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Thema: EO-OP-transpalpebrale Dekompr.vs.ossaere Orbitadekompr.-was denn nu?hat jmd Erfahrung

  1. #21
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    Standard AW: EO-OP-transpalpebrale Dekompr.vs.ossaere Orbitadekompr.-was denn nu?hat jmd Erfah

    Hallo Matthias,

    eine schwierige Entscheidung - die du ganz allein treffen mußt!
    Für mich kam damals nur Wesseling in Frage, weil es für mich einfach keinen Sinn gemacht hat, daß diese aufwändige OP mit Knochenentfernung gemacht werden sollte um einem Fettgewebe Platz zu schaffen, daß da doch ohnehin nicht sein sollte!

  2. #22
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    Standard AW: EO-OP-transpalpebrale Dekompr.vs.ossaere Orbitadekompr.-was denn nu?hat jmd Erfah

    hallo habe mich für die ossäre variante entschieden, da laut mehrerer ausagen die fettresektion alleine wohl nicht ausreichen wird. na dann hoffe ich mal das beste, donnerstag ist es soweit! anbei habe ich noch fragen beigefügt, die mir u.a. herr dr. schaudig freundlicherweise beantwortet hat. grüsse matthias




    Sehr geehrter Herr Dr. Schaudig,



    in Bezug auf das geführte Gespräch über operative Maßnahmen (Orbitadekompression) bei Zustand einer EO nach Morbus Basedow ergeben sich noch einige Fragen, weshalb ich mich vor einer Terminfindung nochmals an Sie wenden möchte. Da ich mich gerne einer solchen Operation unterziehen möchte, aber natürlich sehr viele Fragen auftreten, hoffe ich natürlich, dass Sie mir Auskunft geben können:

    Wo wird der Zugang (anterior-transkonjunktival / transpalpebral- endonasal / temporal / transethmoidal / transmaxillär etc.) für die ossäre Dekompression gewählt, welche und wie viele Orbitawände werden hierbei entfernt oder wird dies intraoperativ entschieden?
    "Swinging eyelid incision": lateraler Lidwinkel, dann transkonjunktival. Laterale Wand, inferiore Wand, evtl. mediale Wand.



    Liegen Erfahrungswerte im AK Barmbek vor? Oder welche Erfahrungen haben Sie mit dieser Methode gemacht?

    In Barmbek fange ich gerade damit an. Vorher habe ich diese Ops im UKE gemacht, dort im HNO-Op.

    Wird diese OP von Ihnen, der HNO Abteilung oder in Zusammenarbeit durchgeführt?

    Mit der HNO nur, wenn ich eine zusätzliche mediale Dekompression und Ethmoidektomie wünsche, die ich über die Incision lateral nicht für ausreichend halte. Diese Indikation stelle ich immer weniger.

    An welche Abteilung wende ich mich um einen Operationstermin zu bekommen?

    An unsere Abteilung.



    In der Literatur finden sich je nach Op- Methode / -Zugang verschiedenste Aussagen zur Entstehung von Doppelbildern zwischen 30 – 80 %.

    Wie bewerten Sie die Gefahr zur Entstehung von Doppelbildern postoperativ? Gering. Das ist der Vorteil der Methode über den lateralen Zugang und bei Verzicht auf die endonasale Dekompression.
    Eigene Statistik kann ich leider nicht aufweisen. Geschätzt: 10 %, aber echte neu auftretende Doppelbilder unter 5%. Etwa 15% Risiko, eine passagere Sensibilitätsstörung im Gebiet des N. infraorbitalis.

    Falls permanente Doppelbilder auftreten sollten, welche begleitenden Therapiemöglichkeiten existieren um in der Überbrückungszeit bis zu einer Strabismus-OP einer geregelten Arbeit nachzugehen?

    Nur Prismengläser.



    Wie beurteilen Sie die Gefahr von Infektionen nach Eröffnen der Orbitawände bei im MRT befundeter chronischer Sinusitis des Sinus maxillares., sphenoidalis und ethmoidales?

    AHA! Das ist ein Hinweis auf ein vorheriges HNO-Konsil und evtl. doch eine zusätzliche HNO-ärtzliche Intervention. Ich müßte die Bilder sehen. Gemeinsame OP mit HNO-Arzt ist aber hier gut möglich und machen wir in diesen Fällen auch.

    Da in der Literatur bei chirurgischen Interventionen auch immer wieder die transpalpebrale Lipektomie nach Olivari zu finden ist (wie Sie beispielsweise neben dem KH Wesseling auch im AK Wandsbek operiert wird) würde mich interessieren, ob Sie diese Methode generell ablehnen würden, ob diese als „minimalinvasive“ Methode für mich erfolg versprechend wäre oder ob diese Methode bei der Art meines Exophthalmus und Werten abzulehnen ist und nicht von Erfolg gekrönt sein kann?
    Habe ich selbst auch gemacht, Herr Deutsch in Wandsbek macht es auch immer noch. Aber die Op.hat eine 20 -30 % ige Nachoperationsrate (lidkorrekturen) und keine geringere Doppelbildrate, eher mehr. Aus rein kosmetischer Indikation kann man eine Fettgewebsresektion machen, aber eine echte Dekompression führt zu "leeren" Augenhöhlen und ist m.Erachtens der knöchernen Dekompression unterlegen. Der knöcherne Zugang hat den Vorteil, die intraorbitalen Strukturen nicht zu beeinträchtigen.

    Sehen Sie nach „Olivari“ eine höhere Komplikationsrate? (auch im Hinblick auf eine möglicherweise unabdingbare nachgeschaltete ossäre Dekompression nach „Olivari“Misserfolg?) s.o.

  3. #23
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    Standard AW: EO-OP-transpalpebrale Dekompr.vs.ossaere Orbitadekompr.-was denn nu?hat jmd Erfah

    Hallo Matthias, herzlichen Dank für deine Mühe, mit deinen armen präoperativen Augen das Ganze hier hinzupinseln ...

    Dir alles Gute, und melde dich bitte nach der OP, ich drück dir alle Daumen die ich habe.

    Grüße
    panna

  4. #24
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    Standard AW: EO-OP-transpalpebrale Dekompr.vs.ossaere Orbitadekompr.-was denn nu?hat jmd Erfah

    Hallo Matthias



    Alles Gute und Liebe zur Op-

    Berichte ,damit ich mich falls jetzt in September meine Vorsteht diese auch traue. Nach der Schildrüsen op bin ich nämlich der grösste Schisser der Welt geworden..

    Gruss Conny

  5. #25
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    Standard AW: EO-OP-transpalpebrale Dekompr.vs.ossaere Orbitadekompr.-was denn nu?hat jmd Erfah

    Hallo auch,

    wurde am 17. (rechts) und 5 Tage später (links) per ossärer
    Dekompression im AK Barmbek (HH) von Dr. Schaudig
    operiert.
    Es wurde eine 2-Wand Dekompression durchgeführt (laterale
    und mediale Wand) - Auf den Orbitaboden wurde verichtet,
    auch wenn damit der maximale Erfolg zu erwarten gewesen
    wäre -
    (da die Komplikationsrate bezüglich Doppelbilder
    höher ist, hat mir Dr. Schaudig in Anbetracht meiner
    Ausgangslage hiervon erst mal abgeraten.) -

    Zugang der Operation: Swinging eyelid incision": lateraler Lidwinkel, dann transkonjunktival. Also kein Bügelschnitt oder durch die Nase, ein dezenter
    Schnitt am Lid -
    Schmerzen hatte ich anders als von mir erwartet so gut wie keine, auch blieb
    ich doppelbild- und komplikationsfrei. (toi, toi, toi)
    Über die Betreuung in der Klinik kann ich nur in den höchsten Tönen schwärmen, auch habe ich mich bei Dr. Schaudig zu jedem Zeitpunkt gut aufgehoben und verstanden gefühlt. Für jede Frage hat er sich immer Zeit genommen und beantwortet (hatte im Lauf des Ärztemarathons auch schon ganz andere Erfahrungen gemacht) -
    das sehen geht mittlerweile schon ganz gut, schnelle bewegungen sind noch etwas schwierig, aber in anbetracht dessen, dass ich erst letzten Dienstag operiert wurde, kann ich mich nicht beklagen. Jetzt warte ich noch bis die Schwellungen nachlassen was in ein paar wochen auch der fall sein dürfte, bis dahin heißt es erst mal den gang raus nehmen und schön kühlen;-)
    Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und glücklich.....und (man liest es im Forum immer wieder, glaubt es nur nicht bis man selbst operiert wurde) ich würde es auf jeden Fall wieder operieren lassen! Kann Herrn Schaudig sehr empfehlen, nicht nur als Operateur, sondern auch als beratenden, behandelnden Augenarzt! -

    wie auch immer

    viele grüsse

    matthias

  6. #26
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    Standard AW: EO-OP-transpalpebrale Dekompr.vs.ossaere Orbitadekompr.-was denn nu?hat jmd Erfah

    Hey Matthias

    Danke für deinen Bericht. Gute Genesung wünsche ich dir und

    Kühlen, Kühlen, Kühlen

    lg turbo

  7. #27
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Birgit67
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    Standard AW: EO-OP-transpalpebrale Dekompr.vs.ossaere Orbitadekompr.-was denn nu?hat jmd Erfah

    Glückwunsch Matthias zur gut verlaufenden OP !!!!! Bei der Farbe Gelb ist dann ein Ende abzusehen ...

    LG
    Birgit

  8. #28
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    Standard AW: EO-OP-transpalpebrale Dekompr.vs.ossaere Orbitadekompr.-was denn nu?hat jmd Erfah

    Zur ossären Dekompression auch sehr interessant: (Da man meistens etwas über die transpalpebrale fettresektion nach olivari liest und selten über die ossäre variante anbei der link zum bericht von spiro - für leute die sich gerne in alle richtungen informieren ;-))

    http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1058242
    Geändert von Matthias (07.05.08 um 15:59 Uhr)

  9. #29
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    Standard AW: EO-OP-transpalpebrale Dekompr.vs.ossaere Orbitadekompr.-was denn nu?hat jmd Erfah

    Hallo Matthias,
    habe ich erst heute gelesen, dass Du Deine OP gut überstanden hast. Danke für Deinen Bericht. Ich finde es sehr wichtig, Erfahrungsberichte von den verschiedenen OP-Methoden zu haben. Die Voraussetzungen sind ja sehr unterschiedlich und entsprechend muss dann halt jeder versuchen, den für sich richtigen Weg zu finden.
    Ich wünsche Dir gute Genesung. Das mit den schnellen Bewegungen wird wieder.
    Man muss halt Geduld haben.
    Ich bin auch froh, dass ich mich für die OP entschieden habe.
    lG Karin

  10. #30
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    Standard AW: EO-OP-transpalpebrale Dekompr.vs.ossaere Orbitadekompr.-was denn nu?hat jmd Erfah

    Liebe Steffi,
    Du hast mal geschrieben, die Augenmuskeln schlappern dann so rum...
    Bei mir nach der OP schaut mein linkes Auge etwas mehr nach unten als das rechte, habe auch Doppelbilder und immer noch Glubschaugen. Meine Op's sind 3 bzw 2 Wochen her.Bin ich zu ungeduldig, ist das alles noch im Rahmen ?
    Bin so verunsichert, sehe schlimmer aus als zuvor :-(

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