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Thema: wie soll man mit der Krankheit mit den Kindern umgehen??

  1. #1
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    Standard wie soll man mit der Krankheit mit den Kindern umgehen??

    Wahrscheinlich schon öfters gefragt, aber wie soll ich mit meiner Tochter umgehen?

    Sie hat eine Unterfunktion und nimmt seit knapp 4 Wochen Euhyrox50!

    Meine Bekannten sagen, ich soll nicht mit meiner Tochter darüer reden, sonst steigert sie sich rein und wenn es ihr schlecht geht, soll ich sagen, es ist nicht schlimm...

    Ich bin der andere Typ, der gerne über alles redet, aber jetzt bin ich schon komplett verunsichert!

    also bitte gebt mir als Betroffene Tipps: was wäre am besten für Jasmin?

    Danke im voraus
    lg
    Judith

  2. #2
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    Standard AW: wie soll man mit der Krankheit mit den Kindern umgehen??

    Ich hab versucht unserem Sohn (3 Jahre) zu erklären, was er hat und das er jetzt eben für immer Medikamente nehmen muss und auch regelmässig Blut abgeben muss. Auch, das viele seiner Probleme eben von der kranken SD kommen.
    Warum sollte man es ihnen auch nicht erklären!?
    Auch die Nachbarskinder/Eltern und Krippenleitung wissen bescheid. Ich finde es sinnvoll, das sie es wissen, uns das sie verstehen, warum er so ist ,wie er ist, bis er anständig eingestellt ist.

    Wie alt ist denn deine Tochter?

  3. #3
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    Standard AW: wie soll man mit der Krankheit mit den Kindern umgehen??

    Juisy: Bitte diskutiere nicht mit Leuten, die in Pädagogik eine Sechs minus verdient hätten. Kinder sind gkeichwertig und sie müssen ernstgenommen werden!

    Bitte bestell dir diesen Buchtipp, er wird dir sehr helfen: http://www.ht-mb.de/forum/showthread...hronisch-krank

    Danach bist du sicher im Umgang mit allen Widrigkeiten Auch sonstigen neben HT...

    Wenn es ihr schlecht geht, dann spiegelst du ihre Gefühle und sagst sowas wie ja, dir geht es nicht gut. Manchmal bist du bestimmt richtig traurig, dass du nicht so kannst wie du willst.
    Muss sie trotzdem was schaffen, dann biete ihr dabei Unterstützung an ohne viel Aufhebens.

    Es gibt nichts Fieseres, als nicht ernstgenommen zu werden. Für jeden. Kinder merken das besser als viele Erwachsene.

    Wenn du du ein ruhiges Leben willst und ein Kind, das sich nach der Pubertät kaum noch meldet, dann mach es wie dir geraten wurde. Wenn du für immer eine enge Verbindung willst, dann betrachte dein Kind als gleichwertig (nicht mit antiautoritär zu verwechseln).

  4. #4
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    Standard AW: wie soll man mit der Krankheit mit den Kindern umgehen??

    Zitat Zitat von Miezi Beitrag anzeigen
    Juisy: Bitte diskutiere nicht mit Leuten, die in Pädagogik eine Sechs minus verdient hätten. Kinder sind gkeichwertig und sie müssen ernstgenommen werden!

    Bitte bestell dir diesen Buchtipp, er wird dir sehr helfen: http://www.ht-mb.de/forum/showthread...hronisch-krank

    Danach bist du sicher im Umgang mit allen Widrigkeiten Auch sonstigen neben HT...

    Wenn es ihr schlecht geht, dann spiegelst du ihre Gefühle und sagst sowas wie ja, dir geht es nicht gut. Manchmal bist du bestimmt richtig traurig, dass du nicht so kannst wie du willst.
    Muss sie trotzdem was schaffen, dann biete ihr dabei Unterstützung an ohne viel Aufhebens.

    Es gibt nichts Fieseres, als nicht ernstgenommen zu werden. Für jeden. Kinder merken das besser als viele Erwachsene.

    Wenn du du ein ruhiges Leben willst und ein Kind, das sich nach der Pubertät kaum noch meldet, dann mach es wie dir geraten wurde. Wenn du für immer eine enge Verbindung willst, dann betrachte dein Kind als gleichwertig (nicht mit antiautoritär zu verwechseln).
    Judith - ich seh das genau wie Miezi, die ja viel mit Kinder arbeitet (also pädagogisch Fachfrau) und nebenbei auch noch Mutter ist.
    Meine Jungs wissen was sie haben - nehmen selbstverständlich ihre Tabs - gehen zur BE und gut ist es. Wenn mal was weh tut oder ein ungewöhnliches Symptom auftaucht - fragen sie mich, ob das von SD kommt und wir suchen gemeinsam dann nach Möglichkeiten. Ist aber eh fast nie was - bis auf Muskelkrämpfe beim Großen, die durch schnelles Wachstum kommen dürften - hier hilft Magnesium. Ansonsten verschwindet Hashi im Alltag.

    lg
    Karin

  5. #5
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    Standard AW: wie soll man mit der Krankheit mit den Kindern umgehen??

    Danke meine Lieben für die schnellen Antworten

    Jasmin ist 10 und wir waren immer ein super Team (ich war ein paar Jahre alleinerziehend) und das soll auch so bleiben! Das Buch werde ich mir auf jeden Fall besorgen!


    Ihre Schule und ihre Klassenkameraden wissen Bescheid, da sie oft gefehlt hat und es bei den Lehrern manchmal so rüberkam, als ob sie krankfeiert! Nach der Diagnose wurden sie verständnisvoller!

    Ich werde mein Ding weiter durchziehen und sie unterstützen und irgendwann wird die Tablette zur Selbstverständlichkeit und hashi zum Alltag. Die Lehrerin ist auf jeden Fall infomiert, da sie Projekttage haben und 3 Tage mit der Schule wegfahren und sie sie pausieren lassen, falls es zu anstrengend wird.

    Ich danke euch nochmals und wünsche einen schönen Samstag.

    Lg
    Judith

  6. #6
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    Standard AW: wie soll man mit der Krankheit mit den Kindern umgehen??

    Hallo und herzlich willkommmen!
    Guck mal hier, ist ein schöner Link zum erklären :
    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...nd-Jugendliche!
    LG
    Turboline

  7. #7
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    Standard AW: wie soll man mit der Krankheit mit den Kindern umgehen??

    Ich kann auch aus der Sicht einer Therapeutin sagen, das es immer gut ist ehrlich mit den Kindern zu sein. Sie stecken es oft erstaunlich gut weg. Beantworte Fragen altersentsprechend. Du wirst merken wenn sie überfordert ist.

  8. #8
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    Standard AW: wie soll man mit der Krankheit mit den Kindern umgehen??

    Ich kann da höchstens aus eigener Erfahrung sprechen (bin dieses Jahr 16 geworden)... ich finde, dass du auf keinen Fall diese "Ach komm, stell dich nicht so an"-Schiene fahren solltest. Bei mir war es so, dass es mir schon lange vor dem eigentlichen "Unfall", nach dem dann Hashimoto festgestellt wurde (hatte während eines Wettkampfs einen Herzstillstand), eigentlich ziemlich schlecht ging, dass da aber eigentlich keiner drauf geachtet hat, weil ich schon immer relativ kränklich und mickrig war, und dass jedes Mal, wenn ich gesagt hab, dass ich mich nicht gut fühle, einfach nur als Antwort kam: "Ach, das bildest du dir ein", oder "Steiger dich doch nicht so da rein". Weil ich zusätzlich Thalassämie habe, haben es Ärzte und Eltern gleichermaßen darauf geschoben, und selbst nach dem Unfall konnte ich meine Eltern nur schwer überreden, mich zum Arzt zu bringen, so von wegen "Ach, das Kind bildet sich da was ein, sie ist eben kreislaufschwach..."

    Im Interesse deiner Tochter rate ich dir also dazu, ihr zuzuhören und sie zu trösten, und auf keinen Fall das zu tun, was deine Bekannten sagen. Die haben wahrscheinlich keine Ahnung, was für eine Belastung die Krankheit sein kann, besonders dann, wenn es Gleichaltrigen so offensichtlich viel besser geht, und Gleichaltrige so offensichtlich weniger "schwach" zu sein scheinen. Wahrscheinlich können sie sich keine Vorstellung davon machen, wie fürchterlich es ist, mit seiner Krankheit und den Beschwerden allein gelassen und nicht ernst genommen zu werden. Vor allem deshalb, weil deine Tochter ja erst seit Kurzem Medikamente nimmt, solltest du das, was sie sagt, keinesfalls als "Geschwätz" oder so abtun, sondern ihr zuhören und ihr das Gefühl geben, dass du für sie da bist. Und sowas wie Reinsteigern könnte höchstens passieren, wenn du sie komplett in Watte packst und ihr sowas wie Sport verbietest, und die Krankheit das Zentrum des Lebens wird. Aber einfach nur mit ihr darüber zu sprechen, wie es ihr geht, wird ihr nicht schaden, sondern meiner Erfahrung nach eher helfen, ihr das Gefühl zu geben, dass sie die Krankheit in den Griff bekommen kann.

    Wie gesagt, meinen Erfahrungen nach ist es nur im Interesse deiner Tochter, wenn du auf sie eingehst. Schilddrüsenerkrankungen sind so ´ne Sache, und gerade, wenn man noch jünger ist, muss man sich da erst mal reinfinden und alles irgendwie geordnet kriegen.
    Bei mir war es zumindest so. Es hat jetzt mehrere Jahre gedauert, meine Dosierung einzustellen, innerhalb derer ich jeden Monat zur Blutabnahme musste, und innerhalb derer ich oft nicht mal normal herumlaufen konnte, ohne Arrythmien zu bekommen. Und für jedes Mal, dass sie mir nicht zugehört haben, wenn ich mit ihnen darüber reden wollte, wie schlecht es mir ging, und für jedes Mal, dass sie mir gesagt haben, das Herzrasen (teilweise Ruhepuls von 140) käme nur daher, dass ich mich in was reinsteigere, bin ich auf meine Eltern unsagbar wütend. Einfach aus dem Grund, weil sie mir vermittelt haben, meine Krankheit sei unwichtig und "ja gar nicht so schlimm", und ich würde mich ja nur wichtig machen wollen.

    Also: Bekannte ignorieren, und mit deiner Tochter offen über ihre Probleme sprechen... ist für sie wohl das Beste, was du machen kannst

  9. #9
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    Standard AW: wie soll man mit der Krankheit mit den Kindern umgehen??

    Herzlich willkommen im Forum, Ruko.

    ich bin erschüttert, deine Zeilen zu lesen.
    Einen Herzstillstand und Herzsymptome - in deinem Alter - das braucht schon tatsächlich erstmal damit fertig zu werden. Oh man. Vermutlich wurde das Herz völlig abgeklärt.
    Mich würde interessieren, wie man dann auf Schilddrüse kam?
    Deine Erfahrungen finde ich ganz wichtig und ich würde mich freuen, wenn du genaueres hier im Kinder- und Jugendforum schreiben würdest.
    Es ist leider so, dass so viele Eltern nicht wirklich was über SD wissen und auch ganz viele Ärzte Hashi unterschätzen und vor allem es bei Kindern auch ziemlich schwer ist, die Diagnose überhaupt zu bekommen - geschweige denn eine Behandlung mit Hormonen.
    Wäre also sehr schön, wenn du noch ein bissl mehr über dich erzählen würdest - hilft vielleicht vielen Eltern es besser zu verstehen bzw. ihren Kinder da viel mehr Unterstützung zu geben.

    lg
    Karin

  10. #10
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    Standard AW: wie soll man mit der Krankheit mit den Kindern umgehen??

    Liebe Ruko, mich hat das auch total schockiert, wie mit dir umgegangen wurde!

    In Watte packe mache ich eigentlich nicht, aber natürlich achte ich jetzt viel mehr drauf, dass sie Ruhepausen einlegt (denn sonst geht es ihr von einer Minute auf die andere schlecht)! Ich bin froh, dass ihr Stiefvater (mein Lebensgefährte) auf meiner Wellenlänge schwimmt und mich dabei unterstützt! Viele solche Meldungen kommen ja von seiner Mutter!

    Es ist wirklich schwer einfach die Mitte zu finden und ich habe ihr schon einige Male erklärt, dass Erwachsene nicht unfehlbar sind und Fehler machen und auch Blödsinn reden (nehme mich auch nicht aus).

    Gestern hatte ich eine grosse Diskussion mit ihrer Volksschuldirektorin, da sie ihr unterstellte, dass sie krankfeiert.. Vor ein paar Wochen, als ich den Lehrkörper davon unterrichtete, war das Verständnis gross.. aber ich hab hier sowieso gelesen, dass das anscheinend normal ist. Ich möchte ja gar keine Sonderbehandlung, aber zumindest keine Vorwürfe, wenn das Kind mal nicht funktioniert (welches bösartiges Wort, finde ich).

    Ich wünsche dir, dass es dir halbwegs gut geht und nochmals danke für deine Anregungen. Ich wäre auch froh, mehr von dir zu lesen.

    Vielen Dank und ganz liebe Grüsse
    Judith

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