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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : MB + Diabetes / Unterfunktion aber Symptome einer Überfunktion??



Susanne
25.09.00, 20:24
Erst einmal ein grosses Lob für diese Website - sie ist wirklich sehr informativ und umfassend!
Bei mir wurde in diesem Jahr Ende Juni nach dem üblichen Leidensweg endlich MB diagnostiziert.
Inzwischen wurde meine Favistan-Ration auf 10mg reduziert und die zusätzliche Einnahme von L-Thyroxin
Henning verordnet, da ich mich inzwischen bereits in einer Unterfunktion befinde. Die L-Thyoroxin Henning
50 habe ich nach einem Tag abgesetzt, da ich wirklich fast durchgedreht bin, auch als ich dann
überhaupt keine SD-Hormone genommen habe und jetzt schliesslich mit der halbierten Dosis
(wir müssen uns schon nach den Werten richten! sagt die Ärztin..) stehe ich immer noch unter Strom,
bin furchtbar angespannt, hektisch und depressiv sowieso. Die Gefühlsschwankungen sind unglaublich
und auch unglaublich anstrengend. Die Tatsache, dass ich sowieso eher seelisch labil bin, ist hier wohl
auch nicht besonders hilfreich. Aber trotzdem sind meine Reaktionen vollkommen übertrieben. Ist es nur
eine Frage der Zeit, bis sich alles eingependelt hat? Eigentlich war ich auf Stellensuche, fühle mich aber
inzwischen vollkommen unfähig, derartigen neuen stress auszuhalten...
Momentan sind meine Augen laut sonographie nicht betroffen, aber ab und an drücken und schmerzen sie
schon - besonders wenn ich mich aufrege. Verstehe daher nicht, warum man an der Uni-Klinik Frankfurt
meint, eine RJT wäre das Beste, falls ein Auslassversuch nicht klappen sollte...schliesslich kann mir nie-
mand garantieren, dass die Augen davon nicht schlimmer werden. Da ich grundsätzlich psychisch nicht
besonders belastbar bin, habe ich ehrlich gesagt auch nicht viel Hoffnung, dass ein Auslassversuch auf Dauer
Erfolg haben wird. Warum also das ganze? Ich gebe zu, vor einer operation graust mir schon (als Diabetikerin
ist das auch alles etwas komplizierter) aber wäre das langfristig nicht das sinnvollste? Schliesslich sind für
mich als Diabetikerin aufgrund des negativen Einflusses auf den Blutzuckers Kortisonbehandlungen
auch nicht empfehlenswert...Und überhaupt, diese Krankheitskombination! Angeblich kommen dieses
zwei Autoimmunkrankheiten sehr häufig gemeinsam vor - würde mich daher über diesbezüglichen
Erfahrungsaustausch sehr freuen!
Susanne

Eva
27.09.00, 21:40
Hallo Susanne, habe nach 10 Jahre MB im August RJT gehabt. SD bereits zerstört und nehme Hormone. Ich kann Dir - vor allem im Hinblick auf die psychischen Beschwerden - nur zu einer RJT raten. Die Diabetisprobleme hatte ich auch, mal zu hohen aber vor allem häufig zu niedriger Zuckerwert. Auch ich habe mehrfach darüber gelesen, dass Diabetis und SD-Autoimmunerkrankungen gemeinsam einhergehen. Schon aus diesem Grunde kann ich Dir nur eine schnellstmögliche definitive Therapie raten. Ob nun RJT oder OP, das muss jeder für sich entscheiden. Meine Augenprobleme sind übrigens nicht schlimmer geworden. Habe 1 Woche 20 mg Cortison und 3 Wochen 5 mg genommen. Die Einstellungsphase war - aufgrund der Geschwindigkeit - psychisch und körperlich ziemlich hart. Mittlerweile habe ich aber zumindest eine psychische Lage erreicht, mit der es sich leben läßt. Die körperlichen Schmerzen und die Abgeschlagenheit nehmen ab, es gibt tatsächlich Tage, an denen nichts weh tut. Außerdem zeigt sich häufig eine Ausgeglichenheit, die ich lange vermisst hatte. Ich war übrigens nicht einen Tag krankgeschrieben. Von daher war der Körper schon ziemlich gebeutelt. Bis auf Konzentrationsprobleme und Müdigkeitseinbrüche geht es jetzt kontinuierlich berg auf. Ich kann nur zur definitiven Therapie raten. Alles Gute, liebe Grüße Eva

MichaelS
15.10.00, 20:00
>Erst einmal ein grosses Lob für diese Website - sie ist wirklich sehr informativ und umfassend!
>
>Bei mir wurde in diesem Jahr Ende Juni nach dem üblichen Leidensweg endlich MB diagnostiziert.
>Inzwischen wurde meine Favistan-Ration auf 10mg reduziert und die zusätzliche Einnahme von L-Thyroxin
>Henning verordnet, da ich mich inzwischen bereits in einer Unterfunktion befinde. Die L-Thyoroxin Henning
>50 habe ich nach einem Tag abgesetzt, da ich wirklich fast durchgedreht bin, auch als ich dann
>überhaupt keine SD-Hormone genommen habe und jetzt schliesslich mit der halbierten Dosis
>(wir müssen uns schon nach den Werten richten! sagt die Ärztin..) stehe ich immer noch unter Strom,
>bin furchtbar angespannt, hektisch und depressiv sowieso. Die Gefühlsschwankungen sind unglaublich
>und auch unglaublich anstrengend. Die Tatsache, dass ich sowieso eher seelisch labil bin, ist hier wohl
>auch nicht besonders hilfreich. Aber trotzdem sind meine Reaktionen vollkommen übertrieben. Ist es nur
>eine Frage der Zeit, bis sich alles eingependelt hat? Eigentlich war ich auf Stellensuche, fühle mich aber
>inzwischen vollkommen unfähig, derartigen neuen stress auszuhalten...
>
>Momentan sind meine Augen laut sonographie nicht betroffen, aber ab und an drücken und schmerzen sie
>schon - besonders wenn ich mich aufrege. Verstehe daher nicht, warum man an der Uni-Klinik Frankfurt
>meint, eine RJT wäre das Beste, falls ein Auslassversuch nicht klappen sollte...schliesslich kann mir nie-
>mand garantieren, dass die Augen davon nicht schlimmer werden. Da ich grundsätzlich psychisch nicht
>besonders belastbar bin, habe ich ehrlich gesagt auch nicht viel Hoffnung, dass ein Auslassversuch auf Dauer
>Erfolg haben wird. Warum also das ganze? Ich gebe zu, vor einer operation graust mir schon (als Diabetikerin
>ist das auch alles etwas komplizierter) aber wäre das langfristig nicht das sinnvollste? Schliesslich sind für
>mich als Diabetikerin aufgrund des negativen Einflusses auf den Blutzuckers Kortisonbehandlungen
>auch nicht empfehlenswert...Und überhaupt, diese Krankheitskombination! Angeblich kommen dieses
>zwei Autoimmunkrankheiten sehr häufig gemeinsam vor - würde mich daher über diesbezüglichen
>Erfahrungsaustausch sehr freuen!
>
>Susanne
>
>
hallo Susanne !
seit drei jahren bin MBler sozusagen, und seit einem jahr ebenfalls auf L-thyroxin umgestellt worden, musste auch diese hormondosis verringern, gleichen symptome wie du , dennoch glaube ich seit ich vorige woche auf diese seiten gestoßen bin - wir haben grund zur hoffnung auf mehr stabilität, wichtig sind die informationen z.Bsp. das die TRAK-werte gemessen werden müssen und sagen können, ob noch MB vorhanden oder nur Überfunktion autonom, meine TPO werte liegen bei 2100 ? waren schon mal weniger. Am wichtigsten finde ich aber die erkenntnis , dass diese fehlgeleiteten Antikörper, die die entzündung u. Überfunktion erzeugen auch wieder zerstört werden können, dazu braucht der körper sehr viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente um Enzyme zu bilden, werde in dieser richtung dran bleiben, siehe HeyneVerlag - ENZYME - von Dr. Wilhelm Glenk u. Dr. Sven Neu für ganze 14.90 DM ist sein geld wert, geht auch auf diabetes ein !!!
wünsch Dir das Beste viele Grüsse Michael