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Thema: Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat schon verloren....

  1. #1
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Braunbär
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    NRW-wer Regeln brechen will, soll sie zunächst beherrschen!
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    Standard Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat schon verloren....

    Bisher habe ich mich hier und da in Diskussionen eingeklinkt, wenn es um Verhaltensauffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen ging.
    Nun brauche ich selber Rat - offenbar hat einer meiner Söhne zusätzlich eine SD-Unterfunktion.

    Aktuell geht es bei meinem jüngeren Sohn (15) schulisch hoch her, er wiederholt die 8. Klasse und hat nun einen "Blauen Brief" bekommen, das heißt, die notwendige neue Versetzung ist gefährdet. Das Ganze natürlich bei guter und zweifelsfrei vorhandener Intelligenz...!!!
    Bekannt sind bisher (nach ICD 10 u. DSM IV gesichert) die Diagnosen Aspergersyndrom, ADHS, Rechtschreibstörung.
    Die schulische Seite ist ziemlich überfordert, wie so oft bei Regelschulen. Da kann man noch so oft mit dem Wort Inklusion drohen (Eltern kennen das Problem).

    Also, mein "Strohhalm" sieht auch die Einnahme von Methylphenidat zur Regulierung der Konzentration vor. Jedoch wurden vorher die wichtigsten Eckdaten medizinischer Basisdiagnostik erhoben werden und siehe da :

    Rotes und weißes Blutbild in Ordnung
    Bluttfette, Leberwerte, Glukose u. Gesamteiweiß sowie Nierenwerte in Ordnung
    Kalium, Kalzium o.B., Natrium geringst erhöht mit 146 mmol/l (136-145)
    fT3 4,39 ng/l (3,0-5,6)
    fT4 1,41 ng/dl (0,9-1,6)
    TSH 7,62 mU/l (0,27-4,20) und das ist nun trotz großzügiger Referenzwerte deutlich zu hoch !!

    Der Ki&Juarzt ist erst einmal 2 Wochen lang in Urlaub (es sei ihm gegönnt).
    Der Ki&Jupsychiater ist noch 2 Wochen lang in Urlaub.

    Im Moment hängen wir also sozusagen in der Luft, dabei drängt die Zeit (Versetzung....) und es zählt dabei jeder Tag.

    Mir wäre eine erste Einschätzung durch die Expertinnen/experten sehr recht, weil es mir hilft, die Dinge in die richtige Reihenfolge zu bringen.

    Was sollen wir tun ? Was zuerst ? Tee trinken und abwarten ???? Gehen MPH und LT zusammen ?!?!


    Haare raufend
    Braunbär

  2. #2
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    Standard AW: Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat schon verloren....

    Wie wäre es dann nur mit LT? Und mit einem Wertezettel zum Klassenlehrer gehen und um Gnade bitten? Offizielle Symptomliste mitnehmen?

    Bei euch gibt es Sitzenbleiben noch? Schrecklich. Inklusion wäre so einfach - wenn es entsprechende Budgets geben würde, die die Schulen zugewiesen bekommen. 10% dessen was benötigt wird bekommen Schulen, reicht angeblich :/

    Karin ist (auch) hier sicherlich die größere Hilfe.
    Geändert von Miezi (04.05.12 um 19:30 Uhr)

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Braunbär
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    Standard AW: Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat schon verloren....

    Danke für die schnelle Antwort!

    Ja, "nur" LT wäre auch mein Favorit, wenn es nicht so eilig wäre.... Die nächsten Klausuren kommen sehr bald. Ich kann Junior ja schlecht gleich 50µg in den Schlund zwingen.
    Mit dem Wertezettel zur Klassenlehrerin zu gehen bringt leider, leider gar nichts.
    Gerade heute nachmittag fand ein Hilfeplangespräch statt, mit Klassenlehrerin, Schulassistenz, Bezirkssozialdienst und mir.
    Die Lehrerin ist sehr liebenswürdig und dennoch versteht sie überhaupt nicht, worum es geht. Sie kann aber auch nichts dafür. Beispiel: Sie unterbricht mich mitten im Satz und wenn ich versuche, die Unterbrechung zu ignorieren und weiter zu sprechen, sagt sie erregt "Ich möchte gerne ausreden dürfen!". Die elementaren Grundregeln von Kommunikation möchte ich ihr nicht erst beibringen müssen. Fakt ist, dass sie in einer Klasse von 28 Schülerinnen/Schülern allein dasteht mit einer Gruppe türkischstämmiger Jungs, die das einzige türkische Mädchen in der Klasse mobben, einem hörgeschädigten Schüler, der ziemlich niedrige Geräuschpegel braucht, um dem Unterricht trotz Hörhilfen folgen zu können, den üblichen dem grausamen Humor der Pubertät unterworfenen Schülerinnen und Schülern und meinem Tünnes mit seiner "unsichtbaren" Behinderung Aspergersyndrom und seiner Sauklaue und seiner Rechtschreibung und seiner kurzen Konzentrationsspanne. Uff,uff. Also auch wenn ich mit dem Begriff Inklusion daherkomme, zieht sie sich (natürlich, möchte ich fast mitfühlend sagen) auf die schlechten Noten in zwei Hauptfächern zurück.
    In NRW bleibt man mit zwei Fünfen nun mal sitzen. Beim Zweiten Mal muss man die Schulform verlassen(also ab vom Gymnasium in diesem Fall, und einen solchen "Versager" nimmt natürlich keine Realschule gerne auf.).

    Tja, ich werde alles gründlich überlegen(und dann doch alles falsch machen!!Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden...)
    Braunbär

  4. #4
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    Standard AW: Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat schon verloren....

    Kein MPH - ist kontraindiziert zur SD. Steht auch im Beipack von Medikinet!!!!

    Auch wenns brennt - es bringt Euch nicht wirklich was, wenn beides läuft, weil man nicht abschätzen kann, was dann wirklich hilft.
    Es ist einfach nur Mist, dass diese Erkrankung leider so wenig Beachtung in Schulen findet - hätte er Diabetes - würde man Rücksicht nehmen.
    Wobei - wenn die Asperger-Diagnose steht, dann frag ich mich schon, wo da der Nachteilsausgleich steht. Frag doch da bitte mal nach - oder geh auf Suche.
    Ich würde sofort - und wenn auch auf eigene Faust bei diesem TSH mit LT beginnen - die 2 Wochen Urlaub der Ärzte bringen dich da schon auf 50 µg und könnten schon erste Verbesserungsanzeichen deutlich machen. Normal würde ich nicht dazu raten was auf eigene Faust zu machen.
    Es gibt glaub ich auch das Recht auf Probe in die nächste Klassenstufe versetz zu werden - das wär noch ne Möglichkeit.

    MPH hat leider auch verdeckenden Einfluss auf SD - Werte werden gedrückt - also wirst du bei Zweigleisigkeit auch keine reellen SD-Werte mehr erhalten und das Befinden kannst du auch nicht differenzieren.
    Klar MPH hilft vermutlich schnell - kann aber gut und gerne ein Schuss nach hinten werden - bei uns ist es ja nach etwa 3-4 Monaten immer ausgefallen - egal welches Präp.

    Schick dir noch ne PN.

    lg
    Karin

  5. #5
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    Standard AW: Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat schon verloren....

    Ich hätte ohne LT mein Staatsexamen nicht geschafft. Prüfung war in 10 Tagen. Nach 2 Tagen war mein Hirn "entwolkt". Vielleicht einfach umgehend anfangen?

    Gesprãch mit Schulleitung und/oder -behörde suchen? Hat er einen Integrationsstatus? Gibt es da Betreuer?

    Wahnsinn, was Deutschland seinen Lehrern und Schülern zumutet

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Braunbär
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    Standard AW: Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat schon verloren....

    Also, jetzt 10 min später denke ich, es wäre doch den Versuch wert. LT kann ich mir morgen schon in niedriger Dosierung "organisieren".

    Was das andere betrifft: Die Schulleitung ist grundsätzlich informiert. Ich habe sogar den Ausgleich der behinderungsbedingten Nachteile beantragt (sogenannter Nachteilsausgleich, haben wir hier schon mal im anderen Unterforum diskutiert, kann man grundsätzlich auch empfehlen), aber es gehören immer zwei Seiten dazu. Wenn ich also sage, mein Sohn benötigt besser (optisch z.B.) gegliederte Aufgabenstellungen, wird erwidert, jaaa, aber wenn die Abiturprüfung kommt(NRW hat Zentralabi) sind die Aufgabenstellungenvorgegeben, da haben wir dann eh keinen Einfluss drauf, also können wir ihnen leider da nicht entgegen kommen, Frau Braunbär!
    Dabei geht es mir um direkte Erfolge, die weitere Erfolge mit sich ziehen können, ich rede ja nicht beim Achtklässler schon übers Abitur. Es ist unglaublich, aber ich komme mit meiner Argumentation bei der Schulleitung und bei der Klassenlehrerin nicht zum Ziel.
    Außerdem werden die wenigen Vereinbarungen, die wir getroffen haben, nicht bezüglich ihrer Einhaltung kontrolliert.
    Von wem auch ?!
    Einige Lehrer meinen auch, so ein Nachteilsausgleich sei eine Bevorzugung dieses Schülers.
    Der Schulbegleiter meint, mein Sohn habe bezüglich seiner Lust an der Schule große Fortschritte gemacht (und das ist natürlich auch wunderbar, aber...!) und könne seine Arbeitshaltung weiter ausbauen. Ich möge mir mal nicht so viele Sorgen um die Versetzung machen, das schaffe er doch sicherlich, oder vielleicht nicht ? Er könne ihn aber auch auf einer neuen Schule begleiten.
    Langsam gehen mir die Worte aus...du hast Recht,Miezi, LehrerInnen und SchülerInnen wird täglich viel zugemutet.

    Depri-Braunbär

  7. #7
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    Standard AW: Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat schon verloren....

    Depri-Braunbär bzw. Löwenmamabraunbär!

    Das ist echt ein großer Sch...! Was ist mit Karins Info, der eventuellen Versetzung zur Probe in die Neunte? Das würde doch sehr entspannen.

    Wie geschrieben, mir ging es sehr schnell sehr viel besser. Meine Daumen sind fest gedrückt.

    Drück auch dich. Kopf hoch!

  8. #8
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    Standard AW: Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat schon verloren....

    Hallo Braunbär,

    boh, Ihr steht da schulisch wahnsinnig unter Druck. Probiere es mit LT, bei dem TSH ist es ja eindeutig. Oder kannst mit ihm sicherheitshalber zum Hausarzt?
    Und mache Dich wegen der Schule nicht verrückt, an erster Stelle steht das Wohlergehen Deines Sohnes und wenn er clever ist, wird er sich zu gegebener Zeit seinen passenden Weg suchen. Noch nie war das Schulsystem mit den ganzen Wirtschaftsgymnasium, Fos, Berufskolleg und wie das alles heißt so durchlässig.
    erst eine vernünftige Einstellung und entweder wirkt es wunder und er rettet sich noch durch das Schuljahr oder eben nicht. Davon geht die Welt nicht unter.
    Dein Sohn hat ja wahrlich mehr als ein Problem, da kannst du nichts über den Stab brechen.
    Also ganz entspannt dran gehen.

    lg

    chaosdrüse

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Braunbär
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    Standard AW: Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat schon verloren....

    Da hat die chaosdrüse ganz schön Recht !

    Schlubbern wir mal den Weg des geringsten Widerstands .
    Aber anstrengend ist der Weg durch die Schulwelt in jetzigen Zeiten allemal, so oder so oder anders.
    Das Tragische an unserem Fall ist, dass mein Sohn als "Aspie" bereits ein Held der Anpassung geworden ist, was Aspergerkids meist sehr schwer fällt, weil er die achte Klasse ja nun schon zum zweiten Mal durchläuft und sich an neue Lehrer, neue Klassenfreunde gewöhnen musste.
    Er hat auch ziemliche Panik vor einem erneuten Sitzenbleiben, weil er befürchtet, dann gleich auf die Hauptschule gehen zu dürfen (nichts gegen die Hauptschule, aber in seinem Fall käme es tatsächlich einem "Fall" gleich. Außerdem ist sein Repertoire an Überlebensstrategien in ungewohnten Situationen ziemlich überschaubar.).

    Einen Hausarzt, chaosdrüse, gibt es bei uns im Moment nicht. Meiner hat die Stadt & die Praxis gewechselt und ich suche selbst einen Neuen und KiArzt &KiJuPsychiater sind in den nächsten 2 Wochen def. nicht erreichbar. Einem neuen Arzt gegenüber möchte ich nur im Notfall die Chose erklären müssen. Es nimmt mich ziemlich mit, immer wieder die gleiche Sch...aufzuwärmen (Entschuldigung !!).

    Karin: Grundsätzlich wäre es mir egal, welches Medikament ihm hilft, wenn es denn überhaupt hilft. Aber da die Notwendigkeit von LT eindeutig gegeben ist, sollten wir auch mit LT anfangen. Hoffentlich bleibt ihm dann MPH erspart. Ich hätte es aber sowieso nur als Versuch betrachtet, denn MPH ist ja keine Kausaltherapie. Es beeinflusst im günstigen Fall die Symptome. Genau das wollen wir ja jetzt versuchen.

    Allen, die so schnell ihre Vorschläge und Daumendrücker rübergeschickt haben, möchte ich danken. Es ist ganz lieb und ich fühle mich nicht mehr so hilflos.

    Gute Nacht!
    Braunbär

  10. #10
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    Standard AW: Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat schon verloren....

    Hallo braunbär,

    ups, jetzt bin ich aber erleichtert. Habe schon damit gerechnet, daß Du mich jetzt also total weltfremd ansiehst.
    Aber im Endeffekt bleibt Euch nichts anderes übrig. Und die UF ist eben nicht sein einziges Problem, das macht die Sache eben sehr schwierig.
    mh, weil Dein sohn mehrer Probleme hat, ist so extremer Stress noch schlechter als bei anderen Kindern.
    Ähm, ich gebe Dir mal einen Link (zum gefühlten 20. Mal, ist vom LT Hersteller und könnte bei den TSH-Wert Deines Sohnes durchaus auch einen fremden Arzt überzeugen!)

    https://www.infoline-schilddruese.de...ium_2009_2.pdf

    S. 10 - 12 Hypothyreose und subklinische Hypothyreose
    Da steht etwas über die Symtome, vom TSH ab 2,5 und auch daß der fT4 hocheingestellt gehört (auch wenn der TSH bis 2 sein darf, aber ich denke den ft4 kriegt man nur hoch, wenn der tsh nieder ist. Und daß blutwerte erst 24 h stunden nach der letzten Einnahme genommen werden sollen...

    Weil Henning auch von Jod spricht, meiden andere Forenmitglieder diesen Link, aber es steht eben auch ganz klar drin, daß bei Hypothyreose nicht zwingend Jod gegeben werden muß. Daher bitte richtig durchlesen.

    lg

    chaosdrüse

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