Antidepressiva schlagen laut wissenschaftlichen Studien nicht/oder nur sehr schwer bei hormonellbedingten Stimmungsschwankungen und bei Panikzuständen meist garnicht.
Wenn also wenn Sie beschreibt, Depressionen nicht als Depressionen auftauchen, sondern nur ein Symptom sind, dann behandelt man ja nicht den wirklichen Kern.
Wenn es ungeklärte Probleme oder Ängste gibt, lösen sich diese nicht allein durch die Einnahme von ADs. Setzt man die ab, vorrausgesetzt man schafft dann den Sprung irgendwann mal aus der Abhängigkeit, sind die Probleme immernoch da bzw. kommen wieder. Mal abgesehen von den ganzen Nebenwirkungen.
U. anderem ist mein Hashi deshalb so spät entdeckt worden, weil man MIR immer die Schuld an allen Symptomen gab. Und ich habe gedacht, ich muß mich nur meinen Ängsten stellen und meine Probleme besiegen, dann wird alles gut. Und weil es nicht geklappt hat, hatte ich ständig Schuldgefühle weil es mir so schlecht ging. Ich hatte ja selbst schuld. War ja klar! Wäre ich endlich mal fähig meine Probleme zu lösen, dann wäre meine Müdigkeit und meine Depressionen/Selbstmordgedanken endlich weg.
Auch sympathiere ich mit dieser Aussage von dir. Mir ging es da nicht anders!
Aber Antidepressiva haben da nichts besser gemacht. Kein Psychokeulen-Tablettchen der Welt hat dafür gesorgt, dass ich wieder einkaufen gehen konnte ohne Panikattacken. Klar die ersten 2-3 Wochen hab ich fest daran geglaubt, dass mit der Tablette alles weg geht und siehe da ich traute mich aus dem Haus, nur war ich jetzt zu müde dank des ADs dafür. Ruck zuck kam jedoch alles wieder, während der Einnahme des ADs. Ich gehe jetzt schon seit 4 Jahren zur Verhaltenstherapie und habe dort immer mal wieder Fortschritte für mich erwirken können. Aber meine Panikattacken sind immernoch da... was mir helfen wird ist kein AD, sondern die richtige hormonelle Einstellung.
Warum fühle ich mich darin zu bestätigt? Weil ich im Laufe der Jahre unzählige Bekanntschaften gemacht habe, nach 4 Jahren Psychologiestudium in Berkley ich mich durchaus einiges an Fachwissen mächtig fühle und auch meine persönliche Erfahrung in die obige Richtung weist.
Ich kann dir jedoch auch ganz tolle Geschichten erzählen von Leuten wo ein AD geholfen hat. Aber diese Leute hatten auch eine Depression und kein hormonelles Problem. So wird heutzutage in den meisten Depressionskliniken erst einmal die SD-Werte genommen um auszuschließen, dass die Probleme daher kommen. Dann gibt es dort auch keine Antidepressiva für die Patienten, sondern SD-Hormon. In der Zeit die AD braucht um seine volle Wirkung zu entfalten (4 Wochen bei den meisten Präperaten) zeigt ein SD-Hormon bereits auch eine Wirkung.