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Thema: Komische Diagnose und Werte!!

  1. #1

    Standard Komische Diagnose und Werte!!

    Hallo an alle!

    Ich muss mich nocheinmal an euch wenden, da ihr mir schon sehr oft viel weitergeholfen habt. Ich hoffe ihr wollt und könnt mir auch dieses Mal weiterhelfen.

    Ich habe nocheinmal bei einem SD Spezialisten folgende Werte bestimmen lassen:

    TSH (basal) 2,63 uIE/ml (0,25-4,2)
    fT4 1,07 ng/100ml (0,9-1,9)
    fT3 5,37 pg/ml (3,00-7,50)
    TG 31,75 ng/ml (0-200)
    anti-TPO 6,25 ng/ml (0-63)
    bio-iPTH 12,5 pg/ml (6-40)

    Ultraschall:

    Rechts: inhomogen echoarm fleckig strukturiert (15ccm)
    (mehr als doppelt so groß wie der Linke!!)

    Links: inhomogen echoarm strukturiert, enthält dorsocaudal eine kleine inhomogene bis echoarme Formation mit einem DM von ca. 5,4mm (6,7ccm).

    Diagnose:

    Struma parva diffusa.
    Grenzwertige Euthyreose.


    Was haltet ihr davon und was bedeutet das für mich?

    Der Arzt hat gemeint, dass im Falle von HT (was ich laut ihm nicht habe) die AK durch Hormongabe inaktiv werden. Das kann ich mir aber irgendwie nicht vorstellen, dann hätte ja keiner mit HT Probleme.

    Was hat das: "inhomogen echoarm fleckig strukturiert" jetzt für mich zu bedeuten? Und woher kommt dieses sogenannte Knötchen? Der Arzt hat mir lediglich erklären können, dass die Vergrößerung der SD durch die "Überanstrengung" etwas produzieren zu wollen zu Stande kommt.
    Aber über die zwei anderen Punkte hat er mir keine Auskunft gegeben.

    Kann es vielleicht sein, dass sich HT bei mir im Anfangsstadium befindet?



    Zusätzliche Infos über mich:

    Zum Zeitpunkt dieses Befundes habe ich noch keine Tabletten genommen. Erst seit diesem Arztbesuch nehme ich "Combithyrex mite" (Also erst seit einer Woche).

    Ich habe so ziemlich alle Symptome die man die SD-UF und HT betreffend kennt.



    Ich kann wie ihr wahrscheinlich schon wisst immernoch nicht glauben, dass ich HT nicht habe. Nicht, dass ich es mir wünsche, aber es hat alles so genau darauf hingedeutet und ich war mich auch die Werte betreffend so sicher. Ich glaube, dass die Ärzte das alles nur so lange hinauszögern wollen bis sie sich sicher sein können.

    Was sagt ihr dazu??




    Verwirrte Grüße

    Linalily

  2. #2
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    Standard komische diagnose

    ich schieb dich rauf natascha

  3. #3
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    Standard Das sieht aus wie bei einer Autoimmunothyreopathie!

    Hallo Linalily!

    Du schreibst:

    Ich muss mich nocheinmal an euch wenden, da ihr mir schon sehr oft viel weitergeholfen habt. Ich hoffe ihr wollt und könnt mir auch dieses Mal weiterhelfen.

    Ich habe nocheinmal bei einem SD Spezialisten folgende Werte bestimmen lassen:

    TSH (basal) 2,63 uIE/ml (0,25-4,2)

    => Zu hoch!! Nach den neuesten Erkenntnisse sollte der TSH-Wert wirklich nicht höher sein, als 2,5 mU/L!!! Das ist schon drüber, was eindeutig auf eine Unterfunktion hinweist!
    Der obere Grenzwerte von 4,2 ist mit größter Wahrscheinlichkeit total veraltet, weil sie bei dieser Grenzwertfestsetzung leider vermutlich viele Hashis drin hatte, ohne das die Statistiker es wußten.

    Der Grenzwert von 0,25 - 4,2 ist auch keine Normalverteilung, so wie es in der Natur extrem häufig vorkommt, sondern die 0,25 bis 2,5 ist eine Normalverteilung.
    Das sagt zwar meistens den Ärzten nichts, aber wenn man die alten Referenzbereiche von 0,25 - 4,2 nimmt, stimmt da etwas nicht.

    fT4 1,07 ng/100ml (0,9-1,9)

    = Zu weit unten!! Riecht massive nach einer Unterfunktion!!!!

    fT3 5,37 pg/ml (3,00-7,50)

    => Der geht noch!!! Allerdings sieht man häufig bei anfänglicher Hashi, daß die FT4 im Keller ist und der FT3 noch im guten Bereich, weil sehr viel FT4 in FT3 umgewandelt wird. Bei einer solche Konstellation haben viele Hashis schon massive Beschwerden, was aber leider viele Ärzte nicht als Unterfunktion deuten, weil sie immer meinen, alles, was in den Referenzwerten drin ist, ist noch gut und nur dann, wenn alle draußen sind, dann stimmt was nicht.
    IRRTUM!!!!

    TG 31,75 ng/ml (0-200)

    => Thyreoglobulin ist noch gut, d.h. es nicht nach einer großen Krebsgefahr aus.

    anti-TPO 6,25 ng/ml (0-63)
    bio-iPTH 12,5 pg/ml (6-40)

    => Die SD-Antikörper sind vorhanden, aber im unteren Bereich.
    Allerdings heißen niedrige unter der "Norm" befindliche Antikörper nicht, daß man kein Hashi oder MB hat!!!!!!!!!!!
    Das verstehen leider viele Ärzte nicht, daß man auch niedrige Antikörper hat im Blutserum (ist sowieso nicht unbedingt die beste Diagnose), aber dennoch Hashimoto hat!!!!!

    Ultraschall:

    Rechts: inhomogen echoarm fleckig strukturiert (15ccm)
    (mehr als doppelt so groß wie der Linke!!)

    => Ups!!!! Inhomogen!! Echoarm!!! Eindeutig an Hinweis auf einen Zerstörungsprozess der SD!!!!!! Und sowas kann fast nur von Hashimoto kommen!!!!!

    Links: inhomogen echoarm strukturiert, enthält dorsocaudal eine kleine inhomogene bis echoarme Formation mit einem DM von ca. 5,4mm (6,7ccm).

    => Immer noch inhomogen!!!! Immer noch ein deutliche Hinweis auf Hashimoto!!

    => Fazit: Die SD ist vergrößert für eine Frau und inhomogen und echoarm.
    Dies kann fast nur eine hypertrophe Hashimoto-Thyreoiditis sein, was man auch an den Blutwerten erkennen kann bzw. Hinweise dafür findet!!!


    Diagnose:

    Struma parva diffusa.
    Grenzwertige Euthyreose.


    => Struma diffusa stimmt, allerdings würde ich sagen, daß Du schon in einer latenten oder sogar schon offenen Unterfunktion steckst!!!!

    Was haltet ihr davon und was bedeutet das für mich?

    => Wenn ich Arzt wäre, was ich leider nicht bin, würde ich Dir unbedingt Thyroxin verordnen, Thyroxin ohne Jod!!!!!
    Du hast mit größter Wahrscheinlichkeit eine Autoimmunerkrankung der SD, trotz relativ kleiner Antikörperwerte.

    Wenn Du jetzt auch noch eindeutige Unterfunktionssyptome oder Autoimmunerkrankungsymptome hast, dann kann es fast nur eines sein: Eine Autoimmunerkrankung der SD!


    Der Arzt hat gemeint, dass im Falle von HT (was ich laut ihm nicht habe)

    => IRRTUM!!! Du hast, soviel ich das sehe!!!!!!


    die AK durch Hormongabe inaktiv werden.

    => Inaktive Antikörper durch Thyroxin?? Naja, eigentlich sind die Hashimoto-Ántikörper gar nicht "aktiv", weswegen sie auch nicht "inaktiv" werden können.
    Grund: Die Hashimoto-Antikörper TPOAK und TAK sind nicht pathogen, d.h. sie können nicht krank machen. Sie sind nicht die Ursache für die SD-Zerstörung, sondern nur ein Symptom (von viele anderen Symptome, die es nocht gibt) von einer Hashimoto-Thyreoiditis!!!!

    Sie können allerdings unter der Thyroxingabe sinken, was man ein zurückgehende Autoimmunaktivität interpretieren kann.


    Das kann ich mir aber irgendwie nicht vorstellen, dann hätte ja keiner mit HT Probleme.

    => Dein Arzt weiß eines nicht: Es gibt neben der Unterfunktionsbeschwerden auch Autoimmun-Beschwerden von der Autoimmunerkrankung selber!!
    Hashimoto ist nicht nur eine Unterfunktion, die kommt erst dann, wenn die SD zerstört ist, sondern sie hat noch mannigfaltige anderen Beschwerdebilder, denn sie ist eine Erkrankung der Immunsystems und eigentlich nicht der SD.
    Die SD wird allerdings langsam aufgrund des Zerstörungsprozesses der Autoimmunerkrankung kaputt und kann so nicht genügend Thyroxin für den Körper produzieren.
    Viele Hashis haben schon lange vor den ersten klassischen Unterfunktionsblutbildern massive Probleme, weil Hashimoto eben wesentlich mehr als ein Thyroxinmangel ist.


    Was hat das: "inhomogen echoarm fleckig strukturiert" jetzt für mich zu bedeuten?

    => Nur aufgrund eines Zerstörungsprozesses der SD gibt es solche Bilder!! Wenn Du keine akute oder subakute SD-Entzündung gehabt hast in Deinen Leben, welche massive Schmerzen und hohes Fieber verursacht, bleibt eigentlich nur eines übrig als die Ursache für so eine Zerstörung: Eine Autoimmunthyreopathie, also Hashimoto-Thyreoiditis oder Morbus Basedow!


    Und woher kommt dieses sogenannte Knötchen? Der Arzt hat mir lediglich erklären können, dass die Vergrößerung der SD durch die "Überanstrengung" etwas produzieren zu wollen zu Stande kommt.

    => Naja, meine Knotchen (ein Knoten war 22 ml gross) kam von Zerstörungsprozess, eindeutig und bei Hashi in der hypertrophen Form kommt sowas extrem schnell auch vor.


    Aber über die zwei anderen Punkte hat er mir keine Auskunft gegeben.

    Kann es vielleicht sein, dass sich HT bei mir im Anfangsstadium befindet?

    => Naja, so wie Deine SD aussieht, bist Du über das Anfangsstadium hinaus!!!!


    Zusätzliche Infos über mich:

    Zum Zeitpunkt dieses Befundes habe ich noch keine Tabletten genommen. Erst seit diesem Arztbesuch nehme ich "Combithyrex mite" (Also erst seit einer Woche).

    => Das ist ein Kombipräparat aus T4 und T3. Das ist eigentlich bei viele Hashis das beste, was man auf Kasse verordnet bekommen kann.

    Ich habe so ziemlich alle Symptome die man die SD-UF und HT betreffend kennt.

    => Vermutlich, weil Du Hashi hast, so meine ich!!!



    Ich kann wie ihr wahrscheinlich schon wisst immernoch nicht glauben, dass ich HT nicht habe. Nicht, dass ich es mir wünsche, aber es hat alles so genau darauf hingedeutet und ich war mich auch die Werte betreffend so sicher. Ich glaube, dass die Ärzte das alles nur so lange hinauszögern wollen bis sie sich sicher sein können.

    Was sagt ihr dazu??

    => Leider sind auch die österr. Ärzte nicht das Gelbe von Ei und erzählen immer noch den gleichen Unsinn wie deutsche Ärzte. Die Höhe der Antikörper sit zwar ein wichtiger Hinweis auf Hashi, aber nicht der einzigste!!!!
    Es gibt viele Hashis, die haben niedrige Aks, aber dennoch Hashi. Das sieht man schon an der Zerstörung der SD, wie sie auch schon hast!!!
    Fast keine andere Erkrankung der SD macht solche inhomogene und echoarmen Bereiche.

    Wenn Dein Arzt immer noch behauptet, es sei kann Hashi, wurde ich ihn dringend raten, auf einen Auffrischungskurs für SD-Diagnostik zu gehen und nachzulesen, was solche Veränderungen in der SD auslösen können. Da bleibt eigentlich nur eines als Ursache: Autoimmunthyreopathie, sprich hier Hashimoto-Thyreoiditis.


    Liebe Grüße

    Michael D'Angelo

  4. #4

    Standard

    Hallo Michael D'Angelo!

    Danke vielmals für die ausführliche Antwort!


    Das der TSH (basal) Referenzbereich zu hoch angesetzt ist hab ich mir auch schon öfter gedacht, aber als ich im Labor nachgefragt habe, haben die mir gesagt, dass dieser Wert von den Maschinen abhängig ist. Kann das stimmen?

    Der fT4 Wert war beim letzten Befund 1,04! Ich hab mir auch gedacht, dass das ziemlich weit unten ist.

    Zu den Ak's hat der Arzt gemeint, dass diese negativ wären. Was aber doch nicht stimmen kann! Wenn sie "negativ" wären, würde doch am Befund 0 stehen!?!?!

    Ich dachte auch, dass inhomogen und echoarm auf HT hindeutet, oder zumindest auf eine Entzündung.
    Außerdem habe ich laut Arzt einen Knoten, habe aber keine Auskunft bekommen ob kalt oder heiß.

    Der Arzt hat mir schon gesagt, dass ich eine UF habe. Und hat mir dagegen auch Medikamente verschrieben. Aber für mich zählt jetzt eigentlich nur noch ob ich HT habe. Ich komme mir von den Ärzten hinten angestellt vor. So als würden alle nur warten was jetzt passiert.....

    Ich habe sowohl UF als auch HT Beschwerden (kann ich sagen, da ich mich Umfangreich informiert habe und auch verglichen habe).

    Ich hatte in meinem Leben sehr sehr oft Halsschmerzen, wenn ich deswegen beim Arzt war hat es nur geheißen: Schmerzempfindlich, da keine Rötung des Halses oder Schwellung der Mandeln.




    Ich habe wie gesagt stark den Verdacht auf HT!!! Und wie ich gemerkt habe du und viele andere hier im Forum auch.

    Meinst du sollte ich eine Szinthigraphie verlangen? Kann man damit mehr feststellen??

    Wovon kommt ein Struma? Stimmt die in meinem ersten Beitrag geschriebene Erklärung des Arztes? Kommt das von einer SD-UF oder von HT??


    Ich war schon bei so vielen Ärzten und ich weiß schon nicht mehr zu wem ich gehen soll. Es muss doch irgendetwas geben womit man das feststellen kann oder??

    Darf (oder sollte) ein "gesunder Mensch" Ak's (die SD betreffend) haben?
    Weil es ja einen Referenzbereich gibt. Also verstehe ich nicht warum meine AK Werte dann "schlecht" sind. Warum hat man überhaupt TPOAK oder TAK ...???


    Liebe Grüße

    Linalily

  5. #5
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    Standard Ich probiers nochmal!

    Hallo Linalily!

    Du schreibst:

    Das der TSH (basal) Referenzbereich zu hoch angesetzt ist hab ich mir auch schon öfter gedacht, aber als ich im Labor nachgefragt habe, haben die mir gesagt, dass dieser Wert von den Maschinen abhängig ist. Kann das stimmen?

    => Nein, also das liegt garantiert nicht an der Maschine, sondern an unterschiedlichen Normwerten, die bald jedes Labor festsetzen kann.
    Bei TSH-Wert gibt es ja die normierte Grösse mU/L oder auch geschrieben mE/l oder auch noch anders. Hier kann man aus der Statistik bei "gesunden" Menschen ablesen, was noch halbwegs normal und was nicht normal ist. Es gibt zwar auch bei Gesunden Leute nach unten, also zu niedrigen TSH-Wert unter 0,2 mU/L und auch welche, die sind zu hoch, also über 2,5 mU/L. Aber man kann das 95 % Quantiel (so heisst es, glaube ich) und dann sieht der aktuelle Normbereiche, ermittelt aus den USA, von 0,2 bis 2,5 mU/L aus.

    Die Maschine macht gar nix!!! Die dumme Ausreden, daß jeder Maschine was anders ausspukt, ist ziemlich dämlich, wenn es die gleiche Masseinheit gibt.
    Wenn es mU/L sind, dann sind es mU/L und dafür gibt es ermittelte Normwerte!!
    Wenn es allerdings ander Maßstäbe sind, dann sollte die heute auf mU/L umgerechnet werden können.

    MERKE:
    DEN REFERENZBEREICH LEGT NICHT DIE MASCHINE FEST, SONDERN DIE MENSCHEN IM LABOR!!!!


    Der fT4 Wert war beim letzten Befund 1,04! Ich hab mir auch gedacht, dass das ziemlich weit unten ist.

    => Da ist es auch!

    Zu den Ak's hat der Arzt gemeint, dass diese negativ wären. Was aber doch nicht stimmen kann! Wenn sie "negativ" wären, würde doch am Befund 0 stehen!?!?!

    => Nein, negativ, wäre eigentlich - 10 oder -100!!! Sowas gibt es aber nicht, denn man hat keine negativen Antikörper in diesem Sinne.
    Die meisten Ärzte meinen mit negativ, daß sie keine Antikörper gefunden haben, also wäre der Wert eigentlich "0" bei TPOAK und TAK!!

    MERKE: ABER DIESE WERTE SIND BEI DIR VORHANDEN, ALSO DU HAST ANTIKÖRPER IM BLUTSERUM!!!

    Deswegen ist die Aussage von Deinem Arzt falsch, denn Du hast Antikörper nachweislich im Blut und die sind positiv!
    Nur weil man solche dämlichen Untergrenzen eingeführt hat, meine viele Ärzte, dass die im negativen Bereich liegen, aber hier mangelt es scheinbar viele Ärzten an der notwendigen Kenntnissen über Mathematik.


    Ich dachte auch, dass inhomogen und echoarm auf HT hindeutet, oder zumindest auf eine Entzündung.

    => EINDEUTIG JA!!!


    Außerdem habe ich laut Arzt einen Knoten, habe aber keine Auskunft bekommen ob kalt oder heiß.

    => Wie groß??? Man sollte unbedingt auch bestimmen, was für ein Knoten es ist. Meistens macht man ein Szintigramm, wenn der Knoten über 1 cm Durchmesser hat und langsam anfängt, zu wachsen!!


    Der Arzt hat mir schon gesagt, dass ich eine UF habe. Und hat mir dagegen auch Medikamente verschrieben.

    => Immerhin etwas!!! Und kein Jod, das ist auch gut!
    Aber es hat leider vergessen zu sagen, daß die Ursache für diese Unterfunktion eine stark gestörte SD ist, und die Ursache kann hier fast nur Hashimoto sein und nichts anderes, leider!


    Aber für mich zählt jetzt eigentlich nur noch ob ich HT habe. Ich komme mir von den Ärzten hinten angestellt vor.

    => Das ist die Einstellung Hashimoto ist eine Macht-Ja-Nix-Krankheit und was nix macht, braucht man auch nicht zu behandeln!!!


    So als würden alle nur warten was jetzt passiert.....

    => Tja, Du musst dann einfach zu einem Arzt, der klipp und klar sagt, daß die Ursache für diese Unterfunktion und die SD-Zerstörung Hashimoto ist.
    Das sieht man nach meiner Ansicht eindeutig im Ultraschall!!! Was eindeutigers gibt ist nicht, aber viele Ärzte halten sich an den "negativen Antikörper" fest, die eigentlich gar nicht negativ sind.


    Ich habe sowohl UF als auch HT Beschwerden (kann ich sagen, da ich mich Umfangreich informiert habe und auch verglichen habe).

    => Dann hast Du

    a) eine zerstörte SD im Ultraschall mit Knotenbildung und
    b) eindeutige Unterfunktionssyptome mit nachgewiesener Unterfunktion
    c) auch schon massive Größenveränderungen an der SD (hypertrophe Hashimoto)

    Fazit: Das genügt mir, also Nicht-Arzt, eindeutig für eine Hashi-Diagnose
    Ich hatte in meinem Leben sehr sehr oft Halsschmerzen, wenn ich deswegen beim Arzt war hat es nur geheißen: Schmerzempfindlich, da keine Rötung des Halses oder Schwellung der Mandeln.

    Ich habe wie gesagt stark den Verdacht auf HT!!! Und wie ich gemerkt habe du und viele andere hier im Forum auch.

    => Tja, nur der Arzt merkt es nicht! Voran liegt das wohl???

    Meinst du sollte ich eine Szinthigraphie verlangen? Kann man damit mehr feststellen??

    => Ich würde eindeutig zu seinem Chef gehen!!! Und wenn dieser auch so herumdruckst mit der eindeutigen Diagnose Hashimoto, dann würde ich diesen Ärzte knallhart sagen, daß sie sich doch bitte besser über das Auftreten von Hashimoto informiern sollten.

    Du kannst auch ein Szintigramm verlangen, wenn der Knoten größer wird, weswegen die SD wirklich mindestens alle halbe Jahre ultraschallt werden sollte.


    Wovon kommt ein Struma?

    => a) von Jodmangel! Das ist wohl bei Dir nicht gegeben und lass Dir bloss keinen Jodmangel einreden.
    => b) von eine Autoimmunerkrankung der SD, also von hypertrophe Hashimoto und Morbus Basedow.
    => c) Ganz selten gibt es ein Struma von einem Medikamentenmissbrauch, das ist aber extremst selten.

    Stimmt die in meinem ersten Beitrag geschriebene Erklärung des Arztes? Kommt das von einer SD-UF oder von HT??

    => MERKE:
    a) Eine SD-Unterfunktion ist ein Symptome! Symptome müssen von irgendetwas kommen. Symptome kommen nicht von alleine.

    b) Bestimmte Krankheitsursachen lösen Symptome, also körperliche Symptome und blutwertmäßige "Symptome", aus.

    Für die SD-Unterfunktion gibt es fast nur 2 Ursachen:

    a) Jodmangel!

    b) Autoimmunerkrankungen der SD

    Ich war schon bei so vielen Ärzten und ich weiß schon nicht mehr zu wem ich gehen soll. Es muss doch irgendetwas geben womit man das feststellen kann oder??

    => Es ist Hashi, da bin ich mir fast sicher, aber Gott sei Dank kriegst Du das richtige von der Schulmedizin verabreicht.

    Du kannst nur noch nach den anderen Begleiterkrankungen nach sehen lassen, wenn die Beschweren trotz Combithyrex und trotz wirklich guter SD-Werte im Blut (Bitte immer hier reinstellen!!! Wenn ein Arzt sagt, die Werte sind gut, stimmt das leider häufig bei Hashi nicht! ) nicht besser werden.

    Prophylaktisch könntest Du Selen zu Dir nehmen, etwas Magnesium und etwas Zink und B-Vitamine, damit geht es den meisten Hashis besser.

    Darf (oder sollte) ein "gesunder Mensch" Ak's (die SD betreffend) haben?

    => Ich meine NEIN!! Leider gibt es ein paar Experten, die meinen, daß Antikörper auch Gesunde haben und deswegen Antikörper keine Bedeutung hätten, wenn sie in der NOrm (sehr willkürlich gewählt) hätten.

    Aber leider verwechseln diese angeblichen Experten die Begriffe "Gesund sein" mit "noch keine Krankheitssymptome" haben.

    Man kann hohe Antikörperwerte haben und dennoch noch keine richtigen Beschwerden. Die SD-Werte sind auch noch in der Norm, (ACHTUNG: DER HOHE TSH-OBERGRENZWERTE IST FALSCH), aber wenn diese Antikörper permanent erhöht sind, dann ist man garantiert nicht mehr gesund, sondern man hat noch kein akuten Beschwerden.

    Weil es ja einen Referenzbereich gibt.

    => Das hat mir noch keiner der Mediziner sinnvoll erklären können, warum es "Normbereiche" bei den Antikörperwertbestimmung heute nocht gibt.
    Zu erklären wäre dies, wenn die Bestimmung nicht sehr genau ist, also die Ermittelungsmethode sehr ungenau ist und es ggf zur Verwechslungen mit anderen Antikörper kommt.
    Die neuen Methoden sind ungeheuer genau und eigentlich bedarf dieser keiner solche "Graubereiche", aber die Labors haben diese immer noch.

    MERKE: Ärzte haben leider Problem mit der Abgrenzung der Begriffe "Gesund sein" und "Krank sein".
    Anders ausgedrückt: Es gibt leider zwischen Gesund sein und Krank sein einen Bereich, in dem wir mit vorhandenen Antikörper, aber noch keine Krankheitssyptome fallen.

    Es schon extrem blöde: Ärzte wollen immer, daß wir krank sind, um sagen zu können, wir sind nicht mehr gesund. Wenn wir Syptome haben genügt es diesen häufig nicht, nein, dann müssen irgendwelche Blutwerte auf über irgendwelchen willkürlich gezogene Grenzwerten sein, sonst sind wir nicht krank.

    Prof. Hotze hat folgendes gesagt: Wenn ein Patient zu ihm kommt, der niedriger Antikörper hat, keine Veränderungen an der SD zeigt und noch keine Krankheitssyptome hat, dann hat dieser noch keine akute Hashimoto, vielleicht auch gar keine.

    Wenn aber einer kommt, der hat starke Veränderung der SD, wie Du, und auch schon eine Unterfunktion mit Symptome und mit Blutwerteveränderungen und hat auch niedrige Antikörper, so sagt Prof. Hotze, dass dieser Patient sehr wohl Hashimoto hat, weil man Hashimoto eindeutig an der Veränderung der SD erkennt. Einen erhöhten Antikörperwert braucht es hier nicht, weil alles für Hashimoto spricht!


    Also verstehe ich nicht warum meine AK Werte dann "schlecht" sind.

    => Sie sind nicht schlecht, sie sind nicht über einen willkürlich gezogenen Grenzbereich. Hierzu muss ich sagen, daß viele Hashi machmal keine erhöhten Aks haben. Außerdem ist die Bestimmung der Antikörper im Blutserum nur die drittbeste Methode zur Antikörperbestimmung, es gibt bessere, aber diese werden nicht gemacht, weil die Punktion der SD zu Risikobehaftet ist und die Antikörperbestimmung im Blutplasma zu teuer für die Kassen.


    Warum hat man überhaupt TPOAK oder TAK ...???

    => Es ist ein Symptom von Hashi! Wie die laufenden Rotznase bei einem viralen Schnupfen. Aber es gibt viele Krankheit, die haben unterschiedliche Symptome und nicht jeder Erkrankte hat immer identische Symptome!
    Manche Hashi haben einfach mal zufälligerweise keine erhöhten Antikörper.

    Liebe Grüße

    Michael D'Angelo

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