Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : jod bei kindern
marialiisa
26.05.02, 22:51
ich habe ein problem. bei der diskussion unten ging es darum, bei babies jod grundsätzlich zu vermeiden. aber: deutschland ist ein jodmangelgebiet. bei MB ist jod nicht gut, schon klar. aber die allermeisten schilddrüsenprobleme in deutschland resultieren aus JODMANGEL. ist es da wirklich ratsam, den kindern kein jod zu geben aufgrund der (nicht allzugroßen) wahrscheinlichkeit, dass sie auch MB bekommen könnten? oder ist die gefahr, dass sie aufgrund des jodmangels eine unterfunktion mit kropf entwickeln nicht viel größer? die gesunde schilddrüse BRAUCHT jod. bekommt ein kind nicht das notwendige jod und es entwickelt sich daraus eine unterfunktion, kann das zu erheblichen entwicklungsstörungen führen. welches risiko ist größer? dass das kind aufgrund des jods MB bekommt oder die in deutschland nunmal typische unterfunktion aufgrund von jodmangel?
gruß, eine ratlose (mutter) liisa
Hallo Liisa,
daß Deutschland ein Jodmangelgebiet ist, bezweifelt inzwischen sogar Prof. Hotze, seineszeichens SD-Spezialist.
Zum einen ist die Theorie der steinzeitlichen Auswaschung der Böden völliger Humbug. Aber nehmen wir mal an, daß dies tatsächlich so wäre: ißt Du nur Obst und Gemüse aus Deutschland? Kiwis enthalten von Natur aus sehr viel Jod, Fisch ebenfalls, Erdbeeren kommen aus Neuseeland, Birnen aus Chile, Orangen aus Spanien... unser Obst/Gemüse kommt inzwischen aus aller Herren Länder - sollen die alle von Jodmangel betroffen sein?
Zu guter letzt ist die Jodierung von Nahrungsmitteln inzwischen sehr weit fortgeschritten. Nicht nur, daß sich die ganzen Nahrungsmittelkonzerne groß "Gesundheit" auf die Fahnen geschrieben haben, und alles nur noch mit Jodsalz herstellen (Brot, Fertiggerichte, Würzmittel, Wurst/Käse...), auch Tiere bekommen Futter, daß teilweise extrem mit Jod angereichert wurde, Euter werden zur Desinfektion mit Jod abgewaschen, welches so in die Milch kommt.
Bei den SD-Krebslern findest Du unter den FAQs eine Liste mit Jodhaltigen Getränken, schau Dir da mal an, was alleine Clausthaler für einen Jodgehalt hat.
Wenn es Dich interessiert, kann ich Dir noch ein interessantes Kapitel aus einem Buch mailen, das sich mit dem Jodmangel-Irrtum beschäftigt.
Viele Grüße
Kerstin
Hallo Lisa,
wir haben das Jodsalz seit einigen Jahren aus unserem Haushalt verbannt und es durch natürliches Meersalz für die Salzmühle und normales Haushaltssalz zum Streuen ersetzt, da ich auch davon ausgehe, das man heutzutage große Mengen unfreiwilliges Jod in den Lebensmitteln zu sich nimmt. Als unser Kind Baby war, haben wir es mit selbstgkochten (Bio-) Kartoffeln, Reis und (Bio-) Gemüse ohne Jodsalz ernährt. Heutzutage achten wir darauf, dass ab und zu Fisch auf den Tisch kommt. Da man der unfreiwilligen Jodierung kaum entgehen kann, braucht man sich über einen Mangel bestimmt keine Gedanken zu machen, und eine "Unterfunktion" würdest du bestimmt nicht übersehen, weil sie sich ja in bestimmten Symptomen äußert.
Nur Mut! Margarete
>ich habe ein problem. bei der diskussion unten ging es darum, bei babies jod grundsätzlich zu vermeiden. aber: deutschland ist ein jodmangelgebiet. bei MB ist jod nicht gut, schon klar. aber die allermeisten schilddrüsenprobleme in deutschland resultieren aus JODMANGEL. ist es da wirklich ratsam, den kindern kein jod zu geben aufgrund der (nicht allzugroßen) wahrscheinlichkeit, dass sie auch MB bekommen könnten? oder ist die gefahr, dass sie aufgrund des jodmangels eine unterfunktion mit kropf entwickeln nicht viel größer? die gesunde schilddrüse BRAUCHT jod. bekommt ein kind nicht das notwendige jod und es entwickelt sich daraus eine unterfunktion, kann das zu erheblichen entwicklungsstörungen führen. welches risiko ist größer? dass das kind aufgrund des jods MB bekommt oder die in deutschland nunmal typische unterfunktion aufgrund von jodmangel?
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>gruß, eine ratlose (mutter) liisa
Hallo Lisa,
eine Hypothyreose kann sich aufgrund von extremem Jodmangel bilden. Dieser wurde auber für Deutschland nie behauptet. Heute sind alle Lebensmittel so hoch jodiert, dass garantiert keine Jodmangel mehr entsteht. Insbesondere Baby- und Kindernahrung ist stark jodiert.
Eine Hypothyreose kann aber auch aufgrund eines Jodexzesses entstehen. Die SD eines Ungeborenen ist in der Lage sich mit Hilfe des Wolff-Chaikoff-Effektes gegen zu viel Jod zu wehren und blockiert die Jodaufnahme komplett. Wird kein Jod mehr aufgenommen entsteht aber eine UF. Beim gesunden Erwachsenen wird dieser Effekt nach 10-14 Tagen durch das Escape-Phänomen aufgehoben. Die SD läßt wieder Jod durch. Ab welchem Alter beim Kind dieses Phänomen zum Tragen kommen kann ist unbekannt, vermutlich auch individuell verschieden. Wird aufgrund des Escape-Pänomens zu viel Jod zur SD durchgelassen, ist eine ÜF möglich.
Schöne Grüsse
Edda
...warum Hartnäckigkeit so wichtig ist.
Hier ist zwar eigentlich die Andere Fraktion der SD Erkrankungen aber gerade ob Jod bei Kindern Sinvoll ist ist nicht nur aus dem MB Aspekt heraus zu sehen.
Diesen Beitrag habe ich im Hashi-Forum veröffentlicht.
Ich glaube jedoch, daß er auch in diese Forum durchaus hinein Passt.
Hallo!
Einige hier wissen ja, daß ich Hashimoto habe und auch eine Tochter, bei der zwar kein Hashimoto oder sonst eine SD Erkrankung nachgewiesen wurde, die aber sämtliche Symptome einer UF zeigt. Auf unser Drängen hin erhielt unsere Jüngste dann SD Hormone und die scheinen ihr auch zu helfen. Bei Kindern ist es ja besonders wichtig, daß kein Mangel an SD Hormonen besteht da hier sonst bist zur dauerhaften geistigen Behinderung alles passiern kann.
Was nicht so viele hier wissen, ist, daß auch meine Frau vermutlich Hashi hat.
Sie hat zwar genau wie unsere Jüngste keine Antikörper aber ihre SD die vor ca. 11 Jahren etwas vergrößert war hat inzwischen nur noch eine Größe von 6 ml.
Da bei ihr auch keine hohen TSH Werte oder FT3/FT4 Werte außerhalb der Norm gefunden wurden ist auch bei ihr die Behandlung mit SD Hormonen nur auf unser Betreiben(bis zum Selbstversuch ohne Arzt) zustande gekommen.
Wie auch einige wissen bin ich Vater von 3 Mädchen. Natürlich haben wir auch die beiden Gesunden immer wieder untersuchen lassen. Beide sind schlank bis sehr schlank und eine gewisse Trägheit den Anweisungen der Eltern gegenüber ist ja auch normal.(Welches Kind springt bei der Auffprderung das eigene Zimmer aufzuräumen schon begeistert und voller Elan auf?)
Bei unserer mittleren Tochter( jetzt 8 Jahre alt) fingen sich in letzter Zeit jedoch immer mehr Symptome an zu häufen. Sie hatte mehr oder weniger schon seit Jahren immer Durchfall. Sie ist sehr lebhaft und Energiegeladen, kommt in der Schule gut mit und hat leider auch massive Stimmungsschwankungen, die uns als Eltern bis an die Grenze unserer Belastbarkeit bringen. In letzter Zeit kam noch eine zunehmende Appetitlosigkeit hinzu. Mit 135 cm Körpergröße ist sie normal groß mit 28 kg etwas untergewichtig. Mehrfach sprachen wir unseren Arzt insbesondere auch wegen des Durchfalles an. Mehrfach wurde deswegen auch ihr Blut untersucht. Nie wurde etwas gefunden. Innerhalb des letzen Jahres wurde ihr drei mal Blut entnommen. Immer wurde festgestellt, daß das Cholesterin grenzwertig hoch ist. Das TSH wurde mit 3,99 und 2,71 als normal eingestuft da sie ja vom Körperbau und ihrer Lebhaftigkeit augenscheinlich keine UF hat.
Jetzt war ihr TSH Wert 3,65. Da sich innerhalb des letzten Jahres unserwissen nicht zuletzt durch dieses Forum erheblich erweitert hat waren uns diese 3,65 natürlich zu hoch. Darauf hin meinte der Arzt, er würde da aber noch keine Hormone geben, man könnte ja mal mit Jod arbeiten. Aufgrund meines Einwandes - Ich habe doch Hashi und da gibt es doch durchaus eine erblich Komponente und bei Haschi wäre doch Jod gar nicht gut hat er sich dann bereiterklärt, unsere Tochter zum Nuklearmediziener zu überweisen. Diese Untersuchung war am Freitag.
Leider konnte ich nicht dabei sein. Nun aufgrund des Körperbaues und der Lebhaftigkeit schien auch er anzunehmen, daß da nichts ist.
Er schaltet also sein Ultraschallgerät ein, schmiert den Hals meiner Tochter mit Kontaktgel ein, setzt den Prüfkopf auf, Schaut auf den Monitor und sagt ganz erschreckt:"UPS das ist aber ganz eindeutig Hashimoto". Ohne weitere Blutuntersuchungen hat er sofort SD Hormone verordnet.
Eine Woche 12,5 µg 2 Wochen 25 µg 3 Wochen 37,5 µg und dann 50 µg. In Drei Monaten Blutkontrolle mit Antikörperbestimmung.
Aufgrund dieser Erfahrung möchte ich allen Hashi‘ Eltern empfehlen sich nicht mit einer einfachen Blutkontrolle zufrieden zu geben, wenn sie selbst Hashimoto haben. Hashimoto besteht lange bevor die Schilddrüse soweit zerstört wurde daß die Unterfunktion im Blut sichtbar wird. Je eher aber die SD entlastet wird um so geringer sind die Auswirkungen von Hashimoto
Viele liebe Grüße
Norbert
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