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Thema: Neu hier und noch etwas unschlüssig!

  1. #1
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    Frage Neu hier und noch etwas unschlüssig!

    Guten Abend allerseits,

    bin neu hier und habe die letzten Tage schon einmal quer durch's Forum geklickt, so richtig weiß ich ja noch nicht, was ich von diesem Hashi halten soll...

    Vor drei Wochen oder so hatte ich davon noch nie was gehört, war eigentlich nur wegen Kopfschmerzen beim Arzt, der dann auf dem Ultraschall feststellte, dass meine Schilddrüse etwas krank aussähe...

    Letzte Woche dann erst ein "ist alles OK" Anruf, der dann gefolgt wurde von einem "wir haben noch einen Wert nachgereicht bekommen, der macht Grund zur Sorge".

    Laut Gespräch heute noch keine Unterfunktion, allerdings sei wohl Schilddrüse deutlich entzündet (oder so), und ich soll jetzt erst mal Levthyroxin (75µg) nehmen. Dann könne man sehen ob das wieder weg geht, etc. T3/T4 Werte seien Ok...

    Kommt mir natürlich alles spanisch vor und ich frage mich, ob ich das jetzt einfach mal so machen soll und dann in sechs Wochen oder so sehen, was er sagt oder ob das ganze auch Anlass sein könnte, sich einfahc mal eine Zweitmeinung einzuholen. Von dem, was man hier mit unfähigen Ärzten liest, macht man sich ja doch so Gedanken, ob ein "normaler" Hausarzt hier wirklich der richtige Ansprechpartner ist. Andererseits, scheint er eine ganze Reihe von Hashi-patienten zu haben...

    Hier mal meine Werte:

    FT3 (2,5-4.3): 3,49
    FT4 (0.9-1.7): 1,20
    Schilddrüsen Antikörper (<100): 97 --> (Wird der noch irgendwie anders genannt?)
    Persoxidase-AK (TPO/MAK) (<34): 125
    TSH Rezeptor-AK (<1,8): <0.3
    TSH (0.27-4.20): 1,86

    Bin gespannt zu hören, was ihr mir hier raten würdet...

    Liebe Grüße
    K

  2. #2
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    Standard AW: Neu hier und noch etwas unschlüssig!

    Hallo Kayti,

    erstmal Willkommen im Forum. Da du erhöhte TPO-Antikörper und eine im Sonobild entzündet aussehende Schilddrüse hast, hast du eindeutig Hashi. Dein Hausarzt scheint allerdings (im Gegensatz zu vielen anderen Ärzten) einigermaßen gut informiert. Obwohl dein TSH und die freien Werte noch unauffällig sind (ft4 ist vielleicht etwas niedrig), verschreibt er dir schon L-Thyroxin. Das ist auch schon im Frühstadium der Krankheit eine durchaus sinnvolle Maßnahme, da auf diese Weise dem Fortschreiten des Immunprozesses und der Ausbildung einer Unterfunktion vorgebeugt werden kann.

    Ich würde dir daher raten, den Vorschlag deines Arztes anzunehmen und LT langsam einzuschleichen, sagen wir mit Steigerungen in 25er oder 12,5er Schritten alle 2-4 Wochen. Des weiteren würde ich auf eine einigermaßen jodarme Ernährung achten, also insbesondere kein Jodsalz mehr verwenden und (wg. der Tierfutterjodierung) Bio-Milchprodukten den Vorzug vor "konventionellen" geben.

    LG
    Oliver

  3. #3
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    Standard AW: Neu hier und noch etwas unschlüssig!

    Hi Kayti_e,

    also zu allererst: Nimm bitte nicht morgen früh sofort 75µg LT. Das ist für den Einstieg deutlich zuviel. Du solltest die Hormone einschleichen, damit dein Körper sich daran gewöhnen kann. Die Hälfte wäre okay, würde ich jetzt sagen, da dein Stoffwechsel eigentlich noch gut aussieht, dein Körper noch nicht in völliger Mangellage ist. Dann solltest du mal schauen, wie du es verträgst und kannst nach 10-12 Tagen auf 75µg erhöhen.

    Ähnlich wie du bin ich wegen horrorartiger Kopfschmerzen ins Krankenhaus und kam mit der Diagnose "Sie haben aber nen hohen TSH" (8,6) wieder raus. Da war ich auch verwirrt

    Deine Antikörper sprechen für Hashi, deine Werte sehen noch nicht so schlecht aus, aber vielleicht schaust du mal, ob du dich bei den Symptomlisten nicht doch wiederfindest ... manchmal schiebt man die Symptome auch auf andere Dinge und merkt erst, dass sie für Hashi sprechen, wenn es diagnostiziert wird oder sie schon soooo schlimm sind, dass es kaum auszuhalten ist.

    Tja, der Japaner begleitet dich jetzt dein Leben lang. Trotzdem werden manche hier neidisch sein ob so einer frühzeitigen Diagnose. Die nämlich erleichtert das Leben schon sehr, wie ich an mir selbst feststellen kann (im Vergleich mit anderen).

    Vielleicht informierst du dich erst mal ein wenig und lässt dich vor allem nicht gleich verrückt machen. Jeder hier wird dir deine Fragen - von denen du jetzt wahrscheinlich mehr als genug hast - gerne beantworten. Ganz oben im Forum ist ein Thread für Einsteiger angepinnt, da findest du viele nütliche Infos über Hashi und wie du damit möglichst gut umgehen kannst.

    Wichtiges in Kürze:

    - Warte nach der vollen Dosis 4-6 Wochen, damit sich im Körper ein konstanter Hormonspiegel bildet. Dann lass ft3 / ft4, TSH, die AKs und möglichst auch Ferritin- und Vitamin-B12-Spiegel testen, da es gerade hier typischerweise häufig zu Mangelerscheinungen kommt.

    - such dir einen (guten) Endokrinologen aus Ben's Liste und lass ein Ultraschall machen. Lass dir von allen Befunden immer Kopien geben. Du hast ein Recht darauf. Leg dir eine Befindlichkeits- und Befund-Akte an, das kann im Verlauf von Hashi hilfreich sein.

    - Verzichte so gut es geht auf zusätzliches Jod, denn das treibt die Entzündung im Körper meist an, da es die SD anregt. Bei Hashis macht man die SD durch die Gabe der Hormone möglichst "unsichtbar", damit sie nicht noch weiter zerstört wird.

    - Nimm eventuell zusätzlich Selen ein, das hilft bei der Umwandlung von t4 in t3 und dient außerdem, den Entzündungsprozess ein wenig einzudämmen.

    und letztlich:

    - schreib uns weiterhin, wie es dir geht!

    Viele Grüße,
    Celeste

    PS: "Dieser" Hashi, der alte Kamerad, wird dich ein Leben lang begleiten ... aber dank der frühen Erkennung wird er das hoffentlich sehr unauffällig tun
    Geändert von celeste (11.11.08 um 22:54 Uhr)

  4. #4
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    Standard AW: Neu hier und noch etwas unschlüssig!

    Vielen Dank schon einmal für Eure Antworten. Habe jetzt heute morgen einmal eine halbe Tablette genommen (hatte der Arzt auch so gesagt (also 1/2 für die erste Woche), hatte ich gestern nur vergessen zu schreiben), mal schaun was passiert.

    Etwas erstaunt bin ich über Eure "eindeutige" Einschätzung, hier hatte der Arzt irgendwie das Gefühl aufkommen lassen, dass es durchaus sein könnte, dass die Entzündung der Schilddrüse durch die Entlastung durch Thyroxin zurückgehen könne, so dass man das dann ggf. auch wieder absetzen könne? Hatte ein wenig den Eindruck gewonnen, dass das etwas sei, was quasi in Schüben vorkäme, wobei es durchaus auch vorkommen können, dass man einmal einen Schub hat und dann nie wieder? Falsche Hoffnung?

    In einigen der sonstigen klassischen Symptome (Frieren, trockene Haut, trockene, brüchige Haare, Müdigkeit, Antriebslosigkeit) finde ich mich durchaus wieder, habe dieser (abgesehen von den letzten beiden) eigentlich schon mein halbes Leben... Ausserdem sind das doch die Symptome der Unterfunktion, die bei mir ja noch nicht gegeben ist?

    Irgendwie alles sehr verwirrend...

  5. #5
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Ingma
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    Standard AW: Neu hier und noch etwas unschlüssig!

    Hallo Kati

    Ausserdem sind das doch die Symptome der Unterfunktion, die bei mir ja noch nicht gegeben ist?
    Unterfunktionssymptome kann man nicht erst dann haben, wenn die die Werte unter die Referenzwertgrenze sinken, sondern bereits dann, wenn die Werte unter deine individuelle Wohlfühlspanne rutschen...und die ist sehr viel enger als das allgemeine Referenzwertspektrum.

    lg Ingma

  6. #6
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    Standard AW: Neu hier und noch etwas unschlüssig!

    Meint ihr wirklich, dass bei den Werten 75 LT sein müssen?
    Ich würde 37,5, also die "halbe Tablette" nehmen, einen Monat/ 6 Wochen lang, und dann per BE schauen, was sie bringt ... sooo tief sind die Werte ja nicht? mit 75 LT nach einer Woche - ob sie sich damit nicht erstmal zu hoch katapultiert?

    Grüße
    panna

  7. #7
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    Standard AW: Neu hier und noch etwas unschlüssig!

    mir kommen die 75 µg bei den Werten auch zuviel vor. Wuerde auch max. bis 37,5 µg gehen, dann abwarten, und Werte nach 6 Wochen.
    LG
    Puffin

  8. #8
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    Frage AW: Neu hier und noch etwas unschlüssig!

    Hmm... Sehen das denn alle so? Bin etwas skeptisch jetzt gleich sofort schon anzufangen, dem Arzt zu widersprechen?

  9. #9
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    Standard AW: Neu hier und noch etwas unschlüssig!

    Guck mal - mit gleich nach einer Woche auf 75 kannst du zu viel abbekommen.


    Mit 37,5 gibt es diese Gefahr weniger bis nicht.


    Bei länger andauernden niedrigen Werten (deine sind nicht so tragisch niedrig...) bzw. länger andauernden Symptomen empfiehlt es sich allgemein, langsam einzusteigen, im Gegensatz zu Operierten, wo man zügig auf eine höhere Dosis gehen kann, weil der Körper gewohnt ist, mehr zu bekommen. Wenn du aber längere Zeit mit niedrigen Werten gelebt hast, hat sich der Körper darauf eingestellt, auch wenn es dir nicht so gut damit ging. Und dann sollte man sanft zu seinem Körper sein und langsamer umstellen.

    Der Rest - die Entscheidung - liegt bei dir, überreden will dich niemand.


    Grüße
    panna

  10. #10
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    Standard AW: Neu hier und noch etwas unschlüssig!

    Hallo noch mal.

    Also ich finde 75µg nicht zu viel, aber letztlich haben die anderen schon recht damit, dass es sinnvoller ist, langsam einzusteigen. Zu viel des Guten rächt sich auch schnell mal. Insofern - jawohl, Geduld ist die oberste Tugend

    Trotzdem musst du ganz alleine wissen, wie du dich wohlfühlst, Panna hat das schon richtig bemerkt. Niemand kann dir die Entscheidung abnehmen. Vielleicht ist es sinnvoll, erst mal vier Wochen bei der halben Dosis zu bleiben und dann zu schauen, wie es dir geht. Dein Befinden ist der wichtigste Indikator für eine gute Dosierung.

    schönen Abend,
    Celeste

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