Hallo,
was sind denn selen und warum sollte man sie einnehmen?
Christiane
12.02.04, 10:26
Hallo
Selen ist ein lebenswichtiges Spurenelemet,das für die Funktion des Enzyms Glutathion gebraucht wird.Dieses Enzym ist daran beteiligt freie Radikale in der Zelle zu beseitigen,so daß Selen in der letzten Zeit als Anikrebsmittel in Mode gekommen ist.Überdosierung kann gesundheitsschädlich sein.
Hi Natascha,
es gibt eine Studie über den "Einfluß einer Selen-Substitution auf den Verlauf einer Autoimmunthyreoiditis". Du kannst Dir eine Übersicht darüber unter <a href="http://edoc.ub.uni-muenchen.de/archive/00000751/" target="_blank">http://edoc.ub.uni-muenchen.de/archive/00000751/</a> ansehen, sowie dort auch die komplette Dissertation herunterladen.
Grüße
Ben
Hallo Natascha,
Selen ist ein Spurenelement und an der Synthese einiger wichtiger Enzyme beteiligt, u.a. an einem, dass zur Umwandlung von T4 in T3 benötigt wird.
Außerdem ist es ein starker antioxidativer Wirkstoff. Bei MB ist der Stoffwechsel gestört. Freie Radikale (Oxidantien) die als "Abfallprodukte" im Zellstoffwechsel entstehen, haben das Bestreben, Verbindungen einzugehen, die den Zellen und im Zell-StoffWechsel erheblichen Schaden zufügen können (oxidativer Stress). In einem gesunden Körper stehen i.d. Regel genügend Stoffe bereit, um diese freien Radikalen zu neutraliesieren. Im - durch MB oder Hashimoto- Stoffwechselgestörten Körper ist das ohne Unterstüzung mittels zusätzlicher Nahrungsergänzungsmittel nicht ausreichend der Fall. Man geht übrigens davon aus, dass die freien Radikalen für die Entstehung der EO mitverantwortlich sind.
Außerdem wurde in einer Studie mit Hashimoto-Patienten festgestellt, dass eine regelmäßige Einnahme von 200 µg/Tag ddie Antikörper sinken läßt.
Bei Selen geht man davon aus, dass eine tägliche von Einnahme von 400 µg unschädlich ist.
Die Regeldosis bei MB und Hashimoto beträgt 200 µg. Allerdings kann es sein, dass bei Patienten mit längerer UF, nach dieser Dosis ÜF-Symptome zeigen. In diesem Fall kann man die Selendosis verringern und versuchen langsam zu erhöhen.
Selen gibt es als anorganische Verbindungen (Natriumselenit) und als organische (Selenmethionin/hefe). Wobei letztere besser vom Körper aufgenommen wird.
Es wird emphohlen, Selen morgens einzunehmen.
Da Selen und Vitamin E ein "gutes Team" sind, wäre zu überlegen, auch Vit.E einzunehmen. Hier gilt die Empfehlung 200 - 400 mg/ Tag. Bis zu 800 mg/ Tag gilt Vit. E als sicher.
Bei Selen-Einnahme empfiehlt sich auch die Einnahme von Zink. Zink ist an der Synthese von über 200 enzymen beteilgt, hat einfluss auf das Wachstum der schnell wachsenden Zellen bei Haut, Haar+ Darm, und ist in der Lage, die Zellwände zu schützen.
Empfohlen wird eine tägliche Einnahme von 15-25 mg. Bei den Präparaten sollte man dann auf den "reinen Zinkgehalt" achten, der normalerweise in der Pachkungsbeilage angegeben ist. Je nach Zinkverbindung entspricht der reine Zinkgehalt eines Präparates 14-20% der angegebenen Verbindung (25 mg Zinkorotat=ca. 3,5 mg reines Zink). Bei Deklarierung "25 mg Zink als Zinkorotat" handelt es sich dann tatsächlich um 25 mg reines Zink.
Wie bei Selen gibt es anorganische Verbindungen (Zinkoxid, - sulfat), die vom Körper weniger gut aufgenommen werden und organische (Zinkgluconat, - picolinat, - orotat) die wesentlich besser bioverfügbar sind. Zink gilt bis zu 50 mg/Tag als sicher. einige Orthemolekular-Mediziner geben sogar 100 mg an.
Zink sollte man Abends nehmen. Es weist synergistische Beziehungen zu Vitamin A, bzw. Beta-Carotin auf. Es macht deshabl Sinn, es mit Karotten- oder Gemüsesaft einzunehmen, dem man etwas Öl beigemischt hat. So bekommt man zu dem Zink noch die wichtigen, fettlöslichen Beta-Carotinoide (Vorstufe von Vitamin A, aus der der Körper Vit.A "selbst bauen" kann) mit.
Tschüs, Birgit
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