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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arzt will unbedingt eine Ausschabung machen



Baerchen
25.01.11, 18:14
Hallo,

mein Frauenarzt hat nach heutiger Ultraschalluntersuchung eine Ausschabung angeraten, da meine Gebärmutterschleimhaut zu dick sei für mein Alter. Die Östrogenwerte seien auch für mein Alter zu hoch (72,49), Referenzwerte habe ich nicht. Ich bin fast 61 Jahre und habe im Dezember nochmals Blutungen bekommen, die mit wochenlangen Unterleibs- und Brustschmerzen einhergingen. Die Blutabnahme erfolgte ein Tag vor den einsetzenden Blutungen.

Ich bin nicht sehr begeistert von dem Eingriff, zumal dieser mit einer Vollnarkose einhergeht.

Ich bin der Meinung, das Hormonchaos könnte sich doch von selbst wieder regulieren.

LG Baerchen

Samia
25.01.11, 18:21
Lies Dich doch mal ein unter Progesteronmangel (wenn man zuviel Östrogen hat, hat man zuwenig Progesteron).

Grüße,
Samia

samilein
25.01.11, 18:35
Bei so etwas (gerade wenn ich selbst unsicher wäre was den Eingriff angeht) würde ich noch eine 2. Meinung einholen.

Baerchen
25.01.11, 20:15
Hallo Samia,

ich nehme 100 mg Utrogest (Progesteron) als Kapsel vaginal und
0,5 mg Ovestin (Estriol) ebenfalls vaginal.


Also Progesteron-Werte müssten in Ordnung sein.

LG Baerchen

Samia
25.01.11, 20:29
Wenn die Östrogenwerte zu hoch sind, und Du das einnimmst, dann stimmt vielleicht etwas mit der Einstellung nicht?

Die Schleimhaut baut sich ja unter Östrogen auf, also wenn man zuviel Östrogen hat, baut sie sich zu stark auf.

Ich würde da jemanden suchen, der sich mit der Hormoneinstellung auskennt. Ich weiß nicht, wie es bei Progesterondominanz ist, die soll ja unter Umständen auch wieder ähnliche Wirkungen haben.

Grüße,
Samia

gypsy
25.01.11, 23:29
Hi,


Ich bin der Meinung, das Hormonchaos könnte sich doch von selbst wieder regulieren.
Ich würde mir eine Zweitmeinung einholen. Allerdings würde ich mir nicht zu viel Hoffnung machen, dass Du um die OP kommst.

Denn selbst wenn sich das Hormonchaos selber regelt, die Gebärmutterschleimhaut ist jetzt aufgebaut, die wird nicht einfach so verschwinden. Hatte das Theater auch zweimal, auch zweimal eine Ausschabung. Denn die Ärzte machten mir ebenfalls wenig Hoffnung, dass sich das von allein legen würde. Das erste Mal habe ich das auch nicht glauben wollen, habe mich über zwei Monate mit Blutungen und Schmerzen rumgeschlagen, dann habe ich den Eingriff doch machen lassen. Das war schnell vorbei und mir ging es danach dann auch wieder richtig gut.

Hormonell bin ich dann nach dem zweiten Mal endlich gut eingestellt worden, so dass ich dann keine Probleme mehr hatte.

Gruß,

Karina

Samia
25.01.11, 23:43
Wie wurde das denn gemacht, dass Du gut eingestellt warst, Karina?

barcamix
25.01.11, 23:50
Eine Ausschabung ist heutzutage ein kleiner Routineeingriff, bitte mache Dich nicht verrückt, das ist auch nur eine Kurznarkose, keine "richtige" Vollnarkose, (so war es wenigstens die 2 mal bei mir). Die Narkose verlief ohne Nebenwirkungen, ich durfte anschliessend sofort essen. Natürlich kann man das alles nicht verallgemeinern, nur ich will Dir die Angst nehmen. Vollnarkose hört sich immer so schlimm an; aber die heutigen Narkosen sind so genau dosiert, dass man ein paar Minuten nach dem Eingriff wieder wach ist.
Hey, Augen zu und durch, umso schneller bist Du die Schmerzen wieder los.
Ich kenne das, das ist die Hölle! Und Du hast keine Schmerzen durch die Ausschabung selber, 2 Tage ein bisschen Nachblutungen, danach reicht eine Slipeinlage :-)
Alles Liebe, mach es Dir nicht selber schwer, danach sagst Du sehr wahrscheinlich, dass das ein Klacks war.

Viel Glück, wie auch immer Du Dich entscheidest
Barca

Lisa56
26.01.11, 00:07
Hallo Baerchen,

warte nicht zu lange damit. Habs auch vor mir hergeschoben- bin heut aus dem KH zurück und warte auf das Ergebnis der eingeschickten Proben.

Hatte eine Intubationsnarkose und musste einen Tag stationär bleiben. War kein großes Ding, hatte auch ziemlichen Bammel davor.


Alles Gute!
Drück dir die Daumen!

LG Lisa:)

Baerchen
26.01.11, 11:48
Hallo,

danke an euch alle für eure Antworten.

Zusätzlich nehme ich auch noch 10 mg DHEA.
Die Hormone hat mein Hormon-Spezialist verordnet, der sich aber zurzeit im Urlaub befindet.
Am Freitag habe ich einen Besprechungstermin im Krankenhaus. Mal sehen, wie dieser Arzt meine Situation beurteilt.

Danke fürs Mutmachen!

LG Baerchen

Angiccata
26.01.11, 12:20
Ich will dir keine Angst machen, aber für mich war die Ausschabung der absolute Horror - hauptsächlich weil ich gar nicht wirklich drauf vorbereitet war.
Ist jetzt etwas über 10 Jahre her. Ausschaubung wurde nach Abort vom Gyn. angeraten. War meine erste OP. Die Intimrasur war mir schon total peinlich und ich wurde ohne vorherige Beruhigung in den OP geschickt, durfte auf dem Stuhl platz nehmen. Gottseidank Vollnarkose - ohne wäre ich wahrscheinlich davon gelaufen.
Der Vorgang selbst war ok, keine Schmerzen danach. Allerdings bekam ich den Riesenschock dann als ich zum ersten Mal aufs Klo musste. Ich bin aufgestanden und beim ersten Schritt "platsch" .... riesen Blutlache unter mir auf dem Boden. Kein Mensch hatte mich drauf vorbereitet, dass sich da noch Blut ansammelt und das dann "rausläuft".

@Barcamix
Was meinst du mit "keine richtige Narkose" - Vollnarkose ist Vollnarkose, ob der Eingriff nur ne halbe Stunde dauert oder 3 Stunden.

Schmetterlingsblume
26.01.11, 12:31
Hallo,


ich würde die Ausschabung machen.


Aber warum nimmst Du bei zuviel Östrogen ,Östrogencreme zusätzlich?

Ich glaube da würde es auch das Utrogest machen.

LG

Samia
26.01.11, 12:42
Ich finde eigentlich die Progesterondosis viel zu hoch, ich würde den Hormonarzt fragen.

Und warte ganz gespannt auf gypsys Antwort, wie man sich richtig einstellt...

Grüße,
Samia

Baerchen
28.01.11, 18:34
Hysteroskopische Operation in der Gebärmutterhöhle (Hysteroskopie)

Der heutige Tag in Kurzform:
3 1/2 Stunden Besprechungstermin im Krankenhaus bei 3 verschiedenen Ärztinnen
Sekretariat Anmeldung - Ausfüllen eines Fragebogens
Patientenaufnahme des Krankenhauses
Sekretariat - Terminvergabe
Gynäkologische Untersuchung
Aufklärung über die OP von anderer Ärztin
Eingehende Beratung durch Anästhesistin

Wenn man sich die möglichen Komplikationen und Risiken durchliest, möchte man am liebsten nicht hingehen.

LG Baerchen

Baerchen
31.01.11, 13:49
Das habe ich gerade im Netz gefunden:

Zitat:
Eine Progesteronbehandlung hat auch Wechselwirkungen mit anderen Hormonen.

Die Schilddrüsenhormone werden vom Körper besser verwertet.

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann daher geringer werden oder gar verschwinden.

Wenn eine vorhandene Schilddrüsenunterfunktion mit Schilddrüsenhormonen behandelt wird, sollten daher regelmäßig die Hormonwerte im Blut kontrolliert werden.

Wenn der TSH-Wert absinkt, kann die Dosis der verabreichten Schilddrüsenhormone in den meisten Fällen verringert werden.

Als Schilddrüsenpatient sollte man also unter ständiger ärztlicher Überwachung stehen, wenn man Progesteron anwendet.

Progesteronbehandlung nach der Menopause

Auch wenn man keine Menstruationsblutung mehr hat, sollte man für mindestens eine Woche im Monat mit der Progesteronbehandlung aussetzen.

Pausen in der Anwendung sind wichtig, um die Wirkung des Progesterons zu erhalten.

Bei ununterbrochener Anwendung erlahmt die Sensibilität der Hormonrezeptoren. Daher kann das Progesteron dann nicht mehr gut genug wirken.

Nach der Menopause kann man sich eine fixe Woche im Monat heraussuchen, in der man mit der Progesteronbehandlung pausiert. Das kann beispielsweise die erste Woche des Monats sein.

Progesteron-Dosis

Die Dosis bei der Progesteron-Behandlung hängt in erster Linie von der individuellen Wirkung ab.

20 bis 30 mg pro Tag entsprechen der körpereigenen Produktion.

In der Praxis hängt die nötige Progesteron-Dosis auch vom Östrogenspiegel ab.

LG Baerchen

Samia
31.01.11, 13:57
Du musst immer die Quelle dazu schreiben zum Zitat, Bärchen: http://oestrogen-dominanz.de/buch/natuerliches-progesteron.htm

Da steht auch drin, dass man in der Menopause weit weniger braucht, Deine Dosis ist selbst für mit Mens sehr hoch.

Grüße,
Samia

Baerchen
31.01.11, 13:59
Danke, Samia!

Das habe ich vergessen.

LG Baerchen

mietzekatze
31.01.11, 16:13
würd es vorher auch mit progesteron versuchen.

bei mir wars das gleiche, aber mit yamswurzel und nuva ring wurde es besser. meine gyn ist auch eine progesteronverfechterin und meinte, nur wenns nicht anders geht, dann schaben wir aus.

kann yams nur weiterempfehlen, hat mir innerhalb 6 wochen eine 2,5 cam grosse endometriose-zyste vernichtet!:biggrin:

Baerchen
02.02.11, 14:18
Ich habe heute mit dem Hormon-Arzt telefonieren können.
Er hält die Dosis von 100 mg Progesteron für angemessen und aussetzen soll man auch nicht. :confused:
Er hat die Hysteroskopie befürwortet.

LG Baerchen

sill
03.02.11, 07:11
@ Angiccata
Finde deine Aussage nicht richtig.
Bei dir war es eine Ausnahmesituation die hier ja nicht vorliegt.
Ich weiß wie es ist wegen einem MA eine As zu bekommen. Leider.

Bei ihr wird es ja lang geplant und aus einem anderen Grund gemacht.

@ Baerchen
Bei mir lief der Eingriff damals etwas anders ab.
1. Beruhigungstablette
2. Tablette um schon mal alles in Gang zu bringen (Die Abstoßung :sad:)
3. Kein Klettern auf einen Stuhl. Ganz normal in den OP geschoben und gut
4. Durfte am selben Abend noch nach Hause
5. Blutungen wie bei der Mens. Ca. 1 1/2 Wochen lang.

Der Eingriff wurde 2009 gemacht. Leider bildete sich eine Entzündung die mit AB behandelt wurde und dann wieder abklang. Auch davon habe ich nichts zurückbehalten.

Hinterher 2010 hatte ich noch eine Gebärmutterspiegelung und nun steht demnächst ein KS an dem gleichzeitig auch eine AS folgt.

Klar sind Eingriffe nicht toll, aber manchmal unvermeidbar.
Wünsch dir alles Gute.

Baerchen
07.02.11, 13:57
Wegen Fieber habe ich noch 14 Tage "Bedenkzeit" bekommen. Der Termin musste verschoben werden.

LG Baerchen

Angiccata
07.02.11, 14:16
@ Angiccata
Finde deine Aussage nicht richtig.
Bei dir war es eine Ausnahmesituation die hier ja nicht vorliegt.
Ich weiß wie es ist wegen einem MA eine As zu bekommen. Leider.

Bei ihr wird es ja lang geplant und aus einem anderen Grund gemacht.



Was heißt "nicht richtig"?

Bei mir lief das so, wie ich es dargestellt habe.

Ob aus diesem oder anderem Grund, bin ich der Meinung, dass Ärzte & Co. drüber aufklären sollte, was passieren KANN und dazu gehören nicht nur die OP-Risiken, die immer da sind, sondern auch die Nach-OP-Zeit.

sill
07.02.11, 14:33
Nicht Richtig war blöd ausgedrückt.

Bin halt der Meinung du kannst eine AS wegen MA nicht mit einer geplanten vergleichen.
Klar sollten sie aufklären. Aber so wie bei dir läuft es nicht immer ab.

Bei Baerchen wird alles vorbereitet. Sie kann all ihre Fragen aufschreiben und klären.
Sie hat Zeit sich an den Gedanken des Eingriffs zu gewöhnen.

Angiccata
07.02.11, 15:45
@sill

Verglichen habe ich auch nicht, sondern nur dargestellt wie das bei mir abgelaufen ist und dass die Situation nunmal für mich ein Schock war, weswegen ICH persönlich auch aus anderen Gründen so einen Eingriff wahrscheinlich nicht wiederholen würde.

Der Grund mag auch ein anderer gewesen sein, der Eingriff bleibt der Gleiche und die Vorbereitung dazu kann so oder so verlaufen. Du musstest nicht auf den Stuhl krabbeln, ich schon .... woher willst du wissen, wie es woanders läuft?

>>Bei Baerchen wird alles vorbereitet. Sie kann all ihre Fragen aufschreiben und klären.<<

Eben. Genau deswegen habe ich meine Situation geschildert .... damit sie mitunter auch abklären kann, wie der Weg / die Vorbereitung zum OP aussieht. Ob das für sie wichtig ist, sollte sie selbst entscheiden.