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Nike
12.02.12, 17:57
Wie seit ihr mit der Angst vor der Total-Entfernungs-Op umgegangen?
Das frag ich mich gerade...

Ich befasse mich wegen meinem Werte Hin-& Her nun tatsächlich freiwillig mit einer OP. Das Problem ist nur, dass mir meine Angst- und Panikerkrankung dabei ganz schön einen Strich durch die Rechnung macht. Ich verliere immer wieder den Blick zur Realität..... ich habe mir dummerweise ein Video der OP auf youtube angeguckt - nicht sehr förderlich.

Ich habe eine Sauangst.... Angst meine Tochter, meinen Mann, ja meine Familie nicht wieder zu sehen, nicht in unser neues Eigenheim einziehen zu können, einfach Angst die OP nicht zu überleben. Blöd oder?

Jetzt brauch ich vielleicht einfach ein bisschen Unterstützung von Euch, die ihr die OP schon überlebt habt

Wie gross war Eure Angst vor der OP, hat jemand von Euch sonst auch mit Panikattacken zu tun? Wie habt ihr Euch bis zum OP-Termin durchgehangelt? Wie war es am OP-Tag?

Wovor hattet ihr konkret Angst? Bei mir ist es z.B. so, dass ich noch die eine Narkose hatte - das allein flöst mir schon wahnsinnige Panik ein.... Dann hab ich schon Schiss diese LMAA-Tablette zu schlucken ( alles was ich sonst runterbekommen hab war Paracetamol und eben phasenweise mein LT )....Dann hab ich unheimlich Bammel davor, dass ich mich da voll zum Deppen mach....ich hab Angst nach der Narkose erbrechen zu müssen und dass dann die frische Naht wieder aufgeht....und davor, dass eventuelle Nachblutungen auftreten, die das womöglich nicht rechtzeitig entdeckt wird...... HORROR pur...aber im Grunde WILL ich diese OP.

Ich habe hier schon so viel gelesen und bin immer wieder überrascht wie viele doch recht gelassen zurückblicken.....aber bei mir ist bestimmt alles anders ist dann schnell der zweite Gedankengang.

Ich habe eine Therapeutin an meiner Seite, die werde ich auf jeden Fall noch mit meinem Problem belagern, aber die Risiken kann man sich auch einfach nicht schön reden......

Also kurzum: Wie habt ihr es geschafft dieser Angst entgegenzuwirken....wie gross sind tatsächlich die Wahrscheinlichkeiten an solch einem Eingriff zu sterben??

Man, ich schäm mich fast dafür wie sehr ich mich anstelle

Ich hab auch im Basedow-Bereich geschrieben, weil ich ja ein Mischwesen bin - deshalb nicht wundern bitte!

Schnucki2406
12.02.12, 21:19
Hallo Nike!

Also erstmal finde ich, Du machst Dich nicht lächerlich. Ich wurde vor 3 Monaten operiert und hatte mit den gleichen Ängsten zu kämpfen.
Ganz ehrlich? Ich habe mein Testament gemacht. Nicht einmal, weil ich Angst hatte zu sterben, sondern weil ich das Gefühl hatte, bestimmte Dinge vorher regeln zu müssen. Habe auch zwei kleine Kinder und vor einem Jahr erst ins Eigenheim gezogen,... und jetzt das.

Im Nachhinein muss ich sagen, geht es mir was HT anbelangt - bis jetzt zumindest (klopfe auf Holz)- besser. Die OP dauerte 3 Stunden, (hatte auch kalte Knoten und eine Zyste). Die Narkose habe ich nicht gut vertragen, das erste was ich im Aufwachraum gemacht habe, war ins Bett zu k....... :biggrin: und danach war mir halt noch ne Weile übel. Aber hey, Du bist da eh noch neben Dir und ich denke für die Leute da ist das echt nicht schlimm. Das LMAA-Mittelchen gab es bei mir als "Saft". Also keine Angst wegen Schlucken.
Meine Narbe ist bereits schon fast nicht mehr sichtbar (wäre ich nicht so ein Bleichgesicht würde man gar nichts mehr sehen). Hatte keinerlei Blutergüsse oder Schwellungen. Mein rechtes Stimmband war gelähmt - dadurch war ich die ersten Wochen total heiser, aber jetzt ist die Stimme wieder voll da.

Die Angst kann ich Dir leider nicht nehmen, aber Du schaffst das ganz bestimmt und hinterher denkst Du auch - war gar nicht so schlimm.
Wichtig ist auch, hinterher nicht schwer zu heben oder Dich gleich wieder in die Arbeit zu stürzen.
Kopf hoch und alles Gute wünscht Dir

Schnucki

Nike
12.02.12, 21:30
Danke Schnucki ( ha so heisst mein Kuscheltier aus Kindertagen :-) )

Haben die Ärzte dir denn eigentlich hinsichtlich der Gefahr, dass die Narbe aufgehen könnte, wenn Du erbrichst, was gesagt? Das wäre dann ja wieder meine Sorge..... und eben auch, dass man nicht rechtzeitig bemerkt, wenn ich z.B. Nachblutungen habe...

Ich habe keine Angst die Pille zu schlicken, also nicht wegen dem schlucken, sondern wegen den Wirkungen die danach eintreten....Nebenwirkungen, Panik, oder oder oder ;-)

Schnucki2406
12.02.12, 21:45
Hallo Nike!

Nein, darüber wurde mir gar nichts gesagt, nur dass ich nicht heben soll und nicht gleich die Narbe cremen, nicht in die Sonne und so.
Muß im Nachhinein auch sagen, dass ich froh bin, dieses Forum vor der OP gefunden zu haben, wo ich echt mehr Infos bekam, als von den Ärzten selber.

Zum Beispiel das Thema "Nebenschilddrüsen". Habe vor dem Eingriff die Assistenzärztin gefragt "geben Sie bitte auch besonders auf die NNS acht, ja"? Sie meinte dann bloß "ach, die sind so klein, das merkt man gar nicht, wenn die mit rausgehen". Der Chefarzt widerum sagte, dass darauf natürlich geachtet wird - was sie dann auch taten.

Ich bin der Meinung, es ist gut, sich vorher zu informieren, weil viele Ärzte das teilweise eben nicht tun.

Grüße, Schnucki

Victor
13.02.12, 07:32
Bitte hier weiterdiskutieren http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?1180079-Wie-seit-ihr-mit-der-Angst-vor-der-Total-Entfernungs-Op-umgegangen und Themen zukünftig nicht doppelt erstellen (vgl. Forenregeln)

Gruß
Victor
Moderator