Dr. Michael Lam (
www.LamMD.com )
Wir sollten eine ausgewogene Menge an Vitaminen und Mineralien zu uns nehmen, um eine optimale Funktion der Nebennieren zu erreichen. Diese sind:
A. 500 bis 3000 mg Vitamin C mit Bioflavoniden, Lysin, Prolin, Kiefernrindenextrakt
B. 100 bis 200 mg fettlösliches Vitamin C, Ascobyl Palmitate genannt
C. 900 bis 1500 mg Vitamin B5 (Panthothensäure), da die meisten Hormonproduktionen in den Nebennierendrüsen das Co-Enzym A benötigen, ein Nebenprodukt des Vitamin B5
D. Vitamin E ist ein weiterer wichtiger Nährstoff, der in mindestens 6 verschiedenen enzymatischen Reaktionen der Nebennieren-Kaskade eingebunden ist. Nehmen Sie täglich 400 bis 800 I.U. Vitamin E.
E. Nehmen Sie 10.000 bis 25.000 I.U. Beta-Carotin und andere wichtige Mineralien wie Selen (200 mcg), Magnesium (500 mg), ebenso wichtige Aminosäuren wie Lysin (1-2 gm), Prolin (500 mg-1gm) und Glutamine (1-5gm) oder mehr in fortgeschrittenen Fällen.
F. DHEA 15-50 mg, Pregnenolon 25-50 mg, Adrenal Glandular, Nebennierenextrakte, Süßholzwurzel können hilfreich sein.
Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass der Versuch mit dem Brecheisen, indem man gleichzeitig viele Nährstoffe auf einmal zu sich nimmt, selten funktioniert und dieser Schuss sogar nach hinten losgehen kann. Die Verwendung von Nährstoffergänzungen, bei der Therapie der Nebennierenschwäche muss individuell erfolgen, basierend auf jedermann’s Geschichte, Hintergrund und persönlichem Stoffwechsel. Der richtige Nährstoff für den einen Patienten, kann für den Anderen Gift sein. Jeder Nährstoff ist eine Kugel im Arsenal. Die richtige Kugel zur richtigen Zeit zu benutzen ist schwierig, da nicht viele Kugeln zur Verfügung stehen. Viele nehmen einfach die ganze Batterie an Nährstoffen, ohne dies zu bedenken und dass solch ein Versuch bei einer Nebennierenschwäche selten auf Dauer funktioniert. Selbst wenn mancher Nährstoff am Anfang zu helfen scheint, kann er anschließend versagen, da sich der Körper daran gewöhnt hat. Mehr ist nicht unbedingt besser und kann die Lage sogar in vielen Fällen verschlimmern, da sich der Stoffwechsel während des Regenerierungsprozesses verändert. Daher ist es wichtig, die Dosis dem Stoffwechsel auf dem Weg zu maximaler Effektivität durchgehend anzupassen.
Bei schwachen Nebennieren ist die Fähigkeit des Körpers, Nährstoffe aufzunehmen und zu verarbeiten, oft eingeschränkt. Oft werden anfangs Test-Dosen verabreicht, um zu sehen, wieviel Reserven die Nebennieren haben, bevor irgendeine hohe Dosis von Nährstoffen gegeben wird. Nährstoffe in der richtigen Dosis sollten in einer schrittweisen Verabreichung erhöht und von einem Therapeuten kontrolliert werden.
7. Ergänzung mit natürlichem Hydrocortisol oder Cortisol-Acetaten in Stärken von 2,5 bis 5 mg zwei- bis viermal täglich, kann ein sicherer und effektiver Weg sein, die erschöpften Nebennieren zu regenerieren. Dies sollte allerdings unter der Aufsicht eines Arztes geschehen. Cortisol ist verschreibungspflichtig.
Achtung: Aufgrund enormer individueller Unterschiede, sollte die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln auf Ihren Körper abgestimmt sein. Der geeignete Nährstoff für den einen Patienten, kann Gift für den Anderen sein. Wenn Sie ein spezielles gesundheitliches Anliegen haben und meine persönliche Empfehlung bezüglich der Ernährung haben möchten, schreiben Sie mir (klick hier: http://www.drlam.com/askme.cfm ).
8. Die Mahlzeiten. Wenn unsere Cortisol-Spiegel zwischen 6.00 und 8.00 Uhr morgens ihren Höchststand erreicht haben, haben wir möglicherweise keinen Appetit. Viele Menschen lassen das Frühstück aus, weil sie „nicht hungrig“ sind. Der Grund dafür ist, dass unsere Körper Zucker benötigen, um weiter funktionieren zu können. Desweiteren ändert sich der Energiebedarf des Körpers während dieser Phase nicht. Sogar ein kleiner Snack ist besser als überhaupt nichts und wird die nötige Energie bereitstellen, obwohl man es vielleicht nicht für nötig hält zu essen.
Das Frühstück auszulassen, ist keine gute Idee. Wenn Sie wenig Zucker im Blut haben, werden die Nebennieren angehalten, Cortisol zu produzieren, da Cortisol die Glukogenese anregt, um so den Blutzuckerspiegel anzuheben und die Körperfunktionen zu ermöglichen. Es ist daher wichtig, bald nach dem Aufwachen und nicht später als 10.00 Uhr ein gesundes Frühstück zu sich zu nehmen. Das bewahrt den Körper davor, dies für den Rest des Tages aufholen zu müssen.
Die beste Zeit zu Mittag zu essen ist zwischen 11.00 und 11.30 Uhr. Manchmal ist ein nahrhafter Snack zwischen 14.00 und 15.00 Uhr nötig, um unseren Körper durch das Cortisol-Loch zwischen 15.00 und 16.00 Uhr zu bringen. „Abendbrot“ sollte zwischen 17.00 und 18.00 Uhr eingenommen werden. Ein späteres Abendessen, falls nötig, sollte in kleinen Mengen und „niedrig glykämisch“ ausfallen, um einen steilen Anstieg des Blutzuckers zu vermeiden, den man üblicherweise nach „hoch glykämischen“ Snacks hat, wie bei einem Stück Kuchen. Solche Zwischenmahlzeiten werden einen Anstieg des Blutzuckers verursachen und einen damit verbundenen Anstieg der Insulinproduktion.
Mit der Zeit wird die Insulinsekretion, resultierend aus einem nächtlichen Zustand der Unterzuckerung, gestört. Charakteristisch für diese Symptome sind Albträume, Angstzustände und Nachtschweiß. Wenn dies auftritt, muss der Körper die Nebennieren aktivieren, um mehr Cortisol ausschütten und so einen normalen Blutzuckerspiegel wieder erlangen zu können. Dies kann letztendlich eine große Last für die ohnehin schon erschöpften Nebennieren darstellen, wenn es sich Jahr für Jahr fortsetzt.
9. Ernährung. Eine nährstoffarme oder unpassende Ernährung ist einer der Hauptgründe für die Nebennierenschwäche. Ohne eine Ernährung, die biochemisch und dem Stoffwechsel angeschlagener Nebennieren angepasst ist, ist eine vollständige Genesung nicht möglich.