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Thema: Sohn (4 Jahre) sämtliche Symptome einer Überfunktion der SD

  1. #1
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    Standard Sohn (4 Jahre) sämtliche Symptome einer Überfunktion der SD

    Hallo Liebe Forums-Teilnehmer,

    ich habe mich schon ein wenig eingelesen ins Forum, bin aber immer noch unsicher, ob ich mit meiner Vermutung richtig liegen könnte. Ich hoffe, dass mir jemand von euch vielleicht ein bischen weiter helfen kann.

    Mein Sohn (4 J.und 3 Monate) war schon immer ein schlechter Esser und lag seit dem 8.Lebensmonat (davor nicht) gewichtsmässig immer etwas unter der 3er Perzentile, aber trotz seiner geringen Mahlzeiten blieb er immer relativ konstant an dieser Linie orientiert (hielt also irgendwie sein Gewicht), aktuell ist er 105 cm gross und wiegt 14 kg. Wir waren sogar mal vor 1,5 Jahren stationär im SPZ wegen Fütterstörungen (er hatte halt selten Appetit und aß wenn dann nur mini Portionen)

    Nun ist es so, dass er seit ca 3-4 Wochen einen extremen Hunger entwickelt hat und mitunter auch 2 Stück Kuchen hintereinander essen kann nachmittags. Zu den anderen Mahlzeiten ist es genauso. Wir kochen ziemlich gesund und versuchen leere Kohlenhydrate zu vermeiden. Mittlerweile wacht er morgens auf und will sofort was essen, was vorher undenkbar war (er hatte nie gross Hunger zum Frühstück). Letzte Nacht zum Beispiel wachte er auf und wollte unbeding "süssen Saft" trinken, er hat richtig drum gebettelt. Sowas kenne ich nicht von ihm.

    Dazu kommt, dass er schon seit längerem (etwa 2 Monaten) sehr ängstlich. t.w. weinerlich und anhänglich ist aber auch sehr schnell wütend wird und regelrecht brüllt und schreit, wenn er zum Beispiel ein Spiel abbrechen soll weil er ins Bett muss oder wir irgendwo hin müssen. Sich selber gut runter zu regulieren konnte er immer schon nicht so gut aber ich habe den Eindruck, dass auch das immer schwieriger wird. Er schläft abends auch sehr schlecht ein, weil er irgendwie nicht zur Ruhe kommt. Schwitzen tut er schnell, das allerdings aber schon immer und nicht erst seit jetzt.
    Was sein Gewicht angeht, waren wir schon mal bei kurz vor 15kg aber jetzt wird es einfach nicht mehr. Trotz der riesiegen Mengen an Essen, nimmt er nicht zu (ich muss zugeben, wir wiegen ihn jetzt sehr häufig in den letzten zwei Wochen)

    Als ich der Kinderärztin sagte, dass ich den Eindruck habe, dass da etwas nicht stimmt und sein Essverhalten (gerade mit seiner Vorgeschichte) sehr ungewöhnlich sei, meinte sie er sei in einer Wachstumsphase (er hatte vor einer Woche auch drei Tage ziemliche Schmerzen im Bein, die jetzt aber weg zu sein scheinen). Ich denke aber, dass er dann doch auch mal zunehmen müsste, oder liege ich da falsch? Ich bin total unsicher und möchte eigentlich wissen was mit dem kleinen Kerl los ist, vorallem weil er sich ja anscheinend auch nicht gut fühlt. Ich mache mir große Sorgen und habe ein wenig Angst, dass zuviel Zeit vergehen könnte ehe man etwas diagnostiziert. Ich habe daher Schilddrüsenüberfunktion oder Diabetes im Hinterkopf.

    Daher wollte ich mal fragen, wie so eure Erfahrungen mit Kindern sind, die eine Überfunktion der Schilddrüse haben? Könnte das passen an Symptomen?
    Es wäre auch toll, wenn vielleicht jemand eine Tipp hätte, wie ich die Ärztin dazu bringen könnte, doch mal eine Diagnostik zu veranlassen und was alles getestet werden müsste. Ich hatte schon bei zwei Kinderendokrinologen in unserer Nähe angerufen aber die Termine wären dort erst ab September zu bekommen und akut kann man da nicht hin.

    Ich hoffe jemand hat vielleicht einen Rat für mich wie wir ihm helfen können, ich wäre euch sehr dankbar.
    Liebe Grüsse
    Geändert von Danim27 (15.05.17 um 21:42 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Sohn (4 Jahre) sämtliche Symptome einer Überfunktion der SD

    Also bei meinem Sohn war es Argument genug, dass ich eine autoimmune SD-Erkrankung habe. Ab dem Abstillen wurden die Werte 1/2-jährlich kontrolliert.

    Als die Werte (nicht das Kind) auffällig wurden, dann auch gleich Überweisung zum NUK. Der Kinderarzt wollte trotz Empfehlung des NUK kein LT geben, das hat dann auf meine Bitte mein Internist, später die HÄ mit übernommen.

    Hier wird oft von paradoxen Symptomen bei Kindern berichtet, nachdem mein Sohn nie in ÜF oder UF war, da rechtzeitig behandelt, kann ich dazu nichts sagen.

    Natürlich können Wachstum und Entwicklung auch hineinspielen, aber bei bekannten SD-Funktionsstörungen in der Familie ist eine SD-Kontrolle schon angezeigt!

    LG
    Kapsc

  3. #3
    Benutzer Avatar von Natur
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    Standard AW: Sohn (4 Jahre) sämtliche Symptome einer Überfunktion der SD

    Gab/gibt es Gabe von Antibiotika / Medikamenten / Impfungen?
    Wenn ja, welche genau?
    Geändert von Natur (15.05.17 um 16:17 Uhr)

  4. #4
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    Standard AW: Sohn (4 Jahre) sämtliche Symptome einer Überfunktion der SD

    Oh da ist es ja super, dass dein Sohn so schnell und gut behandelt wurde. Schön dass es Ärzte gibt, die da engagiert sind. Ich selber habe keine Schilddrüsenfunktionsstörung, so dass eine genetische Variante wahrscheinlich ausgeschlossen werden könnte (sein Vater hat auch keine).

    Was Medikamente und Impfungen angeht; Geimpft worden ist mein Kind bisher noch nicht. Antibiotika hat er das letzte mal vor einem Jahr bekommen mit anschließendem Darmaufbau. Medikamente hat er in den letzten Monaten kaum bekommen, mal pflanlichen Hustensaft und Nasentropfen bei Erkältung. Allerdings hatte er als das mit dem übermäßigen Hunger anfing, zwei Tage gelblichen Stuhlgang u einige Tage Unterbauchschmerzen, die aber auch nach 5 Tagen vorüber waren. Erst dachten wir an Magen Darm Infekt aber er hatte eigentlich keinen Durchfall und auch nicht erbrochen. Ich kann mir das alles nicht so recht erklären und habe da keinen Zusammenhang gesehen
    LG
    Geändert von Danim27 (15.05.17 um 21:36 Uhr)

  5. #5
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    Standard AW: Sohn (4 Jahre) sämtliche Symptome einer Überfunktion der SD

    Zitat Zitat von Danim27 Beitrag anzeigen
    Allerdings hatte er als das mit dem übermäßigen Hunger anfing, zwei Tage gelblichen Stuhlgang u einige Tage Unterbauchschmerzen, die aber auch nach 5 Tagen vorüber waren. Erst dachten wir an Magen Darm Infekt aber er hatte eigentlich keinen Durchfall und auch nicht erbrochen. Ich kann mir das alles nicht so recht erklären und habe da keinen Zusammenhang gesehen
    LG
    Nicht alle MD-Infekte gehen mit Durchfall und Erbrechen her. Die Unterbauchschmerzen deuten auf erhöhte Gasbildung durch einen Infekt und unvollständige Verdauung hin - da können die Schmerzen sehr heftig werden. Auch der gelbliche Stuhl deute auf einen Infekt hin (kommt meist bei Leber/Galle vor).

    Vielleich holt er jetzt beim Essen auf und hat einen Wachstumsschub. Bei Kindern verläuft ja so einiges in Schüben. Dunkel kann ich mich erinnern, dass mit ca. 4 Jahren eine weiter "Trotzphase" beginnen kann. Sogar bei meinem Sohn, der eher ruhig und zurückgezogen ist und war, gab es solche Phasen.

    Über das Impfen lässt sich trefflich streiten: meiner ist geimpft. Ich auch und habe die Impfungen trotz mehrere Autoimmunerkrankungen gut vertragen.

    Beim Essen bitte nicht zu streng auf gesund achten sondern freuen, dass er von selbst essen möchte. Ein Kind im Wachstum verträgt schon mal leere KH und verstoffwechselt sie auch, wenn die sonstige Nahrungszusammensetzung passt.......

    Mach mal vorsichtshalber den Termin bei den Kinderendokrinologen. Wenn du sagt, dass ihr auch spontan kommen könntet, falls ein Termin entfällt, habt ihr gute Chancen früher dranzukommen - so bin ich schon zu einigen zeitnahen Terminen gekommen.

    Ich weiß, es ist schwierig, wenn sich ein Kind so ganz anders als ungewohnt verhält. Aber als akut sehe ich die Situation noch nicht - doch aber beobachtenswert. Bei der KÄ müsstest du wahrscheinlich mit heftigeren Schilderungen auffahren (Wutanfälle, beruhigt sich nicht mehr, Schlafstörungen, etc.....) bis die tätig wird. Es stellt sich halt generell die Frage, ob es nicht mehr schadet als nützt wenn möglicherweise eine Entwicklungsphase pathologisiert wird.

    LG
    Kapsc

  6. #6
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    Standard AW: Sohn (4 Jahre) sämtliche Symptome einer Überfunktion der SD

    Lieben Dank für die ausführliche Antwort. Vieles sehe ich genauso und ich hätte auch garnicht so Sorge, wenn das mit dem Gewicht nicht wäre. Dass er wirklich garnicht zunimmt bei den Mengen, die er verputzt. Bei den kleinen Portionen vorher hielt er sein Gewicht und nahm zu, wenn auch sehr sehr langsam. Ich versteh nicht wo das Essen bleibt, dass er verputzt. Wir essen auch nicht dauernd gesund, es gibt auch Nudeln und Kuchen und was er sonst gern isst

    Ich werde den Rat beherzigen und den Kinderendokrinologen nochmal kontaktieren. Die Kinderärztin werde ich auch nochmal darauf ansprechen, was sie denkt zu unternehmen, ein normaler Zustand ist das ja nicht, denk ich. Deshalb hatte ich gefragt, wie so eure Erfahrungen in etwa waren/sind, weil es mich einfach verunsichert, dass das Gewicht so wenig bleibt.
    Ganz liebe Grüße

  7. #7
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    Standard AW: Sohn (4 Jahre) sämtliche Symptome einer Überfunktion der SD

    Alles klar, dann war das ein Missverständnis. Aber wenn das Gewicht nicht weiter rauf geht, sollt die Ärztin schon gründlich nachschauen.

    Gewichtsprobleme wie du sie bei deinem Sohn schilderst kenne ich eigentlich nicht.

    Wobei: mein Sohn war vor der Hashidiagnose so mit 6,7 Jahren auch sehr dünn, konnte alles essen ohne zuzulegen. Ich war bis 17 sehr schlank, untergewichtig, obwohl ich ordentlich gefuttert und keinen Sport betrieben hatte, richtig schwer übergewichtig wurde ich erst ab Mitte 30. Jetzt ist er, wie auch ich auf der rundlichen Seite, aber nicht adipös .

    Das ist schon so lange her, dass mich erst dein Beitrag erinnert. Da er aber vorher nie Probleme mit dem Essen hatte, hatte ich das nicht als Krankheits-Symptom gesehen.

    Könnte (bei uns) damit zusammenhängen, das Hashi oft mit eine ÜF beginnt, die aber nicht unbedingt bemerkt wird - wenn sie nicht zu heftig ist, fühlt man sich ja wohl und energievoll.

    Alles Liebe für euch!
    Kapsc

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