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Thema: Selen, Magnesium

  1. #1
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    Frage Selen, Magnesium

    Hallo,

    eine Frage zu Selen.

    frühere Selenwerte (damals schon Einnahme von Natriumselenit 300 µg tgl. über viele Monate ohne besonderen Anstieg der Selenwerte):

    im Vollblut:
    um 100 µg/l (80 - 130)

    im Serum
    um 90 µg/l (60 - 100)


    2003 über evtl. Wirkungen zwischen anorganischem Selen (Natriumselenit) und Hg gelesen und kein Natriumselenit mehr genommen. Gewechselt zu Selenmethionin 300 µg tgl.und dieses ca. ein Jahr lang eingenommen.


    Dann im November 2004:

    im Vollblut:
    401 µg/l (80 - 130)

    im Serum:
    231 µg/l (60 - 100)


    Habe dann Selenmethionin auf 200 µg tgl. reduziert.


    Im Dezember 2004 Termin bei Prof. Hotze, der meinte, Selenmethionin 200 µg tgl. weiter einnehmen (wegen SD... Gründe hier ja bekannt) - trotz erhöhter Werte, die seien vertretbar.


    November 2005:

    im Vollblut:
    399 µg/l (80 - 130)

    im Serum:
    226 µg/l (60 - 100)

    --> also konstant gehalten.


    Alle Werte beim gleichen Labor (Bayer).


    Frage an die Expeten :-)

    Selen tatsächlich weiter einnehmen? Ab wann spricht man wirklich von Überdosierung? Das Labor (Bayer) schreibt nichts zu meinen Selenwerten. Nur ein Plus hinter den Werten, aber nicht, dass es bedenklich wäre (bei anderen Werten steht als die Meinung des Labors dabei).

    Seit geraumer Zeit "stinkt" es mir im wahrsten Sinne des Wortes, das Selen einzunehmen. Wie ein leichter Ekel, die Kapsel (Pure Encapsulations) zu schlucken. Sollte man dem Bedeutung beimessen? Außerdem nehme ich hin und wieder von der rechten (und nur von der rechten) Achsel ausgehend einen eigenartigen Knoblauchgeruch war (ich esse nie Knoblauch oder sonstigen Lauch, auch keine Zwiebeln) - und hatte mal gelesen, dass ein knoblauchartiger Körpergeruch auf Selenüberdosierung hinweisen kann.

    Wenn ich das Selen jetzt absetzen würde, hätte das dann irgendwelche zu berücksichtigenden Auswirkungen auf die Schilddrüse - ich meine: Selenmangel ist ja nun eindeutig ausgeschlossen ;-)


    ---


    Magnesium:

    Ich kann machen, was ich will! Magnesium schlucken bis zum Exzess (außer noch mehr Durchfall als eh schon, keine Auswirkung), Mg schon einen Monat lang tgl. zwei Mg-Infusionen... trotzdem: der Mg-Spiegel im Vollblut ist einfach nicht aus dem Mangelbereich rauszukriegen! :-(( im Serum Mangel bis normal.
    Muskuläre Probleme mehr als genug, wobei ich bei der Vielzahl der vorliegenden Erkrankungen nicht sagen kann, ob diese tatsächlich (zum Teil) auf Magnesiummangel zurückzuführen sind.

    Wie ist es möglich, diesen blöden Magnesiumspiegel endlich zu erhöhen??!


    Viele Grüße
    Lukas

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von gigi
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    Hallo
    Wenn ich gegen etwas einen ekel entwickele hat das einen grund ich würde wenn überhaubt nur noch 100 nehmen oder nur jeden 2.Tag eine 100 .weil der Speicher ist ja voll im Moment .
    Die entscheidung muß man aber schon selbst entscheiden und ich Denke auch das du dich entschieden hast ?
    LG gigi http://www.cosgan.de/images/smilie/v...edene/a035.gif

  3. #3
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    Hallo gigi,

    ja, habe mich eigentlich für einen Weglass-Versuch entschieden - wüsste aber trotzdem gerne, ob dadurch Reaktionen der Schilddrüsenhormone zu erwarten sind. Vielleicht weiß hierzu ja noch jemand was...

    Viele Grüße
    Lukas

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Mic
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    Antwort

    Hallo Lukas,

    deine Selenspiegel im Serum liegen zwar noch im grünen Bereich (bis 250 µg/l sicher, ab 300-400 µg/l beginnende chronisch-toxische Belastung). Bei Einnahme von Selenmethionin sind aber die Vollblutspiegel entscheidender, weil sie auch das in Proteinen gespeicherte, ungezielt eingebaute Selen als Selenmethionin berücksichtigen. Die sind schon im grenzwertigen Bereich würde ich sagen (Richtwerte für Vollblut-Selen liegen normalerweise etwa 10-20% über den Serumwerten).
    Ich denke es war vielleicht ein Fehler von Natriumselenit auf Selenmethionin zu wechseln und dabei die 300 µg Dosierung beizubehalten. Bei Selenmethionin ist das langfristig evtl. etwas zuviel, da Selenmethionin eben auch wahllos in Proteine eingebaut wird und dann langfristig gespeichert. Bei Natriumselenit passiert das nicht, da werden Überschüsse schnell wieder abgebaut. Für wirklich gefährdet in puncto Selenvergiftung halte ich dich aber nicht, nur würde ich jetzt keine 200 µg Selenmethionin mehr weiternehmen sondern eher 50-100 µg Natriumselenit oder mal ganz pausieren bis Vollblut wieder unter 300-350 liegt - der Serumspiegel sollte dabei aber nicht unter 160 fallen bei dir.

    Zitat Zitat von Lukas
    Frage an die Expeten :-)
    Hm, ein Ex-Pete bin ich eigentlich nicht, Pete hieß ich noch nie, immer nur Mic


    Seit geraumer Zeit "stinkt" es mir im wahrsten Sinne des Wortes, das Selen einzunehmen. Wie ein leichter Ekel, die Kapsel (Pure Encapsulations) zu schlucken. Sollte man dem Bedeutung beimessen? Außerdem nehme ich hin und wieder von der rechten (und nur von der rechten) Achsel ausgehend einen eigenartigen Knoblauchgeruch war (ich esse nie Knoblauch oder sonstigen Lauch, auch keine Zwiebeln) - und hatte mal gelesen, dass ein knoblauchartiger Körpergeruch auf Selenüberdosierung hinweisen kann.
    Ich würde den Knoblauchgeruch schon auf das Selen zurückführen und deiner instinktiven Ablehnung der Selenmethioninkapsel unbedingt nachgeben. Selenmethionin ist jetzt eher nichts für dich, kannst ja mal probieren ob du bei Natriumselenit die selbe Abneigung verspürst. Kann aber ein paar Tage dauern bis sich die "eingebaute Intelligenz" des Körpers zu Wort meldet.
    Wegen Wechselwirkungen von Natriumselenit mit Schwermetallen im Körper würde ich mir keine Sorgen machen. Alle seriösen Quellen die ich kenne, sehen da nur positive Aspekte. Für die Greuelmärchen alá Daunderer zum Thema gibt es eigentlich keinen Beleg und als Chemiker leuchten mir seine (und anderer Leute) Vorbehalte auch nicht ein.

    habe mich eigentlich für einen Weglass-Versuch entschieden - wüsste aber trotzdem gerne, ob dadurch Reaktionen der Schilddrüsenhormone zu erwarten sind.
    Die Schilddrüsen-Hormone werden bei diesen Spiegeln wohl kaum beeinflusst wenn du das Selen erst mal weglässt. Da müssen die Spiegel wohl noch weit fallen bevor das wieder Auswirkungen hat. Früher bemerkbar machen könnte sich das allenfalls an der antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkung von Selen, da die entsprechenden Selenenzyme wesentlich empfindlicher auf sinkende Selenspiegel reagieren als die Dejodasen die die SD-Hormone abbauen und umwandeln. Allerdings werden sich da auch kaum Effekte zeigen solange der Serumspiegel noch über 160 µg/l liegt (inwieweit im Serum allerdings der Anteil an proteingebundenem Selen (ungezielt eingebautes Selenmethionin) eine falsch hohe Versorgung mit freiem Selen vorspiegelt, entzieht sich meiner Kenntnis).


    Was das Magnesium angeht: Inwieweit sind deine Nieren durch deine zahlreichen Erkrankungen in Mitleidenschaft gezogen? Wurde schon mal ein Magnesium-Loading-Test gemacht, d.h. untersucht wieviel Magnesium, das zuvor per Infusion zugeführt wurde, über die Nieren wieder ausgeschieden wird? Sind unter den übrigen Medikamenten die du nimmst "Magnesiumfresser" wie Furosemid oder Kortikoide?

    Liebe Grüße

    Mic

  5. #5
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    Hallo Mic,

    danke für Deine Antwort.

    Das Selen lasse ich jetzt also vorerst mal ganz weg... irgendeine Vorstellung, wie lange das so ungefähr dauern könnte, bis der Blutspiegel wieder soweit abgesunken ist, dass eine Einnahme wieder sinnvoll erscheint? Kann nicht zu viele Untersuchungen machen lassen... "wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld?" *trallalla*

    Die "Expeten"... ja, wozu ne Brille doch so alles gut ist *hehe*


    Wegen Magnesium:

    Früher hatte ich oft Nierenschmerzen, hat sich aber dann durch die DMPS-Spritzen gegeben. Auch das Alpha-1-Microglobulin, was lt. Daunderer ein Nierentumormaker ist, ist durch die DMPS-Behandlung von weit über der Norm zurück in den Normbereich gefallen. Unterstützend gibts seit zwei Jahren tgl. Solidago...
    Bei gewöhnlichen Bluttests in letzter Zeit keine Nierenauffälligkeiten.

    Magnesium-Loading-Test wurde nie gemacht... grundsätzlich wird bei mir fast nie was außer gewöhnliches Blutbild gemacht... alles, was ich wissen will, muss ich selber machen lassen - und selber zahlen :-(( Daher muss ich mich inzwischen auch auf die wirklich notwendigen Untersuchungen beschränken - oder es nennt mir endlich mal jemand einen Arzt, dem auch ein schwerer Erkrankter mit mehr notwendigen Untersuchungen als das "Übliche" nicht gleich zur Last fällt...

    Kortison habe ich zuletzt vor eineinhalb Jahren genommen, ich würde es wegen Schmerzen und Entzündungen nehmen, aber die Osteoporose spricht dagegen :-( Derzeit versuche ich abzuklären, ob niedrigdosiertes Hydrokortison wegen Nebennieren angezeigt wäre...

    Furosemid habe ich nie genommen.

    Wird das "Magnesium-Rätsel" wohl weiterhin ungeklärt bleiben...


    Was anderes:
    Hast Du vielleicht eine Idee, woran es liegen könnte, wenn man bei jeder Vollblutmessung - über Jahre - IMMER einen Phosphormangel hat? Braucht man Phosphor nicht auch für die Knochen?


    Und noch eine Frage zu Vitamin D3:

    Es gibt ja diese zwei Arten:

    1.) Vitamin D (25-OH-Vitamin D3)
    und
    2.) 1,25-Dihydroxy-Vitamin D3.

    Ob Du mir vielleicht erklären könntest, was es damit auf sich hat?

    Früher war der zweite Werte recht gut in der Norm, selbst wenn der erste Wert sehr deutlich unter Norm war. Da schrieb das Labor, dass es gar nicht gut wäre, wenn der erste Wert unter Norm läge. Ich solle Vit. D3 hochdosiert einnehmen - gesagt, getan. Ergebnis: beide Werte deutlich angestiegen. Erster Wert dann gut in der Norm, zweiter aber deutlich drüber. Labor schreibt, dass es aber gar nicht gut wäre, wenn der zweite Wert über der Norm läge. :-/
    Was also tun?? Wie kann ich den ersten Wert gepuscht halten und den zweiten gleichzeitig senken? Vielleicht würde ich es eher verstehen, wenn ich wüsste, was genau die beiden Werte eigentlich bedeuten, wofür sie im Körper verantwortlich sind und wie beeinflussbar. Bislang habe ich die Unterschiede bei den beiden Werten nicht wirklich herausgefunden. Verwirrend auch, dass andere Labore zum Teil nur EINEN Vit. D-Wert bestimmen...


    Viele Grüße
    Lukas

  6. #6
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    Zitat Zitat von Lukas
    Und noch eine Frage zu Vitamin D3:

    Es gibt ja diese zwei Arten:

    1.) Vitamin D (25-OH-Vitamin D3)
    und
    2.) 1,25-Dihydroxy-Vitamin D3.

    Ob Du mir vielleicht erklären könntest, was es damit auf sich hat ?
    Früher war der zweite Werte recht gut in der Norm, selbst wenn der erste Wert sehr deutlich unter Norm war. Da schrieb das Labor, dass es gar nicht gut wäre, wenn der erste Wert unter Norm läge. Ich solle Vit. D3 hochdosiert einnehmen - gesagt, getan. Ergebnis: beide Werte deutlich angestiegen. Erster Wert dann gut in der Norm, zweiter aber deutlich drüber. Labor schreibt, dass es aber gar nicht gut wäre, wenn der zweite Wert über der Norm läge. :-/
    hallo Lukas,

    1,25-Dihydroxy-Vitamin D3 ist die aktive Form des 25-OH-Vitamin D3 und die eigentlich wirksame Variante.

    "Colecalciferol (= Vitamin D3) wird unter Einwirkung von UV-Strahlen in der Haut gebildet und in zwei Hydroxylierungsschritten zunächst in der Leber (Position 25) und dann im Nierengewebe (Position1) in seine biologisch aktive Form 1,25-Dihydroxy-cholecalciferol (1,25 DHCC) überführt"

    Einfacher und billiger ist die Bestimmung von 25-OH-Vit., weshalb wohl dieser Wert teilweise bevorzugt untersucht wird (unter Annahme einer funktionierenden Umwandlung).

    Auf meinem Laborblatt steht: "Im Falle eines Vitamin-D-Mangels können niedrige Dosen an Vitamin D3 zu stark erhöhten Spiegeln von 1,25-Dihydroxy-Vitamin D3 führen".

    Aehnliches findet sich auch hier
    Reaktion auf Vitamin D

    "Nach hohen Vitamin-D-Dosen kann die 25-Hydroxyvitamin-D-Konzentration im Serum über Monate erhöht sein. "

    Führt man also bei Mangel Vitamin D zu, reagiert der Körper erstmal mit verstaerkter Umwandlung in die aktive Form.

    LG Gaby

  7. #7
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    Danke Gaby :-)

    Bleibt jetzt noch die Frage, wieviel Vit. D3 ich nun einnehmen soll, damit endlich einmal BEIDE Werte gut in der Norm liegen...

    LG
    Lukas

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