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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neue Karte der Krankenkasse....mit gespeicherten Gesundheitsdaten ????



Shirleen
30.03.12, 22:09
Hallo,

die Krankenkasse hat mir heute einen Brief geschickt, sie will meine Krankenkassenkarte durch eine neue Gesundheitskarte ersetzen, auf der nach und nach diverse Daten durch Ärzte gespeichert werden können....

Im Notfall ist das sicher eine feine Sache, wenn dort Blutgruppe, Allergien etc gespeichert sind.....soweit ist das verständlich....
Ich stelle mir aber nun als Fehldieagnosen-und Ärztewechsel-geplagte SD-Patientin die Frage, ob so eine Karte nicht auch äussert nachteilig sein kann.....

Bisher habe ich wenn mir ein Arzt inkompetent vorkam oder unverschämt wurde einfach den Arzt gewechselt.....
Das war auch gut so, sonst hätte ich - wenn auch erst nach diversen Jahren - nie eine anständige Diagnose bekommen...und schon gar keine kompetente Behandlung...
Man kann ja als Patient nun mal leider nichts dazu, dass es eine Menge Ärzte gibt, die entweder keine Ahnung haben oder SD-Probeleme ignorieren...was anderes wie den Arzt wechseln bleibt ja oft nicht...

Wenn aber jetzt alle möglichen Ärzte irgendwelche Daten auf so einer Karte speichern können....weiss doch jeder Arzt wo ich schon war und was der Kollege vorher hinterlassen hat...

Wenn das in der Vergangenheit so gewesen wäre, hätte mich sicherlich manch Arzt nicht unvoreingenommen untersucht und eigene Blutproben in Auftrag gegeben...


Wie seht ihr das denn ??
Teil jemand meine Bedenken ??
Kann man so eine Karte verweigern ??

vg

c.schnuffelblau
30.03.12, 22:39
Hallo Shirleen,
in dem Heftchen der TK steht, daß man selbst entscheiden kann, welche Infos darauf gespeichert w erden udn welche nicht.
Mit dieser Option ist es doch okay.
LG, Christiane

Shirleen
30.03.12, 22:43
Hallo,
naja...ob das so funktioniert....man hat ja keine Möglichkeit das zu überwachen....
man kann ja selber die Karte nicht auslesen...wie soll man kontrollieren was da drauf ist ?
vg

c.schnuffelblau
30.03.12, 22:53
Na, indem man die Arzthelferin fragt was da gespeichert ist.

Shirleen
30.03.12, 23:34
das halte ich für wenig praktikabel....
soll die dann alles löschen was einem nicht passt ??

c.schnuffelblau
31.03.12, 08:50
Deine Frage war doch, wie man erfährt, was da drauf ist.
Daß da Sachen drauf sind die man dort nicht haben will, ist ja was anderes. Davon gehe ich erstmal nicht aus. Und WENN da Dinge sein sollten die ich nicht drauf haben will, ja, dann kann sie die doch löschen. Vermutlich sind es ja auch die Arzthelferinnen die die Dinge eingeben, oder?
Wenn es der Arzt sein sollte, dann ist das eben der Ansprechpartner.

Silent Pain
31.03.12, 10:01
Bis jetzt ist auf der Karte nichts gespeichert was vorher auch schon war. Noch braucht man keine Panik haben.
Was alles noch so kommt weiss ich nicht, ich kann mir allerdings nicht vorstellen das Daten gespeichert werden ohne
voherige Zustimmung des Patienten.
Was ich nicht verstehe, dass Ärzte das neue Einlesegerät selbst kaufen müssen. Denn mein HA kann mit der neuen
Karte nichts anfangen und er hat es noch nicht geschafft oder hat so wenig Geld keine Ahnung ein neues Einlesegerät
zu besorgen. Wie ist das bei Euch?

LG Silent

Hippipilz
31.03.12, 10:16
Hallo

hier gibt es Info's

http://www.patientinformiertsich.de/aktionen/details.php?msgid=302

und

http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?1176473-Foto-und-die-neue-Gesundheitskarte

LG Hippi

Silent Pain
31.03.12, 10:48
Ich wollte ja eigentlich dagegen angehen, mein Mann hat leider alles eingeschickt:_o:

Fluffhase
31.03.12, 11:09
Ach das mit dem Foto auf der Karte und den ganzen Pi Pa Po hatte ich vor einem Jahr schonmal. Wir haben die Fotos nicht eingeschickt. Ich dachte mir nur, jetzt gehts ja wohl los.... Die KK hat uns zwar noch 2x aufgefordert aber dann kam nichts mehr. Ich sehe doch nicht ein, da ein Foto draufzuklatschen! Für was? Ich finde diese Überkontrolle langsam ziemlich krass.

Genauso mit den Daten. Ansich ist es nicht schlecht die Blutgruppe und evtl die Impfungen hineinzuschreiben, wie lange was her ist, ok. Aber den gesamten Krankheitsverlauf finde ich einfach nicht ok. Es gibt genug Leute die ein Haufen Fehldiagnosen haben und ständig mit irgendwelchen Zeug behandelt wurden.

Ich habe damals vom Klinikum meinen Brief bekommen was sie alles untersucht hatten und was für "Befunde" darauf standen. Allein die Tatsache das ich schon unter "labil" eingestuft wurde, fand ich schon mehr als krass. Klar ist man labil, wenn man nichts rausfindet und überall hinrennt. Jetzt steht das noch in deiner Karte drin. Was hat der Arzt da wohl für einen Eindruck? Ach, da kommt eine, die ist neben der Kappe, der kann ich jetzt was erzählen das alles ja nicht schlimm ist etc, schließlich ist die psychisch nicht ganz auf den Damm. Klasse Sache.

Ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, dass die angeblichen Informationen, die sie nur reinschreiben stimmen. Wie will man das kontrollieren? Eine Arzthelferin sagt dir bestimmt nicht jeden Befund auf und welche Meinung dazu getackert ist. 1. mal kostet das ja auch Zeit und 2. mal schätze ich das da trotzdem nicht alles rauskommt. Man könnte sich ja aufführen. ;-)

Für mich klingt das eher so, dass die Leute jetzt alles vereinfacht wollen, nur um eine schnelle Diagnose führen zu können, egal was man schon alles hinter sich hat. Die werden ja regelrecht auf die falsche Fährte geschupst und alle können schön kontrollieren, was du denn das ganze Jahr so über machst. Ne danke, scheint ja für die KK sehr interessant zu sein. Ist ja logisch, was treibt denn die Patientin das ganze Jahr und was ist passiert? Braucht die das überhaupt? Können wir da nicht Geld sparen? Ich kriege langsam das kotzen...

Katzenmuddi
31.03.12, 11:15
Ich werde es genau so machen :) Bin ja sowieso ein sehr wehrhafter Bürger.

Shirleen
31.03.12, 18:00
ja genau...die Fehldiagnosen ...die kann dann jeder Arzt einsehen...und hat schon eine vorgeprägte Meinung...da habe ich keine Lust drauf...
Ich hab in meiner SD-Vergangenheit so viele bescheuerte Diagnosen gehört...wenn ich mir vorstelle, dass sich die alle auf so einer Karte gesammelt hätten....
Bzw...ggf würde sich ja gar nichts mehr sammeln weil der nächste Doc gleich sagt ach seh ich schon auf Ihrer Karte..Sie bilden sich ein was an der SD zu haben...jaja....
Blutgruppe etc. seh ich ein.....

Wapiti
31.03.12, 18:16
Bin auch absolut gegen die Datensammelei, wenn es wenigstens was nützliches wäre wie
Arzt kann sozusagen ein Dauerrezept für ein Jahr drauf kopieren damit man nicht
alle viertel Jahr 10 Euro in der Arztpraxis hinblättern muss wen es einem sonst gut geht.
Wenn sich was ändert an der Gesundheit geht man ja eh zum Arzt und läßt es ändern.

Aber wenn ich dran denke was da manch ein Arzt schon draufgeschrieben hätte und beim
Arztwechseln wird es einem zum Verhängnis wie schon oben manche geschildert haben, nein danke, kann ich drauf verzichten.

Katzenmuddi
31.03.12, 20:43
Das wird irgendwann darauf hinauslaufen, dass man bei einer Einstellungsuntersuchung bei einem neuen Arbeitgeber nur noch seine Gesundheitskarte abgeben muss - freiwillig natürlich ;)

Miezi
31.03.12, 20:45
Ich habe schon 8 Schreiben in den Müll gefeuert. Sobald alle die Karte haben, wird das Speichern nicht mehr freiwillig sein, da bin ich mir sicher. Es wird jetzt nur netter verkauft...
Alte Karten werden erst mit Ablaufdatum oder vollzogener flächendeckender Einführung der EGK ungültig, lasst euch keine Angst machen.

Im Steuerbereich wurde ein System, was auch elektronisch übermittelt wurde wieder eingestampft. Zu unsicher, hackbar.

Was, wenn zukünftige Arbeitgeber sich irgendwo euren Datensatz mit eurer Krankheitsgeschichte illegal kaufen? In den USA haben AG angeblich schon nach Facebook-Passwörtern gefragt um zu gucken, wie man so drauf ist.

Wehret den Anfängen. Es darf nicht sein, dass so sensible Daten irgendwann zentral gespeichert werden.

Also: Brief schreiben oder Fotoanforderung im Müll versenken. Die alten Karten sind noch lange gültig. Läuft eure ab, fordert einfach eine neue alte Karte an. Solange es mit der alten irgendwie geht und man neue alte bekommt, sollte man schön die Finger von der EGK lassen, die bringt nur Ärger.

Edit: Katzenmuddi, genau. Die Lesegeräte kann JEDER legal im Internet kaufen.

Fluffhase
31.03.12, 20:54
Ja "netter verkauft" ist echt der richtige Ausdruck... Ehrlich gesagt können die mich erstmal und da können die bei mir auf Granit beißen. Solange ich nicht MUSS ist mir das egal. Ich finde es eine Frechheit wie langsam alles mit den Daten so "eingeschlichen" wird. Und langsam wird es auch richtig bedenklich. Ich möchte nicht wissen was man von mir schon alles herausfinden kann, trotz das man alles ausstellt, abstellt etc...

Ich habe zwar Anfang des Jahres meinen Job aufgegeben (gut er war nicht der Beste der Welt und super bezahlt war er schon dreimal nicht... ;-)) bis endlich Hashi bei mir diagnostiziert wurde, weil ich nur noch am Boden war. Ich möchte ehrlich gesagt nicht, dass das mein nächster zukünftiger Arbeitgeber erfährt. Die nehmen doch keinen mehr, sobald sie hören man ist unheilbar krank. Alles muss man ja auch nicht wissen! Das bleibt immer noch mir überlassen, wem ich was erzähle. Das beunruhigt mich wirklich, dass man diese Scanner einfach so kaufen kann... Tolle Zukunft, man ist vor nichts mehr sicher und wird regelrecht "nackt ausgezogen".

Arsaneus
01.04.12, 11:18
Sehe ich auch so. Technisch gesehen sind die Karten genormt und der Besitz der Lese-/Schreibgeräte ist genauso erlaubt wie der Besitz eines Scanners, Druckers oder einer Tastatur.

Daten wie Allergien, Blutgruppe, Impfungen: Top!
Daten wie Diagnosen, aufgesuchte Ärzte, oder gar Vermutungen über den Geisteszustand des Patienten: No-Go!

Am besten ist daher:
1. Neue Karte bekommen wo keine Daten drauf gespeichert sind (also frisch von der Krankenkasse erhalten)
2. Bei jedem Arztbesuch erst fragen, was gespeichert wird, dann Karte rausrücken, und dann zeigen lassen was gespeichert wurde.
3. ggf. mit eigenem Kartenleser kontrollieren (oder gar korrigieren, aber da weiß ich nicht ob es legal wäre)

Daher ist es besser, sensible Daten gar nicht erst zu speichern, als sie nachträglich zu korrigieren. Also direkt an der Quelle ansetzen und Sprechstundenhilfen belagern.