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Thema: Bedeutet "inhomogenes echoarmes Parenchym" immer Hashimoto?

  1. #61
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    Standard AW: Bedeutet "inhomogenes echoarmes Parenchym" immer Hashimoto?

    Noch 'n PS:

    Im Laborbericht steht ja:

    "Kalium entfällt (Unters. soll entfallen)"

    Darüber habe ich mich gewundert - bin nicht sicher, was das heißen soll; daß mein HA sozusagen dem Labor gesagt hat, daß die Untersuchung des Kaliums entfallen soll?

    Das Komische daran ist, daß das Kalium bei mir in letzter Zeit öfter mal erhöht war, und er dann immer gemeint hat, das solle ich nicht beachten, das könnte falsch hoch sein durch Transport oder sowas.

    Hat Kalium nicht auch was mit den Nieren zu tun?

  2. #62
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    Standard AW: Bedeutet "inhomogenes echoarmes Parenchym" immer Hashimoto?

    Hallo Bambola!

    Werte vom 07.05.12 (18:03 Uhr), LT- Einnahme an diesem Tag weggelassen (erst abends nach der Blutentnahme genommen, bei der Entnahme war ich nicht nüchtern natürlich um die Zeit),
    LT Einnahme von75 µg seit ca. 3 Monaten:

    TSH basal 0.44 mU/l (0.30 - 4.00)
    fT4 1.19 ng/dl (0.78 - 1.54)
    fT3 3.20 pg/ml (2.30 - 4.20)
    Dein TSH schaut zwar ganz schön aus (kann allerdings auch mit daran liegen, daß die BE abends war, TSH ist abends generell niedriger als morgens), aber deinen fT4 finde ich noch etwas dürftig, könnte schon noch etwas höher, jedenfalls wenn es dir nicht so gut geht damit. Würde, wenn du noch Beschwerden hast, die auf SD-Hormonmangel hindeuten, mal eine vorsichtige Steigerung von 6,25 - 12,5 µg probieren.
    BSG 42 (?)
    Schaut erhöht aus (jedenfalls, wenn man übliche Normen (<20) anlegt). Die einfachste Erklärung dafür wäre eine Entzündung oder ein bakterieller Infekt.
    GGt (37 Grad) 18 U/l (< 40)
    AST/GOT (37 Grad) 18 U/l (< 35)
    ALT/GPT (37 Grad) 21 U/l (< 35)
    AP (37 Grad) 76 U/l (35 - 105)
    Leberenzyme und Alkalische Phosphatase sind okay.
    Cholesterin 228 mg/dl (< 200) +
    Da du nicht nüchtern warst bei der BE, kann die Erhöhung daran liegen, kann aber auch noch auf einen SD-Hormonmangel hindeuten. Generell ist leicht erhöhtes Cholesterin aber nicht schlimm (weil die Normgrenze bis 200 eh sehr willkürlich gewählt ist). Wichtiger wäre das Verhältnis von HDL zu LDL, da die aber nicht bestimmt wurden (und auch nüchtern bestimmt werden sollten), kann man da natürlich nichts zu sagen.
    Triglyceride 96 mg/dl (bis 200)
    Schaut okay aus, ist nicht nüchtern allerdings meistens eh höher als nüchtern.
    Kreatinin im Serum 0.91 mg/dl (0.50 - 1.10)
    GFR nach MDRD-Formel 70.4 ml/min/1.7 (> 80) -
    Kreatinin sieht okay aus, GFR leicht erniedrigt. Aber normalerweise bei normalem Kreatinin und keinen sonstigen Hinweisen auf eine Nierenerkrankung kein Anlass zur Panik, da zum einen eine leicht erniedrigte GFR auch bei Nierengesunden vorkommen kann (z. B. durch SD-Hormonmangel), zum anderen die MDRD-Formel, mit der die GFR berechnet wird (sie wird ja nicht tatsächlich gemessen, sondern errechnet), recht "fehleranfällig" ist.

    Genauer ließe sich die GFR berechnen, wenn man sie aus Kreatinin und der Kreatinin-Clearance aus dem 24-Stunden-Urin berechnen würde (fehlerfreies 24-Stunden-Urinsammeln allerdings auch unbedingt vorausgesetzt). In der Praxis macht man das jedoch meistens nicht (in der Regel nur, wenn eine Niereninsuffizienz vermutet wird oder bereits feststeht), sondern bestimmt nur Kreatinin (aus dem Blut) und errechnet die GFR "virtuell" anhand der MDRD-Formel.

    Und da nimmt man dann häufig auch noch die verkürzte Formel (ob die verkürzte MDRD-Formel oder die lange bei dir angewendet wurde, weiß ich natürlich nicht; wenn man dich allerdings nicht nach Gewicht und Körpergröße befragt hat, ist eher von der verkürzten Formel auszugehen), die nur auf Kreatinin, Alter und Geschlecht und der (standardisierten) Körperoberfläche basiert, lässt aber weitere (die Berechnung exakter machende) Faktoren wie Größe, Gewicht, Harnstoff, Gesamt-Eiweiß im Serum und Albumin im Serum außer Acht.

    Daneben ist die Aussagekraft der GFR bei Nierengesunden ohnehin recht umstritten (geringfügig erniedrigte Werte sind laut Meinung vieler Fachleute bei Nierengesunden nicht von klinischer Relevanz, d.h. nur weil der Wert etwas abweicht von der Norm, ist nicht gleich davon auszugehen, daß die Nierenfunktion wirklich gestört ist).

    Von wirklicher Bedeutung ist sie eigentlich nur bei Leuten mit Niereninsuffizienz, um eben abzusehen, wie stark die Nierenfunktion bereits eingeschränkt ist (geringfügig eingeschränkt, deutlicher eingeschränkt, im Bereich der Prä-Dialyse-Pflicht (Nieren kurz vorm Versagen) oder schon im Bereich der Dialysepflicht (terminales Nierenversagen)).

    Allerdings ist selbst im Falle einer Niereninsuffizienz die GFR auch stets mit etwas Vorsicht zu genießen. Mein Mann hat ja eine (mittelgradige) Niereninsuffizienz, aber seine (vom Labor nach der verkürzten MDRD-Formel berechnete) GFR passt meistens nicht wirklich zu dem, was seine anderen Werte wie Kreatinin, Kreatinin-Clearance, Harnstoff etc. aussagen und unterschätzt die tatsächliche Filterleistung, die seine Nieren noch bringen, meistens ziemlich drastisch. Laut der verkürzten Formel ist seine GFR bei nur noch 26 (was schon im Prä-Dialyse-Bereich wäre); nimmt man allerdings die lange Formel, bei der weitere Werte und auch Größe und Gewicht mit einbezogen werden, ist die GFR doch noch deutlich besser (bei 50, was auch viel besser zu seiner auch noch nicht sooo schlechten Kreatinin-Clearance passt).
    Harnstoff 31 mg/dl (13 - 43)
    Harnsäure 5.1 mg/dl (2.6 - 6.0)
    Harnstoff schaut völlig okay aus, gravierende Nierenprobleme daher auch eher unwahrscheinlich (zum hoffentlich beruhigenden Vergleich: der Harnstoff bei meinem Mann liegt aufgrund seiner Niereninsuffizienz bei 106!).

    Harnsäure ist auch noch okay, daß es tendenziell eher höher ist, kann an deiner (vermutlich vorhandenen) Insulinresistenz liegen. KH-arme Ernährung und auch relativ wenig Fruktose kann übrigens gegen zu hohe Harnsäurewerte helfen.
    Eisen im Serum 12.5 µmol/l (8.1 - 30.5)
    Bilirubin 0.31 mg/dl (0.3 - 1.2)
    Gesamteiweiß im Serum 84 g/l (57 - 82) +
    Natrium 139 mmol/l (136 - 145)
    Eisen im Serum ist leider wenig aussagekräftig (Eisenmangel trotz normalem Wert möglich). Das nächste Mal besser Ferritin bestimmen lassen (+ CRP).

    Bilirubin ist okay.

    Daß dein Gesamteiweiß erhöht war, deutet (zusammen mit den ebenfalls erhöhten roten Blutkörperchen und Hb/Hämatokrit) am wahrscheinlichsten auf Dehydration (Flüssigkeitsmangel) hin. Hattest du vielleicht in den Tagen vor der BE bzw. am Tag der BE wenig getrunken oder hattest du Durchfall, Erbrechen, stark geschwitzt oder entwässernde Mittel eingenommen?

    Daneben könnten auch fiebrige Infekte (erhöhte BSG?!) und auch chronische Infektionen (z. B. Borreliose) oder auch chronische Entzündungen zum Anstieg von Gesamteiweiß führen.

    Es gibt natürlich auch noch schlimmere mögliche Ursachen, u.a. Leberzirrhose (die bei denen guten Leberwerten aber sehr unwahrscheinlich ist) und bösartige Lymphome (z. B. Morbus Waldenström); allerdings würde ich erstmal von der häufigsten und harmlosesten Erklärung (eben Flüssigkeitsmangel, auf den ja auch dein rotes Blutbild hindeutet) ausgehen und nicht gleich von schlimmen.

    Trink erstmal mehr und dann lass am besten bei der nächsten BE das Eiweiß noch mal mit kontrollieren; Anlass, sich Sorgen zu machen, bestünde m. E. erst, wenn der Wert auch nach viel Trinken immer noch erhöht wäre.

    Natrium ist okay.
    Calcium 2.56 mmol/l (2.15 - 2.65)
    Calcium ist relativ hoch, kann auch auf Flüssigkeitsmangel hindeuten, weil sich der eiweißgebundene Anteil bei Flüssigkeitsmangel relativ erhöht.
    Glukose im Serum 70 mg/dl (70 - 115)
    HbA1c 5.8 (< 6.0)
    HBA1c (IFCC) 39.89 mmol/mol (< 42.0)
    mittlere Blutglukosekonz. 120 mg/dl
    HbA1c ist relativ hoch und da es wie du weiter unten schreibst, schon mal erhöht war, würde ich annehmen, daß du wahrscheinlich Insulinresistenz hast und drauf aufpassen solltest, daß da langfristig kein Diabetes II draus wird.


    Fortsetzung ...

  3. #63
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    Standard AW: Bedeutet "inhomogenes echoarmes Parenchym" immer Hashimoto?

    Leukozyten 8.97 Tsd./µl (4.00 - 10.00)
    Erythrozyten 5.21 Mio./µl (4.00 - 5.00) +
    Hämoglobin 16.5 g/dl (12.00 - 16.00) +
    Hämakrotit 0.47 L/L (0.35 - 0.45) +
    MCV 91 fl (80 - 96)
    HBE 32 pg (27.0 - 34.9)
    MCHC 35 g/dl (32 - 36)
    Thrombocyten 215 Tsd./µl (150 - 400)
    RDW-CV (red cell distribution width) 13.6 % (12 - 14)
    Granulozyten 61 % (30 - 70)
    Rauchst du? Wenn ja, können die erhöhten Erys, Hb und HKT auch daher kommen (Sauerstoffmangel!). Wenn nein, ist Flüssigkeitsmangel die wahrscheinlichste Erklärung. Mehr trinken!
    Lymphozyten 29 % (20 - 40)
    Monozyten 8 % (0 - 14)
    Eosinophile 1 % (0 - 7)

    Segmentkernige, absolut 5.46 Tsd./µl (1.8 - 7.5)
    Lymphozyten, absolut 2.60 Tsd./µl (1.0 - 4.0)
    Monozyten, absolut 0.73 Tsd./µl (0.08 - 0.6) +
    Eosinophile, absolut 0.13 Tsd./µl (0.05 0.45)
    Basophile, absolut 0.03 Tsd./µl (0.02 - 0.08)
    Quick (TPZ) 114 % (70 - 130)

    INR 0.92
    PTT 33.6 sec (25.1 - 36.5)
    Die erhöhten absoluten Monozyten könnten hinweisen auf einen kürzlichen Infekt (Rekonvaleszenzphase), auf bestehende Infekte mit Bakterien oder auch Viren (z. B. Eppstein Barr), auf andere Autoimmunerkrankungen (z. B. SLE, chronische Polyarthritis, Sarkoidose).

    Wenn der Wert seit Jahren erhöht ist, solltest du deinen Arzt allerdings doch mal drauf ansetzen, die Ursache näher zu erforschen (Überweisung zum Rheumatologen?).
    Vitamin B12 4598 ng/l (210 - 910) +
    Ist schon sehr hoch, aber kurz nach einer Spritze auch nicht ungewöhnlich.
    Muß dazu sagen, daßsich HbA1c und HBA1c verbessert haben, waren beim letzten Mal (vor einem halben Jahr oder so) leicht über der Norm, was mir Angst gemacht hat; seit ein paar Wochen ernähre ich mich kohlenhydratärmer (ein bißchen LOGI-mäßig, allerdings weiß ich gar nicht, ob ich das richtig mache - vllt. zuviel Eiweiß?)
    Ist sehr gut, daß du die KH reduziert hast, denn bei Insulinresistenz ist das (neben mehr Bewegung/Muskelaufbau) doch noch die beste Methode, um langfristig zu verhindern, daß da ein Diabetes II draus wird.

    Warum denkst du, daß du zuviel Eiweiß isst? Wegen dem erhöhten Gesamteiweiß? Wenn ja: nein, Gesamteiweiß im Blut lässt sich nicht durch viel Eiweiß in der Nahrung erhöhen, denn wie viel Gesamteiweiß da ist, entscheidet vor allen Dingen die Leber, die die Eiweiße produziert (das zwar aus Nahrungseiweiß, aber die Leber produziert normalerweise nicht mehr Eiweiße, als physiologisch angebracht und normal ist).

    Daneben ist eben vermutlich eigentlich gar nicht zu viel Eiweiß da, es ist vermutlich wegen Flüssigkeitsmangel nur konzentrierter (s.o.).

    Oder hast du Bedenken wegen der GFR? Wenn ja, so möchte ich dich auch da beruhigen. Daß zu viel Eiweiß die Nieren schädigt, ist ein altes Ammenmärchen, für den es aber keinen haltbaren Beweis gibt. Am Tag 1-2 g/kg Körpergewicht Eiweiß sind völlig okay und keinesfalls zuviel.

    Ausnahme: wenn man wirklich eine Niereninsuffizienz hat, dann wird meistens eine gewisse Eiweißrestriktion (0,8 - 1 g/kg) empfohlen, wobei Nephrologen allerdings auch mehr und mehr die Sinnhaftigkeit dieser Empfehlung anzweifeln, weil man nämlich inzwischen auch festgestellt hat, daß sich das Fortschreiten einer Niereninsuffizienz dadurch in der Regel auch nicht merklich beeinflussen lässt (ob und wie schnell eine Insuffizienz fortschreitet, scheint doch eher von anderen Faktoren und der zugrundeliegenden Erkrankung abzuhängen, weniger vom Eiweiß).
    Cholesterin hat sich um 1 verbessert, immerhin der niedrigste Wert seit Jahren...
    Könnte sich mit besseren SD-Werten und langfristig auch durch kh-arme Ernährung (und mehr FETT!) auch noch weiter verbessern, allerdings ist der Wert eh nicht wirklich besorgniserregend und es kommt eh mehr auf das Verhältnis von HDL/LDL an als auf das Gesamtcholesterin.
    B12 ist natürlich sehr hoch, habe auch extrem viel gespritzt und werde jetzt mal pausieren? (Wert wurde gemessen 10 Tage nach der letzten Spritze).
    Ja, würde vielleicht auch erstmal eine Spritzenpause machen.
    Die SD- Werte sehen für mich ja erstmal wieder gut/normal aus - kann ich wie immer nicht wirklich beurteilen, aber diese anderen Werte machen mir richtig Angst. Der erniedrigte GFR sieht nach Niereninsuffizienz aus? Oder kann das auch harmlosere Ursachen haben? Sollte ich mal zum Nephrologen gehen??
    Wegen der GFR mach dir mal - s.o. - nicht so den Kopf. Wenn es dich beruhigt, kannst du natürlich auch mal einen Nephrologen aufsuchen, aber da die anderen nierenrelevanten Werte halt okay sind, sieht es mir nicht wirklich nach `ner Niereninsuffizienz aus.
    Es gibt mir gerade jetzt zu denken, nachdem ich nochmal in einen Neurologie-Befund von 2008 gesehen habe (siehe auch:
    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...r-Befunden-aus )

    wo ich entdeckt habe, daß ich da c-ANCA und p-ANCA hatte, zwar offensichtlich niedrig, aber immerhin.
    Zumal ich gelesen habe, daß die Höhe dieser AK sich nach dem Krankheitsgeschehen richte und ich zu der Zeit auf der neurologischen Station gerade mal wieder eine beschwerdefreie Phase hatte.
    Ich denke, angesichts deiner Beschwerden und auch wegen der Monozyten und der c-ANCA/p-ANCA wäre eine gründliche Abklärung durch einen Rheumatologen sicherlich durchaus mal angebracht.
    Gerade jetzt geht's mir wieder extrem schlecht und solche Werte kann ich da gerade gebrauchen, damit ich richtig Angst kriege. Das Schlimmste ist immer: je schlechter es mir geht, desto weniger bringe ich die Energie auf, zu Ärzten zu rennen und um Untersuchungen zu kämpfen etc.
    Versteh dich, aber leider ist es meistens doch so: wenn du nicht kämpfst für dich, wer denn dann?
    So ein Mi*t, Verdacht Kollagenose/Vaskulitis hatte ich lange vor Hashi...vllt. habe ich doch kein Hashi, sondern doch ersteres. Oder Hashi UND ersteres, kann ja auch sein.
    Ja, man kann leider Flöhe und Läuse haben. Aber wenn der Verdacht auf Kollagenose/Vaskulitits schon lange besteht, ist dem denn noch nie mal so richtig gründlich nachgegangen worden? Muss leider sagen, daß ich mich der Diagnostik davon überhaupt nicht auskenne und leider nicht weiß, wie man sowas sicher ausschließen bzw. diagnostizieren könnte, aber zumindest früher grenzwertige AK und fortgesetzte Beschwerden sollten ja eigentlich doch ein Grund sein, daß dich ein Rheumatologe mal so richtig auf den Kopf stellt.
    Mein HA hatte vor ein paar Jahren mal meinem Mann gegenüber erwähnt, vllt. sollte man einfach mal Cortison geben, um zu gucken, ob's dann besser wird. Vielleicht gar nicht mal so schlecht - aber kriege ich dann noch 'raus, was ich habe?
    Unter (laufender) Cortisontherapie vermutlich nicht, denn Cortison hat ja einen immunsuppressiven Effekt und das kann schon dazu führen, daß AK und/oder entzündliche Veränderungen vielleicht nicht mehr sicher nachzuweisen sind.

    Und was das "mal gucken, ob`s besser wird", angeht: ist auch mit etwas Vorsicht zu genießen, denn Cortison kann auch ohne dass eine Kollagenose/Vaskulitis vorliegt, so manch ein "Zipperlein" unterdrücken, da es eben generell entzündungshemmend wirkt (und nicht nur speziell bei autoimmun bedingten Entzündungen) und auch psychisch recht euphorisch machen kann, so daß einem evtl. vorhandene Beschwerden zwar vielleicht eigentlich nicht besser, aber doch zumindest weniger belastend vorkommen.

    Daneben ist Cortison ja leider auch nicht ganz unproblematisch, zumal man zur (effektiven) Entzündungshemmung/Immunsuppression ja leider doch meistens Dosen braucht, die jenseits der Cushing-Schwelle liegen und eben zu den typischen Nebeneffekten (stärkere Insulinresistenz, Blutzuckeranstieg, Bluthochdruck, Gewichtszunahme etc.pp) führen könnten.

    Ich würde an deiner Stelle wohl vor so einem Versuch mit Corti wohl doch eher noch mal versuchen, daß dem Verdacht auf Kollagenose/Vaskulitits nochmals mit genauen Untersuchungen näher nachgegangen wird. Und ich würde wohl Corti nur probieren, wenn das auch ein Rheumatologe befürwortet.
    Wenn es sowas wie Morbus Wegener wäre, wäre es ja schon wichtig zu wissen, ob und wie Lunge oder Nieren beteiligt sind, oder?
    Klar wäre das wichtig zu wissen.

    Mist, der Beitrag ist schon wieder zu lang. Also noch eine Fortsetzung ...

  4. #64
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    Standard AW: Bedeutet "inhomogenes echoarmes Parenchym" immer Hashimoto?

    Also - im Moment weiß ich weder ein noch aus und habe keine Lust mehr. - AI-Gastritis habe ich dann wohl doch nicht (beim letzten Mal waren die Intrinsic-Faktor- AK noch grenzwertig), da weiß ich wieder nicht, woher eigentlich der B12 Mangel kam.
    Es gibt auch bei AI-Gastritis seronegative Verläufe. Und (wie bei Hashi auch) sehe ich persönlich eine AIG nicht als plötzlich doch ausgeschlossen an, nur weil vorher erhöhte AK irgendwann wieder negativ werden. Das Immunsystem produziert AK immerhin nicht kontinuierlich, sondern die können immer wieder schwanken.

    Daneben: selbst wenn es keine AI-Gastritis vorliegt - heftige Magenprobleme hattest du ja dennoch und auch andere Magenprobleme als `ne AIG können halt zu B12-Mangel führen, ist ja nicht nur eine exklusive AIG-Sache.
    Im Laborbericht steht ja:

    "Kalium entfällt (Unters. soll entfallen)"

    Darüber habe ich mich gewundert - bin nicht sicher, was das heißen soll; daß mein HA sozusagen dem Labor gesagt hat, daß die Untersuchung des Kaliums entfallen soll?
    Keine Ahnung, da müsstest du den HA fragen bzw. das Labor, warum das da steht bzw. warum die Untersuchung entfallen sollte.
    Das Komische daran ist, daß das Kalium bei mir in letzter Zeit öfter mal erhöht war, und er dann immer gemeint hat, das solle ich nicht beachten, das könnte falsch hoch sein durch Transport oder sowas.
    Kalium kann durch falsche Blutabnahme (zu langes Stauen der Vene) oder auch durch falsche Lagerung (zu lange als Vollblut, statt abzentrifugiert als Serum) falsch hoch sein. Wenn der Wert allerdings immer wieder zu hoch war/ist, dann sollte man natürlich doch mal überlegen, ob das wirklich immer nur Fehler bei der Abnahme/Lagerung waren oder ob das vielleicht doch `ne echte Elektrolytstörung ist und wenn, was die Ursache dafür ist.
    http://www.laborlexikon.de/Lexikon/I...lium_Serum.htm
    Hat Kalium nicht auch was mit den Nieren zu tun?
    Wird hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden, ja. Und Niereninsuffizienz kann zu erhöhten Kaliumwerten führen. Allerdings meistens doch schon recht ausgeprägte (und danach sehen deine Nierenwerte ja echt nicht aus).

    Bei meinem Mann, der ja nun wirklich Niereninsuffizienz hat, war es bislang nur sehr selten mal erhöht (meistens, wenn er es mit seinem heißgeliebten Kiba-Saft (Kirsche/Banane) übertrieben hat), muss also selbst bei wirklicher Niereninsuffizienz nicht immer erhöht sein.

    Liebe Grüße
    Jutta

  5. #65
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    Standard AW: Bedeutet "inhomogenes echoarmes Parenchym" immer Hashimoto?

    Hallo Jutta!

    Wow, zunächst einmal natürlich dicken Dank für die ausführliche Antwort!

    Dein TSH schaut zwar ganz schön aus (kann allerdings auch mit daran liegen, daß die BE abends war, TSH ist abends generell niedriger als morgens), aber deinen fT4 finde ich noch etwas dürftig, könnte schon noch etwas höher, jedenfalls wenn es dir nicht so gut geht damit. Würde, wenn du noch Beschwerden hast, die auf SD-Hormonmangel hindeuten, mal eine vorsichtige Steigerung von 6,25 - 12,5 µg probieren.
    Tja, richtig viel gestiegen ist der fT4 seit der letzten Messung beim HA (dazwischen war einmal Messung beim NUK, aber anderes Labor, andere Norm, das beim HA kann ich daher besser vergleichen) wirklich nicht. - Habe ich schon mehrmals gelesen, daß der TSH abends niedrieger ist, bloß frage ich mich immer, ob das sich vielleicht verschiebt, wenn man so einen, hm, unorthodoxen Tagesrhythmus hat wie ich. Und das eben schon jahrelang. Würde das dann wohl immer noch gelten?

    Ich habe definitiv Beschwerden, bin nur halt nicht ganz sicher, ob das SD-Beschwerden sind, oder allein SD-Beschwerden. - Wenn ich jedenfalls 6,25 oder 12,5 drauflegen wollte, müßte ich mir erstmal andere Tabletten aufschreiben lassen, in anderer Dosierung, meine ich, weil ich eben die 75er habe und so kleine Dosierungen damit nicht hinkriege.
    Ich bezweifle mal, daß mein HA das macht. - Aber da ich im Juni einen Kontrolltermin beim NUK habe, gucke ich mal, was der dazu sagt. Vielleicht ist der auch für Erhöhen, dann wird das einfacher.

    BSG 42 (?)
    Schaut erhöht aus (jedenfalls, wenn man übliche Normen (<20) anlegt). Die einfachste Erklärung dafür wäre eine Entzündung oder ein bakterieller Infekt.
    Danke, daß du das bestätigst, das habe ich mir auch so gedacht. Irgendwas habe ich ja auch mit den Nebenhöhlen und/oder den Augen, könnte also auch damit zusammenhängen. Muß unbedingt zum HNO und Augenarzt.

    Cholesterin 228 mg/dl (< 200) +
    Da du nicht nüchtern warst bei der BE, kann die Erhöhung daran liegen, kann aber auch noch auf einen SD-Hormonmangel hindeuten. Generell ist leicht erhöhtes Cholesterin aber nicht schlimm (weil die Normgrenze bis 200 eh sehr willkürlich gewählt ist). Wichtiger wäre das Verhältnis von HDL zu LDL, da die aber nicht bestimmt wurden (und auch nüchtern bestimmt werden sollten), kann man da natürlich nichts zu sagen.
    Nee, Cholesterin ist seit Jahren bei jeder Messung, ob nüchtern oder nicht, erhöht. - HDL/LDL ist bei mir nur ein einziges Mal gemessen worden vor ein paar Jahren bei einer Rheumatologin, da war HDL erhöht und LDL in der Norm.

    Kreatinin sieht okay aus, GFR leicht erniedrigt. Aber normalerweise bei normalem Kreatinin und keinen sonstigen Hinweisen auf eine Nierenerkrankung kein Anlass zur Panik, da zum einen eine leicht erniedrigte GFR auch bei Nierengesunden vorkommen kann (z. B. durch SD-Hormonmangel), zum anderen die MDRD-Formel, mit der die GFR berechnet wird (sie wird ja nicht tatsächlich gemessen, sondern errechnet), recht "fehleranfällig" ist.
    Vielen Dank für die ausführliche Erklärung, das beruhigt mich erstmal! Wußte auch gar nicht, daß eine leicht erniedrigte GFR auch bei SD-Hormonmangel vorkommen kann.

    wenn man dich allerdings nicht nach Gewicht und Körpergröße befragt hat, ist eher von der verkürzten Formel auszugehen), die nur auf Kreatinin, Alter und Geschlecht und der (standardisierten) Körperoberfläche basiert, lässt aber weitere (die Berechnung exakter machende) Faktoren wie Größe, Gewicht, Harnstoff, Gesamt-Eiweiß im Serum und Albumin im Serum außer Acht.
    Nee, nach Gewicht/Körpergröße hat man mich nicht befragt (weiß aber nicht, ob das vllt. in der Akte beim Arzt steht - obwohl das Gewicht ja auch nicht mehr stimmen müßte, falls es da stand. Habe ja abgenommen.) und Albumin ist wohl gar nicht gemessen worden.

    Allerdings ist selbst im Falle einer Niereninsuffizienz die GFR auch stets mit etwas Vorsicht zu genießen. Mein Mann hat ja eine (mittelgradige) Niereninsuffizienz, aber seine (vom Labor nach der verkürzten MDRD-Formel berechnete) GFR passt meistens nicht wirklich zu dem, was seine anderen Werte wie Kreatinin, Kreatinin-Clearance, Harnstoff etc. aussagen und unterschätzt die tatsächliche Filterleistung, die seine Nieren noch bringen, meistens ziemlich drastisch. Laut der verkürzten Formel ist seine GFR bei nur noch 26 (was schon im Prä-Dialyse-Bereich wäre); nimmt man allerdings die lange Formel, bei der weitere Werte und auch Größe und Gewicht mit einbezogen werden, ist die GFR doch noch deutlich besser (bei 50, was auch viel besser zu seiner auch noch nicht sooo schlechten Kreatinin-Clearance passt).
    Wie gesagt, das beruhigt mich - natürlich nicht die Tatsache, daß dein Mann eine Niereninsuffizienz hat sondern daß auch da die verkürzte Formel offenbar ungenau ist.

    Harnstoff 31 mg/dl (13 - 43)
    Harnsäure 5.1 mg/dl (2.6 - 6.0)
    Harnstoff schaut völlig okay aus, gravierende Nierenprobleme daher auch eher unwahrscheinlich (zum hoffentlich beruhigenden Vergleich: der Harnstoff bei meinem Mann liegt aufgrund seiner Niereninsuffizienz bei 106!).
    Sicher, das beruhigt mich (hoffe nur, das klingt nicht so, als würde mich die Tatsache, daß es jemandem schlechter geht als mir, beruhigen...so ist das natürlich nicht. Lieber wäre mir, du hättest es mir abstrakt erklären müssen und dein Mann hätte keine Niereninsuffizienz!). Nochmal vielen Dank dafür, ich war schon besorgt.

    Harnsäure ist auch noch okay, daß es tendenziell eher höher ist, kann an deiner (vermutlich vorhandenen) Insulinresistenz liegen. KH-arme Ernährung und auch relativ wenig Fruktose kann übrigens gegen zu hohe Harnsäurewerte helfen.
    Vermutest du IR wegen des HbA1c-Wertes? - Der war ja beim letzten Mal - müßte jetzt suchen - noch etwas höher, 6,1, glaube ich. Ist insgesamt jetzt erst das zweitemal gemessen worden; ich war schon froh, daß er jetzt niedriger ist, und daß nach vllt. knapp erst einem Monat mit weniger KH. - Wo ist denn viel Fructose drin? Müßte ich mal googlen, weiß ich überhaupt nicht. Obst sollte man doch essen? Das verwirrt mich jetzt etwas.

    Eisen im Serum ist leider wenig aussagekräftig (Eisenmangel trotz normalem Wert möglich). Das nächste Mal besser Ferritin bestimmen lassen (+ CRP).
    Ja komisch, meistens macht mein HA Ferritin mit, diesmal nicht Vielleicht hat er befürchtet, der wäre bei mir wieder so niedrig, daß er wieder Venofer verschreiben muß. Muß ich ihn beim nächsten Mal nochmal drauf anhauen, auch auf CRP.

    Daß dein Gesamteiweiß erhöht war, deutet (zusammen mit den ebenfalls erhöhten roten Blutkörperchen und Hb/Hämatokrit) am wahrscheinlichsten auf Dehydration (Flüssigkeitsmangel) hin. Hattest du vielleicht in den Tagen vor der BE bzw. am Tag der BE wenig getrunken oder hattest du Durchfall, Erbrechen, stark geschwitzt oder entwässernde Mittel eingenommen?
    Hm, am Tag der BE hatte ich zwei Becher Kaffee und vllt. ein Glas anderes Getränk getrunken (war ja noch nicht sooo lange auf...). - Ich schwitze ja eigentlich immer stark (aber da das eben immer der Fall ist, hätte sich das auch in den vorherigen BEs niederschlagen müssen, da waren die Werte ja okay). - Ich hatte seit ein paar Tagen keinen richtigen Durchfall - also mit mehrfach laufen müssen pro Tag - aber täglich bei dem einen Mal relativ dünn. Ob das auch schon was ausmachen kann? - Entwässernde Mittel nein, jedenfalls nicht, daß ich wüßte (also keine explizit für diesen Zweck, weiß jetzt nicht, ob z.B. Novalgin entwässert? Müßte ich in den BPZ schauen.)

    Daneben könnten auch fiebrige Infekte (erhöhte BSG?!) und auch chronische Infektionen (z. B. Borreliose) oder auch chronische Entzündungen zum Anstieg von Gesamteiweiß führen.
    Hm, wie gesagt, vermute ich ja, daß da außer Hashi (so ich das habe) noch was ist; außerdem Nebenhöhlen (wahrscheinlich) und: irgendwas war zu der Zeit noch los...ich hatte ca. 6 Tage lang seltsamen Schwindel. - Keinen Kreislaufschwindel, den kenne ich aus der Pubertät, wenn einem so schwummrig wird von niedrigem Blutdruck beim Aufstehen.
    Das war ein Drehschwindel, der auftrat, wenn ich mich im Bett umgedreht habe, wenn ich mich - bereits auf der Couch liegend - mit dem Kopf auf bestimmt Art und Weise an die Lehne lehnte und wenn ich - egal ob stehend oder sitzend oder was - den Kopf heftig in den Nacken warf. - Das war irgendwas am Ohr oder am Nacken, oder so. - U.a. deswegen war ich auch beim HA, der mir dann Überweisung zum HNO gab.
    Am nächsten Tag war der Schwindel dann wieder völlig weg, bis jetzt. - Keine Ahnung, ob das ein Lagerungsschwindel war, oder wirklich was mit Ohr/Nebenhöhlen zu tun hatte, oder irgendein Nerv im Nacken eingeklemmt war oder sowas? Vielleicht war da auch irgendeine Enzündung?

    Okay, an schlimme Ursachen denke ich dann erstmal nicht...und gucke mal, wie es bei der nächsten BE ist. - Trinken tue ich normalerweise eigentlich nicht wenig. Hm.

    Calcium ist relativ hoch, kann auch auf Flüssigkeitsmangel hindeuten, weil sich der eiweißgebundene Anteil bei Flüssigkeitsmangel relativ erhöht.
    Scheint ja doch einiges auf Flüssigkeitsmangel hinzudeuten, wundert mich allerdings wirklich insofern, als ich eigentlich nicht weniger trinke als sonst auch immer - vllt. scheide ich doch irgendwie zuviel aus. Hm.

    HbA1c ist relativ hoch und da es wie du weiter unten schreibst, schon mal erhöht war, würde ich annehmen, daß du wahrscheinlich Insulinresistenz hast und drauf aufpassen solltest, daß da langfristig kein Diabetes II draus wird.
    Ja, wie gesagt, ich hoffe, daß der noch sinkt. - Wenn ich schon IR hätte, müßte ich da was unternehmen dagegen, außer KH-arme Kost?

  6. #66
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    Standard AW: Bedeutet "inhomogenes echoarmes Parenchym" immer Hashimoto?

    Rauchst du? Wenn ja, können die erhöhten Erys, Hb und HKT auch daher kommen (Sauerstoffmangel!). Wenn nein, ist Flüssigkeitsmangel die wahrscheinlichste Erklärung. Mehr trinken!
    Ja, ich rauche - allerdings ja schon lange, und bisher waren die Werte in Ordnung? - Noch mehr trinken kann ich natürlich mal probieren...obwohl ich immer den Eindruck habe, ich bringe mehr weg, als ich trinke - das allerdings auch schon seit gefühlten Jahrhunderten, also eigentlich schon immer. (Ich kenne niemanden, der so oft auf's Klo rennt wie ich..allerdings habe ich deswegen schon vor etlichen Jahren mal beim Endokrinologen nachgefragt; habe jetzt vergessen, welcher Wert es noch gleich war, den sie untersucht haben, der aber in Ordnung sei...).

    Die erhöhten absoluten Monozyten könnten hinweisen auf einen kürzlichen Infekt (Rekonvaleszenzphase), auf bestehende Infekte mit Bakterien oder auch Viren (z. B. Eppstein Barr), auf andere Autoimmunerkrankungen (z. B. SLE, chronische Polyarthritis, Sarkoidose).
    Wenn der Wert seit Jahren erhöht ist, solltest du deinen Arzt allerdings doch mal drauf ansetzen, die Ursache näher zu erforschen (Überweisung zum Rheumatologen?).
    Ja, ist seit etlichen Jahren fast immer erhöht. - Ich war 2007 bei drei Rheumatologen (bzw. eins war eine rheumatologische Ambulanz), es wurde aber "nichts richtungsweisendes" gefunden...*grmbl* aber ich will/muß sowieso noch einmal hin. - Las übrigens kürzlich noch, daß sie auch bei Hashi erhöht sein könnten? (Wobei ich ja immer noch nicht 100%ig weiß, ob ich es habe.)

    Ist sehr gut, daß du die KH reduziert hast, denn bei Insulinresistenz ist das (neben mehr Bewegung/Muskelaufbau) doch noch die beste Methode, um langfristig zu verhindern, daß da ein Diabetes II draus wird.
    Ja, mit Bewegung/Muskelaufbau ist das so eine Sache...da müßte ich mich erstmal mit Schmerzmitteln zudröhnen, daß das geht - ich sag ja, da muß noch was sein, da muß was passieren, ich kann mich nur schlecht bewegen, jedenfalls immer nur mit Schmerzen. Da das schubweise kommt, tippe ich immer noch auf sowas wie Rheuma - es kann jetzt einfach nicht mehr der B12-Mangel oder Vit D-Mangel sein (es sei denn, mein Vit-D-Präparat ist schei*e...).

    Warum denkst du, daß du zuviel Eiweiß isst? Wegen dem erhöhten Gesamteiweiß? Wenn ja: nein, Gesamteiweiß im Blut lässt sich nicht durch viel Eiweiß in der Nahrung erhöhen, denn wie viel Gesamteiweiß da ist, entscheidet vor allen Dingen die Leber, die die Eiweiße produziert (das zwar aus Nahrungseiweiß, aber die Leber produziert normalerweise nicht mehr Eiweiße, als physiologisch angebracht und normal ist).
    Ja, das hatte ich befürchtet...da ich jetzt sicherlich mehr Eiweiß esse als vorher. Das beruhigt mich, daß es wohl nichts damit zu tun hat.

    Oder hast du Bedenken wegen der GFR? Wenn ja, so möchte ich dich auch da beruhigen. Daß zu viel Eiweiß die Nieren schädigt, ist ein altes Ammenmärchen, für den es aber keinen haltbaren Beweis gibt. Am Tag 1-2 g/kg Körpergewicht Eiweiß sind völlig okay und keinesfalls zuviel.
    Ja richtig, deswegen hatte ich auch Bedenken. Habe mir einige LOGI-Bücher geholt und da stand was davon, daß bei eingeschränkter Nierenfunktion nicht so viel Eiweiß..oder so, müßte nochmal suchen. - *Kopfkratz* siehst du, deswegen sagte ich "LOGI-mäßig", weil ich nie was ausrechne...müßte ich wohl mal. Wobei ich erstmal wissen müßte, wieviel Eiweiß worin enthalten ist *seufz* So wie ich mich kenne, halte ich 'ne "Diät" (weiß schon, LOGI ist eigentl. keine Diät), bei der ich dauernd rechnen muß, nie im Leben durch, dafür bin ich zu chaotisch veranlagt

    Naja, vllt. reicht ein paarmal exemplarisch und dann kann man es überblicken.

    Ausnahme: wenn man wirklich eine Niereninsuffizienz hat, dann wird meistens eine gewisse Eiweißrestriktion (0,8 - 1 g/kg) empfohlen, wobei Nephrologen allerdings auch mehr und mehr die Sinnhaftigkeit dieser Empfehlung anzweifeln, weil man nämlich inzwischen auch festgestellt hat, daß sich das Fortschreiten einer Niereninsuffizienz dadurch in der Regel auch nicht merklich beeinflussen lässt (ob und wie schnell eine Insuffizienz fortschreitet, scheint doch eher von anderen Faktoren und der zugrundeliegenden Erkrankung abzuhängen, weniger vom Eiweiß).
    Verstehe...na, da muß ich die nächsten BEs dann mal abwarten, um zu gucken, was die sagen. Vllt. ist da schon wieder alles okay..

    Cholesterin
    Könnte sich mit besseren SD-Werten und langfristig auch durch kh-arme Ernährung (und mehr FETT!) auch noch weiter verbessern, allerdings ist der Wert eh nicht wirklich besorgniserregend und es kommt eh mehr auf das Verhältnis von HDL/LDL an als auf das Gesamtcholesterin.
    Wie gesagt, das Verhältnis kenne ich nicht..Mehr Fett? - Da gibt es doch auch ein Buch mit diesem Titel - siehst du, das muß ich mir auch noch gelegentlich besorgen!

    Wegen der GFR mach dir mal - s.o. - nicht so den Kopf. Wenn es dich beruhigt, kannst du natürlich auch mal einen Nephrologen aufsuchen, aber da die anderen nierenrelevanten Werte halt okay sind, sieht es mir nicht wirklich nach `ner Niereninsuffizienz aus.
    Ja, wie gesagt, du hast mich da schon beruhigt. - Muß ich also vor allem erstmal sehen, wie das bei den nächsten BE ist.

    Ich denke, angesichts deiner Beschwerden und auch wegen der Monozyten und der c-ANCA/p-ANCA wäre eine gründliche Abklärung durch einen Rheumatologen sicherlich durchaus mal angebracht.
    Genau, das muß ich unbedingt. - Hoffe, es bringt mehr als beim letzen Mal

    Versteh dich, aber leider ist es meistens doch so: wenn du nicht kämpfst für dich, wer denn dann?
    Das stimmt natürlich; immerhin kämpft mein Mann immer mit..aber letztendlich ist es oft so, daß es mir zu beschi**en geht, um zum Arzt zu gehen; hört sich blöd an, ist aber oft so. - Was auch immer klasse ist: bei den letzen Malen, als ich die rheumatischen Beschwerden hatte, habe ich mir Termine beim Rheumatologen geben lassen (ist auch mit Neurologen oft schon so gewesen); das hat drei Monate gedauert, bis dahin ging's mir wieder besser. Und viele Antikörper richten sich in der Höhe nach der Krankheitsaktivität (c-ANCA z.B.). - Ist ja echt dann blöd, wenn man den Termin erst hat, wenn der (vermeintliche?) Schub schon wieder weg ist *grmbl*


    Ja, man kann leider Flöhe und Läuse haben. Aber wenn der Verdacht auf Kollagenose/Vaskulitits schon lange besteht, ist dem denn noch nie mal so richtig gründlich nachgegangen worden? Muss leider sagen, daß ich mich der Diagnostik davon überhaupt nicht auskenne und leider nicht weiß, wie man sowas sicher ausschließen bzw. diagnostizieren könnte, aber zumindest früher grenzwertige AK und fortgesetzte Beschwerden sollten ja eigentlich doch ein Grund sein, daß dich ein Rheumatologe mal so richtig auf den Kopf stellt.
    Ja, siehe oben...2007 war bei mir der Höhepunkt, und war eben bei 3 Rheumatologen. Es ist nur eben nichts dabei herausgekommen (laaange Geschichte). - Ich hatte dann resigniert und die "Schübe" (oder was es auch immer war) dann jedesmal 'ausgesessen', also einfach abgewartet, bis alles wieder weggeht...dann ging's wieder eine zeitlang besser (wenn auch nicht wirklich gut). Ich hatte einfach die Hoffnung aufgegeben, daß da einer nochmal herausfindet, was es ist. Und immerhin ging es ja auch jedesmal - also die ganz schlimmen Phasen - wieder weg.

    Unter (laufender) Cortisontherapie vermutlich nicht, denn Cortison hat ja einen immunsuppressiven Effekt und das kann schon dazu führen, daß AK und/oder entzündliche Veränderungen vielleicht nicht mehr sicher nachzuweisen sind.

    Und was das "mal gucken, ob`s besser wird", angeht: ist auch mit etwas Vorsicht zu genießen, denn Cortison kann auch ohne dass eine Kollagenose/Vaskulitis vorliegt, so manch ein "Zipperlein" unterdrücken, da es eben generell entzündungshemmend wirkt (und nicht nur speziell bei autoimmun bedingten Entzündungen) und auch psychisch recht euphorisch machen kann, so daß einem evtl. vorhandene Beschwerden zwar vielleicht eigentlich nicht besser, aber doch zumindest weniger belastend vorkommen.

    Daneben ist Cortison ja leider auch nicht ganz unproblematisch, zumal man zur (effektiven) Entzündungshemmung/Immunsuppression ja leider doch meistens Dosen braucht, die jenseits der Cushing-Schwelle liegen und eben zu den typischen Nebeneffekten (stärkere Insulinresistenz, Blutzuckeranstieg, Bluthochdruck, Gewichtszunahme etc.pp) führen könnten.

    Ich würde an deiner Stelle wohl vor so einem Versuch mit Corti wohl doch eher noch mal versuchen, daß dem Verdacht auf Kollagenose/Vaskulitits nochmals mit genauen Untersuchungen näher nachgegangen wird. Und ich würde wohl Corti nur probieren, wenn das auch ein Rheumatologe befürwortet.
    Ja - sehe ich auch so, mir ist der Gedanke auch nicht sonderlich sympathisch...obwohl ich jetzt so manches Mal den Gedanken hatte: ist mir jetzt schietegal, Hauptsache die Schmerzen gehen weg - aber der "wahre Sack der Zwerge" ist das bestimmt nicht!

    (gleich noch 'ne Fortsetzung)

  7. #67
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    Standard AW: Bedeutet "inhomogenes echoarmes Parenchym" immer Hashimoto?

    Es gibt auch bei AI-Gastritis seronegative Verläufe. Und (wie bei Hashi auch) sehe ich persönlich eine AIG nicht als plötzlich doch ausgeschlossen an, nur weil vorher erhöhte AK irgendwann wieder negativ werden. Das Immunsystem produziert AK immerhin nicht kontinuierlich, sondern die können immer wieder schwanken.
    Ah ja - das heißt, irgenwann sollte ich die vorsichtshalber ein weiteres Mal überprüfen lassen. - Wobei ich auch davon überzeugt bin, daß da was ist, wenn die beim ersten Mal schon grenzwertig waren...B12 werde ich wohl auf alle Fälle weiterspritzen, bin bloß noch nicht sicher, in welchem Rhythmus. - Habe zuletzt wöchtenlich gespritzt, weil ich immer noch Symptome hatte. - Eine zeitlang waren die schon weg gewesen...jetzt ist es so, daß trotz jetzt sein Monaten wöchentlicher Spritzung immer noch alle möglichen Symptome da sind - ich glaube nicht mehr, daß das noch vom B12-Mangel ist.

    Daneben: selbst wenn es keine AI-Gastritis vorliegt - heftige Magenprobleme hattest du ja dennoch und auch andere Magenprobleme als `ne AIG können halt zu B12-Mangel führen, ist ja nicht nur eine exklusive AIG-Sache.
    Ja, richtig; spritzen muß ich auf alle Fälle. - Habe ja auch einen Termin beim Gastro, mal gucken, was dem noch so einfällt.

    Kalium kann durch falsche Blutabnahme (zu langes Stauen der Vene) oder auch durch falsche Lagerung (zu lange als Vollblut, statt abzentrifugiert als Serum) falsch hoch sein. Wenn der Wert allerdings immer wieder zu hoch war/ist, dann sollte man natürlich doch mal überlegen, ob das wirklich immer nur Fehler bei der Abnahme/Lagerung waren oder ob das vielleicht doch `ne echte Elektrolytstörung ist und wenn, was die Ursache dafür ist.
    Ich glaube, da wär's am besten, damit ginge ich mal direkt zum Labor und lasse es da abnehmen (ist sicher nicht so teuer?), da entfällt ja dann immerhin der Transportweg.

    Wird hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden, ja. Und Niereninsuffizienz kann zu erhöhten Kaliumwerten führen. Allerdings meistens doch schon recht ausgeprägte (und danach sehen deine Nierenwerte ja echt nicht aus).

    Bei meinem Mann, der ja nun wirklich Niereninsuffizienz hat, war es bislang nur sehr selten mal erhöht (meistens, wenn er es mit seinem heißgeliebten Kiba-Saft (Kirsche/Banane) übertrieben hat), muss also selbst bei wirklicher Niereninsuffizienz nicht immer erhöht sein.
    Okay, dann gehe ich auch erstmal von Transportweg oder sowas aus. Und lasse es bezeiten mal direkt im Labor abnehmen, scheint mir dann schon etwas genauer?

    Bis hierher nochmal VIELEN Dank natürlich!! - Jetzt ist mir noch 'ne Frage eingefallen, mal gucken, ob ich das in einem nächsten Posting noch zusammenkriege...

  8. #68
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    Standard AW: Bedeutet "inhomogenes echoarmes Parenchym" immer Hashimoto?

    Ach ja...was mir noch einfiel bzw. worüber ich so nachgrüble:

    Was die ganzen verschiedenen AK betrifft bzw. mehrere Autoimmunkrankheiten nebeneinander bzw. auch seronegative Hashimoto...

    - Ich habe erstens mal darüber nachgegrübelt, wie seronegative Hashi eigentlich funktioniert/funktionieren könne, da war ich noch nicht richtig dahintergestiegen. Ich meine zwar im Kopf zu haben, daß bei Hashi es nicht die AKs sind, die die SD angreifen, sondern sie sozusagen nur ein Abfallprodukt der Zerstörung sind (oder so, habe das nur vage im Kopf) - aber jedenfalls konnte ich mir das nicht wirklich erklären.
    - dann habe ich überlegt, ob es sein kann, daß bei jemandem, der mehrere (unentdeckte/unidentifizierte) AI-Krankheiten hat, sich vllt. die Antikörper gegenseitig unterdrücken könnten oder sowas in der Art, oder ob das Immunsystem sich mal auf die Produktion der einen, mal auf die Produktion der anderen AK "konzentriert" und immer gerade die falschen gemessen würden im fatalen Fall

    Jedenfall habe ich ein bißchen herumgegoogelt und u.a. folgendes gefunden:

    http://docserv.uni-duesseldorf.de/se...7/S0094282.pdf

    Hach, ich kann da nix 'rauskopieren, schau doch bitte mal auf er zweiten Seite des pdfs; er schreibt da (muß es abtippen): "...auswärts waren MAK und TAK nur 'orientierend' bei einem Hämagglutinationstiter von 1:100 getestet worden und negativ ausgefallen; somit bot sich zunächst die Differentialdiagnose zwischen einer eisenharten Struma Riedel und einem Schilddrüsenkarzinom an und eine totale Thyreoidektomie wurde diskutiert. Wir wiederholten aber den Antikörpertest und fanden das folgende Resultat: TAK waren negativ bei 1:100, sie wurden ab 1:400 nachweisbar und waren bis zu einem Titer von über 1,5 Millionen positiv. Es handelt wich hier um das sogenannte Prozonenphänomen, wo sich im Exzeß vorhandene Antikörper gegenseitig an der Bindung mit dem Antigen hemmen..."

    Wäre das nicht eine Erklärung für viele seronegative Hashis? Daß da standardmäßig nur bei 1:100 getestet wird, und wenn da nix gefunden wird, heißt es "negativ" und wenn man bei höheren Titern geguckt hätte, wäre da womöglich schon was gewesen?

    Dann habe ich noch das hier gefunden:

    http://www.euroimmun.ch/uploads/medi..._DE_D01_01.pdf

    Auf der zweiten Seite: "...Blockierungseffekt: bei zwei von 100 hochtitrigen Seren ergibt sich in der Ausgangsverdünnung ein untypisches Bild. Manche hochpositive Seren reagieren sogar falsch-negativ, wenn sie nicht ausreichend verdünnt wurden. Überdeckung eines Autoantikörpers: bei einer zu hohen Konzentration können unspezifische Antikörper oder zusätzlich vorliegende optisch dominierende Autoantikörper einen relevanten Autoantikörper überdecken.."

    Das erste ist ja anscheinend das gleiche wie im ersten link; das zweite scheint mir ja schon sowas zu sein, daß womöglich ein Autoantikörper einen anderen überdecken kann oder sowas?

    Das verstehe ich so, daß es gar nicht wirklich immer stimmen muß, wenn AK für was auch immer als negativ getestet werden, verstehe ich das richtig?

    liebe Grüße
    bambola

  9. #69
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    Standard AW: Bedeutet "inhomogenes echoarmes Parenchym" immer Hashimoto?

    ...ach, was ich noch fragen wollte:

    Wenn ich womöglich schon Diabetes hätte, hätte man das am Blutbild merken müssen/können?

    LG
    bambola

  10. #70
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    Standard AW: Bedeutet "inhomogenes echoarmes Parenchym" immer Hashimoto?

    Hi @all,

    sagt mal...gibt's jemanden, der hier mitgelesen hat und in Erwägung ziehen würde, daß es bei mir womöglich wirklich doch nicht Hashi ist?
    Im Grunde genommen ist das für mich ja immer noch nicht sicher...hatte wertemäßig nie eine UF (nicht mal latent), keine AKs, und eigentlich der einzige wirkliche Hinweis war die Sono beim Endo 2008 ("inhomogenes/echoarmes Parenchym"); vielleicht war das auch damals schon nicht Hashi sondern was anderes (was auch immer) - oder dieser konnte nicht gut schallen oder sein Gerät war kaputt oder was?

    Sonst wären da nur Symptome - die vielleicht aber auch von ganz was anderem kommen könnten?



    LG
    bambola

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