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Thema: Stochern im Nebel

  1. #21
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    Standard AW: Stochern im Nebel

    Hallo Jo,

    zu Rheuma-Abklärung würde ich als Betroffene auch raten. So einige hier haben mittlerweile nach Jahren doch auch eine Rheumadiagnose erhalten.

    Leider ist Rheuma, bei hunderten verschiedenen Arten, nicht so leicht diagnostizierbar. HT wurde bei mir sehr schnell diagnostiziert und behandelt. Für die Rheumadiagnose brauchte es 15 Jahre und irreversible Schäden. Lange lebte ich mit der Diagnose "vegetative Dystonie" und "Erschöpfungsdepression". Wobei die Erschöpfungsdepression sicher stimmt, irgendwann ist man auch psychisch vollkommen am Boden, wenn man sehr unter Schmerzen, Müdigkeit etc. leidet.

    http://www.medizinfo.de/rheuma/krankheiten.htm
    http://www.gesundheit-krankheiten.de/rheuma-arten.html

    Dass es dir auch psychisch nicht besonders gut geht, ist kein Wunder.

    Für mich wurde es mit der Diagnose "leichter". Es gab endlich einen Grund für meinen Zustand. Der Weg, mit den Erkrankungen zu leben, sie in mein Leben zu integrieren und einzusehen, dass sie zwar behandelt aber nie geheilt werden können war ein langer. Zwischendurch habe ich immer wieder Einbrüche und bin am Boden. Die Erkenntnis, nie die gleiche Lebensqualität und Leistungsfähigkeit wie jemand Gesunder haben zu können ist schon bitter.

    Aufgeben ist aber trotzdem keine Option!

    Alles Liebe!

    Kapsc

  2. #22
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    Standard AW: Stochern im Nebel

    Oh je, eine neue Spur und gleich der Gedanke: Bitte nicht noch mehr Krankheiten, die entdeckt werden könnten. Andererseits ermutigend, was Du geschrieben hast, Kapsc.
    Es ist ja zweifellos so, dass man seine Symptome irgendwo festmachen will, den Stier sozusagen an den Hörnern packen. Das ist glaube ich auch der Grund dafür, dass dieses Forum hier so stark frequentiert ist. Wenn offiziell 1-2 % der Bevölkerung HT hat, also ca gut eine Million, dann ist es schon bezeichnend, dass hier 55.000 angemeldet sind, und die Zahl der stillen Mitleser um ein Vielfaches höher liegt. Kenne ich ähnlich nur von der Borreliose. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, ein Diabetes-, Bandscheiben-, Tinnitus- oder Reismagen/Darm-Forum aufzusuchen.
    HT oder auch MB sind in ihren Beschwerdebildern eben so weit gefächert, dass sich hier so viele Leidende wiederfinden. Sozusagen der Focal Point, von dem aus dann weiter in viele andere Richtungen ausgeholt wird. Aber es ist, so glaube ich, nicht ungewöhnlich hier, dass man versucht, seine Beschwerden auf diese eine Krankheit zu schieben, weil man einfach nicht noch mehr haben möchte bzw eine Riesenangst davor hat. Klar, wenn ich alles zusammen nehme, kommen bei mir auch 6 manifeste Sachen zusammen, aber nur den Hashi hatte ich im Verdacht, für all die ungeklärten Beschwerden verantwortlich zu sein. Darin wird man ja dann auch beim Lesen der Forumsbeiträge immer wieder bestärkt. Letzlich ist es eine Glaubensfrage, ob eine HT trotz schulmedizinisch scheinbar guter Einstellung all das machen kann oder doch noch etwas anderes dahinter steckt.
    Irene, Kapsc, ich werde euren Tip im Hinterkopf behalten. Heute aber möchte ich versuchen, an etwas anderes zu denken.

    Viele Grüße

    Jo

  3. #23
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    Standard AW: Stochern im Nebel

    Zitat Zitat von Jo65 Beitrag anzeigen
    Oh je, eine neue Spur und gleich der Gedanke: Bitte nicht noch mehr Krankheiten, die entdeckt werden könnten. Andererseits ermutigend, was Du geschrieben hast, Kapsc.
    Mal angenommen, du würdest was Konkretes finden, wäre wenigstens die Sucherei zuende.

    Irene, Kapsc, ich werde euren Tip im Hinterkopf behalten. Heute aber möchte ich versuchen, an etwas anderes zu denken.
    Tu das. Schönes Wochenende

  4. #24
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    Standard AW: Stochern im Nebel

    Wäre es nicht so, daß mit einer passender SD-Einstellung die alle geisterhaften, ohne jegliche feststellbare organische Ursache, Beschwerden (auch nachweisbar!) verschwunden sind, hätte ich auch, wir am Anfang, denken müssen, daß es nicht sein kann, daß eine SD-Fehlfunktion für die ganze Masse an Beschwerden verantwortlich sein kann. So war es aber bei mir, und an Wunderheilung glaube ich eher nicht.

    Wenn man sich wirklich beim Recherchieren viel Mühe gibt, dann entdeckt man schon manche Zusammenhänge und manchmal sogar wissenschaftliche Erklärungen für viele Symptome, die so schwer zu glauben sind, wenn man sie selber nicht erlebt hat und die breit verstreute Fachinformationen nicht kennt. Beispiel:
    - UF und Glycosamine, daher Myxödem,
    - UF und limbisches System, daher Gefühlsarmut, Depressionen
    - UF und linke Herzkammer - diastolischer Wert erhöht, usw.

    Für das alles gibt es schon genug Fachliteratur, nur wer liest es schon....

  5. #25
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    Standard AW: Stochern im Nebel

    Das alte Henne-Ei Problem. Dieser Gedanke kam mir heute, als ich heute morgen wieder einmal durch dieses seltsame innere Vibrieren im Oberbauchraum/Brustraum aufgewacht bin. Mittlerweile neige ich dazu, den Bergiff "psychosomatisch" anders zu interpretieren. Nicht als Einbahnstrasse, dass die Psyche organische Beschwerden vortäuscht, und auch nicht umgekehrt, dass organische Beschwerden mächtig psychisch leiden lassen. Vielmehr, dass es ein wechselseitiges Geschehen ist, das sich gegnseitig hochschraubt. Ausserdem vermute ich, dass die Psyche mehr als nur organisch anmutende Beschwerden hervorzaubern kann, sondern die Organe tatsächlich in ihrer Funktion beeinträchtigt, wodurch die Beschwerden dann sehr wohl organisch sind, aber indirekt doch durch die Psyche verursacht werden. Der neue Ansatz der Psychoneuroimmunologie geht ja in diese Richtung. Was hilft uns das? Dass wir immer im Hinterkopf haben sollten, uns um beide Seiten der Medaille zu kümmern. Und damit wieder zum Ausgangspunkt des Threads zurückzukommen: Zu viel der Recherche ist sicherlich belastend, wenn man sie nur einseitig sieht, also nur organische Ursachen finden will. Wie verzweifelt war ich nach der Lektüre des Erfahrungsberichtes von Ansgar Niehaus, der immer tiefer in den Abgrund von Krankheit, ärztlicher Inkompetenz und Empathielosigkeit sowie feinseliger Krankenversicherung gefallen ist. Diese Art von Recherche hat mir ganz gewiss nicht gutgetan.

  6. #26
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    Standard AW: Stochern im Nebel

    Schön, deine Gedanken!

    Ich beschäftige mich schon länger mit Salutogenese und Neuropsychoimmunologie, das kann heilsam sein........

    Psychosomatik wird oft missverstanden als "vortäuschen" von Beschwerden oder Erkrankungen. So ist das leider nicht - psychosomatische Beschwerden können sich durchaus auch physisch manifestieren. Meist je nachdem, wo man seine Empfindlichkeiten hat. Ich reagiere schon immer auf Stress mit Magen- Darmbeschwerden, also "psychosomatisch" - Colitis und Magengeschwüre sind aber durchaus auch physisch manifest. Da spielen Körper und Seele "Ping-Pong" und den Kreslauf zu durchbrechen, das ist schon laufende Arbeit.

    Ich hatte schon mal einen diesbezüglichen Thread gestartet, vielleicht magst du dich da einbringen?

    LG
    Kapsc

  7. #27
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    Standard AW: Stochern im Nebel

    Zitat Zitat von Jo65 Beitrag anzeigen
    Oh je, eine neue Spur und gleich der Gedanke: Bitte nicht noch mehr Krankheiten, die entdeckt werden könnten. Andererseits ermutigend, was Du geschrieben hast, Kapsc.
    Es ist ja zweifellos so, dass man seine Symptome irgendwo festmachen will, den Stier sozusagen an den Hörnern packen. Das ist glaube ich auch der Grund dafür, dass dieses Forum hier so stark frequentiert ist. Wenn offiziell 1-2 % der Bevölkerung HT hat, also ca gut eine Million, dann ist es schon bezeichnend, dass hier 55.000 angemeldet sind, und die Zahl der stillen Mitleser um ein Vielfaches höher liegt. Kenne ich ähnlich nur von der Borreliose. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, ein Diabetes-, Bandscheiben-, Tinnitus- oder Reismagen/Darm-Forum aufzusuchen.
    HT oder auch MB sind in ihren Beschwerdebildern eben so weit gefächert, dass sich hier so viele Leidende wiederfinden. Sozusagen der Focal Point, von dem aus dann weiter in viele andere Richtungen ausgeholt wird. Aber es ist, so glaube ich, nicht ungewöhnlich hier, dass man versucht, seine Beschwerden auf diese eine Krankheit zu schieben, weil man einfach nicht noch mehr haben möchte bzw eine Riesenangst davor hat. Klar, wenn ich alles zusammen nehme, kommen bei mir auch 6 manifeste Sachen zusammen, aber nur den Hashi hatte ich im Verdacht, für all die ungeklärten Beschwerden verantwortlich zu sein. Darin wird man ja dann auch beim Lesen der Forumsbeiträge immer wieder bestärkt. Letzlich ist es eine Glaubensfrage, ob eine HT trotz schulmedizinisch scheinbar guter Einstellung all das machen kann oder doch noch etwas anderes dahinter steckt.
    Irene, Kapsc, ich werde euren Tip im Hinterkopf behalten. Heute aber möchte ich versuchen, an etwas anderes zu denken.

    Viele Grüße

    Jo
    hallo joe,
    da bringst du die problematik perfekt auf den punkt. daraus müsstest du aber eigentlich bestimmte schlüsse ziehen ? z. b. ist es doch schlicht ausgeschlossen,das in einem hashimotoforum sämtliche krankheitsprobleme kompetent erklärt werden. ich komm jetzt nicht mit, weshalb du nicht andere foren aufsuchst. hashimoto ist in der tat breit gefächert in den beschwerden, aber man ist sich doch trotzdem klar, nicht alles auf der welt ist hashimoto.

    manches meint man, sofort klar zu sehen. du hast lt erhöht von 88 auf 100. und paar monate später hast du zu schnellen puls, hast gewicht abgenommen und das gefühl von unterzuckerungen, auch wenns keine echten sind. also hilft alles nichts, aber lehrbuchmäßig sieht das danach aus, als ob du zu viel lt nimmst. hier würde ich z. b. keineswegs nur in foren lesen, sondern als allererstes den hausarzt fragen und technisch per ekg klären lassen, wieso der puls hoch geht. die kombi diabetes und hashi habe ich auch, wobei mein diabetes ein ganz leichter typ 2 ist. aber auch deshalb darf ich nicht zu hoch mit dem lt, das befeuert auch den zuckerstoffwechsel und bringt alles durcheinander. (was lt. meinem arzt bei diabetes 1 so nicht passiert ,erscheint mir auch logisch ). also da ist bei dir doch jede menge, was man nüchtern klären könnte STATT erfahrungsberichte zu lesen und nicht mehr rauszukommen aus der beschäftigung mit krankheit.
    ich finde auch die idee richtig gut, dich mal untersuchen zu lassen auf entzündliche krankheiten wie rheuma. ganz oft beginnen die nämlich einfach mit müdigkeit und erschöpfung. womöglich hast du lt erhöht, weil du fälschlich dachtest, es liegt an der schildrüse. dann wäre klar, weshalb das alles schief geht jetzt.

    lange rede ,kurzer sinn : zeit für trübsal hast du allemal .aber es ist erst mal eine aktive entscheidung, ob man sich konfusen frustrierten internetberichten hingibt, zumal wenn die auftauchen in den typischen foren. hashimoto, borreliose, alles echte krankheiten. habe ich ja selber auch. aber zugleich beides auch spielbälle für spekulationen und leute, die gern reden über mysteriöse krankheiten. ich täte mit konkreten fragen zum hausarzt marschieren und doch lieber das bandscheibenforum aufsuchen, wenn die bandscheibe drückt .

  8. #28
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    Standard AW: Stochern im Nebel

    Hallo Jo,

    deine Gedanken finde ich interessant - man kann Gesundheit nicht allein physisch oder physisch betrachten, dar Mensch ist mehr als Körper.

    Vielleicht magst du dich ja hier einbringen, wenn du was neues findest?

    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...t=Salutogenese

    LG
    Kapsc

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