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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : MB und der Sex ;(



Michel
01.10.00, 11:51
Hallo an alle,
bin ein recht frischer Basedowler (Diagnose vor einer Woche; Symptome ein Jahr).
Ich hatte in den letzten kaum mehr Verlangen nach Sex, was mit 40 nicht unbedingt normal ist.
Nach der Diagnose bekam ich Carbimazol, welches auch sehr gut anschlägt.
Ich fühle mich schon Viel besser.
Ein Problem ist aber, dass ich seit ca. 4 Tagen eine so abartige Lust habe, dass ich es kaum mehr aushalten kann und fast arbeitsunfähig bin (lacht nur, ist nicht sehr schön).
Habe gestern mal mit Carbimazol ausgesetzt; war viel besser.
Heute wieder angefangen und alles wieder beim alten.
Hat irgendwer ähnliche Erfahrungen und gibt es alternativen hzu Carbimazol ohne diese Nebenwirkung ;)
Gruß
Michel

Leveke Brakebusch
01.10.00, 18:19
Hallo Michel,
vielen Dank für den mutigen Beitrag, denn dieses Thema ist für viele Basedow Erkrankte wichtig, wird aber aus Scheu meist nicht thematisiert. Die Schilddrüsenhormone beeinflussen auch das sexuelle Verlangen. Carbimazol hat soweit ich weiß keinen direkten Einfluss, sondern nur indirekt indem es die Schilddrüsenhormone reguliert. Die Problem werden langfristig gelöst, wenn sich die hormonelle Situation beruhigt. Sowohl bei Überfunktion als auch bei Unterfunktion werden übrigens unterschiedliche Beeinflussungen des sexuellen Verlangens berichtet.
mfg
Leveke Brakebusch

Silvia
04.10.00, 16:41
Hallo Michel,
ich bin ebenfalls MBlerin. Bei mir wurde MB vor ca. 1 Jahr festgestellt, kämpfe aber schon Jahre damit (keiner wußte was ich habe). In meiner Überfunktions-Phase habe ich nicht genug Sex haben können. Ich war gar nicht "zufrieden zustellen". Seit einem Jahr nehme ich jetzt Carbimazol und urplötzlich war "es" aus und vorbei. Sex was ist das? - frage ich mich jetzt.
Stehe kurz vor einem Auslassversuch und hoffe, dass meine Lust wiederkommt. Wobei ich denke, dass ich im Moment viel zu erschöpft bin für Sex.
MB stellt so ziemlich Dein ganzes Leben auf den Kopf. "Normal" gibt es gar nicht mehr. Ich wünsche Dir viel Kraft und vor allem Geduld (die man haufenweise braucht). Und falls Du eine/n Partner/in hast: auch für er/sie ganz viel Kraft und Geduld. Man sollte die Partner nie vergessen: die leiden mindestens genausoviel wie unsereins und sind doch ganz wichtig für uns.
Silvia