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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lang geplante Arzttermine und nun Reha



Nicci
22.10.11, 14:51
Hallo,

ich habe mal eine Frage zu meinen Rechten als Patientin. Ich bin von der Krankenkasse verdonnert worden, einen Antrag auf Reha zu stellen, weil ein Gutachter vom MDK nach 5 Minuten Gespräch der Meinung war, dass meine derzeitigen Beschwerden psychosomatisch sind. Die Hashi-Diagnose wird seit ihrer Stellung durch den Nuk von allen behandelnden Ärzten ignoriert. Aber das nur am Rande.
Diese Woche habe ich zunächst den Bescheid über die Bewilligung und dann den Termin für die Reha bekommen, 3. Januar 2012. Hatte mich gefreut, dass ich nicht in der Vorweihnachtszeit weg muss und das ganze auch nicht so stressig wird, weil ja lange Vorbereitungszeit. Heute kommt ein Brief von der Reha-Klinik, dass auf Drängen der KK eine bevorzugte Aufnahme erfolgt und ich mich zur Verfügung halten soll.
Vor längerem habe ich nun Kontrolltermine beim Augenarzt und bei einem Endo vereinbart, am 08. bzw. 11.11. Wartezeit von 3 Monaten und länger ist ja nix ungewöhnliches bei uns. Augenarzt ist wichtig a) weil ich stark kurzsichtig bin, b) weil ich mir momentan die Augen auskratzen könnte, so jucken und brennen und tränen die. Endo sollte ein Wechsel zu einer neuen Praxis werden in der Hoffnung, dass man da um die Notwendigkeit einer ausführlichen Schilddrüsendiagnostik bei Hashis weiß. Beim Augenarzt komme ich nur als Notfall dran, bei dem neuen Endo möchte ich mich nicht gleich unbeliebt machen, weil ich unbestellt dort auftauche.
Wenn ich jetzt von heute auf morgen (was ich ja nicht hoffe) zur Reha muss, kann ich von der Klinik verlangen, dass ich die geplanten Untersuchungen am Rehaort bekommen kann?

Danke schon mal. LG, Nicci

mariefried
22.10.11, 21:06
Hallo Nicci,

ich würde versuchen die geplanten Termine vorzuziehen. Der Termin(REHA) begründet doch dann diese Verschiebung, geht das nicht, dann aus diesem Grund erstmal absagen und bei der Reha darauf hinweisen. Bestehen kann man dort dann auf diese ausgefallenen Untersuchungen nicht.

Plan B wäre auf grund des Schreibens die KK über die bevorstehenden Termine informieren, die könnten das vermerken und bei der Terminfindung berücksichtigen.
Die Wichtigkeit der Termine müßtest Du nat. entspr untermauern auch mit den jeweiligen Wartezeiten auf einen Termin usw.

LG Marie;)

Nicci
22.10.11, 21:12
Hab jetzt auch schon überlegt, ob ich die KK anrufe. Evt. können die mich ja bei der Vorverlegung der Termine unterstützen. Nach den Terminen möchte ich dieses Jahr nicht mehr fahre, weil ich dann über Weihnachten in der Reha wäre. Darf ja 6 Wochen... Und in der Weihnachtszeit nicht bei Familie und Freunden sein geht für mich leider nunmal gar nicht. Der 3. Januar hätte eben ganz perfekt gepasst, ohne dass ich rudern und umplanen und -organisieren muss.

mariefried
22.10.11, 21:37
Auch das würde ich der KK gegenüber sagen, wer möchte schon Weihnachten fern der Familie verbringen. Soviel ich weiß fahren die REHAs zu diesen Zeiten auch auf Sparflamme runter.

Nicci
22.10.11, 21:42
Ich werde sehen, was meine Sachbearbeiterin am Montag sagt. Hoffe, dass da irgendwas geht. Vor allem brauche ich auch endlich mal nen Arzt, der die Hashi ernst nimmt und nicht alles auf die Psyche schiebt.

c.schnuffelblau
22.10.11, 22:46
Soviel ich weiß fahren die REHAs zu diesen Zeiten auch auf Sparflamme runter.

Oh! Was heißt das?
Ich habe eh nur 4 Wochen bekommen und bin über Weihnachten dort. (Fahre in der Woche vor Weihnachten dorthin) Heißt doch wohl nicht, daß weniger Angebote sind???
Mir ist es egal, wann das ist, aber will zumindest die Zeit dort gut nutzen können!
LG, Christiane

c.schnuffelblau
22.10.11, 22:48
Hi Nicci,

Ich werde sehen, was meine Sachbearbeiterin am Montag sagt. Hoffe, dass da irgendwas geht. Vor allem brauche ich auch endlich mal nen Arzt, der die Hashi ernst nimmt und nicht alles auf die Psyche schiebt.

Ich weiß ja nun gar nichts von Deiner Krankengeschichte. Deine Werte, Symptome usw.
Vielleicht solltest Du nicht so ablehnend gegenüber der Kur sein. Ich fahre auch in eine psychosomatische. Neben Hashi kann man das ja noch zusätzlich haben.
LG, Christiane

PS: sehe gerade in Deinem Profil, daß Du zumindest nicht super shclecht eingestellt bist.
Spricht doch einiges dafür, daß die Psyche auch noch reinspielt. Ist doch nix, was schlimm ist!
Manchmal sind Depressionen Depressionen. Und nicht nur durch fehlende SD Hormone ausgelöst.

mariefried
22.10.11, 23:01
Oh! Was heißt das?
Ich habe eh nur 4 Wochen bekommen und bin über Weihnachten dort. (Fahre in der Woche vor Weihnachten dorthin) Heißt doch wohl nicht, daß weniger Angebote sind???
Mir ist es egal, wann das ist, aber will zumindest die Zeit dort gut nutzen können!
LG, Christiane

Mit Sparflamme war gemeint, daß der Kurbetrieb ohne Abstriche weiterläuft.

Die Patienten im Allgemeinen nicht zu Hauf über die Festtage in die Kliniken wollen, d.h. nur bei zwingenden Gründen nat. müssen und das Personal die dadurch entstehe Entlastung auch gerne nutzt.

So ist meine Erfahrung von einer Klinik vor Ort.
Mein Mann wurde im letzten Jahr so eingereiht, daß er vor dem Weihnachtsfest wieder zu Hause war. Jedoch war in diesen 3 WO die Klinik dann auch zu 100 % ausgelastet.

LG Marie;)

c.schnuffelblau
22.10.11, 23:14
Hi Marie,

Mit Sparflamme war gemeint, daß der Kurbetrieb ohne Abstriche weiterläuft.

Okay! Nicht, daß dann kaum jemand da ist.

Aus normalen Krankenhäusern kenne ich das ja schon.
Da werden dann einfach Stationen zusammengelegt, und das Personal bummelt Überstunden ab.
Klingt erstmal gut, gell?
Ist es aber nicht wirklich. Weil nun plötzlich Leute von einer Station auf einer anderen arbeiten müssen wo sie sich nicht auskennen. Mit Erkrankungen mit denen sie sich nicht gut auskennen usw.

LG, Christiane

Nicci
23.10.11, 05:58
Hallo Christiane,

generell stehe ich der Reha nicht negativ gegenüber, da ich aufgrund der ganzen Sch*** psychisch echt belastet bin. Ich bin seit über einem Jahr krank geschrieben, mit guten und weniger guten Tagen. Über den Sommer ging es mir ziemlich gut, da konnte ich sogar wieder zum Sport gehen und Fahrrad fahren, ohne gleich zusammenzubrechen und nach Luft zu japsen. Seit ca. 6 Wochen nun hab ich aber wieder verstärkte Atemnot, Muskel- und Gelenkschmerzen, Haarausfall, Zyklusprobleme und fühle mich sehr erschöpft. Das aber nur als Randinfo.
Was die Psyche angeht: Ich war auf Anraten meines Rheumatologen bei einer Psychiaterin, weil er keinen somatischen Zusammenhang zwischen meinen verschiedenen Erkrankungen gesehen hat. Das Gespräch war soweit ok, sie sagte mir, dass sie sehr wohl an eine somatische Ursache denke und ich dringend die SD untersuchen lassen solle. (UF wurde durch meinen alten Endo entdeckt, allerdings wurden nur Blutwerte gemacht. HT wurde dann 1,5 Monate später durch nen Nuk diagnostizier bei einer Untersuchung, die ich aus eigener Tasche bezahlt habe, da weder meine HÄ noch der alte Endo die Notwendigkeit einer Sono sahen.) Nach dem Termin bei der Psychiaterin habe ich natürlich meiner HÄ von dem Gespräch erzählt. War soweit ok, bis der Befund der Psychiaterin kam: Mittelgradige depressive Episode, Hang zur Weinerlichkeit, dringend psychosomatische Behandlung erforderlich. Der Hang zur Weinerlichkeit wurde aus meiner Aussage konstruiert, dass ich gefühlsmäßig nah am Wasser gebaut bin und auch mal vor Freude weinen kann. Eine andere Psychiaterin klärte mich auf: Hang zur Weinerlichkeit hieße, dass ich Heulkrämpfe hätte bzw. "aufgrund meiner subjektiv aussichtslosen Situation häufig in Tränen ausbreche". Aussichtslos ist erstmal gar nix, und ich heule nicht meine Kissen voll, die Diagnose wurde dennoch nicht revidiert. Ich bekam jedenfalls nach der Diagnose SD-UF von der Psychiaterin Cipralex verordnet. Dieses habe ich jedoch nicht vertragen, war dadurch völlig hyperaktiv, konnte nicht stillsitzen, bin nicht mal abends zur Ruhe kommen. Ich habe erst 5mg genommen, dann nur noch 2,5. Schließlich habe ich in meiner Not eine befreundete Psychologin angerufen, weil "meine" Psychiaterin im Urlaub war. Die Psychologin hat sich ihrerseits mit einer Psychiaterin besprochen und mir empfohlen, das Cipralex abzusetzen. Im nächsten Termin habe ich "meine" Psychiaterin über die ausufernde Wirkung informiert. Sie meinte nur, sie hätte gedacht, ich bräuchte was antriebssteigerndes. Wie sie darauf gekommen ist, weiß ich bis heute nicht. Ich habe trotz meiner körperlichen Schwäche keine Probleme, z.B. aus dem Bett zu kommen. Oder den Haushalt zu erledigen oder Gartenarbeit oder meine Strickarbeiten oder Nähen, Basteln, Kochen, Backen usw. Ich kann bei den meisten Dingen nur halt nicht so viel machen wie früher, weil ich schneller erschöpft bin. Dann muss ich eben ausruhen. Jedenfalls bekam ich dann Mirtazapin mit dem Resultat, dass ich dauermüde war und meinen Haushalt nicht mehr auf die Reihe gekriegt habe bei 16 Stunden Schlaf am Tag. Ich hatte Halluzinationen und füchterliche Alpträume und fühlte mich trotz oder grade wegen des vielen Schlafes ständig wie gerädert. Nachdem ich dann während meiner zu dem Zeitpunkt laufenden Reha wegen Lungenerkrankung das Mirtazapin (nach Rücksprache mit der dortigen Psychiaterin) abgesetzt hatte, wurde mir von der Stationsärztin gesagt, dass ich einen wesentlich fitteren Eindruck mache. Dann ging es mir, wie gesagt, auch besser, meine HÄ meinte dennoch, ich bräuchte dringend ein AD. Sie verschrieb mir Amitritptylin. In der Folge war ich nicht mehr in der Lage, mich für irgendetwas zu begeistern. Ich reagierte träge, Gespräche mit Familie und Freunden verliefen nur schleppend, weil ich mich nicht konzentrieren konnte. Ich war wieder sehr müde. Letzten Endes bekam ich Panikattacken, so dass meine HÄ meinte, ich solle das Amitriptylin doch lieber wieder absetzen. Dann war ich zur Begutachtung in einer psychiatrischen Ambulanz. Dort wurde mir im Gespräch gesagt, dass ich nicht unbedingt Medikamente bräuchte. Und wenn ich mit der psychologischen Therapie (bei einer nicht befreundeten Psychologin), die ich seit Juni mache, klar komme, muss ich auch nicht noch zusätzlich von einem Psychiater behandelt werden. Auch das habe ich meiner HÄ so erzählt, bis der Hammer dann in Form des Befundes kam: Ich verweigere mich der medikamentösen Behandlung, daher hätte es auch keinen Sinn, hier nochmal anzusetzen. Dass ich angeboten habe, auch noch ein viertes oder fünftes AD zu probieren, um herauszufinden, welches das richtige für mich ist und dann auch hilft, wurde mit keiner Silbe erwähnt. Ich kam mir da ehrlich schon etwas vera...lbert vor.
Mir wurden jedenfalls bis jetzt folgende psychologische bzw. psychiatrische Diagnosen gestellt: oben bereits erwähnte Depression, Angst- und Antriebsstörungen mit Rückzug aus dem sozialen Umfeld sowie Suizidgefährdung. Die befreundete Psychologin belächelt die Diagnosen nur noch. Mit der Depression gehe ich ja mit, aber nicht als Ursache meiner gesamten Beschwerden, wie mir die Ärzte gern erzählen wollen, sondern als Reaktion darauf. Angst- und Antriebsstörungen hatte ich bisher nur unter AD, so auch die Diagnose der befreundeten Psychologin. Rückzug aus dem sozialen Umfeld kann sie mir definitiv nicht bescheinigen. Und meine Familie und Freunde würden mir auch kräftig was husten. Die Suizidgefährdung hat eine Internistin diagnostiziert, die allerdings auch der Meinung ist, HT sei eine harmlose SD-Entzündung. Die Frau hat ganze 10 Minuten mit mir gesprochen und mich dabei eben auch gefragt, ob ich denn schonmal daran gedacht hätte, mir was anzutun. Was ich auch jetzt noch sehr energisch verneinen muss. Zu deiner Einschätzung, dass ich gut eingestellt bin: Zum Zeitpunkt der letzten BE ging es mir auch gut. Aber im April z.B., als der TSH erhöht war, war ich mit starken Muskelkrämpfen und Bauchschmerzen in der Notfallambulanz. Im Moment kenne ich meine Werte nicht. Die freien Werte wurden, seit ich LT nehme, nicht wieder bestimmt, immer nur TSH. Und das reicht m.E. für eine Einschätzung, ob ich gut eingestellt bin, nicht wirklich aus.
Sicher gehört der ganze Kram jetzt nicht unbedingt hierher. Aber vielleicht verstehst du jetzt, warum mir der Termin bei dem Endo so wichtig ist.

Ich wünsche dir für deine Reha alle Gute.
LG, Nicci

p.s. Nein, ich bin nicht schlaflos. Mein LG musste auf Schicht und hat mich "wachgeklappert".

c.schnuffelblau
23.10.11, 11:06
Hi Nicci,
ja, so verstehe ich besser, warum Du unbedingt zum Endo willst!
Danke für diesen ausführlichen Bericht.
Da ist ja wirklich viel schiefgelaufen und ich bin entsetzt darüber, wie schnell Du irgendwelche merkwürdigen Diagnosen bekommen hast.

Alleine die Diagnose "weinerlichkeit". Habe ich noch nie als Diagnose gehört!
Und ist ja wohl eher ein mögliches Depressionssymptom.
Und ob Du suicidal bist oder nicht, kann auch kein Arzt einfach so bestimmen.
*kopfschüttel*

Ich habe aus diesem Bereich in letzter Zeit auch so viel erlebt, daß ich gerne das nächste Gespräch aufzeichnen möchte. Das glaubt einem hinterher nämlich keiner, was gesagt wurde.
Ob es wohl so gute Geräte gibt, die die Stimmen so gut aufnehmen, daß man es verstehen kann?

Drücke Dir die Daumen daß es irgendwie klappt mit dem Endo! LG, Christiane

Nicci
23.10.11, 12:48
Danke. Ein Freund hat mir auch Mut gemacht, dass evt. in der Reha auch mal endlich jemand merkt, dass ich psychisch nicht ganz so kaputt bin, wie meine Ärzte es gern hätten. Wobei ich bei der Reha im März leider die Erfahrung machen musste, dass über die Vorbefunde hinaus eigentlich nur sehr wenig hinterfragt wurde. Aber alles wird gut, Kopf oben halten, sonst wird das nix. So, und nun werde ich noch ein bisschen die Restsonne und etwas frische Luft genießen. LG und noch einen schönen Sonntag.

stuppsi
23.10.11, 14:00
Wie überall nehmen auch in Rehakliniken viele leute Urlaub, im Dezember und Januar. Das bedeutet das meist alles auf Sparflamme läuft. Anstatt aller Therapeuten ist nur die Hälfte da usw. Das führt natürlich zu einer erheblichen Verringerung der Therapiefrequenz. Anstatt Einzeltherapien werden mehr Gruppen angeboten. Ärzte machen Dienst, die sonst wo anders eingesetzt sind usw. An den Feiertagen findet meist gar nichts statt. Das muss man sich schon bewusst machen.

c.schnuffelblau
23.10.11, 14:40
A
nstatt aller Therapeuten ist nur die Hälfte da usw.

Wenn danna uch weniger Pat. da sind, könnte sich das ja ausgleichen.



Das führt natürlich zu einer erheblichen Verringerung der Therapiefrequenz. Anstatt Einzeltherapien werden mehr Gruppen angeboten.

Na toll! Nur 4 Wochen bekommen und davon 1,5 wo wenig passiert? :mad:
LG, Christiane

Braunbär
23.10.11, 15:47
....also ich kenn's von früher, dass in Rehakliniken ein strammes Therapiemuster durchgezogen wird, auch bei solcher Feiertagshäufung, aber dann an den Feiertagen natürlich nicht; wie überall eigentlich. Und Weihnachten und Neujahr sind nun mal Feiertage ! wenn dann noch die Sonntage dazukommen, kann es therapiemäßig "ausgedünnt " werden. Aber üblicherweise wird es kompensiert, indem weniger Pat. über die Feiertagszeit aufgenommen werden.
Letzten Endes denke ich nicht, dass jemand sich Gedanken machen muss, weniger Therapieangebote als andere zu anderen Zeiten zu erhalten.

Aber die Frage war ja eigentlich, ob Nicci das vorgezogene Reha-Angebot annehmen muss, obwohl das ursprüngliche Datum sehr viel besser gepasst hat.
Am besten erkundigst du dich wirklich beim Kostenträger bei der Sachbearbeiterin deines Vertrauens. Du solltest wissen, was DU gerne möchtest: Ursprünglichen Termin behalten oder den früheren nutzen, um bei den Fachärzten Druck zu machen. Ich würde zum ersten Vorgehen raten: Du weißt nicht, ob alle FÄ mitspielen (können). Wenn nicht, kommst du terminmäßig noch mehr unter Druck. In der Reha würde ich die fachärztlichen Untersuchungen nur im Notfall machen lassen, denn erstens bist du ja später bei dir zu Hause in BEhandlung und nicht vor Ort der Reha - alle Unterlagen müssten zugeschickt werden oder übermittelt werden, ach, da gibt es viele Möglichkeiten für únnötigen Ärger.... und zweitens gibt es für fachärztliche Untersuchungen außerhalb der Rehaklinik kein Extrabudget, soviel ich weiß. Das bedeutet , die Rehaklinik bekommt für dich als Pat. einen Tagessatz, davon müssen alle Kosten bestritten werden, auch Medikamente, sowie Extrakosten z. B. für Konsile = Fachärztliche Untersuchungen außer Hauses, oder eine akute Krankenhausbehandlung (z.B. im Falle eines Unfalls oder eine akuten Verschlechterung des Allgemeinzustands oder einer Notfall-OP). Also wird sich die Rehaklinik schwer tun, mehr als aus ihrer Sicht notwendig zu veranlassen....zumal der Kostenträger ja in der Regel die Rentenversicherung ist, Krankheitskosten aber durch die Krankenversicherung erstattet werden.

Ich glaube, aus wichtigen gründen kann man auf einer Terminverschiebung beharren (für die Reha), aber du musst es auch so wollen und auf die Wichtigkeit deiner Gründe verweisen.
Good luck !

Braunbär

Nicci
23.10.11, 16:00
Hallo Braunbär,

ich hab eben Angst, dass es mir als Unwillen bzw. Verweigerung der Mitwirkung ausgelegt wird, wenn ich jetzt nicht kurzfristig verfügbar bin. Auf der anderen Seite glaube ich auch nicht, dass KK oder RV einfach über mein Leben verfügen können. Im Moment bastele ich an der besten Formulierung für meinen KK-Sachbearbeiterin. So nach dem Schema, ich hab nix dagegen, eher zu fahren, aber ich hab da die beiden Termine, die wichtig sind. Können Sie mir helfen, die vorzuverlegen? Ja - Prima, alles bestens. Nein - Sorry, dann kann ich aber wirklich erst am 3. Januar in die Reha fahren, weil ich die Termine wahrnehmen will und ein Reha-Beginn direkt nach diesen Termin erst am 14.11. möglich wäre, was einen Aufenthalt über die Feiertage mit sich bringt. Das ist für mich unmöglich zu akzeptieren. - Kann ich das so bringen? Ich will nicht aufmüpfig sein oder so, aber das Jahresende ist nunmal für die Familie. Die Hälfte davon sehe ich nur zweimal im Jahr.

LG, Nicci

stuppsi
23.10.11, 16:04
Die Häuser versuchen schon die Zimmer voll zu bekommen, aber viele Patienten machen dann auch mal Heimaturlaub usw. Letztendlich ist es einfach wie überall, man macht Inventur oder sonstwas.

Nicci
24.10.11, 10:44
So, lt. KK muss ich zu jedem von der Reha-Klinik genannten Termin anreisen, und wenn die mir heute sagen, dass ich morgen da sein soll. Ob ich es schaffe, alle Vorbereitungen abzuschließen oder nicht. Ohne Zustimmung der KK ist eine Terminverschiebung nicht möglich. Und meine SB hat mir grad sehr deutlich klar gemacht, dass sie nicht zustimmen wird. Dass es für mich psychisch eine Belastung wäre, über Weihnachten und Neujahr in einer Reha-Klinik weit weg von zu Hause zu sein, ist auch kein Grund, eine Reha in diesem Zeitraum nicht anzutreten. Außerdem kann mich doch meine Familie in der Klinik besuchen kommen. Und die Facharzttermine kann ich ja nachholen. Wenn nicht, werde ich Konsequenzen zu tragen haben. Okay, ich trage die Konsequenzen. Ich bin immer noch ein Mensch mit freiem Willen.

p.s. Ich habe die SB noch gefragt, wie der MdK-Mitarbeiter in 5 Minuten feststellen konnte, dass eine psychosomatische Reha ganz dringend erforderlich ist. Sie meinte nur, der hatte doch die Vorbefunde. Warum bin ich denn dann überhaupt dorthin gefahren, wenn man mich für die Feststellung des Reha-Bedarfs scheinbar gar nicht braucht?

stuppsi
24.10.11, 13:29
Komisch als ich vor 5 Jahren zur Psychosomatischen Reha musste, hatte ich mir ein paar Tage vor dem Abreisetag einen Zahn ausgebrochen. Ich rief dort an und hatte innerhalb von ein paar Tagen einen neuen Termin der dann 2 Wochen später war. Hat überhaupt niemanden gestört und da die reha vom Rentenversicherungsträger bezahlt wird ist es der Krankenkasse sowieso nix angegangen.Und der Rentenversicherungsträger bekommt am Anreisetag ein FAx das man da auch wirklich angekommen ist und mit der Reha beginnt damit die dann mit den Übergangszahlungen beginnen können. So war das bei mir.

Nicci
24.10.11, 13:41
Hallo stuppsi,

das Hauptproblem bei mir ist wohl, dass die KK versucht, Geld zu sparen. Immerhin bin ich seit letzten August krank geschrieben. Die machen jetzt Druck, damit die RV erstmal das Übergangsgeld zahlen darf und danach meine Arbeitsfähigkeit oder evt. Erwerbsunfähigkeit festgestellt wird. Dann ist die KK fein raus. Aber wenn das mit mir so weiter geht, bezweifle ich eh, dass ich rehafähig bin. Habe seit etwa 2 Wochen das Problem, dass ich nach körperlicher Anstrengung (pah, Anstrengung: Wäsche waschen, absaugen, einkaufen) plötzlich erhöhte Temperatur bekomme und mich erstmal ausruhen muss. Gestern war ich ne Stunde spazieren, schön langsam, bin nicht mal 1,5km gelaufen. Und dann hatte ich den Salat: 38,2, jetzt immer noch 37,1. Und das, wo ich eigentlich seit Jahren kein Fieber mehr hatte, normale Körpertemperatur so bei 35,5. Meine HÄ meint, diese "Erscheinung" liegt daran, dass ich untrainiert bin. Aber wie soll ich denn da Bewegungstherapie machen, wenn ich nicht belastbar bin?

LG, eine im Moment ziemlich gefrustete Nicci

stuppsi
24.10.11, 14:10
Bei mir war es ähnlich, ich konnte erstmal auch kaum was mit Bewegung machen und dann erst langsam wieder anfangen. Man wurde zu nix genötigt und ich hatte viele Einzeltherapien und Gruppen. Bewegung sollte ich einmal am Tag machen, das konnte auch ergometer sein, oder Tai chi oder Schwimmen oder sowas. Wie ich Lust hatte.Ich war damals insgesamt 6 Monate Krank geschrieben.

Nicci
24.10.11, 14:16
Naja, ich werd mich überraschen lassen. Nach dem Gespräch mit der KK-SB weiß ich nicht mal, ob sich die Reha-Klinik überhaupt nochmal bei mir meldet. :mad:

stuppsi
24.10.11, 14:17
Naja, ich werd mich überraschen lassen. Nach dem Gespräch mit der KK-SB weiß ich nicht mal, ob sich die Reha-Klinik überhaupt nochmal bei mir meldet. :mad:

ich hab damals im Sekretäriat der Rehaklinik angerufen und die haben mir dann am nächsten Tag gleich einen neuen termin geschickt.

Nicci
24.10.11, 14:28
In der Mitteilung von der Reha-Klinik, dass es zu einer kurzfristigen Terminierung kommen kann, steht ausdrücklich, dass Terminverschiebungen nur über die KK vorgenommen werden können. Die KK verlangt die Vorverlegung der Reha, deshalb haben die die Entscheidungsgewalt. Auch wenn die RV der Träger ist.

stuppsi
24.10.11, 17:34
In der Mitteilung von der Reha-Klinik, dass es zu einer kurzfristigen Terminierung kommen kann, steht ausdrücklich, dass Terminverschiebungen nur über die KK vorgenommen werden können. Die KK verlangt die Vorverlegung der Reha, deshalb haben die die Entscheidungsgewalt. Auch wenn die RV der Träger ist.

das ist blöd... dann wünsche ich dir viel Glück!Wahrscheinlich hängt es auch mit Weihnachten zusammen, denn niemand geht da freiwillig in eine Klinik.

Lisa56
25.10.11, 08:27
In der Mitteilung von der Reha-Klinik, dass es zu einer kurzfristigen Terminierung kommen kann, steht ausdrücklich, dass Terminverschiebungen nur über die KK vorgenommen werden können. Die KK verlangt die Vorverlegung der Reha, deshalb haben die die Entscheidungsgewalt. Auch wenn die RV der Träger ist.

Das ist meist so, wenn man schon so lange au geschrieben ist. Pass auf, was du in der Klinik machst. Zwing dich nicht zu Therapien, wenn du es nicht schaffst.
Ich hab eine Bekannte, die ist förmlich auf dem Zahnfleisch zu den Anwendungen gekrochen, hat alles mitgemacht was auf ihrem Plan stand und ist völlig fertig wieder heimgekommen.

Auf dem Reha- Kurzbericht stand dann ... Frau xxx hat an allen Angeboten teilgenommen .... und das Kreuzchen war auf "arbeitsfähig entlassen" gesetzt.

LG Lisa

Nicci
25.10.11, 09:51
Hallo Lisa,

ich war ja im März schon zur Reha, da war es auch kein Problem, wenn man zum Therapeuten gegangen ist und gesagt hat, nee, geht heute nicht, mir ist nicht gut. Allerdings habe ich mich jetzt nochmal ausführlich mit dem Thema Schilddrüse und Psyche beschäftigt und bin zu dem Schluss gekommen, dass in der Diagnostik einfach nur vieles schief gelaufen ist. Mittlerweile weiß ich, dass SSRIs den TSH senken können, was die akuten ÜF-Symptome erklärt, die ich unter Cipralex hatte. Zum anderen können trizyklische ADs die UF-Symptomatik verstärken - würde den Anstieg von TSH von 1,9 auf 3,76 und mein schlechtes Befinden unter Mirtazapin erklären und das schnelle Absinken des TSH sowie Stabilisierung des Allgemeinzustandes nach Absetzen plus leichte Steigerung LT. Und es würde auch erklären, warum sich mein Zustand in direkter Verbindung mit der Einnahme von Amitritptylin wieder verschlechtert hat. Ich brauche echt dringend jemanden, der mal meine Werte macht. Ich bin jetzt ehrlich am Überlegen, ob ich mit entsprechender Argumentation eine nochmalige Begutachtung durch einen Psychiater einfordere. Immerhin müsste das doch auch im Interesse der KK/RV sein, wenn dadurch eine möglicherweise nicht angezeigte Reha und die entsprechenden Kosten vermieden werden können? Ich hab ja generell nix gegen die Reha, und ich denke auch, dass ich psychisch mittlerweile total im A*** bin. Aber ich würde mit dem unguten Gefühl hinfahren, dass die sich auch dort nur auf die Diagnose Depression versteifen und die HT völlig außer Acht lassen.

LG, Nicci

c.schnuffelblau
25.10.11, 13:28
Auf dem Reha- Kurzbericht stand dann ... Frau xxx hat an allen Angeboten teilgenommen .... und das Kreuzchen war auf "arbeitsfähig entlassen" gesetzt.

Wenn Du nicht daran teilnimmst, dann wird Dir das nicht als "die arme Frau konnte nicht" sondern als "hatte keine Lust" ausgelegt.
LG, Christiane

LG Lisa[/QUOTE]

stuppsi
25.10.11, 13:31
Wenn Du nicht daran teilnimmst, dann wird Dir das nicht als "die arme Frau konnte nicht" sondern als "hatte keine Lust" ausgelegt.
LG, Christiane

LG Lisa[/QUOTE]

Das war bei mir definitiv nicht so. Habe wie gesagt an keinem Gruppensport teilgenommen. Es wurde nicht mal erwähnt im Bericht. Und sie wollten mich arbeitsfähig entlassen, bzw. Wiedereingliederung und ich hab dann gesagt das ich noch eine Woche dazwischen brauche und auch das war absolut unproblematisch.

SylkeH
25.10.11, 13:37
Du warst dieses Jahr schon zur Reha und sollst jetzt nochmal fahren? *wunder* - warst du da wegen der gleichen Geschichte oder was anderes? Da bin ich echt baff, dass die RV so großzügig ist, sonst kämpft man ja ewig rum, um überhaupt fahren zu können ...
Aber ich muss echt auch sagen, dass man dann wirklich nicht wählerisch sein sollte wegen des Termins, auch wenn ich mich jetzt vielleicht unbeliebt mache: Aber entweder braucht man eine Reha oder nicht, dann wär mir der Termin wurscht ... ich war z.B. zu meinem 40. Geburtstag auch in der Reha, hab an Weihnachten auch schon im Krankenhaus gelegen usw. - klar ist das blöd und ungewohnt, aber man kann es durchaus überleben ;) - sieh es doch mal so: andere wären froh, wenn sie überhaupt eine Reha bewilligt bekommen würden ... und aufgrund evtl. weniger stattfindender Behandlungen kann man dann ja versuchen, noch ne Verlängerung zu bekommen, wenn es nicht so effektiv ist ...

c.schnuffelblau
25.10.11, 13:50
Hi SylkeH,
ohne Anrede weiß man oft nicht wer wen meint.


Aber entweder braucht man eine Reha oder nicht, dann wär mir der Termin wurscht ...

Die Threaderstellerin will doch nicht in die REHA....sie soll!
LG, Christiane

mariefried
25.10.11, 14:04
Hallo Lisa,

ich war ja im März schon zur Reha, da war es auch kein Problem, wenn man zum Therapeuten gegangen ist und gesagt hat, nee, geht heute nicht, mir ist nicht gut. Allerdings habe ich mich jetzt nochmal ausführlich mit dem Thema Schilddrüse und Psyche beschäftigt und bin zu dem Schluss gekommen, dass in der Diagnostik einfach nur vieles schief gelaufen ist. Mittlerweile weiß ich, dass SSRIs den TSH senken können, was die akuten ÜF-Symptome erklärt, die ich unter Cipralex hatte. Zum anderen können trizyklische ADs die UF-Symptomatik verstärken - würde den Anstieg von TSH von 1,9 auf 3,76 und mein schlechtes Befinden unter Mirtazapin erklären und das schnelle Absinken des TSH sowie Stabilisierung des Allgemeinzustandes nach Absetzen plus leichte Steigerung LT. Und es würde auch erklären, warum sich mein Zustand in direkter Verbindung mit der Einnahme von Amitritptylin wieder verschlechtert hat. Ich brauche echt dringend jemanden, der mal meine Werte macht. Ich bin jetzt ehrlich am Überlegen, ob ich mit entsprechender Argumentation eine nochmalige Begutachtung durch einen Psychiater einfordere. Immerhin müsste das doch auch im Interesse der KK/RV sein, wenn dadurch eine möglicherweise nicht angezeigte Reha und die entsprechenden Kosten vermieden werden können? Ich hab ja generell nix gegen die Reha, und ich denke auch, dass ich psychisch mittlerweile total im A*** bin. Aber ich würde mit dem unguten Gefühl hinfahren, dass die sich auch dort nur auf die Diagnose Depression versteifen und die HT völlig außer Acht lassen.

LG, Nicci

Hallo Nicci,

bevor die SD-Erkrankung nicht offiziell zur Diagnpose wird, solltest Du in der Tat das eine vom anderen trennen. Ich spreche da aus Erfahrung.

Zu sehr haftet die Einordnung psychisch krank zu sein.

Ich selbst mußte mich Nov./2008 erst in die Nervenklinik einweisen lassen mit ungewöhnlich hohen Blutdruck, Unruhe und Angst sowie Schwindelatacken nach der Einnahme von SD-Hemmern.

Auch ich wußte da schon, daß es an der SD liegt. Ich habe die Zeit zum Ausruhen genutzt und mir dort einen Plan gemacht, wie ich die Sache mit der SD weiter angehe.
Habe mir nach der Entlassung gleich Termine bei FÄ besorgt und ging meinen Weg - auf eigenen Wunsch zur RJT.


Heute geht es mir wieder blendend, nicht zuletzt wegen dem Forum hier ohne dem wäre vieles anders.


So kann die Reha auch für Dich eine Zeit der Besinnung sein, denke ich mir.

LG Marie;)

SylkeH
25.10.11, 16:51
Hi SylkeH,
ohne Anrede weiß man oft nicht wer wen meint.

...

Die Threaderstellerin will doch nicht in die REHA....sie soll!
LG, Christiane

Ja, habs grad gesehn ;) sorry ... dann versteh ich das trotzdem nicht, wenn eine Reha Anfang des Jahres "nix gebracht" hat, warum man das dann nochmal auf diesem Wege versucht ... blöd ist das schon, aber wenn man so lange krank geschrieben ist, dann muss man sich glaub ich schon fügen, wenn man Leistungen in Anspruch nimmt und weiter in Anspruch nehmen will ... auch wenn es einem nicht in den Kram passt, sieht schon bissel nach Schikane der KK aus. Mich wundert nur, dass die RV sowas mitmacht? Ich würde da nochmal nachhaken, warum sie diese Reha bewilligen, wenn die vorherige schon nix gebracht hat ...

Nicci
25.10.11, 16:52
Hallo Sylke,

generell habe ich nichts gegen eine Reha einzuwenden. Das habe ich mehrfach im Thread schon erläutert. Allerdings macht mir das ganze jetzt extrem Stress. Und der Gedanke, Weihnachten nicht bei meiner Familie zu sein, ist für mich sehr schlimm. Im Krankenhaus zu liegen aufgrund einer Akuterkrankung ist sicherlich etwas anderes, noch dazu, wenn das Krankenhaus sicherlich nicht Hunderte km von zu Hause weg ist und die Familie ohne Probleme vorbei kommen kann. Bei der Reha im März ging es übrigens um meine Atemprobleme, die höchstwahrscheinlich auch mit der HT zu tun haben. Besserung der Atemsymptomatik erfolgte nicht in der Reha, sondern im Sommer, als es mir auch allgemein besser ging.

Hallo Marie,

die Diagnose Autoimmunthyreopathie ist ja gesichert. Und unter der Hormonsubstitution ging es mir von Mai bis Juli ja auch gut. Ich war allerdings nicht voll leistungsfähig und ein Versuch, wieder voll arbeiten zu gehen, musste ich abrechen, weil ich nicht mehr konnte. Daraufhin hab ich - von meiner HÄ, die sich extrem auf die Diagnose Depression versteift - Amitriptylin bekommen und ab Mitte August ging's mir wieder schlechter. Bisher hatte ich das auf die Hitze geschoben. Da es mir aber auch im September und weiterhin schlecht und schlechter geht, glaube ich nun, dass durch das AD wieder alles durcheinander gekommen ist und ich in der UF bin. Nur macht meine HÄ die Werte nicht, weil die Beschwerden nicht von der SD kommen können, sondern von meiner Depression. Eine Depression, die von einer Psychiaterin vor Feststellung einer bestehenden UF und HT diagnostiziert wurde und von allen anderen Ärzten fraglos hin- und übernommen wurde.

Ich habe den Sachverhalt zur Frage Depression oder nicht jetzt nochmal der Krankenkasse schriftlich dargelegt und um Begutachtung durch einen unabhängigen Psychiater gebeten. Also kein Mensch vom MdK, der sich blind auf Vorbefunde verlässt, ohne sich eine eigene Meinung von mir zu bilden. Und auch keine Ambulanz, die von meiner Hausärztin über meinen ach so desolaten Zustand schon im Vorfeld informiert wurde und damit auch nicht objektiv urteilen kann. Ich hoffe, es bringt was.

LG, Nicci

SylkeH
25.10.11, 17:56
Hi Nicci,
da bist du aber in einem blöden Kreislauf gelandet ... kannst du dir nicht einen anderen Hausarzt suchen? Wenn deine HÄ so voreingenommen ist, würde ich da nicht mehr hingehen ... und wenn du in psychologischer Behandlung bist, kannst du dir vielleicht die Sinnlosigkeit einer Reha attestieren lassen?

Nicci
25.10.11, 18:02
Hausarztsuche läuft, will aber diesmal wirklich eine(n) mit Ahnung von HT. Die Psychologin sieht meine Probleme in frühester Kindheit, da kann ich auch keine Hilfe erwarten. Überlege, ob ich da nochmal hingehe. Und meine befreundete Psychologin unterstützt mich zwar mental, kann mich aufgrund von Interessenkonflikt aber nicht behandeln und auch nichts attestieren. :( Ich will den 11.11. und dann allen Ärzten die Werte unter die Nase reiben. So, bin jetzt bockig. :cool:

c.schnuffelblau
25.10.11, 18:25
Hi Nicci,
ich würde mal in der REHA anfragen ob Du nicht von dort zu einem Endo gehen kannst. Die versuchen doch in einer Psychosomatik auch körperliche Ursachen auszuschließen.

Ich war ja mal in einer, dort haben die ja mein hashi festgestellt.
War also auch beim Endo.

Weihnachten bekommt mana uch Urlaub und kann nach Hause fahren. oder Besuch darf kommen (was sonst nicht der Fall ist). Hat mir meine REHA gerade erklärt. Habe dort mal nachgefragt.
LG, Christiane

Nicci
25.10.11, 18:29
Hallo Christiane,

das war ja auch die ursprüngliche Frage, ob ich in der Reha auf solche Untersuchungen pochen kann. Aber Braunbär hatte ja abgeraten.

Urlaub gut und schön. Man muss sich die Heimfahrt auch leisten können. Denn die wird erst nach 8 Wochen Rehaaufenthalt vom Kostenträger bezahlt.

LG, Nicci

stuppsi
25.10.11, 18:33
Bei mir in der Reha wäre es nicht möglich gewesen eine vernünftige Untersuchung oder Behandlung zu bekommen.Eine Patientin musste dort mal ins Krankenhaus, war so ein Wald-und Wiesenkrankenhaus , wie es eben oft in kleinen Kurorten so ist. Da kann man meist nicht erwarten das in solchen Orten irgendwelche tollen Spezialisten sind.
Wie sagte ein Kollege mal : " Wer wird denn schon Kurarzt... hüstel".Also auch innerhalb der Rehaklinik sind sie meist nur auf ihren Fachbereich ausgerichtet und außer Blutdruck und Blutzuckermessen kann man nicht viel erwarten.
Und wegen Heimfahren: ich war damals über 600 km weg und das war damals über meinen 40. Geburtstag und Ostern. Aber Heimfahren wäre gar nicht drin gewesen. Besuch des Partners schon , aber keine Übernachtung im Haus.Leute die aus der Umgebung waren konnten aber Tagesurlaube machen.

c.schnuffelblau
25.10.11, 18:34
das war ja auch die ursprüngliche Frage, ob ich in der Reha auf solche Untersuchungen pochen kann.

Nee, pochen ist nicht gut. Pochen ist "Druck machen". Das ist aber was anders, wenn man bittet.



Urlaub gut und schön. Man muss sich die Heimfahrt auch leisten können. Denn die wird erst nach 8 Wochen Rehaaufenthalt vom Kostenträger bezahlt.
Na ja, in irgendeine saure Stelle muß man meist beißen.
LG, Christiane

c.schnuffelblau
25.10.11, 18:37
Hi Stuppsi,

Bei mir in der Reha wäre es nicht möglich gewesen eine vernünftige Untersuchung oder Behandlung zu bekommen

In was für einer REHA warst Du nochmal?



.Eine Patientin musste dort mal ins Krankenhaus, war so ein Wald-und Wiesenkrankenhaus , wie es eben oft in kleinen Kurorten so ist. Da kann man meist nicht erwarten das in solchen Orten irgendwelche tollen Spezialisten sind.

Mich haben die von Bad Münder nach Hameln oder so, gekarrt.
.
Besuch des Partners schon , aber keine Übernachtung im Haus.
Ist wohl unterschiedlich. Mir sagte man: Weihanchten ist ne Ausnahme, da wäre das möglich!
LG, Christiane

Nicci
25.10.11, 18:40
Pochen ja nur vor dem Hintergrund, dass der Termin beim Endo hier ja schon vereinbart war und die Untersuchung wichtig ist und ein neuer Termin eben erst wieder in weiterer Zukunft zu haben ist.

Naja, warten wir jetzt ab, was die KK zu meinem Schreiben sagt. Da steht ja auch nochmal drin, dass ich nicht generell die Reha verweigere, aber bitte wenigstens bis zum Termin und zur Auswertung gewartet werden soll.

Lisa56
25.10.11, 19:20
Hallo Nicci,
was für ein Zufall!

Schau mal, genau so was http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?1173053-Wiederspruch-gegen-Reha-Befund

hab ich gemeint.
Ich war schon zweimal zur Reha, vor der ersten war ein Rentenantrag gestellt und bin mit ähnlichem Entlassungsbericht nach Hause gekommen.
Natürlich waren da dann alle Messen gesungen und ich bin brav wieder eingestiegen, war ja gesund! Das ganze Hickhack kann ich hier nicht wiedergeben, bin sogar auf freiberufliche Arbeit umgestiegen, da ich dann meine Zeit selbst einteilen konnte.

Eine ambulante Schmerztherapie hat mir dann die Augen komplett geöffnet. Da waren Leute, die echt auch nicht mehr konnten. Teilweise direkt aus der stat. Psychiatrie dort aufgenommen wurden und über 4, 8 oder manche 10 Wochen dort verbrachten. Egal, wie dreckig es denen ging und heute noch geht, es wurden ALLE arbeitsfähig entlassen! Auf meine direkte Nachfrage bei der Leitung wurde mir dann mitgeteilt, dass ja sonst der Zweck einer ambulanten Reha nicht erfüllt wäre, sie dann ja kein positives Ergebnis gebracht hätte.

Kurz, ich glaub dass das alles eine große Augenwischerei und Rumtrickserei ist. Hauptsache, die Leute werden wieder arbeitsfähig geschrieben, alles andere interessiert nicht.

Deshalb hatte ich erst den Einwand gemacht, dass du nicht zu aktiv in der Reha sein sollst.

LG Lisa

Nicci
25.10.11, 19:31
Hallo Lisa,

in der Hoffnung, dass die Argumentation Schilddrüse und Psyche der KK die Augen öffnet, harre ich der Dinge, die da kommen. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten. Aber nach all dem Mist hab ich keine Lust mehr, zu allem Ja und Amen zu sagen, nur weil die mir mit Sanktionen drohen. Als nächste Amtshandlung nehme ich das Buch von Frau Dr. Brakebusch und Prof. Heufelder mit zu meiner Ärztin und werde ihr die passenden Stellen bzgl. BE und AD unter die Nase halten. Ich war halt doof und hab nicht rechtzeitig reagiert bzw. nicht gründlich genug recherchiert.

LG, Nicci

Lisa56
25.10.11, 19:37
Na da wünsch ich dir Glück dabei!

LG

Nicci
11.11.11, 13:36
So, Update:

Termin beim Augenarzt war der erste nach der Hashi-Diagnose, meine Augenärztin will mich jetzt in kürzeren Abständen sehen.

Termin beim Endo heute war sehr positiv. Er hat alle Symptome sehr ernst genommen und mir empfohlen, sofort auf 100 µg zu erhöhen, obwohl ihm die aktuellen Werte ja noch gar nicht vorliegen. Werde aber erst auf 87,5 gehen und in zwei Wochen auf 100. BE ist erfolgt, war ne lange Liste, was getestet werden soll. In zwei Wochen wird noch ein ACTH-Test gemacht, um NNS auszuschließen (wegen Salzhunger). Und Sono wird an Nikolaus gemacht.

Mit der Krankenkasse hatte ich mich nach einigem Hin und Her und einem längeren Telefonat mit meiner SB doch noch geeinigt, dass die Reha zumindest so lange warten muss, bis die Diagnostik abgeschlossen ist. Da sich das alles ja nun doch bis in den Dezember zieht, fahre ich dann wahrscheinlich doch erst am 3.1. Also alles chic.

Neuen Psychologen hab ich gestern auch getestet. Im Gegensatz zur bisherigen Therapeutin hat er sich ziemlich viel mitgeschrieben. Und er hat sich sehr gewundert, dass niemand weitere Untersuchungen angestellt hat, nachdem ich auf ADs extreme Reaktionen gezeigt habe. Ich bin die erste in seiner Laufbahn, die von Mirtazapin Halluzinationen bekommen hat. Ich wusste es immer, ich bin so was von besonders. :biggrin:

Drückt mir die Daumen, dass der Eindruck vom Endo nicht nur der erste, sondern auch der richtige war. LG, Nicci

stuppsi
11.11.11, 13:41
Sorry hab es erst heute gelesen. ich war in Bad Dürkheim.

SylkeH
14.11.11, 07:50
@Nicci, fein, dass es nun doch alles gut zu laufen scheint ... ich drück dir die Daumen, dass es so weitergeht ;)

Nicci
14.11.11, 08:06
Guten Morgen, Sylke,

ja, ich bin auch froh. Hab gestern, am zweiten Tag mit 87,5, so 2,5 Std nach der Einnahme gemerkt, wie es mir plötzlich etwas besser ging. Das hielt zwar nur so bis zum frühen Nachmittag an, aber es war schon mal ein tolles Gefühl mit weniger Muskelschmerzen und Atemnot. Hoffe, dass es so weitergeht und ich bald einigermaßen eingestellt bin.

LG, Nicci

Nicci
15.11.11, 11:36
Update, zweiter Diagnostiktermin beim neuen Psychologen: Er sieht nach zwei Gesprächen erstmal keine psychologische Grunderkrankung, die einer Psychotherapie, geschweige denn einer medikamentösen Therapie bedarf. Es ist, wie ich selbst es auch immer sage, wahrscheinlich eine reaktive depressive Verstimmung auf den ganzen Mist. Zudem meinte er, dass Leuten, die ein intaktes Umfeld (Familie, Freunde) haben, eine Reha über die Feiertage nicht zumutbar ist. Das ist eher bei Leuten angezeigt, die familiäre Konflikte haben oder ganz allein sind. Ich hoffe, das kriege ich schriftlich von ihm. Wir machen erstmal die übrigen Diagnostiktermine fertig und dann sehen wir weiter. Aber, wenn überhaupt, ne Psychotherapie vor der Reha anzufangen, ist seiner Meinung nach auch nicht geschickt. Ich soll jetzt erstmal meinen Weg weiter gehen und alles abklären lassen.

SylkeH
15.11.11, 11:38
Das klingt vernünftig. Der Psychologe scheint gut zu sein ;) ...

Nicci
15.11.11, 11:42
Ja, das ist er. Wär ich mal nicht so bequem gewesen (räumliche Nähe)... Hätte ja auch gleich zu ihm gehen können, anstatt 6 Termine bei einer Therapeutin zu machen, die die Ursache für mein Leiden in frühester Kindheit sieht. Aber man ist halt manchmal dumm. :cool:

Nicci
23.11.11, 16:58
Update: Ich fahre dann doch nicht zur Reha, zumindest nicht unter den genehmigten Voraussetzungen.

Ich hatte der KK ja schriftlich mitgeteilt, dass die HT-Diagnose von meinen bisherigen Ärzten immer schön ignoriert und als (Mit)Ursache für meine Beschwerden ausgeschlossen wurde. Meine HÄ hat die Diagnose aber auch nicht mit auf den Befundbericht für den Rehaantrag geschrieben, die Rehaklinik weiß im Prinzip gar nichts von der HT. Lt. KK-SB macht das aber überhaupt nichts, ändert doch nichts am Rehabedarf.

Tja, der neue Psychologe sieht das aber völlig anders. 1. gibt es seiner Ansicht nach keine psychologische Grunderkrankung, die therapiert werden müsste. 2. ist eine endokrine Ursache auch bei psychosomatischen Beschwerden immer mit in Betracht zu ziehen und ein entsprechender Befund auf jeden Fall relevant. Er hat mich an die Patientenberatung verwiesen. Dort hat man sich für mich kundig gemacht. Ich kann, auch nach Ablauf der Widerspruchsfrist, Einspruch bzw. Beschwerde einlegen und verlangen, dass der Befund mit in das Genehmigungsverfahren einbezogen wird. Da ja z.B. nach der LT-Steigerung ne BE notwendig ist, muss die Diagnose übermittelt werden, da die Rehaeinrichtung sonst keine BE macht. Und ich sollte darauf achten, dass mir ne Einrichtung zugewiesen wird, die auch ne endokrinologische Abteilung hat. Fein. Eine fast gleichlautende Auskunft habe ich danach übrigens auch von der Serviceberatung der RV bekommen.

Also lege ich jetzt mal Beschwerde ein. Hoffe nur, dass die mir meinen Rehaanspruch dadurch nicht komplett streichen. Aber ich will eben auch nicht, dass es mir geht wie in der Reha im März, wo sich keiner für Diagnosen interessiert hat, die nicht auf dem Befundbericht standen. Obwohl ich alle Befunde mit dort hatte und denen das schwarz auf weiß zeigen konnte. :(

mariefried
23.11.11, 17:35
Hört sich doch gut an, Nicci!

Gratulation zum Psychologen, scheint ja einer zu sein der die Patienten nicht maschucke macht:biggrin: und Verständnis für derartige Probs aufbringt.

LG Marie;)

SylkeH
24.11.11, 08:50
Stimmt, der Psychologe scheint ja ein Glücksgriff zu sein ... schön, dass sich jetzt endlich alles richtigstellt, ich drück dir die Daumen für die Beschwerde ...

Nicci
24.11.11, 09:14
Naja, ich stell mich schon mal auf Stress mit der KK ein. Da es mir aber unter der neuen Dosis immer besser geht, schaffe ich das auch noch. :biggrin:

Nicci
09.01.12, 17:20
Sooooo... Die RV hat zu Ende geprüft. Statt nun 6 Wochen rein psychosomatische Reha kriege ich 4 Wochen Psychosomatik mit internistischer Mitbehandlung. Uuuund: Ich darf aus 6 (in Worten: sechs) Behandlungsorten auswählen, wohin ich will. Ich find's toll.

Liebe Sylke, ich hoffe, du kommst mit deinem Kurantrag durch und kriegst dann auch das Beste für dich.

SylkeH
09.01.12, 21:36
Nicci, ich finde das klingt gut - weißt du schon, wohin du fährst?
Meinen Kurantrag hab ich heut bei der Krankenkasse abgegeben, jetzt heißt es warten, hoffen und Daumendrücken ;)

Nicci
09.01.12, 23:18
Ich hab mich für Bernau entschieden. Alles andere ist mir zu weit wegen Fahrerei bzw. zu weit ab vom Schuss.

SylkeH
10.01.12, 08:24
Na dann berichte mal, wenn du wieder da bist, ob es was gebracht hat!