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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Herzflattern+große Pupilen=1Ergebnis



Marlene.C
03.09.03, 11:37
Hallo Ihr Lieben,
habe hier zu diesem Thema vor ca. einer Woche Fragen gestellt. Nun bin ich bei einem Neurologen gewesen und der untersuchte mein Gehirn (Kernspinntomograhie etc.). Nochmals kurz zur Erinnerung: Ich hatte große Pupillen bekommen, dazu Herzflattern, Taubheitsgefühl in linken Arm und linke Halshälfte, leichte Kopfschmerzen und Übelkeit etc. Die Untersuchung hat ergeben, dass mit meinem Gehirn alles in Ordnung ist und dass diese Symptome nichts damit zu tun haben. Aber der Neurologe meinte zu mir (was mir bis jetzt kein Arzt gesagt hat), dass es im Zusammenhang mit MB drei große Drüsen gäbe, nämlich: 1)die Hirnanhangsdrüse (die er nun untersucht hat und damit bei mir alles in Ordnung wäre); 2)die Schilddrüse (der Neurologe hat mit eine Überweisung zum Schilddrüsenspezialisten gegeben, obwohl ich ihm gesagt habe, dass die Blutwerte in Ordnung wären) und 3)die Nebennieren (zu meiner großen Überraschung, denn bisher habe ich von der Nebenniere im Zusammenhang mit MB nichts gehört, auch nicht hier im Forum). Der Neurologe meinte, dass man diese drei Drüsen bei einem MB Patienten untersuchen müßte und dass meine Symptome vielleicht von daher kommen, denn das Gehirn könnte er nun auschließen (also zum Glück auch kein Schlaganfall).
Was wißt Ihr über die Nebennieren in Verbindung mit MB? Oder überhaupt, was hat die Nebenniere für Funktionen?
Aufjedenfall habe ich nun mehrere Arzttermine in der nächsten Zeit. Werde Euch auf dem Laufenden halten und Danke im Vorraus.
Liebe Grüße
Marlene
P.s
Danke nochmal an Elke und Christiane

Elle
03.09.03, 13:04
Hallo Marlene,
oh ich freue mich für Dich, daß nach Deiner Untersuchung wenigstens in der Hinsicht auf Schlaganfall o.ä. ausgeschlossen werden kann !!
Daß die Hirnanhangsdrüse mit im Spiel ist habe ich mal irgendwo gehört, bin aber nicht schlau draus geworden. Lieder habe ich mich nicht weiter informiert....
Mit den Nebennieren ist mir neu, mal sehen ob hier im Forum jemand was dazu sagen kann.
Wünsche Dir weiterhin gute Besserung und drücke die Daumen, daß es Dir bald wieder besser/gut geht !
Liebe Grüße
Elke

L.Brakebusch
03.09.03, 13:30
Hallo,
die Hypophyse produziert das TSH. Sie ist bei MB äußerst selten ernsthaft betroffen, nur insofern als die TRAK die TSH Bildung direkt an der Hypophyse blockieren können. Das TSH ist aber ohnehin nicht wichtig, wenn bereits eine ÜF besteht. Es sollte eher niedrig bleiben. Eine direkte Hypophysenstörung gibt es bei MB extrem selten (mir ist kein Patient bekannt) Bie HAshimoto kenne ich zwei Betroffene.
Die Nebennieren müssen nur untersucht werden, wenn Symptome bestehen die auf eine Morbus Addison hindeuten (SAlzhunger, niedriger Blutdruck, Dunkelfärbung der HAut, Schwäche). Sie muss nicht grundsätzlich untersucht werden. Richtig ist dass autoimmune SD Krankheiten von einer autoimmunen NNRindenerkrankung begleitet sein können. Hierbei schafft es die NNRinde nicht mehr ausreichend Cortison herzustellen, Cortison ist aber für jeden Menschen erforderlich. Die Symptome deuten mir nicht auf eine NNR Erkrankung aber auf eine autoimmune SD Krankheit, deshalb ist hier ein genaue Abklärung richtig. Dafür alles Gute
mfg
Leveke Brakebusch

gertraud
03.09.03, 13:30
Hallo,
lies doch mal links unter Inhalt bei Symtomen da steht was über Erkrankungen die zusätzlich auftreten "können". Deshalb ist es wichtig bei Verdacht es auszuschliessen da die Symtome manchmal ähnlich sein können.
Die Hirnanhangdrüse Hypophyse ist für die Produktion von TSH zuständig, also für die Steuerung der Schilddrüse.
Die Nebennierenrinde ist für die Produktion von Cortisol, Sexulalhormone und Aldosteron und das Nebennierenmark für Adrenalin und Noradrenaln zuständig. Cortisol wirkt dämpfend auf das Immunsystem.
Ist ja erfreulich das das Gehirn ausgeschlossen werden kann und drück dir die Daumen dass du bald eine Diagnse hast.
LG gertraud

Elle
03.09.03, 15:48
Hallo Leveke,
danke für Deine Antwort, wieder ein Stückchen dazugelernt.
Meine TRAK‘s sind schon ein wenig runtergegaben, aber der TSH ist nach wie vor seit Februar bei 0,01. Muß der nicht, wenn die TRAKs besser werden, etwas höher werden ?
LG
Elke

L.Brakebusch
03.09.03, 16:05
Hallo Elke,
>Meine TRAK‘s sind schon ein wenig runtergegaben, aber der TSH ist nach wie vor seit Februar bei 0,01. Muß der nicht, wenn die TRAKs besser werden, etwas höher werden ?----es kommt hier nicht nur auf den Trak allein an sondern auch auf die laufende Therapie (Thyreostatika oder Sd Hormone nach definitiver Behandlung?). Dann ist wichtig nach welchem Test der TRAK gemessen wurde und schließlich sind nicht alle erhöhten TRAK im Gewebe im Blut auch immer repräsentativ messbar, so gibt es auch bei niedrigen oder fehlenden TRAK manchmal eine ÜF oder EO obwohl die TRAK diese verursachen. Also alles recht kompliziert. Zudem kann die Wirkung der TRAK an der Hypophyse recht lange anhalten und den TSH niedrig halten. Ein lange niedriger TSH ist schon früheren Ärzten bekannt gewesen, amn wusste nur nicht weshalb das so ist. Wichtig ist es dann sich an FT3 und FT4 zu orientieren.
LG Leveke Brakebusch

Marlene.C
04.09.03, 08:38
Hallo Ihr Lieben,
wollte mich kurz für die Antworten bedanken. Werde Euch auf dem Laufenden halten und Euch von der Enddiagnose berrichten.
Also danke nochmal
und liebe Grüße
Marlene.C