Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : schwanger trotz MB?
Hallo,ich hab mal ne frage. und zwar,ob es möglich ist,trotz MB schwanger zu werden.wir versuchen es schon seit 2 jahren.MB habe ich seit juli letzten jahres. meine frauenärztin will es nun mit hormon therapie versuchen. ob das was bringt.?was gibt es noch für alternativen? oder gibt es gar keine hoffnung? danke im vorraus katti
>Hallo,ich hab mal ne frage. und zwar,ob es möglich ist,trotz MB schwanger zu werden.wir versuchen es schon seit 2 jahren.MB habe ich seit juli letzten jahres. meine frauenärztin will es nun mit hormon therapie versuchen. ob das was bringt.?was gibt es noch für alternativen? oder gibt es gar keine hoffnung? danke im vorraus katti
Hallo Katti,
diese Frage beschäftigt mich auch- zur Zeit suche ich eine Frauenärztin, die von MB eine Ahnung hat.
Was ich bisher in Erfahrung gebracht habe- Bitte um Hilfe, wenn was falsch ist:
Kinderbekommen ist möglich, es gilt jedoch als "Risikoschwangerschaft"
Es ist anscheinend besser, die SD raus zu haben, da die Medikamente fürs Baby sehr schlecht sind- für mich bedeutet das (Diagnose MB seit ca. 1 Jahr, SD noch drin) abwarten.
Nach einer RJT sollte man mindestens 6 Monate warten- besser ist die OP.
Man (Frau!) sollte nach der OP medic. möglichst gut eingestellt sein, und sich allgemein körperlich fitt fühlen, da es eine große Belastung für den Körper ist.
Stillen ist nicht empfohlen, da alles (Antikörper etc) über die Muttermilch übertragen wird.
Warte vielleicht noch ein wenig, bis Du mehr Informationen gesammelt hast. So bringst Du Dich (und das Baby) nicht unnötig in Gefahr!
Bin schon auf weitere Berichte gespannt...
Liebe Grüße
Elke
Hi, Elke,
>Nach einer RJT sollte man (---mit der Schangerschaft---) mindestens 6 Monate warten - besser ist die OP.
Wer dagt DAS denn? Ist das eine fundierte Aussage (nach welcher Untersuchung ist das plötzlich als besser definiert?) oder entspringt es nur der allgemeinen Strahlenangst?
Jule
Gabriele Könning
04.09.02, 20:10
Hallo Katti,
ich habe im letzten Dezember trotz MB (ich bin schon 2 mal an der Sd operiert worden und habe leider immer noch erhöhte Traks) einen gesunden Jungen zur Welt gebracht.
Gib mal in die Suchmaschine Julius ein, dann findset Du ganz ausführlich Infos.
Es ist schon richtig, daß es am besten ist, wenn die Sd operiert wurde.
Erstens sinken bei den meisten die Ak‘s und es ist einfacher hormonell stabil eingestellt zu werden, was für die Schwangerschaft wichtig ist. Der Hormonspiegel muß alle 4 Wochen in der Schwangerschaft gemessen werden, da sich der Bedarf erhöht.
Die Ak‘s sollten im Normbereich sein oder zumindest nicht stark erhöht sein.
Meine Traks waren noch relativ hoch, deshalb war Julius 10 Tage am Herzmonitor
angeschlossen, die Traks sind alle auf ihn übertragen worden, sie sind Plazentagängig.
Nach einem halben Jahr sind sie beim Baby normalerweise nicht mehr nachweisbar, weil es ja mütterliche Ak‘s sind und nicht welche, die der kleine Körper alleine bildet. Beim Julius waren sie dann auch weg.
Ausserdem sind seine Sd Hormone sehr oft gemessen worden, um rechtzeitig erkennen zu können, ob sich irgendetwas verändert. Auch das war nicht der Fall.
Also Du siehst, es ist absolut möglich, mit MB ein gesundes Kind zu bekommen, auch wenn es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt. Das heisst nichts anderes, als daß Du sehr sorgfältig überwacht wirst, öfter mal ein CTG und ein Ultraschall gemacht wird. Ausserdem haben meine Gyns Julius Herztöne und sein kleines Herzchen besonders sorgfältig kontrolliert.
Wenn Du noch Fragen hast, stelle sie ruhig, ach ja, mir ist auch bekannt, daß man nach einer RJT ein halbes Jahr mit einer Schwangerschaft warten sollte.
Liebe Grüße, Gabi
>>Hallo,ich hab mal ne frage. und zwar,ob es möglich ist,trotz MB schwanger zu werden.wir versuchen es schon seit 2 jahren.MB habe ich seit juli letzten jahres. meine frauenärztin will es nun mit hormon therapie versuchen. ob das was bringt.?was gibt es noch für alternativen? oder gibt es gar keine hoffnung? danke im vorraus katti
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>Hallo Katti,
>diese Frage beschäftigt mich auch- zur Zeit suche ich eine Frauenärztin, die von MB eine Ahnung hat.
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>Was ich bisher in Erfahrung gebracht habe- Bitte um Hilfe, wenn was falsch ist:
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>Kinderbekommen ist möglich, es gilt jedoch als "Risikoschwangerschaft"
>Es ist anscheinend besser, die SD raus zu haben, da die Medikamente fürs Baby sehr schlecht sind- für mich bedeutet das (Diagnose MB seit ca. 1 Jahr, SD noch drin) abwarten.
>Nach einer RJT sollte man mindestens 6 Monate warten- besser ist die OP.
>Man (Frau!) sollte nach der OP medic. möglichst gut eingestellt sein, und sich allgemein körperlich fitt fühlen, da es eine große Belastung für den Körper ist.
>Stillen ist nicht empfohlen, da alles (Antikörper etc) über die Muttermilch übertragen wird.
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>Warte vielleicht noch ein wenig, bis Du mehr Informationen gesammelt hast. So bringst Du Dich (und das Baby) nicht unnötig in Gefahr!
>Bin schon auf weitere Berichte gespannt...
>
>Liebe Grüße
>Elke
Hey Elke,
habe drei gesunde kinder bekommen. die letzten beiden mit mb, vor der letzten schwangerschaft habe ich mich operieren lassen. alle kinder sind gesund zur welt gekommen und sind es auch nach wie vor. die schwangerschaften verliefen relativ problemlos. ich habe auch alle kinder gestillt. jetzt meine frage: werden antikörper über die muttermilch übertragen? das ist mir neu. ich stille zur zeit noch und die kleine ist quitsch gesund. die ärzte im krankenhaus und mein kinderarzt haben nichts gegenteiliges gesagt. bitte um antwort.
liebe grüsse und gute nacht
Birgit M.
AnnemarieW.
05.09.02, 09:47
>Hallo,ich hab mal ne frage. und zwar,ob es möglich ist,trotz MB schwanger zu werden.wir versuchen es schon seit 2 jahren.MB habe ich seit juli letzten jahres. meine frauenärztin will es nun mit hormon therapie versuchen. ob das was bringt.?was gibt es noch für alternativen? oder gibt es gar keine hoffnung? danke im vorraus katti
Hallo Katti
Ich kann dir nur sagen das ich mit MB trotzdem 3 Kinder habe,nicht geplant.Du mußt es einfach auf dich zukommen lassen.
Meine Schwester hat auch einen Sohn und wollte immer ein 2 aber es hat die ganzen acht Jahren nicht geklappt.Seit einem halben jahr ist sie mit einen anderern zusammamen,du wirdt dich wundern sie ist Schwanger( diesesmal ungewollt).Ab und zu soll es einfach nicht sein.Lass dan Kopf nicht hängen und denk nicht immer daran das es klappen muß.
Viel Glück
Annemarie
also, mich nervt das auch langsam, daß ständig die op der rjt vorgezogen wird! wenn ich so lese, was den leuten bei der op alles so mit weggeschnippelt wurde...oder denen ein stimmband durchtrennt wurde und die jetzt ständig zum logopäden eiern können!!! wie gesagt: die meisten ärzte sind in sachen rjt einfach nicht aufgeklärt und geben dieses unwissen an die eh schon verunsicherten patientinnen weiter. in den usa gibt es seit über 50 jahren langzeittests, die wissenschaftlich fundierte aussagen über die rjt liefern. und bislang habe ich noch von keinen schrecklichen nebenwirkungen oder nachwirkungen gehört (ich hab die rjt gerade erst einen monat hinter mir...noch hab ich vielleicht gut reden...hihi)
es ist schon besser erst mindestens ein halbes jahr nach der rjt mit dem "kinderkriegen" loszulegen. ich war auch besorgt, aber der arzt in der uniklinik versicherte mir, daß das risiko nach einer rjt ein behindertes kind zu bekommen um soundsoviel-mini-prozent genauso unwahrscheinlich oder wahrscheinlich ist als wie wenn ohne rjt (ich hoffe ihr versteht mich...ähem).
es ist schon ein komisches zeug, dieses radioaktive jod...man sieht es nicht, man spürt es nicht und trotzdem hat es eine gewaltige wirkung... letztendlich muß jede/r entscheiden auf welche art und weise man seiner/ihrer sd zu leibe rücken will. man sollte aber sachlich dabei abwägen, welcher weg für einen selber als der verträglichste scheint!
liebe grüße!
Hi,
es ist mein immer wiederkehrendes Thema, wenn ich hier ins Forum schaue: zum einen ist es wirklich so, daß der Feld- Wald- und Wiesenhausarzt von nebenan (gelobt sei er, ich bin echt froh um meine: aber von MB hat sie wenig Ahnung und sie gibt es wenigstens zu!) auch leicht der Aussage verfällt, daß die RJT nur für Leute über 60 gut geeignet ist. Auf Gründe angesprochen, kann diese aber kaum einer benennen, es ist nur das allgemeine "naja, Strahlen sind halt nicht so toll" und "Genetik"-Blabla was man so hört.
Auf Nachfragen konnte mir keiner, der mich vor einer RJT je gewarnt hatte, eine einzige Untersuchung nennen, bei der irgendwie statistisch nachgewiesen wurde, daß es eine Schädigung der Eizellen (und um nicht anderes geht es ja dann) geben kann. Dafür war mir persönlich das Operationsrisiko dann wieder zu groß, also habe ich mich für die RJT entschieden. Mein Endokrinologe meinte mal, es käme darauf an, wie sehr ich hinter Dingen stehen könnte, die ich mal entschieden habe: falls ich jemals ein Kind habe und dieses aus einem der anderen 50.000 Gründen behindert zur Welt käme, dürfte ich mich nicht auffressen lassen von Selbstvorwürfen weil ich ja mal eine RJT gemacht habe. Ich habe lange darüber gegrübelt und dann beschlossen, daß ich das kann.
Schwierig ist das mit der RJT wohl nachgewiesenermaßen für die Augen, da hatte ich dann wohl einfach Glück: ich habe sie unter Cortison gemacht und hatte keine Probleme, meine EO ist weiterhin ganz schwach ausgeprägt.
Es ist deshalb ein schwieriges Thema, weil Strahlen eben so unsichtbar sind - dabei ist meine persönliche Angst vor Chemie viel größer: das, was ich zwei Jahre lang an Medikamenten gefuttert habe, um die Schilddrüse ruhig zu halten, das hat mir wesentlich mehr Probleme gemacht und die Narkose ist auch nicht gerade ein Spaziergang.
Von daher: es muß wirklich jeder selbst entscheiden, was er tut und ich denke, diejenigen, die sich für einen Weg entschieden haben, sollten den anderen, die sich noch entscheiden müssen, möglichst sachlich berichten, wo für sie die Vor- und Nachteile liegen, ohne irgendwelche nicht greifbaren Ängste zu schüren.
Jule
Petra (Ffm)
05.09.02, 13:16
Hallo Jule,
als ich mich für die OP entschieden habe, konnte ich das auch nicht mit irgendwelchen Statistiken begründen, war einfach so ein Gefühl.
Aber der Chefarzt vom Elisabethenstift in Darmstadt meinte es gäbe sehr wohl Untersuchungen und Statistiken - er hätte ne ganze Reihe dicker Wälzer darüber...
Also ich hab kein einziges davon gelesen, kann jetzt nix beweisen, aber wenn dieser Arzt davon weiss, dann müssten es andere doch auch wissen!?
Und diesen Artikel hab ich im Internet gefunden, weiss bloss nicht mehr wo:
"Hyperthyreose: Vorsicht mit Radio-Jod
Franklyn, JA, et al: Mortality after the treatment of hyperthyreodism with radioactive iodine. New England Journal of Medicine 1998/338/S.712-718
Etwa 2% aller Frauen und 0,2% der Männer leiden an einer Überfunktion der Schilddrüse, die vor allem mit einem erhöhten Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose verbunden ist. Durch eine Behandlung mit Radio-Jod lassen sich diese Effekte beheben. Zumindest dachte man dies bisher. Eine britische Studie mit 7.200 Radio-Jod-Patienten zeigt ein weniger erfreuliches Bild: Je höher die Radio-Jod-Dosis, desto geringer die Lebenserwartung der Patienten. Dabei starben die meisten Betroffenen genau an jenen Krankheiten, die man mit dieser Therapie zu verhüten hoffte."
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Egal zu welchem Schritt man sich entscheidet - mann/frau sollte sich immer selbst informieren, nie einfach das machen was der erste Arzt sagt.
Liebe Grüsse
Petra
Gabriele Könning
05.09.02, 13:33
Hallo,
ich habe etwas vergessen:
Die Kinderärzte im Krankenhaus haben meinem Wunsch zu stillen absolut zugestimmt, sie hatten keine Bedenken, aufgrund der hohen Traks. Ich habe ein volles halbes Jahr gestillt und die Ak‘s sind beim Kleinen wie gesagt verschwunden. Also habe ich da keine Bedenken.
Ich nehme allerdings noch einen Betablocker und zwar Beloc Zoc und da ist erst mal abgeklärt worden, ob das wegen dem Stillen o.k. wäre, auch da gab es grünes Licht.
Liebe Grüße, Gabi
>
>Hallo Petra!
Nach dieser Aussage werde ich also an einer Schilddrüsenüberfunktion sterben. Wenn es nicht so traurig wäre , könnte ich darüber nur lachen.
Mir wäre es sehr lieb, wenn hier Ratschläge gegeben werden, daß dann derjenige darauf hinweist, daß es für denjenigen oder diejenige die bessere Wahl ist und nicht geschrieben wird, daß eine OP besser ist als eine RJT. Mich hat das bei meiner Entscheidung damals sehr verunsichert, besonders wegen meinem Kinderwunsch.
Liebe Grüße, Karin.
Petra (Ffm)
06.09.02, 10:11
Hallo Karin,
verunsichern wollte ich überhaupt niemand - ich habe nur einen Artikel reingestellt, den ich gefunden habe und einen Arzt zitiert.
Mir fiel die Entscheidung OP oder RJT auch nicht leicht und ich habe mit sehr vielen Leuten gesprochen, viel gelesen und dann die für mich akzeptable Entscheidung getroffen.
Man sollte die Angst vor einer OP genauso ernst nehmen, wie die Angst vor einer RJT. Und entscheiden, was für einen anderen das Richtige ist, kann ich hier vom PC aus sowieso nicht. Aber beide Methoden haben ihre Risiken und die sollten nicht unerwähnt bleiben.
Liebe Grüsse
Petra
Hi, Petra,
jetzt kommen wir aber von einem zum anderen Thema. Das eine ist die Frage, ob die RJT wirklich geeignet ist für die Behandlung von MB oder Schilddrüsenüberfunktion, das andere, ob die RJT ein Kind schädigen kann.
Sicherlich sind Strahlen nicht unschädlich, sicherlich ist jedem klar, daß sie schädlich sind, ganz sicher weiß fast keiner, welche Strahlen in welcher Dosis wem nach wie vielen Jahren wie schaden - außer eventuell den Leuten, die damit beruflich zu tun haben.
Wie ich nicht dem erstbesten Arzt glaube, glaube ich auch nicht der nächstbesten Studie - zumindest würde ich mal schauen, wer sie in Auftrag gegeben hat.
Wogegen ich mich wehre ich das undifferenzierte und panikmachende "Rjt ist schlecht fürs ungeborene Kind" das im Umkehrschluß auch bedeutet "wer ´ne RJT hatte sollte kein Kind mehr bekommen" - das sich einfach nicht belegen läßt, das aber mit einer derartigen Vehemenz hier durchs Forum und durch die öffentliche Meinung geistert, daß es mich immer wieder erschreckt. Ist wie die Story mit der Spinne in der Yuccapalme (oder dem Eisengehalt im Spinat): wenn es genügend Leute erzählen, glaubt man es irgendwann ohne noch den Wahrheitsgehalt nachzuprüfen.
Jule
Hallo Ihr Lieben!
Mich beschäftigt die Frage auch sehr! Meine Hausärztin hat mich allerdings über nichts aufgeklärt (wechsle jetzt auch den Arzt), obwohl ich im "besten" Alter bin.
Bei mir wurde MB vor etwa 7 Wochen diagnostiziert. Ich habe gelesen, man soll die Medikamente gg. SD-Überfunktion ca. 1 Jahr nehmen, bevor ausgesetzt wird. In der Zeit darf man ja aber auch nicht schwanger werden, weil die Gefahr eines Rückfalls besteht. Wäre es da nicht besser, die SD gleich zu entfernen?
Rein statistisch gesehen kehrt doch die Überfunktion sowieso zurück. Und eine RJT sollte man mit Kinderwunsch auch nicht machen, obwohl sie narbenfrei ist.
Also, was sagt Ihr dazu????
Liebe Grüße
Kerstin
Hallo Jule,
ich habe das auch im Buch gelesen. Eine Op wird allen Frauen empfohlen, die dringenden Kinderwunsch haben, währenddessen von einer RJT abgeraten wird, da die Strahlung ja doch einige Zeit im Körper bleibt, weswegen man mind. 6 Mon. nach Beendigung der RJT mit der Schwangerschaft warten soll.
Gruß Kerstin
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