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Thema: TSH/FT3/FT4...ein auf und ab...und wie senke ich alle 3 Werte gleichzeitig?

  1. #1
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    Standard TSH/FT3/FT4...ein auf und ab...und wie senke ich alle 3 Werte gleichzeitig?

    Hallo miteinander,

    heute ist so ein Tag wo ich aufgrund meiner Symptome,
    hin und her rate warum und wieso...
    Das Problem ist:
    Sobald mein TSH-Wert durch meine Thyroxineinnahme von momentan wieder 125 LT langsam in halbwegs 'normale' Bereiche kommt
    (um die 2,5 bei Referenzwert von 0,2-2,5)
    steigen meine freien Werte, so dass ich bei diesen schon wieder �ber der Normgrenze bin.
    Einerseits logisch, da ich schlie�lich T4 einnehme und dadurch diese Werte steigen m�ssen.
    Sobald ich jedoch, um die freien Werte wieder in den Normbereich zu bekommen, die Thyroxineinnahme verringert habe (bis hinunter auf kurzzeitig 75 LT)
    steigt mein TSH sofort wieder auf �ber 4.
    Mir geht es egal ob nun TSH zu hoch ist oder die freien Werte zu hoch sind mehr als schlecht und es gab bisher keine Thyroxineinstellung,
    bei der die freien Werte in der Norm lagen und der TSH mal wirklich unten bei unter 2 lag .

    Hat irgendjemand eine Ahnung, wie es zu solch einer Konstellation kommen kann?
    Gibt es die M�glichkeit, sowohl freie Werte als auch den TSH zu senken?
    Vor ca. 3 Jahren fing alles an und schon damals war es so, dass auch ohne Behandlung sowohl die freien Werte als auch der TSH erh�ht waren.

    Bin f�r jeden Rat oder Hinweis dankbar.

  2. #2
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    Standard AW: TSH/FT3/FT4...ein auf und ab...und wie senke ich alle 3 Werte gleichzeitig?

    Hallo Taniel!

    heute ist so ein Tag wo ich aufgrund meiner Symptome,
    hin und her rate warum und wieso...
    Was für Symptome hast du denn eigentlich? Liste deine ganzen Beschwerden doch mal genau auf - vielleicht kann man sie ja irgendeinem Bild (ÜF oder UF) zuordnen.

    Und verschlimmern sich deine Symptome eigentlich, wenn du die Thyroxindosis reduziert hast oder werden sie eher besser?
    Hat irgendjemand eine Ahnung, wie es zu solch einer Konstellation kommen kann?
    Bei dir schaut es irgendwie nach einem gestörten Hypophysen-Schilddrüsen-Regelkreis aus. Normalerweise sollten TSH und fT-Werte sich ja gegensätzlich verhalten, d.h. gehen die fT-Werte runter, geht TSH rauf und umgekehrt: gehen die fT-Werte rauf, geht TSH runter.

    Das ist deswegen so, weil die Hypophyse Schilddrüsenhormonrezeptoren hat und weil die Schilddrüse TSH-Rezeptoren hat. Werden die TSH-Rezeptoren der Schilddrüse durch TSH besetzt, dann wird dadurch die Schilddrüsenhormonproduktion in der SD "angeknipst" und die SD produziert Hormone. Dadurch steigen die SD-Hormone im Blut an. Sie gelangen mit dem Blut dann auch zur Hypophyse und docken dort an den Schilddrüsenhormonrezeptoren der Hypophyse an. Sind die Sd-Hormonrezeptoren der Hypophyse besetzt, dann ist das wiederum das Signal für die Hypophyse, daß sie die TSH-Ausschüttung drosselt (sogenanntes negatives Feedback). Folglich wird dann auch weniger TSH ausgeschüttet, die TSH-Rezeptoren der SD werden weniger besetzt, die SD produziert weniger Hormone, es werden dann auch wieder weniger Sd-Hormonrezeptoren an der Hypophyse besetzt, woraufhin die Hypophyse die TSH Ausschüttung wieder steigert und so weiter und so fort.

    Normalerweise (bei einem Gesunden) funktioniert das prächtig und es ist so immer sichergestellt, daß weder zuviel, noch zu wenig TSH da ist und auch, daß weder zuviel, noch zu wenig SD-Hormone da sind.

    Bei dir schaut es aber irgendwie so aus, als würde deine Hypophyse nicht angemessen auf Schilddrüsenhormone reagieren. Bei über die Norm erhöhten fT-Werten würde man jedenfalls eigentlich einen sehr, sehr niedrigen (bzw. sogar völlig supprimierten) TSH erwarten - bei dir bleibt der TSH aber relativ hoch, trotz erhöhter fT-Werte.

    Und da müsste man wirklich mal genau untersuchen, woran das liegen könnte.

    Zunächst einmal sollte man überlegen, ob es medikamentöse oder biochemische Ursachen für deinen unpassend hohen TSH geben könnte:

    a) Einnahme von Medikamenten, die Einfluss auf TSH nehmen, z. B. Dopaminantagonisten wie Metoclopramid (z. B. MCP-Tropfen gegen Übelkeit), Amiodaron (Cordarex - Mittel gegen Herzrhythmusstörungen), jodhaltige Röntgenkontrastmittel, Furosemid (Diuretikum, Entwässerungstabletten), Lithium, Sertralin.

    Es kommen u.U. auch noch andere Medikamente noch in Frage (die genannten sind nur die, bei denen mir bekannt ist, daß sie TSH steigern können), deswegen ggf. mal zusammen mit deinem Arzt alle deine eingenommen Medikamente hinsichtlich möglicher Einflüsse auf TSH überprüfen (ggf. zusammen mit einem Pharmakologen). Falls du außer Thyroxin keine anderen Medis nimmst, kann man sich das aber natürlich sparen.

    b) Hypocalzämie (erniedrigte Calciumspiegel im Blut, kann z. B. in Folge von Vitamin D-Mangel auftreten oder bei einer Nebenschilddrüsenunterfunktion) Laß diesbezüglich mal Calcium, Phosphat, Parathormon und auch Vitamin D (25-OH-D3) mal bestimmen.

    Wenn da nichts ist, sollte man als nächstes unbedingt mal deine Hypophyse selbst untersuchen. Dazu solltest du von einem Arzt (am besten Endokrinologe) mal ALLE Hypophysenhormone bestimmen lassen, also nicht nur TSH, sondern auch ACTH, STH, LH, FSH und Prolaktin.

    Die häufigsten Hypophysenadenome sind sogenannte Prolaktinome (Prolaktin bildendes Adenom), es gibt aber auch Adenome, die bilden zuviel ACTH oder STH, LH/FSH - oder eben auch TSH. Daneben gibt es auch sogenannte "plurihormonale Adenome", die nicht nur isoliert ein Hypophysenhormon zuviel bilden, sondern gleich 2 oder mehr auf einmal (z. B. ACTH und TSH oder Prolaktin und TSH oder ACTH, STH und TSH etc. pp).

    Isoliert TSH-produzierende Adenome (sogenannte Thyreotropinome) sind zwar sehr, sehr selten (<1 % aller Hypophysenadenome), aber in einem Fall wie den deinem sollte man doch mal an diese Möglichkeit denken oder auch an die Möglichkeit eines plurihormonalen Adenoms denken. Oder auch an eine ektope (d.h. nicht in der Hypophyse stattfindende) TSH-Produktion durch bestimmte Karzinome (bösartige Tumore) wie z. B. kleinzelliges Bronchialkarzinom oder Hodenkarzinom.

    Erster Schritt zur Abklärung, ob bei dir ein Hypophysenadenom vorliegen könnte, wäre eben die Testung aller Hypophysenhormone. In Studien, wo als Ursache für einen erhöhten TSH-Wert ein Hypophysenadenom festgestellt wurde, waren immerhin in rund 25 % der Fälle auch eines oder mehrere von den anderen Hypophysenhormonen erhöht, deswegen können Unregelmässigkeiten auch bei den anderen Hypophysenhormonen ein wichtiger Verdachtsmoment für ein auch TSH-produzierendes Adenom sein.

    Daneben wäre auch unbedingt ein MRT (Kernspintomografie) des Schädels sinnvoll, denn mittels MRT lässt sich immer noch am verlässlichsten und sichersten feststellen, ob ein Hypophysenadenom da ist oder auch nicht.

    Andere Untersuchungen, die man auch noch machen könnte, um den Verdacht auf ein TSH-bildendes Hypophysenadenom zu erhärten oder auszuräumen:

    a) TRH-Test machen. Dabei verabreicht man (meistens mittels Nasenspray) etwas von den Hypothalamushormon TRH (TSH-Releasing-Hormon) und schaut, wie TSH auf diese Stimulation reagiert. Normalerweise soll TSH nach Verabreichung von TRH ansteigen, bei einem TSH-bildenden Hypophysenadenom würde der TSH-Anstieg allerdings ausbleiben.

    b) "Werner-Test". Dabei nimmt man für 8-10 Tage 80-100 µg Thybon (T3) ein. Normalerweise würde nach dieser hochdosierten T3-Gabe der TSH völlig supprimiert werden, d.h. auf Werte <0,1 abfallen. Bei einem TSH-bildenen Hypophysenadenom würde das allerdings NICHT passieren, TSH würde zwar vielleicht schon etwas abfallen, aber sich nicht ganz supprimieren lassen.

    c) Überprüfung der zirkadianen TSH-Rhythmik. TSH wird nämlich normalerweise nicht den ganzen Tag über gleichmässig in einer Höhe ausgeschüttet, sondern je nach Tageszeit in unterschiedlicher Höhe. Normalerweise ist es so, daß TSH in der Nacht in den frühen Morgenstunden seinen Höhepunkt hat, also dann am meisten ausgeschüttet wird, um dann im Tagesverlauf immer niedriger zu werden mit seinem Tiefstpunkt am späten Nachmittag bis frühen Abend. Man sollte also mal deinen TSH über einen ganzen Tag hinweg mehrmals bestimmen (z. B. morgens, mittags, nachmittags, abends, nachts). Dazu würdest du allerdings vermutlich in eine Klinik müssen, denn bei einer normalen Arztpraxis geht sowas natürlich nicht.

    Wenn die zirkadiane TSH-Rhythmik fehlt, könnte das ein Hinweis auf ein TSH-bildendes Hypophysenadenom sein, denn da schüttet das Adenom üblicherweise den ganzen Tag über gleichgleibend (zu) viel TSH aus.

    d) Bestimmung des Verhältnisses der freien Alpha-Untereinheit der Glykoproteinhormone zu TSH. Bei einem Hypophysenadenom wäre das Verhältnis der freien Alpha-Einheit erhöht.

    e) Bestimmung von SHBG (Sexualhormon bindendes Globulin). Wäre bei einer ÜF erhöht, könnte daher den Verdacht auf TSH-bildendes Hypophysenadenom und dadurch (sekundäre) ÜF auch untermauern (allerdings mit der Einschränkung, daß eine SHBG-Erhöhung natürlich bei Thyroxineinnahme auch durch Überdosierung von Thyroxin zustandekommen kann).

    Wenn alle diese Untersuchungen ergebnislos sind und ein Hypophysenadenom und auch eine ektope TSH-Produktion durch Karzinome sicher ausgeschlossen ist, müsste man nach weiteren möglichen Ursachen forschen.

    Solche anderen möglichen Ursachen könnten sein:

    a) Antikörper gegen T4 und/oder T3, die nicht TSH, aber die fT-Labortests beeinflussen und falsch hohe Werte erzeugen können, weil die Antikörper gegen T4 und T3 mit den im Labortest verwendeten Antikörpern interferieren. Die Antikörper kann man bestimmen lassen.

    b) Antikörper gegen TSH, z. B. HAMA (Humane Anti-Maus-Antikörper) oder HAAA (Humane Anti Animal Antikörper), die TSH-Labortests beeinflussen und falsch hohe Werte erzeugen können. HAMA und HAAA kann man bestimmen lassen.

    c) Schilddrüsenhormonresistenz durch Mutation des Schilddrüsenhormonrezeptors, entweder zentral (an der Hypophyse) oder Global (nicht nur an der Hypophyse, sondern auch in allen anderen Körpergeweben). Hier kann ein Gentest (evtl. zusätzlich auch bei engen Verwandten, SD-Hormonresistenz tritt üblicherweise familiär gehäuft auf) Aufschluß bringen, den ein Humangenetiker durchführen könnte.

    Daneben sollte und könnte man natürlich auch mal forschen, ob evtl. andere Krankheiten vorliegen, die die SD-Werte auch beeinflussen können, z. B. Lebererkrankungen (Hepatitis, Leberhämangiome, Leberzirrhose), angeborener TBG-Mangel (Thyroxin bindendes Globulin), Niereninsuffizienz, Morbus Addison, chronisch entzündliche Darmerkrankungen mit Eiweißverlustsyndrom.

    Liebe Grüße
    Jutta

  3. #3
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    Standard AW: TSH/FT3/FT4...ein auf und ab...und wie senke ich alle 3 Werte gleichzeitig?

    hallo jutta,

    soweit ich weiss, ist dieser AK test gegen T4 und T3 zu einem kostenpflichtigt zum anderen gibt es wohl nur 1 labor welches den test überhaupt macht. hast du es machen lassen? wenn ja wo und auch wie teuer? stell doch mal rein, wäre sicher für viele hier interessant?!
    Im übrigen meinte auch meine SD-Ärztin, wenn ich weiterhin solche probleme mit darm usw. hätte könnte man wegen der besseren resorbtion auch ggf. auf T4 tropfen umsteigen..??

    denn in diese richtung vermute ich bei mir trotz zusätzlicher T3 gabe und 87,5 T4 ist der ft3 wert gerade mal bei 3,9 (ref: 3,8-6,0)

    und der TSH bei 0,6 (o,35-3,5) nur der FT4 wert scheint richtig zu reagieren: 13,94 (7,7-14,2)

    als ich noch nur 75 LT genommen habe und 10 thybon da habe ich sogar eine TSH wert von1,47 gehabt?? daher scheine ich da etwas mehr zu brauchen auch die anderen freien werte waren nur im unteren bereich, ich dachte auch das ich viel mehr drauf anspringe??

    Aber das mit dem Hypophysenadenom bzw. gibt es auch da eine unterfunktion?? klingt auch sehr einleuchtend?? auch da meine frage hast du das machen lassen, wenn ja wo, wer hat das veranlasst usw?

    lg kranke schwester!!

  4. #4
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    Standard AW: TSH/FT3/FT4...ein auf und ab...und wie senke ich alle 3 Werte gleichzeitig?

    Hallo Kranke Schwester!

    soweit ich weiss, ist dieser AK test gegen T4 und T3 zu einem kostenpflichtigt
    Daß man den AK-Test selbst zahlen muß, wäre wohl nur so, wenn man die AKs "nur mal so" (aus reiner Neugierde) bestimmt haben möchte.

    Bei Taniel mit seinem wirklich zu den erhöhten fT-Werten sehr unpassenden erhöhten TSH wäre es allerdings gewiss auch medizinisch zu rechtfertigen, daß der Arzt diese AK-Bestimmung veranlasst. Liegt aber natürlich immer im Ermessen des Arztes, was er für Untersuchungen für notwendig hält; wenn er es allerdings für notwendig hält und die Bestimmung für induziert hält, dann zahlt es normalerweise auch die KK.
    zum anderen gibt es wohl nur 1 labor welches den test überhaupt macht
    Ich weiß nicht, wieviele Labore in D den TEst auf AK gegen T3/T4 anbieten; das einzige Labor, von dem ich sicher weiß, daß sie den Test im Programm haben, ist das Labor Lademannbogen (Arndt und Partner) in HH. http://www.labor-lademannbogen.de/an...n-t3-und-t4-5/
    hast du es machen lassen?
    Nein. Gab bisher nie eine Veranlassung bei dir dazu, meine fT-Werte passen zum Befinden und TSH ist bei mir wegen Thybon eh dauersupprimiert.
    wenn ja wo und auch wie teuer?
    Keine Ahnung, was der Test kostet. Vermutlich (wie alle AK-Tests) nicht ganz billig. Bei Interesse kannst du ja mal in HH beim Labor Lademannbogen anrufen.
    Im übrigen meinte auch meine SD-Ärztin, wenn ich weiterhin solche probleme mit darm usw. hätte könnte man wegen der besseren resorbtion auch ggf. auf T4 tropfen umsteigen..??
    Ich kenne ja deine Krankengeschichte nicht und weiß nicht, was für Probleme du mit dem Darm hast. Von daher kann ich dir auch nicht sagen, woher deine Darmprobleme kommen und ob LT-Tropfen ggf. besser resorbiert werden würden. Wäre möglich, müßte man aber im Zweifelsfall eben einfach ausprobieren. Daneben wäre aber natürlich (falls noch nicht geschehen) eine Abklärung sinnvoll, ob eine chronische Darmerkrankung (z. B. Zöliakie, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Divertikulitis o.a.) vorliegt oder auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktose- oder Fruktoseintoleranz oder Nahrungsmittelallergien.
    denn in diese richtung vermute ich bei mir trotz zusätzlicher T3 gabe und 87,5 T4 ist der ft3 wert gerade mal bei 3,9 (ref: 3,8-6,0)

    und der TSH bei 0,6 (o,35-3,5) nur der FT4 wert scheint richtig zu reagieren: 13,94 (7,7-14,2)
    Ich kenne deinen bisherigen Werteverlauf nicht, aber für mich sehen diese Werte schlichtweg nach viel zu wenig Hormonen aus. Wenn die Hormondosis nämlich insgesamt zu niedrig ist, kann auch unter zusätzlichem T3 der TSH messbar bleiben (bei angemessener Hormondosis von T4 und T3 ist er dagegen eigentlich immer supprimiert).

    Dein Labor hat übrigens eine unmögliche fT4-Norm (viel zu niedrige Obergrenze!), würde mir an deiner Stelle ein Labor suchen, daß normale Normbereiche für fT4 verwendet (üblich : ca. 7 oder 8 - 17, manche Labore (z. B. meins in HL) sogar bis 20!) und dann zusehen, daß du deine Werte mal höher kriegst.
    als ich noch nur 75 LT genommen habe und 10 thybon da habe ich sogar eine TSH wert von1,47 gehabt??
    Kann bei krasser Unterdosierung von T4/T3 passieren, daß TSH zu hoch ist. Dazu muß überhaupt kein Hypophysenproblem oder Problem mit Antikörpern vorliegen.
    daher scheine ich da etwas mehr zu brauchen auch die anderen freien werte waren nur im unteren bereich, ich dachte auch das ich viel mehr drauf anspringe??
    Freie Werte im unteren Normbereich (inbesondere bei einem Normbereich wie bei deinem Labor) spricht auch für Unterdosierung.
    Aber das mit dem Hypophysenadenom bzw. gibt es auch da eine unterfunktion??
    Kommt drauf an, wie groß das Hypophysenadenom schon ist. Wenn ein noch nicht allzu großes Hypophysenadenom (oder auch an Karzinom an anderer Stelle, z. B. Lunge oder Hoden) zuviel TSH produziert, dann hat man üblicherweise eine ÜBERfunktion der Schilddrüse, weil das zuviele TSH die SD eben übermässig stark zur Hormonproduktion anregt.

    Allerdings kann sich bei einem Hypophysenadenom auch eine Hypophyseninsuffizienz (Unterfunktion der Hypophyse) entwickeln. Die Hypophyse sitzt im Gehirn nämlich an einer Stelle, wo sie leider nicht unbegrenzt Platz hat. Kommt es aufgrund eines Adenoms (= gutartiger Tumor) zu einer zu starken Größenzunahme so eines Adenoms, kann es passieren, das es am sogenannten "Türkensattel" (ein knöcherner Vorsprung im Schädel, in dessem unmittelbarer Nähe die Hypophyse liegt) eingequetscht wird und das Hypophysen- und Hypophysenadenomgewebe dann durch diesen Druck nicht mehr ausreichend durchblutet wird, dadurch dauerhaften Schaden nimmt und nekrotisiert (abstirbt). Und dann kann es zu einer Hypophyseninsuffizienz kommen, bei der die Hypophysenhormone (eines oder auch mehrere oder alle) nicht mehr ausreichend gebildet werden können.

    Und in Folge einer Hypohyseninsuffizienz kann es dann auch zu einer (sekundären) Unterfunktion der Schilddrüse kommen, weil die Hypophyse nicht mehr genug TSH bildet, um die Schilddrüse zur Produktion von SD-Hormonen anzuregen. Allerdings tritt dann üblicherweise auch nicht nur eine Schilddrüsenunterfunktion auf, sondern außerdem in der Regel auch eine Unterfunktion von anderen durch die Hypohyse gesteuerten Drüsen, also sekundäre Nebenniereninsuffizienz (durch Mangel an ACTH), sekundärer Hypogonadismus (Unterfunktion der Eierstöcke bzw. Hoden durch Mangel an LH/FSH). Daneben kann es auch zu einem Wachstumshormonmangel (STH-Mangel) kommen oder (wenn der Hypophysenhinterlappen auch mit von der Insuffizienz betroffen ist) auch zu einem Mangel an ADH und einem dadurch verursachten Diabetes insipidus.

    Gute Infos zu Hypophysenerkrankungen (und deren Folgen) findest du übrigens hier: http://www.glandula-online.de/cms/cms/front_content.php
    auch da meine frage hast du das machen lassen, wenn ja wo, wer hat das veranlasst usw?
    Nein, hab mich nie auf Hypophysenprobleme untersuchen lassen, weil es dazu keine Veranlassung gibt. Mein TSH ist zwar supprimiert, aber das liegt bei mir eindeutig am Thybon, nicht an einer Hypophyseninsufffizienz. Was ich daher weiß, weil mein TSH unter nur T4 nicht supprimiert war und erst seit Einnahme von Thybon supprimiert wurde. Stört mich aber nicht, mir geht es damit prächtig.

    Liebe Grüße
    Jutta

  5. #5
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    Standard AW: TSH/FT3/FT4...ein auf und ab...und wie senke ich alle 3 Werte gleichzeitig?

    Hallo Jutta,

    erst mal ganz vielen Dank für die ausführliche und interessante Antwort.

    Ich versuch mal die Fragen, die noch offen waren, so gut es geht zu beantworten.


    "Was für Symptome hast du denn eigentlich?"


    Zu den Symptomen:
    Müdigkeit, Erschöpfung, Aufregung, Angespanntheit, Konzentrationsprobleme, schnell reizbar, teilweise Zittern und habe in diesen Aufgeregtheitszuständen einen Kopftremor entwickelt.
    Schlafprobleme (morgens noch immer müde),Verdauungsstörungen,Gewichtsschwankungen, Hitzewallungen, Kopfschmerzen, Atemnot ,Muskelschmerzen, Rückenschmerzen, Kraftlosigkeit, Unwahrgefühl (also realitätsfremd), psychische Probleme (emotional, Angst...)

    Soviel dazu wobei ich da auch immer auf der Suche bin, ob beispielsweise die Atemnot etc. vielleicht auch von einem B12-Mangel kommen könnte oder so.


    „Und verschlimmern sich deine Symptome eigentlich, wenn du die Thyroxindosis reduziert hast oder werden sie eher besser?“


    Mein Problem ist einfach, dass eigentlich immer alle drei Werte zu hoch waren. Also ich hatte nie eine klare Unterfunktion im Sinne von niedrige freie Werte und hoher TSH und auch keine klare Überfunktion mit hohen freien Werten und niedrigem TSH, sondern eben alles erhöht, also sowohl TSH als auch die freien.
    Es ist schon so, dass der TSH bei mehr Thyroxineinnahme runter geht, dafür steigen aber eben die freien Werte dann noch höher, als sie eh schon sind und sind dann deutlich über der Norm, sobald mein TSH mal Richtung 2,0 geht. Wie meine Werte sind entwickelt haben steht auch in meinem Profil, werde da heute noch die neusten Werte einfügen.
    Verringere ich die Dosis Thyroxin dann jedoch steigt sofort mein TSH wieder stark. Dann sind die freien Werte zwar in der Norm, aber eben TSH zu hoch und mir geht’s eher schlechter mit weniger Thyroxin, bzw. zumindest als ich nur 75 nahm gings mir überhaupt nicht gut, mit 100 zwar besser, aber trotzdem nicht gut und jetzt nehme ich gerade 125 seit kurzem, aber gut geht’s mir trotzdem nicht, jedoch besser als mit einer Dosis unter 100.


    „Falls du außer Thyroxin keine anderen Medis nimmst, kann man sich das aber natürlich sparen.“


    Medikamente nehme ich keine zusätzlich zum Thyroxin außer hin und wieder eine Kopfschmerztablette, aber schätze daran kann es also nicht liegen.


    „Laß diesbezüglich mal Calcium, Phosphat, Parathormon und auch Vitamin D (25-OH-D3) mal bestimmen“


    Bezüglich Hypocalzämie: mein Calciumwert war innerhalb der Norm, nach den anderen 2 müsste ich schauen.


    Bezüglich Hypophysenadenom: MRT wurde gemacht eben auch mit diesem Verdacht. Dabei zeigte sich auch eine Anomalie an der Hypophyse, bzw. es hieß das sei ein Mikroadenom. Verschiedene Hypophysenhormone wurden gestestet (z.B. Prolaktin, ACTH, FSH und waren alle innerhalb der Norm. Deswegen hieß es dieses Adenom sei hormoninaktiv und würde mich also nicht beeinträchtigen.
    Jedoch denke ich schon auch, schon seltsam, denn irgendwo her müssen meine Probleme doch kommen. Denn z.B. dass das Adenom einfach nur TSH produziert konnte man dadurch ja bisher nicht ausschließen, schätze ich.

    Die Variante mit den Karzinomen hoffe ich natürlich nicht, dass da bei mir irgendwas sein könnte. Gegen Bronchialkarziom etc. spricht denke ich, dass da ja scheints die Lebenserwartung mehr als kurz ist, und ich mich mit dem ganzen Problem ja nun schon seit 2006 herumschlage.

    Die ganzen weiteren Untersuchungen, die Genaueres herausbringen könnten, wurden alle noch nicht gemacht. Oft wurde ich auch vertröstet damit, dass der TSH ja wenn dann nur minimal erhöht sei oder gar noch in der Norm liege, da er ja nicht mehr über 4, 0 sei etc.
    Keine Ahnung, ich hoffe ich finde mal einen Arzt, der welche von den von dir genannten Tests doch mal machen kann, so dass sich vielleicht doch etwas mehr Klarheit in die ganze Sache bringen lässt, weil so wie es ist kämpft man doch sehr gegen die Verzweiflung an.

    Wie gesagt, vielen Dank nochmal für dein hilfreiches Wissen und jetzt müsste ich das nur noch irgendwie meinem Arzt beibringen.

    Liebe Grüße,

    Taniel

  6. #6
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    Standard AW: TSH/FT3/FT4...ein auf und ab...und wie senke ich alle 3 Werte gleichzeitig?

    hallo jutta,

    vielen dank für die ausführliche antwort, ja ich denke auch das bei mir noch einiges geht.. da ich aber auch eine herzmuskelentzündung hatte und etwas an rhythmusstörungen seither leide, sind die ärzte(sogar fr. dr. h..) was die gabe von sd hormonen geht eher etwas zurückhaltender..ich warte jetzt mal ab wie es unter 15 µg t3 zum lt 87,5 geht, evtl. kann ich ja doch mal die 20 µg t3 un dann 100 t4 anpeilen, aber wie gesagt immer sehr langsam und vorsichtig.. jetzt habe ich ja erstmal das progesterongel was ich bald anfange.. es ist halt alles etwas viel bei mir, ich werde bei der nächsten be im august mal meine ha fragen, ob man nicht mal den AK test t3 t4 bei mir machen könnte.. auch der b12 wert müsste mal dringend gemacht werden..

    ich habe wegen magen darm problemen ja auch eine gastro diese jahr machen lassen und obwohl fr. dr. h die sd ärztin extra in ihren arztbrief auf mögliche probleme dort hingewisen hat und das man die ak bestimmung machen lassen sollte, wurde diese nur unzureichend gemacht.. fr. dr. h. hat darüber sehr geschimpft.. aber auf HP wurde schon getestet, da war nichts.. was aber mit anderen aks ist, weiss der geier?? ansonsten habe ich verwachsungen im bauchraum ohne ende, wegen gyn ops und anderen..

    das ich eine umwandlungsstörung habe, das sieht man an den werten und auch fr. dr. h. hatte dies ja auch gleich vermutet, das ich t3 brauche steht denke ich auch ausser frage, ich hoffe das ich es weiterhin nehmen kann, da ich ja auch probleme mit einer IR habe und angeblich das thybon da auch etwas am hba1c wert schrauben könnte??!! ich hoffe nicht, denn ohne thybon war es echt der horrortrip meines lebens..

    wie gesagt danke dir für deine sehr kompetende antwort, bist du aus der med??? alle achtung

    sobald ich mehr weiss, stelle ich es mal rein hier

    lg kranke schwester!!

  7. #7
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    Standard AW: TSH/FT3/FT4...ein auf und ab...und wie senke ich alle 3 Werte gleichzeitig?

    Heute morgen bekam ich eine
    PM (Name wird nicht verraten)
    in welcher mir den Tip gegeben wurde ich solle Thybon versuchen....

    Wird Thybon nicht nur als Zusatz zu L-Thyroxin gegeben?

    Bei mir sind die Freien Werte doch schon sehr hoch FT3 = 103%, FT4 = 73 und TSH 100%
    da würde doch Thybon zusätzlich auf jedenfall schaden....
    Oder L-Thyroxin komplett weg lassen und dafür Thybon ersetzen?

    Ich hab echt null Ahnung, wie gesagt das Problem ist, das ich nun jede L-Thyroxin Einstellung versucht habe
    und entweder der TSH hoch blieb oder die freien Werte...

    :-(

    Hab gerade im Lexikon nachgelesen,
    da steht für mich als "Laie" ja drin,
    das man T3 nur zusammen mit T4 nimmt, wenn sich der FT3 Wert bei einer T4 Einnahme nicht steigern lässt....

    naja dann war der Tip wohl leider mehr als falsch... :-(
    Geändert von Taniel (31.07.11 um 13:53 Uhr)

  8. #8
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Kranke Schwester!!
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    Standard AW: TSH/FT3/FT4...ein auf und ab...und wie senke ich alle 3 Werte gleichzeitig?

    halo taniel,

    sprich doch mal mit deinem arzt darüber, ein versuch mit dem thybon könnte man doch erst vorsichtig aber dennoch mal bei dir starten.. wie gesagt, ich kann es mir ohne zusätzliches t3 kaum noch vorstellen..man könnte es ja erst mal mit zusätzlich 5 thybon bei dir probieren und wenn es gut geht evtl. auf 10 usw..

    lg kranke schwester!!

  9. #9
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    Standard AW: TSH/FT3/FT4...ein auf und ab...und wie senke ich alle 3 Werte gleichzeitig?

    Zitat Zitat von Kranke Schwester!! Beitrag anzeigen
    halo taniel,

    sprich doch mal mit deinem arzt darüber, ein versuch mit dem thybon könnte man doch erst vorsichtig aber dennoch mal bei dir starten.. wie gesagt, ich kann es mir ohne zusätzliches t3 kaum noch vorstellen..man könnte es ja erst mal mit zusätzlich 5 thybon bei dir probieren und wenn es gut geht evtl. auf 10 usw..

    lg kranke schwester!!
    Hallo Kranke Schwester (klasse Name :-)

    vielen Dank für deine Antwort.
    Meinst du also Thybon zu L-Thyroxin dazu? Oder denkst du ich sollte dafür L-Thyroxin mindern?
    Denn ich habe ja schon durch T4-Einnahme meinen ft3-Wert auf 103% hochgejubelt, um meinen TSH zu supprimieren. Wenn ich nun auch noch Thybon nehme, müsste ft3 ja ansonsten noch höher gehen und das ist wahrscheinlich auch nicht so gesund, oder?

    LG, Taniel

  10. #10
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    Standard AW: TSH/FT3/FT4...ein auf und ab...und wie senke ich alle 3 Werte gleichzeitig?

    hallo taniel,

    ja der name bezieht sich auf meinen beruf..den ich ja leider so nicht mehr ausüben kann..

    also bei mir war es so: ich bin rein mit 100 lt

    das wurde dann auf 75 erniedrigt, dazu dann 5 thybon das war aber zuwenig tsh ging dann wider rauf auf 1,47..

    dann 10 thybon zu 87.5 lt immer noch war der tsh dann bei 0,6 aber der ft3 wert immer noch sehr weit unten..

    jetzt soll ich eigentlich wieder auf 75 lt und nehme 15 thybon, wäre ja entsprechend 1 tbl. novo, da aber die bestandteile im novo nicht so gut für mich sind wie die von henning (rhyzinusöl..) habe ich mich für das gebastel entscheiden.. allerdings versuche ich mit dem 87,5 lt zu bleiben und sehe was die nächste be im august bringt , wenn dann tats. der tsh wert zu weit absackt, evtl. gehe ich dann doch auf 75 lt wieder runter..ich denke aber das ich eigentlich sogar noch mehr t 4 brauche, ich peile die 100 lt an und dann zusätzlich 20 thybon.. aber ich muss das wegen dem herzen langsam angehen..

    auch wenn man nichts am herzen hat, so ist der erfolg mit dem langsamen einschleichen mit dem thybon sicherlich nicht verkehrt..

    also nur mut und etwas geduld..

    lg kranke schwester!!

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