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Thema: Mobbing in der Schule - Sammlung

  1. #121
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Manu70
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    Standard AW: Mobbing in der Schule - Sammlung

    Zitat Zitat von Manu70 Beitrag anzeigen
    Ich konnte noch in Erfahrung bringen, das in Hamburg zb. eine anlaufstelle gibt. Dort helfen sie Kinder und Jungendliche ihre Rechte zu bekommen.Die Behörte *Rebus*.
    Zitat Zitat von Manu70 Beitrag anzeigen
    Kleiner Tipp hab ich noch!
    Es gibt in jedem Bundesland und Orte eine Behörde, wo Kinder und Jungendliche geschützt werden. Bei uns heißt das: Haus des Rechts!!!Die setzen sich für Kinder und Jungendliche ein.
    Liebe Grüße Manu
    Hallo Kimmy,
    Wenn du wo anders wohnst, dann kann euch die Schulbehörde sagen wo ihr euch hinwenden müsst.

    Ich wünsch Dir viel Kraft und das du deine Schwester damit überzeugen kannst, das ihrem Kind ganz schnell geholfen werden muss.

    Viel Glück!

    LG Manu

  2. #122
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    Standard AW: Mobbing in der Schule - Sammlung

    schubs mal wieder

  3. #123
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    Standard AW: Mobbing in der Schule - Sammlung

    Hier eine Befragung eines Kinder- und Jugenspsychiater zum Thema Mobbing.http://www.adhs-deutschland.de/conte...8tb8jkq9v8h4j3

    Vielleicht will ja der Eine oder Andere mitmachen, damit zahlreiche Datensammlung entsteht.

    Die Fragebögen (Eltern und Kind) sind anonym.

    lg
    Karin
    Geändert von Karin W. (30.06.11 um 15:43 Uhr)

  4. #124
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    Standard AW: Mobbing in der Schule - Sammlung

    Wo ist die Befragung, Karin?

  5. #125
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    Standard AW: Mobbing in der Schule - Sammlung

    So, habe jetzt mal ein paar Seiten nachgelesen. Das Thema kam jetzt auch wieder mal an mich heran, GsD nicht meine Kinder, aber eine Schülerin von mir. Die ist 8, hat letzten Sommer die Schule gewechselt, weil sie in der alten keine Freunde fand und unterfordert war, alle wollten, dass sie springt, nur die Eltern nicht. Daher sind sie auf eine andere Schule umgezogen, wo individueller gefördert wird. Aber auch auf dieser Schule meint die neue KL, dass sie springen soll, aber die Eltern halten das (meiner Meinung nach berechtigter Weise) für keine gute Idee, weil sie eben im sozialen Bereich nicht so weit ist - von wegen indiviuelle Förderung, ist da wohl auch nicht.

    Nun kam sie letzte Woche zu ihrer Stunde bei mir und war ganz niedergeschlagen. Offenbar hatten "die Jungs" sie den ganzen Vormittag geärgert, zum Schluss wurde sogar ihre Saftflasche ihr in den Ranzen gekippt, alles klebte und war versaut. Es war offenbar so, dass das Ärgern immer dann passierte, als die Lehrerin wegen Vertretung in eine andere Klasse springen musste.

    Die Mutter wollte mit der KL reden, ich weiss jetzt gar nicht, was dabei herausgekommen ist.

    Zitat Zitat von Karin W. Beitrag anzeigen
    Das Problem liegt meist daran, dass Mobbing erst möglich gemacht wird - das liegt am System und weil die Lehrer nicht ausgebildet sind in dieser Richtung.

    Aber das stimmt meiner Meinung nach haargenau. An unserer Schule gibt es immer wieder Ansätze von Mobbing, aber es ist bisher nie eskaliert, jedenfalls nicht, dass ich es mitbekommen hätte. Dabei gibt es in der Klasse meiner Tochter so ein paar potenzielle Kandidaten, z.B. hat das Mädel, neben dem meine Tochter jetzt sitzt, versucht, meine Tochter zu erpressen, aber die Situation konnte eben noch aufgefangen werden, es ist nichts eskaliert, dabei wäre meine Tochter sicherlich ein Opfer-Kandidat. Ein anderer Junge aus der Klasse ist auch so einer, der immer stänkert, aber auf den hat die Lehrerin von sich aus einen Blick.

    Insgesamt läuft es da richtig gut bisher, und meine Tochter ist auch schon etwas robuster geworden. Das liegt glaube ich auch teilweise am Religionsunterricht durch die Schulleitung, wo sehr geschickt und klug den Kindern Moral vermittelt wird. Außerdem gibt es das Klasse2000 Projekt an der Schule, aber das wird wohl eher peripher eine Rolle spielen.

    @Kimmy: Schulpsychologen werden hier durch das Schulamt gestellt, da musst du mal bei Euch in der Stadtverwaltung/Kreisverawaltung nachfragen, die können dir sicher weiterhelfen. Das ist eine kostenlose Beratung, die manchmal sehr nützlich sein kann.

    Zitat Zitat von Kimmy Beitrag anzeigen
    An der Schule gibt es eine Schulsozialarbeiterin, von einem Schulpsychologen weiß ich nichts......
    Aber eine Sozialarbeiterin an der Schule selbst ist doch eigentlich auch schon mal sehr gut, oder nicht?

  6. #126
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    Standard AW: Mobbing in der Schule - Sammlung

    Zitat Zitat von Kleiner Elch Beitrag anzeigen
    Wo ist die Befragung, Karin?
    Hab den link ergänzt - vergessen -hashi hirn

    lg
    Karin

  7. #127
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Hippipilz
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    Standard AW: Mobbing in der Schule - Sammlung

    schubs

  8. #128
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    Standard AW: Mobbing in der Schule - Sammlung

    Danke den Mods fürs Wiedereinstellen

    lg
    Karin

  9. #129
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    Standard AW: Mobbing in der Schule - Sammlung

    Natürlich machen die Lehrer nichts, die wollen ja nicht mit reingezogen werden, das würde ja ARBEIT bedeuten... man stelle sich vor, Lehrer müssten für ihr Geld ARBEITEN, und gewisse pädagogische Anforderungen erfüllen, wo kämen wir denn da hin? -___-
    Das sind zumindest die Erfahrungen, die ich bisher gemacht hab.
    Ich war wegen Hashimoto und meiner Thalassämie immer ziemlich klein und zierlich, und sehe eigentlich immer irgendwie kränklich aus (blass, mager, Augenringe), was natürlich eine Einladung an jeden ist, der irgendwen Schwächeres zum Niedermachen sucht. Bin also selbst ein "Opfer", und seit der Grundschule gemobbt worden.. also ungefähr acht, neun Jahre lang, in denen sich kein einziger Lehrer auch nur einen Dreck darum geschert hat, dass z.B. vier oder fünf Jungs, alle so um die dreißig cm größer als ich, mich geschubst und geschlagen haben, mir meine Sachen geklaut und mir eigentlich meine komplette Kindheit versaut haben. Ich hasse Lehrer (zumindest die, die ich kenne), muss ich sagen, weil ich bisher noch keinen einzigen getroffen habe, der auch nur einen Finger krumm gemacht hätte für sein Geld. Im Gegenteil: Die paar Male, dass ich meine Lehrer um Hilfe gebeten habe, haben die mir ins Gesicht gesagt, dass das Mobbing eben daher käme, dass ich weiter entwickelt wäre als die anderen Kinder, und dass ich gefälligst so zu tun hätte, als ob ich genauso dumpf im Hirn wäre wie der Rest meiner Klasse. Dass ich hochbegabt bin, und dummerweise nicht auf dumm tun konnte oder wollte, hat die nicht interessiert. Teilweise war es so, dass irgendwelche Leute ankamen und mich beleidigt haben (ich hatte ab der vierten Klasse ziemlich schlimme Akne), so a la "Du bist ja hässlich, du Streuselkuchen!", und die Lehrer standen dabei und haben gelacht.

    Das beste Beispiel dafür, warum Mobbing noch immer möglich ist, ist wohl meine Klassenlehrerin aus der achten Klasse (da war´s besonders schlimm, weil zu dem einen "etablierten" Mobber noch zwei andere dazukamen, die mich dann auch schikaniert haben). Wir waren mit der Klasse auf einer Kanutour an der Lahn, zusammen mit einer Oberstufenklasse. Und der von den Jungs, der mich am meisten gemobbt hat, stand sich mit ein paar anderen Typen aus besagter Oberstufenklasse ganz gut, und hat dann dafür gesorgt, dass die Typen mir, als ich im Kanu saß und mit ein paar Freundinnen gerudert bin, mit dem Paddel eins drübergezogen und mich aus dem Kanu geworfen haben. Ich hab´s der Lehrerin erzählt, und die hat erstmal gemeint, ich sollte doch gefälligst nicht so lügen und hätte das ja verdient, weil ich mich eben nicht anpassen würde. Als dann meine Mutter in die Schule ging und der Lehrerin Dampf gemacht hat, hat die blöde Kuh noch den Mobber zum armen Opfer meiner Verschwörungen erklärt, und es hat darin geendet, dass ich von der Familie dieses Typen angerufen und erstmal ordentlich runtergeputzt wurde, von wegen "wie kannst du Drecksblag nur so gemein zu meinem armen Söhnchen sein!" und all so Zeug...

    Und das nur, weil die sich zu fein war, mal was zu tun. Ehrlich, ich bin´s einfach leid, und wenn ich später selbst mal Kinder haben sollte, werde ich den Lehrern eins husten, wenn die sich aus sowas raushalten wollen. Die Faulheit dieser Leute ist dafür verantwortlich, dass ich mehrmals versucht habe, mich umzubringen, und dass ich trotz einer liebevollen Familie nicht behaupten kann, in irgendeiner Art und Weise eine auch nur ansatzweise erfüllte, schöne Kindheit gehabt zu haben. (Heute ist es zum Glück besser, was zum einen daran liegt, dass alle, die mich schikaniert haben, einfach dumm wie Brot waren und von der Schule abgehen mussten, und zum anderen daran, dass ich gelernt habe, nichts mehr darauf zu geben, was Lehrer oder Gleichaltrige über mich sagen.)
    Und manchmal hab ich noch so Momente, in denen ich mich frage, ob ich es überhaupt verdient habe, dass ich inzwischen halbwegs glücklich bin, und ob ich nicht hätte sterben sollen. Schlicht und simpel deshalb, weil mir in den letzten neun Jahren pausenlos eingetrichtert wurde, dass ich komplett wertlos bin und dass ich nichts kann, und deshalb, weil alle Lehrer immer nur drumrumstanden und gelabert haben, und dann doch nichts gemacht haben, weil sie zu faul waren.

    Tja. Meiner Meinung nach liegt Mobbing also hauptsächlich daran, dass das Schulsystem zu wenig individualisiert ist, und dass den meisten Lehrern mehr an einem geruhsamen Tagesablauf und leicht verdientem Geld als an dem Wohlergehen ihrer Schüler gelegen zu sein scheint.

  10. #130
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    NRW-wer Regeln brechen will, soll sie zunächst beherrschen!
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    Standard AW: Mobbing in der Schule - Sammlung

    Harte Worte, Ruko,
    aber eben deine Erfahrungen. Es gibt natürlich wirklich interessierte und engagierte Lehrer/innen, aber wenn man das Pech hat, diese nicht erleben zu dürfen, kann sich ein solch negativer Eindruck breit machen.
    Nach deinen Schilderungen müsste man eigentlich gewaltige Anstrengungen seitens der Schule erwarten, um die Mobbingfolgen bei den gemobbten Schülern aufzufangen.
    In dieser Hinsicht gibt es keine erkennbaren Fortbildungen in den Schulen, die mir bekannt sind !
    Es werden einige Summen aufgewandt, um "Gewaltpräventionstrainings" oder Ähnliches durchzuführen. -
    Die Schlägertypen sitzen da drin und grinsen sich mehr oder weniger heimlich eins.
    Den Erfolg solcher Veranstaltungen halte ich für gering.

    Aber was wird konkret für Opfer getan ?
    Allein dass das Wort OPFER inzwischen ein Schimpfwort unter Jugendlichen ist spricht Bände !

    Ich habe zwei Söhne im Alter von 18 und 15 Jahren auf zwei unterschiedlichen Schulen.
    Es gab heftiges Mobbing mit Körperverletzung beim Älteren in der ersten Grundschule (Schule mit unfähiger Schulleitung, aber weit verbreitetes Lob durch dämliche Eltern), darauf Schulwechsel,dann eine Zeitlang Ruhefür ihn; dann Einschulung des Jüngeren auch in der neuen Grundschule, der rel. geringes Mobbing in seiner Klasse erfuhr. Die Schulleitung setzte hier verstärkt auf Maßnahmen, die das soziale Miteinander der Grundschüler/Innen förderte: Teamarbeit von vorneherein, gemeinsame Verantwortung bei "Ämtern", Schülerparlament.
    Dann kam der Ältere an eine Gesamtschule, die ich mir wegen der strengen Regeln ausgesucht hatte.
    Die bestanden aber nur auf dem Papier !
    Er erlebte auch hier Mobbingphasen , immer wieder, aber dieses Mal ohne Körperverletzung. Leider auch ohne Konsequenzen seitens der LehrerInnen. Zwei Schüler haben die Schule gewechselt.
    Bis er eines Tages sehr verzweifelt ungefähr folgendes von sich gab: "Muss ich mich erst umbringen oder Amoklaufen, bis sich hier was tut ?"
    Hier nun wurde endlich was unternommen, aber nicht gegen die mobbende Bande, sondern ich wurde angerufen und um Auskunft gebeten, weshalb mein Sohn so depressiv reagiere ? ! (No comment)

    Mein jüngerer Sohn wurde in der 5.+6.Klasse des Gymnasiums gemobbt, hier in der Form, dass immer wieder Sporttaschen und einmal die Fahrkarte "versteckt" wurden- mit Nimmerwiederfinden. Das änderte sich erst mit dem Abgang der betreffenden Schüler von der Schule. Der Klassenlehrer war überfordert, hat das Problem aber wenigstens erkannt (mein Sohn war auch nicht der Einzige, der gemobbt wurde) und hat den Beratungslehrer der Schule eingeschaltet.
    Die Zuwendung bekamen aber dennoch die Mobber, nicht die Opfer !! Das halte ich für grundlegend falsch an unseren Systemen, egal, wie sie nun heißen.
    Die Opfer stehen immer mehr oder weniger im Regen.

    Hirnforscher sagen "Mobbing ist wie Kugelstoßen im Hirn", sprich es kann sich so kaum eine sinnvoll vernetze Struktur entwickeln. Das ist natürlich für die kognitive Entwicklung der Kinder u.Jugendlichen fatal. Interessiert aber keinen Bummi. Traurig, traurig.

    Übrigens, bei meinem Älteren war es damals in der Grundschule ein Zähneausschlagen während der Pause. Der Schläger durfte wegen seiner guten Intelligenz eine Klasse überspringen.Er konnte ja schon lesen und schreiben und gut rechnen, nur seine Affekte hielt er nicht unter Kontrolle.
    Das geschah nicht wegen der Schlagattacke, sondern nur zeitlich danach, aber für meinen Sohn sah es wie eine Belohnung seines Peinigers aus.
    Die Klassenlehrerin hat sich um meinen Sohn nicht weiter groß gekümmert, im Gegenteil. Er wurde behandelt wie Klein-Doofie mit Plüschohren. Irgendwann fühlt man sich dann auch wie ein Doofie.
    Einmal sagte diese Lehrerin zu mir sinngemäß, sie sei froh, wenn mein Sohn nicht auf Klassenfahrt mitkäme, da er sie ja immer vor Probleme stelle (nämlich das Problem, dass ich ihn unversehrt wieder haben wolle). Nicht etwa die Mutter des Schlägers wurde unter Druck gesetzt !! Ich war die Querulantin.
    Ich habe nämlich Arbeit gemacht, war unbequem, weil ich den "Bildungs- und Erziehungsauftrag" der Schule ernstgenommen haben wollte, wenn schon die eigentlichen Erziehungsberechtigten dieses Schlägerkindes unfähig waren.

    Trozdem sehe ich das Verhalten einzelner Lehrer/innen als problematisch an und versuche, nicht die ganze Zunft zu verurteilen.
    Nur wenn die ganze Schule so oder ähnlich agiert, ist es wohl besser, die Schule zu wechseln, falls möglich.


    Gruß
    Braunbär
    Geändert von Braunbär (15.06.12 um 12:54 Uhr)

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