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Thema: Magnesiummangel?/Vitamin D/ Schwierigkeiten mit Ärzten im osteuropäischen Ausland

  1. #1
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    Standard Magnesiummangel?/Vitamin D/ Schwierigkeiten mit Ärzten im osteuropäischen Ausland

    Liebe Forumsnutzer und -nutzerinnen,

    seit einigen Wochen nun lese ich in diesem Forum, auf das ich in der Not meiner Symptome gestoßen bin. Sämtliche Forumsdiskussionen habe ich durchforstet und wieder und wieder gelesen. Dennoch möchte ich heute einen eigenen Beitrag eröffnen, denn ich komme einfach nicht weiter.

    Kurz zu mir, ich bin 26, weiblich, Studentin und derzeit auf einer lange geplanten Reise, die ich mir zum Studienabschluss gönnen wollte. Umso schlimmer, dass ich seit Wochen mit all diesen Symptomen zu kämpfen habe. Eine Autoimmunerkrankung habe ich nicht, ich hoffe, ich kann trotzdem auf eure Hilfe zählen!

    Ich befinde mich momentan im osteuropäischen Ausland, die Kommunikation mit den Ärzten ist hier unglaublich schwer und das Gesundheitssystem einfach anders als in Deuthschland.

    Ich fange von vorne an: Kurz vor Beginn der Reise, die von April bis August dauern soll, habe ich aufgrund vieler Erkältungen in der Winterzeit Vitamin D eingenommen. Ich habe mich sehr blauäugig nicht weiter darüber informiert, sondern es auf Empfehlung von meiner Schwester,die es sehr gut verträgt, eingenommen. Es handelte sich um 20.000 IE von Vitabay, die alle 20 Tage eingenommen werden sollen. Zusätzlich habe ich jeden zweiten Tag 300mg Magnesiumcitrat eingenommen. Sehr schnell kamen die ersten Symptome, starker Schwindel, kalte Füße, Erschöpfung. Da ich die Verbindung zum Vitamin D nicht herstellte und die Symptome nach zwei Wochen abklangen, nahm ich drei Wochen später die nächste Vitamin D Tablette. Schwindel, kalte Füße, extreme Verspannungen in Rücken und Nacken, Schluckbeschwerden ohne Halsschmerzen, Erschöpfung waren die Symptome. Das war in Kroatien. Ich ging zum Arzt. Diese konnte kaum Englisch, konnte mir nicht helfen, sagte Vitamin D habe keine Nebenwirkungen. Ich fing also an zu googeln und durchforstete sämtliche Ärzte- und Apothekenseiten sowie sämtliche Forenbeiträge hier, immer mit dem gleichen Ergebnis: Magnesiummangel. Ohne das abzuklären, beschloss ich, aufgrund der vielen passenden Symptome Magnesiumcitrat zu nehmen und das Vitamin D komplett abzusetzen. Zwei Wochen nahm ich ca. 600mg Magnesiumcitrat, an manchen Tagen etwas mehr. Der Schwindel und die Schluckbeschwerden verschwanden nach wenigen Tagen, die Verspannungen blieben, mal waren sie schlechter, mal besser, schränkten mich aber weiterhin sehr ein. Ich fühlte mich auch stärker. Nach zwei Wochen setzte ich das Magnesium ab. Da ich es ohne ärztliche Absprache nahm, hatte ich Sorge vor einer Überdosierung, zudem hatte ich das Gefühl extrem müde zu werden, mein Stuhl war weich, ich fühlte mich benommen und mir war wieder etwas schwindelig. Zudem bekam ich direkt nach der Einnahme starkes Kribbeln in den Händen.

    5 Tage später ging ich in Belgrad zum Arzt, ich war extrem erschöpft und wollte endlich einen Arzt sprechen Außer erhöhtem Herzschlag (119), war alles in Ordnung. Der Bluttest war auch gut, außer einem Vitamin D-Mangel mit 16ng/ml. Magnesium mit 0,82 mmol/L und Calcium mit 2,44 mmol/L im Normalbereich. Der Arzt verschrieb mir einen Vitamin Komplex (Urutal 8mg tableta) und sagte, ich solle in fünf Tagen wiederkommen.
    Heute war ich wieder dort, Schwindel, kalte Füße, Augenlidzucken und extreme Verspannungen in Rücken und Nacken habe ich weiterhin, dazu kommt verstärkter Haarausfall. Der ist nicht extrem, aber doch eine deutliche Veränderung zu vorher. Der Arzt hat mir jetzt stärkere Schmerzmittel als Paracetamol es sind, verschrieben und sagt, ich soll Urutal weiternehmen. Wenn es nicht besser wird, in sieben Tagen einen Neurologen konsultieren. Das war eine Privatklinik, die von der deutschen Botschaft empfohlen wurde und mir einen Englischübersetzer geboten hat, trotzdem bin ich skeptisch. Auf meine Frage, ob es sich trotz guter Blutserumwerte um einen Magnesiummangel handeln könnte (dass der Serumwert nicht aussagekräftig sein muss, steht ja auf jeder deutschen Apothekenseite), da dieses ja anfangs so gut geholfen hatte, winkte er ab.

    Ich hatte vorher nie solche gesundheitlichen Probleme, alles kam durch die Einnahme der zwei Vitamin D-Tabletten. Bevor ich jetzt starke Schmerztabletten nehme und einen Neurologen konsultiere, würde ich gerne ausschließen, dass es weiterhin schlicht der Magnesiummangel ist, weil die Symptpme einfach so gut passen. Sicherlich habe ich das Magnesiumcitrat abgesetzt, weil es sich nicht mehr gut anfühlte, und als ich vor zwei Tagen aufgrund starker Rückenschmerzen und keiner Wirkung der Paracetamol abends noch einmal 200mg einnahm, waren Verspannungen und Schwindel am nächsten Tag wieder besonders schlimm. Dass das zusammenhängt, ist ja aber vielleicht auch unwahrscheinlich.
    Ich möchte mich ungern der Empfehlung des Belgrader Internisten widersetzen und einfach wieder Magnesium nehmen, vor allem, da ich es nicht ohne Grund abgesetzt habe. Da die Symptome so gut passen, die Erstverbesserung durch das Magnesium so hoch war, der Serumwert evtl. nicht ausschlaggebend ist und alles in direkter Folge der Vitamin D Einnahme kam und seitdem nicht weggeht, und auf sämtlichen Ärzte- und Apothekenseiten steht, ein Magnesiummangel braucht lange, um behoben zu sein, möchte ich euch einfach nochmal um Rat fragen. Haltet ihr einen Magnesiummangel weiterhin für wahrscheinlich? Wenn ja, warum sagt der Arzt, dass das nicht sein kann? Wieso habe ich auf einmal so schlecht auf das Magnesiumcitrat reagiert, wenn es doch lange keine Überdosis war?

    Ich sende euch liebe Grüße aus Serbien,

    Elipeli

  2. #2
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    Standard AW: Magnesiummangel?/Vitamin D/ Schwierigkeiten mit Ärzten im osteuropäischen Ausland

    Hallole,
    wurde mal deine SD gecheckt überhaupt mal untersucht ? Woher bist Du sicher dass es nicht doch die SD ist die Dir Probleme macht? Dauernde Erkältungen hatte meine Tochter auch bevor Ihre Hashi Diagnose kam.. jetzt gehts ihr wieder soweit gut.

    Dein vit D wert iss schon soo dass man was tun sollte..
    gruss otti

  3. #3
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    Standard AW: Magnesiummangel?/Vitamin D/ Schwierigkeiten mit Ärzten im osteuropäischen Ausland

    Deine tägliche Magnesiumdosis war sicherlich zu niedrig. Magnesium sollte auch idealerweise auf mehrere Portionen am Tag aufgeteilt werden, da man nicht mehr als 200 mg pro Dosis aufnehmen kann. Der Rest ist dann teuer und nur fürs Klo.

    20tsd UI Vitamin D alle 20 Tage ist auch viel zu niedrig. Schau doch mal im Forumswissen zum Thema D3 nach. Dort kannst du deine notwendige Dosis berechnen.

    Das Thema mit der SD solltest du auf jeden Fall nochmals angehen und falls du mehr Blutwerte hast und sie posten magst, dann könnten wir dir vlt. ein paar Hinweise geben.

  4. #4
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    Standard AW: Magnesiummangel?/Vitamin D/ Schwierigkeiten mit Ärzten im osteuropäischen Ausland

    Danke für die Antworten. Der Arzt hier hat aufgrund der Symptome auch die Schilddrüse im Verdacht gehabt. Die Werte im Bluttest sind außer dem Vitamin D aber alle gut.

    Ich weiß, dass 20.000 IE zu wenig sind. Da ich aber gerade auf Reisen bin und mit dieser Dosis erst alles begonnen hat (vorher ging es mir bis auf die häufigen Erkältungen im Winter gut!), möchte ich nicht weiter rumexperimentieren, sondern das angehen, wenn ich wieder zu Hause bin und deutschsprachige Ärzte konsultieren kann. Es hat mit dem Experimentieren ja alles begonnen. Jetzt geht es mir vor allem darum, wieder den Zustand zu erreichen, den ich vor der ersten Vitamin D Einnahme hatte, damit ich diese Reise genießen kann und nicht die ganze Zeit mit Arztbesuchen verbringe und erschöpft im Bett liege...

    Die Blutwerte poste ich gerne noch, waren aber alle gut.

  5. #5
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    Standard AW: Magnesiummangel?/Vitamin D/ Schwierigkeiten mit Ärzten im osteuropäischen Ausland

    Magnesium habe ich auch aufgeteilt, immer 200mg auf einmal genommen, drei Mal am Tag.

  6. #6
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    Standard AW: Magnesiummangel?/Vitamin D/ Schwierigkeiten mit Ärzten im osteuropäischen Ausland

    Es gibt viele, die Probleme mit Mg-Citrat haben. Ich würde einfach mal eine geringere Menge einer anderen Mg-Verbindung probieren. Bei Vitamin D besteht kein akuter Handlungsbedarf, während so einer Reise würde ich mich höchstens mal ein bisschen (mehr) der Sonne aussetzen, aber keine vermeidbaren Medikationsexperimente machen.

  7. #7
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    Standard AW: Magnesiummangel?/Vitamin D/ Schwierigkeiten mit Ärzten im osteuropäischen Ausland

    Also die SD solltest du wirklich untersuchen lassen, weil so wie es sich bei dir anhört liegt es nicht nur daran das du ein falsches Vitamin D zu dir genommen hast oder Magnesium. Du schreibst das du am Tag 3 Mal 200 mg nimmst, dass sind 600mg, ist das nicht zuviel? Eine empfohlene Gesamtzufuhr liegt bei Erwachsenen zwischen 300 und 400 mg. Von der Überdosis kannst du auch viele Nebenwirukungen haben.

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