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Thema: Stochern im Nebel

  1. #11
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    Standard AW: Stochern im Nebel

    Aber ich finde, dass gerade Urlaub diese "gesunden" Auszeiten bringt. Man kommt raus aus dem Alltagstrott und den ganzen Verpflichtungen. Einfach mal die Seele baumeln lassen.

    Urlaub daheim lässt mich nicht wirklich zur Ruhe kommen.

  2. #12
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    Standard AW: Stochern im Nebel

    Man kriegt diesen Zustand doch nicht vom Suchen nach der Ursache oder kann ihn mit etwas Urlaub oder Psycho-Tipps beheben .. wovon sprecht ihr denn nur

  3. #13
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    Standard AW: Stochern im Nebel

    Zitat Zitat von Samia Beitrag anzeigen
    Man kriegt diesen Zustand doch nicht vom Suchen nach der Ursache oder kann ihn mit etwas Urlaub oder Psycho-Tipps beheben .. wovon sprecht ihr denn nur
    ich sehe nur eines sehr, sehr klar, und das liest man hier täglich : von jahrelangem suchen nach richtiger schildrüsentherapie, von jahrelangen nem-einnahmen und der beschäftigung mit all den " alternativen" heilern, die joe aufzählte, geht es vielen nicht besser. oftmals sogar eindeutig schlechter. und es ist verdammt viel lebenszeit, die dabei draufgeht. der sinn des lebens ist es nicht, gesund zu sein . das sind doch die punkte, die einem irgendwann, vielleicht vor allem, wenn man älter wird, durch den kopf gehen. und so habe ich auch joe verstanden. sie hat es wunderbar formuliert, wem oder was gewähren wir platz in unserem denken ?

  4. #14
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    Standard AW: Stochern im Nebel

    Larina, habe noch keine Geschlechtsumwandlung vorgenommen, bin immer noch männlich ;-)
    Der Punkt ist, vielleicht war das nicht deutlich ausgedrückt, dass ich nicht recherchiere, weil ich sonst nichts zu tun hätte. Im Gegenteil, solange es irgendwie geht, zu arbeiten oder in der Freizeit etwas Schönes zu machen, dann scher ich mich einen Teufel um Hashi oder sonst was krankheitsmässiges. Aber wenn ich an dem Punkt bin, wo ich gar nichts mehr hinkriege, selbst die Dinge, die mir wirklich Spaß und Freude machen, dann versuche in dieser Not, Hilfe und Perspektiven für eine Verbesserung meines Zustandes zu finden.
    Letztes Jahr war ich kurz davor, einen lange geplanten und freudig erwarteten Urlaub einen Tag vorher zu canceln, weil es mir extrem schlecht ging. Wir sind dann trotzdem geflogen und ich habe mir gesagt, in Irland wird es schon besser sein, allein durch die Ablenkung. Eine Zeitlang war das so, aber die letzten Tage waren eine Katastrophe. Immer wieder und oft völlig unerwartet kommen diese ganz schlimmen Phasen. Im Herbst folgte ein Bandscheibenvorfall, der mich erst mal drei Monate ausser Gefecht setzte und kaum konnte ich wieder gerade stehen und mich darüber freuen, ging es wieder mit all den Symptomen los. Am Dienstag dann musste ich ein Seminar nach einer Stunde verlassen, weil ich mich so fühlte, als wenn ich jeden Moment den Abgang mache. Aus dieser Verzweiflung heraus habe ich dann hier und anderswo recherchiert. Aus Angst, dass ich meinen Arbeitsplatz verliere und noch viel mehr, wenn ich diesen untragbaren Zustand nicht ursächlich in den Griff bekomme. Das hat nichts damit zu tun, dass ich mich immer mit meiner Krankheit beschäftigen MÖCHTE, aber ich es muß, wenn ich noch ein Leben haben will, arbeiten und die Dinge tun, die ich tun möchte. Was ich allerdings gelernt habe, ist dass ich durch das Recherchieren eher in noch größere Schwierigkeiten komme, weil mir all die "Angebote" an Erklärungen noch mehr Angst und Stress machen. Daher wird mein Weg jetzt sein, das Recherchieren wieder auf ein Minimum zu beschränken und die gewonnene Zeit anders zu nutzen, um meine Gesundheit wenigsten zum Teil wieder in den Griff zu bekommen. Die Sonne scheint, ich werde jetzt einen Spaziergang machen, auch wenn alles weh tut und wenn ich unterwegs umkippe, was ich nicht glaube, dann ist das halt so. Ich werde mich auf das Vogelzwitschern konzentrieren und nicht auf den Tinnitus und mich darüber freuen, dass ich jetzt spazieren gehen kann. Ich denke, das wird mir gut tun...

  5. #15
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    Standard AW: Stochern im Nebel

    Zitat Zitat von Larina Beitrag anzeigen

    vielleicht hilft vor allem, sich bewusst werden, wie krank man ist. oder ist es nur überforderung ? es ist hier theoretisch gar nicht möglich, das einzuschätzen. und je nachdem würden ja die guten ratschläge komplett verschieden ausfallen . ich bin zum schluss gekommen, jetzt und hier vor allem gut leben zu wollen. und das tu ich nicht, wenn mein tageshauptinteresse mein defekter körper ist. also gehe ich brav zum arzt, schlucke diese und jede tablette, lasse mir blutwerte abnehmen, krebsvorsorge. aber niemals möchte ich den ganzen tag nur meine befindlichkeiten bearbeiten.
    oh sorry, mein lieber... wir haben hier bei hashimoto so einen frauenüberschuss.

    vielleicht ist es wirklich für dich eine richtig wichtige frage, wie krank du bist. ich bin da immer ganz vorsichtig, wir hatten mehrfach hier leute, die sich auf hashimoto und nems konzentrierten und leider andere schwere krankheiten hatten. sich ordentlich durchchecken lassen halte ich schon für notwendig. aber irgendwann, das schilderst du ja gut, kommt so ein punkt, wo man sich mit dem ewigen gedankenkreisen massivst schadet und nicht nutzt. ich machs mal konkret. du befürchtest, umzufallen auf dem spaziergang. weshalb ? gibt es dafür realistische gründe ? bist du herzkrank ? natürlich, und da bin ich jetzt garantiert nicht die erste, die das sagt, hört es sich spontan an nach panikproblem. aber kann ja auch ein intenrist was völlig anders finden.

    in einem bin ich aber sicher, immer wenn angst ins spiel kommt, muss man dringend aufhören, sich zu viel damit zu beschäftigen. das gilt für die angststörung genauso wie für krebs, herzkranke , tinnitus oder sonst was. habe zufällig eine schulfreundin, die sich als psychologin auf tinnitus spezialisiert hat. sie sagt , das ist z. b. eindeutig eine sache, wo der leidensdruck in erster linie damit zu tun hat, wieviel raum du der sache in deinem kopf gewährst.

  6. #16
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    Standard AW: Stochern im Nebel

    Auch, wenn man den Kopf komplett leer bekommt, werden die Ursachen für Beschwerden und die Beschwerden selbst nicht verschwinden. Verschwinden die Ursachen mit einer richtigen Behandlung, braucht man sich mit den Ursachen und den Beschwerden nicht mehr zu beschäftigen.

  7. #17
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    Standard AW: Stochern im Nebel

    Zitat Zitat von Maja5 Beitrag anzeigen
    Auch, wenn man den Kopf komplett leer bekommt, werden die Ursachen für Beschwerden und die Beschwerden selbst nicht verschwinden. Verschwinden die Ursachen mit einer richtigen Behandlung, braucht man sich mit den Ursachen und den Beschwerden nicht mehr zu beschäftigen.
    ja sicher, darum sagte ich ja auch, ein gewisses maß diagnostik ist schon notwendig. aber manchmal ist eben auch genau der kopf das problem. auch da gibt es die richtige behandlung, du hast also recht. aber wir können ja nun nicht wildfremde leute in irgendeine schublade packen.

  8. #18
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    Standard AW: Stochern im Nebel

    Jo65:
    Daher wird mein Weg jetzt sein, das Recherchieren wieder auf ein Minimum zu beschränken und die gewonnene Zeit anders zu nutzen, um meine Gesundheit wenigsten zum Teil wieder in den Griff zu bekommen.
    Das mit dem Recherchieren und/oder der Schulmedizin vertrauen ist ein echter laufender Konlikt. Ich glaube, ganz ohne Vertrauen in die Schulmedizin ist es schon auch sehr anstrengend, und die Schulmedizin besteht nunmal oft aus "evidenzbasierten Richtlinien", wo dann einiges, was gerade im Bereich Hashimoto wichtig ist, rausfällt und es für mich gut war, nicht dem HA-Standard zu folgen. Andererseits ist die Menge und Intensität der Beschäftigung hier im Forum mit allen möglichen noch möglichen Einflussfaktoren für mich schon auch manchmal irritierend. Vor allem, weil meine Kraft gerade mal ausreicht, mich mit den immer ausschlaggebenden Faktoren auseinanderzusetzen.

  9. #19
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    Standard AW: Stochern im Nebel

    So, den Spaziergang musste ich leider wegen Hüftschmerzen abkürzen. Larina, es ist nicht nur der Hashi bei mir, aber mit den anderen Sachen komme ich eingermaßen bis gut klar, sind sie doch berechenbar. Und das Durchchecken, da fängt doch die Crux an. Mein Vertrauen in die mir bekannten Ärzte ist mittlerweile sehr überschaubar, wäre dem nicht so, wäre ich nie hier gelandet. Was heisst schon durchchecken? Wieviele Borelliosen werden z.B. übersehen, weil es immer noch keinen zuverlässigen Test gibt. Der Arzt sieht nur "negativ" und das war es. Habe in meinem Umfeld krasse Beispiele super durchgecheckter Leute erlebt, die an übersehenen Sachen schwer zu leiden haben oder schon gar nicht mehr leben. Solche Erfahrungen sind doch meistens der Ausgangspunkt, sich anderweitig zu informieren. Thema Tinnitus: Habe ich seit über 20 Jahren, mittlerweile hat er sich ziemlich diversifiziert. Das anfängliche Pfeifen und Kreischen kann ich dank Meditation und Ablenkung gut verdrängen, aber das völlig unregelmässige und immer wieder plötzlich auftretende stakkatoartige Hämmern und Prasseln überhaupt nicht. Es überfällt mich immer unerwartet und dann gebe ich ihm Raum, auch wenn ich nicht will. Immerhin versuche ich es jetzt mit Osteopathie, weil ich glaube, dass es von irgendetwas an der HWS getriggert wird.
    Was ich eben mit Umkippen meinte, war Folgendes: Als Diabetiker weiß ich, wie sich ein Unterzucker anfühlt. Und je niedriger man ist, umso krasser sollte er sich anfühlen, schließlich ist er ja ein Warnsignal zum Gegensteuern. Was aber in den letzten Monaten immer wieder passiert, ist , daß ich ganz unerwartet dieses Gefühl bekomme, OHNE unterzuckert zu sein. Das kann mitten in der Nacht oder am Tag sein und hält manchmal tagelang an. Alarmstufe Rot und kein Klingone in Sicht. Da nützt dann auch die Zufuhr von Kohlenhydraten nichts. Es gab mal einen Thread dazu hier im Forum. Panikattacken dauern normalerweise nicht so lange. Dazu das Gefühl völliger Erschöpfung. Oder, auch das ein gängiges Thema hier, fast täglich unmittelbar nach dem Aufwachen ein komisches inneres Vibrieren. Oder zeitweise unerklärliche Herzfrequenzen von 105, wo ich sonst immer bei 60 bin. Das alles hat sich erst in diesem Jahr manifestiert und verschlimmert, und ich habe das Gefühl, dass es hormonell bedingt ist. Dazu passen würde auch eine Gewichtsabnahme von 7kg bei unveränderten Essgewohnheiten. Im Oktober bin ich mit L-T von 88.5 auf 100 gegangen, weil ich immer müde und abgeschlagen war. Vielleicht ist das eine Erklärung, es kann ja durchaus ein paar Monate dauern, bis sich eine Dosisänderung bemerkbar macht.

  10. #20
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    Standard AW: Stochern im Nebel

    Jo, warst du mal bei einem Rheumatologen? Würde ich bei starken Beschwerden der Vollständigkeit halber tun. Es gibt neben Rheuma noch einige weitere Autoimmunerkrankungen, die in die Zuständigkeit von Rheumatologen fallen.

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