Unter (laufender) Cortisontherapie vermutlich nicht, denn Cortison hat ja einen immunsuppressiven Effekt und das kann schon dazu führen, daß AK und/oder entzündliche Veränderungen vielleicht nicht mehr sicher nachzuweisen sind.
Und was das "mal gucken, ob`s besser wird", angeht: ist auch mit etwas Vorsicht zu genießen, denn Cortison kann auch ohne dass eine Kollagenose/Vaskulitis vorliegt, so manch ein "Zipperlein" unterdrücken, da es eben generell entzündungshemmend wirkt (und nicht nur speziell bei autoimmun bedingten Entzündungen) und auch psychisch recht euphorisch machen kann, so daß einem evtl. vorhandene Beschwerden zwar vielleicht eigentlich nicht besser, aber doch zumindest weniger belastend vorkommen.
Daneben ist Cortison ja leider auch nicht ganz unproblematisch, zumal man zur (effektiven) Entzündungshemmung/Immunsuppression ja leider doch meistens Dosen braucht, die jenseits der Cushing-Schwelle liegen und eben zu den typischen Nebeneffekten (stärkere Insulinresistenz, Blutzuckeranstieg, Bluthochdruck, Gewichtszunahme etc.pp) führen könnten.
Ich würde an deiner Stelle wohl vor so einem Versuch mit Corti wohl doch eher noch mal versuchen, daß dem Verdacht auf Kollagenose/Vaskulitits nochmals mit genauen Untersuchungen näher nachgegangen wird. Und ich würde wohl Corti nur probieren, wenn das auch ein Rheumatologe befürwortet.