Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Psychosomatik vs. Hashimoto
Ich bin erst seit kurzem auf dieses Forum gestoßen, weil ich selbst Hashimoto habe. In diesem Forum ist mir jedoch sofort eines aufgefallen:
Nach m.E. versteifen sich viel zu viele auf die SD. In meiner Familie trifft Hashimoto gehäuft auf; alle haben Blutwerte/Ultraschallbefunde, die eindeutig auf Hashimoto hindeuten. Keiner von denen beschreibt jedoch derart große gesundheitliche Einschränkungen, wie in diesem Forum von manchen geschildert.
Als ich mich kürzlich mit einem Facharzt unterhalten habe, der als Endokrinologe sehr anerkannt ist, sagte er mir, dass viele den Einfluss einer Schilddrüse überschätzen. Damit ist zwar nicht gesagt, dass der eine oder andere - v.a die mit deutlichen Zeichen im Ultraschall - Beschwerden haben, die auf Hashimoto zurückgeführt werden können und müssen - aber die Ursache liege bei vielen woanders. Dies zeigt sich v.a. daran, dass bei vielen die Beschwerde nicht verschwinden, obowohl sie Hormone nehmen. Nach ca. 4 Wochen sollte man - sofern man die richtige Dosis erreicht hat - jedoch deutliche Besserungen spüren.
Zudem fällt mir in diesem Forum auf, dass der Begriff Psychosomatik einen sehr negativen Einschlag hat. Jedoch hat Psychosomatik nichts damit zu tun, dass man "psychische Probleme" hat. In den allermeisten Fällen ist das vegitative Nervensystem nur durcheinander, was erhebliche Auswirkungen haben kann, die auch plötzlich auftreten können. Man muss in diesen Fällen auch nicht zum Nervenarzt o.ä., jedoch sollte man sich fragen, was einem im Leben nicht passt: zuviel Stress, zuviel Ärger o.ä.?. Dies kann zu Schwindel, Zittern, Überkeit und vielem anderen führen. In diesen Fällen sollte man sich daran machen, das Problem im Leben zu beseitigen, Entspannungstechniken erlernen, Stress abbauen u.ä. Viele werden sehen, dass sie damit Ihre gesundheitlichen Beschwerden in den Griff bekommen werden.
Ich will nochmals klarstellen, dass ich mit diesem Beitrag nicht diejenigen meine, die objektiv SD-Probleme haben. Einige sollten sich jedoch fragen, ob ihr Problem wirklich die SD ist oder ihre Beschwerde nicht doch eine andere Ursache haben.
KleinerStern
25.07.09, 11:25
Ich bin erst seit kurzem auf dieses Forum gestoßen, weil ich selbst Hashimoto habe. In diesem Forum ist mir jedoch sofort eines aufgefallen:
Nach m.E. versteifen sich viel zu viele auf die SD. In meiner Familie trifft Hashimoto gehäuft auf; alle haben Blutwerte/Ultraschallbefunde, die eindeutig auf Hashimoto hindeuten. Keiner von denen beschreibt jedoch derart große gesundheitliche Einschränkungen, wie in diesem Forum von manchen geschildert.
Als ich mich kürzlich mit einem Facharzt unterhalten habe, der als Endokrinologe sehr anerkannt ist, sagte er mir, dass viele den Einfluss einer Schilddrüse überschätzen. Damit ist zwar nicht gesagt, dass der eine oder andere - v.a die mit deutlichen Zeichen im Ultraschall - Beschwerden haben, die auf Hashimoto zurückgeführt werden können und müssen - aber die Ursache liege bei vielen woanders. Dies zeigt sich v.a. daran, dass bei vielen die Beschwerde nicht verschwinden, obowohl sie Hormone nehmen. Nach ca. 4 Wochen sollte man - sofern man die richtige Dosis erreicht hat - jedoch deutliche Besserungen spüren.
Zudem fällt mir in diesem Forum auf, dass der Begriff Psychosomatik einen sehr negativen Einschlag hat. Jedoch hat Psychosomatik nichts damit zu tun, dass man "psychische Probleme" hat. In den allermeisten Fällen ist das vegitative Nervensystem nur durcheinander, was erhebliche Auswirkungen haben kann, die auch plötzlich auftreten können. Man muss in diesen Fällen auch nicht zum Nervenarzt o.ä., jedoch sollte man sich fragen, was einem im Leben nicht passt: zuviel Stress, zuviel Ärger o.ä.?. Dies kann zu Schwindel, Zittern, Überkeit und vielem anderen führen. In diesen Fällen sollte man sich daran machen, das Problem im Leben zu beseitigen, Entspannungstechniken erlernen, Stress abbauen u.ä. Viele werden sehen, dass sie damit Ihre gesundheitlichen Beschwerden in den Griff bekommen werden.
Ich will nochmals klarstellen, dass ich mit diesem Beitrag nicht diejenigen meine, die objektiv SD-Probleme haben. Einige sollten sich jedoch fragen, ob ihr Problem wirklich die SD ist oder ihre Beschwerde nicht doch eine andere Ursache haben.
hi
na wie meinst das nun ?? also bei mir ist die SD das liegt ja schwarz auf weiss vor ( meine blutwerte und sonographie ). Aber die schildrüsenunterfunktion -krankheit kann auch die Psyche ausgelöst haben. da wären wir beim Thema
* wann komm ich endlich an die reihe? * das ist bei mir so zb. ich hab keine abgeschlossene ausbildung bin jetzt 29 jahre geworden, seit 2 jahren arbeitslos. wann genau die krankheit bei mir ausbrach weiss ich nicht mehr. Für jede krankheit gibts ein Psychischen grund bzw ein problem das man sich soviel ich weiss selber geschaffen hat? So wirds zumindest wo erklärt in der esoterik.
ich hatte echt damals zuviel stress und Mobbing, warscheinlich ist da druch auch diese krankheit ausgebrochen. Im Moment schlage ich mich auch noch mit meiner psyche rum, aber ich gebs nicht auf das ich irgendwann geheilt werde ich glaub fest dran auch wenns noch ein langer weg dahin ist.
ich kenne eine junge dame aus einem forum, sie hatte auch was mit der SD, dann kam ihr Kind auf die welt und die schildrüse war geheilt, sie musste keine tabletten oder sontiges mehr nehmen. Sowas nenne ich ein Wunder.
ich hab die krankheit oft benützt als ausrede um nicht wegehen zu müssen mit freunden zb. das war falsch ich geh normal gern weg bin normal auch ein lebenlustiger mensch, da frag ich mich wo ist das alles nur beglieben??
ich würde mich risig freuen wenn ich wieder ganz gesund werde, das kommt von herzen ich würd mich in die arbeit stürtzen und spass am leben haben.
Lg Kleinerstern
Nach ca. 4 Wochen sollte man - sofern man die richtige Dosis erreicht hat - jedoch deutliche Besserungen spüren.
Das Problem ist, dass man nach 4 Wochen die richtige Dosis noch gar nicht erreicht haben kann.
Es mag zwar sein, dass man nach einem gewissen Zeitraum aufmerken müsste, wenn es nicht besser wird, den jedoch an Hand einer Zahl festlegen zu wollen, halte ich für gewagt.
Einige sollten sich jedoch fragen, ob ihr Problem wirklich die SD ist oder ihre Beschwerde nicht doch eine andere Ursache haben.
Richtig, aber es wäre meiner Meinung nach übertrieben, zu sagen, es konzentriere sich hier alles und allein auf die SD. In den Beiträgen wird sehr wohl darauf hingewiesen, dass es diverse Mängel oder Krankheiten gibt, die zu ähnlichen Beschwerden führen.
Das Problem hierbei ist, dass zwar der Arzt der Meinung ist, es sei nicht die SD, jedoch auch keine konstruktiven Vorschläge macht, wonach man denn noch suchen könne. Häufig ist es ja schon ein Kampf, das Ferritin zu bestimmen lassen und das setzt sich auch anderweitig so fort.
LG, Seele
Edit: Die Menschen hier im Forum dürften wahrscheinlich auch kaum die repräsentative Masse der an Hashimoto Erkrankten darstellen. Rund 80% der Betroffenen sollen relativ problemlos mit der Krankheit leben können - zu denen gehören deine Verwandten dann wahrscheinlich.
Hallo,
da kann ich schlecht was darauf sagen. Ich bin kein Arzt, aber Wissenschaftler und nehme daher mit den Fakten sehr genau.
Wenn hier Leute schreiben, dass sie vermuten, Hashimoto zu haben, obwohl Sonographie und Blutwerte i.O. sind, halte ich das für sehr bedenklich.
Damit will ich aber natürlich nicht sagen, dass diejenigen, bei denen objektiv nachweisbar Hashimoto vorliegt, keine Beschwerden haben oder haben dürfen. Im Gegenteil, bei diesen ist nachvollziehbar, dass sie einen Zusammenhang zwischen Beschwerden und Hashimoto vermuten.
Zudem ist ja auch allgemein anerkannt, dass sich psychisch/vegitative Probleme und Hashimoto gegenseitig bedingen.
Letztlich muss jeder Fall einzeln betrachtet werden. Man muss sich fragen, ist es die SD und haben meine Beschwerden andere Ursachen, gegen die ich angehen muss. Bei letzterem kann evtl. ein Heilpraktiker oder TCM helfen. Bei Depressionen o.ä. wäre ein Psychotherapeut ratsam.
Das Problem hierbei ist, dass zwar der Arzt der Meinung ist, es sei nicht die SD, jedoch auch keine konstruktiven Vorschläge macht, wonach man denn noch suchen könne. Häufig ist es ja schon ein Kampf, das Ferritin zu bestimmen lassen und das setzt sich auch anderweitig so fort.
LG, Seele
Das ist völlig richtig. Hat man keinen Arzt, der ersten fähig und zweitens hilfsbereit ist, hängt man mit seinen Beschwerden ziemlich in der Luft.
Insoweit halte ich das Forum auch für sehr hilfreich, weil man sich mit anderen, die mehr Erfahrung haben, austauschen kann. Den Tenor meines Beitrags halte ich jedoch für richtig. Passt das Ultraschallbild bzw. die Blutwerte nicht zu Hashimoto sollte man vorsichtig sein, die Beschwerden an der SD festzumanchen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.
Dass hier manchen eine Psychotherapie mehr bringen würde, als nur die Hormone allein, den Eindruck habe ich allerdings auch.
Das Forum besteht nun mal überwiegend aus Erfahrungswerten und nicht aus Zahlen und Fakten, wie sie (Natur)Wissenschaftler gerne haben. Das soll kein Angriff sein, aber etwas, was du bedenken solltest.
Und genau jene Erfahrungswerte bestätigen eben, dass man Hashimoto auch haben könnte, wenn Sonographie und Blutwerte ok sind, doch es ist hier (noch) nicht so, dass man jedem Neuen "einreden" möchte, er habe diese Krankheit auch.
Dass die Symptome teilweise recht unspezifisch sind und auf etliche andere Krankheiten passen würden, stimmt schon.
Guter Beitrag, und ich denke da ist auch einiges dran. Wie ich die Tage schon mal geschrieben habe bei dem Thema Angst/Panikattacken. Ich sehe es schon so das man dank der SD psychisch so labil wird das man leicht in eine Angstphase und Depression rutschen kann, auch wenn man sonst nicht der Typ dazu ist (seh ich an mir :( ), aber ich denke auch mit Einstellung der SD wird die Psyche wieder stabiler und man ist nicht mehr so anfälig aber an den Depressionen, etc. muss man schon selber arbeiten.
Auch das "selber verrücktmachen" zähl ich da dazu, da nehm ich mich auch gar nicht aus. Ich seh das die Tage an mir des öfteren das ich morgens schon dasitze und erst mal in mich reinhorche wie es mir heute geht, ist mir schwindlig oder nicht ? Bin ich zittrig ? Ist mir kalt ? Akribisches Puls und Blutdruckmessen und so weiter. Das macht den Allgemeinzustand nicht besser, sondern man steigert sich selbst in was rein und aus ein bisschen "dämmrig" am Morgen wird dann ganz schnell ein ausgewachsener Schwindelanfall und die SD kann gar nicht wirklich was dafür. Die Gradwanderung wann man seinen Körper und seine Verfassung sinnvoll beobachtet und wann man sich selber "verrückt" macht und durch übertriebene Selbstbeobachtung selbst Symptome auslöst oder verschlimmert ist nicht einfach.
Ich bin der festen Überzeugung das viele meiner Symptome der SD zuzuschreiben sind, vor allem da sie relativ plötzlich aus dem Nix gekommen sind. Ich sehe aber manche Symptome bei mir auch als Folgeerscheinung die ich mir selbst zuzuschreiben habe durch "verrückt" machen, übertriebene Selbstbeobachtung, etc. Und genau das ist ja dann psychosomatik. Psychosomatik heisst ja nicht man bildet sich das Symptom ein, aber man hat das Schmerzzentrum dazu gebracht die Schmerzen auszulösen ohne das ein organischer Gund dazu vorliegt.
Daher denke ich da ist schon ein bisschen was dran und sehe das mal so. Beschwerden die besser werden sobald man sich ablenkt haben wohl weniger einen körperlichen Auslöser, Beschwerden die man einfach hat und die auch plötzlich kommen während man mit dem Kopf nicht bei seinem Zustand ist sind im Regelfall auch organisch ausgelöst.
Ich denke aber auch das ein Großteil der Beschwerden hier nicht psychosomatisch ist, auch wenn ich bei manchen Beiträgen schon mal denke "Oh je, da hat sich aber jemand schwer reingesteoigert" . Man muss beim bewerten auch sagen das hier im Forum wohl auch nicht unbedingt der typische HT Kranke zu finden ist. Ich denke es gibt sehr viele die eine gute Einstellung haben und keine weiteren Probleme (es heisst ja immer 80%), oder zumindest keine nennenswerten. Aber diese Leute findet man selten in einem Forum, wozu auch. Die haben keinen Grund sich weiter zu informieren oder Hilfe in einer Selbsthilfegruppe (nichts anderes ist dieses Forum, wenn mans mal genau nimmt) zu suchen.
LG
Sven
ChristianeH
25.07.09, 11:52
Nach m.E. versteifen sich viel zu viele auf die SD. In meiner Familie trifft Hashimoto gehäuft auf; alle haben Blutwerte/Ultraschallbefunde, die eindeutig auf Hashimoto hindeuten. Keiner von denen beschreibt jedoch derart große gesundheitliche Einschränkungen, wie in diesem Forum von manchen geschildert.
Das mag daran liegen dass der Durchschnitt der Erkrankten bei guter Einstellung ohne große Beschwerden leben kann.
Du übersiehst dass in diesem Forum kein "Durchschnitt" schreibt, sondern sich hier Patienten konzentrieren die trotz Behandlung einen hohen Leidensdruck haben und deswegen nach Lösungen suchen. Dieses Forum ist nicht repräsentativ für die Gesamtheit der Erkrankten.
Als ich mich kürzlich mit einem Facharzt unterhalten habe, der als Endokrinologe sehr anerkannt ist, sagte er mir, dass viele den Einfluss einer Schilddrüse überschätzen. Damit ist zwar nicht gesagt, dass der eine oder andere - v.a die mit deutlichen Zeichen im Ultraschall - Beschwerden haben, die auf Hashimoto zurückgeführt werden können und müssen - aber die Ursache liege bei vielen woanders. Dies zeigt sich v.a. daran, dass bei vielen die Beschwerde nicht verschwinden, obowohl sie Hormone nehmen. Nach ca. 4 Wochen sollte man - sofern man die richtige Dosis erreicht hat - jedoch deutliche Besserungen spüren.
Ob der befragte Arzt ein "sehr anerkannter Endokrinologe" ist oder nicht, sagt nichts über seine Kompetenz im Umgang mit Hahimoto aus. Es gibt genug "rennomierte Ärzte" die ihre Patienten nicht ernst nehmen und nur das sehen, was laut Lehrbuch sein darf. Insofern ist eine Hashimoto natürlich harmlos und kann unmöglich solche Beschwerden machen wie hier geschildert.
Ein Arzt, der den Körper wie eine Maschine betrachtet (oben Tablette rein und nach 4 Wochen muss alles gut sein) ist m.E. nicht kompetent was die Behandlung der Hashimoto angeht.
Das Hormonsystem ist diffizil und mitnichten vollständig verstanden. Insofern ist es geradezu lächerlich, derartige Anforderungen an eine Thyroxintablette zu stellen.
Zudem fällt mir in diesem Forum auf, dass der Begriff Psychosomatik einen sehr negativen Einschlag hat. Jedoch hat Psychosomatik nichts damit zu tun, dass man "psychische Probleme" hat. In den allermeisten Fällen ist das vegitative Nervensystem nur durcheinander, was erhebliche Auswirkungen haben kann, die auch plötzlich auftreten können. Man muss in diesen Fällen auch nicht zum Nervenarzt o.ä., jedoch sollte man sich fragen, was einem im Leben nicht passt: zuviel Stress, zuviel Ärger o.ä.?. Dies kann zu Schwindel, Zittern, Überkeit und vielem anderen führen. In diesen Fällen sollte man sich daran machen, das Problem im Leben zu beseitigen, Entspannungstechniken erlernen, Stress abbauen u.ä. Viele werden sehen, dass sie damit Ihre gesundheitlichen Beschwerden in den Griff bekommen werden..
Der Begriff "Psychosomatik" bekommt immer dann einen negativen Einschlag, wenn er als Totschläger für den Patienten benutzt wird, nämlich dann, wenn der Arzt entweder kein Wissen über die Erkrankung hat oder keine Lust, sich mit dem Patienten auseinander zu setzen. Und das ist leider viel zu häufig der Fall. Wenn nicht sein kann was nicht sein darf, ist die Psyche als Grund schnell zur Stelle.
Ich will nochmals klarstellen, dass ich mit diesem Beitrag nicht diejenigen meine, die objektiv SD-Probleme haben. Einige sollten sich jedoch fragen, ob ihr Problem wirklich die SD ist oder ihre Beschwerde nicht doch eine andere Ursache haben.
Erkläre mir doch bitte mal den Unterschied zwischen "objektiven SD-Problemen" und subjektiven SD-Problemen. Beschwerden sind immer subjektiv. Das Wissen über die Erkrankung Hashimoto Thyreoiditis ist heute lückenhaft, weil weder das Hormon- noch das Immunsystem heute wirklich verstanden wurden. Insofern kann ein guter Arzt nur durch Beobachten seiner Patienten lernen, durch Erfahrung im Umgang mit der Erkrankung. Und dafür muss er offen sein und sich nicht an Lehrbuchmeinungen wie du sie uns naheträgst festhalten.
Christiane
Wenn hier Leute schreiben, dass sie vermuten, Hashimoto zu haben, obwohl Sonographie und Blutwerte i.O. sind, halte ich das für sehr bedenklich.
Ich kann natürlich jetzt nur von mir reden, aber denke, dass der Großteil der hier im Forum tummelnden ähnlich denken:
Hier melden sich Menschen, denen es schlecht geht und sich hier Hilfe erhoffen. Da dies ein Forum für Schilddrüsenerkrankte ist, ist es mehr als verständlich, dass man diese als erste mögliche Ursache vermutet.
Sind die Blutwerte und die Sonographie iO wird entweder geraten andere Ursachen untersuchen zu lassen (zB Vitamine, Mineralien und Spurenelemente) oder sich bei ziemlich deutlichen UF-Symptomen eine Zweitmeinung einzuholen.
Ich habe in meinem Leben sehr schlechte Erfahrungen mit ADs gemacht und sehe sie als letztes Mittel. Vorher sollten erst alle anderen möglichen Ursachen ausgeschlossen werden.
Psychotherapeutischer Begleitung bei einer Erkrankung steh ich dagegen sehr offen entgegen. Gerade wenn man viele Beschwerden hat, schlägt sich das mit Sicherheit auch auf die Psyche nieder, je nach Mensch mehr oder weniger. Da ist eine begleitende Gesprächstherapie zB gold wert.
Butterkeks
25.07.09, 13:22
was ich ganz ganz schwierig find an dem thema ist, dass die meisten laien aber auch ärzte garnicht korrekt unter den begriffen unterscheiden.
psychosomatik bedeutet, dass eine erkrankung (zum beispiel) uf erkannt und diagnostiziert wurde, man aber den grund/auslöser dafür nicht gefunden hat und deshalb glaubt, psychische belastung seie auslöser der erkrankung gewesen.
-->psychosomatik hat also nix mit dem "da ist nix, das ist psychisch" zu tun....sondern ehr mit "oh ja, sie haben eindeutig XY und sicher durch psychische belastung ausgelöst"
das was von ärzten so gern angewendet wird, fällt eigentlich unter den bergiff "somatoforme störung". hier können rein medizinisch keine körperlichen ursachen festgestellt werden, obwohl der patient über beschwerden klagt.
für die diagnose der somtoformer störungen gibt es aber klare kriterien nach dsm 4 bzw icd10, die auf die meisten hier wohl kaum tatsächlich zutreffen. auch ist die diagnose eine, welche einem psychologen/psychiater obliegt und nicht einem allgemeinarzt.
mein psychiatrie dozent erklärte dass die somatoforme störung viel zu schnell und viel zu häufig diagnostiziert werde....was auch die recht hohe sterberate erkläre ("die hatten dann wohl doch was"). er meinte, man könne als mediziner eben immer nur sagen "ich finde nichts" aber nicht davon ausgehen dass da deshalb auch wirklich nichts ist.;)
-->schade dass nur wenige mediziner diese einstellung teilen. die meisten sind der meinung die medizinische forschung seie vollkommen ausgereizt und sie wären über all das nötige wissen erhaben. was sie nicht kennen kann es nicht geben und gilt als eingebildet.:rolleyes:
Ich sehe das auch etwas anders.
-Zu Beginn von HT sieht man oftmals im Sono noch keine all zu große Veränderung
- Blutwerte können noch innerhalb der Norm liegen; entsprechen jedoch nicht der persönlichen Norm, somit kommt es auch hier zu Beschwerden
- AK könnten unter der Normgrenze vorhanden sein; hat nicht unbedingt etwas zu sagen da seronegative HT vorhanden sein kann
- Das hier die Psychoschiene negativ bewertet wird liegt einzig und allein daran das hier sehr viele User sind die mitunter Jahrelang auf diese Schiene geschoben wurden obwohl nachweislich ein SD Problem vorhanden war. Hat man ein mal den "Psychostempel" ab gekommt man diesen auch kaum noch los.
- HT macht mitunter mehr Probleme als das Lehrbuch aufweist; daher schimpft man oftmals HT als eine "Macht-Nix-Krankheit".
VG
invisibly
Ich will nochmals klarstellen, dass ich mit diesem Beitrag nicht diejenigen meine, die objektiv SD-Probleme haben. Einige sollten sich jedoch fragen, ob ihr Problem wirklich die SD ist oder ihre Beschwerde nicht doch eine andere Ursache haben.
Na, so allgemein und von oben herab wird das nix.
Wenn Du in einem bestimmten Thread den Eindruck hast, dass sich jemand auch mal drum kümmern sollte, einen Stressfaktor jenseits der Schilddrüse anzupacken, dann kannst Du gerne konstruktive Tipps geben.
Viele Grüße
Irene
Flügellahm
25.07.09, 15:14
"Ich will nochmals klarstellen, dass ich mit diesem Beitrag nicht diejenigen meine, die objektiv SD-Probleme haben. Einige sollten sich jedoch fragen, ob ihr Problem wirklich die SD ist oder ihre Beschwerde nicht doch eine andere Ursache haben."
Ich bin der Ansicht, dass man den Ursachen auf den Grund gehen sollte. Dabei sollte man in alle Richtungen prüfen. Leider wird das von vielen Ärzten nicht gemacht, sie halten sich an die Norm als heilige Kuh. Aber was heißt schon "objektiv SD-Probleme".
Ich hatte jahrelang "objektiv" keine Schilddrüsenprobleme. Trotzdem habe ich immer gemerkt, dass die Schilddrüse nicht in Ordnung ist.
Nach der zweiten Schwangerschaft hatte ich ganz massive Symptome v.a. Müdigkeit. 1995 wurde ich mit einem TSH von 3,79 heimgeschickt. "Chemisch sind sie gesund" Aber es ging mir besch.....
Bin von Arzt zu Arzt gerannt. Nach Jahren endlich mal zumindest eine Sono. Ergebnis: ich habe nur eine halbe Schilddrüse. Aber das macht ja nix, solange die Werte in der Norm sind..........
Beim Szinti stellte sich dann doch die Unterfunktion heraus. Seither nehme ich LT. (Fühle mich aber schlecht eingestellt)
Vor ein paar Monaten haben wir die Blutwerte meiner Tochter (15) testen lassen, da sie oft tagsüber müde ist, unkonzentriert u.a. Dachte zunächst nicht ungedingt an die Schilddrüse, vielleicht Eisen, Vitamine o.ä.
Das Ergebnis: TSH 3,68. Arzt sofort: latente Unterfunktion, da muss man was machen. (leider liegt er voll auf der Jod-Schiene, also schon wieder die Ärzte-Odysee)
Ich hoffe, dass meiner Tochter meine lange Odysee erspart bleibt. Aber wenn ich an meinen Wert von vor 15 Jahren denke, komme ich mir schon etwas verarscht vor.
Klar, ich habe nur eine halbe Schilddrüse, aber objektiv kein Schilddrüsenproblem. Was sagt man dazu?
PS: wir haben beide kein Hashi, nur UF
Butterkeks
25.07.09, 17:18
ach so... zu dem argument "es gibt auch viele hashis ohne beschwerden" soll gesagt sein: es ist eben individuell unterschiedlich und auch immer ne frage der zeit. also wie gut kommt der körper damit selber klar und vor allem wie lange kann er selber damit klar kommen und wann muss man eingreifen?
es gibt viele hier die nach ihrer diagnose mal nach alten werten geschaut haben und feststellen mussten, dass sie schon jaaaaahre zuvor abartig schlechte werte hatten....allerdings ohne symptome;)
der körper kann eben so einiges wegstecken...nur irgendwann ist eben auch damit schluss (bei mir waren es glatte 7 jahre symptomfreiheit trotz madiger werte...dann war schlagartig schluss mit lustig).
hashis ohne beschwerden stecken das ganze also einfach besser weg bzw es wurde eben früh genug erkannt und behandelt ...oder das dicke ende kommt eben erst noch...
und die beschwerdebelasteten hashis haben ja auch nicht immer beschwerden. meist halndelt es sich um 1-2 jahre symptomchaos bis ne gute einstellung gefunden wurde...dann geht es auch ihnen wieder gut.
das forum hier vermittelt nur oft nen anderen eindruck weil sich eben hier die härtefälle (auf zeit) treffen....aber auch hier herrscht ein ständiger wechsel.
ps: betroffene direkt ansprechen? viel spaß dabei. :biggrin:
mich wundert´s ohnehin dass hier noch keiner wegen seiner nicht-negativ-einstellung zur psychosomatik gesteinigt wurde:biggrin:
Dazu will ich nochmal sagen, dass das Empfinden der Symptome sehr unterschiedlich ist. Bis zu meiner HT-Diagnose dachte ich einfach nur: "Huch ich werde so dick" und habe alle anderen Symptome gar nicht als solche interpretiert. Wenn man nun aber von der Krankheit weiß, horcht man schon etwas genauer in sich rein, wenn man hier liest, kommt der Aha-Effekt "ach das hab ich doch auch". Manches Mal hört der ein oder andere auch etwas zu sehr in sich rein. Nur weil man mal einen Pickel hat, hat man ja auch nicht automatisch eine ÜF.
Jemand der immer gerne aktiv war und viel Sport gemacht hat, werden die Symptome wie Antriebslosigkeit und schnelle Erschöpfung viel mehr zu schaffen machen, als jemand, der von natur aus schon leicht lethargisch ist.
Es ist nunmal alles sehr subjektiv.
Hallo ,
Jura meint, kurz und knapp formuliert , hier tummeln sich ne menge Hypochonder rum ! Sehe ich das richtig ?
Meine HÄ meint auch bei mir alles die Psyche ! Dann frage ich mich aber warum weder die AD noch Klinikaufenthalt was gebracht haben .Oberarzt der Klinik sagte dann wieder ich brauche keine Therapie .
Ich habe nicht einmal eine Diagnose die sagt ich hätte Hashi . Nur seltsam das es mir jetzt nach 9 Monaten mit Hormonen schon viel besser geht . Ok es gibt immer mal wieder so doofe Tage , aber die werden immer seltener.
Und wenn man nach 4 Jahren Quälerei wo einem keiner der Weisskittel geholfen hat Seelische Narben davon trägt , dann ist das doch kein Wunder .
Ohne das Forum hier , ich weiß nicht wo ich dann jetzt wäre :(
Also bitte gaaaanz vorsichtig mit solchen aussagen wegen der eingebildeten Kranken .
Ich bin mir auch sicher auch wenn es hier bei einigen kein Hashi ist kann doch auch denen geholfen werden . Und sei es nur durch zuhören und Verständnis zeigen .
Steffi
Aber Antidepressiva sind viel kostspieliger !
Gab es hier schonmal eine Umfrage ob jemanden eine Psychotherapie Antidepressiva geholfen hat ?
Also, zunächst finde ich gut, dass hier über dieses und andere Themen diskutiert wird.
Ich möchte aber nochmals ein paar Dinge klarstellen.
Nein, ich meine nicht, dass die Personen in diesem Forum Hypochonder sind. Ein Hypochonder ist nämlich eine Person, die sich eine Krankheit einbildet. Wenn jedoch die Leute hier übermäßig schwitzen, ihnen schwindlig ist etc. bilden sie sich dies nicht ein, sondern sie haben die Symptome.
Eine ganz andere Frage ist es, was die Ursache dieser Symptome sind. Und hierbei haben viele Recht, wenn sie sagen, dass nur die wenigsten Ärzte sich genügend Zeit nehmen, den Ursachen auf den Grund zu gehen.
Trotzdem können Beschwerde, auf eine Organschädigung zurückzuführen sein, oder auf eine fehlerhafte Arbeit des vegetativen Nervensystems. Mit Einbildung, Psycho, Verücktheit etc. hat das gar nichts zu tun. Das vegetative Nervensystem ist auch ein "Organ", dass aus bestimmten Gründen nicht funktioniert. Und viele machen es sich ein wenig zu einfach. Mir fehlts an der SD, ich nehme Hormone und gut ist die Sache. In vielen Fällen liegt der Fehler in der Nervensteuerung der Organe. Problematischerweise lässt sich dieser "Organschaden" bislang nicht objektiv bestimmen. Trotzdem sollte man auch an diese Ursache der Beschwerden denken.
Bei der dritten Gruppe von Personen liegt die Ursache der Beschwerde dann schließlich tatsächlich in der Psyche, weil sie irgendwelche traumatischen Erlebnisse o.ä. hatten. Ich glaube jedoch, dass dies bei den wenigsten der Fall ist. Leider vermischen selbst Ärzte die Psychosomatik mit psychischen Störungen und "schieben einen auf die Psychoschiene." Man sollte jedoch beides fein trennen.
Zuletzt: Ich möchte hier keinen verunsichern; im Gegenteil, eher ermutigen, sich einmal hierüber genau Gedanken zu machen, sich nicht auf die "Psychoschiene" abschieben zu lassen und evtl. auch an die Psychosomatik als Ursache denken.
Wünsche allen eine gute Besserung!
Hallo an alle,
ich will mal meine Sicht der Dinge darlegen.
Lt. meinem HA habe ich auch kein Hashi weil ich keine TPO-AK habe, die Tg-AK hat er nie getestet; lt. einem Facharzt schon. Der HA meint, es ist "nur" eine UF, schreibt jedoch in seinen Sonobefund IMMER rein, dass dort Hashi sichtbar ist. Meiner Meinung nach um sich zu schützen, sollte mal einer das Gegenteil behaupten. Zu meinem Glück und dem vieler anderer hier, wird bei Hashi die UF behandelt, da diese wohl die meisten Probleme verursacht. Und da viele, wie auch ich, vom Arzt meist nur die UF diagnostiziert bekommen (u.a. weil an Hashi gar nicht erst gedacht wird) bekommen sie LT verschrieben. Deswegen haben wir Glück, dass die Behandlungsform die gleiche ist.
Mein Arzt wollte mich dennoch auf die Psychoschiene schieben, was ich aber nicht mit mir machen lassen habe, denn das hat schon mal eine Ärztin gemacht und da kommt nie mehr raus. Mein HA ist übrigens auch ein renommierter Internist, leider hat er von der SD nicht so viel Ahnung. Was auch kein Wunder ist, da es im Medizinstudium nur kurz angerissen wird. Deswegen mache ich ihm da auch keinen Vorwurf.
Ich denke auch, dass hier nicht alles auf die Schilddrüse geschoben wird, weder vom Betroffenen selbst, noch von anderen Usern. Das halte ich sehr für aus der Luft gegriffen. Denn immer wieder liest man, dass geraten wird auch die Nebenbaustellen untersuchen und behandeln zu lassen, insofern vorhanden. Denn das es davon sehr viele gibt, bei Hashi und auch bei MB, dass wissen wir alle hier. Ich selbst habe auch Symptome, die von Hashi sein können, aber auch andere Ursachen und denen gehe ich ebenso auf den Grund.
Die Leute die hier im Forum aktiv sind, haben/hatten in der Regel massive Probleme. Die mittlerweile gut Eingestellten stehen dennoch mit ihrem Wissen und ihrer Unterstützung anderen zur Seite.
Mein persönlicher Eindruck deines Eröffnungsbeitrages in diesem Thread ist der, dass du keine Probleme haben kannst, denn dir scheint es anscheinend gut zu gehen, wenn du solche Thesen in den Raum stellen kannst. Ich persönlich finde es nicht gerade passend den Leuten gegenüber, die wirklich massive Probleme haben und deswegen hier um Hilfe und Rat suchen, weil sie der Arzt/die Ärzte im Regen stehen gelassen haben.
Wie meine Vorredner schon sagten: Symptome sind subjektiv. Der eine nimmt sie war, der andere nicht, einige wiederrum stärker als andere bzw. schwächer.
LG Tina
Edit: Sicher ist es bei Hashi hilfreich, den Stress abzubauen, dies mache ich selber so, aber wie vor der Erkrankung fühle ich mich deswegen nicht. Und nur weil sich hier mit der Krankheit, die ja ein Leben lang bestehen bleibt, auseinander gesetzt wird, heißt das noch lange nicht, dass wir andere Dinge nicht für voll nehmen! Es gibt Krankheiten, die sind heilbar, man setzt sich dennoch damit auseinander, Hashimoto gehört leider nicht dazu, oder sagst du zu solchen Leuten auch, sie sollten mal an etwas anderes denken, zB, dass ein Schnupfen sicher nicht von einer Viruserkrankung herrührt, sondern vielleicht von zu viel Stress.
Danke , dir auch gute Besserung !
LG , Steffi
Jeder Mensch ist anders, jedes Organ ist anders, jeder reagiert anders auf Therapien und auch auf Einflüsse im Leben .
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Der Mensch besteht nicht nur aus Entweder oder , oder schwarz und weiß.
Die SD hat eine sehr große Auswirkung auf den gesamten Körper und daher ist es einleuchtend das sie dann auch von Kopfschmerzen bis Hornhaut alles mit beeinflussen kann. Und ebenso können bei Schilddrüsenerkrankungen auch psychische Erkrankungen , wie z.B Depressionen entstehen. Es ist nicht die Frage ob das eine oder das andere hilft, sondern das alles Hand-in Hand arbeitet und jeder Fachrichtung ihr Wissen einsetzt um gemeinsam den richtigen Weg für den individuellen Patienten zu suchen.
Durch unser Facharztsystem haben wir ganz viele Spezialisten , die leider oft genug nur ihr Gebiet sehen und wenn alles nicht recht ins Bild passt, dann ist es das eben dann nicht.
Wenn ein Endokrinologe sagt das es überwertet wird was die Sd auslösen kann, dann rate ich eine Woche bei einem Tierarzt zu hospitieren. Die Veterinäre scheinen wirklich schon lange viel mehr Durchblick zu haben und das vielleicht auch , weil ihre Patienten nichts sagen können...
Ich kann dir hochdotierte Chefärzte nennen die beschwören würden das Hashimoto überhaupt keine Symptome auslöst.
Was bin ich froh das wir es besser wissen und das es auch Ärzte gibt die sich noch richtig mit ihren Patienten befassen , zuhören und ihm auch glauben.
Das Erste was ich hier erfuhr das es wohl den allermeisten Hashimotopatienten nach Substitution sehr gut gehe und sie keinerlei Probleme mehr haben. Wenn es so ist, freue ich mich sehr darüber. Wir anderen die Probleme haben , müssen so gut es geht lernen damit klar zu kommen oder auch nach Methoden suchen , die Symptome abmildern können oder sogar zum verschwinden bringen. Und da hilft jedem was anderes.
In diesem Forum kann man sich Ratschläge holen und nach neuen Erkenntnissen suchen ... aber zu allererst ein offenes Ohr finden , wenn es einem nicht so gut geht und Empathie bei allem was man durchmacht. Man findet Menschen die ähnliches erleben und anstatt daran kaputt zu gehen hier tapfer weiter kämpfen .
Ich freue mich sehr für dich und deine Familie das es euch allen sehr gut geht.
Von daher ist es mir klar das du nicht wirklich wissen kannst wovon du redest. Man lernt erst über den Tellerrand der eigenen Befindlichkeit hinauszusehen wenn man es bitter nötig hat. Und nicht jedes Wort zu glauben das ein Arzt von sich gibt.
Kleiner Elch
25.07.09, 21:54
Stimme stuppsi voll und ganz zu, gerade was die Spezialisierung der Fachärzte anbelangt.
Schön, dass es dir und deiner Familie mit Hashi gut geht, das freut mich zu hören, und da es mir mit LT auch wieder besser geht, habe ich die Hoffnung, auch mal wieder in ein normales Leben zu finden.
Was die Sache mit Psychosomatik etc. angeht. Was du übers vegetative Nervensystem schreibst etc., das leuchtet ein.
Allerdings musste ich die bittere Erfahrung machen, dass ich nach streng "wissenschaftlicher" Beobachtung meines Körpers vor der HT-Diagnose (Tagebuch über Befinden, Stimmungen etc.) mit meinen Symptomen, Beobachtungen etc. von den verschiedensten Ärzten (Gyn, Orthopäde, Allgemeinarzt etc.) nicht ernstgenommen wurde (Stichwort Hypochonder und mangelnde Ursachenforschung), bis ich mich selbst und meinen Körper (also die deutlichen Symptome) nicht mehr ernstgenommen habe und dann anfing, nach Psychotherapeuten zu suchen. Die mich auch nicht ernstnahmen, selbst mit einer Hashi-Diagnose nicht. Da hiess es dann, "ja, aber Ihre unglückliche Kindheit..." (an die ich mich dummer- bzw. bezeichnenderweise nicht erinnern kann, ich fand meine Kindheit relativ normal, mit Höhen und Tiefen, die jeder so ähnlich erlebt haben dürfte) :confused:. (Beim Begriff unglückliche Kindheit entwickele ich übrigens wohl inzwischen Symptome eben dieser ;))
Leider hatte ich nicht das Glück, an einen Therapeuten zu geraten, der mich durch Gesprächstherapie oder Entspannungstechniken aufgebaut und unterstützt hätte (obwohl durchaus auch Verhaltenstherapeuten auf meiner Odyssee dabei waren), so wie einige hier im Forum es wohl erlebt haben. Rückblickend muss ich eher sagen, dass die Psychotherapeuten, die ich kennenlernen durfte, das Problem eher noch verschärft haben dürften, weil sie meine psychischen Beschwerden offenbar völlig falsch zugeordnet haben (und bis auf einen nicht auf SD-Untersuchung bestanden haben, und der eine hat es auch nur aus formalen Gründen - Konsiliarbericht - getan, nicht aufgrund meiner Symptome und Beschwerden), bis zu dem Punkt, wo mein letzter Therapeut mir nicht glauben wollte, dass unter LT meine Beschwerden sich binnen Wochen gebessert haben.
Ich finde es gut, dass hier immer mal wieder jemand das "Ding mit der Psycho-Schiene" anschneidet, denn je mehr darüber differenziert diskutiert wird, desto mehr Chance auf Klarheit haben wir.
Ich muss aber sagen, dass ein Besuch bei einer Homöopathin mir und meiner nach einem Jahr Therapeutenkontakt (und mehreren Jahre Hashimoto nebst damit verbundener Unsicherheiten und Verunsicherung durch Fachärzte) geschundenen Seele wesentlich besser getan hat als alles andere, was ich vorher erleben durfte.
Schön geschrieben, Kleiner Elch :)
Ich bin ja sehr für therapeutische Hilfe, wo sie angebracht ist, und ich sehe prinzipiell bei Hashi eben auch psychische Anteile. Ich habe so eine Vorstellung vom Zusammenspiel von Körper und Seele, bei dem sich Probleme auf beiden Seiten darstellen und auf beiden Seiten angegangen werden können und manchmal auch müssen.
Aber mit Hashi erlebt man ja nun wirklich schlimme Sachen. Die Krankheit wird erst anerkannt wenn man halb tot ist, obwohl inzwischen bekannt ist, dass das falsch ist. Man bekommt solange erklärt, dass alle Symptome psychisch seien, bis alles vielleicht erst nach Jahren völlig aus dem Ruder läuft, da Hashi nun einmal auch jahrelang milde und innerhalb der Normbereiche verlaufen kann. Und diese ganze ellenlange Zeit bekommt man erzählt, das seien alles psychische Probleme - das ist entsetzlich und macht nur zu verständlich, dass man darauf keine Lust mehr hat.
Und wenn man einmal die andere Seite betrachtet - meiner persönlichen Ansicht nach, nach allem was ich so gelesen und erlebt habe, schätze ich maximal circa 10% der Therapeuten als fähig ein. Und bei den 90% anderen kann der Schaden sogar größer werden.
Ich war bei 6 Therapeuten, bevor ich die richtige gefunden habe, und von denen haben 5 mich bereits im ersten Gespräch verletzt.
Ich glaube dass viele nicht die Selbstsicherheit haben zu sagen, das hier ist nicht in Ordnung und zu gehen, sondern oft an sich selbst zweifeln und bleiben. Eine Freundin sagte einmal: Wichtig ist, dass es Dir nach jedem Termin besser geht und nicht schlechter.
Also das Ganze muss man schon sehr kritisch betrachten und die Schilddrüsentabletten sind auf jeden FAll die erste Wahl und ohne geht gar nichts.
LG :)
Samia
Obacht ! Senf.
Also grundsätzlich sehe ich wie Jura schon auch einen Zusammenhang zwischen der psychischen und physischen Konstitution eines Menschen. Es gibt ja da auch mittlerweile sehr aussagekräftige Studien. Und gerade bei so etwas wie Hashi, eine autoimmune, also vom Körper selbst ausgelöste Krankheit, kann der psychische Faktor schon beträchtlich sein. Aber es ist sicher nicht so groß, dass die Psyche allein überhaupt schon Hashi auslöst, oder das die Tatsache, dass die Hormone nicht bzw. nicht sofort anschlagen, einzig und allein darauf zurückzuführen ist.
Was mich eben an dieser ganzen Psycho-Thematik stört, ist die Art und Weise wie man diese Seite der Problematik angeht. Z.B. arbeite ich in einem relativ großen Unternehmen, dass sich sogar einen eigenen Betriebsarzt und sowas wie eine "Beratungsperson" für alle Lebenslagen ( Alkohol , Partnerprobleme und so ).
Nach einem Tip einer Kollegin wandte ich mich mit meinen körperlichen Problemen and die Betriebsärztin. Im Rahmen des Gesprächs kamen wir auch auf die "allgemeine Stimmungslage" zu sprechen. Ich erwähnte natürlich die Mobbing-ähnlichen Zustände in meiner Abteilung. Tenor der Ärztin ( ohne jegliche körperliche Untersuchung und ohne detailiert über Diagnosen und Werte früherer Ärzte zu reden ) : Sie sind psychisch krank ! ( Sie hat es allerdings sehr schön mit einem lateinischen Fachbegriff, der mir leider entfallen ist, umschrieben ). Sie meinte, ich solle aber mal mit der "Beraterin" sprechen. Dort die gleiche "Diagnose" : Ich muss in Therapie. Mein mobbender Chef hat sich absolut nichts vorzuwerfen. ( Sie ist übrigens eine des hier auch schon erwähnten "Nur die Kindheit zählt" Theorie. Bedeutet : Wenn sich mit Ende 30 psychische Dinge zeigen liegt das immer an Dingen in der Zeit zwischen dem grob 5. und 15. Lebensjahr. Alles danach hat nichts damit zu tun. In diesem Zusammenhang meinte sie dann auch indirekt, dass meine Eltern schon schlimme Sachen mit mir gemacht haben müssen ).
Der ein oder andere weiß vieleicht, dass ich auch in einem anderen Forum schreibe. Da solltest du mal reinschauen Jura. Da gibt es fast jeden Tag einen neuen, der nicht mehr leben möchte. Da kämpfe ich auch ständig diesen Kampf, dass nicht jeder der nicht freudestrahlend durch Leben geht "psychisch krank" ist. Für mich ist selbst eine Depression keine Krankheit, sondern ein der Situation entsprechender vollkommen normaler Zustand.
Und wie gesagt, es ist nicht die Frage ob die Psyche körperliche Krankheiten begünstigen/verschlimmern kann, sondern die Art und Weise, wie die Gesellschaft vermeintliche psychische Krankheiten zu "heilen" versucht. Da gibt es halt nichts außer Einsprerren ( stationäre Therapie ), Vollabern ( Gesprächstherapei ) und Manipulieren ( Psychopharmaka ). ( Ich findes es ja immer interressant, dass ein die Psyche des Menschen verändernde Substanz in der Hand eines Psychoarztes Medikament heißt, beim Jugenlichen in der Disco heißt es Droge ).
Jura, du schreibst, die Leute sollen sich um die psychosomatischen Baustellen kümmern. Fast schon zynisch. Ein Großteil der Menschen weiß schon, wo das Problem liegt, können es aber nicht ändern. Wenn du nach 20 Jahren plötzlich von deinem Lebenspartner Knall auf Fall verlassen wirst, kannst du ihn nicht einfach so zurückholen. Aber dass kann auch keine Klinik, kein Psychotherapeut und kein AD.
Ich bitte die Länge meines Beitrages zu entschuldigen.
Grüßle
Eric
was ich ganz ganz schwierig find an dem thema ist, dass die meisten laien aber auch ärzte garnicht korrekt unter den begriffen unterscheiden.
psychosomatik bedeutet, dass eine erkrankung (zum beispiel) uf erkannt und diagnostiziert wurde, man aber den grund/auslöser dafür nicht gefunden hat und deshalb glaubt, psychische belastung seie auslöser der erkrankung gewesen.
-->psychosomatik hat also nix mit dem "da ist nix, das ist psychisch" zu tun....sondern ehr mit "oh ja, sie haben eindeutig XY und sicher durch psychische belastung ausgelöst"
das was von ärzten so gern angewendet wird, fällt eigentlich unter den bergiff "somatoforme störung". hier können rein medizinisch keine körperlichen ursachen festgestellt werden, obwohl der patient über beschwerden klagt.
für die diagnose der somtoformer störungen gibt es aber klare kriterien nach dsm 4 bzw icd10, die auf die meisten hier wohl kaum tatsächlich zutreffen. auch ist die diagnose eine, welche einem psychologen/psychiater obliegt und nicht einem allgemeinarzt.
mein psychiatrie dozent erklärte dass die somatoforme störung viel zu schnell und viel zu häufig diagnostiziert werde....was auch die recht hohe sterberate erkläre ("die hatten dann wohl doch was"). er meinte, man könne als mediziner eben immer nur sagen "ich finde nichts" aber nicht davon ausgehen dass da deshalb auch wirklich nichts ist.;)
-->schade dass nur wenige mediziner diese einstellung teilen. die meisten sind der meinung die medizinische forschung seie vollkommen ausgereizt und sie wären über all das nötige wissen erhaben. was sie nicht kennen kann es nicht geben und gilt als eingebildet.:rolleyes:
Danke, Nela,
da hastes mal auf den Punkt gebracht, gute Erklärung. :)
Ich kann nur für mich sprechen, aber ich reagiere beim Begriff "kommt alles von der Psyche" auch leicht säuerlich. Und zwar deshalb, weil bei mir jahrelang alles auf "psychisch" (somatoform!) geschoben wurde weil angeblich körperlich alles in Ordnung war.
Ich hatte aber körperliche Beschwerden, keine seelischen, und wie ich heute weiß wurde und wird längst nicht alles untersucht was für meine Symptome in Frage kam, weil es in den Norm-Untersuchungen und -Diagnosen der Ärzte einfach nicht enthalten ist.
Nun wurde eine UF bzw. Hashi diagnostiziert und es ist ja nachweislich etwas vorhanden, das meine Symptome erklärt. Durch die Behandlung mit LT habe ich das Gefühl, daß sich jetzt, nach ca. 1,5 Jahren, endlich etwas bewegt und bessert.
Mit den gerne empfohlenen Antidepressiva hätte ich wohl kaum Besserung erfahren können, aber damit wollten mich bereits einige Ärzte abspeisen.
Und da hab ich halt ein Problem - wenn man tatsächlich eine nachgewiesene, psychische Erkrankung hat, dann mögen ADs eine gute Therapie sein, genauso wie eine psychotherapeutische Maßnahme.
Aber meiner Meinung nach sind sehr viele Ärzte heute viel zu schnell bereit, ein AD zu verschreiben, weil sie viel zu schnell auf "die Psyche" tippen, weil sie nicht mehr weiter wissen.
Mir wurde von einer diplomierten Therapeutin bestätigt, daß sie bei mir die Ursachen nicht in der Psyche sieht und nicht wisse, wie mir die verordnete Verhaltenstherapie helfen könne.
Weiterhin hat sie gesagt, daß in den letzten Jahren sehr vielen Menschen mit z.B. Fibromyalgie Unrecht getan wurde, indem man ihre Erkrankung allein auf die Psyche (also somatisch) schob.
Ich finde, wie Nela schreibt, muß man ganz genau unterscheiden zwischen psychischer Beteiligung an einer tatsächlichen Erkrankung und einer somatoformen Störung.
Doch da tun sich nachweislich viele Fachleute zu leicht, indem sie ausschließlich die üblichen Verdächtigen ausschließen, angeblich "nichts finden" und somit die teils heftigen Symptome nicht ernst nehmen.
Manchmal frage ich mich, warum überhaupt geforscht wird - ich meine, das beweist doch, daß der menschliche Körper und viele Krankheiten noch gar nicht 100%ig erforscht und erklärbar sind. Wäre es so, dann würde sich die Wissenschaft doch selber ad absurdum führen.
Aber viele tun so, als wäre ihr persönlicher Kenntnisstand der Weisheit letzter Schluß.
Gerade Hashi lässt sich nicht allein mit einer nicht mehr funktionierenden Schilddrüse und daraus resultierendem Hormonmangel erklären, sondern ist eine diffizile Autoimmunkrankheit die an sich schon Beschwerden verursachen kann. Außerdem muß man immer weitere Beeinträchtigungen und Krankheiten überprüfen, wie NNS z.B. und viele andere Hormone.
Doch dieses Wissen ist leider bisher kaum verbreitet, und selbst in sogenannten "Fachkreisen" werden noch die überholten Thesen vertreten.
Im übrigen bekam ich neulich mit wie meine Neurologin sagte, daß Folsäuremangel eine Depression auslösen könne und einer Patienten deshalb die Einnahme von Folsäure dringend ans Herz legte.
Also kann ein Mangel an bestimmten Stoffen im Körper sehr wohl für Depressionen verantwortlich sein.
Sich allein darauf "auszuruhen", wenn man tatsächlich massive psychische Problem hat, mag natürlich nicht in jedem Fall richtig sein. Und sicher ist auch nicht alles mit der SD zu erklären.
Aber es ist der mittlerweile inflationäre Umgang mit dem Begriff "Psychosomatik", der aber als somatoform gemeint ist, der viele hier auf die Palme bringt weil es einfach bei sehr vielen nicht stimmt.
ChristianeH
26.07.09, 11:08
Der ein oder andere weiß vieleicht, dass ich auch in einem anderen Forum schreibe. Da solltest du mal reinschauen Jura. Da gibt es fast jeden Tag einen neuen, der nicht mehr leben möchte. Da kämpfe ich auch ständig diesen Kampf, dass nicht jeder der nicht freudestrahlend durch Leben geht "psychisch krank" ist. Für mich ist selbst eine Depression keine Krankheit, sondern ein der Situation entsprechender vollkommen normaler Zustand.
Und wie gesagt, es ist nicht die Frage ob die Psyche körperliche Krankheiten begünstigen/verschlimmern kann, sondern die Art und Weise, wie die Gesellschaft vermeintliche psychische Krankheiten zu "heilen" versucht. Da gibt es halt nichts außer Einsprerren ( stationäre Therapie ), Vollabern ( Gesprächstherapei ) und Manipulieren ( Psychopharmaka ). ( Ich findes es ja immer interressant, dass ein die Psyche des Menschen verändernde Substanz in der Hand eines Psychoarztes Medikament heißt, beim Jugenlichen in der Disco heißt es Droge ).
Guter Senf !
Christiane
Obacht ! Senf.
Für mich ist selbst eine Depression keine Krankheit, sondern ein der Situation entsprechender vollkommen normaler Zustand.
....
Jura, du schreibst, die Leute sollen sich um die psychosomatischen Baustellen kümmern. Fast schon zynisch. Ein Großteil der Menschen weiß schon, wo das Problem liegt, können es aber nicht ändern. Wenn du nach 20 Jahren plötzlich von deinem Lebenspartner Knall auf Fall verlassen wirst, kannst du ihn nicht einfach so zurückholen. Aber dass kann auch keine Klinik, kein Psychotherapeut und kein AD.
Ich bitte die Länge meines Beitrages zu entschuldigen.
Grüßle
Eric
Hallo Eric,
da stimme ich Dir zu. Ich denke auch, daß man mit etwas gutem Willen bei sehr vielen Menschen eine sogenannte Depression diagnostizieren würde, weil sie mit irgendwelchen Tiefschlägen und Problemsituationen fertig werden müssen und daran leiden.
Das sind eigentlich ganz normale Reaktionen in bestimmten Lebensphasen, die aber auch irgendwann vorbei gehen.
M.E. wird da einfach zu wenig unterschieden zwischen echter Erkrankung und diesem "normalen" Leiden, dem man ausgesetzt ist.
So hatte ich im letzten Jahr durch Arbeitsplatzverlust und Mobbing einen Punkt erreicht, an dem ich einfach nicht mehr konnte. Nachdem ich das verdaut hatte, ging es von alleine wieder besser.
Meine körperlichen Probleme hatte ich schon lange davor, währenddessen und danach. Also vollkommen unabhängig von dieser, sagen wir mal depressiven Phase.
Doch da ich damals in diesem Zustand arbeitsunfähig geschrieben wurde und auch darüber sprach, haftet mir seither die Diagnose "schwere Depression" an. Obwohl es mir seelisch/geistig oder wie auch immer man es nennen soll mittlerweile gut geht, nur das körperliche nicht bzw. nur sehr langsam besser wurde.
Aber egal zu welchem Arzt ich komme, wenn die mitbekommen, daß ich wegen Depression noch immer AU geschrieben bin, brauch ich gar nicht erst von meinen Symptomen anzufangen. So hatte sogar der Endokrinologe in seinem Bericht an meinen HA etwas von somatoformer Störung geschrieben, obwohl gerade er es doch besser wissen müsste - schließlich hat er doch auch die Hashi-Diagnose gestellt und hätte sehen müssen, daß weitere Blut- und Hormonwerte außerhalb der "Norm" waren!
Aber: einmal Depri immer Depri. Der Stab wurde gebrochen, und so laufe ich weiter auf dieser Schiene .....
Bin nur froh, daß ich es besser weiß und den Problemen auf eigene Faust und Kosten weiter auf den Grund gehe und es Ärzte gibt, die sich halt besser auskennen mit den Zusammenhängen im Körper.
Liebe Grüße
Versatile
helleborus63
26.07.09, 11:38
Hallo Eric,
ich galube nicht daß Jura oder sonst jemand zynisch sein wollte.
Ich lese hier seit etwa 4 Jahren mit und habe das Gefühl, daß sich die Klientel hier langsam geändert hat. Ich vergleiche das mal mit der Sicht auf das berühmte Glas:
Die "halb-vollen" kämpfen sich nach wie vor tapfer durch, denen geht es mal gut, mal nicht so gut (die wenigsten sagen dann aber schlecht). Sie arrangieren sich in einem ständigen Prozeß mit dem, was in ihnen vorgeht und stehen anderen mit Rat und Tat zur Seite - Dafür hier mal vielen Dank !!!
Die halb-leeren (und es kommt mir vor, als würden das immer mehr) öffnen immer gerne die SD-Schublade und schieben von Fußpilz über Scheidung über was weiß ich alles rein, was noch irgend Platz hat.
Das ist ja schon fast Zeitgeist, daß die Verantwortung für das eigene Leben nur noch bei anderen gesucht wird und ist auch in allen Bereichen reichlich zu finden (s. nur mal die Problem-Löser im privaten TV, da stehen einem ja sämtliche Haare zu Berge)
Und manchmal kann man wirklich denken in diesem Forum konzentriert sich das Elend der Welt, da werden schon auch profane Sachen hochgekocht bis zum geht nicht mehr. Das empfinde ich dann auch als reinsteigern und verstehe es nicht mehr.
Ich kannte mal eine Krankenschwester auf der PI, die war nach Jahren selbst so gaga daß man sie nicht mehr von den Patienten unterscheiden konnte. Die Frau hat ihr ganzes Leben mit dem Hintern eingerissen, bis endlich garnichts mehr paßte und ist dann in einer jahrelangen Therapie versackt.
Klar, und ganz sicher auch von uns allen "Teilzeit-Kritikern" anerkannt ist , daß man diesen Leuten helfen muß, schon um großen persönlichen Schaden von den Betroffenen wie auch großen Volkswirtschaftlichen Schaden von der Gesellschaft abzuwenden.
Das Problem wird im Einzelfall das "wie" sein, da viele Ursachen grenzwertig sind und eine individuelle Diagnostik aus verschiedenen Gründen hierzulande nur schwer einzufordern geht.
Andrea
Hallo Andrea,
die folgenden Sätze von Dir kann ich nur so bestätigen:
Ich lese hier seit etwa 4 Jahren mit und habe das Gefühl, daß sich die Klientel hier langsam geändert hat. = Dieses Gefühl habe ich schon eine ganze Weile .... Ich vergleiche das mal mit der Sicht auf das berühmte Glas:
Die "halb-vollen" kämpfen sich nach wie vor tapfer durch, denen geht es mal gut, mal nicht so gut (die wenigsten sagen dann aber schlecht). = so geht es mir auch ... Sie arrangieren sich in einem ständigen Prozeß mit dem, was in ihnen vorgeht und stehen anderen mit Rat und Tat zur Seite - Dafür hier mal vielen Dank !!!
Die halb-leeren (und es kommt mir vor, als würden das immer mehr) = und das ist auch mein Gefühl, was auch der Grund ist, dass ich fast nicht mehr schreibe, sondern nur noch MANCHES lese .... öffnen immer gerne die SD-Schublade und schieben von Fußpilz über Scheidung über was weiß ich alles rein, was noch irgend Platz hat.
Liebe Grüße
Heiderose
helleborus63
26.07.09, 19:58
Oh, vielen Dank, Heiderose :) !
Bestimmt sind alle hier krank. Aber irgendwo ist das Verhältnis zwischen den konstruktiven Kranken und denen, die es sich zu einfach machen nicht mehr ausgeglichen.
Ich bin richtig froh daß ich nicht nur Schelte und eisiges Schweigen, sondern auch einen Hauch von Zustimmung ernte. Ich wollte wirklich keinen hier runtermachen, Ehrenwort (mit den Füßen scharrend :redface: )
Andrea
Hallo Heiderose,
da schließ ich mich mal voll an...!
LG Lisa56:)
Butterkeks
27.07.09, 04:59
dito...auch wenn ich noch nicht gar so lange hier im forum bin, so kann ich in den punkten schon zustimmen.
und ich muss helleborus vor allem in dem punkt zustimmen, dass es in unserer gesellschaft leider fast schon "normal" ist, sämtliche verantwortung abzugeben. keiner scheint mehr selbst für seine fehler und seine allgemeine situation verantwortlich zu sein.
---
off topic:
@versatile: is ja interessant das mit der folsäure. bist du darüber genauer informiert oder kannst bei dieser neurologin mal nachfragen wie es zu einem "zuviel" an folsäure kommt und ob das unter umständen sogar schädlich sein kann?
--> hab schon lange nen deutlich erhöhten folsäureweert....und keiner kann´s mir erklären. (ist jetzt auch nicht soooo wichtig....aber vielleicht weißt du da ja was genaueres?)
Hallo Nela,
zu der Folsäure kann ich Dir leider nichts näheres sagen. Bekam nur zwangsläufig mit als ich warten mußte, daß einer Patientin gesagt wurde, man hätte einen F.S.-Mangel entdeckt den sie unbedingt ausgleichen sollte, weil dadurch auch Depressionen ausgelöst werden könnten.
Mochte da auch nix näheres zu fragen, weil ich ehrlich gesagt nicht soooo 'nen guten Draht zu meiner Ärztin habe .... :redface:
Ich war aber schon verwundert, daß sie das so sagte, weil sie mir immer nur ADs aufnötigen will als wären es Smarties und meine Einwände bezüglich meiner hohen Sensibilität auf Medikamente und v.a. Nebenwirkungen nicht hören mag.
Gibt Google denn nichts her zum Thema Folsäure?
Liebe Grüße
Versatile
@ Andrea und Co. ;)
Also um die Veränderung im Forum beobachten zu können, bin ich selber nicht lange genug dabei. Aber ich denke das jedes Forum im Laufe der Zeit einer gewissen Entwicklung unterliegt. Die "Einen" empfehlen vielleicht das Forum weiter, weil es ihnen hier so gut gefällt, woraufhin die "Anderen" sich etwas zurückziehen. Dadurch Gewinnen die Beiträge der "Einen" noch mehr an Gewicht usw. Da können durchaus sehr dynamische Entwicklungen entstehen. Wenn, dann stünde es sicher den Admins dieses Forums zu, durch gewisse "Forumsregeln" hier einzugreifen.
Schön, das du das berühmte Glas in die Diskussion einbrachtest. Es wird hier regelmäßig klassifiziert in "halb-voll" und "halb-leer" . Im Endeffekt beschreibt aber beides doch die identische Füllhöhe. Und ich bin halt kein Freund davon, alles zwanghaft positiv zu sehen. Und meine Toleranz sagt mir, dass es bei subjektiven Gefühlen keine abschließende Wahrheit geben kann. Deshalb würde ich nie jemanden verurteilen, der ein halbleeres Glas als halbvoll bezeichnet. Aber auf jeden Fall den, der anderen vorschreiben will, ein halbvolles Glas als halbleer anzusehen.
Du siehst, nichts mir eisigem Schweigen ( bei 30 Grad auch etwas schwierig :biggrin: ).
Und ich hoffe, das mein mehr als nur ein Hauch von Freundlichkeit und Respekt dir gegenüber auch "rüberkommt"
Grüßle
Eric
Die SD hat eine sehr große Auswirkung auf den gesamten Körper und daher ist es einleuchtend das sie dann auch von Kopfschmerzen bis Hornhaut alles mit beeinflussen kann. Und ebenso können bei Schilddrüsenerkrankungen auch psychische Erkrankungen , wie z.B Depressionen entstehen.
Hi stuppsi,
für mich sind solche Pauschalaussagen aber genau das Problem: manch einer speichert sich in dem Hinterkopf: Mensch, stuppsi hatte geschrieben, Hashi beeinlusst auch meine Hornhaut, ich habe Hashi => also ist
Hashi für meine Hornhaut verantwortlich. Super, Problem gelöst, dann müsste das bei optimaler Einstellung weggehen. Und man kann jahrelang keine optimale Einstellung hinbekommen, wenn jede
Befindlichkeitsstörung als schlechte Einstellung interpretiert wird.
Auch wenn Du noch hinschreibst, dass auch Barfußlaufen oder eine Fußfehlstellung für Hornhaut verantwortlich sein können und eine Verhaltensänderung vielleicht Besserung bringen könnte: mein Eindruck ist, dass
trotzdem Hashi als alleiniger Grund hergenommen wird.
Was ich kritisiere ist, dass solche Pauschalaussagen zu einer völlig falschen Gewichtung führen können.
Leider kommt es mir so vor, als ob wir in Deutschland Lebenden gerne die Verantwortung abschieben würden - und genau so passiert es hier im Forum.
für mich sind solche Pauschalaussagen aber genau das Problem: manch einer speichert sich in dem Hinterkopf: Mensch, stuppsi hatte geschrieben, Hashi beeinlusst auch meine Hornhaut, ich habe Hashi => also ist
Es war insofern keine Pauschalaussage, als dass sie schrieb "beeinflussen kann"
Mehr als kann, könnte, wäre möglich, ich denke, vermutlich, wahrscheinlich etc. kann man gar nicht schreiben. Wer das dann, egal ob unabsichtlich oder absichtlich, überliest, ... nun ja, dann ist das auch nicht zu ändern.
Aber es gibt hier genug Threads, in denen darüber "diskutiert" wurde, wie man etwas formulieren sollte und dergleichen.
LG, Seele
Butterkeks
27.07.09, 15:19
@versatile: zu schade. ...na ja...aber wie gesagt: ist auch nicht von großer bedeutung....wär nur mal interessant zu wissen... ;)
[Hi stuppsi,
für mich sind solche Pauschalaussagen aber genau das Problem: manch einer speichert sich in dem Hinterkopf: Mensch, stuppsi hatte geschrieben, Hashi beeinlusst auch meine Hornhaut, ich habe Hashi => also ist Hashi für meine Hornhaut verantwortlich. Super, Problem gelöst, dann müsste das bei optimaler Einstellung weggehen. Und man kann jahrelang keine optimale Einstellung hinbekommen, wenn jede Befindlichkeitsstörung als schlechte Einstellung interpretiert wird.]
Genau das sehe ich auch als ein Problem hier.
Zudem, natürlich ist Befindlichkeit etwas subjektives, jedoch sollte man nicht meinen, für jede Unbefindlichkeit ist die SD Schuld. Man sollte den Einfluss psycho-sozialer Faktoren auf Körperfunktionen eben nicht unterschätzen. Damit meine ich aber nicht, dass man zu Psychopharmaka greifen sollte, wenn deren Anwendungsbereich nicht hinreichend gegeben ist.
Im Übrigen sollten sich vielleicht manche, da gehöre wohl auch ich dazu, abfinden, dass man möglicherweise nicht über eine derart stabile Gesundheit verfügt wie andere. Dann sollte man versuchen, die Umwelt so zu gestalten, dass man aus seinem Leben das beste macht. Eine Situation zu akzeptieren ist in diesem Fall besser als ewig der Hoffnung auf völlige Gesundheit hinterherzulaufen. Letzteres gilt natürlich nicht für diejenigen, die noch nicht "austherapiert sind."
Machen wir das beste aus unserem Leben. Wir haben nämlich nur eines.
John F. Kennedy, Franklin D. Roosevelt oder Willy Brandt bsplw. waren Zeit Ihres Lebens nicht gesund. Trotzdem haben sie etwas erreicht, auch wenn es ein täglicher Kampf war.
Grüße
Hallo Andrea, Lisa 56 und nela83,
danke für die Zustimmung. Ich hatte lange überlegt, ob ich schreibe, weil ich die "Reaktionen" mittlerweile zur Genüge mitbekommen und auch selbst schon "erfahren" habe.
Ich bin seit Februar 2003 dabei und kann - glaube ich zumindest - die Veränderung in diesem Forum schon sehr gut beurteilen.
Was ich am allermeisten spüre ist die immer wieder erkennbare "Ungeduld" bei der Einstellung bzw. zu schnelle Erhöhung oder Reduzierung.
Liebe Grüße
Heiderose
Wenn man sich etwas über die Funktion der Schilddrüse durchliest dann findet man auch die Wirkung der Schilddrüsenhormone. Hormone wirken im gesamten Körper.
Also wenn ich schreibe es ist möglich das Haarausfall von der Schildrüse kommt oder es sein kann das die vermehrte Hornhautbildung davon sein kann oder auch die Kopfschuppen, dann kann das solange niemand widerlegen, bis jemand ein Mittel hat das dagegen hilft.
Also wenn nach der Einnahme der SD-Hormone der Haarausfall etwas besser wird oder die Hornhaut an den Füßen besser wird, dann ist es naheliegend das der Zusammenhang besteht.
Das ist aber doch bei allem so.
Wenn mir das Knie weh tut, können es die Muskeln sein, kann es das Gelenk sein, können es Sehnen sein, können Nerven verantwortlich sein oder es kann auch die Hüfte dran Schuld sein oder vielleicht gar nichts von alle dem ...
Aber man hat einen bestimmten Kreis der Verdächtigen in dem man als erstes mal sucht, bevor man weiter ausholt.
Tut mir leid, wer in einem Laienforum nach der einzige wahren Diagnose sucht, ist wirklich falsch. Denn die gibt es nicht und hier darf schon gar niemand eine stellen.
Und die Psyche kann immer ein Faktor sein.Eine Psychische Erkrankung ist auch nix anderes als eine Orthopädische, Neurologische , Onkologische usw.
Bloß weil Leute sich denken das bedeutet das man sich alles nur einbildet wenn da irgendwas mit psycho, psychogen, Psychosomatisch steht ...
Schließlich kann das niemals jemand komplett trennen denn jede Krankheit und jeder Genesungsprozess hat auch eine Psychogene Komponente. Das kann Leidensdruck sein oder Krankheitsgewinn, oder noch vieles andere...
Kleiner Elch
28.07.09, 10:22
@ die alten Hasen: Ich finde es schade, dass hier öfters im Rahmen solcher Threads von den alten Hasen herumgejammert wird, dass im Forum alles schlechter wird.
- Zum einen seid Ihr schon lange dabei, habt viele Unsicherheiten der Anfangsphase (z.B. Stichwort LT Steigern bzw. Einstellung oder auch Symptome) bereits überwunden oder wenigstens akzeptieren gelernt und Jahre Zeit gehabt, Euch mit der Diagnose und dem Leben als "deklarierter und behandelter Hashi" auseinanderzusetzen.
- Zum anderen wäre es in meinen Augen schön, wenn Ihr Eure Erfahrung hier konstruktiv einbringen könntet, z.B. indem Ihr an konkreter Stelle, also in einem Thread, in dem es um Beschwerden geht, die Eurer Meinung nach nichts mit Hashi zu tun haben, dies auch dann schreibt, vielleicht so, dass die betroffene Person nicht gleich vor den Kopf gestoßen wird, aber auch einen neuen Implus zum Nachdenken erhält. So pauschalisiert in einem Meta-Thread über einige Fälle herzuziehen, von denen niemand weiss, wer oder was eigentlich konkret gemeint ist, finde ich nicht konstruktiv.
- Drittens ist es so, wie Eric schon meinte. Dieses Forum ist offen für alle, und es werden immer mehr Mitglieder dazu kommen, und die neuen werden immer wieder die gleichen Fragen stellen und immer wieder ähnliche Erkenntnisprozesse durchlaufen. Ich kann verstehen, dass diejenigen, die schon lange dabei sind, das langweilig finden. Aber vielleicht könnt auch Ihr mal von einer unerwartet neuen Sichtweise der "Neuen" profitieren, wer weiss. Jedenfalls finde ich es nicht so toll, wenn man dann liest, "Deshalb lese ich schon gar keine Beiträge mehr hier" oder dergleichen. Ist jedem freigestellt, hier teilzunehmen oder nicht, und so muss es auch bleiben. (Ich jedenfalls finde dieses Forum sehr liebenswert, mit all seinen Macken und Fehlern.)
Zum Thema Glas halbvoll oder halbleer. Jede dieser Sichtweisen hat auch einen positiven bzw. negativen Aspekt (wenn ich das Glas immer halbleer sehe, bin ich vielleicht eines Tages überrascht, dass es eigentlich doch noch halbvoll ist und freue mich darüber! Bzw. wenn ich es immer als halbvoll sehe, merke ich eines Tages vielleicht, dass es eigentlich schon halbleer ist...). Die alten Hasen könnten ja durch Mitteilung ihrer Erfahrung dazu beitragen, dass der ein oder andere das Glas plötzlich wieder als halbvoll sieht...
Was die Sache mit der Psyche und mit Hashimoto bzw. allen möglichen Beschwerden, die plötzlich auf Hashi geschoben werden angeht: Ich persönlich bin so dankbar für die Diagnose, die es mir ermöglicht, meine ganzen körperlichen und psychischen Beschwerden, die ich in den letzten Jahren vor mich hergeschoben habe (die niemand ernst genommen hat und/oder mich "per default" zur Psychotherapie geschickt hat, wo es mir bisher immer nur schlechter mit ging), einmal neu zu bewerten, und daher tu ich das auch ausgiebig. Als einigermaßen kritisch denkender Mensch werde ich schon früher oder später zur Einsicht gelangen (z.B. mit Hilfe des Forums), was nun wirklich mit Hashi zu tun hat und was nicht. Auf dem Weg dahin kann ich hier jedenfalls eine Menge lernen.
Was das Zusammenspiel von Körper und Seele/Psyche betrifft, nun, ich denke, da sind sich hier alle einig, dass man beides nicht voneinander trennen darf. Leider wird genau das in der Schulmedizin überwiegend getan: Der Psych ist zuständig für die Psyche und sieht den Körper nicht; der Arzt ist zuständig für den Körper, dem ist alles Psychische regelrecht unheimlich. Das psychosoziale Umfeld spielt natürlich eine wichtige Rolle in der Gesundheit. Aber was will man tun? Im Leben muss man ständig Kompromisse eingehen. Und solange im praktizierten Gesundheitssytem dermaßen massiv zwischen Körper und Seele getrennt wird, kann man kaum mehr als symptomatische Behandlung erwarten - sowohl in psychischer als in somatischer Therapie. In vielen Fällen finde ich eine Psychotherapie, so wie ich sie erlebt habe, einfach zu massiv, wenn dann der Therapeut noch schnell feuert mit Diagnosen oder Ratschlägen - ächz.
Das hast Du aber schön geschrieben, Kleiner Elch :)
Kann Dir voll zustimmen.
LG
Samia
@ die alten Hasen: Ich finde es schade, dass hier öfters im Rahmen solcher Threads von den alten Hasen herumgejammert wird, dass im Forum alles schlechter wird.
- Zum einen seid Ihr schon lange dabei, habt viele Unsicherheiten der Anfangsphase (z.B. Stichwort LT Steigern bzw. Einstellung oder auch Symptome) bereits überwunden oder wenigstens akzeptieren gelernt und Jahre Zeit gehabt, Euch mit der Diagnose und dem Leben als "deklarierter und behandelter Hashi" auseinanderzusetzen.
- Zum anderen wäre es in meinen Augen schön, wenn Ihr Eure Erfahrung hier konstruktiv einbringen könntet, z.B. indem Ihr an konkreter Stelle, also in einem Thread, in dem es um Beschwerden geht, die Eurer Meinung nach nichts mit Hashi zu tun haben, dies auch dann schreibt, vielleicht so, dass die betroffene Person nicht gleich vor den Kopf gestoßen wird, aber auch einen neuen Implus zum Nachdenken erhält. So pauschalisiert in einem Meta-Thread über einige Fälle herzuziehen, von denen niemand weiss, wer oder was eigentlich konkret gemeint ist, finde ich nicht konstruktiv.
- Drittens ist es so, wie Eric schon meinte. Dieses Forum ist offen für alle, und es werden immer mehr Mitglieder dazu kommen, und die neuen werden immer wieder die gleichen Fragen stellen und immer wieder ähnliche Erkenntnisprozesse durchlaufen. Ich kann verstehen, dass diejenigen, die schon lange dabei sind, das langweilig finden. Aber vielleicht könnt auch Ihr mal von einer unerwartet neuen Sichtweise der "Neuen" profitieren, wer weiss. Jedenfalls finde ich es nicht so toll, wenn man dann liest, "Deshalb lese ich schon gar keine Beiträge mehr hier" oder dergleichen. Ist jedem freigestellt, hier teilzunehmen oder nicht, und so muss es auch bleiben. (Ich jedenfalls finde dieses Forum sehr liebenswert, mit all seinen Macken und Fehlern.)
Vielleicht ist grade die Hoffnung auf neue Aspekte für manche Foris der Grund, nur mehr mitzulesen?
LG Lisa56
@Kleiner-Elch
.... wenn man dann liest, "Deshalb lese ich schon gar keine Beiträge mehr hier" oder dergleichen. Ist jedem freigestellt, hier teilzunehmen oder nicht, und so muss es auch bleiben.
= mache ich doch, ich nehme teil, wann ich will oder auch nicht!!! Das darf ich doch?
Außerdem halte ich mich an den folgenden Satz aus Deinem Profil:
Denken Sie selbst, sonst tut es ein anderer für Sie!
Liebe Grüße
Heiderose
Nach m.E. versteifen sich viel zu viele auf die SD. In meiner Familie trifft Hashimoto gehäuft auf; alle haben Blutwerte/Ultraschallbefunde, die eindeutig auf Hashimoto hindeuten. Keiner von denen beschreibt jedoch derart große gesundheitliche Einschränkungen, wie in diesem Forum von manchen geschildert.
Das liegt vielleicht daran,daß nur die Patienten sich hier anmelden,die Probleme mit ihrer Einstellung haben (bzw. wegen ärtzlichem Glauben an der Allmacht des TSH unterdosiert sind und deswegen trotz LT weiterhin UF Symptome haben) bzw. wegen anderen Erkrankungen schwerer krank sind als deine Verwandten.25% haben neben Hashis andere Autoimmunerkrankungen wie Diabetes.NN-Insuffisienz,usw.,viele Frauen mit Hashis haben zusätzlich PCOs,und nicht wenige Patienten leiden auch zusätzlich an einem Eisen/VitB12 Mangel,der ärtzlich wegen "normalen" Werten nicht diagnostiziert.Diese Patienten geht es deswegen zwangsläufig schlechter als andere und deshalb sind sie hier!
Als ich mich kürzlich mit einem Facharzt unterhalten habe, der als Endokrinologe sehr anerkannt ist, sagte er mir, dass viele den Einfluss einer Schilddrüse überschätzen.
*lach*Das sagte auch mein Psychiater (Einfluss auf die Psyche).Mit guter Einstellung sind aber Depression und Stimmungsschwankungen wieder komplett verschwunden...Zufall?
Damit ist zwar nicht gesagt, dass der eine oder andere - v.a die mit deutlichen Zeichen im Ultraschall - Beschwerden haben, die auf Hashimoto zurückgeführt werden können und müssen - aber die Ursache liege bei vielen woanders. Dies zeigt sich v.a. daran, dass bei vielen die Beschwerde nicht verschwinden, obowohl sie Hormone nehmen. Nach ca. 4 Wochen sollte man - sofern man die richtige Dosis erreicht hat - jedoch deutliche Besserungen spüren.
Nach 4 Wochen schon?:eek:Ich bin seit 4 Jahren in diesem Forum und ich habe nie einen Patienten gesehen,der in 4 Wochen seine Wohlfühldosis gefunden hätte...6-12 Monate Einstellungszeit ist eher die Regel als die Ausnahme.
Zudem fällt mir in diesem Forum auf, dass der Begriff Psychosomatik einen sehr negativen Einschlag hat. Jedoch hat Psychosomatik nichts damit zu tun, dass man "psychische Probleme" hat. In den allermeisten Fällen ist das vegitative Nervensystem nur durcheinander, was erhebliche Auswirkungen haben kann, die auch plötzlich auftreten können. Man muss in diesen Fällen auch nicht zum Nervenarzt o.ä., jedoch sollte man sich fragen, was einem im Leben nicht passt: zuviel Stress, zuviel Ärger o.ä.?. Dies kann zu Schwindel, Zittern, Überkeit und vielem anderen führen. In diesen Fällen sollte man sich daran machen, das Problem im Leben zu beseitigen, Entspannungstechniken erlernen, Stress abbauen u.ä. Viele werden sehen, dass sie damit Ihre gesundheitlichen Beschwerden in den Griff bekommen werden.
Eine Umfrage hier hat gezeigt:fast 90% der Patienten hier wurden auf Depression/Angst diagnostiziert,ohne daß die SD Werte untersucht wurden.Und bei den meisten Patienten verschwinden die psychischen Beschwerden mit guter Einstellung.Studien legen nahe,daß der Körper SD Hormone braucht,um Serotonin und Melatonin herzustellen.Deshalb schlechte Stimmung,Gereizheit,Schlafstörungen bei SD UF.Der Körper macht die Psyche kaputt und nicht umgekehrt!
Einige sollten sich jedoch fragen, ob ihr Problem wirklich die SD ist oder ihre Beschwerde nicht doch eine andere Ursache haben.
Man sollte immer differentialdiagnostisch vorgehen,also auch NN,Pankreas,usw, untersuchen,VitB12,Ferritin,usw. messen lassen.Nicht wenige haben neben Hashis weitere AIs,weitere Hormone-und Nährstoffmängel,chronische Infektionskrankheiten (Borreliose,Helicobacter pylori).Leider kommen oft erst die Patienten selber darauf,nicht die Ärzte.
Hallo,
ich muss gleich zu anfang zugeben, dass ich den thread nicht ganz gelesen habe. muss mich viel zu sehr aufregen.
1. Psychosomatiken sind nicht eingebildet!!! Wenn man zum Beispiel Stress hat und deswegen jeden Tag Kopfweh ohne dass man einen Hirntumor hat, dann muss man den Stress behandeln und nciht endlos Kopfschmerztabletten einschmeißen. Man hat wirklich was! Keiner (!!) setzt sich morgens hin und überlegt sich, was er heute wieder hat!
2. Ich finde auch, dass viele Leute hier psychische Probleme zu schnell ausblenden! Hab ja schon Angst hier im Forum manchen Leuten Tipps zu geben, weil dann gleich wieder ne Horde von Leute kommt, die AD aus eigener Erfahrung verteufelt, bzw. jeden für schlicht bekloppt hält, der ne Psychotherapie macht!
Natürlich ist der Weg psychotherapie nicht einfach und manche (da gefühl habe ich wirklich) wollen einfach nur ein paar Pillen morgens einwerfen und dann muss alles wieder gut sein! Ich will garnicht bestreiten, dass das bei einigen wohl geklappt hat. Aber ich glaube das ist nicht bei allen so. Und wenn die Werte und das Befinden sich nach (manchmal) Jahren noch nicht vertragen, dann sollte man doch schon mal auf die Idee kommen, dass da noch was anderes sein könnte.
Und (das am Rande): Wer zur Psychotherapie geht, weiß nicht unbedingt woher seine Probleme kommen. Ich mache jetzt ein Jahr Gruppentherapie und so langsam komm ich dahinter, was mein Problem is. Und ja, ich war auch sehr skeptisch und dachte, vielleicht red ich mir da was ein, was garnicht stimmt. Aber trotzdem muss ich sagen, dass mir die Gruppe tausendmal mehr bringt als das SD-Hormon. Gut, ich bin auch noch nicht eingestellt. Und wer, weiß, vielleicht kann ich dann die Therapie abbrechen, weils mir mit richtiger Einstellung auch so super geht. Ich kann auch verstehen, dass manche, denen nur gesagt wird "nönö, das is alles nur psychisch" und denen damit praktisch gesagt wird, sie sollen sich nicht so aufregen, sie haben garnix (!!!!!) da vielleicht etwas allergisch reagieren. trotzdem ist der Grundtenor hier eben so, dass jeder der (was bei der Einstellung auch sehr unterstützend sein kann!!) AD nimmt o.ä. sowieso auf dem falschen dampfer is.
Einbildung... da krieg ich echt zu viel.
Auch psychische krankheiten sind übrigens mit körperlich bedingt. bei depression ist der serotonin-haushalt gestört. Das is übrigens ein hormon! Wie bei der Schilddrüse! Warum sollte man also das eine Hormon behandeln, dass nicht ausreichend produziert wird, aber bei dem anderen sagen "och nö, das is mir egal"
so, könnte mich jetzt noch stundenlang aufregen, aber ich lass das mal.
morgayne
Auch psychische krankheiten sind übrigens mit körperlich bedingt. bei depression ist der serotonin-haushalt gestört. Das is übrigens ein hormon! Wie bei der Schilddrüse! Warum sollte man also das eine Hormon behandeln, dass nicht ausreichend produziert wird, aber bei dem anderen sagen "och nö, das is mir egal"
ja, aber man kann Serotoninmangel (außer mit guter SD Einstellung)auch auf natürlichem Weg ausgleichen, z:b mit 5htp .
Man braucht nicht immer die chemische Keule;)
siehe hier :http://www.ht-mb.de/forum/archive/index.php/t-1083488.html
Hier ein Zitat aus einem anderem thread:
http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1116100&page=8
Die Sache ist so: eine kranke Schilddrüse kann Progesteronmangel und/oder Serotoninmangel -besser gesagt ein Neurotransmitter-Ungleichgewicht- auslösen und Progesteronmangel bzw Östrogendominanz kann die Schilddrüse krank machen und auch Serotoninmangel hervorrufen.
Das Problem mit den ADs ist, dass sie auch noch die Schilddrüsenwerte verfälschen können.
@hashimota &kleiner Elch:
ihr schreibt mir aus der Seele, kann ich nur unterschreiben !!!!!!!!
LG dags
Hallo morgayne,
eine provokante Aussage von mir : Was die Schmerztablette gegen deinen Kopfschmerz ist das AD gegen deinen Gefühlsschmerz. Es übertüncht ( so wie die Schmerztablette oder andere Drogen wie z.B. Alkohol ) nur, es löst das Problem nicht.
Ich stimme dir zu, dass viele Leute mit psychischen Belastungen ( nur zur Wiederholung : eine psychische Belastung ist keine Krankheit sondern ein Zustand ) gar nicht wissen, was der Grund dafür ist.
Und um überhaupt Abhilfe schaffen zu können, muss ich natürlich wissen, wo ich ansetzen muss. Daher ist Hilfe bei der Ursachenforschung sicher gut. Nur - auch wieder provokant - hierfür eignen sich nicht nur die, die X Semester Psychologie studiert haben. Diese Hilfestellung kann jeder geben, der in der Lage ist, zuzuhören, vielleicht auch ein bisschen "zwischen den Zeilen zu lesen" und der am Besten selbst schon mal unter psychischen Belastungen litt oder immer noch leidet. Auf dem Gebiet der "Lebenshilfe" setzt denke ich Verständnis eine gewisse eigene Erfahrung voraus.
Und bei den Lösungen gilt das Gleiche. Man tut immer so, als sei jede psychische Belastung lösbar, wenn man nur wolle. Wenn es nicht klappt, liegt es am "Patienten".
Kann ein Psychiater oder Psychotherapeut mein Kind wieder lebendig machen, wenn es ein Irrer tot gefahren hat ?
Grüßle
Eric
P.S.: Ich hoffe, dass du dich über meinen Beitrag nicht zu sehr aufregen musst. Ich leide ja auch regelmäßig unter schlimmen Wutattacken, aber wegen dieses Threads speziell. Liegt wohl daran, dass hier noch ganz vernünftig und normal dieskutiert werden kann.
Aurorasutra
29.07.09, 10:27
eine provokante Aussage von mir : Was die Schmerztablette gegen deinen Kopfschmerz ist das AD gegen deinen Gefühlsschmerz. Es übertüncht ( so wie die Schmerztablette oder andere Drogen wie z.B. Alkohol ) nur, es löst das Problem nicht.
ja, wirklich provokant, weil es nicht 100%ig so stimmt.
ich würde mich auf 95 % runterhandeln lassen :biggrin:
Hi Ego,
ich stimme dir zu.
Klar löst kein AD das problem das zugrunde liegt, aber es macht das leben wieder erträglich, überhaupt lebbar. Dass das nicht das ende des weges sein kann weiß ich, mach ja selbst therapie. Ich weiß daher auch wie anstrengend das ist. Und klar, wegreden lassen sich probleme auch nicht. Aber: Das Gerhirn verändert sich erstens nachweislich duch Gespräche und zweitens kommts (zumindest bei uns) eher drauf an sich klar zu werden, was überhaupt das Problem is (meine Eltern sind zB toll, dieses typische "Das leigt alles an der Mutter" stimmt bei mir also nicht) und dann auch damit umgehen zu können. Sich selbst besser kennenlernen. Nicht von irgendwelchen Gedanken ferngesteuert zu sein. Und vor allem, das auch nicht an andere weiterzugeben.
außerdem: Ich bin auch überzeugt davon, dass das was du Lebenshilfe nennst, was bringen kann. Allerdings ist das tatsächlich was anderes. Den Unterschied kann ich nicht genau erklären, aber mit nem Therapeuten isses irgendwie "genauer". Und man hat weniger Chancen auszuweichen, is anstrengender. Finde ich. kommt sicher auch uf das Gegenüber an, aber ich habe auch ein sehr verständnissvoller Umfeld, das mir auch zuhört, aber irgendwann hat das eben auch nix mehr gebracht.
Was ich halt eigentlich sagen wollte ist, dass nicht jeder der zugibt wegen der PSyche in Behandlung zu sein und das auch gut findet, weil ihm dadurch besser geht, vollkommen gaga is. Und dass die Schilddrüse eben nicht alles is und man, wenns an den Werten nunmal nicht mehr(!!) liegen kann (ich spreche hier nicht von denen, denen der Arzt nicht glaubt, dass es ihnen schlecht geht, weil die werte ja in der norm sind.) sollte man meiner Meinung nach auch andere Alternativen ins Auge fassen. Und vor allem nicht Leute anmachen, dies nur gut meinen, und einem - so wie alle anderen auch - aus eigener Erfahrung einen Rat geben.
Meine Meinung zu AD's und Psychotherapie ist folgende:
Kein AD kann ein Problem beseitigen, aber es kann einem helfen, seinen Zustand zeitweise so zu verbessern, dass man das Problem anpacken und es ggf. beseitigen bzw. abmildern kann. Ich spreche da aus Erfahrung, ich habe eine Zeit lang AD genommen, nur kurz, aber damit war ich in der Lage meine Probleme anzupacken und sie zu lösen, ohne dabei jedesmal zusammenbrechen zu müssen... Damals wusste ich allerdings noch nichts von Hashi.
Selbes gilt in meinen Augen für eine Psychotherapie, sei es in der Gruppe oder allein, sei es eine Verhaltenstherapie oder was ganz anders. Eine solche Therapie führt denke ich zum Problem hin und kann helfen dieses überhaupt erst zu erkennen und es dann auch ggf. mit Hilfe des Therapeuten zu lösen. Es ist ja nicht so, dass alle die zum Psychologen gehen einen an der Waffel haben (oder wie Sugarhashi schreibt an Morbus Bahlsen leiden :cool:)...
Durch bestimmt Lebensumstände ist man u.U. dazu gezwungen sich Hilfe zu holen, sei es in Form von AD's, eines Therapeuten, Freunde und Familie oder durch einen gemeinnützigen Verein...
Und ich denke, so lange man erkennt, dass man es nicht mehr alleine schafft und Hilfe benötigt und sich diese auch holt, ist man auf dem richtigen Weg... Egal in welcher Situation!
LG Tina
hi,
ich denke mal, es gibt zwei verschiedene Ursachen für psychische Dysbalancen, einmal wirkliche Nährstoff und Hormonmängel und auf der anderen Seite z.B. traumatische Erlebnisse in der Kindheit, mangelndes Selbstbewußtsein & Abgrenzungsfähigkeit (wodurch auch immer)und dadurch verursachter ständiger Stress oder oder....
Ich hatte früher auch immer mit depressiven Stimmungen zu kämpfen, die aber ziemlich schnell verschwanden als ich mit den NEMs für KPU anfing. Vorher hatte ich mich auch relativ erfolglos verschiedenen Psychotherapien unterzogen, die Kindheit aufgearbeitet (wobei Familienstellen sensationell war!)und ständig versucht, meiner Psyche auf die Schliche zu kommen.
Da verschwende ich heute echt keinen Gedanken mehr dran, das ist alles weggeblasen , ich bin meistens sehr gut drauf und ich denke, das liegt tatsächlich am ausgeglichenen Nährstoffhaushalt und auch an der besseren SD Einstellung.
Nährstoffmängel sind m.E: nicht zu unterschätzen, was das Thema Psyche angeht http://www.medizin-aspekte.de/06/09/psychologie/depression.html
LG dags
Danke Dags für die Link->super interessant!
Nach Einweisung in eine psychiatrische Klinik werden übrigens die Spiegel an VitB6,B9 und B12 (+SD Werte!) bei jedem Patient untersucht!Ein Mangel kann in der Tat eine Depression triggern!
@ dags : Dysbalance , wow hab ich noch nie gehört das Wort. Klingt nach mehr, muss ich mir merken :)
Nach Einweisung in eine psychiatrische Klinik werden übrigens die Spiegel an VitB6,B9 und B12 (+SD Werte!) bei jedem Patient untersucht!Ein Mangel kann in der Tat eine Depression triggern!
oh, echt? soweit ist man also doch schon?;)
Finde ich erfreulich, daß auch nach Vitaminen und sogar SD Hormonen -wow-geschaut wird und nicht direkt die chem. Keule ausgepackt wird !
Das lässt ja echt noch hoffen ;)
@EGo 68:
naj, hätte ich jetzt "psychische Störungen" geschrieben, wäre vielleicht wieder ein Sturm der Entrüstung losgebrochen:biggrin:
LG dags
Browniequeen
29.07.09, 16:51
Äh naja, je nachdem, wie mans sieht, SD-Werte werden schon getestet, nämlich der TSH, wenn man Glück hat noch der T3 (nicht ft3), mehr allerdings nicht...
Hashi erkennt man daran nicht unbedingt, außer der TSH ist in astronomischen Höhen.
ah -ja klar, ich wußte doch, es gibt einen Haken - wär ja auch zu schön gewesen..........;)
Aber immerhin denkt man schon an die SD bei Depressionen , wenn auch die Diagnostik noch zu wünschen lässt.........
LG dags
Äh naja, je nachdem, wie mans sieht, SD-Werte werden schon getestet, nämlich der TSH, wenn man Glück hat noch der T3 (nicht ft3), mehr allerdings nicht...
Hashi erkennt man daran nicht unbedingt, außer der TSH ist in astronomischen Höhen.
Es werden TSH,fT3 und fT4 getestet.Wie gesagt:in psychiatrischen Kliniken,aber nicht in psychiatrischen Praxen!:(
Als es mir schlecht ging, habe ich hier auch regelmäßig mit gelesen und geschrieben. Ich habe jedes Thema förmlich aufgesogen, in der Hoffnung Hilfe zu finden. Mittlerweile war ich fast ein ganzes Jahr nur sporadisch im Forum gewesen, weil es mir wieder sehr gut ging. Jetzt habe ich wieder Probleme und besuche das Forum wieder regelmäßiger.
Hier im Forum werden sicherlich hauptsächlich die Leute zu finden sein, denen ihre Symptome zu schaffen machen. Die die ihre richtige Einstellung gefunden haben, haben sicherlich zu einem Leben zurückgefunden, wo sie sich nicht mehr so intensiv mit ihrer Krankheit beschäftigen.
Der Aussage, dass man mit guten Blutwerten gar keine Symptome haben dürfte, kann ich leider nicht zustimmen. Ich bin ein sehr lebenslustiger optimistischer Mensch, aber trotz LT und SD-Werte in der Norm war ich sehr depressiv und hätte es objektiv gar nicht sein müssen. Ich hatte zu Hause und in der Firma keinen Stress, wurde auch in keinster Weise von irgendjemanden schlecht behandelt. Ich wurde von Arzt zu Arzt gereicht und keiner fand was. Herz und Lunge gesund! Muskel- und Gelenkschmerzen waren für meine Ärzte objektiv nicht da. Der Endo und meine damalige HÄ wussten nicht mehr weiter, also ein Fall für die Psychotherapie. Ich habe damals lieber die HÄ gewechselt, die mir dann noch Thybon verschrieb, und ich hatte plötzlich Freude am Leben, war wieder unternehmungslustig und konnte mir plötzlich gar nicht mehr erklären, warum ich immer so viel weinen musste. Zwei Jahre hat die richtige Einstellung gedauert. Und auch jetzt, wo ich wieder Atemprobleme habe, versinke ich deshalb nicht in Trübsal und horche jeden morgen in mich hinein. Ich kann jetzt mit diesen Problemen besser umgehen und wenn mir mal der Rücken oder die Gelenke weh tun, ist das nicht mehr dieses Drama, wie zu der Zeit, als ich nur LT genommen habe und glaubte, überhaupt nicht mehr ins Gleichgewicht zu kommen.
Ich für meinen Teil würde schon sagen, das Werte nicht immer allein aussagekräftig genug sind, sondern das jeder Mensch für sich gesehen werden muss. Aber in erster Linie denke ich, dass erst mal die Einstellung stimmen muss, dann findet sich auch vieles andere.
In einem Buch über Hormone wurden die SD-Hormone als "Wohlfühlhormone" bezeichnet! Ich finde das trifft es sehr gut!
Browniequeen
30.07.09, 01:11
Es werden TSH,fT3 und fT4 getestet.Wie gesagt:in psychiatrischen Kliniken,aber nicht in psychiatrischen Praxen!:(
Nein, bei mir leider nicht, obwohl es eine Uniklinik war, auch nicht in zwei Kliniken, in denen Freunde waren.
Kann sein, dass sie es anderswo machen, aber ich befürchte eher, dass es so wie bei mir abläuft. Als Alibiabklärung mal den TSH gemessen, damit man sagen kann, man hat etwas gemacht:(.
Aurorasutra
30.07.09, 08:13
Nein, bei mir leider nicht, obwohl es eine Uniklinik war, auch nicht in zwei Kliniken, in denen Freunde waren.
Kann sein, dass sie es anderswo machen, aber ich befürchte eher, dass es so wie bei mir abläuft. Als Alibiabklärung mal den TSH gemessen, damit man sagen kann, man hat etwas gemacht:(.
ich hänge mich dran - bei mir auch nicht - weder B12, noch B6 etc.....
also stimmt das wohl nicht so ganz....
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