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Thema: Ist Vollkorn immer gut? Buch: Axel Bolland Vollkorn- und Glutenintoleranz

  1. #1
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    Standard Ist Vollkorn immer gut? Buch: Axel Bolland Vollkorn- und Glutenintoleranz

    Hallo

    Ich habe mir auf einen Tipp hier im Forum das folgende Buch gekauft:

    Axel Bolland
    Pro Gesundheit - Contra Gluten
    Die Bedeutung der Gluten- und Vollkornintoleranz in der integralen Medizin

    Er geht davon aus, dass wir nicht richtig an Gluten angepasst sind und viele Menschen Probleme mit Gluten (und Vollkorn) haben.

    Ich denke im Moment bei Vielen im Forum, ob Gluten nicht eine Rolle spielen könnte. Scheinbar kann es auch einen Zusammenhang mit der Entstehung von Hashi geben - und zwar gibt es fast zwei Seiten über Folgen einer "GSE"=glutensensitive Gastro-Enteropathie (wobei mir nicht ganz klar ist, ob das gleichbedeutend mit Glutenunverträglichkeit ist) und darunter stehen auch: Thyreoidits und Typ-1-Diabetes.

    Des Weiteren Chronischer Schnupfen (früher Brotschnupfen genannt), häufige Infekte mit insbesondere Mittelohrentzündungen, Ekzeme, BurnOut, Chronic Fatigue Syndrom, Fibromyalgie und noch vieles andere.

    Die Symptome seien meist eben nicht typisch mit Durchfall und Übelkeit, sondern könnten auch ganz anders aussehen.
    Ich denke es könnte vielleicht interessant sein, das bei sich zu überlegen. Bei mir war es ein Volltreffer.

    Die typische Karriere einer Glutenintoleranz ginge so: Als Baby Koliken, Grundschule viele Infekte (evt. Nasenpolypen), Pubertät Konzentrationsstörungen und Gräserallergien, als Erwachsener Migräne. Später eine Hypertonie durch Zerstörung der Niere, Depressionen und Panikattacken.

    Quelle: "Axel Bolland - Pro Gesundheit - Contra Gluten
    Die Bedeutung der Gluten- und Vollkornintoleranz in der integralen Medizin"

    Teil 2 über Vollkorn folgt gleich.

  2. #2
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    Standard AW: Ist Vollkorn immer gut? Buch: Axel Bolland Vollkorn- und Glutenintoleranz

    Vollkorn - especially für Seele zur Diskussion

    Quelle wie eben, im Anhang ganz hinten wird dann auf die "Vollkornintoleranz" weiter eingegangen.

    Vollkornbrote seien ungesünder als Weißmehlprodukte, da:

    1. im Vollkorn ist zuviel Gluten - im Vollkorn (17% Eiweiß) mehr als im Weißmehl (maximal 11,5% Eiweiß)

    2. es gäbe Allergien gegen Vollkorn (IgG4-Raster: 45,1% gegen Weizen, 38,4% gegen Roggen)

    3. in der Schale des Korns, die für Weißmehl abgemahlen wird, können "Fraßgifte" enthalten sein, die unseren Stoffwechsel negativ beeinflussen.
    Ganz interessant hierbei: Phytinsäure - kann Zink, Eisen, Calcium und Magnesium (kommt einem bekannt vor, nicht?) unlöslich binden und zu Mangel führen, zB Rachitis als Folge von Vollkornernährung.
    Im Rattenversuch: Hyperinsulinämie und Schilddrüsenunterfunktion als Folge (ohje...) Im Sauerteigbrot ist Phytinsäure abgebaut, laut Seele ist diese auch in Kaffee enthalten.
    Weiteres: Mykotoxine, also Rückstände von Schimmelpilzen - zB Aflatoxine, Ocratoxin A, Deoxynivalenol (DON), T2-Toxin (-> Mundbrennen, Gastroenteritis).
    "NSP" - zB Pentosane und Glucane
    Alkylresorcine - stören die Eiweißverdauung

    Enzyme - Alpha-Amylase-Hemmer (Mehlstauballergien, Entstehung von Typ-1-Diabetes), Lipase-Hemmer, Protease-Hemmer.

    Ballaststoffe würden nach einer großen Metastudie auch doch nicht gegen Darmkrebs schützen.

    Ich finde das Buch ganz großartig und möchte es auch gerne weiterempfehlen.

    LG
    Samia

  3. #3
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    Standard AW: Ist Vollkorn immer gut? Buch: Axel Bolland Vollkorn- und Glutenintoleranz

    Hallo Samia,

    spannendes Thema, allgemein hierzu hab ich heut auch einen Thread eröffnet:

    http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1118147


    Hab neulich mal wo gelesen, daß der "moderne" Weizen überzüchtet ist und erheblich mehr Gluten enthält als noch vor einigen Jahrzehnten. Und wenn man überlegt, daß unser täglich Brot ja bei den meisten einen Großteil der täglichen Ernährung ausmacht ..... wie oft ißt man nicht nur Brötchen oder Brot, sondern auch Kekse, ein Teilchen, eine Brezel, Salzstangen, Kuchen usw...

    Ich backe mein Brot ja meist selber, ohne Mehl oder Hefe, und das vertrage ich sehr gut. Wie in meinem Thread geschrieben vermute ich auch bei mir eine Glutenunverträglichkeit sowie weitere Intoleranzen ..... werde meine ganze Ernährung unter die Lupe nehmen und ändern müssen.
    Aber anders geht's leider nicht fürchte ich.

    Liebe Grüße
    Versatile

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Seele
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    Standard AW: Ist Vollkorn immer gut? Buch: Axel Bolland Vollkorn- und Glutenintoleranz

    Samia,

    jetzt war ich gerade etwas erschrocken, nachdem ich mich gerade über den Extrathread gefreut hatte.

    Zitat Zitat von Samia
    Im Sauerteigbrot ist Phytinsäure abgebaut, laut Seele ist diese auch in Kaffee enthalten.
    Dies hatte ich nämlich gar nicht so gemeint, sondern ich wollte sagen, dass auch in Kaffee und Tee Substanzen enthalten sind, die Kationen komplexieren, sodass sie nicht resorbiert werden können.
    Jetzt habe ich jedoch gerade nachgeschaut und Kaffee enthält ebenfalls Phytinsäure, allerdings in weitaus geringeren Konzentrationen als Getreide.

    Zitat Zitat von Samia
    "NSP" - zB Pentosane und Glucane
    Steht irgendwo erklärt, was mit NSP gemeint ist?

    Weiteres später, wenn ich mehr Zeit habe .

    Liebe Grüße
    Seele

  5. #5
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    Standard AW: Ist Vollkorn immer gut? Buch: Axel Bolland Vollkorn- und Glutenintoleranz

    NSP sind Nicht-Stärke-Polysaccharide.

    Gruß
    Samia

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von irlandfan
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    Standard AW: Ist Vollkorn immer gut? Buch: Axel Bolland Vollkorn- und Glutenintoleranz

    Hallo Samia,

    danke für den Buchtipp. ich bin auch als langjährige Anhängerin der Vollwerternährung mittlerweile auf dem "Trip", dass die Ernährung durch vollkornmehl garnicht so gesund ist wie sie propagiert wird. Mir hat sie nämlich beim Gegensteuern gegen meine Unterzuckerungen überhaupt nicht geholfen.

    Bei einem Versuch von mir, mich längere Zeit glutenfrei zu ernähren, konnte ich in mancher Hinsicht gesundheitlich Verbesserungen erkennen. Bin gespannt auf das Buch, habe es gerade bestellt.

    @Versatile: Verrätst du mir dein Rezept vom Brot ohne Mehl?

    LG
    Martina

  7. #7
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    Standard AW: Ist Vollkorn immer gut? Buch: Axel Bolland Vollkorn- und Glutenintoleranz

    daß der "moderne" Weizen überzüchtet ist und erheblich mehr Gluten enthält
    Genau. Dinkel enthält zwar Gluten, aber wesentlich weniger. Mir wurde bei der Darmreinigungsdiät Weizen überhaupt verboten, ich esse heute noch Dinkelbrot, obwohl ich nicht müsste.
    Nachteil: in der Regel teuerer.

  8. #8
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    Standard AW: Ist Vollkorn immer gut? Buch: Axel Bolland Vollkorn- und Glutenintoleranz

    @Martina: Das freut mich
    Dann können wir ja heiß diskutieren *g*

    @Panna: Das erscheint mir so halb.. weniger Gluten, aber trotzdem weiter. Wenn Du es nicht verträgst, warum dann trotzdem? Reicht eine solche Reduzierung?

    Was ich übrigens auch total seltsam finde - in dem Buch steht auch, dass der moderne überzüchtete Weizen mehr Gluten enthielte, auch durch die Nitrat(?)-Düngung.
    Aber vor kurzem habe ich in der Zeitung gelesen, dass das Getreide immer weniger Gluten enthielte

    LG
    Samia

  9. #9
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    Standard AW: Ist Vollkorn immer gut? Buch: Axel Bolland Vollkorn- und Glutenintoleranz

    Zitat Zitat von irlandfan Beitrag anzeigen
    @Versatile: Verrätst du mir dein Rezept vom Brot ohne Mehl?
    Ich könnte Dir mein Rezept für glutenfreies Brot erzählen
    Aber das ist mit Mehl, halt glutenfreiem.

    Bin auch mal gespannt

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Möwemöwe
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    Standard AW: Ist Vollkorn immer gut? Buch: Axel Bolland Vollkorn- und Glutenintoleranz

    Seit bei mir Anfang des Jahres eine Glutenunverträglichkeit festgestellt wurde, habe ich deutlich gemerkt, daß meine ehedem gräuslichen Verdauungsbeschwerden in kürzester Zeit verschwunden waren.
    An dem Punkt habe ich - so hoffe ich - die hier geschilderte "Glutenkarriere", die auf mich absolut passen würde, durchbrochen.

    Jetzt werden meine Frau und unser Sohn auch getestet. Unser Kleiner hat nämlich ein ziemliches Stuhlgangproblem und bereits mit drei Jahren auffällige Hautprobleme.

    Ich stelle fest, daß das Leben ohne Gluten qualitativ nach einer Eingewöhnungsphase nicht schlechter ist, als mit Gluten. Man isst halt nur ander(e)s und auch wenn das glutenfreie Mehl Backprodukte mit anderer Konsistenz und etwas anderem Geschmack erzeugt, ist es keinen Deut schlechter. Vieles kann man über die Zutaten wieder beeinflussen.

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