeboten wegen kleiner Symptome, die zyklusabhängig waren. Wohl nach dem Motto: Wenn wir den natürlichen Zyklus ausknocken, ist auch nichts mehr da, was zyklusabhängig lästig sein kann. Das habe ich nicht mitgemacht und später bin ich die Problemchen mit naturidentischem Progesteron losgeworden. Habe also das aufgefüllt, was der Körper gerade nicht ausreichend produziert hat. Das mache ich gern, wenn es hilft und nicht schadet.

    Was als natürlich gilt, ist sowieso Definitionssache und das teils völlig willkürlich. Ein Beispiel: In der Alternativmedizin und Naturheilkunde wird naturidentisches Progesteron tendenziell als natürliche und sanfte Medizin beworben (und dabei fälschlicherweise so getan, als sei es nur als teure Privatleistung zu haben), das ebenfalls naturidentische Thyroxin wird eher der bösen Schulmedizin und geldgeilen Pharmaindustrie zugerechnet. Das ist Bluff, denn beides kommt aus dem Labor der Industrie und beides ist naturidentisch gebaut (oder werblich formuliert "natürliches Hormon").
    Dazu ist wenig hinzuzufügen, außer dass viele Frauen, mich einschließlich, sich nicht unendlich viele Kinder leisten können und dabei war und ist die Pille ein Segen.
    Mich hat sie nicht umgebracht.

    Und zuletzt das hier:

    Zitat Zitat von Soulbird Beitrag anzeigen
    Liebe Laly, mir tut es sehr leid, was Du erleben musstest :-(.
    Ich kann verstehen, dass Du vor dem Hintergrund Deiner sehr schmerzhaften und schlimmen Erfahrungen meine Haltung wahrscheinlich mehr als befremdlich findest, und ich hätte es Dir sehr gewünscht, dass Deine Ärzte bei Dir genauer hingeschaut hätten.

    Am Ende weißt Du jedoch auch nicht sicher, dass Du diese Erfahrungen wirklich wegen einer UF machen musstest.
    Vielleicht wäre es mit Thyroxin gut gegangen, vielleicht aber auch trotzdem nicht. Wahrscheinlich bin ich da zu schicksalsgläubig, ich denke nämlich, dass das, was sein soll, auch passieren wird und der Gedanke, dass wir Menschen auch nur irgendwas unter Kontrolle hätten, ein Irrglaube ist. Wir können noch so viel machen und tun, wenn es nicht so sein soll, wird es nicht sein.

    Vor der Schwangerschaft als solches habe ich sehr großen Respekt (und ja, auch viel Angst), und ich weiß, dass dabei mit einem selbst und dem Kind ziemlich üble Dinge geschehen können. Also ich habe da weiß Gott keine Hollywood-Bilderbuch-Phantasie im Kopf. Nur, was ich mir für Dich damals dringend gewünscht hätte - dass man genauer hingeschaut hätte, wird meines Erachtens nach heutzutage in vielen Fällen einfach viel zu viel gemacht. Und genau dieses ganze „zu viel“ hätte ich gerne einfach nicht gehabt. Ich bin aber selbst schuld, ich hätte einfach gar nicht erst zum Hausarzt gehen und ihm von meinem Kinderwunsch erzählen sollen. Ich bin einfach selbst schuld und es war total blöd von mir, mit meiner inneren Einstellung diese Maschinerie ins Rollen zu bringen.

    Aus der Schwangerschaft wird meinem Empfinden nach von vielen Ärzten von Beginn an eine „Krankheit“ gemacht. Man wird als Schwangere mit tausend Sachen verunsichert, was alles sein könnte, bei jeder kleinen Abweichung von der Norm wird einem Angst gemacht, Zweifel gesäht und ein schlechtes Gewissen eingeredet, was alles an ganz schlimmen Dingen geschehen könnte, wenn man das und das nicht macht und befolgt. - ganz unabhängig davon, dass diese schlimmen Sachen oft nur in einem ganz kleinen Teil der Fälle auch tatsächlich eintreffen.

    Ich würde mir grundsätzlich wieder mehr Vertrauen in den menschlichen Körper und die Natur wünschen. Und Ärzte wissen auch nicht alles, irren sich. Ich möchte nicht wissen, wie viele gesunde, angeblich behinderte Kinder irrtümlich abgetrieben wurden, weil Ärzte sich geirrt haben.

    Ich finde nicht, dass es etwas mit „Kopf in den Sand“ stecken zu tun hat, wenn man einfach etwas Gottvertrauen haben möchte. Und ja, wenn es Probleme gibt - in der Schwangerschaft zB irgendwas wirklich auffällig ist, zB ein erhöhter TSH, kann man immer noch reagieren.

    Vielleicht bin ich da auch wegen meiner eigenen Geschichte irgendwie vorbelastet, meine Mutter hat mich Mitte der 80er 3 (!) Wochen übertragen (heutzutage springen die Ärzte ja schon bei ein paar Tagen im Kreis und raten dringend zu Einleitungen), und sie war fast 40. Damals noch ein eher ungewöhnlich hohes Alter. SD-Probleme hatte sie ja auch. Ich bin aber völlig gesund zur Welt gekommen. Also ich glaube, was passiert und ob etwas gut geht oder nicht, liegt nur zu einem kleinen Teil in unserer Hand, auch, wenn das für viele Menschen heutzutage nur noch schlecht anzunehmen ist.

    Ich hoffe, dass meine Antwort nicht unsensibel ist, aber ich kann halt auch nicht einfach aus meiner Haut, tut mir leid :-(.
    Wünsche auch jeder Frau, die all die medizinische Aufmerksamkeit und Kontrollen möchte, dass sie diese in vollumfänglichen Ausmaß und bestmögliche Behandlung erhält, aber Menschen sind halt unterschiedlich.
    Bei allem Respekt vor deiner Erfahrung und Lebenseinstellung, die zu bewerten mir nicht zusteht, finde ich, dass du etwas sensibler auf den Bericht von laly hättest eingehen können, ggf. auch aus deiner Haut können.
    Das gehört letztendlich zu einem guten und respektvollen Umgang miteinander im Forum.
    Sie hat einfach ihre eigene leidvolle Erfahrung geschildert mit dem Wunsch dir zu helfen und verdient absolut nicht unter Zweifel gestellt zu werden.

    Liebe Grüße
    Donna

  8. #28
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    Zitat Zitat von Soulbird Beitrag anzeigen
    Auch, wenn das an Layla ging und vielleicht meintest Du damit nicht mich speziell, dann entschuldige mich bitte. Aber so möchte ich das dennoch nicht stehen lassen.
    Wenn es mir egal wäre und wenn ich völlig unverantwortlich handeln wollte, hätte ich sicher nicht hier um Hilfe und um Eure Einschätzung gebeten. Dann hätte ich den Befund einfach ignoriert und keinen weiteren Gedanken daran verschwendet.
    Wenn alle gesagt hätten, Du solltest wirklich jetzt sofort schon Thyroxin nehmen, dann hätte ich meine Einstellung sicher auch mal überdacht.
    Zudem finde ich, dass es zu verantwortlichem Handeln auch dazu gehört, dass man sich informiert und dann eben versucht, eine gute Entscheidung zu treffen. Verantwortliches Handeln heißt nicht unbedingt immer, den Empfehlungen von Ärzten jederzeit blind zu folgen.

    Man kann gleichzeitig dankbar für die moderne Medizin und ihre Errungenschaften sein, und dennoch auch ein gesundes Maß an Skepsis behalten.
    Das kann ich nur unterschreiben.

  9. #29
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    Standard AW: Hashimoto durch Zufall entdeckt, beschwerdefrei - und jetzt?

    Hallo Soulbird,

    Zitat Zitat von Soulbird Beitrag anzeigen
    Ah, okay :-). Danke für die Erläuterungen. Hatte es dann auch selbst in meinem Befund nochmal nachgeschaut und gesehen.
    Gern geschehen.

    Wahnsinn, da hast Du ja wirklich so einiges durch :-(. Ich finde Deine Geschichte echt beeindruckend.
    Mir ist aber auch klar, dass es bei Dir wohl wirklich ein spezieller Fall war. Bei vielen Menschen wird das Thyroxin wohl auch tatsächlich helfen, nehme ich an
    Zum Glück hat man heute mehr Möglichkeiten sich selbst zu informieren. Aber es hätte halt gar nicht erst so weit kommen dürfen, wie in meinem Falle. Aber lieber jetzt als nie...

    Klar, war meine SD anfangs auch etwas zu groß, man hatte es ja auch schon als Laihe gesehen. Aber ich hätte eben halt nur eine begrenzte Zeit ein Medi nehmen dürfen, wenn überhaupt. Vielleicht hätte eine optimierte Ernährung damals und Stressreduktion auch geholfen.

    Zudem war es ja damals auch das falsche Medi, dieses LT ähnliche T4/T3 Präparat. Denn das machte ja damals alles nur noch viel schlimmer, sprich, ich war in massivster Überdosierung gelandet und konnte die Symptome damals nur nicht richtig deuten.

    Aber meine dam. Ärztin wollte es eben auch nicht deuten. Zumindest SIE hätte es wissen müssen und das Medi erst gar nicht verschreiben bzw. es dann zumindest absetzen lassen, wie es mein damals nachvolgender HA tat.

    Aber naja... Sei es drum.

    Andererseits denke ich mir auch - wenn man nur Thyroxin zuführt, doktert man doch eigentlich eh nur an den Symptomen rum.
    Genau so sehe ich es ja auch, zumal manche erst mit Beginn der Einnahme Probleme bekommen. Und dann heißt es gern hier im Forum, naja, das sei die Einstellungsphase und Geduld ist gefragt und das wird schon noch.

    Aber bei vielen wird es eben nicht...

    Ich bin auch immer für Ursachenforschung und viele Ursachen liegen nun mal in der Ernährung und am Stress usw..

    Eine Autoimmunerkrankung ist ja eigentlich keine Krankheit der SD, sondern des Immunsystems.
    Rein theoretisch ist mir schon klar, was Autoimmunkrankheiten sind bzw. sein sollen. Aber irgendwie bin ich mir da gar nicht so sicher, dass manche Erkrankungen wirklich immer "autoimmun" sind. Das wird von der Schulmedizin vielleicht gern nur so deklariert, um dann eben diverse Medis zu verabreichen. Aber das wollen eben viele gar nicht wissen bzw. wahrhaben.

    Die schlucken dann Medies und wenn dann Folgeerkrankungen durch diese Medies entstehen, gibt es dann dafür wiederum Medies und immer so weiter. Das kanns dann m.M.n. nicht sein.

    Daher bin ich generell der Meinung, zumindest seit den letzten Jahren, dass man Prävention betreiben soll und versuchen sollte die Ursachen zu vermeiden und wenn Krankheiten bereits aufgetreten sind, nach deren Ursachen zu suchen. Aber das kann ja etwas Mühe machen, mehr Aufwand als einfach mal ne Pille einzuwerfen und gut iss.

    Vielleicht kommen viele dieser Erkrankungen überhaupt gar nicht von der SD, sondern die Ursachen sitzen eigentlich woanders.
    Auch die Zwangsjodierung in Deutschland seit der 90er Jahre hat ihre negativen Auswirkungen uvm..

    Ultraschallgeräte werden immer unterschiedliche Werte ausspucken, je nach Modell und wie der Arzt drauf schaut.
    Ja, das ist auch so. Mir hat auch mal ein Radiologe gesagt, dass es auch bei den Geräten selber Unterschiede gibt und man den US dann lieber in einem spezialisierten Zentrum machen lassen sollte, da die Geräte einfach aussagefähiger sind.

    Das geht ein wenig in Richtung Paläo-Ernährung?
    Hm, das kann ich jetzt gar nicht so genau sagen. Habe grad mal nachgeschaut, was Paläo genau beinhaltet.:

    http://www.urgeschmack.de/die-paleo-diaet/#what

    Naja, ich mache jetzt nicht bewusst auf Paläo oder irgend etwas an Diäten. Ich habe einfach so meine Ernährung nach und nach geändert und das dann so allmählich verinnerlicht, einfach weil es für mich notwendig war/ist.

    Wie gesagt, man hatte vor einigen Jahren bei mir zuerst ausgeprägte Lactoseintoleranz und Fructoseintoleranz und dann später Sprue diagnostiziert, nach dem ich mich mit den schönsten Symptomen diesbezüglich herum geschlagen habe.

    Aber ich bin der Meinung, dass das auch bei vermeintlich gesunden Menschen angebracht ist, sich glutenfrei und milchfrei zu ernähren.

    Dann ist ja auch die Sache mit dem Weizen, den man meiden sollte, nicht nur wegen dem Gluten, sondern den Lektinen und anderen Stoffen, die schädlich sind.

    Klingt auf jeden Fall sehr gesund und gut.
    Danke. Ich profitiere auf jedem Fall davon, aber auch mein Freund, bei dem noch keine Sprue nachgewiesen wurde. Aber er hat seit dem er auch meist glutenfrei mit isst, seinen Bauch verabschieden können.
    Auch seine psoriatischen Symptome haben sich wesentlich verbessert. Er braucht z.B. kein Antihistaminikum mehr.

    Hatte das (Paläo) eine Zeit lang verfolgt, aber für den Alltag ist mir das leider auf Dauer doch nichts :-(
    Ich habe es nicht wirklich verfolgt, auch keine andere spezielle Diät. Es war bei mir halt die Notwendigkeit der glutenfreien Ernährung und da habe ich halt auch nach und nach die Ernährung im Allgmeinen optimiert, um auch mein Immunsystem zu stärken, meine Haut zu verbessern usw..

    Wobei ich versuche, Getreide nur selten zu essen, Fertigprodukte auch. Milchprodukte auch eher selten, wenn möglich Bio / aus Weidemilch.
    So ganz weg, wirklich ganz weg, kam ich von Milchprodukten leider noch nicht, wie lactosefreien Käse oder Schlagsahne, die ich ab und an mal zum Verfeinern der Speisen verwende. Aber Sahne wird von lactoseintoleranzen Menschen seltsamerweise meist gut vertragen, da sie mehr Fett enthält und wohl kaum/keine? Lactose.

    Aber an Stelle von Milch oder auch Sahne verwende ich sehr oft Kokosmilch, Hafer-, Reismilch o.ä.. Das heißt zwar "-milch", ist aber keine im eigentlichen Sinne. Aber das ist echt lecker und lässt sich gut bei vielen Mahlzeiten einsetzen.

    Und Fleisch esse ich jetzt nicht so in Massen, aber ab und an auch mal Wurst und Schinken, aber halt in Maßen.

    Ja, da hast Du wohl Recht - es ist nie zu spät :-). Nochmal danke, dass Du das mit mir geteilt hast.
    Wünsche Dir auch alles Gute und dass Du in Zukunft fit + munter bleibst :-)

    Liebe Grüße
    Lieben Dank. Dir ebenfalls.

    Und liebe Grüße
    Conny
    Geändert von Conny2 (20.07.17 um 20:37 Uhr) Grund: Immer dieser Fehlerteufel, grmpf...

  10. #30
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    Standard AW: Hashimoto durch Zufall entdeckt, beschwerdefrei - und jetzt?

    Irene Gronegger: Mir hatte meine frühere Gynäkologin mehrfach die Pille angeboten wegen kleiner Symptome, die zyklusabhängig waren. Wohl nach dem Motto: Wenn wir den natürlichen Zyklus ausknocken, ist auch nichts mehr da, was zyklusabhängig lästig sein kann. Das habe ich nicht mitgemacht und später bin ich die Problemchen mit naturidentischem Progesteron losgeworden.
    Das finde ich ziemlich stark! Leider gibt es viel zu viele Frauen, die da nicht so reflektiert sind und die Pille relativ gedankenlos einnehmen - sie wird einem von vielen Ärzten ja auch leider als „harmlos“ und Wundermittel gegen allerlei Problemchen verkauft.

    In meinen Augen absolut unverantwortlich, erst Recht, wenn es sich dabei um minderjährige Mädchen handelt. Das ist in meinen Augen Körperverletzung.

    Irene Gronegger: Was als natürlich gilt, ist sowieso Definitionssache und das teils völlig willkürlich. Ein Beispiel: In der Alternativmedizin und Naturheilkunde wird naturidentisches Progesteron tendenziell als natürliche und sanfte Medizin beworben (und dabei fälschlicherweise so getan, als sei es nur als teure Privatleistung zu haben), das ebenfalls naturidentische Thyroxin wird eher der bösen Schulmedizin und geldgeilen Pharmaindustrie zugerechnet.
    Du hast Recht, diese Unterscheidung ist völlig willkürlich und unlogisch.
    Ich für mich persönlich hätte allerdings auch bei der Anwendung / Einnahme von naturidentischen Hormonen Magenschmerzen, also auch mit Progesteron. Ich finde, das ist etwas, was jeder für sich selbst entscheiden muss und es wird jeder seine Gründe haben, warum er manche Dinge so oder anders sieht.

    Donna S.: Doch, doch, ich meinte gerade dich
    Okay, das finde ich schade und dann habe ich mich ja zu Recht von Deinen harschen Worten betroffen gefühlt. Wie gesagt, ich hätte nicht hier um Rat gefragt, wenn ich so völlig unverantwortlich wäre, und ich finde es sehr schade, dass Du mir sowas unterstellst! Auch, wenn Du meine Einstellung nicht verstehen oder nachempfinden kannst, heißt es ja nicht, dass ich mir nicht trotzdem Gedanken mache.

    Donna S.: Thyroxin ist weder eine Verhütungspille, noch ein AB.
    Man kann sich natürlich damit überdosieren und ja, es greift in den Hormonhaushalt ein, aber das ist so gewollt.
    Ich möchte nicht, dass _irgendetwas_ in meinen Hormonhaushalt eingreift, außer den Hormonen, die mein Körper selbst produziert...

    Donna S.: Verstehe mich bitte nicht falsch: Niemand will dir Euthyrox aufzwingen bei deinen og. Werten.
    Wir alle möchten dich nur darauf sensibilisieren, LT nicht aus Prinzip abzulehnen, wenn du schwanger wirst und hypothyreot.
    Die Gefahr ist nicht zu ignorieren bei den AK und den Zustand der SD.
    Ich lehne Thyroxin nicht aus Prinzip ab (also im Sinne von, ich würde es niemals nicht nehmen) Ich würde es einfach nur gerne, wenn es irgend geht, vermeiden dieses zu nehmen, eben wegen meiner tief empfundenen Abneigung dagegen. Deshalb habe ich hier um Rat gefragt, ob es vertretbar ist, mit meinen Werten abzuwarten.
    Und das tue ich wegen meinem KiWu. Wenn ich den nicht hätte, wäre für mich eh klar, dass ich nichts nehmen würde (also zumindest so lange, wie es mir einigermaßen gut geht und / oder ich die Beschwerden nicht anderweitig - Ernährungsumstellung etc pp in den Griff bekomme.
    Abgesehen davon glaube ich leider sowieso nicht, dass es „gesund“ sein kann, etwas zu nehmen, was man ablehnt.

    Donna S.: Dazu ist wenig hinzuzufügen, außer dass viele Frauen, mich einschließlich, sich nicht unendlich viele Kinder leisten können und dabei war und ist die Pille ein Segen. Mich hat sie nicht umgebracht.
    Das muss jede Frau für sich selbst entscheiden, was sie ihrem Körper zumuten möchte und was für sie am besten passt.
    Es gibt auch gute Verhütungsmethoden, die gänzlich ohne Hormone auskommen, also der Verzicht auf die Pille bedeutet nicht automatisch reichen Kindersegen ;-).


    Donna S.: Bei allem Respekt vor deiner Erfahrung und Lebenseinstellung, die zu bewerten mir nicht zusteht, finde ich, dass du etwas sensibler auf den Bericht von laly hättest eingehen können, ggf. auch aus deiner Haut können.
    Das gehört letztendlich zu einem guten und respektvollen Umgang miteinander im Forum.
    Sie hat einfach ihre eigene leidvolle Erfahrung geschildert mit dem Wunsch dir zu helfen und verdient absolut nicht unter Zweifel gestellt zu werden.
    Ja, da hast Du Recht, und ich möchte mich an dieser Stelle dafür entschuldige!
    Mein Beitrag sollte nicht unsensibel sein, aber ich bin in sowas leider einfach gar nicht gut…tut mir leid.

    Und auch, wenn wir manche Sachen ziemlich unterschiedlich sehen, so bedanke ich mich trotzdem auch für Deine Beiträge, sie waren hilfreich.

    Conny: Daher bin ich generell der Meinung, zumindest seit den letzten Jahren, dass man Prävention betreiben soll und versuchen sollte die Ursachen zu vermeiden und wenn Krankheiten bereits aufgetreten sind, nach deren Ursachen zu suchen. Aber das kann ja etwas Mühe machen, mehr Aufwand als einfach mal ne Pille einzuwerfen und gut iss.
    Ja, sehe ich auch so…aber anscheinend sind wir da hier etwas auf verlorenem Posten mit unserer Einstellung ;-)

    Wobei ich nochmal ausdrücklich betonen möchte, dass ich jeden verstehen kann, der Beschwerden hat, dem es schlecht geht und dann Thyroxin nimmt. Absolut!
    Alles andere ist eben persönliche Einstellungssache. Ob man dann mit der Pille glücklich und zufrieden ist, oder doch nochmal andere alternative Wege zusätzlich versucht.

    Mir geht es aber nunmal halt gut und ich habe keine Beschwerden. Ich habe Angst davor, dass meine Krankheit durch das Thyroxin erst richtig zum Ausbruch kommt. Ich habe Angst davor, mich dann schlechter zu fühlen. Davor, dass ich dann erst Probleme bekomme, die ich vorher nicht hatte, und mich dann hinterher zu ärgern.


    LG

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