Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Forschung Zelluläre Regulationsebene für SD-Hormone
Hallo,
ich habe in der Glandula, Heft Nr. 2/2007 (lfd. Nr. 25), Seite 18, diesen kurzen Beitrag der Charitee zu einer weiteren Regulationsebene der Schilddrüsenhormone gelesen.
Schilddrüse
Die Schilddrüse steuert zahlreiche Stoffwechselprozesse und den
Grundumsatz. Dafür aktiviert jede Zelle nochmals das Schilddrüsenhormon
und kann es auch inaktivieren, so dass eine weitere Regulationsebene
entsteht. Diese zelluläre Regulation untersuchen wir gegenwärtig
genauer.
Das ist zwar schon etwas älter, aber es klingt interessant. Denn das würde heissen, dass nicht nur ein bestimmter Level an freien Hormonen bestimmend dafür ist ob sich jemand wohl fühlt und leistungsfähig ist/wird, sondern ein bis dato noch nicht so sehr bekannter Regulationsmechanismus kann die Einstellung mit Hormonen wesentlich beeinflussen - so verstehe ich den Text.
Weiss jemand mehr zu diesem Thema, oder hat jemand schon andere Publikationen dazu gelesen?
LG
browneye
Hallo,
danke für die Information. Sehr interessant !
Dass zusätzliche Regelmechanismen existieren ist wahrscheinlich. Aber wie die funktionieren weiß niemand. Fast alle Stoffwechselvorgänge im Körper haben mehrere Regulationsebenen.
Besonders wenn die UF oder die ÜF langsam entstehen - könne sich der Körper daran gewöhnen oder anpassen. So hat mein Endo das erklärt. Viele Patienten mit starker UF oder ÜF bekämen ihre Diagnose als Zufallsbefund, weil sie keine Beschwerden haben (das weist ja auch darauf hin).
Auch die Anzahl der Zellrezeptoren für Hormone kann der Körper verändern. So ist auch eine Regulation möglich.
lg moritz
Spaghettimonster
15.08.10, 19:45
Naja, da geht es einfach darum, dass nicht nur die SD T3 produzieren kann, sondern auch die "Zielzellen" T4 in T3 umwandeln durch Dejodasen können.
Da gibt es verschiedene Typen und auch einige Publikationen aus letzter Zeit, dass Polymorphismen dieser Dejodasen zu unterschiedlichem fT4/fT3-Verhältnis im peripheren Blut führen können oder das Ansprechen auf eine Kombinationstherapie (T3+T4) beeinflussen.
Dazu ist vielleicht auch folgender Thread interessant:
http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1143541
Beim Suchen hab ich noch einen interessanten Übersichtsartikel gefunden zur Funktion und Regulation des SD-Stoffwechsels insgesamt:
http://www.springerlink.com/content/629p2t4471g85370/fulltext.pdf
Viel Spaß beim Lesen,
mellow_mood
Hallo mellow_mood,
Naja, da geht es einfach darum, dass nicht nur die SD T3 produzieren kann, sondern auch die "Zielzellen" T4 in T3 umwandeln durch Dejodasen können.
meinst Du?;):)
Und was sagt das Wort "nochmal" in dem Text?
Dafür aktiviert jede Zelle nochmals das Schilddrüsenhormon
...
Wenn ich doch schon durch eine der Dejodasen ein T3-Hormon erhalten habe, welches ich als aktiviertes Hormon bezeichnen würde, wie sollte das dann nochmal aktiviert werden durch eine zelluläre Dejodase? Dann hätte ich doch ein T2? Und ein T2 gilt auch als aktiviertes Hormon? Oder hab ich das nun falsch verstanden?
LG
browneye
Spaghettimonster
15.08.10, 21:21
meinst Du?;):)
Und was sagt das Wort "nochmal" in dem Text?
Weiß ich nicht, ich kann nicht Gedanken lesen. ;) Ehrlich gesagt, da Du den Artikel nicht verlinkt hast, hab ich mir den noch nicht rausgesucht.
Wenn ich doch schon durch eine der Dejodasen ein T3-Hormon erhalten habe, welches ich als aktiviertes Hormon bezeichnen würde, wie sollte das dann nochmal aktiviert werden durch eine zelluläre Dejodase? Dann hätte ich doch ein T2? Und ein T2 gilt auch als aktiviertes Hormon? Oder hab ich das nun falsch verstanden?
Nee, so meinte ich das nicht. Das "nochmal" habe ich ehrlich gesagt großzügig überlesen... :redface: Aber es gibt intrazellulär viele Regulationsmechanismen zur Aktivierung und Deaktivierung, z.B. können Enzyme bestimmte Molekülgruppen anbringen oder abspalten oder durch die Menge an spezifisch bindenden Partner kann reguliert werden, ob ein Molekül frei vorliegt und z.B. wie T3 in den Zellkern gelangen kann. Dort bindet es an Transkriptionsfaktoren und wirkt aktivierend, d.h. auch das Vorhandensein der entsprechenden Transkriptionsfaktoren könnte reguliert werden.
Aber das ist alles reine Spekulation und geht ja aus deinem rauskopierten Zitat nicht hervor. Interessantes Thema auf jeden Fall!
Schaue öfter bei Pubmed ob es was Interessantes zur SD gibt, auf Publikationen in der Richtung bin ich noch nciht gestoßen. Kann ich ja mal verstärkt drauf achten.
okay:)
hier der Link dazu:
http://www.glandula-online.de/cms/cms/upload/PDF/Glandula/Glandula_25.pdf
P.S.: gut möglich, dass auch Prof. Köhrle der Initiator des kurzen Abschnittes ist den ich zitierte...
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