Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Selen und Zink
Hallo an alle,
ich habe mir die Selen- und Zinkwerte untersuchen lassen. Nachdem Leveke Brakebusch mir vor einiger Zeit die Einnahme von Selen empfohlen hatte, begann ich auch gleich mit der Seleneinnahme, einige Tage später mit Zinkeinnahme. Meine psychischen Beschwerden, aufgrund dessen mir die Seleneinnahme empfohlen wurde sind auch besser, jedoch immer noch nicht zufriedenstellend.
Hier aber erst einmal die Werte:
Blutabnahme am 15.08.03
Selen: 104 (53 - 105) - Seleneinnahme seit 28.07.03
Zink: 851 (700 - 1200)
Bei den Selen liege ich ja wohl oberen Normbereich. Ist es da überhaupt sinnvoll noch weiter Selen einzunehmen? Was kann passieren, wenn ich über die Normwerte hinauskomme? Oder haben "MBler" andere Normwerte?
Kann mir jemand weiterhelfen?
LG Grüße
Gabi
>Hallo Gabi,
bloß weiter einnehmen. Selen hilft laut Studien von Prof. Gärtner.
LG MArie
Hallo Marie,
danke für deine Antwort. Das die Empfehlung der Seleneinnahme auch von Prof. Gärtner kommt habe ich ja auch gelesen.
Aber trotzdem ist bei mir nun eine Unsicherheit eingetreten. Gestern habe ich nochmals das Internet "abgegrast", habe aber nichts entsprechendes gefunden.
Ich vermute jedoch, dass es sich mit den Selen-Werten bei MB wohl ungefähr so verhält, wie mit den Schilddrüsenhormonen. Ich meine, dass es hier wohl auch so etwas wie einen "Wohlfühlwert" gibt.
Heute habe ich einen Termin beim Endo. Werde ihn mal daraufhin ansprechen, verspreche mir aber nicht viel davon. Aber ich wüsste ja eigentlich schon genauer Bescheid...
Liebe Grüße und dir alles Gute
Gabi
Hallo Gabi,
du schreibst:
>Blutabnahme am 15.08.03
>Selen: 104 (53 - 105) - Seleneinnahme seit 28.07.03
>Zink: 851 (700 - 1200)
bei diesem Wert besteht kein Grund die Selendosis zu reduzieren. Dein Selenspiegel ist eigentlich immer noch viel zu niedrig. Die Referenzwerte deines Labors entsprechen ausschliesslich der schlechten Selenversorgung in der Bevölkerung. Die Referenzwerte in meinem Labor (Milab in München) sind 74-139 µg/l und die schreiben ausdrücklich dazu, dass die Referenzwerte NICHT gleichbedeutend sind mit optimaler Versorgung. Wie alle Referenzwerte geben sie nur den Bereich wieder der bei 95 % der Normalbevölkerung gefunden wird. Milab ergänzt daher den Referenzbereich mit dem Text:
<i>Der empfohlene Selen-Spiegel liegt zwischen 120 und 160 µg/l. Bei Immundefekten, Malignomen und im Alter sind 190 - 220 µg/l angezeigt.</i>
Im Klartext, der Selenspiegel sollte nicht unter 120, 130 liegen. Bei Autoimmunerkrankungen ist eher 160 - 200 anzustreben, kann er aber ruhig auch noch höher liegen. Mein Erkenntnisstand ist: Werte über 200 µg/l sind nur in wenigen Fällen sinnvoll (z.B. Krebspatienten), schaden aber in der Regel auch nicht. Ab 300 µg/l wäre ich vorsichtig, wobei aber noch kein Grund zur Panik besteht. Über 400 µg/l muss man wohl langfristig als kritisch ansehen (akut toxische Spiegel liegen aber viel höher).
Du nimmst das Selen und Zink ja erst seit etwa 2 Wochen. Solltest auch beachten, dass du vor der nächsten Bestimmung Zink und Selen 1-2 Tage absetzen solltest, sonst siehst du bestenfalls, dass du diese Stoffe ins Blut aufnimmst, aber nicht wie gut deine Versorgung generell ist. Die Serumspiegel sind ohnehin nur schlechte Anhaltspunkte, insbesondere beim Zink ist der Wert kaum aussagefähig wenn nicht ein sehr schwerer Zinkmangel vorliegt. Siehe hierzu auch diesen sehr interessanten Artikel aus dem Journal für Ernährungsmedizin 2/2000 (PDF-Datei): <a href="http://149.148.224.4/kup/pdf/302.pdf" target="_blank">Spurenelemente auf dem Weg ins 21. Jahrhundert – zunehmende Bedeutung von Eisen, Kupfer, Selen und Zink</a>
Schreib doch auch mal welches Zink- und Selenpräparat du nimmst und in welcher Dosierung.
Liebe Grüße,
Mic
Hallo Mic,
-----ein großes Dankeschön für deine ausführliche Antwort, aber irgendwie blicke ich das trotzdem noch nicht richtig.
bei diesem Wert besteht kein Grund die Selendosis zu reduzieren. Dein Selenspiegel ist eigentlich immer noch viel zu niedrig. Die Referenzwerte deines Labors entsprechen ausschliesslich der schlechten Selenversorgung in der Bevölkerung. Die Referenzwerte in meinem Labor (Milab in München) sind 74-139 µg/l und die schreiben ausdrücklich dazu, dass die Referenzwerte NICHT gleichbedeutend sind mit optimaler Versorgung.
Wie alle Referenzwerte geben sie nur den Bereich wieder der bei 95 % der Normalbevölkerung gefunden wird. Milab ergänzt daher den Referenzbereich mit dem Text:
><i>Der empfohlene Selen-Spiegel liegt zwischen 120 und 160 µg/l. Bei Immundefekten, Malignomen und im Alter sind 190 - 220 µg/l angezeigt.</i>
-----Soweit ist alles klar - was dein Labor betrifft, aber woher weiß ich, dass sich das auch auf die Referenzwerte eines anderen Labors bezieht? Sorry, aber ich verstehe sowieso nicht, dass jedes Labor andere Referenzwerte hat... (und werde ich wohl auch nie kapieren *seufz*)
>Im Klartext, der Selenspiegel sollte nicht unter 120, 130 liegen. Bei Autoimmunerkrankungen ist eher 160 - 200 anzustreben, kann er aber ruhig auch noch höher liegen.
----hier bin ich wieder bei meiner obigen Frage - die Werte müssen doch irgendwie immer im Verhältnis zu den Referenzwerten liegen - oder was verstehe ich hier falsch???
>Schreib doch auch mal welches Zink- und Selenpräparat du nimmst und in welcher Dosierung.
----- Bis wenige Tage vor der Blutabnahme (ich glaube, so etwa zwei Tage) habe ich Wassen Selenium-ACE (100 µg, davon zwei Tabletten) eingenommen. Danach Selen loges 100 µg Trinkampullen, davon nehme ich zwei Ampullen. Die hat mir der HA verschrieben (auf Privatrezept).
Zum Zink: da heißt es ja, dass man auf jeden Fall bis zu oberen Grenze gehen kann - oder liege ich da falsch? Hier nehme ich Zinkorot 25 ein (1 Tablette).
Noch eine Frage: In welchen Abständen sollte man die Blutwerte wiederholen?
Nun noch eine kurze ANmerkung zu meinem Arztbesuch heute: Der Arzt meinte, es liegen noch keine Studien vor, aber ich könne, solange ich keine Probleme habe, die Selen in dieser Dosis weiternehmen. Wichtig wäre mein Wohlbefinden.
Liebe Grüße
Gabi
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